[0001] Die Erfindung betrifft eine Abwasserreinigungsanlage, insbesondere mit einem Sammel-
und Überlaufbecken zum Sammeln von mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeiten, und
einer Trenneinrichtung zum Trennen der Feststoffe von der Flüssigkeit.
[0002] Mittels derartiger Abwasserreinigungsanlagen wird häufig eine Trennung von Feststoffen,
Kolloiden oder ähnlichem aus Abwasser, Belebtschlamm-/Abwasser-Gemischen und ähnlichem
durch Siebung oder Filtration vorgenommen.
[0003] Typische Einsatzgebiete sind die Niederschlagswasserbehandlung, als Sandfang in Abwasserreinigungsanlagen,
sowie zur Feststoff/Flüssigkeit-Trennung in Belebungsanlagen.
[0004] Ein besonders häufiges Anwendungsgebiet liegt in der Mischwasserbehandlung, wobei
das Mischwasser sich aus Schmutzwasser und Regenwasser zusammensetzt, welche gemeinsam
in einem Kanal zu einer Kläranlage geleitet werden. Bei mengenmäßiger Überlastung
des Kanalnetzes nach starken Niederschlägen kann ein Teil der Zuflüsse in Regenüberlaufbecken
zwischengespeichert werden. Ist aber auch deren Kapazität überschritten, muß der Rest
über einen Beckenüberlauf in die Gewässer abgeschlagen werden. Die abgeschlagene Flüssigkeit
muß jedoch zuvor gereinigt werden, um keine Schadstoffe oder andere Stoffe in die
Gewässer einzuleiten. Hierbei gelten häufig gesetzliche Vorschriften über die erforderliche
Reinheit des abgeschlagenen Wassers.
[0005] Nach dem Stand der Technik erfolgt die Reinigung des abzuschlagenden Wassers durch
Absetzenlassen der Feststoffe und/oder Filtern, wozu ortsfeste Filter oder langsam
rotierende Trommelfilter verwendet wurden, bei welchen die mit Feststoffen angereicherte
Flüssigkeit im wesentlichen radial von der Trommelaußenseite her in die Siebtrommel
eingeleitet wurden und von der Innenseite der Trommel her als gereinigtes Abwasser
herausgeführt wurden. Ein derartiges "Regenwasserentlastungsbauwerk" ist beispielsweise
aus der DE-OS 41 01 456 bekannt.
[0006] Aus der WO93/07539 ist eine Abwasserreinigungsanlage, die für die Reinigung von Abwässern
aus einem Verfahren zur Herstellung von Druckplatten verwendet wird, mit einer Trenneinrichtung
bekannt, die eine kreiszylindrische Trommel und einen in das Innere der Trommel gerichteteten
Einlauf aufweist, wobei die Trommel um eine vertikale Drehachse drehbar von einem
Motor angetrieben wird und eine für Flüssigkeiten durchlässige Siebmantelfläche, die
zur Stützung eines Filterbeutels dient.
[0007] Als weitere Lösungen wurde die Verwendung von Sieb- oder Rechenanlagen zur Abtrennung
der Feststoffe vorgeschlagen.
[0008] Eine Art Abstreifvorrichtung ist aus der DE-C-766260 bekannt, wobei eine Schleudertrommel
mit einer Schnecke zum Abschaben der an der Trommelwand festsitzenden Masse vorgesehen
ist.
[0009] Jedoch war diesen herkömmlichen Feststoffabtrennvorrichtungen gemeinsam, dass sie
einen großen Bauraumbedarf haben und dennoch hinsichtlich der Stärke des möglichen
Durchsatz-Massenstroms unbefriedigend sind. Dies führte dazu, dass entweder unverhältnismäßig
große Filter eingesetzt oder die Regenüberlaufbecken überdimensioniert werden mußten.
