| (19) |
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(11) |
EP 0 779 844 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.08.1999 Patentblatt 1999/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.06.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B22C 9/08 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9601/150 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9701/406 (16.01.1997 Gazette 1997/04) |
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| (54) |
SPEISER ZUR VERWENDUNG BEIM GIESSEN VON GESCHMOLZENEM METALL
FEEDER FOR USE IN CASTING MOLTEN METAL
MASSELOTTE S'UTILISANT LORS DU COULAGE DE METAL FONDU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FI FR GB IT NL SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
28.06.1995 DE 29510068 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.06.1997 Patentblatt 1997/26 |
| (73) |
Patentinhaber: CHEMEX GMBH |
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D-58300 Wetter (DE) |
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Erfinder: |
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- HAMPEL, Franz
D-41654 Kaarst (DE)
- LANVER, Ulrich
D-40764 Langenfeld (DE)
- PETERS, Peter
D-47475 Kamp-Lintfort (DE)
- REICHELT, Detlef
D-46843 Wesel (DE)
- RIEMANN, Klaus
D-58300 Wetter (DE)
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| (74) |
Vertreter: Eikenberg, Kurt-Rudolf, Dr. Dipl.-Chem. et al |
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Eikenberg & Partner
Schackstrasse 1 30175 Hannover 30175 Hannover (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 917 520 FR-A- 2 010 247
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DE-U- 9 303 392
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen geschlossenen Speiser zur Verwendung beim Gießen von
geschmolzenen Metall. Derartige Speiser werden bei der Herstellung einer Gießform
in diese integriert und bilden einen von Formstoff umgebenen Raum, der einen Durchlaß
Zum Formhohlraum hin aufweist und beim Gießen von der Gießströmung mit flüssigem Metall
gefüllt wird, das während des Erstarrungsvorganges zum Gußstück zurückströmen und
das Volumendefizit bei der Erstarrung des Gußstücks kompensieren soll. Auf diese Weise
wird die Bildung sogenannter Lunker (das sind Schwindungshohlräume, die durch die
Metall-Volumenkontraktion beim Erstarrungsvorgang entstehen) verhindert.
[0002] Um einen ordnungsgemäßen Speisungsvorgang zu gewährleisten, muß das im Speiser befindliche
Metall später erstarren als das Metall des Gußstücks, d.h. der Modul (Verhältnis von
Volumen zu Oberfläche) des Speisers muß größer als der des Gußstücks sein. Zugleich
soll nach der Erstarrung aus Kostengründen eine möglichst geringe Restmenge an Metall
im Speiser verbleiben, und zu diesem Zweck werden die Wandungen des Speisers häufig
aus einem exothermen Material, beispielsweise einer aluminothermischen Mischung gebildet.
Ein solches Material wird durch das flüssige Metall gezündet, und es läuft deshalb
nach dem Eindringen der Gießströmung in einen solchen Speiser eine exotherme Reaktion
ab, durch die dem im Speiserinnenraum befindlichen Metall Wärme zugeführt wird. Dieses
bleibt durch die Wärmezufuhr länger flüssig als das Metall im Formhohlraum der Gießform
und ist dadurch besser für die Speisung nutzbar.
[0003] Viele Gießformen werden mit Hilfe einer Modellplatte hergestellt, welche die Innenkontur
des Formenhohlraumes vorgibt und an den Stellen, an denen ein Speisereinsatz erforderlich
ist, jeweils mit einer Halteeinrichtung, z.B. einem Dorn zur Fixierung der Lage des
Speisereinsatzes versehen ist. Nach dem Aufsetzen der Speiser auf die Dorne wird dann
der Sand auf die Modellplatte aufgebracht und zur Gießform verdichtet, wobei der Begriff
"Sand" hier als Synonym für alle Typen von körnigen Formstoffen und Formstoff-Mischungen
zu verstehen ist.
