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(11) |
EP 0 778 129 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.2000 Patentblatt 2000/23 |
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Anmeldetag: 04.12.1996 |
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Digitale Druckmaschine und Verfahren zum Bogentransport dafür
Digital printing machine and method for its conveying of sheets
Machine d'impression digital et procédé pour son transport de feuilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB NL |
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Priorität: |
04.12.1995 DE 19545113
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.06.1997 Patentblatt 1997/24 |
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Patentinhaber: Rodi, Anton |
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69181 Leimen (DE) |
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Erfinder: |
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- Rodi, Anton
69181 Leimen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kammer, Arno, Dipl.-Ing. et al |
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Goethestrasse 2 68766 Hockenheim 68766 Hockenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 344 424 US-A- 2 172 113
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DE-C- 475 563
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine digitale Druckmaschine und ein Verfahren zum Bogentransport
mittels eines endlosen Transportbandes an einem oder mehreren digitalen Druckwerken
vorbei.
[0002] Eine digitale Druckmaschine enthält ein oder mehrere Druckwerke, in denen ein durch
elektrische Signale ansteuerbarer Schreibkopf auf einem beweglichen Zwischenträger
latente Bilder erzeugt, die den elektrischen Signalen entsprechen. Die latenten Bilder
können zum Beispiel Ladungsverteilungen von Elektronen oder Ionen auf dem Zwischenträger
sein. Die latenten Bilder werden durch ein Farbwerk entwickelt, indem entsprechend
der Ladungsverteilung Druckfarbe auf den Zwischenträger aufgebracht wird. Anschließend
wird die Druckfarbe entweder unmittelbar von dem Zwischenträger oder über einen oder
mehrere weitere Zwischenträger auf zu bedruckende Substrate übertragen, etwa Papierbögen.
[0003] Als Zwischenträger verwendet man rotierende Zylinder oder um rotierende Zylinder
umlaufende Bänder. Die zu bedruckenden Bögen werden an dem Zwischenträger bzw. an
dem letzten aus einer Reihe von hintereinander geschalteten Zwischenträgern vorbeitransportiert,
wobei die Farbe z. B. durch mehr oder weniger starken Druck auf die Bögen übertragen
wird.
[0004] Für den Transport der Bögen an den Druckwerken vorbei hat man endlose Transportbänder
vorgeschlagen, die einen langgestreckten Abschnitt aufweisen, auf dem die Bögen von
einem Anlegerstapel zu einem Auslegerstapel transportiert werden. Der erforderliche
Übertragungsdruck kann z. B. durch Gegendruckzylinder aufgebracht werden, die auf
der Seite des Transportbandes gegenüber den Bögen angeordnet sind, so daß das Transportband
und damit die Bögen gegen den Zwischenträger des Druckwerks gedrückt werden.
[0005] Beim Austritt eines Bogens aus dem Druckspalt zwischen dem Transportband und dem
Zwischenträger besteht die Gefahr, daß der Bogen am Zwischenträger haften bleibt und
sich vom Transportband ablöst. Dies muß unter allen Umständen verhindert werden.
[0006] Zu diesem Zweck kann man beispielsweise ein Transportband aus einem isolierenden
Material verwenden, das elektrisch geladen wird, um die Bögen durch elektrostatische
Anziehungskräfte auf dem Transportband festzuhalten. Wie sich gezeigt hat, benötigt
man jedoch verhältnismäßig starke Haltekräfte, um Bogenablösungen mit Sicherheit zu
verhindern. Derart starke Haltekräfte zu erzeugen ist nicht nur aufwendig, sondern
erschwert außerdem die Abtrennung der Bögen vom Transportband zur Abgabe an einen
Auslegerstapel, nachdem sie die Druckwerke passiert haben.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bögen mit nur geringen Haltekräften
zuverlässig auf dem Transportband zu halten, wenn sie einen Zwischenträger passieren,
von dem die Druckfarbe auf die Bögen übertragen wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Druckmaschine nach Anspruch 1 und durch
ein Verfahren nach Anspruch 8 gelöst.
