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(11) |
EP 0 778 238 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.11.1998 Patentblatt 1998/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.12.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B66B 7/06 |
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Aufzugstrag- oder Gewichtsausgleichseil
Lift hoisting or compensating cable
Câble de support d'ascenseur ou de compensation
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.06.1997 Patentblatt 1997/24 |
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Patentinhaber: THYSSEN AUFZÜGE GMBH |
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73765 Neuhausen a.d.F. (DE) |
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Erfinder: |
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- Selg, Josef
D-72644 Oberboihingen (DE)
- Kleine-Doepke, Martin
D-70794 Filderstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Raeck, Wilfrid, Dipl.-Ing. |
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Raeck & Hössle
Patentanwälte
Moserstrasse 8 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
BE-A- 807 446 GB-A- 546 411 US-A- 5 280 880
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DE-B- 1 251 926 GB-A- 1 559 460
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzuganlage für Personen- oder Lastentransport, mit
einem Fahrkorb, der an mindestens einem über mindestens eine Rolle laufenden Tragseil
hängt oder an dem mindestens ein Gewichtsausgleichseil zum Ausgleich von Fahrkorb
und/oder Zuladung befestigt ist und der mittels einer Treibscheibe oder hydraulisch
angetrieben ist, bei der als Energiezuführung zum Fahrkorb für Sicherheitseinrichtungen,
Beleuchtung, Türantrieb usw. sowie zur Befehls- und Datenübertragung zu den Bedien-
und Anzeigeelementen flexible, mehradrige elektrische Leiter einenends am Fahrkorb
befestigt und anderenends von einem Festpunkt an der Schachtwand oder Schachtdecke
weitergeführt und an eine ortsfeste Aufzugsteuerung angeschlossen sind.
[0002] Bei bekannten Aufzuganlagen der vorbezeichneten Art sind die flexiblen elektrischen
Leiter beispielsweise mit Kunststoff ummantelt und bilden ein sogenanntes Hängekabel,
das unabhängig vom Tragseil oder Gewichtsausgleichseil unten ain Fahrkorb sowie am
Festpunkt im Schacht gesondert befestigt und oftmals zusätzlich geführt sein muß,
weil sein vom Fahrkorb herabhängender Kabelbogen in jeder Fahrkorbhöhe einen für die
sich ständig ändernde Umlenkung notwendigen Freiraum erfordert. Bei Abwärtsfahrten
des Fahrkorbes durchläuft das mit einem Ende gewöhnlich an der Fahrkorbunterseite
befestigte Hängekabel den abwärts wandernden Kabelbogen und bringt dabei sehr leicht
die am Schacht befestigte Kabelseite zum Schwingen. Umgekehrt gerät erfahrungsgemäß
bei Aufwärtsfahrten die unter dem Fahrkorb hängende Kabelseite besonderes leicht in
Schwingbewegungen. Wenn diese Schwingbewegungen z.B. aufgrund von Resonanzerscheinungen
zu stark werden, besteht die Gefahr, daß das Hängekabel an Schachteinbauten anschlägt
oder selbst dann, wenn solche Einbauten sich außerhalb der Kabellaufbahn befinden,
daran hängenbleibt und beschädigt wird. Außerdem können aufgrund der nicht vermeidbaren
starken Bewegungen und häufig auftretenden Knick- und Biegevorgänge an den Befestigungsstellen
die elektrischen Leiter vorzeitig brechen und Betriebsstörungen verursachen.
[0003] Ein anderer in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzender Gesichtspunkt ist die durch
Anwendung von Hängekabeln für Außenaufzüge entstehende ungünstige optische Gesamtwirkung,
die aufgrund des frei sichtbaren Kabels mit unregelmäßigem, wechselndem Kabelbogen
bei einem wechselnden Publikum z.B. an öffentlichen Gebäuden oder in weiträumigen
Hotelhallen den unruhigen Eindruck einer industriellen Fertigungsstätte hervorruft.