[0004] In neuerer Zeit werden aus verschiedenen Gründen in zunehmendem Umfang Speiser verlangt,
die auf der Modellplatte eine möglichst geringe Stellfläche einnehmen. Dies kann mit
herkömmlichen Speisern nur unvollkommen erreicht werden. Exotherme Speiser herkömmlicher
Bauart besitzen in der Regel eine im wesentlichen zylindrische, leicht kegelstumpfartige
Form, und ihre Innengeometrie ist so beschaffen, daß der Querschnitt des zum Gußstück
führenden Durchlasses dem maximalen Innenquerschnitt des Speisers entspricht, also
damit eine sehr große Stellfläche bedeutet. Zwar läßt sich durch Anordnung eines Brechkerns
(das ist im Prinzip eine mit einer gegenüber dem Speiserauslaß kleineren Öffnung versehene
Platte z.B. aus Croningsand oder einem anderen geeigneten Material) am unteren Speiserende
der Querschnitt des Durchlasses deutlich verringern, und auch die Stellfläche läßt
sich mit Hilfe des Brechkerns dadurch verkleinern, daß die Seitenwandung des Brechkerns
vom unteren äußeren Speiserende konisch eingezogen wird, aber dies führt noch nicht
zu dem gewünschten Erfolg. Der konische Einzug der Brechkern-Seitenwandung ergibt
nämlich unterhalb des Speisers eine Hinterschneidung, die eine unzureichende Verdichtung
des Formsandes in diesem Bereich zur Folge hat. Daher darf der Konuswinkel, bezogen
auf die Stellflächenebene, keine kleinen Werte annehmen, wodurch wiederum die erreichbare
Verkleinerung der Stellfläche des Speisers begrenzt wird. In diesem Zusammenhang kommt
erschwerend hinzu, daß die herkömmlichen Speiser, um dem bei modernen Hochleistungs-Formanlagen
üblichen Verdichtungsdruck standhalten und genug Exothermik anbieten zu können, eine
große Wandstärke aufweisen, so daß das untere äußere Speiserende einen großen Abstand
von der Speiser-Mittelachse besitzen muß.
[0005] Aus der DE-U-93 03 392 ist bereits ein Speiser zur Verwendung beim Gießen von Metallen
in Gießformen bekannt, umfassend einen hohlen Formkörper aus einem exothermen Material,
der an seinem oberen Ende durch ein waagerecht verlaufendes Wandungsteil, nämlich
einen Deckel, geschlossen ist, wobei die Seitenwandung des Speisers von dem oberen
Wandungsteil ausgehend konvex nach außen gebogen verläuft (nämlich dann, wenn die
Außenform des Speisers kugelförmig oder eiförmig ausgebildet ist) und am unteren Ende
in ein auch als Speiserhals bezeichnetes Durchlaßteil übergeht.
[0006] Hier setzt die Erfindung ein. Sie hat zur Aufgabe, einen exothermen Speiser anzugeben,
der eine sehr kleine Stellfläche, ein hohes Speisermodul, ein ausreichend großes Speiservolumen
und einen sehr hohen Wirkungsgrad für die exotherme Reaktion aufweist. Ferner soll
die äußere Gestalt des Speisers Hinterschneidungen vermeiden, damit der Sand bei der
Herstellung einer Gießform in den üblichen Formanlagen gut in Kontakt mit der Speiseraußenfläche
und mit der angrenzenden Modellplatte gebracht und überall gut verdichtet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Seitenwandung des Speisers
von einem oberen, im wesentlichen waagerechten Wandungsteil ausgehend konvex nach
außen gebogen verläuft, am unteren Ende in ein auch als Speiserhals bezeichnetes Durchlaßteil
übergeht und mehrere in den Innenraum ragende Spanten aufweist, welche an ihren Enden
in die obere Wandung bzw. das Durchlaßteil übergehen. Weitere Merkmale sind in den
Unteransprüchen definiert.
[0008] Durch das Zusammenwirken seiner Merkmale erfüllt der erfindungsgemäße Speiser in
geradezu idealer Weise alle Forderungen. Infolge der konvexen Form besitzt er nicht
nur einen vergrößerten Modul, sondern auch eine strömungsgünstige Außenkontur, vorzugsweise
etwa in Form eines umgekehrten, auf der Spitze stehenden Tropfens, die eine gute Umhüllung
mit Sand und eine gute Verdichtung des Sandes erlaubt, und ebenso eine strömungsgünstige
Innenkontur, die zumindest im unteren Bereich des Speisers vorzugsweise eiförmig ist
und einen guten Ausfluß des Speisemetalls durch den Durchlaß hindurch gewährleistet.
