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(11) |
EP 0 779 014 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.11.1998 Patentblatt 1998/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.08.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H04R 3/12 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9501/071 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9607/293 (07.03.1996 Gazette 1996/11) |
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| (54) |
EINRICHTUNG ZUR FAHRGERÄUSCHABHÄNGIGEN STEUERUNG DER LAUTSTÄRKE EINES AUTORADIOS
DEVICE FOR CONTROLLING THE VOLUME OF A CAR RADIO DEPENDENTLY UPON THE AMBIENT NOISE
DISPOSITIF SERVANT A REGULER L'INTENSITE SONORE D'UN AUTORADIO EN FONCTION DU NIVEAU
SONORE DU VEHICULE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
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Priorität: |
31.08.1994 DE 4430931
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.06.1997 Patentblatt 1997/25 |
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Patentinhaber: Blaupunkt-Werke GmbH |
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31132 Hildesheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- CHAHABADI, Djahanyar
D-31139 Hildesheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Friedmann, Jürgen, Dr.-Ing. et al |
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Zentralabteilung Patente,
Postfach 30 02 20 70442 Stuttgart 70442 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 246 772 DE-A- 3 338 413
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EP-A- 0 593 191 FR-A- 2 448 812
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 10 no. 93 (P-445) ,10.April 1986 & JP,A,60 229122 (GENSHIRIYOKU
KOUGAKU SHIKEN CENTER) 14.November 1985,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur fahrgeräuschabhängigen Steuerung der
Lautstärke eines Autoradios.
[0002] Der Geräuschpegel im Innern eines Kraftfahrzeugs ist stark von der jeweils gefahrenen
Geschwindigkeit abhängig. Da die manuelle Anpassung der Lautstärke eines Autoradios
an diesen Geräuschpegel als lästig empfunden wird, sind bereits Verfahren zur fahrgeräuschabhängigen
Lautstärkesteuerung des Autoradios bekanntgeworden.
[0003] Aus der DE-A-33 38 413 ist eine Schaltungsanordnung zur selbsttätigen störgeräuschabhängigen
Lautstärkesteuerung in einem Kraftfahrzeug bekannt, wobei ein die Störungen im Fahrzeuginnenraum
repräsentierendes Signal mit Hilfe eines im Fahrzeuginnenraum angebrachten Mikrophons
erzeugt wird. Zur Kompensation des durch das Lautsprechersignal im Mikrophonausgangssignal
erzeugten Audiosignalanteils wird von dem Mikrophonausgangssignal in einer Summierschaltung
das Lautsprechereingangssignal subtrahiert, so daß am Ausgang des Subtrahierers eine
Steuergröße in Form des im Fahrzeuginnenraum vorliegenden Störgeräuschpegels ansteht.
[0004] Aus der EP-A-O 246 772 ist eine Anordnung zur Dämpfung von Karosserieschwingungen
bei Kraftfahrzeugen bekannt, wobei die Schwingungen z. B. durch das Überfahren von
Fahrbahnunebenheiten verursacht werden. Die Karosserieschwingungen werden dazu mittels
eines Beschleunigungssensors erfaßt und das Meßsignal in einer Recheneinheit ausgewertet.
Die Fahrwerksdämpfer des Fahrzeuges werden in Abhängigkeit des Meßsignals so abgestimmt,
daß Karosserieschwingungen reduziert werden.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für eine fahrgeräuschabhängige Steuerung
der Lautstärke eines Autoradios die Ableitung eines fahrgeräuschabhängigen Signals
dahingehend zu verbessern, daß sich Maßnahmen zum Entfernen von Nutzsignalanteilen
aus den Steuersignalen erübrigen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Einrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Dabei kann vereinfachend vorgesehen sein, daß der Beschleunigungssenor im wesentlichen
vertikale Beschleunigungen mißt.
[0007] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß Fahrgeräusche hauptsächlich als Körperschall
in den Innenraum (Fahrgastkabine) des Kraftfahrzeugs übertragen werden. Dieses sind
insbesondere die Motorgeräusche und das Abrollgeräusch der Reifen. Maßnahmen zur Entfernung
des Nutzsignalanteils aus dem mit Hilfe des Beschleunigungssenors gewonnenen Signal
sind bei der erfindungsgemäßen Einrichtung nicht erforderlich.