[0009] Gemäß der Erfindung werden die Bögen nicht mit ihrer gesamten Vorderkante auf einmal
in den Druckspalt zwischen einem Zylinder und dem Transportband einlaufen gelassen,
wie es bei Druckmaschinen allgemein üblich ist, sondern in einer Schrägstellung zu
dem Zylinder. Dadurch befindet sich entlang der Bogenbreite immer nur ein kleiner
Abschnitt der Bogenvorderkante in einem kritischen Bereich, in dem die Gefahr einer
Ablösung besteht. Daher genügt unter Umständen bereits die Eigensteifigkeit der Bögen
in Verbindung mit ihrer Grenzflächenhaftung auf dem Transportband, damit sie den Druckspalt
zuverlässig ohne Ablösung vom Transportband verlassen.
[0010] Unterstützend können zusätzliche, auf dem Transportband wirkende Haltekräfte verwendet
werden, die mit der erfindungsgemäßen Art des Bogeneinlaufs in den Druckspalt vorteilhaft
zusammenwirken. Die dem erwähnten kritischen Bereich benachbarten Bereiche auf den
Bogen weisen insgesamt eine sehr viel größere Fläche als der gerade im Druckspalt
befindliche Bereich auf. Dadurch sind die Bereiche, die sich momentan nicht im Druckspalt
befinden, auch bei relativ schwachen Haltekräften in der Lage, den schmalen Abschnitt
der Bogenvorderkante auf dem Transportband zurückzuhalten, der sich gerade im Druckspalt
befindet.
[0011] Die Erfindung eignet sich besonders in Verbindung mit elektrostatischen Haltekräften,
die sich auf sehr einfache Weise erzeugen lassen, jedoch proportional zum Abstand
des Bogens vom Transportband kleiner werden. Während in diesem Fall bei einer herkömmlichen
Art des Bogeneinlaufs selbst eine geringfügige Bogenablösung nicht mehr reparabel
ist und zu einer Störung des Druckbetriebs führt, können bei der erfindungsgemäßen
Art des Bogeneinlaufs etwaige partiell auftretende Bogenablösungen durch die benachbarten
Bereiche rückgängig gemacht werden.
[0012] Andererseits ist die Erfindung auch in Verbindung mit unterstützenden Haltekräften
auf dem Transportband nützlich, die auf irgendeine andere Weise als elektrostatisch
erzeugt werden, z. B. durch leichten Unterdruck.
[0013] Die Erfindung weist den zusätzlichen Vorteil auf, daß Stöße beim Einlauf bzw. Auslauf
der Bögen in den bzw. aus dem Druckspalt vermieden werden. Diese Stoßdämpfung ist
besonders wirkungsvoll, wenn die Bögen dicht aufeinanderfolgen, so daß auf einer Seite
bereits ein neuer Bogen in den Druckspalt einläuft, wenn der vorhergehende Bogen den
Druckspalt noch nicht verlassen hat.
[0014] Die Erfindung kann auf zwei alternative Weisen verwirklicht werden. Entweder werden
die Bögen auf herkömmliche Weise von einem Anleger auf das Transportband befördert,
nämlich mit ihren Vorderkanten genau rechtwinklig zur Transportrichtung, und die Zylinder,
an denen die Übertragung der Druckfarbe stattfindet, werden schräggestellt. Oder die
Zylinder werden auf herkömmliche Weise rechtwinklig zur Transportrichtung angeordnet,
und der Anleger wird dafür eingerichtet, die Bögen in einer gewünschten Schrägstellung
auf das Transportband aufzulegen.
