[0001] Die Erfindung betrifft Mittel für die Masse- und /oder Oberflächenleimung von Papier,
die wäßrige, lösungsmittelfreie Dispersionen von kationischen Polymerisaten enthalten
sowie ein Verfahren zur Leimung von Papier unter Verwendung dieser Mittel.
[0002] Bei der Herstellung von tintenfesten Papieren und Druckpapieren erfolgt eine Leimung
der Papiere an der Oberfläche oder in der Masse, um die Benetzbarkeit der Cellulose
und die Aufnahme von Wasser oder wäßrigen Flüssigkeiten durch das Kapillarsystem des
Papierblattes zu vermindern sowie um die Aufnahme von Druckfarben, die Weiße und die
Opazität sowie die mechanischen Eigenschaften des Papierblattes zu verbessern. Der
schon bekannte Leimungsprozeß und die hierbei üblicherweise verwendeten Mittel sind
in Ullmanns Enzyklopädie, Band 17 (1979) auf den Seiten 585 - 587 sowie auf S. 599
beschrieben.
[0003] Auch die Verwendung kationischer Polymerisate beim Leimungsprozeß, die sich durch
eine große Substantivität gegenüber den Cellulosefasern auszeichnen, ist bekannt.
Die japanische Patentschrift JP-A-04 108 196 beschreibt kationische Leimungsmittel
auf der Basis von Kollophonium und kationischen Polymerisaten. Die japanischen Schriften
JP-A-04 091 290, JP-A-63 270 893 und JP-A-59 159 198 beschreiben Leimungsmittel die
aus Alkylketen-Dimeren und kationischen Polymerisaten gebildet werden.
[0004] Aus der DE 37 37 615 C2 sind Leimungsmittel bekannt, die mit Carbonsäuren modifizierte,
sogenannte verstärkte Harze darstellen, die durch Anteile von kationischen Copolymerisaten
dispergiert werden. Hierbei werden die kationischen Copolymerisate durch Lösungspolymerisation
dargestellt und die Herstellung des dispergierten Leimungsmittels aus den anionisch
modifizierten Harzen und den kationischen Copolymerisaten geschieht in aufwendiger
Verfahrensweise unter destillativer Abtrennung des Lösungsmittels aus dem Copolymerisat,
Aufschmelzen des modifizierten Harzes sowie Dispergierung in Wasser unter teilweiser
Verwendung von Tensiden. Bei der Anwendung belasten die nicht in der Papiermasse gebundenen
Harzanteile das Prozeßwasser und müssen gegebenenfalls unter Einsatz weiterer Hilfsmittel
entfernt werden.
[0005] In der DE 38 26 825 C2 werden kationische Leimungsmittel beschrieben, die aus Metyl(meth)acrylat,
Butyl(meth)acrylat, Acrylsäure und 10-30 Gew. %-Anteile N,N Dimethylaminoethyl(meth)acrylat
gebildet werden und Isopropanol oder andere organische Lösungsmittel enthalten. Die
beschriebenen Leimungsmittel sind bei Lagerung instabil und bei der Anwendung nicht
ausreichend wirksam.
[0006] In EP 416 427 B1 werden Leimungsmittel auf der Basis von wäßrigen, kationischen Polymerisatdispersionen
beschrieben, deren Polymerisatanteil zwar nur aus 2-20 Gew. % eines salzbildenen,
wasserlöslichen Monomeren mit Alkylammonium-, Alkylsulfonium- oder Alkylphosphoniumgruppen
gebildet werden, die jedoch zusätzlich immer mit kationischen Polymerisaten, wie Retentionsmitteln
und Schutzkolloiden (Poly-DADMAC) verwendet werden, so daß diese Polymerisate insgesamt
in doch größerer Menge eingesetzt werden. Weiterhin enthalten die beschriebenen Dispersionen
auch Emulgatoren und insbesondere nichtionogene Tenside, die neben den wasserlöslichen
Retentionsmitteln im Papier die Leimungswirkung beeinträchtigen und die Prozeßwässer
belasten können.
[0007] Aufgabe der Erfindung war es daher, die bekannten kationischen Leimungsmittel unter
Vermeidung ihrer Nachteile zu verbessern, insbesondere Leimungsmittel bereitzustellen,
die sich wirtschaftlicher und umweltfreundlicher herstellen lassen, lagerstabil sind
und ohne die Verwendung weiterer Komponenten allein als Leimungsmittel verwendbar
sind sowie darüber hinaus eine verbesserte Wirkung aufweisen.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Verwendung von wäßrigen, lösungsmittelfreien
Dispersionen von kationischen Polymerisaten als Leimungsmittel, wobei die kationischen
Polymerisate durch radikalische Polymerisation in Lösung oder Dispersion, vorzugsweise
in Substanz aus
a) 30 - 70 Mol% wenigstens eines Monomeren der allgemeinen Formel
H2C=CR1-CO-X-R2-N(R3)2 (I)
in der
R1 = H,CH3
R2 = eine C2 - C4-Alkylengruppe
R3 = H, eine C1-C4-Alkylguppe und
X = O, NH bedeuten
mit
b) 70 - 30 Mol % wenigstens eines Monomeren der Formel
H2C=CR1-CO-X-R4 (II)
in der
R1 und X die bei Verbindung I genannte Bedeutung haben und
R4 = eine C8-C30-Alkylgruppe bedeuten
sowie gegebenenfalls
c) 0 - 20 Mol% wenigstens eines C8-C30-Monoolefins
und
d) 0 - 10 Mol% wenigstens eines weiteren, mit a), b) und ggf. c) copolymerisierbaren
Monomeren,
anschließender Neutralisation und gegebenenfalls Quaternierung der Copolymerisate
sowie Dispergierung in Wasser oder wäßrigen Flüssigkeiten erhalten werden, wobei die
Summe der Monomeren a), b), c) und d) 100 Mol% beträgt.