Die inneren Spanten ergeben eine außerordentlich hohe Druckfestigkeit, ermöglichen
eine geringere Wandstärke der Außenwandung (und damit ein mindestens um 1/3 kleineres
Gewicht im Vergleich mit einem herkömmlichen Speiser gleichen Volumens) und sorgen
nebenbei noch, da sie ja ebenfalls aus exothermen Material bestehen, für einen besseren
Eintrag der exotherm gebildeten Wärme in das Speisemetall, erhöhen also den exothermen
Wirkungsgrad. Insgesamt braucht das Volumen des Speisers nur geringfügig größer zu
sein als der für den Anwendungsfall berechnete Speisungsbedarf des Gußstückes.
[0009] Der erfindungsgemäße Speiser ist zweckmäßig mit einem Brechkern versehen, benötigt
einen solchen aber nicht unbedingt (z.B. wenn ein Federdorn zum Einsatz kommt oder
der Durchlaß eine aufgeformte Brechkante aufweist, die ggfs. geschlichtet werden kann).
Im Falle der Verwendung eines Brechkerns ist dessen Seitenwandung vorzugsweise so
geformt, daß sie stetig der Außenkontur des Speisers folgt und auf diese Weise einen
verhältnismäßig großen Winkel (z.B. von etwa 60°)mit der Stellflächenebene bildet.
Die Seltenwandung des Brechkerns kann zwar auch steiler verlaufen (in einem Winkel
bis zu 90°), ergibt dann aber nicht mehr die optimal kleine, sondern eine etwas größere
Stellfläche, und sollte andererseits auf keinen Fall flacher verlaufen als die Seitenwand
des Speisers, um eine Hinterschneidung am unteren Speiserende zu vermeiden. Wenn man
das Verhältnis Von Speiservolumen zur Größe der Stellfläche als Kenngröße heranzieht
(ein großer Wert steht für großes Volumen und kleine Stellfläche, wie angestrebt),
ergibt sich in der bevorzugten Ausführung des Brechkerns mit einer die Außenkontur
das Speisers stetig fortsetzenden Seitenwandung ein sehr günstiger Wert im Bereich
von etwa 35 - 40 cm, während mit herkömmlichen Speisern gleichen Volumens nur Werte
in der Größenordnung von 10 cm erreicht werden können. Das gleiche gilt auch für das
Verhältnis von größtem Speiserdurchmesser zur Größe der Stellfläche als Kenngröße,
die in der bevorzugten Ausführung einen Wert von etwa 1,7 cm
-1 annimmt und für die herkömmlichen Speiser nur in der Größenordnung von etwa 0,5 cm
-1 liegt. Damit ist auch zahlenmäßig der mit der Erfindung erzielte Erfolg eindrucksvoll
bestätigt.
[0010] Nachfolgend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Die Längsschnittansicht eines erfindungsgemäßen Speisers (Schnittebene I-I In Fig.
2), und
- Fig. 2:
- Querschnittsegmente des Speisers gemäß Fig. 1 (Schnittebene IIA-IIA, IIB-IIB und IIC-IIC
in Fig. 1.
- Fig. 3 und 4:
- Schnittansichten einer anderen Ausführungsform der Erfindung analog den in Fig. 1
und 2 dargestellten Ansichten.
[0011] Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Speiser 3 ist durch eine flache Abschlußwand
5 nach oben geschlossen und besitzt eine konvex ausgebauchte Seitenwand 9 sowie einen
unteren Speiserhals 7, der mit einem Brechkern 1 verbunden ist. Der Speiser 3 besteht
aus exothermen Material, und der Brechkern 1 kann beispielsweise aus Croningsand geformt
sein. Er ist in üblicher Weise mit einer Brechkante 2 versehen, um nach dem Gießen
das Trennen des Speisers vom Gußstück zu erleichtern.