[0015] In beiden Fällen wird ausgenutzt, daß digitale Druckmaschinen eine Schreibeinrichtung
aufweisen, welche die latenten Bilder anhand von Bilddaten auf einem Zwischenträger
erzeugt. Entweder werden die Bilddaten entsprechend der Schrägstellung der Bögen verändert
oder beeinflußt, bevor sie der Schreibeinrichtung zugeführt werden, so daß die Bögen
anschließend unverzerrt und originalgetreu bedruckt werden, oder die Schreibeinrichtung
wird in einem Winkel zu dem Zwischenträger angeordnet, welcher der Schrägstellung
der Bögen entspricht.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele und aus der Zeichnung, auf die Bezug genommen wird.
In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Teilansicht einer digitalen Druckmaschine in Längsschnitt;
und
- Fig. 2
- eine Teilansicht einer digitalen Druckmaschine von oben.
[0017] Die in Fig. 1 im Schnitt gezeigte Druckmaschine enthält ein Transportband 1, das
hintereinander darauf aufliegende Bögen 2 in Richtung eines Pfeils P von einem Anlegerstapel
zu einem Auslegerstapel transportiert, die beide nicht eingezeichnet sind. Die Bögen
2 können Papierbögen oder irgendwelche anderen zu bedruckenden Substrate sein, z.
B. Folien aus Kunststoff.
[0018] Ein Übertragungszylinder 3 ist drehbar oberhalb des Transportbandes 1 bzw. der Bögen
2 um eine Achse 4 drehbar gelagert. Ein Gegendruckzylinder 5 ist drehbar unterhalb
des Transportbandes 1 gelagert. Der Übertragungszylinder 3 und der Gegendruckzylinder
5 erstrecken sich in ihrer Axialrichtung quer über die Druckbreite der Bögen 2. Der
Übertragungszylinder 3 und der Gegendruckzylinder 5 drücken gegeneinander, so daß
die Bögen 2 gegen den Gegendruckzylinder 3 gepreßt werden, wenn sie von dem Transportband
1 durch den Druckspalt zwischen dem Übertragungszylinder 3 und dem Gegendruckzylinder
5 befördert werden. Das Transportband 1 weist eine isolierende Oberfläche auf, die
durch eine nicht eingezeichnete Einrichtung elektrisch geladen wird, so daß die Bögen
2 während des Transports elektrostatisch daran haften. Alternativ oder zusätzlich
können die Bögen 2 geeignet elektrisch geladen werden.
[0019] Einem an einer Stelle am Umfang des Übertragungszylinders 1 angeordneten und schematisch
eingezeichneten Schreibkopf 6 werden Bilddaten zugeführt, anhand derer der Schreibkopf
6 auf dem Übertragungszylinder 3 latente Bilder erzeugt, z. B. in Form von Ladungsverteilungen,
die den gewünschten Druckbildern entsprechen. Die latenten Bilder werden durch ein
schematisch eingezeichnetes Farbwerk 7 entsprechend der Ladungsverteilung entwickelt,
indem selektiv Druckfarbe auf den Übertragungszylinder 3 aufgebracht wird, und die
entwickelten Bilder werden dann durch mehr oder weniger starken Druck auf die Bögen
2 übertragen und durch nicht gezeigte Mittel drauf fixiert.
[0020] Beim Austritt einer Bogenvorderkante 8 aus dem Druckspalt zwischen dem Übertragungszylinder
3 und dem Gegendruckzylinder 5 besteht die Gefahr, daß sich die Bogenvorderkante 8
trotz der elektrostatischen Haltekraft vom Transportband 1 ablöst und am Übertragungszylinder
3 haften bleibt, wie gestrichelt eingezeichnet.
[0021] Dieses wird dadurch vermieden, daß der Übertragungszylinder 3 (und entsprechend der
Gegendruckzylinder 5) nicht rechtwinklig zur Transportrichtung P an der Druckmaschine
gelagert ist, sondern schräg dazu, wie in der Draufsicht von Fig. 2 zu sehen ist.