[0010] Entsprechendes gilt für Sandfänge, welche aus Gründen der Betriebssicherheit in vielen
Abwasserbehandlungseinheiten oder Abwasserreinigungsanlagen zumeist die Trennung der
im Abwasser mitgespülten Sande oder anderer mineralischer Stoffe von den organischen
Stoffen ermöglichten. Zu diesem Zweck wurde herkömmlicherweise die Sandabscheidung
durch die Absetzwirkung von Sanden und mineralischen Stoffen aufgrund der Wirkung
der Schwerkraft erreicht, oder der Wasserstrom mit den darin enthaltenen Partikeln
wurde auf einer Kreisbahn um die Längsachse des Sandfangs bewegt, wobei je nach Beckengestaltung
eine unterschiedliche Walzenströmung induziert wurde, die zu einer unterschiedlichen
Abtrennung von anorganischem Material und organischem Material führte. Der Sand beziehungsweise
das anorganische Material lagerte sich dabei herkömmlicherweise an der Beckensohle
ab, wo es durch Saug- oder Spülvorrichtungen abgezogen wurde.
[0011] Auch hierbei war ein großer Platzbedarf für das Sandfang-Becken erforderlich, wobei
gleichzeitig die Abtrennwirkung unbefriedigend war, bzw. die Stärke des möglichen
Durchsatz-Massenstroms gleichzeitig unbefriedigend blieb.
[0012] Entsprechendes gilt auch für eine Feststoff-/Flüssigkeits-Trennung in Belebungsanlagen,
wobei biologisch aktiver Schlamm (der sogenannte belebte Schlamm) von Flüssigkeit
getrennt werden muß und in das Belebungsbecken zurückgeführt werden muß. Herkömmlicherweise
erfolgte diese Trennung in einem Nachklärbecken, welches ebenso eine große Dimension
bei einem relativ unbefriedigenden Durchsatz-Massenstrom aufwies.
[0013] Andere Lösungen zur Feststoff-/Flüssigkeits-Trennung bei Abwasserreinigungsanlagen
beinhalteten bei Belebungsanlagen aus Belebungsbecken und Nachklärbecken die Schritte
der Siebung oder Flotation im Teilstrom. Diese Lösung ist jedoch unwirtschaftlich,
da zu große Siebflächen benötigt werden oder die Anlagen zu groß dimensioniert werden
mußten.
[0014] Durch die Erfindung wird die Aufgabe gelöst, eine Abwasserreinigungsanlage hinsichtlich
des benötigten Bauraums wesentlich zu verkleinern, eine verbesserte Trennwirkung zu
erzielen und gleichzeitig für einen hohen Durchsatz-Massenstrom auszulegen.
[0015] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Trenneinrichtung eine im wesentlichen
kreiszylindrische Trommel und einen in das Innere der Trommel gerichteten Einlauf
für die mit Feststoffen angereicherte Flüssigkeit aufweist, wobei die um eine vertikale
Drehachse drehbar gelagerte Trommel von einem Motor angetrieben ist und die Trommel
eine für Flüssigkeit durchlässige Sieb-Mantelfläche aufweist.
[0016] Durch die Rotation der Trommel sammeln sich die Feststoffe an der Trommel-Innenwand.
Es wird so ein hoher Durchsatz-Massenstrom und eine verbesserte Trennwirkung verwirklicht,
während gleichzeitig die an sich bekannten Sammel- und Überlaufbecken, Sandabscheidungsbecken
oder Nachklärbecken wesentlich kleiner gestaltet werden können oder unter Umständen
sogar ganz weggelassen werden können.
[0017] Um während der Rotation der Trommel ein Herausspritzen des Wassers zu verhindern,
kann vorteilhaft im oberen Bereich der Trommel ein kragenartiger Deckel vorgesehen
sein, der kreisringförmig nahezu die gesamte obere Stirnseite der Trommel um die Drehachse
einnimmt.
