| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 779 863 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.07.1998 Patentblatt 1998/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.08.1995 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B42D 15/10 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE9501/193 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9607/547 (14.03.1996 Gazette 1996/12) |
|
| (54) |
VISUELL IDENTIFIZIERBARES OPTISCHES ELEMENT
VISUALLY IDENTIFIABLE OPTICAL ELEMENT
ELEMENT OPTIQUE VISUELLEMENT IDENTIFIABLE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE ES FR GB IE IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
09.09.1994 DE 4432062
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.06.1997 Patentblatt 1997/26 |
| (73) |
Patentinhaber: |
|
- LEONHARD KURZ GMBH & CO.
90763 Fürth (DE)
- DEUTSCHE BUNDESBANK
60431 Frankfurt am Main (DE)
|
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- REINHART, Werner
D-90429 Nürnberg (DE)
- HERRMANN, Jürgen
D-64665 Alsbach 2 (DE)
- STANGE, Thomas
D-63486 Bruchköbel (DE)
|
| (74) |
Vertreter: LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH |
|
Postfach 3055 90014 Nürnberg 90014 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-90/02658 GB-A- 2 093 404
|
DE-A- 4 200 746
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein visuell identifizierbares, optisches Element, insbesondere
ein Sicherheitselement für Wertdokumente, z.B. Banknoten, Kreditkarten, Ausweise oder
Scheckdokumente, oder sonstige zu sichernde Gegenstände, umfassend einen Träger mit
einer insbesondere diffus reflektierenden Sichtfläche und eine bereichsweise auf die
Sichtfläche des Trägers aufgebrachte Metallisierung mit einer unter einem Glanzwinkel
metallisch glänzend erscheinenden Oberfläche.
[0002] Bei bekannten optischen Elementen erscheint die Metallisierung vor dem durch den
Träger gebildeten Hintergrund für die Metallisierung entweder hell oder dunkel. Ein
solches optisches Element ist beispielsweise in der WO 93/01057 beschrieben.
[0003] Die Verwendung eines Trägers mit einer Metallisierung als visuell identifizierbares
optisches Element für Sicherheits- oder Dekorationszwecke, beruht auf der physikalisch
erkärbaren Erscheinung, daß aus einer bestimmten Richtung auf eine glatte Metalloberfläche
auftreffendes Licht in Form von reflektiertem Licht in einer bestimmten Betrachtungsrichtung
von einem Betrachter wahrgenommen werden kann. Fällt das Licht hingegen nicht aus
einer einzigen bestimmten Richtung ein, sondern handelt es sich beispielsweise um
diffus einfallendes Tageslicht oder um Licht aus einer diffusen Lichtquelle, so ergibt
sich in Abhängigkeit von der Orientierung des metallisierten Bereichs zum Einfallswinkelbereich
des Lichtes ein Betrachtungswinkelbereich, im folgenden als Glanzwinkelbereich bezeichnet,
von dem aus ein Betrachter die Metallisierung als hochglänzend und metallisch hell
wahrnimmt, da ein großer Teil des innerhalb des Einfallswinkelbereichs auf die Metallisierung
gelangenden Lichts in diesen Glanzwinkelbereich reflektiert wird. Die vom Betrachtungswinkel
abhängige Reflektivität ist somit in diesem vom Einfallswinkelbereich des Lichtes
bestimmten Glanzwinkelbereich besonders groß, d.h. ein großer Teil der auf die Flächeneinheit
der Metallisierung gelangenden Strahlungsleistung wird in diesen Glanzwinkelbereich
reflektiert. Für Betrachtungsrichtungen außerhalb des Glanzwinkelbereiches erscheint
einem Betrachter die Metallisierung hingegen nicht glänzend, sondern sie vermittelt
einen metallisch grauen und matten Farbeindruck. In Abhängigkeit von der Lichtreflektivität
des Trägers erscheint dieser matte Farbeindruck gegenüber dem Hintergrund entweder
hell oder dunkel.
[0004] Unter Metallisierung wird im folgenden eine beliebig aufgebaute, insbesondere sehr
dünne Schicht mit einer metallisch glänzenden Oberfläche verstanden.