Da die Bögen 2 rechtwinklig auf dem Transportband 1 aufliegen, d. h. mit ihrer Vorderkante
8 senkrecht zur Transportrichtung P, bildet die Achse 4 des Übertragungszylinders
3 einen kleinen Winkel α mit der Bogenvorderkante 8. Während in Fig. 2 zur Verdeutlichung
ein Winkel α von ca. 10° eingezeichnet ist, kann dieser in der Praxis auch wesentlich
kleiner sein. Für die Bemessung des Winkels α ist wesentlich, daß sich beim Einlauf
eines Bogens 2 immer nur ein kleiner Teil der Bogenvorderkante 8 in dem Druckspalt
zwischen dem Übertragungszylinder 3 und dem Gegendruckzylinder 5 befindet. Bei einer
Breite des Druckspalts von z. B. 0,5 bis 1 mm kann in einer gegebenen Maschinenkonfiguration
ein Winkel α von 1° oder weniger genügen, um dieses zu erreichen.
[0022] Durch die Schrägstellung des Übertragungszylinders 3 wird erreicht, daß sich die
Bögen 2 beim Verlassen des Druckspalts weniger leicht von dem Transportband 1 ablösen.
Außerdem werden Stöße beim Einlauf und Auslauf der Bögen 2 in den bzw. aus dem Druckspalt
vermieden. Solche Stöße werden besonders zuverlässig vermieden, wenn ein Abstand a
zwischen aufeinanderfolgenden Bögen 2 klein ist, so daß sich in jedem Zeitpunkt wenigstens
ein Bogen 2 im Druckspalt befindet.
[0023] Der Schreibkopf 6, der z. B. ein langgestrecktes Array ist, das sich quer über die
bedruckbare Bogenbreite erstreckt, kann parallel zu der Achse 4 des Übertragungszylinders
3 angeordnet sein. In diesem Fall müssen die dem Schreibkopf 6 zugeführten Bilddaten
entsprechend der Schrägstellung des Übertragungszylinders 3 verändert oder beeinflußt
werden. Bei einem Schreibkopf 6, der eine Reihe von in einem Pixelabstand nebeneinander
angeordneten Bilderzeugungselementen enthält, können z. B. die Daten, die zu Bilderzeugungselementen
gehören, die längs des Umfangs des Übertragungszylinders 3 näher am Bogen 2 liegen,
entsprechend verzögert an den Schreibkopf 6 abgegeben werden. Außerdem gibt es eine
Reihe von weiteren Möglichkeiten, die Schrägstellung des Übertragungszylinders 3 zu
berücksichtigen, z. B. durch Winkeltransformation einer elektronisch gespeicherten
Druckvorlage, "schräges" Abtasten und Auslesen einer Druckvorlage usw..
[0024] Falls nicht aufgrund eines relativ kleinen Winkels α vernachläßigbar, muß außerdem
die Änderung des Pixelabstandes bzw. der Druckbreite infolge der Schrägstellung berücksichtigt
werden.
[0025] Ebenso wie der Übertragungszylinder 3 können auch noch weitere Übertragungszylinder
für zusätzliche Farben schräg gestellt werden.
[0026] Die Schreibköpfe können auch parallel zur Bogenvorderkante 8 angeordnet sein, wie
in Fig. 2 an einem weiteren Übertragungszylinder 9 beispielhaft durch einen gestrichelt
eingezeichneten Schreibkopf 10 gezeigt ist. In diesem Fall ergibt sich keine Änderung
des Pixelabstandes bzw. der Druckbreite, und die Bilddaten können dem Schreibkopf
10 ohne Veränderung zeilenweise zugeführt werden, so daß die Informationen auf genau
die gleiche Weise wie bei einem gerade liegenden Übertragungszylinder verarbeitet
werden. Falls der Winkel α klein ist und der Schreibkopf 10 von einer Art ist, bei
der kein ganz genau bestimmter Abstand zum Übertragungszylinder 9 eingehalten werden
muß, braucht der Schreibkopf 10 nicht speziell für diese Anordnung eingerichtet sein.
