[0001] Die Erfindung betrifft einen Mopbezug für das Naß- oder Feuchtwischen von Fußböden
oder dgl., welche eine obere Trägermateriallage und eine der zu reinigenden Fläche
zuzukehrende, Florfäden tragende Reinigungsmateriallage aufweist, auf einen Mophalter
aufziehbar ist und zu diesem Zweck, z.B. auf der Oberseite der Trägermateriallage
als stirnseitige Taschen ausgebildete, Befestigungsmittel aufweist.
[0002] Aus der DE 93 08 947 U1 ist eine Textilbespannung für Reinigungsgeräte mit einem
Grundgewebe, das auf mindestens einer Seite Florfäden aufweist, die bei Gebrauch gegen
die zu reinigende Fläche gerichtet sind, und eine Befestigungseinrichtung zur lösbaren
Verbindung des Grundgewebes mit einem Spannrahmen des Reinigungsgerätes bekannt, bei
welcher auf der den Florfäden abgewandten Seite des Grundgewebes längs einer Kante
mindestens ein separates Aufsatzstück befestigt ist, das der Versteifung der Grundgewebes
dient.
[0003] Aus der DE 93 13 981 U1 ist eine Textilbespannung für Feucht- und Trockenreinigungsgeräte
mit einem Grund- und Oberflächengewebe bekannt, bei welchem die Grundfläche und die
Oberfläche aus demselben Textilmaterial oder einem anderen bestehen können und die
Oberfläche Haltetaschen zur Aufnahme eines Reinigungsgeräts aufgenäht hat. Die Oberfläche
soll dabei aus einem flächendeckenden Textilmaterial bestehen und dadurch eine höhere
Haltbarkeit (Zugfestigkeit) und eine verbesserte Wasserspeicherung aufweisen.
[0004] Aus der DE 31 39 245 A1 ist eine Textilbespannung für Reinigungsgeräte mit einem
Grundgewebe, das auf mindestens einer Seite Florfäden aufweist, die bei Gebrauch gegen
die zu reinigende Fläche gerichtet sind, und einer Befestigungseinrichtung zur lösbaren
Verbindung des Grundgewebes mit einem Spannrahmen des Reinigunggerätes bekannt, welche
etwa 5 cm breite Ränder aufweist, die durch Umschlagen des Grundgewebes nach oben
und innen sowie Nähen oder Kleben versteift sind. Dadurch soll gewährleistet werden,
daß die Textilbespannung bei Reinigung einer Fußbodenleiste sich randseitig hochstellt,
um die Fußbodenleiste ebenfalls mit den Florfäden zu reinigen.
[0005] Bei den bekannten Textilbespannungen ist die Effektivität der Reinigung durch die
verhältnismäßig geringe Wasseraufnahme des Mopbezuges beschränkt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einem Mopbezug der eingangs genannten
Art die Wirksamkeit der Reinigung zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindunggemäß dadurch gelöst, daß das Trägermaterial ein Vlies,
Filz oder dgl. saugfähiges textiles Material mit einem Wasseraufnahmevermögen zwischen
etwa 600 und 800% ist.
[0008] Ein solches Material hat nicht nur verbesserte Reinigungseigenschaften aufgrund der
erhöhten Wasseraufnahme, sondern in der Regel eine Eigensteifigkeit, welche auch in
den über den Mophalter hinausstehenden Randbereichen eine vollflächige Anlage an der
zu reinigenden Fläche gewährleistet und auch ein Reinigen bis in die Ecken von Bodenflächen
am Übergang zur Wand sicherstellen.
[0009] Zur weiteren Verbesserung dieser Eigenschaften ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung ferner vorgesehen, daß das Trägermaterial ein Flächengewicht zwischen
etwa 200 und 300 g/m
2 hat.
[0010] Bei der Textilbespannung nach der DE 31 39 245 A1 soll durch Hochstellen des verhältnismäßig
breiten Randes auch eine Fußbodenleiste gereinigt werden können. Dadurch, daß der
überstehende Rand jedoch mit Florfäden besetzt ist, welche für die Reinigung der Fußbodenleiste
sorgen sollen, ist es unmöglich, mit einer solchen vorbekannten Textilbespannung den
Fußboden bis in die Eckbereiche sorgfältig zu reinigen.
[0011] Bei einem Mopbezug der eingangs genannten Art kann dieses Problem erfindungsgemäß
dadurch gelöst werden, daß die der zu reinigenden Fläche zuzukehrende von dem Reinigungsmaterial
gebildete Seite einen florfreien Rand aufweist. Dieser kann sich, soweit er über den
Mophalter hinausragt, mit verhältnismäßig geringem Krümmungsradius hochstellen, so
daß zwar die Bodenfläche bis unmittelbar angrenzend an die Fußbodenleiste zuverlässig
gereinigt wird, letztere jedoch mangels Vorhandenseins der die Reinigung erzielenden
Florfäden einer Reinigung nicht ausgesetzt wird, weil dies aufgrund des Materials
der Fußbodenleiste häufig nicht erwünscht ist.
[0012] Dabei kann zur weiteren Versteifung des Mopbezuges im Randbereich vorgesehen sein,
daß der florfreie Rand durch Umschlgen des Trägermaterials von oben nach unten gebildet
ist.
[0013] Auch können die Randkanten des Trägermaterials umnäht sein.
[0014] Die erforderliche Aussteifung des Trägermaterials kann also vorzugsweise so erfolgen,
daß im Bereich der Längs- und Querkanten wenigstens Zweilagigkeit und im Bereich der
Ecken wenigstens Dreilagigkeit des Trägermaterials vorgesehen ist.