[0012] Der Speiserhals 7 und der sich daran anschließende Brechkern 1 umgrenzen den Durchlaß
4, der die Verbindung zwischen dem Innenraum 13 des Speisers und dem zu speisenden
Formhohlraum herstellt. Zugleich ist der Speiserhals aber auch als Führung für einen
nicht weiter dargestellten Dorn ausgebildet, wobei im Beispiel der Fig. 1 und 2 ein
sogenannter Kurzdorn angenommen ist, der sich nicht wesentlich über den Speiserhals
7 hinaus in den Innenraum 13 erstreckt und der in einem Zentrierabschnitt 6 des Speiserhalses
Aufnahme findet. Zweckmäßig besitzt die Wandung der Auslaßöffnung 4 dabei einen trichterartigen
Wandungsabschnitt 10, entlang dem der Dorn stufenlos zum Zentrierabschnitt geführt
wird. Alternativ kann aber auch ein Langdorn verwendet werden, der sich durch den
Innenraum 13 hindurch bis zur Abschlußwand 5 erstreckt und mit seinem oberen Ende
in eine Zentriermulde (siehe 26 in Fig. 3) eingreift. In dem Fall ist der Zentrierabschnitt
6 des Speiserhalses entbehrlich.
[0013] Die ringförmige Unterseite des Brechkerns 1 bildet die Stellfläche 8 des Speisers,
und die Außenkontur der seitlichen, konvex ausgebauchten Seitenwand 9 verläuft von
der oberen Abschlußwand 5 bis zur Stellfläche 8 in einer stetigen Krümmung, die mit
der Krümmung eines auf der Spitze stehenden Tropfens vergleichbar ist und deshalb
als "tropfenförmig" bezeichnet wird. Es ist ersichtlich, daß auf diese Weise die Stellfläche
sehr klein gehalten werden kann und daß der größte Durchmesser des Speisers (in Höhe
der Ebene A-A) einen verhältnismäßig großen Abstand von der Stellfläche bekommt, mit
der Folge, daß trotz der sehr kleinen Stellfläche eine gute Verdichtung des Formsandes
auch im kritischen Bereich des Speiserhalses gewährleistet ist.
[0014] Im Innenraum 13 des Speisers sind mehrere, z.B. drei senkrechte, zur Speiser-Mittelachse
M-M hin gerichtete Spanten 12, die aus dem exothermen Material bestehen, an die ausgebauchte
Seitenwand 9 angeformt. Diese Spanten können bis zu 25 % des Innenraum-Volumens einnehmen
und besitzen in diesem Beispiel vertikal verlaufende Innenflächen 14, deren Abstand
von der Speiser-Mittelachse M-M etwas größer ist als der Radius des Zentrierabschnitts
6. Ferner sind diese Spanten 12 bezüglich der Mittelachse im jeweils gleichen Winkelabstand
zueinander angeordnet und verjüngen sich jeweils nach Art eines gleichschenkligen
Trapezes in Richtung auf diese. Sie gehen an ihren Enden einerseits in die obere Abschlußwand
5 und andererseits in den Speiserhals 7 über und geben da Speiser eine stark erhöhte
Druckfestigkeit, so daß die Seitenwand 9 entsprechend dünnwandiger ausgeführt werden
kann und sich die angestrebte Gewichtsersparnis ergibt. Zugleich erweisen sich diese
Spanten 12 des Speiserinnenraums aber auch als besonders effektive Wärmequellen, die
lokal das Angebot an exothermer Reaktionswärme verstärken. Die bei der exothermen
Reaktion des Spantenmaterials freiwerdende Wärme wird nahezu vollständig über die
Flanken und Innenflächen der Spanten an das flüssige Metall innerhalb des Speisers
abgegeben; Heizverluste durch Wärmeabtransport auf die Außenwand des Speisers 3 und
von dort weiter an den Formsand, der den Speiser umhüllt, sind minimal.
[0015] Die Innenkontur der Seitenwand 9 kann in der oberen Speiserhälfte gleich der Außenkontur
gehalten sein (konstante Wandstärke der Seitenwand) und geht in der unteren Speiserhälfte
mit einer stetigen Krümmung in den Durchlaß 4 des Speiserhalses über, ist in diesem
Bereich also im wesentlichen eiförmig. Dies unterstützt eine gleichmäßige Metallströmung
im Verlauf der Speisung und hat außerdem den Vorteil, daß sich die Wandstärke im unteren
Speiserbereich stetig vergrößert, wodurch mehr exothermes Material und damit mehr
exotherme Wirkung in den unteren Speiserbereich gebracht werden kann.