[0018] Vorteilhaft weist dabei die Sieb-Mantelfläche einen derart geringen Strömungswiderstand
auf, dass im wesentlichen die gesamte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche radial
nach außen geschleudert wird, wobei die Trommel vorteilhaft von einem die Flüssigkeit
auffangenden Schachtbauwerk umgeben ist. An den Wänden des Schachtbauwerks sammelt
sich dann die gereinigte Flüssigkeit, fließt nach unten ab und wird schließlich durch
einen ersten Auslaß herausgeführt. Auf der Innenwand der Trommel sammeln sich die
Feststoffe und können mittels einer Reinigungsvorrichtung entfernt werden.
[0019] Die Zuführung der Flüssigkeit in die Trommel kann von unten oder oben erfolgen. In
einer bevorzugten Ausführungsform ist der in das Innere der Trommel gerichtete Einlauf
koaxial zur der Drehachse der Trommel angeordnet. Weiter bevorzugt ist bei dieser
Ausführungsform, dass der in das Innere der Trommel gerichtete Einlauf konzentrisch
zu der Drehachse der Trommel angeordnet ist. Bei den beiden letztgenannten Ausführungsformen
wird das Abwasser so zugeführt, dass es in die sich drehende Trommel oberhalb der
unteren Stirnseite eintritt und infolge der einwirkenden Zentrifugalkraft nach außen
in Richtung der Sieb/Mantelfläche geschleudert wird. Bei der konzentrischen Anordnung
des Zulaufes ist die Zuführung der Flüssigkeit besonders vorteilhaft von unten möglich.
[0020] In einer anderen Ausführungsform weist die Trenneinrichtung eine im wesentlichen
kreiszylindrische Trommel mit einem im wesentlichen tangentialen Einlauf für die mit
Feststoff angereicherte Flüssigkeit zu der Innenfläche der Trommel im Bereich von
deren ersten Stirnseite. Durch den tangentialen Einlauf in die Trommel wird bewirkt,
dass die Eigenenergie der mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeit bei der Abscheidung
behilflich ist und die zur Drehung der Trommel benötigte Motorkraft verringert wird.
[0021] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung kann eine Abspritzvorrichtung auf
der Trommelaußenseite vorgesehen sein, welche die an der Trommelwand abgeschiedenen
Feststoffe durch die Wand hindurch mit Flüssigkeit oder beispielsweise Druckluft abspritzt,
bzw. absprüht. Dieser Abspritzvorgang kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen,
wobei Abspritzdüsen auf die zylindrische Außenfläche der Trommel gerichtet sind.
[0022] Erfindungsgemäß ist eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen, mittels welcher die Innenwandung
der Trommel einer Reinigung unterzogen wird. Die Reinigungsvorrichtung umfaßt dabei
zumindest eine im Inneren der Trommel angeordnete und von innen die Trommelwand reinigende
Vorrichtung mit Bürsten, Abstreifern und/oder Sprühdüsen zur Beaufschlagung mit Wasser,
und/oder eine Art Sprüheinrichtung, die von der Außenseite der Trommel eine Reinigung
von innen unterstützen kann. Diese Reinigung kann auch unabhängig von einem Aufsprühen
von Wasser von außen innenseitig mittels Bürsten, Absprühen oder Abstreifern vorgenommen
werden. Wenn eine Reinigung durch Absprühen von außen und/oder innen erfolgt, kann
die mit dem Abspritzwasser vermischte Feststofffraktion durch einen separaten Auslaß
herausgeführt werden.