[0009] Die Monomeren der Gruppe a) umfassen Acryl- und/oder Methacrylderivate mit einer
Aminfunktion. Sie sind einerseits für die Fixierung an die Cellulosefaser erforderlich
und sorgen andererseits in ihrer teilweise oder vollständig neutralisierten Form für
die Dispergierbarkeit des Polymeren in Wasser. Als geeignete Monomere seien genannt
N,N-Dimethylaminoethyl(meth)acrylat, N,N-Dimethylaminopropyl(meth)acrylat,
N,N-Dimethylaminoethyl(meth)acrylamid und
N,N-Dimethylaminopropyl(meth)acrylamid. Bevorzugt Verwendung finden
N,N-Dimethylaminoethylacrylat und N,N-Dimethylaminopropylacrylamid.
[0010] Die Monomeren der Gruppe a) sind in einer Menge von 30 - 70 mol% im Copolymerisat
vorhanden. Bei Unterschreitung dieser Grenzen erhält man in der Regel instabile Dispersionen,
während ein Anteil von mehr als 70 mol % den Leimungseffekt erheblich verschlechtert.
Bevorzugt verwendet wird ein Anteil von 40 - 60 mol % dieser Monomeren im Copolymerisat.
[0011] Bei den Monomeren der Gruppe b) handelt es sich um hydrophobe Ester oder Amide der
Acrylsäure und/oder der Methacrylsäure. Sie sorgen im wesentlichen für den Leimungseffekt.
Geeignete Monomere sind zum Beispiel 2-Ethylhexyl(meth)acrylat, n-Octyl(meth)acrylat,
Isononyl(meth)acrylat, Decyl(meth)acrylat, Lauryl(meth)acrylat, Isotridecyl(meth)acrylat,
Myristyl(meth)acrylat, Stearyl(meth)acrylat, C
18-22(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylamid, n-Octyl(meth)acrylamid, Isononyl(meth)acrylamid,
Decyl(meth)acrylamid, Lauryl(meth)acrylamid, Isotridecyl(meth)acrylamid, Myristyl(meth)acrylanrid,
Stearyl(meth)acrylamid und C
18-22-(meth)acrylamid. Die Monomeren werden in bekannter Weise aus den hydrophoben Alkoholen
oder Aminen und der (Meth)acrylsäure bzw. reaktiven Derivaten hiervon hergestellt.
Viele dieser Monomere sind kommerziell erhältlich. Bevorzugt Verwendung findet aus
dieser Gruppe Stearylmethacrylat.
[0012] Ein Teil der Monomeren der Gruppe b) kann durch langkettige Monoolefine ersetzt werden.
Geeignet für diesen Zweck sind beispielsweise Octen-1, Decen-1, Dodecen-1, Tetradecen-1,
Hexadecen-1, Octadecen-1, Eicosen-1 sowie C
20-24 bzw. C
30+-alpha-Olefin-Schnitte. Auch diese Monomeren sind kommerziell zugänglich. Sie können
im Verhältnis zur Monomerengruppe b) in einer Menge von 0,001 bis 1 : 1 eingesetzt
werden. Bevorzugt verwendet werden Octadecen-1 sowie C
20-24-alpha-Olefingemische.
[0013] Gegebenenfalls können zur Erzielung spezieller Eigenschaften im Polymerisationsansatz
bis zu 10 mol % weitere, mit den Monomeren der Gruppen a), b) und ggf. c) copolymerisierbare
alpha,beta-ungesättigte Monomere vorliegen. Bedingung für ihre Verwendung ist, daß
sie sich mit den vorgenannten Monomeren zu einer homogenen Mischung gegebenenfalls
bei höherer Temperatur verarbeiten lassen. Geeignet sind beispielsweise Styrole, Vinylester,
Vinylether, (Meth)acrylsäure und/oder (Meth)acrylamid.
[0014] Die erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Leimungsmittel enthalten Copolymerisate,
die unter Ausschuß von organischen Lösungsmitteln durch Substanzpolymerisation in
an sich bekannter Weise hergestellt werden.