[0016] Anstelle senkrechter Spanten 12 können auch andere Verstarkungselemente mit der Seitenwand
9 des Speisers verbunden sein, beispielsweise wabenartige Strukturen. Diese sind jedoch
herstellungstechnisch etwas problematisch, so daß senkrechte Spanten bevorzugt werden.
Bei den dargestellten Speisern mit Kreisquerschnitt sind die drei oder maximal vier
Spanten zweckmäßig, während bei Speisern mit anderen Querschnittsformen, auf die weiter
unten hingewiesen wird, auch eine größere Anzahl von Spanten vorgesehen sein kann.
Bei Verwendung eines Kurzdorns brauchen die Spanten 12 im übrigen auch nicht im Abstand
von der Speiser-Mittelachse M-M zu enden, vielmehr stört es nicht, wenn (abweichend
von dem der Darstellung der Fig. 1 und 2) der mit dem Zentrierabschnitt 6 fluchtende
zentrale Bereich des Speiser-Innenraums verbaut ist. In einzelnen Anwendungsfällen
kann dies sogar bevorzugt sein.
[0017] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform des Speisers, die zur Verwendung mit
einem Langdorn bestimmt ist, sich aber nicht prinzipiell von der Ausführungsform gemäß
den Fig. 1 und 2 unterscheidet. Aus diesem Grunde sind funktionsmäßig gleiche Teile
auch mit den gleichen, aber mit einem Indexstrich versehenen Bezugszeichen bezeichnet
und werden nicht noch einmal erläutert.
[0018] In Fig. 3 und 4 ist die Kontur des Speiser-Innenraumes 13' nicht nur in der unteren
Speiserhälfte, sondern auch in der oberen Speiserhälfte eiförmig gestaltet. Außerdem
sind die Spanten 12' an ihren Innenflächen 14' abgerundet und enden bündig am Durchlaß
4', der in diesem Fall keinen Zentrierabschnitt analog dem Abschnitt 6 aufweist. Vielmehr
übernehmen die Innenflächen 24 der Spanten im oberen Speiserbereich die Funktion des
Abschnitts 10 in Fig. 1, indem sie den Dorn sicher in die Zentriermulde 26 führen.
[0019] Der erfindungsgemäße Speiser kann einteilig (so wie zeichnerisch dargestellt) oder
mehrteilig (z.B. mit einer Teilungsebene in Höhe der Ebene A-A des größten Durchmessers)
hergestellt sein, wobei bei der mehrteiligen Ausführung die einzelnen Teile nachträglich
zu einem einstückigen Speiser` verbunden, z.B. verklebt werden. Herstellungstechnisch
ist eine zweiteilige Ausführung recht günstig, aber auch die einteilige Ausführung
bietet herstellungstechnisch keine Probleme, indem man die für den angestrebten Erfolg
wichtige Innengeometrie durch entfernbare Kerne aus einem Kunststoffmaterial wie Styropor
o. dgl. vorgibt. Diese Kerne können je nach Bedarf aus dem Speiserinneren herausgelöst
werden oder werden bei der Fertigstellung des Speisers bzw. dem Abgießen mit Metall
pyrolysiert.
[0020] Der in den dargestellten Ausführungsbeispielen vorgesehene Brechkern 1 bzw. 1' braucht
keine die Außenkontur des Speisers stetig fortsetzende Seitenfläche 11 bzw. 11' zu
besitzen, obgleich das die bevorzugte Ausführung ist. Wenn keine optimal kleine Stellfläche
benötigt wird, aber dennoch die Vorteile der Erfindung ausgenutzt werden sollen, kann
der Brechkern auch eine zylindrisch oder steil-konisch (mit einem Konuswinkel größer
etwa 60°) verlaufende Seitenfläche aufweisen. Andererseits kann auf einen Brechkern
verzichtet werden, wenn - wie eingangs erwähnt - z.B. ein Federdorn zum Einsatz kommt
oder eine Brechkante direkt mit dem exothermen Material des Speiserhalses ausgeformt
werden kann.