[0015] Zur vereinfachten Herstellung ist ferner vorgesehen, daß die Taschen aus dem gleichen
Material bestehen wie die Trägermateriallage und vorzugsweise einteilig mit dieser
ausgebildet sind.
[0016] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Erfindungsmerkmal ist die an der Einführungsöffnung
für den Mophalter vorgesehene Taschenkante durch einen Randumschlag verstärkt. Dies
reicht bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vlies, Filz oder dgl. saugfähigen textilen
Material aus, um durch eine entsprechende Versteifung der Taschenkante das Einführen
der Mophalterenden in die Taschen zu erleichtern.
[0017] In der Praxis hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Länge der Florfäden auf
der der zu reinigenden Fläche zugekehrten Seite des Mopbezuges eine Länge zwischen
etwa 0,5 und 1,5 cm haben.
[0018] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- in Draufsicht einen die Erfindung aufweisenden Mopbezug, und
- Fig. 2
- den Mopbezug nach Fig. 1 von unten.
[0020] Der in der Zeichnung dargestellte Mopbezug 1 ist für das Naß- oder Feuchtwischen
von Fußböden oder dgl. Flächen bestimmt. Der Mopbezug 1 hat eine obere Trägermateriallage
2 und eine der zu reinigenden Fläche zuzukehrende Florfäden 3 tragende Reinigungsmateriallage
4. Der Mopbezug 1 ist auf einen Mophalter aufziehbar, indem er auf der Oberseite der
Trägermateriallage 2 als stirnseitige nach innen offene Taschen 5 ausgebildete, Befestigungsmittel
aufweist. In die Taschen 5 kann ein teilweise zusammengeklappter Mophalter mit seinen
Flügelenden eingeführt und können die Mophalterflügel in der üblichen Weise in ihre
gestreckte und arretierte Arbeitsstellung überführt werden, wodurch der Mopbezug 1
auf den Mophalter aufgespannt ist. Erfindungsgemäß besteht das Trägermaterial 2' aus
einem Vlies, Filz oder dgl. saugfähigen textilen Material mit einem Wasseraufnahmevermögen
zwischen etwa 600 und 800%, was bedeuet, daß das Gewicht des Mopbezuges 1 nach vollständigem
Aufsaugen von Flüssigkeit etwa 6 bis 8 mal so schwer ist wie der trockene Mopbezug
1. Das Trägermaterial 2' hat dabei vorzugsweise ein Flächengewicht zwischen etwa 200
und 300 g/m
2. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, hat die der zu reinigenden Fläche zuzukehrende von dem
Reinigungsmaterial 4' gebildete Seite des Mopbezugs 1 einen florfreien Rand 6 mit
einer geringen Breite zwischen etwa 0,5 und 1,5 cm. Der florfreie Rand 6 ist durch
Umschlagen des Trägermaterials 4' nach unten gebildet. Das Trägermaterial 2' ist im
Bereich der Längs- und Querkanten 10, 11 wenigstens zweilagig und im Bereich der Ecken
12 wenigstens dreilagig.
[0021] Die Taschen 5 bestehen aus dem gleichen Material wie die Trägermateriallage 2 und
sind einteilig mit dieser ausgebildet. Die an der Einführungsöffnung für den Mophalter
1 vorgesehene Taschenkante 8 ist durch einen Randumschlag 9 verstärkt. Die Länge der
Florfäden 3 liegt bei etwa 0,5 bis 1,5 cm.
Bezugszeichenliste:
[0022]
- 1
- Mopbezug
- 2
- Trägermateriallage
- 2'
- Trägermaterial
- 3
- Florfäden
- 4
- Reinigungsmateriallage
- 4'
- Reinigungsmaterial
- 5
- Taschen
- 6
- Rand
- 7
- Randkante
- 8
- Taschenkante
- 9
- Randumschlag
- 10
- Längskanten
- 11
- Querkanten
- 12
- Ecken
1. Mopbezug für das Naß- oder Feuchtwischen von Fußböden oder dergleichen, welcher eine
obere Trägermateriallage (2) und eine der zu reinigenden Fläche zuzukehrende, Florfäden
(3) tragende Reinigungsmateriallage (4) aufweist, auf einen Mophalter aufziehbar ist
und zu diesem Zweck, z.B. auf der Oberseite der Trägermateriallage (2) als stirnseitige
Taschen (5) ausgebildete, Befestigungsmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (2') ein Vlies, Filz oder dergleichen saugfähiges textiles
Material mit einem Wasseraufnahmevermögen zwischen etwa 600 und 800% ist.
2. Mopbezug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (2') ein Flächengewicht zwischen etwa 200 und 300 g/m2 hat.
3. Mopbezug nach Anspruch 1 oder 2 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der zu reinigenden Fläche zuzukehrende von dem Reinigungsmaterial (4') gebildete
Seite einen florfreien Rand (6) aufweist.
4. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der florfreie Rand (6) eine Breite zwischen etwa 0,5 und 1,5 cm hat.
5. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der florfreie Rand (6) durch Umschlagen des Trägermaterials (4') gebildet ist.
6. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Randkanten (7) des Trägermaterials (4') umnäht sind.
7. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (2') im Bereich der Längs- und Querkanten (10, 11) wenigstens
zweilagig und im Bereich der Ecken (12) wenigstens dreilagig ist.
8. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Taschen (5) aus dem gleichen Material bestehen wie die Trägermateriallage
(2) und vorzugsweise einteilig mit dieser ausgebildet sind.
9. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Einführungsöffnung für den Mophalter vorgesehene Taschenkante (8)
durch einen Randumschlag (9) verstärkt ist.
10. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Florfäden (3) bei etwa 0,5 bis 1,5 cm liegt.