[0005] Unter Verwendung visuell identifizierbarer, optischer Elemente oder Sicherheitselemente
wird versucht, auch dem ungeübten Laien Echtheitsinformationen des gesicherten Gegenstandes
sichtbar zu machen und gleichzeitig eine Fälschung, z.B. in Form einer Vervielfältigung,
unter Berücksichtigung bekannter Fälschungsverfahren, insbesondere optischer Vervielfältigungsverfahren,
unmöglich zu machen oder zumindest hinreichend zu erschweren. Derartige optische Elemente
werden aber auch zu Dekorationszwecken eingesetzt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein optisches Element der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, das einfach und auf wirtschaftliche Weise herstellbar
ist und mit dem ein zu sichernder Gegenstand noch wirksamer gegen Fälschung geschützt
werden kann als dies mit bekannten Sicherheitselementen möglich ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem optischen Element wie es eingangs beschrieben wurde
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Sichtfläche des Trägers zwei Trägerbereiche
unterschiedlich hoher, insbesondere diffuser Reflektivität für Licht aufweist, wobei
jeweils ein Teilbereich oder mehrere Teilbereiche jeder der Trägerbereiche metallisiert
ist bzw. sind, und daß die Reflektivität der Metallisierung in Betrachtungsrichtungen
außerhalb eines Glanzwinkelbereiches geringer ist als die Reflektivität des Trägerbereiches
mit der höheren Reflektivität oder dieser im wesentlichen entspricht und größer ist
als die Reflektivität des Trägerbereiches mit der geringeren Reflektivität oder dieser
im wesentlichen entspricht.
[0008] Dadurch daß der Träger in zumindest einen Bereich höherer Lichtreflektivität und
einen Bereich geringerer Lichtreflektivität aufgeteilt ist und die Reflektivitäten
dieser Trägerbereiche und der Metallisierung den vorstehend beschriebenen Beziehungen
genügen, ist die mittels des optischen Elementes einem Betrachter vermittelbare, visuell
wahrnehmbare Information in Abhängigkeit des Betrachtungswinkels vielfältiger; so
erscheint in einer bestimmten Betrachtungsrichtung außerhalb des Glanzwinkelbereichs
ein metallisierter Teilbereich vor dem von dem Trägerbereich mit höherer Reflektivität
gebildeten Hintergrund dunkel, während ein anderer metallisierter Teilbereich vor
dem von dem Trägerbereich mit geringerer Reflektivität gebildeten Hintergrund hell
erscheint, sofern die Reflektivität der Metallisierung im ersten Fall kleiner und
im zweiten Fall größer ist als die Reflektivität des jeweils betrachteten Trägerbereiches.-
Wenn die Reflektivität der Metallisierung in einer Betrachtungsrichtung außerhalb
des Glanzwinkelbereiches im wesentlichen der Reflektivität des dunklen Trägerbereiches
entspricht, d.h. wenn mit dem bloßen Auge kein Unterschied im Reflektionsvermögen
festgestellt werden kann, so ist der metallisierte Teilbereich dieses Trägerbereiches
bei Betrachtung außerhalb des Glanzwinkelbereiches vor dem Hintergrund nicht oder
kaum wahrnehmbar. Wird das Sicherheitselement hingegen in dem durch den Einfallswinkelbereich
des Lichtes bestimmten Glanzwinkelbereich der Metallisierung betrachtet, erscheint
die Metallisierung gegenüber beiden Trägerbereichen metallisch glänzend hell. Entsprechendes
gilt, wenn die Reflektivität der Metallisierung in einer Betrachtungsrichtung außerhalb
des Glanzwinkelbereiches betrachtet im wesentlichen der diffusen Reflektivität des
hellen Trägerbereiches entspricht.- Dabei ist die Herstellung des erfindungsgemäßen
optischen Elementes gegenüber der Herstellung bekannter Elemente nur in nicht erwähnenswerter
Weise erschwert. So kann z.B. eine Hälfte des Trägers weiß erscheinend ausgebildet
sein, insbesondere mit einer Sichtfläche aus diffus reflektierendem weißem Papier,
während die andere Hälfte des Trägers schwarz gefärbt sein kann mit einer demnach
zu vernachlässigenden Reflektivität.
[0009] Der Abschnitt der Metallisierung, welcher auf den schwarzen Bereich des Trägers aufgebracht
ist, also auf den Bereich geringerer Reflektivität, erscheint vor diesem dunklen Hintergrund
in einem matten, metallischen hellgrauen Farbton. Der Abschnitt der Metallisierung,
welcher auf den weißen Trägerbereich, also den Trägerbereich höherer Reflektivität,
aufgebracht ist, erscheint vor diesem hellen Hintergrund hingegen in einem matten,
metallischen dunkelgrauen Farbton und hebt sich von dem hellen Hintergrund dunkel
erscheinend ab. Wenn nun das optische Element bezüglich der Richtung des darauf auftreffenden
Lichtes so orientiert wird, daß ein Betrachter das Element bzw.den metallisierten
Bereich in dem eingangs erwähnten Glanzwinkelbereich vor Augen hat, so erscheint der
Abschnitt der Metallisierung, der den weißen Bereich des Trägers teilweise bedeckt,
nicht mehr dunkel sondern brillant glänzend und gleißendhell. Auch der auf den schwarzen
Bereich des Trägers aufgebrachte Abschnitt der Metallisierung erscheint metallisch
glänzend hell, wenn er in einer Betrachtungsrichtung innerhalb des Glanzwinkelbereichs
betrachtet wird. Auch hier ändert sich die visuell wahrnehmbare Information, wenn
die Orientierung des Elements bzw. die Betrachtungsrichtung verändert wird.