- Darüber hinaus besteht vor allem bei Außenaufzügen ohne besondere Laufbahnverkleidungen
zusätzlich die Gefahr, daß das Hängekabel durch Windangriff zum Schwingen angeregt
wird und an außerhalb der Laufbahn befindliche Gegenstände anschlägt, was die Anzahl
der Möglichkeiten einer Kabelbeschädigung noch erweitert.
[0004] Man ist deshalb bei bekannten Aufzuganlagen häufig schon dazu übergegangen, anstelle
eines Hängekabels eine sich über die gesamte Fahrhöhe erstreckende Stromschiene mit
schleifenden Stromabnehmern anzuwenden, wodurch zwar die Windanfälligkeit vermieden,
andererseits jedoch ein zusätzlicher Material- und Montagaufwand verursacht wird.
Um besonders bei der Datenübertragung über solche Schleifleitungen die Fehlerrate
zu verringern, werden häufig Mehrfachsysteme zur Datenübertragung oder -abnahme von
der Schleifleitung eingesetzt. Auch bei Schiffsaufzügen oder bei in andere bewegliche
Einrichtungen eingebauten Aufzügen (z.B. Krane) sind herkömmliche Hängekabel-Ausführungen
stets gefährdet und somit nicht ausreichend betriebssicher. - Bekannt sind auch Funkübertragungseinrichtungen
zwischen Fahrkorb und Steuerung, die jedoch wegen des hohen gerätetechnischen Aufwandes
nur für wenige Anwendungsfälle wirtschaftlich sind.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Aufzuganlage der eingangs angegebenen Art
die oben beschriebenen, durch Anwendung einer ortsfesten Schleifleitung oder eines
Hängekabels entstehenden Nachteile einschließlich der des ungünstigen optischen Gesamteindrucks
zu beseitigen und - bei gleichzeitiger Verbesserung der bisherigen Qualität der Zuführungs-
und/oder Übertragungssicherheit - den Aufwand für die Energiezuführung und Datenübertragung
zwischen Fahrkorb und stationärer Aufzugsteuerung zu verringern.
[0006] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in das mindestens eine
Tragseil oder Gewichtsausgleichseil, das mit seinem einen Seilende am Fahrkorb und
mit seinem anderen Seilende an der Schachtdecke oder im Schacht befestigt ist, ein-
oder mehradrige elektrische Leiter für die Energiezuführung zum Fahrkorb und für die
Befehls- und Datenübertragung integriert sind, deren von dem am Fahrkorb befestigten
Seilende weitergeführte Leiteradern mit den entsprechenden Anschlüssen des Fahrkorbes
und deren von dem an der Schachtdecke oder im Schacht befestigten Seilende weitergeführte
Leiteradern mit den entsprechenden Anschlüssen der ortsfesten Aufzugsteuerung verbindbar
sind.
[0007] Es sind zwar Fassadenaufzüge für die Außenreinigung von Gebäuden bekannt, bei denen
ein mit einem mehradrigen elektrischen Leiter versehenes Tragseil mit einem Ende fest
an der Gondel angebracht und mit seinem anderen Ende auf einer angetriebenen Seiltrommel
auf- bzw. abrollbar ist. Der oder die elektrischen Leiter sind im Bereich der Gondel
an ein hantierbares Bedienelement/Steuergerät angeschlossen. Da das andere Ende des
Tragseils auf der drehbaren Seiltrommel aufgewickelt ist, müssen Energie sowie elektrische
Signale von den integrierten elektrischen Leiten, über Kohlebürsten und einen oder
mehrere Schleifringe nach Kommutatorart vom drehbaren auf den feststehenden Bauteil
der Seiltrommel bzw. umgekehrt übertragen werden.