[0023] Das Absprühen kann kontinuierlich oder ebenso, wenn keine Reinigungsvorrichtung in
der Trommel festgelegt angeordnet ist, diskontinuierlich erfolgen, d.h., die Zuführung
der mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeit kann hierzu unterbrochen werden, und
die Auffang- und Abführvorrichtung kann axial in die Trommel hineingefahren werden,
während die Trommel mit langsamer Geschwindigkeit im Leerlauf rotiert, damit die gesamte
Umfangsfläche von den Abspritzdüsen gereinigt werden kann. In diesem Fall kann auch
die abfiltrierte Feststofffraktion durch eine in dem Bodenbereich der Trommel befindliche
verschließbare Klappe entfernt, bzw. ausgelassen werden und von einer geeigneten Auffangvorrichtung
aufgefangen sowie aus der Trenneinrichtung geleitet werden. Wenn der zähflüssige Filtrierschlamm
pumpbar ist, kann dieser auch, gegebenenfalls ohne Besprühen der Trommelwand von außen,
von der Auffang- und Abführeinrichtung mittels einer Pumpe über eine Abführleitung
abgepumpt und gegebenenfalls zumindest teilweise wieder in den Zulauf gegeben werden,
um eine stärkere Verdickung zu ermöglichen.
[0024] Aus verfahrensökonomischen Gründen ist der kontinuierliche Betrieb der Anlage bevorzugt,
bei dem die Auffang- und Ableitvorrichtung im Inneren der Trommel fest angeordnet
ist und gegebenenfalls durch die Abspritzdüsen Flüssigkeit oder Druckluft auf die
zylindrische Außenfläche der Trommel gerichtet wird.
[0025] Durch die verschiedenen vorteilhaften Weiterbildungen kann erreicht werden, dass
der Abscheidevorgang aufgrund der Zentrifugalkraft und durch die Filtration (bei einer
Sieb-Mantelfläche mit geringem Strömungswiderstand) erfolgt, wobei die unterschiedlichen
Abscheideform-Ausgestaltungen je nach gewünschtem Durchsatz-Massenstrom der zu behandelnden,
mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeiten oder der gewünschten Abscheideeinheit
gewählt werden können. Dabei kann die Trommel nur geringfügig mit der mit den Feststoffen
angereicherten Flüssigkeit gefüllt sein, beispielsweise auf ihrer Innenwand nur einen
Flüssigkeitsfilm aufweisen oder ganz aufgefüllt sein.
[0026] Die Lage der Drehachse der Trommel ist im wesentlichen vertikal. Der Durchmesser
der Siebtrommel kann je nach Zulaufwassermenge beziehungsweise Reinigungsziel mindestens
0,2-0,5m und maximal 3-5m betragen, wobei das Durchmesser/Längenverhältnis bei 10:1
bis 1:10, bevorzugt 3:1 bis 1:3 liegen kann. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Trommel
beträgt im allgemeinen bis zu einige hundert Umdrehungen pro Minute, bevorzugt etwa
10 bis 600 U /min.
[0027] Die Maschenweite der Sieb-Mantelfläche beträgt vorzugsweise 0,5 µm bis etwa 5 mm,
bevorzugt 50µm-1mm. Für den Fall eines Spaltsiebs kann die Spaltbreite bis zu 5 mm
betragen. Bei geeigneter Wahl der Maschenweite kann der Abscheidevorgang dadurch noch
zusätzlich beeinflußt und die Filterwirkung unterstützt werden, dass ein Filterkuchen
an der Trommelinnenseite aufgebaut und in einer Schichtdicke auch dort belassen wird.
[0028] Bevor die mit Feststoffen angereicherte Flüssigkeit der Reinigung unterzogen wird,
kann eine Fällung und/oder Flockung mit oder ohne eine anschließende Sedimentationsstufe
zweckmäßig sein, wozu die in der Abwassertechnik üblichen Fällungschemikalien Eisen-
und/oder Aluminiumsalze oder Flockungsmittel wie anionische und kationische Polyelektrolyte
und Natronlauge, Kalk, Säure verwendet werden.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei bevorzugten Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Trenneinrichtung;
Figur 2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Trenneinrichtung;
Figur 3 eine Draufsicht auf die in Figur 2 gezeigte Trenneinrichtung;
Figur 4 verschiedene Trommeln mit unterschiedlichen Formen.