[0010] Zwar kann durch Verwendung eines Trägers mit einem weißen und
einem schwarzen Bereich das erfindungsgemäße optische Element auf besonders einfache
und wirtschaftliche Weise hergestellt werden, es kann sich jedoch auch als vorteilhaft
erweisen, insbesondere ästhetischen Gesichtspunkten eher gerecht werden, wenn die
wenigstens zwei Bereiche auf der Sichtfläche des Trägers in anderer Weise ausgestaltet
sind. Innerhalb der Grenzen der durch die Erfindung vermittelten Lehre sind hier breite
Variationsmöglichkeiten gegeben. Beispielsweise kann der Bereich höherer Lichtreflektivität
einen hellen Farbton aufweisen, und der Bereich geringerer Reflektivität einen dunklen
Farbton. Es ist lediglich darauf zu achten, daß die vorstehend gegebenen Beziehungen
der Reflektivitäten der jeweiligen Umgebungsbereiche des Trägers bzw. der Metallisierung
eingehalten sind. Insbesondere dann, wenn die Sichtfläche des Trägerbereiches geringerer
Reflektivität in einem dunkelgrauen Farbton erscheinen soll, ist es möglich, das optische
Element so auszubilden, daß die Reflektivität der Metallisierung der diffusen Reflektivität
des dunkelgrauen Hintergrundes im wesentlichen entspricht, so daß sich für Betrachtungsrichtungen,
die außerhalb des Glanzwinkelbereiches liegen, die Metallisierung von dem dunkelgrauen
Hintergrund nicht abhebt, sondern nur bei Betrachtung innerhalb des Glanzwinkelbereiches
für einen Betrachter sichtbar wird.
[0011] Es versteht sich, daß die bereichsweise Metallisierung der jeweiligen Trägerbereiche
beliebige Form aufweisen kann, also auch in Form von Zeichen oder Symbolen auf den
Träger aufgebracht sein kann.
[0012] Die bereichsweise Metallisierung der Trägerbereiche kann im einfachsten Fall durch
einen einzigen zusammenhängenden Abschnitt einer Metallschicht beliebiger geometrischer
Form verwirklicht sein, welche die Grenze zwischen hellem und dunklem Trägerbereich
überdeckend auf diesen aufgebracht ist. Es ist aber auch möglich, daß mehrere Teilbereiche,
insbesondere eine Vielzahl von Teilbereichen, der beiden Trägerbereiche metallisiert
sind; so kann die Metallisierung ein visuell wahrnehmbares Muster bildend auf den
Träger aufgebracht sein. Das Muster kann dabei in Form von regelmäßig angeordneten
Teilbereichen beliebiger geometrischer Form den Träger überdecken, wobei zwischen
den metallisierten Teilbereichen stets der Hintergrund sichtbar bleibt. Es kann sich
dabei als besonders vorteilhaft erweisen, daß die Metallisierung in Form eines visuell
wahrnehmbares Halbtonbild erzeugenden Punkt- oder Linienrasters auf den Träger aufgebracht
ist.
[0013] Um die Anzahl der mittels des optischen Elementes übertragbaren Informationen weiter
zu erhöhen und somit Informationen über einen gesicherten Gegenstand wirksamer zu
übermitteln und gleichzeitig ein Fälschen des optischen Elementes bzw. des gesicherten
Gegenstandes zu erschweren, erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Träger mehrere
Bereiche gleicher Reflektivität aufweist. Dies kann sehr einfach verwirklicht werden,
indem z.B. ein quadratischer Träger oder Trägerabschnitt durch eine gedachte Vertikale
und eine Horizontale in vier quadratische Abschnitte geteilt wird, von denen jeweils
die auf einer Diagonale liegenden Abschnitte identisch ausgebildet sind und den Trägerbereich
höherer oder geringerer Reflektivität bilden. Es versteht sich auch, daß sonstige
denkbare Aufteilungen des Trägers in Bereiche höherer und geringerer Lichtreflektivität
von der erfindungsgemäßen Lehre erfaßt sind.