[0008] Abgesehen davon, daß eine Befehls- und Datenübertragung über diese bekannte Kommutatoranordnung
an sich schon unzuverlässig und analog der eingangs beschriebenen Schleifleitungstechnik
häufig fehlerbelastet ist, scheidet aber eine Anwendung der von diesen bekannten Fassadenaufzügen
bekannten Antriebskonzeption für normale, sowie große und schnellfahrende Aufzüge
grundsätzlich vor allem deshalb aus, weil die für einen Seiltrommelantrieb benötigte
Antriebsleistung viel zu hoch ist und einen untragbaren Aufwand erfordern würde, wenn
jeweils das gesamte Fahrkorb- und Lastgewicht vom Seiltrommelantrieb gehoben und gehalten
werden muß.
[0009] Demgegenüber haben unter Anwendung des erfindungsgemäßen Lösungsvorschlages erstellte
Aufzuganlagen den großen Vorteil, daß bei ihnen weder ein gesondertes Hängekabel noch
eine Schleifleitung oder dergleichen gesonderte Einrichtungen für die Energiezuführung
sowie für die Befehls-und Datenübertragung zum Fahrkorb benötigt werden und somit
auch alle dazugehörigen Führungs- und Befestigungsteile einschließlich der dazu notwendigen
Montage entfallen. Aus den somit reduzierten Material- und Montagekosten resultiert
auch ein erheblicher Kostenvorteil, dem der zeitliche Vorteil für die schnellere Anlagenerstellung
noch hinzuzurechnen ist. Darüber hinaus wirkt sich in hohem Maße vorteilhaft für den
Kunden bzw. Betreiber einer solchen Aufzuganlage aus, daß die aus der Anfälligkeit
eines Hängekabels oder schleifender Stromabnehmer resultierenden Wartungs- oder Reparaturarbeiten
überhaupt entfallen. Die vorstehend beschriebenen Vorteile gelten besonders für durch
Einflüsse der Witterung oder sonstiger Umgebungsverhältnisse zusätzlich gefährdete
Außenaufzuganlagen. Bei Aufzuganlagen an Außenfassaden oder bei in großen Innenräumen
freilaufenden Aufzügen wird durch das Fehlen des Hängekabels ein verbesserter optischer
Gesamteindruck erreicht.
[0010] Vorzugsweise können bei mehreren zwischen dem Fahrkorb und einem Festpunkt im Schacht
oder an der Schachtoberseite parallel geführter Tragseilen oder Gewichtsausgleichseilen
alle diese Seile integrierte mehradrige elektrische Leiter enthalten und den gleichen
Aufbau und gleiche Abmessungen aufweisen, so daß sämtliche Seile gleichmäßig belastet
und einem gleichen Verschleiß ausgesetzt sind. Statt mehrerer in einem Seil integrierter
Adern kann natürlich auch nur ein elektrischer Leiter in einem Seil nach der Erfindung
integriert sein. Dabei ist es möglich, wenn die geforderte Übertragungskapazität ausreicht,
nur die in einem oder einem Teil der Seile integrierten elektrischen Leiter für die
Energiezuführung und für die Befehls- und Datenübertragung an beiden Enden entsprechend
anzuschließen, während ein oder mehrere mit elektrischen Leitern integrierte Seile
als Ersatzleitung zur Verfügung stehen und im Fall auftretender Übertragungsfehler
angeschlossen werden können. Grundsätzlich brauchen die übrigen Seile keine integrierten
elektrischen Leiter zu enthalten.
[0011] Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung, für die unabhängiger Schutz
beansprucht wird, sind die elektrischen Leiter nicht in dem mindestens einen Tragseil
oder Gewichtsausgleichseil integriert, sondern als ein oder mehrere ummantelte Leiter
(Kabel) neben dem gewichtsbelasteten Seil angeordnet und über die gleichen Rollen
laufend geführt. Auch durch diese Ausführungsform wird die Erfindungsaufgabe gelöst,
nämlich die durch Anwendung eines Hängekabels entstehenden Nachteile zu beseitigen,
da die neben dem gewichtsbelasteten Seil verlaufenden ummantelten Leiter genau wie
dieses gespannt und geführt sind, ohne daß Schwingbewegungen oder vorzeitige Leiterbrüche
entstehen können.