[0030] Die in Figur 1 dargestellte Trenneinrichtung 1 ist in ein Schachtbauwerk 2 eingebaut,
dessen Betonwände 3 in der Zeichnung dargestellt sind. Mit Feststoffen angereicherte
Flüssigkeit wird durch den Einlauf 4 um die Drehachse der Trommel 5 eingeleitet. Die
drehbar gelagerte Trommel 5 kann gemäß dem Pfeil 6 rotieren und wird mittels eines
Motors 7, vorzugsweise eines Elektromotors, mit Hilfe einer Antriebswelle 8 in Rotation
versetzt.
[0031] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Trommel 5 eine Sieb-Mantelfläche
9 auf, welche flüssigkeitsdurchlässig ist. Dabei wird vorzugsweise ein Teil der Flüssigkeit
durch die Sieb-Mantelfläche 9 geschleudert und von der Wand 3 des Schachtbauwerks
2 aufgefangen und sammelt sich aufgrund der Schwerkraft an dem Boden 10 des Schachtbauwerks
2. Aus dem Schachtbauwerk 2 mündet im Bereich des Bodens 10 ein Auslaß 11 für die
gereinigte Flüssigkeit aus.
[0032] Darüber hinaus ist die Trenneinrichtung mit einer Auffang- und Ableitvorrichtung
12 zum Reinigen der Innenwand der Trommel 5 versehen, wobei ein in zähflüssiger Form
vorliegender Filtrierschlamm mit Hilfe der Pumpe 13 über die Leitung 14 abgeführt
werden kann. Die Verflüssigung des Schlammes kann auch dadurch erleichtert werden,
dass über Spritzdüsen von der Außenwand der Sieb-Mantelfläche her mit relativ hohem
Druck von einer Pumpe geförderte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche 9 gesprüht
wird. Anstelle des Absprühens mit einer Flüssigkeit ist damit gleichwirkend auch das
Reinigen der Sieb-Mantelfläche 9 über aus den Spritzdüsen ausgeblasene Druckluft.
[0033] Gemäß dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Trommel 5 eine Sieb-Mantelfläche
9 auf, welche flüssigkeitsdurchlässig ist. Dabei wird vorzugsweise ein Teil der Flüssigkeit
durch die Sieb-Mantelfläche 9 geschleudert und von der Wand 3 des Schachtbauwerks
2 aufgefangen und sammelt sich aufgrund der Schwerkraft an dem Boden 10 des Schachtbauwerks
2. Aus dem Schachtbauwerk 2 mündet im Bereich des Bodens 10 ein Auslaß 11 für die
gereinigte Flüssigkeit aus. Ein Teil der Flüssigkeit kann auch vertikal nach unten
aus der Trommel 5 an deren zweiter Stirnseite 15 austreten. Eine Auffangrinne 16 ist
rings der Unterkante an der zweiten Stirnseite 12 der Trommel 5 verlaufend radial
und axial über den Trommelrand übertretend angeordnet, um einen Teil der abgeschiedenen
Feststoffe aufzufangen. Der restliche Teil der abgeschiedenen Feststoffe sammelt sich
an der Sieb-Mantelfläche, dass heißt auf der Innenfläche der Trommel 5.
[0034] Darüber hinaus ist die Trenneinrichtung mit einer Abspritzvorrichtung 17 zum Reinigen
der Innenwand der Trommel 5 versehen, wobei Spritzdüsen 18 von der Außenwand der Sieb-Mantelfläche
her mit relativ hohem Druck von der Pumpe 19 geförderte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche
9 sprühen, und auf der Innenseite der Trommel 5 den Spritzdüsen 15 gegenüberliegend
eine Auffangvorrichtung 20 zum Auffangen der von den Spritzdüsen losgelösten Feststofffraktion
angeordnet ist, welche an ihrem unteren Ende in ein Austragsrohr 21 mündet, welches
schließlich in einen zweiten Auslaß 22 für das Ablaufen der Feststofffraktion zusammen
mit dem Abspritzwasser mündet. Anstelle des Absprühens mit einer Flüssigkeit ist damit
gleichwirkend auch das Reinigen der Sieb-Mantelfläche 9 über aus den Spritzdüsen 15
ausgeblasene Druckluft.