Andernfalls sind auch Schreibkopfkonstruktionen denkbar, die sich gewissermaßen an
den Übertragungszylinder 9 "anschmiegen".
[0027] In beiden genannten Fällen kann das Farbwerk 7 auf eine übliche Weise angeordnet
sein, d. h. parallel zur Achse des Übertragungszylinders 3 bzw. 9.
[0028] Anstelle von Druckwerken mit jeweils nur einem Übertragungszylinder 3 oder 9, wie
in Fig. 1 und 2 gezeigt, können auch Druckwerke mit mehreren hintereinander geschalteten
Übertragungszylindern verwendet werden, beispielsweise einem Zylinder, an dessen Umfang
der Schreibkopf und das Farbwerk angeordnet sind, und einem darauf abrollenden weiteren
Zylinder, der wiederum auf den Bögen bzw. dem Transportband abrollt.
[0029] Außerdem kann anstelle der Übertragungszylinder 3 oder 9 jeweils auch ein um zwei
oder mehr Zylinder umlaufendes Band verwendet werden, auf dessen Oberfläche die Druckbilder
erzeugt oder von einem vorgeschalteten Zylinder oder Band übertragen werden und dann
von dieser Oberfläche aus auf die Bögen übertragen werden. In diesem Fall wird derjenige
Zylinder, an dem die Druckfarbe von dem Band auf die Bögen übertragen wird, auf die
in Fig. 2 gezeigte Weise über dem Transportband angeordnet. Es besteht dann die vorteilhafte
Möglichkeit, den Schreibkopf so an einem geradlinig verlaufenden Abschnitt des Bandes
anzuordnen, daß die latenten Bilder ohne irgendeine Anpassung der Bilddaten erzeugt
werden und anschließend originalgetreue, unverzerrte Bilder auf die Bögen gedruckt
werden.
[0030] Eine alternative Ausführungsform, die nicht im einzelnen dargestellt ist, besteht
darin, die Übertragungszylinder rechtwinklig zur Transportrichtung anzuordnen und
den Anleger der Druckmaschine so auszubilden, daß die Bögen jeweils in einer Schrägstellung
auf das Transportband befördert werden, wobei ihre Längskanten in einem kleinen Winkel
zur Transportrichtung verlaufen. Auch in diesem Fall bestehen die beiden in Verbindung
mit Fig. 2 erläuterten Möglichkeiten, die Schreibköpfe entweder parallel zur Bogenvorderkante
oder rechtwinklig zur Transportrichtung anzuordnen und jeweils geeignet anzusteuern.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0031]
- 1
- Transportband
- 2
- Bogen
- 3
- übertragungszylinder
- 4
- Achse
- 5
- Gegendruckzylinder
- 6
- Schreibkopf
- 7
- Farbwerk
- 8
- Bogenvorderkante
- 9
- übertragungszylinder
- 10
- Schreibkopf
- P
- Transportrichtung
- a
- Abstand
1. Digitale Druckmaschine mit einem endlosen Transportband, das einen langgestreckten
Abschnitt aufweist, auf dem zu bedruckende Substrate in einer Transportrichtung aufeinanderfolgend
durch die Druckmaschine transportiert werden, und mit einem oder mehreren Druckwerken,
die jeweils einen Zylinder aufweisen, der dem langgestreckten Abschnitt des Transportbandes
bzw. den darauf transportierten Substraten gegenüberliegend angeordnet ist, der synchron
mit der Bewegung des Transportbandes drehbar ist, um Druckfarbe in einer einem gewünschten
Druckbild entsprechenden Verteilung auf die Substrate zu übertragen,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der Zylinder (3; 9) so angeordnet ist, daß der Winkel zwischen seiner Achse
(4) und der Transportrichtung (P) ungleich 90° ist.