[0015] Die Polymerisation wird bei Temperaturen von 20 bis 200°C, bevorzugt 60 bis 160°C
durchgeführt. Sie wird thermisch, photochemisch oder redoxkatalytisch initiiert, vorzugsweise
unter Zuhilfenahme von Peroxo- und/oder Azoverbindungen. Aufgrund der überwiegend
hydrophoben Natur der Monomeren sind öllösliche Initiatoren wie beispielsweise 2,2'-Azobis(isobutyronitril)
(AIBN), 2,2'-Azobis(2-methylbutyronitril), 4,4'-Azo(4-cyanopentansäure), 2,2'-Azobis(2,4-dimethylvaleronitril),
Di-tert-Butylperoxid, Dibenzoylperoxid oder tert-Butylperoxy-2-ethylhexanoat bevorzugt.
[0016] Das Zahlenmittel der Molmasse der Copolymerisate beträgt 1000 bis 100.000 g/mol.
Die Regelung der Molmasse erfolgt vorzugsweise durch Einsatz bekannter Regler wie
beispielsweise Mercaptoethanol oder Dodecylmercaptan.
[0017] In weiter bevorzugten Ausführungsformen wird ein Teil oder die gesamte Menge der
Monomeren vorgelegt, bei einer geeigneten Temperatur der Initiator ganz oder in Teilmengen
zur Polymerisationsmischung gegeben und die weitere Reaktion unter adiabatischen Bedingungen
vorgenommen, wobei die entstehende Polymerisationswärme den Reaktionsansatz erwärmt.
[0018] Nach der Polymerisation wird das Copolymerisat direkt mit verdünnter Säure neutralisiert
und in Wasser emulgiert. Die Menge an Säure wird hierbei so gewählt, daß sich im Endprodukt
ein pH-Wert von 8 bis 3 einstellt. Zur Neutralisation sind sowohl anorganische Säuren,
wie Salzsäure oder Schwefelsäure, als auch organische Säuren insbesondere Carbonsäuren,
wie Ameisensäure oder Essigsäure geeignet.
[0019] Sofern erforderlich kann nach der Neutralisation oder Emulgierung eine erneute Initiatorzugabe
zur Reduzierung des Restmonomergehaltes vorgenommen werden. Hierzu eignen sich dann
sowohl öllösliche als auch wasserlösliche Initiatorsysteme.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden Copolymerisate verwendet, deren
Aminogruppen teilweise oder vollständig mit einem geeigneten Quaternierungsmittel
umgesetzt werden. Beispiele für geeignete Quaternisierungsmittel sind Methylchlorid,
Benzylchlorid, Dimethylsulfat und/oder Epichlorhydrin. Die Menge des Quaternierungsmittels
wird so gewählt, daß sich ein Quaternisierungsgrad von 1 - 100 mol %, bevorzugt 5
bis 50 mol% einstellt.
[0021] Die Umsetzung erfolgt dabei im Molverhältnis von Aminogruppe zu Quaternierungsmittel
von 100:1 bis 1:1, oder aber in einem Molverhältnis von Aminogruppe zu Epichlorhydrin
von 50 : 1 bis 1 : 1.
[0022] Der Feststoffgehalt der erfindungsgemäß zu verwendenen Polymerisatdispersionen beträgt
10 - 60 Gew.%, vorzugsweise 20 - 50 Gew.%, besonders bevorzugt 30 - 40 Gew.%.
[0023] Die erfindungsgemäß zu verwendeten Copolymerisatdispersionen zeichnen sich überraschenderweise
trotz ihrer Herstellung ohne weitere Hilfsmittel durch eine gute Dispersionsstabilität
aus, sodaß selbst nach mehreren Wochen der Lagerung bei 50°C keine Auftrennung bzw.
Koagulation von Polymerisat zu beobachten ist. Weiterhin zeichnen sie sich in an sich
nicht zu erwartender Weise durch eine gute Leimungswirkung aus und sind daher zur
hydrophobierenden Leimung von Papieren, insbesondere von Schreib- und Druckpapieren
geeignet. Hierbei können sie sowohl bei der Masseleimung als auch als Oberflächenleimungsmittel
eingesetzt werden.
[0024] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Papierleimung unter Verwendung der
erfindungsgemäßen Mittel, und zwar sowohl zur Masse- als auch zur Oberflächenleimung.
[0025] Bei der Masseleimung werden die Polymerdispersionen dem Dick- oder Dünnstoff mit
0,1 - 3,0% Wirksubstanz (bezogen auf atro Stoff) zugesetzt, während bei der Oberflächenleimung
0,1 - 5,0 g Wirksubstanz pro m
2 auf das Papier nach der Trockenpartie aufgetragen wird. in den meisten Fällen läßt
sich mit den Polymerdispersionen eine Sofortleimung erzielen, das heißt die gewünschte
Hydrophobierung des Papiers wird sofort nach dem Herstellungsprozeß erreicht. Der
nachteilige Vorgang der Alterung der frisch geleimten Papiere der bei der Verwendung
der mit derzeit eingesetzten Leimungsmittel zur Erreichung hydrophober Effekte und
der damit verbundenen Papiereigenschaften oft notwendig ist, kann daher weitgehend
entfallen.
[0026] Weiterhin läßt sich über die Einsatzmenge der kationischen Polymerdispersionen in
hervorragender Weise ein abgestufter Leimungsgrad der Papiere einstellen, der sowohl
bei der sauren als auch bei der neutralen oder alkalischen Papierherstellung reproduzierbar
ist. Weitere Hilfsmittel werden für die Leimung vorteilhafter Weise nicht benötigt.