[0021] Im übrigen muß der Speiser nicht den zeichnerisch dargestellten Kreisquerschnitt
besitzen, sondern kann auch jede andere Querschnittsform (mit entsprechender Form
des Durchlasses und der Stellfläche) annehmen, wie dies allgemein für Speiser bekannt
ist. Typisch sind z.B. länglich-ovale Querschnittsformen. Es kann auch, dies ist vor
allem für den unteren Speiseranteil von praktischer Bedeutung, eine kreisförmige Querschnittsform
in eine längliche kontinuierlich übergehen.
1. Speiser (3) zur Verwendung beim Gießen von Metallen In Gießformen, umfassend einen
hohlen Formkörper aus einem exothermen Material, der an seinem oberen Ende durch ein
waagerecht verlaufendes Wandungsteil geschlossen ist, wobei die Seitenwandung (9)
des Speisers von dem oberen Wandungsteil (5) ausgehend konvex nach außen gebogen verläuft
und am unteren Ende in ein auch als Speiserhals bezeichnetes Durchlaßteil (7) übergeht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandung mehrere in den Innenraum ragende Spanten (12) aufweist, welche
an ihren Enden in die obere Wandung bzw. das Durchlaßteil übergehen.
2. Speiser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Seitenwandung (9) von der Oberkante der oberen Wandung (5)
bis zur Unterkante des Durchlaßteils (7) des Speisers In der Längsschnittansicht im
wesentlichen tropfenförmig verläuft.
3. Speiser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur der Seitenwandung (9) zumindest im unteren Bereich des Speisers
In der Längsschnittansicht zwischen den Spanten (12) im wesentlichen eiförmig verläuft.
4. Speiser nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß innen in dem oberen Wandungsteil eine Zentriermulde (26) zur Aufnahme eines
Dornes angeordnet ist, die Innenfläche (14) der Spanten (12) einen größeren Abstand
von der Speiser-Mittelachse (M-M) besitzen als dem Radius des Dornes entspricht, und
daß die Innenflächen (14) der Spanten (12) im oberen Speiserbereich als schräge Führungsflächen
(24) zur Einführung des Dorns In die Zentriermulde ausgebildet sind.
5. Speiser nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Brechkern (1) am Durchlaßteil (7) befestigt ist, dessen Unterfläche die
Stellfläche (8) bildet.
6. Speiser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenfläche (11) des Brechkerns (1) die Außenkontur des Speisers stetig
fortsetzt.
7. Speiser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenfläche (11) des Brechkerns (1) einen Winkel zwischen 60° und 90° mit
der Ebene der Stellfläche (8) bildet.
8. Speiser nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterfläche des Durchlaßteils als Stellfläche ausgebildet und eine Brechkante
direkt mit dem exothermen Material des Durchlaßteils ausgeformt ist.
9. Speiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speiser (3) einteilig unter Verwendung eines verlorenen Kerns hergestellt
oder aus mehreren getrennt hergestellten Teilen zusammengesetzt ist.
10. Speiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speiser (3) einen kreisförmigen Querschnitt oder einen länglich-ovalen Querschnitt
oder einen kontinuierlich von einer Kreisform in eine länglich-ovale Form übergehenden
Querschnitt besitzt.
1. Feeder (3) for use in casting metal in casting moulds, comprising a hollow shaped
body which is made from an exothermic material and is closed off, at its top end,
by a horizontal wall part, the side wall (9) of the feeder curving convexly outwards,
starting from the top wall part (5) and, at the bottom end, merging into a passage
part (7), which is also known as the feeder neck, characterized in that the side wall
has a plurality of ribs (12) which project into the interior and, at their ends, merge
into the top wall and the passage part, respectively.
2. Feeder according to Claim 1, characterized in that the outer contour of the side wall
(9) runs essentially in the shape of a drop, when seen in longitudinal section, from
the top edge of the top wall (5) to the bottom edge of the passage part (7).
3. Feeder according to Claim 1 or 2, characterized in that the inner contour of the side
wall (9) runs essentially in the shape of an egg, when seen in longitudinal section,
between the ribs (12), at least in the lower area of the feeder.