[0035] Die Auffang/Abstreif-Vorrichtung 20 kann auch während des normalen Betriebs in Axialrichtung
aus der Siebtrommel herausgefahren sein und nur für den Reinigungsvorgang in die Trommel
5 hineingefahren sein. Der Einlauf 4 ist auf seiner der Siebtrommel 5 abgewandten
Seite vorzugsweise mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Sammel- und Überlaufbecken
verbunden, wobei die aus diesem Becken überlaufende, mit Feststoffen angereicherte
Flüssigkeit in der Trenneinrichtung 1 gereinigt werden kann.
[0036] Figur 4 zeigt verschiedene, mögliche Formen für die Trommel 5, je nach zu reinigender,
mit Feststoffen angereicherter Flüssigkeit, je nach gewünschtem Durchsatz-Massenstrom
oder betreffenden Konsistenz des Flüssigkeits-/Feststoff-Gemisches.
[0037] Mit der Bereitstellung der erfindungsgemäßen Abwasserreinigungsanlage wird eine einfache
und wirtschaftliche Lösung vorgeschlagen, große mit Feststoffen angereicherte Wassermengen
schnell und effizient von den darin enthaltenen Feststoffen zu befreien. Daher ist
es möglich, die bisher verwendeten "Zwischenspeicher"-Becken zu verkleinern, und entsprechend
ist die erfindungsgemäße Ausführungsform der Abwasserreinigungsanlage in Verbindung
mit gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten verkleinerten Regenüberlaufbecken,
im Extremfall direkt am Regenüberlauf eines Kanalrohres angeschlossen, Sandabscheidebecken
oder Klärbecken besonders bevorzugt.
1. Abwasserreinigungsanlage, insbesondere mit einem Sammel- und Überlaufbecken zum Sammeln
von mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeiten, und einer Trenneinrichtung zum Trennen
der Feststoffe von der Flüssigkeit, wobei die Trenneinrichtung (1) eine im wesentlichen
kreiszylindrische Trommel (5) und einen in das Innere der Trommel gerichteten Einlauf
(4) für die mit Feststoffen angereicherte Flüssigkeit aufweist, wobei die um eine
vertikale Drehachse drehbar gelagerte Trommel (5) von einem Motor (7) angetrieben
ist und die Trommel (5) eine für Flüssigkeit durchlässige Sieb-Mantelfläche (9) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen ist, welche zum
Abstreifen von an der Trommelwand abgeschiedenen Feststoffen in der Trommel (5) festgelegt
angeordnet ist oder in Axialrichtung in die Trommel (5) hineinfahrbar ist.
2. Abwasserreinigungsanlage nach Anspruch 1, dadurch kennzeichnet, dass der in das Innere
der Trommel (5) gerichtete Einlauf (4) koaxial zur der Drehachse der Trommel (5) angeordnet
ist.
3. Abwasserreinigungsanlage nach Anspruch 2, dadurch kennzeichnet, dass der in das Innere
der Trommel (5) gerichtete Einlauf (4) konzentrisch zu der Drehachse der Trommel (5)
angeordnet ist.
4. Abwasserreinigungsanlage nach Anspruch 1, dadurch kennzeichnet, dass die Trenneinrichtung
(1) einen im wesentlichen tangential zu der Innenfläche der Trommel (5) im Bereich
von deren ersten Stirnseite gerichteten Einlauf (4) für die mit Feststoffen angereicherte
Flüssigkeit aufweist.
5. Abwasserreinigungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sieb-Mantelfläche (9) einen derart geringen Strömungswiderstand aufweist,
dass im wesentlichen die gesamte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche (9) radial
nach außen geschleudert wird, und die Trommel (5) von einem die Flüssigkeit auffangenden
Schachtbauwerk (2) umgeben ist.
1. A waste water treatment plant, in particular comprising a collection and overflow
basin for collecting liquids enriched with solids and a separation device for separating
the solids from the liquid, wherein the separation device (1) has an essentially circular
cylindrical drum (5) and an inlet (4) for the liquid enriched with solids directed
to the inside of the drum, wherein the drum (5), which is pivotally supported about
a vertical axis of rotation, is driven by a motor (7), and the drum (5) has a screen
jacket (9) permeable to liquid,
characterized in that a cleaning device, for stripping off solids deposited on the
wall of the drum, is provided which is fixedly arranged in the drum (5) or movable
into the drum (5) in axial direction.
2. A waste water treatment plant according to claim 1, characterized in that the inlet
(4) directed to the inside of the drum (5) is arranged coaxially with respect to the
axis of rotation of the drum (5).
3. A waste water treatment plant according to claim 2, characterized in that the inlet
(4) directed to the inside of the drum (5) is arranged concentrically with respect
to the axis of rotation of the drum (5).
4. A waste water treatment plant according to claim 1, characterized in that the separation
device (1) has an inlet (4) which is directed essentially tangentially with respect
to the inner surface of the drum (5) in the region of the first end face thereof,
for the liquid enriched with solids.
5. A waste water treatment plant according to one of the preceding claims, characterized
in that the screen jacket (9) has such a low flow resistance that substantially the
entire liquid is flung radially outwards through the screen jacket (9), and that the
drum (5) is surrounded by a shaft structure (2) catching the liquid.
1. Installation d'épuration d'eaux usées, notamment comportant un bassin collecteur à
débordement pour la collecte de liquides enrichis de matières solides, et un dispositif
de séparation pour la séparation des matières solides du liquide, dispositif de séparation
(1) présentant un tambour (5) essentiellement en forme cylindrique circulaire et une
entrée (4) orientée vers l'intérieur du tambour pour le liquide enrichi de matières
solides, le tambour (5), qui est monté sur paliers de façon mobile autour d'un axe
de rotation verticale, étant entraîné par un moteur (7) et le tambour (5) présentant
une surface latérale à sas (9) qui est perméable au liquide, caractérisée en ce qu'il
est prévu un dispositif de nettoyage qui est disposé fixe dans le tambour (5) afin
d'enlever des matières solides déposées sur la paroi du tambour ou qui peut être inséré
en direction axiale dans le tambour (5).
2. Installation d'épuration d'eaux usées selon la revendication 1, caractérisée en ce
que l'entrée (4) orientée vers l'intérieur du tambour (5) est disposée coaxialement
par rapport à l'axe de rotation du tambour (5).
3. Installation d'épuration d'eaux usées selon la revendication 2, caractérisée en ce
que l'entrée (4) orientée vers l'intérieur du tambour (5) est disposée concentrique
par rapport à l'axe de rotation du tambour (5).
4. Installation d'épuration d'eaux usées selon la revendication 1, caractérisée en ce
que le dispositif de séparation (1) présente une entrée (4) pour le liquide enrichi
de matières solides, entrée qui est orientée de manière sensiblement tangentielle
par rapport à la surface intérieure du tambour (5) et qui est située dans la zone
du premier côté frontal de ce tambour (5).
5. Installation d'épuration d'eaux usées selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la surface latérale à sas (9) présente une résistance hydraulique
tellement petite que essentiellement la totalité du liquide est projetée à travers
la surface latérale à sas (9), en direction radiale vers l'extérieur et en ce que
le tambour (5) est entouré par un bâtiment formant un puits (2) captant le liquide.