[0008] Insbesondere wenn gemäß einer Weiterbildung der Beschleunigungssensor im Autoradio
angeordnet ist, weist die erfindungsgemäße Einrichtung den weiteren Vorteil auf, daß
im Kraftfahrzeug selbst keine weiteren Installationen erforderlich sind - wie beispielsweise
die Verlegung von Leitungen und die Montage eines Mikrofons.
[0009] Vorzugsweise ist bei der erfindungsgemäßen Einrichtung vorgesehen, daß der Beschleunigungssensor
starr mit dem Gehäuse des Autoradios verbunden ist. Eine vorteilhafte Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß der Beschleunigungssensor eine
Signalbandbreite von etwa 1 kHz aufweist. Dadurch wird der gesamte eine Maskierung
erforderliche Spektralbereich des Körperschalls abgedeckt und es können auf dem Markt
erhältliche Beschleunigungssensoren verwendet werden, wie beispielsweise der Beschleunigungssensor
Typ ADXL50 der Firma Analog Devices.
[0010] Obwohl die erfindungsgemäße Einrichtung grundsätzlich auch für eine frequenzunabhängige
Lautstärkeregelung geeignet ist, werden bessere Ergebnisse mit einer frequenzabhängigen
Maskierung erzielt, für die gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung
vorgesehen ist, daß ein Ausgang des Beschleunigungssensors über eine Signalverarbeitungsschaltung
mit einem vorgegebenen Algorithmus und die vom Autoradio erzeugten Audiosignale einem
Mehrkanal-Equalizer zuführbar sind, dessen Ausgänge mit Steuereingängen der Signalverarbeitungsschaltung
und mit Eingängen von Endstufen verbunden sind.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung anhand mehrerer Figuren
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung,
- Fig. 2
- ein Autoradio mit einem an der unteren Gehäusewand angeordneten Beschleunigungssensor
und
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Einrichtung.
[0012] Gleiche Teile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0013] Fig. 1 stellt schematisch ein Auto dar mit einer Karosserie 1, Vorderrädern 2, Hinterrädern
3, einem Motor 4 und einem Autoradio 5, dessen Lautsprecher 6, 7 lediglich angedeutet
sind. Durch Doppelpfeile sind jeweils die auf die Räder einwirkenden Kräfte und die
vom Motor ausgehenden auf die Karosserie wirkenden Kräfte veranschaulicht. Man erkennt,
daß somit senkrecht wirkende Kräfte einen maßgeblichen Anteil am Körperschall haben.
Ein Beschleunigungssensor 8 ist daher so angeordnet, daß er die senkrechte Beschleunigung
erfaßt.
[0014] Gemäß Fig. 2 ist der Beschleunigungssensor 8 an der Bodenplatte des Autoradios 5
angeordnet. Er kann daher in einfacher Weise mit der Schaltung des Autoradios verbunden
werden.
[0015] Fig. 3 zeigt ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Einrichtung, bei welcher
die nicht speziell für die Erfindung angepaßten Teile des Autoradios, wie beispielsweise
Empfangsteil, gegebenenfalls Kassettenspieler, Stereodecoder und NF-Verstärker in
einer Schaltung 11 als NF-Quelle zusammengefaßt sind. Von der NF-Quelle 11 werden
die Audiosignale L und R einem Mehrkanal-Equalizer 12 zugeführt, der über vier Ausgänge
mit vier Endstufen 13, 14, 15, 16 für vier Lautsprecher 17, 18, 19, 20 verbunden ist.
Dabei bedeuten LF und RF die Signale für den linken und den rechten vorderen Lautsprecher,
während die Signale LR und RR die Signale für den linken hinteren und rechten hinteren
Lautsprecher kennzeichnen. Die Endstufen 14 und 15 invertieren jeweils das Ausgangssignal,
was durch ein Minuszeichen gekennzeichnet ist.
[0016] Das Ausgangssignal des Beschleunigungssensor 8 wird einer Signalverarbeitungsschaltung
21 zugeleitet, die von den Ausgangssignalen des Mehrkanal-Equalizers 12 steuerbar
ist. Die Signalverarbeitungsschaltung 21 verarbeitet das Ausgangssignal des Beschleunigungssensor
und die Ausgangssignale des Mehrkanal-Equalizers mit bekannten Algorithmen. Das Ausgangssignal
der Signalverarbeitungsschaltung 21 wird dann dem Mehrkanal-Equalizer 12 zugeleitet,
um in mehreren unterschiedlichen Frequenzbändern die Verstärkung der Audiosignale
L und R zu steuern.