[0027] Allerdings können gegebenenfalls inerte Füllstoffe, Pigmente und andere Farbstoffe
zugemischt werden.
[0028] Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen dargestellt.
Allgemeine Herstellvorschrift A
[0029] In einem Reaktor mit mechanischem Rührer, Rückflußkühler und Innenthermometer werden
die Monomeren und ggf. Regler vorgelegt und 30 Minuten mit Stickstoffgas durchspült.
Sodann wird auf die vorgesehene Starttemperatur aufgeheizt. Anschließend gibt man
den Initiator zu. Durch die einsetzende Polymerisation kommt es zu einer Temperaturerhöhung.
Nach Überschreiten des Temperaturmaximums rührt man noch drei Stunden bei der vorgesehenen
Polymerisationstemperatur weiter. Anschließend gibt man verdünnte Säure zur Neutralisation
hinzu und rührt weitere 30 Minuten bei 60 - 90°C, gegebenenfalls nach einer eventuellen
erneuten Initiatorzugabe. Man läßt unter Rühren auf 30-40°C abkühlen und füllt das
Produkt ab.
Allgemeine Herstellvorschrift B:
[0030] Im gleichen Reaktor wie in Vorschrift A werden Lösungsmittel und gegebenenfalls Regler
vorgelegt und mit Stickstoff begast. Anschließend heizt man auf die vorgesehene Polymerisationstemperatur
auf und läßt dann aus verschiedenen Zuläufen gleichzeitig die Monomeren und den Initiator
(gegebenenfalls verdünnt mit weiterem Lösungsmittel) über die vorgesehene Reaktionszeit
zulaufen. Nach Beendigung des Zulaufes läßt man 2 Stunden nachreagieren. Anschließend
wird das Polymerisat wie in Herstellvorschrift A mit verdünnter Säure neutralisiert
und emulgiert. Aus der Emulsion wird das Lösungsmittel weitestgehend abdestilliert.
Herstellung der Copolymerisate:
[0031] In den folgenden Beispielen sind die nach obigen Vorschriften hergestellten Copolymer-dispersionen
aufgeführt. Die angeführten Zahlen bedeuten Gewichtsteile. Die verwendeten Abkürzungen
haben folgende Bedeutung:
| ACP |
4,4'-Azo(4-cyanopentansäure) |
| AIBN |
2,2'-Azobis(isobutyronitril) |
| DIMAPA |
N,N-Dimethylaminopropylacrylamid |
| DM |
Dodecylmercaptan |
| DMAEA |
N,N-Dimethylaminoethylacrylat |
| DMS |
Dimethylsulfat |
| ECH |
Epichlorhydrin |
| EHMa |
Ethylhexylmethacrylat |
| HAc |
Essigsäure |
| ME |
Mercaptoethanol |
| StMA |
Stearylmethacrylat |
| TS |
Trockensubstanz |
[0032] Die Lagerstabilität wurde bei Raumtemperatur und bei 50°C beurteilt. Als stabil gilt
eine Dispersion, die wenigstens während 7 Tage Lagerung bei 50°C und während 1 Monat
Lagerung bei Raumtemperatur nicht auftrennt. Die Viskositäten wurden jeweils bei Raumtemperatur
mit einem Brookfield Rotationsviskosimeter gemessen.
- Copolymerisat A:
- Methode A, 60 DIMAPA, 100 StMa, 1,5 ME, TStart 80°C, 1,0 AIBN, 1,5 Std. bei 90-150°C, 38,0 HCl (37%), 410 H2O demin., Helle, stabile Emulsion, TS 30 %, 460 mPas, pH(10% in H2O) 2,9
- Copolymerisat B:
- Methode A, 60 DIMAPA, 100 StMa, 7,5 ME, TStart 80°C, 5,0 ACP, 1,5 Std. bei 90-120°C, 35,7 HCl (37%), 127 H2O demin. Helle, stabile Emulsion, TS 50 %, 900 mPas, pH(10% in H2O) 3,8
- Copolymerisat C:
- Methode A, 50 DIMAPA, 100 StMa, 1,5 ME, TStart 80°C, 1,0 AIBN, 1,5 Std. bei 90-150°C, 31,5 HCI (37%), 265 H2O demin., Nachinitiierung mit 1,0 H2O2 (30%) und 0,1 ME Helle, stabile Emulsion, TS 35 %, 34.000 mPas, pH(10% in H2O) 3,2
- Copolymerisat D:
- Methode A, 50 DIMAPA, 110 StMa, 1,5 ME, TStart 80°C, 1,0 AIBN, 90 Min bei 90-150°C, 31,5 HCl (37%), 400 H2O demin Nachinitiierung mit 0,2 ABAH in 5 H2O demin. Helle, stabile Emulsion, TS 30 %, 740 mPas, pH(10% in H2O) 3,1
- Copolymerisat E:
- Methode A, 50 DIMAPA, 110 StMa, 1,5 ME, TStart 80°C, 1,0 AIBN, 2 Std. bei 90-140°C, 31,5 HCl (37%), 400 H2O demin. Helle, stabile Emulsion, TS 30 %, 1680 mPas, pH(10% in H2O) 3,1
- Copolymerisat F:
- Methode A, 50 DIMAPA, 100 StMa, 1,5 ME, TStart 80°C, 1,0 AIBN, 1,5 Std. bei 90-150°C, 18,8 HAc, 500 H2O demin. Nachbehandlung mit 14,8 ECH, 5 Std. 30°C Helle, stabile Emulsion, TS 26%,
150 mPas, pH(10% in H2O) 5,7
- Copolymerisat G:
- wie Copolymerisat F, jedoch Nachbehandlung mit 1,48 ECH, 5 Std. 80°C Helle, stabile
Emulsion, TS 26 %, 280 mPas, pH(10% in H2O) 5,2
- Copolymerisat H:
- wie Copolymerisat F, jedoch Nachbehandlung mit 20,2 DMS, 5 Std. 80°C Helle, stabile
Emulsion, TS 26%, 120 mPas, pH(10% in H2O) 4,4
- Copolymerisat I:
- Methode B, 100 Isopropanol, 1,5 ME, 50 DIMAPA, 100 StMa 2,0 ACP in 20 Isopropanol,
1 Std. bei 75-80°C zudosieren, 5 Std. 90°C, 30,0 HCl (37%), 250 H2O demin., 1 Std. bei 80°C, anschließend Isopropanol abdestilliert Helle, stabile Emulsion,
TS 35 %, 250 mPas, pH(10% in H2O) 4,3
- Copolymerisat J:
- Methode A, 50 DIMAPA, 95 StMa, 5 EHMa, 1,5 ME, TStart 80°C 1,0 AIBN, 1,5 Std. 80-155°C, 31,5 HCl (37%), 265 H2O demin., Nachinitiierung mit 0,2 ABAH in 5 H2O demin., 1 Std. 90°C Helle, stabile Emulsion, TS 35 %, 750 mPas, pH(10% in H2O) 5,9
- Copolymerisat K:
- Methode A, 72 DMAEA, 165 StMa, 1,5 ME, 1,0 AIBN, 1,5 Std. 80-135°C, 49,2 HCI (37%),
1030 H2O demin., Nachinitiierung mit 0,2 ABAH in 5 H2O demin., 1 Std. 90°C Helle, stabile Emulsion, TS 20 %, 480 mPas, pH(10% in H2O) 3,0
- Vergleichsprodukt:
- nach Beispiel 4 aus DE 38 26 825 C2 Weiße Emulsion, schichtet nach 3 Tagen bei Raumtemperatur
TS 16 %, 30 mPas, pH(10% in H2O) 3,2
[0033] Zur Prüfung der Leimungswirkung der Polymerdispersionen wurden in einem Rapid-Köthen
Blattbildner Papierblätter mit einem Flächengewicht von ca. 100 g/m
2 hergestellt. Als Rohstoffe wurden ein Kurzfaserzellstoff (Birke-Sulfat) oder ein
Altpapier (Zeitungsdruck) oder ein Holzschliff verwendet.
[0034] Das zu prüfende Leimungsmittel wurde dem Stoff/Wasser-Gemisch zugegeben und 15 Sekunden
vermischt. Anschließend wurde das Blatt im Blattbildner gebildet und im Vakuumtrockner
des Rapid-Köthen Gerätes bei 92°C 10 Minuten getrocknet.
[0035] Die Leimungswerte, die nach DIN 53132 "Wasseraufnahme nach Cobb" gemessen wurden,
wurden direkt nach der Herstellung, nach einer zusätzlichen Trocknung bei 110°C für
10 Minuten sowie nach 24 Stunden bestimmt. Die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen
zusammengefaßt.
Tabelle 1
| Beispiel |
Copolymerisat |
Menge1) in % |
Papierstoff |
Cobb-Wert (g/m2) |
| |
|
|
|
nach Herstellung |
nach Zusatztrocknung |
nach 24 h |
| 1 |
A |
2,0 |
Zellstoff |
36 |
31 |
26 |
| 2 |
B |
2,0 |
Zellstoff |
88 |
28 |
18 |
| 3 |
C |
2,0 |
Zellstoff |
28 |
21 |
20 |
| 4 |
D |
2,0 |
Zellstoff |
53 |
30 |
28 |
| 5 |
E |
2,0 |
Zellstoff |
68 |
25 |
19 |
| 6 |
H |
2,0 |
Zellstoff |
28 |
25 |
23 |
| 7 |
I |
2,0 |
Zellstoff |
n.b. |
61 |
36 |
| 8 |
J |
2,0 |
Zellstoff |
86 |
21 |
19 |
| 9 |
K |
2,0 |
Zellstoff |
n.b. |
58 |
34 |
| Vergl.- |
Vergl- |
2,0 |
Zellstoff |
155 |
54 |
51 |
| Beisp. 1 |
Prod. |
|
|
|
|
|
| 1) % TS Polymer bezogen auf atro Papierstoff |
[0036] Die Tabelle 1 zeigt, daß mit den erfindungsgemäß zu verwendenen Copolymerisaten eine
sehr gute Sofortleimung erzielt werden kann. Das Vergleichsbeispiel zeigt keine Sofortleimung
und ergibt auch nach 24 Stunden deutlich schlechtere Werte als die erfindungsgemäßen
Beispiele.