2. Digitale Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die zu übertragende Druckfarbe auf einer Oberfläche des Zylinders (3; 4)
oder eines um den Zylinder umlaufenden Bandes befindet.
3. Digitale Druckmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Druckwerk eine durch elektrische Signale ansteuerbare langgestreckte Schreibeinrichtung
(6; 10), die quer zu der Transportrichtung (P) entlang der Oberfläche des Zylinders
(3; 9) oder des um den Zylinder umlaufenden Bandes angeordnet ist und die auf der
Oberfläche latente Bilder erzeugt, die den elektrischen Signalen entsprechen, und
ein Farbwerk (7) aufweist, das die latenten Bilder mit Druckfarbe entwickelt.
4. Digitale Druckmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schreibeinrichtung (10) in einem Winkel von 90° zu der Transportrichtung (P)
angeordnet ist.
5. Digitale Druckmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schreibeinrichtung (6) parallel zur Achse des Zylinders (3) angeordnet ist.
6. Digitale Druckmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine Einrichtung zur Erzeugung von Anziehungskräften zwischen dem Transportband
(1) und den darauf transportierten Substraten (2) aufweist.
7. Digitale Druckmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anziehungskräfte elektrostatische Kräfte sind.
8. Verfahren zum Transport von zu bedruckenden Substraten in einer Druckmaschine mittels
eines endlosen Transportbandes an einem oder mehreren digitalen Druckwerken vorbei,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Substrate (2) in einer solchen Orientierung auf das Transportband (1) aufgebracht
werden, daß der Winkel zwischen der Vorderkante (8) der Substrate und der Transportrichtung
(P) des Transportbandes ungleich 90° ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den digitalen Druckwerken Druckfarbe in einer den gewünschten Druckbildern
entsprechenden Verteilung erzeugt und auf die Substrate (2) übertragen wird, und dadurch,
daß die Druckbilder in einer Orientierung erzeugt werden, die der Schrägstellung der
Substrate entspricht.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Transportband (1) und den darauf transportierten Substraten (2) Anziehungskräfte
erzeugt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anziehungskräfte elektrostatisch erzeugt werden.
1. Digital printing machine comprising an endless conveyor belt having an extended section
on which substrates to be printed are successively conveyed through the printing machine
in a transport direction, and comprising one or multiple printing units respectively
having a cylinder arranged opposite the extended section of the conveyor belt and
the substrates conveyed on it, said cylinder being rotatable in synchronism with the
movement of said conveyor belt, in order to transfer printing ink to said substrates
in a distribution corresponding to a desired printing image,
wherein each of the cylinders (3; 9) is arranged in a way that the angle between its
axis (4) and the transport direction (P) is different from 90°.
2. Digital printing machine according to Claim 1,
wherein the printing ink to be transferred is located on a surface of the cylinder
(3; 4) or on a surface of a belt revolving around said cylinder.
3. Digital printing machine according to Claim 2,
wherein each printing unit comprises an extended writing device (6; 10) controllable
through electric signals and arranged transverse to the transport direction (P) alongside
the surface of the cylinder (3; 9) or the surface of the belt revolving around the
cylinder, said writing device producing on said surface latent images corresponding
to said electric signals, and an inking unit (7) for developing the latent images
with printing ink.
4. Digital printing machine according to Claim 3,
wherein the writing device (10) is arranged at an angle of 90° relative to the transport
direction (P).
5. Digital printing machine according to Claim 3,
wherein the writing device (6) is arranged in parallel to the axis of the cylinder
(3).
6. Digital printing machine according to one of the preceding claims,
wherein a device for generating attracting forces between the conveyor belt (1) and
the substrates (2) conveyed thereon is provided.
7. Digital printing machine according to Claim 6,
wherein the attracting forces are electrostatic forces.