4. Feeder according to one of Claims 1-3, characterized in that a centring hollow (26)
for accommodating a mandrel is arranged inside the top wall part, the inner surface
(14) of the ribs (12) are at a greater distance from the feeder centre axis (M-M)
than the distance corresponding to the radius of the mandrel, and in that the inner
surfaces (14) of the ribs (12) in the upper feeder area are designed as inclined guide
surfaces (24) for introducing the mandrel into the centring hollow.
5. Feeder according to one of Claims 1-4, characterized in that a breaker core (1) is
attached to the passage part (7), the bottom surface of which core forms the stand
surface (8).
6. Feeder according to Claim 5, characterized in that the side face (11) of the breaker
core (1) is a smooth continuation of the outer contour of the feeder.
7. Feeder according to Claim 5, characterized in that the side face (11) of the feeder
core (1) forms an angle of between 60° and 90° with the plane of the stand surface
(8).
8. Feeder according to one of Claims 1-4, characterized in that the bottom face of the
passage part is designed as a stand surface and a breaker edge is formed directly
with the exothermic material of the passage part.
9. Feeder according to one of the preceding claims, characterized in that the feeder
(3) is produced as a single part using a lost core or is assembled from a plurality
of separately produced parts.
10. Feeder according to one of the preceding claims, characterized in that the cross section
of the feeder (3) is circular or elongate-oval or merges continuously from a circular
shape into an elongate-oval shape.
1. Masselotte (3) s'utilisant lors du coulage de métaux dans des moules à fondre, comprenant
un corps moulé creux en un matériau exothermique, qui est fermé à son extrémité supérieure
par une partie de paroi allant dans le sens horizontal, la paroi latérale (9) de la
masselotte étant recourbée de manière convexe vers l'extérieur en partant de la partie
de paroi supérieure (5) et se poursuivant. à l'extrémité inférieure, dans une partie
de passage (7) également désignée de col de la masselotte, caractérisée en ce que la paroi latérale présente plusieurs membrures (12) faisant saillie dans l'espace
intérieur qui se poursuivent, à leurs extrémités, en paroi supérieure ou en partie
de passage.
2. Masselotte selon la revendication 1, caractérisée en ce que les contours extérieurs de la paroi latérale (9) sont, en vue en coupe longitudinale,
substantiellement en forme de goutte de l'arête supérieure de la paroi supérieure
(5) jusqu'à l'arête inférieure de la partie de passage (7) de la masselotte.
3. Masselotte selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les contours intérieurs de la paroi latérale (9) sont substantiellement en forme
d'oeuf au moins dans la zone inférieure de la masselotte en vue en coupe longitudinale
entre les membrures (12).
4. Masselotte selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'une cavité de centrage (26) est placée à l'intérieur dans la partie de paroi supérieure
pour le logement d'un mandrin, la face intérieure (14) des membrures (12) présente
un plus grand écart par rapport à l'axe central (M-M) de la masselotte que ce qui
correspond au rayon du mandrin et que les faces intérieures (14) des membrures (12)
sont configurées dans la zone supérieure de la masselotte comme surfaces de guidage
obliques (24) pour l'introduction du mandrin dans la cavité de centrage.
5. Masselotte selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu ' un noyau broyeur (1) est fixé sur la partie de passage (7) dont la face inférieure
forme la surface de calage (8).
6. Masselotte selon la revendication 5, caractérisée en ce que la face latérale (11) du noyau broyeur (1) poursuit en continu les contours extérieurs
de la masselotte.
7. Masselotte selon la revendication 5, caractérisée en ce que la face latérale (11) du noyau broyeur (1) forme un angle entre 60° et 90° avec
le plan de la surface de calage (8).
8. Masselotte selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la face inférieure de la partie de passage est configurée comme surface de calage
et une arête de rupture est moulée directement avec le matériau exothermique de la
partie de passage.
9. Masselotte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la masselotte (3) est fabriquée en une partie en utilisant un noyau perdu ou
est constituée par plusieurs parties fabriquées séparément.
10. Masselotte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la masselotte (3) possède une section circulaire ou une section ovale allongée
ou une section qui passe en continu d'une forme circulaire à une forme ovale allongée.