[0012] Vorzugsweise werden in diesem Fall die ummantelten elektrischen Leiter neben oder
zwischen den Tragseilen oder Gewichtsausgleichseilen in leerbleibenden Seilrillen
der Treibscheibe und/oder Umlenkrollen geführt.
[0013] Ausführungsbeispiele einer Aufzuganlage nach der Erfindung sind nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine Aufzuganlage, bei welcher der Fahrkorb an einem Ende eines über eine obere Treibscheibe
geführten Tragseiles hängt,
- Fig. 2
- eine hydraulisch angetriebene Aufzuganlage, bei der am Fahrkorb ein Ende eines über
eine obere Umlenkrolle geführten Gewichtsausgleichseiles befestigt ist, und
- Fig. 3
- eine hydraulisch getriebene Aufzuganlage, bei welcher der Fahrkorb an einem Ende eines
über eine obere, hydraulisch höhenveränderliche Umlenkrolle geführten Tragseiles hängt.
[0014] Um den bisher im Zusammenhang mit Hängekabeln oder Schleifleitungen stehenden Aufwand
für die Energiezuführung und Datenübertragung zum Fahrkorb zu verringern, die Zuführungs-
oder Übertragungssicherheit zu erhöhen und Beschädigungen oder Unterbrechungen dieser
Übertragung weitestgehend zu verhindern, werden erfindungsgemäß für solche Aufzuganlagen,
deren vom Fahrkorb als einem Endpunkt ausgehendes Tragseil oder Gewichtsausgleichseil
an seinem anderen Endpunkt im Schacht oder an der Schachtoberseite befestigt ist,
Seile mit integrierten elektrischen Leitern angewendet. Diese vorteilhafte Lösung
kann bei allen mit einer Treibscheibe angetriebenen Aufzuganlagen mit einer Fahrkorbaufhängung
1:1, 3:1, 5:1 usw. und mit einer Gegengewichtsaufhängung 2:1, 4:1, 6:1 usw. sowie
bei allen indirekt angetriebenen und einem Teil der mit Gegengewicht ausgerüsteten
Hydraulikaufzüge angewendet werden.
[0015] Entsprechend Fig. 1 ist ein Tragseil 10 mit einem Ende an einer auf der Oberseite
eines Fahrkorbs 12 angebrachten Klemmeinrichtung 14 befestigt und von dort über eine
auf einer oberen Schachtdecke 16 gelagerte, angetriebene Treibscheibe 18 geführt.
Von der anderen Seite der Treibscheibe 18 aus läuft das in den Schacht 20 zurückgeführte
Tragseil 10 über eine Rolle 22, die auf einer mit einem Gegengewicht 24 belasteten
Achse gelagert ist. Das von der anderen Seite der Rolle 22 nach oben geführte Tragseil
10 ist mittels einer an oder oberhalb der Decke 16 fixierten Klemmeinrichtung 26 befestigt.
[0016] In das Tragseil 10 sind elektrische Leiter integriert, die hinter den durch die Klemmeinrichtungen
14 und 26 bestimmten Seil-Endpunkten über den dort oder in der Nähe jeweils endenden
tragenden Seilmantel hinausragen bzw. verlängert sind und für die Energiezuführung
zum Fahrkorb und für die Befehls-und Datenübertragung dienen. Das über den tragenden
Mantel oder Außenbereich des Tragseils 10 hinausragende freigelegte flexible mehradrige
elektrische Leiterbündel oder -kabel 28 ist zu einer auf der Schachtdecke 16 angeordneten
Aufzugsteuerung 30 geführt, wo entsprechende Leiteradern an eine Energieversorgung,
an Schalter sowie Befehls- und Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen sind.