1. Einrichtung zur fahrgeräuschabhängigen Steuerung der Lautstärke eines Autoradios,
die einen Sensor zur Erfassung eines fahrgeräuschabhängigen Signals aufweist, wobei
der Ausgang des Sensors mit einer Signalverarbeitungsschaltung (21) des Autoradios
zur Steuerung der Lautstärke verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor
ein mechanisch mit der Karosserie (1) des Fahrzeugs verbundener Beschleunigungssensor
(8) ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschleunigungssensor
(8) im wesentlichen vertikale Beschleunigungen mißt.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschleunigungssensor
(8) im Autoradio (5) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschleunigungssensor
(8) starr mit dem Gehäuse des Autoradios (5) verbunden ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Beschleunigungssensor (8) eine Signalbandbreite von etwa 1 kHz aufweist.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ausgangssignal des Beschleunigungssensors (8) der Signalverarbeitungsschaltung (21)
zugeführt ist, bei der es sich um eine Signalverarbeitungsschaltung mit einem vorgegebenen
Algorithmus handelt, daß die Einrichtung einen Mehrkanal-Equalizer (12) aufweist,
dem die Ausgangssignale der Signalverarbeitungsschaltung (21) und die von der NF-Quelle
(11) des Autoradios erzeugten Audiosignale zugeführt sind, und daß die Ausgänge des
Mehrkanal-Equalizers (12) mit Steuereingängen der Signalverarbeitungsschaltung (21)
und mit Eingängen von Endstufen (13 bis 16) des Autoradios verbunden sind.
1. Device for controlling the volume of a car radio as a function of the vehicle noise
level, having a sensor for acquiring a signal which is a function of the vehicle noise
level, the output of the sensor being connected to a signal-processing circuit (21)
of the car radio for controlling the volume, characterized in that the sensor is an
acceleration sensor (8) mechanically connected to the bodywork (1) of the vehicle.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the acceleration sensor (8) essentially
measures vertical accelerations.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the acceleration sensor (8)
is arranged in the car radio (5).
4. Device according to Claim 3, characterized in that the acceleration sensor (8) is
rigidly connected to the casing of the car radio (5).
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the acceleration
sensor (8) has a signal bandwidth of about 1 kHz.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the output
signal of the acceleration sensor (8) is fed to the signal-processing circuit (21),
which is a signal-processing circuit having a predetermined algorithm, in that the
device has a multichannel equalizer (12) to which the output signals of the signal-processing
circuit (21) and the audio signals produced by the LF source (11) of the car radio
are fed, and in that the outputs of the multichannel equalizer (12) are connected
to control inputs of the signal-processing circuit (21) and to inputs of output stages
(13 to 16) of the car radio.
1. Installation pour commander le volume sonore d'un autoradio en fonction du niveau
de bruit du véhicule, comprenant un capteur pour détecter le signal dépendant du bruit
du véhicule, la sortie du capteur étant reliée à un circuit de traitement de signal
(21) de l'autoradio pour commander le volume sonore,
caractérisée en ce que
le capteur est un capteur d'accélération (8), mécanique, relié à la carrosserie (1)
du véhicule.
2. Installation selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le capteur d'accélération (8) mesure essentiellement les accélérations verticales.
3. Installation selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le capteur d'accélération (8) est monté dans l'autoradio (5).
4. Installation selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le capteur d'accélération (8) est relié rigidement au boîtier de l'autoradio (5).
5. Installation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le capteur d'accélération (8) a une large de bande de signal d'environ 1 kHz.
6. Installation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le signal de sortie du capteur d'accélération (8) est appliqué au circuit de traitement
de signal (21) qui est un circuit de traitement de signal utilisant un algorithme
prédéterminé, et l'installation comprend un égaliseur à canaux multiples (12) recevant
les signaux de sortie du circuit de traitement (21) et les signaux audio générés par
la source BF (11) de l'autoradio, les signaux de sortie de l'égaliseur à canaux multiples
(12) étant reliés aux entrées de commande du circuit de traitement de signal (21)
et aux entrées des étages de puissance (13-16) de l'autoradio.