8. Method for conveying substrates to be printed in a printing machine by means of an
endless conveyor belt past one or multiple digital printing units,
whereby the substrates (2) are deposited and oriented on the conveyor belt (1) in
such a way that the angle between the front edge (8) of the substrates and the transport
direction (P) of the conveyor belt is different from 90°.
9. Method according to Claim 8,
whereby at the digital printing units printing ink is generated in a distribution
corresponding to the desired printing images and transferred onto the substrates (2),
and whereby the printing images are produced in an orientation corresponding to the
skew position of the substrates.
10. Method according to Claim 8 or 9,
whereby attracting forces are generated between the conveyor belt (1) and the substrates
(2) conveyed thereon.
11. Method according to Claim 10,
wherein the attracting forces are generated electrostatically.
1. Presse numérique munie d'une bande transporteuse sans fin présentant une partie longitudinale
sur laquelle des substrats à imprimer sont transportés l'un après l'autre dans un
sens de transport à travers la presse, et d'un ou plusieurs groupes d'impression dont
chacun présente un cylindre disposé en face de la partie longitudinale de la bande
transporteuse ou bien en face des substrats qu'elle transporte et pouvant tourner
en synchronisme avec le mouvement de la bande transporteuse, en vue d'assurer le transfert
d'encre sur les substrats avec une distribution correspondant à une image d'impression
désirée,
caractérisée en ce
que chacun des cylindres (3 ; 9) est disposé de manière telle que l'angle entre son
axe (4) et le sens de transport (P) soit inégal à 90°.
2. Presse numérique suivant la revendication 1,
caractérisée en ce
que l'encre à transférer se trouve sur une surface du cylindre (3 ; 4) ou d'une bande
circulant autour du cylindre.
3. Presse numérique suivant la revendication 2,
caractérisée en ce
que chacun des groupes d'impression présente un dispositif d'écriture longitudinal
(6 ; 10) pouvant être piloté par signaux électriques, disposé transversalement par
rapport au sens de transport (P) le long de la surface du cylindre (3 ; 9) ou de la
bande circulant autour du cylindre et générant sur la surface des images latentes
correspondant aux signaux électriques, ainsi qu'un dispositif d'encrage (7) développant
les images latentes avec de l'encre.
4. Presse numérique suivant la revendication 3,
caractérisée en ce
que le dispositif d'écriture (10) est disposé dans un angle de 90° par rapport au
sens de transport (P).
5. Presse numérique suivant la revendication 3,
caractérisée en ce
que le dispositif d'écriture (6) est disposé parallèlement à l'axe du cylindre (3).
6. Presse numérique suivant l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'elle présente un dispositif générateur de forces d'attraction entre la bande transporteuse
(1) et les substrats (2) qu'elle transporte.
7. Presse numérique suivant la revendication 6,
caractérisée en ce
que les forces d'attraction sont des forces électrostatiques.
8. Procédé de transport de substrats à imprimer dans une presse au moyen d'une bande
transporteuse sans fin, en passant par un ou plusieurs groupes d'impression numériques,
caractérisé en ce
que les substrats (2) sont placés sur la bande transporteuse (1) selon une orientation
telle que l'angle entre le bord avant (8) des substrats et le sens de transport (P)
de la bande transporteuse soit inégal à 90°.
9. Procédé suivant la revendication 8,
caractérisé en ce
que, sur les groupes d'impression numériques, de l'encre est générée avec une distribution
correspondant aux images d'impression désirées, et transférée aux substrats (2), et
en ce que les images d'impression sont générées selon une orientation correspondant
à la position transversale des substrats.
10. Procédé suivant la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce
que des forces d'attraction sont générées entre la bande transporteuse (1) et les
substrats (2) qu'elle transporte.
11. Procédé suivant la revendication 10,
caractérisé en ce
que les forces d'attraction sont générées de manière électrostatique.