Fahrkorbseitig ist der in das Tragseil 10 integrierte Leiterstrang ebenfalls über
das in der Klemmeinrichtung 14 auf dem Fahrkorb fixierte Tragseilende hinaus verlängert,
wobei die Leiteradern dieses Leiterstranges 32 zu einem auf dem Fahrkorb angeordneten
Schaltkasten 34 führen, wo sie an entsprechende Klemmen zur Energiezuführung für Beleuchtung,
Türantrieb usw. sowie an Klemmen zur Befehls- und Datenübertragung von und zu den
im Fahrkorb befindlichen Bedien- und Anzeigeelemente angeschlossen sind.
[0017] Als zweites Anwendungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 2 einen hydraulisch angetriebenen
Fahrkorb 12, wobei ein schematisch dargestellter, senkrecht auf dem Schachtboden oder
-grund 36 abgestützter Hydraulikzylinder 38 mit seiner Kolbenstange seitlich am Fahrkorb
12 angreift. Statt mit Hydraulikantrieb kann der Fahrkorb 12 genausogut mit einem
elektrischen Linearmotor mit Kraftangriff am Fahrkorb oder am Gegengewicht angetrieben
werden oder auch mit einem Spindelantrieb oder mit anderen mechanischen Antriebselementen.
[0018] Zusätzlich zu dem tragenden Hydraulikantrieb ist am Fahrkorb 12 ein Gewichtsausgleichseil
40 befestigt, das wie das Tragseil in Fig.1 mit einem Seilende in einer auf der Oberseite
des Fahrkorbes angeordneten Klemmeinrichtung 14 fixiert ist. Das Gewichtsausgleichseil
40 ist über eine Umlenkrolle 42 geführt, deren Achse in von der Schachtdecke 16 nach
unten ragenden Tragteilen 44 gelagert ist. Der von der anderen Seite der Umlenkrolle
42 nach unten führende Bereich des Gewichtsausgleichseils 40 läuft ähnlich wie in
Fig. 1 über eine Rolle 22, die auf einer mit einem Ausgleichsgewicht 46 belasteten
Achse gelagert ist. Das von der anderen Seite der Rolle 22 nach oben geführte Gewichtsausgleichseil
40 ist mittels einer an oder oberhalb der Schachtdecke 16 fixierten Klemmeinrichtung
26 befestigt. Das Gewichtsausgleichseil enthält wie zuvor das Tragseil in das Seil
integrierte elektrische Leiter, die als Leiter- oder Kabelstränge über die Klemmeinrichtungen
14, 26 bzw. den dort jeweils festgehaltenen tragenden Seilmantel verlängert sind bzw.
aus diesem herausragen und zur Energiezuführung sowie zur Befehls- und Datenübertragung
zwischen der Aufzugsteuerung 30 und dem am Fahrkorb 12 befestigten Schaltkasten 34
angeschlossen sind.
[0019] Als weiteres Anwendungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 3 ein Fahrkorb 12 mit indirektem
hydraulischen Antrieb dargestellt. Dieser Antrieb umfaßt einen senkrecht auf dem Schachtboden
36 oder darüber abgestützten Hydraulikzylinder 50, ein an dessen Kolbenstange 52 festes
Tragteil 54, eine am Tragteil gelagerte Umlenkrolle 56 sowie ein über die somit höhenveränderliche
Umlenkrolle 56 geführtes Tragseil 58, das wie das Tragseil in Fig. 1 integrierte elektrische
Leiter enthält. Ein Ende des Tragseils ist in einer auf der Oberseite des Fahrkorbes
12 angeordneten Klemmeinrichtung 14 und das andere Ende des Tragseils 58 in einer
am Boden des Schachtes oder darüber verankerten Klemmeinrichtung 26 befestigt. Die
elektrischen Leiter des Tragseils sind als Leiter- oder Kabelstränge über die Klemmeinrichtungen
14, 26 bzw. über den dort jeweils festgehaltenen tragenden Seilmantel hinaus verlängert,
wobei die mit ihren aus dem Seilmantel herausragenden Leiterenden zur Energiezuführung
sowie zur Befehls- und Datenübertragung zwischen der Aufzugsteuerung 30 und dem am
Fahrkorb 12 befestigten Schaltkasten 34 angeschlossen sind.