Tabelle 2
| |
Copolymerisat |
Menge1) in % |
Papierstoff |
Cobb-Wert (g/m2) |
| |
|
|
|
nach Herstellung |
nach Zusatztrocknung |
nach 24 h |
| 10 |
B |
0,50 |
Zellstoff |
- |
211 |
49 |
| |
|
1,00 |
Zellstoff |
175 |
34 |
18 |
| 11 |
C |
0,50 |
Zellstoff |
- |
126 |
40 |
| |
|
1,00 |
Zellstoff |
114 |
38 |
22 |
| 12 |
F |
0,25 |
Zellstoff |
- |
110 |
101 |
| |
|
0,50 |
Zellstoff |
91 |
19 |
19 |
| 13 |
G |
0,50 |
Zellstoff |
n.b. |
50 |
43 |
| |
|
1,00 |
Zellstoff |
58 |
24 |
22 |
| 14 |
H |
1,00 |
Zellstoff |
66 |
38 |
33 |
| Vergl.- |
Vergl- |
0,50 |
Zellstoff |
- |
169 |
112 |
| Beisp. 2 |
Prod. |
1,00 |
Zellstoff |
157 |
75 |
65 |
| 1) % TS Polymer bezogen auf atro Papierstoff |
[0037] Die Tabelle 2 verdeutlicht, daß bei erfindungsgemäßer Verwendung der Copolymerisate
auch bei niedrigeren Einsatzkonzentrationen ein Vorteil gegenüber bekannten Lösungsmitteln
festzustellen ist.
Tabelle 3
| Beispiel |
Copolymerisat |
Menge in % |
Papierstoff |
Cobb-Wert (g/m2) |
| |
|
|
|
nach Herstellung |
nach Zusatztrocknung |
nach 24 h |
| 15 |
F |
0,5 |
Holzschliff |
- |
109 |
88 |
| |
|
1,0 |
Holzschliff |
186 |
37 |
24 |
| |
|
2,0 |
Holzschliff |
33 |
26 |
17 |
| 16 |
G |
1,0 |
Holzschliff |
n.b. |
69 |
61 |
| |
|
2,0 |
Holzschliff |
48 |
39 |
31 |
| 17 |
H |
1,0 |
Holzschliff |
- |
- |
62 |
| |
|
2,0 |
Holzschliff |
- |
44 |
31 |
Tabelle 4
| Beispiel |
Copolymerisat |
Menge1) in % |
Papierstoff |
Cobb-Wert (g/m2) |
| |
|
|
|
nach Herstellung |
nach Zusatztrocknung |
nach 24 h |
| 18 |
B |
2,0 |
Altpapier |
- |
171 |
81 |
| 19 |
D |
2,0 |
Altpapier |
- |
172 |
95 |
| 20 |
F |
0,5 |
Altpapier |
- |
142 |
141 |
| |
|
1,0 |
Altpapier |
- |
54 |
38 |
| |
|
2,0 |
Altpapier |
89 |
23 |
18 |
| 21 |
G |
2,0 |
Altpapier |
112 |
48 |
42 |
| Vergl.- |
Vergl- |
1,0 |
Altpapier |
- |
166 |
157 |
| Beisp. 3 |
Prod. |
2,0 |
Altpapier |
- |
116 |
109 |
| 1) % TS Polymer bezogen auf atro Papierstoff |
[0038] Die in Tab. 4 dargestellten Ergebnisse zeigen, daß auch bei nur sehr schwierig zu
hydrophobierendem Altpapier erfindungsgemäß gegenüber dem Vergleichsprodukt eine deutlich
verbesserte Sofortleimung erreicht wird, die nach 24 h Lagerung weiter verbessert
ist.
1. Kationische, wäßrige, lösungsmittelfreie Dispersionen von kationischen Polymerisaten
enthaltende Papierleimungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an kationischen
Polymerisaten, die durch radikalische Polymerisation in Lösung oder Dispersion, vorzugsweise
in Substanz aus
a) 30 - 70 Mol% wenigstens eines Monomeren der allgemeinen Formel
H2C=CR1-CO-X-R2-N(R3)2 (I)
in der
R1 = H,CH3
R2 = eine C2-C4-Alkylengruppe
R3 = H, eine C1-C4-Alkylguppe und
X = O, NH bedeuten
mit
b) 70 - 30 Mol % wenigstens eines Monomeren der Formel
H2C=CR1-CO-X-R4 (II)
in der
R1 und X die bei Verbindung (I) genannte Bedeutung haben und
R4 = eine C8-C30-Alkylgruppe bedeutet
sowie gegebenenfalls
c) 0 - 20 Mol% wenigstens eines C8-C30-Monoolefins
und
d) 0 - 10 Mol% wenigstens eines weiteren, mit a), b) und ggf. c) copolymerisierbaren
Monomeren,
anschließender Neutralisation und gegebenenfalls Quaternierung der Copolymerisate
sowie Dispergierung in Wasser oder wäßrigen Flüssigkeiten erhalten werden, wobei die
Summe der Monomeren a), b), c) und d) 100 Mol% beträgt.
2. Papierleimungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrigen Copolymerisat-Dispersionen
als Monomere der Gruppe a) N,N-Dimethylaminopropyl(meth)-acrylamid und/oder N,N-Dimethylaminoethyl(meth)acrylat,
vorzugsweise N,N-Dimethyl-aminopropylacrylamid und/oder N,N-Dimethylaminoethylacrylat
und als Monomeres der Gruppe b) Stearyl(meth)acrylat enthalten.
3. Papierleimungsmittel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen
Gehalt an einem Copolymerisat, welches nach der Polymerisation mit anorganischen und/oder
organischen Säuren, vorzugsweise Carbonsäuren neutralisiert und mit Wasser emulgiert
wird, wobei der pH-Wert im Endprodukt im Bereich von 3,0 - 8,0 liegt und gegebenenfalls
die Aminogruppen aus den Monomeren der Gruppe a) mit einem Quaternierungsmittel im
Molverhältnis von Aminogruppen zu Quaternierungsmitteln von 100 : 1 bis 1 : 1 umgesetzt
werden.
4. Papierleimungsmittel nach einem der Ansprüche 1 - 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt
an einem mit Epichlorhydrin im Molverhältnis von Aminogruppen zu Epichlorhydrin von
50 : 1 bis 1 : 1 quaternierten Copolymerisat.
5. Papierleimungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen
Feststoffgehalt von 10 - 60 Gew.-% an Polymerisat.
6. Papierleimungsmittel nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Feststoffgehalt von
20 - 50 Gew.-% an Polymerisat.
7. Papierleimungsmittel nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Feststoffgehalt von
30 - 40 Gew.-% an Polymerisat.
8. Verfahren zur Herstellung von in der Masse geleimtem Papier unter Verwendung einer
kationischen Copolymerisat-Dispersion, dadurch gekennzeichnet, daß als Masseleimungsmittel
eine wässrige Copolymerisat-Dispersion nach den Ansprüchen 1 - 7 verwendet wird, die
dem Dickstoff oder Dünnstoff in einer Menge von 0,1 % bis 3,0 % Copolymerisat, bezogen
auf atro Stoff, unter intensivem Rühren, gegenenfalls zusammen mit inerten Füllstoffen,
Pigmenten und anderen Farbstoffen sowie anderen Hilfsmitteln zugemischt wird und das
geleimte Papier isoliert und getrocknet wird.
9. Verfahren zur Herstellung von auf der Oberfläche geleimten Papier unter Verwendung
einer kationischen Copolymerisat-Dispersion, dadurch gekennzeichnet, daß als Oberflächenleimungsmittel
eine wässrige Copolymerisat-Dispersion nach den Ansprüchen 1 - 7 verwendet wird, wobei
0,1 - 5,0 g Copolymerisat pro m2 Papier nach der Trockenpartie aufgetragen werden.
1. Cationic, aqueous, solvent-free dispersions of paper sizing agents containing cationic
polymerizates, characterized by a content of cationic polymerizates, obtained by free-radical
polymerization in solution or dispersion, preferably in substance, using
a) 30-70 mole-% of at least one monomer of general formula
H2C=CR1-CO-X-R2-N(R3)2 (I)
wherein
R1 represents H, CH3,
R2 represents a C2-C4 alkylene group,
R3 represents H, a C1-C4 alkyl group, and
X represents O, NH,
with
b) 70-30 mole-% of at least one monomer of formula
H2C=CR1-CO-X-R4 (II)
wherein
R1 and X have the meanings indicated for compound (I), and R4 represents a C8-C30 alkyl group,
and optionally
c) 0-20 mole-% of at least one C8-C30 monoolefin,
and
d) 0-10 mole-% of at least one further monomer copolymerizable with a), b) and optionally
c),
subsequent neutralization and optionally quaternization of the copolymerizates, and
dispersion in water or aqueous liquids, the sum of monomers a), b), c), and d) being
100 mole-%.
2. The paper sizing agents according to claim 1, characterized in that the aqueous copolymerizate
dispersions contain N,N-dimethylaminopropyl(meth)acrylamide and/or N,N-dimethylaminoethyl
(meth)acrylate, preferably N,N-dimethylaminopropylacrylamide and/or N,N-dimethylaminoethyl
acrylate as group a) monomers, and stearyl (meth)acrylate as group b) monomer.
3. The paper sizing agents according to one of claims 1 or 2, characterized by a content
of a copolymerizate which, following polymerization, is neutralized with inorganic
and/or organic acids, preferably carboxylic acids, and emulsified with water, the
pH value in the final product ranging from 3.0 to 8.0 and optionally, the amino groups
of the group a) monomers being reacted with a quaternizing agent at a molar ratio
of amino groups to quaternizing agents of from 100:1 to 1:1.
4. The paper sizing agents according to one of claims 1 to 3, characterized by a content
of copolymerizate quaternized with epichlorohydrin at a molar ratio of amino groups
to epichlorohydrin of from 50:1 to 1:1.
5. The paper sizing agents according to one of claims 1 to 4, characterized by a solids
content of from 10 to 60 wt.-% of polymerizate.
6. The paper sizing agents according to claim 5, characterized by a solids content of
from 20 to 50 wt.-% of polymerizate.
7. The paper sizing agents according to claim 6, characterized by a solids content of
from 30 to 40 wt.-% of polymerizate.
8. A process for the production of pulp-sized paper using a cationic copolymerizate dispersion,
characterized in that an aqueous copolymerizate dispersion according to claims 1-7
is used as pulp sizing agent, which is mixed with intense stirring into the thick
matter or the thin matter using an amount of from 0.1% to 3.0% of copolymerizate relative
to abs. dry matter, optionally together with inert fillers, pigments and other colorants,
and other auxiliary agents, and the sized paper is isolated and dried.
9. A process for the production of surface-sized paper, wherein a cationic copolymerizate
dispersion is used, characterized in that an aqueous copolymerizate dispersion according
to claims 1-7 is used as surfacesizing agent, with 0.1 - 5.0 g of copolymerizate per
m2 of paper being applied after the drying section.
1. Dispersions cationiques, aqueuses, dépourvues de solvant, de polymères cationiques,
qui contiennent un agent d'encollage du papier, qui se caractérisent par une teneur
en polymères cationiques, que l'on a obtenus par la polymérisation radicalaire en
solution en dispersion, de préférence, dans la masse, à partir de
a) 30 à 70% molaires d'au moins un monomère de la formule générale
H2C=CR1-CO-X-R2-N(R3)2 (I)
dans laquelle
R1 = H, CH3
R2 = un radical alkylène en C2 à C4
R3 = H, un radical alkyle en C1 à C4 et
N = O, NH,
avec
b) 70 à 30% molaires d'au moins un monomère de la formule
H2C=CR1-CO-X-R4 (II)
dans laquelle R1 et X possèdent les significations qui leur ont été attribuées à propos de la définition
du composé (I) et
R4 représente un radical alkyle en C8 à C30,
ainsi que, éventuellement,
c) 0 à 20% molaires d'au moins une monooléfine en C8 à C30 et
d) 0 à 10% molaires d'au moins un autre monomère copolymérisable avec
a), b) et éventuellement c),
neutralisation subséquente et éventuellement quaternisation des copolymères, ainsi
que dispersion dans l'eau ou des liquides aqueux, où la somme des monomères a), b),
c) et d) totalise 100% molaires.
2. Agent d'encollage du papier suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les
dispersions aqueuses de copolymères contiennent, à titre de monomères du groupe a),
du N,N-diméthylaminopropyl(méth)acrylamide et/ou du (méth)acrylate de N,N-diméthylaminoéthyle,
de préférence, du N,N-diméthylaminopropylacrylamide et/ou de l'acrylate de N,N-diméthylaminoéthyle
et, à titre de monomère du groupe b), du (méth)acrylate de stéaryle.
3. Agent d'encollage du papier suivant l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé
par une teneur en un copolymère qui est neutralisé après la polymérisation avec des
acides inorganiques et/ou organiques, de préférence, des acides carboxyliques et qui
est émulsionné avec de l'eau, où la valeur du pH dans le produit final varie de 3,0
à 8,0 et, éventuellement, on fait réagir les radicaux amino des monomères du groupe
a) avec un agent de quaternisation dans le rapport molaire des radicaux amino aux
agents de quaternisation de 100: 1 à 1:1.
4. Agent d'encollage du papier suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
par une teneur en un copolymère quaternisé avec de l'épichlorhydrine dans le rapport
molaire des radicaux amino à l'épichlorhydrine de 50:1 à 1:1.
5. Agent d'encollage suivant l'une quelconques des revendications 1 à 4, caractérisé
par une teneur en solides de 10 à 60% en poids en polymère.
6. Agent d'encollage suivant la revendication 5, caractérisé par une teneur en solides
de 20 à 50% en poids en polymère.
7. Agent d'encollage suivant la revendication 6, caractérisé par une teneur en solides
de 30 à 40% en poids en polymère.
8. Procédé de fabrication de papier encollé dans la masse en recourant à l'emploi d'une
dispersion de copolymère cationique, caractérisé en ce que l'on utilise, à titre d'agent
d'encollage dans la masse, une dispersion d'un copolymère aqueux suivant l'une quelconque
des revendications 1 à 7, que l'on mélange à la pâte épaisse ou à la pâte liquide
en une proportion de 0,1% à 3,0% de copolymère, par rapport à la pâte de siccité absolue,
sous agitation intensive, éventuellement en même temps qu'avec des charges inertes,
des pigments et d'autres colorants, comme aussi d'autres adjuvants et on isole le
papier encollé et on le sèche.
9. Procédé de fabrication de papier encollé en surface, en recourant à l'emploi d'une
dispersion de copolymère cationique, caractérisé en ce que l'on utilise, à titre d'agent
d'encollage en surface, une dispersion aqueuse de copolymère suivant l'une quelconque
des revendications 1 à 7, où on applique de 0,1 à 5,0 g de copolymère par m2 de papier après la sécherie.