1. Aufzuganlage für Personen- oder Lastentransport, mit einem Fahrkorb (12), der an mindestens
einem über mindestens eine Rolle (22;56) laufenden Tragseil (10;58) hängt oder an
dem mindestens ein Gewichtsausgleichseil (40) befestigt ist und der mittels einer
Treibscheibe (18) oder hydraulisch angetrieben ist, bei der zur Energiezuführung zum
Fahrkorb für Sicherheitseinrichtungen, Beleuchtung, Türantrieb usw. sowie zur Befehls-
und Datenübertragung zu den Bedien-und Anzeigeelementen flexible, mehradrige elektrische
Leiter einenends am Fahrkorb befestigt und anderenends von einem Festpunkt an der
Schachtwand oder Schachtdecke weitergeführt und an eine Aufzugsteuerung angeschlossen
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß in das mindestens eine Tragseil (10) oder Gewichtsausgleichseil (40), das mit
seinem einen Seilende am Fahrkorb (12) und mit seinem anderen Seilende an oder über
der Schachtdecke (16) oder im Schacht befestigt ist, ein- oder mehradrige elektrische
Leiter für die Energiezuführung zum Fahrkorb und für die Befehls- und Datenübertragung
integriert sind, deren von dem am Fahrkorb (12) befestigten Seilende weitergeführte
Leiteradern (32) mit den entsprechenden Anschlüssen des Fahrkorbes und deren von dem
an der Schachtdecke (16) oder im Schacht befestigten Seilende weitergeführte Leiteradern
(28) mit den entsprechenden Anschlüssen der ortsfesten Aufzugsteuerung (30) verbindbar
sind.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren zwischen Fahrkorb
und einem Festpunkt im Schacht oder an der Schachtoberseite parallel geführten Tragseilen
oder Gewichtsausgleichseilen alle diese Seile integrierte ein- oder mehradrige elektrische
Leiter enthalten und den gleichen Aufbau und gleiche Abmessungen aufweisen, so daß
sämtliche Seile gleichmäßig belastet und einem gleichen Verschleiß ausgesetzt sind.
3. Aufzuganlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Mehrzahl von Tragseilen
oder Gewichtsausgleichseilen nur die in einem Seil oder mehreren Seilen integrierten
elektrischen Leiter für die Energiezuführung und für die Befehls- und Datenübertragung
angeschlossen sind, die zum Bereitstellen der erforderlichen elektrischen Übertragungskapazität
ausreichen, während ein oder mehrere weitere integrierte elektrische Leiter enthaltende
Seile als Ersatzleitung zur Verfügung stehen.
4. Aufzuganlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der oder die im Seil integrierte(n) elektrische(n) Leiter ein- oder mehradrig ausgeführt
ist/sind.
5. Aufzuganlage für Personen- oder Lastentransport, mit einem Fahrkorb, der an mindestens
einem über mindestens eine Rolle laufenden Tragseil hängt oder an dem mindestens ein
Gewichtsausgleichseil befestigt ist und der mittels einer Treibscheibe oder hydraulisch
angetrieben ist, bei der zur Energiezuführung zum Fahrkorb für Sicherheitseinrichtungen,
Beleuchtung, Türantrieb usw. sowie zur Befehls- und Datenübertragung zu den Bedien-und
Anzeigeelementen flexible, mehradrige elektrische Leiter einenends am Fahrkorb befestigt
und anderenends von einem Festpunkt an der Schachtwand oder Schachtdecke weitergeführt
und an eine Aufzugsteuerung angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Leiter nicht in dem mindestens einen Tragseil oder Gewichtsausgleichseil,
sondern als ein oder mehrere ummantelte Leiter (Kabel) neben dem gewichtsbelasteten
Seil angeordnet und über die gleichen Rollen laufend geführt sind.
6. Aufzuganlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die ummantelten
elektrischen Leiter neben oder zwischen den Tragseilen oder Gewichtsausgleichseilen
in dafür vorgesehenen leerbleibenden Seilrillen der Treibscheibe oder Umlenkrollen
geführt ist/sind.
1. Lift for transporting passengers or loads with a lift cage (12), which is suspended
on at least one hoisting cable (10; 58) running over at least one pulley (22; 56)
or is secured onto at least one compensating cable (40), and which is driven by means
of a driving pulley (18) or hydraulically, in which in order to supply power to the
lift cage for safety devices, lighting, door operation etc. and transmit commands
and data to the operating and display components flexible, multi-core electrical conductors
are secured at one end to the lift cage and at the other end are guided from a fixed
point on the shaft wall or shaft ceiling and connected to a lift control
characterised in that
into the at least one hoisting cable (10) or compensating cable (40), which is secured
at one end to the lift cage (12) and at the other end to or above the shaft ceiling
(16) or in the shaft, are integrated single or multi-core electrical conductors for
supplying power to the lift cage and transmitting commands and data, whereby the conductor
cores (32) leading from the cable end secured to the lift cage (12) are connectable
with corresponding connection points of the lift cage and the conductor cores (28)
leading from the cable end secured to the shaft ceiling (16) or the shaft are connectable
with corresponding connection points of the fixed lift control (30).
2. Lift according to claim 1, characterised in that with several hoisting cables or compensating
cables guided in parallel between the lift cage and a fixed point in the shaft or
on the upper surface of the shaft all of the said cables comprise integrated single
or multi-core electrical conductors and have the same design and same dimensions,
so that all the cables are loaded evenly and are subjected to the same amount of wear.
3. Lift according to claim 2, characterised in that of a plurality of hoisting cables
or compensating cables only those electrical conductors integrated in one cable or
several cables are connected for supplying power and transmitting commands and data,
that are sufficient to provide the necessary electrical transmission capacitance,
whilst one or more cables comprising additional integrated electrical conductors are
available as substitute conductors.
4. Lift according to one of the preceding claims, characterised in that the electrical
conductor or conductors integrated into the cable is/are single or multi-cored.
5. Lift for transporting passengers or loads with a lift cage, which is suspended on
at least one hoisting cable running over at least one pulley or is secured onto at
least one compensating cable, and which is driven by means of a driving pulley or
hydraulically, in which in order to supply power to the lift cage for safety devices,
lighting, door operation etc. and transmit commands and data to the operating and
display components flexible, multi-core electrical conductors are secured at one end
to the lift cage and at the other end are guided from a fixed point on the shaft wall
or shaft ceiling and connected to a lift control,
characterised in that
the electrical conductors are not arranged in the at least one hoisting cable or compensating
cable but are arranged as one or several covered conductors (cables) next to the weight-loaded
cable and are guided over the same pulleys.
6. Lift according to claim 5, characterised in that the covered electrical conductor
or conductors next to or between the hoisting cables or compensating cables is/are
guided in empty cable grooves of the driving pulley or return pulleys provided for
this.
1. Installation d'ascenseur pour le transport de personnes ou de charges comprenant une
benne véhicule (12) qui est suspendue à au moins un câble porteur (10 ; 58) circulant
sur au moins un rouleau (22 ; 56), ou à laquelle est fixé au moins un câble (40) d'équilibrage
du poids, et qui est entraînée au moyen d'une poulie motrice (18) ou hydrauliquement,
dans laquelle, pour l'amenée d'énergie à la benne véhicule pour les dispositifs de
sécurité, l'éclairage, l'entraînement des portes etc., ainsi que pour la transmission
d'ordres et de données à des éléments de manoeuvre et d'affichage, des conducteurs
électriques souples à plusieurs âmes sont fixés à la benne véhicule à une première
extrémité tandis qu'à l'autre extrémité, ils sont prolongés au-delà d'un point fixe
solidaire de la paroi de la cage ou du plafond de la cage, et connectés à une commande
d'ascenseur,
caractérisée en ce que,
dans l'au moins un câble porteur (10) ou câble d'équilibrage de poids (40), qui
est fixé à la benne véhicule (12) par une de ses extrémités tandis que, par son autre
extrémité, il est fixé au plafond (16) de la cage ou au-dessus de ce plafond ou encore
dans la cage, sont intégrés des conducteurs électriques à une ou plusieurs âmes pour
l'amenée d'énergie à la benne véhicule et pour la transmission d'ordres et de données,
dont les âmes (32), qui sont prolongées au-delà de l'extrémité du câble qui est fixée
à la benne véhicule (12), peuvent être connectées à des connexions correspondantes
de la benne véhicule et dont les âmes conductrices (28) qui sont prolongées au-delà
de l'extrémité du câble fixée au plafond (16) de la cage ou à l'intérieur de la cage,
peuvent être connectées à des connexions correspondantes de la commande fixe (30)
de l'ascenseur.
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans le
cas où plusieurs câbles porteur ou câbles d'équilibrage du poids sont disposés en
parallèle entre la benne véhicule et un point fixe situé dans la cage ou sur la face
supérieure de la cage, tous ces câbles renferment des conducteurs électriques intégrés
à une ou plusieurs âmes, et présentent la même construction et les mêmes dimensions,
de sorte que tous les câbles sont également chargés et soumis à la même usure.
3. Installation d'ascenseur selon la revendication 2, caractérisée en ce que, parmi une
pluralité de câbles porteurs ou de câbles d'équilibrage du poids, seuls les conducteurs
électriques intégrés dans un câble ou dans plusieurs câbles pour l'amenée d'énergie
et pour la transmission d'ordres et de données qui suffisent pour assurer la capacité
de transmission électrique nécessaire sont connectés, tandis que des câbles renfermant
un ou plusieurs autres conducteurs électriques intégrés restent disponibles en tant
que conducteurs de rechange.
4. Installation d'ascenseur selon une des revendications précédentes, caractérisée en
ce que le ou les conducteur(s) électrique(s) intégré(s) dans le câble est ou sont
à une ou plusieurs âmes.
5. Installation d'ascenseur pour le transport de personnes ou de charges comprenant une
benne véhicule (12) qui est suspendue à au moins un câble porteur circulant sur au
moins un rouleau et a laquelle est fixé à au moins un câble d'équilibrage du poids,
et qui est entraînée au moyen d'une poulie motrice ou hydrauliquement, dans laquelle,
pour l'amenée d'énergie à la benne véhicule pour les dispositifs de sécurité, l'éclairage,
l'entraînement des portes etc., ainsi que pour la transmission d'ordres et de données
à des éléments de manoeuvre et d'affichage, des conducteurs électriques souples à
plusieurs âmes sont fixés à la benne véhicule à une première extrémité tandis qu'à
l'autre extrémité, ils sont prolongés au-delà d'un point fixe solidaire de la paroi
de la cage ou du plafond de la cage, et connectés à une commande d'ascenseur,
caractérisée
en ce que les conducteurs électriques ne sont pas passés dans l'au moins un câble
porteur ou câble d'équilibrage du poids mais sont disposés à côté du câble chargé
par le poids sous la forme d'un ou plusieurs conducteurs gainés (câbles) et passent
sur les mêmes rouleaux.
6. Installation d'ascenseur selon la revendication 5, caractérisée en ce que le ou les
conducteur(s) électrique(s) gainé(s) est ou sont passés à côté des câbles porteurs
ou des câbles d'équilibrage du poids, ou entre ces câbles, dans des gorges de la poulie
motrice ou des rouleaux de renvoi prévues pour cela et laissées vides.