[0014] Erfindungsgemäße optische Elemente können auch mehr als zwei Trägerbereiche oder
Gruppen von Trägerbereichen unterschiedlicher Reflektivität umfassen. Die Beziehungen
für die Reflektivitäten der einzelnen Bereiche und der zugeordneten Metallisierungen
sind dann entsprechend anzuwenden.
[0015] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des optischen Elementes ist zumindest
einer der Trägerbereiche mit seinerseits in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel variierender,
unterschiedlich hoher Reflektivität ausgebildet. D.h. bei Veränderung der Betrachtungsrichtung,
etwa durch Verschwenken des Trägers um eine in seiner Ebene liegende Achse, stellt
sich nicht nur eine Änderung der Reflektivität der Metallisierung, etwa durch Übergang
in den Glanzwinkelbereich oder durch Verlassen des Glanzwinkelbereiches, ein, sondern
es ändert sich auch die Reflektivität des die Metallisierung umgebenden Trägerbereiches.
Die Sichtfläche des Trägerbereiches kann hierfür mit einer optisch wirksamen Dünnfilmbeschichtung
überzogen sein, die für bestimmte Betrachtungsrichtungen beispielsweise einen weißen
und für andere Betrachtungsrichtungen beispielsweise einen grün erscheinenden Farbeindruck
vermittelt. Es ist aber auch denkbar, die Sichtfläche des Trägerbereiches durch eine
geeignete Beschichtung derart auszubilden, daß für Betrachtungsrichtungen außerhalb
des Glanzwinkelbereiches die Beschichtung transparent erscheint und somit die Reflektivität
des Sichtbereiches des Trägers von dem darunter befindlichen Trägerbereich bestimmt
wird, während in einem anderen Betrachtungswinkelbereich, insbesondere im Glanzwinkelbereich,
die Beschichtung einen farbigen, z.B. violetten Hintergrund für die Metallisierung
bildet.
[0016] In weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, anstelle von zwei räumlich
voneinander getrennten Trägerbereichen unterschiedlich hoher Reflektivität einen Trägerbereich
mit in Abhängigkeit vom Beleuchtungs- bzw. Betrachtungswinkel variierender, unterschiedlich
hoher Reflektivität vorzusehen und so auszubilden, daß Betrachtungsrichtungen außerhalb
des Glanzwinkelbereiches der Metallisierung existieren, in denen die Reflektivität
der Metallisierung geringer ist als die Reflektivität des Trägerbereichs oder dieser
im wesentlichen entspricht, und daß andere Betrachtungsrichtungen existieren, in denen
die Reflektivität der Metallisierung größer ist als die Reflektivität des Trägerbereichs
oder dieser im wesentlichen entspricht.
[0017] Der zu Anfang durch Ausbildung zweier Trägerbereiche unterschiedlich hoher Reflektivität
herbeigeführte Effekt, daß eine Metallisierung einmal hell und einmal dunkel erscheint,
je nachdem vor welchem Hintergrund sie betrachtet wird, kann bei einem wie vorstehend
beschrieben ausgebildeten optischen Element durch Verändern des Betrachtungswinkels
herbeigeführt werden. So ist es möglich, den Träger so auszubilden, daß in einer Betrachtungsrichtung
außerhalb des Glanzwinkelbereichs die Metallisierung gegenüber dem von der Sichtfläche
des Trägers gebildeten Hintergrund dunkel erscheint und daß in einer anderen Betrachtungsrichtung
die Metallisierung vor dem Trägerhintergrund hell erscheint, insbesondere der Träger
in einer anderen Farbe erscheint als in der zuerst genannten Betrachtungsrichtung.
Es ist auch denkbar, das optische Element so auszubilden, daß eine Änderung der Reflektivität
bzw. der Farbe des Trägers bei Eintritt in den Glanzwinkelbereich der Metallisierung
oder bei Austritt aus dem Glanzwinkelbereich beobachtbar ist.
[0018] Derartige Effekte können in weiter Variationsbreite durch verschiedenste optisch
wirksame Dünnfilmbeschichtungen der Sichtfläche des Trägers erreicht werden. Ein optisches
Element kann also so ausgebildet werden, daß nicht nur ein Übergang von einem Zustand
mit gegenüber dem Hintergrund dunkel erscheinender Metallisierung in einen Zustand
mit gegenüber dem Hintergrund hell erscheinender Metallisierung erreicht werden kann,
sondern daß dabei gleichzeitig eine Änderung des vom Träger ausgehenden Farbeindrucks,
etwa von weiß nach violett, herbeigeführt wird.
[0019] Es sind auch Beschichtungen des Trägerbereichs denkbar, die in Betrachtungsrichtungen
außerhalb des Glanzwinkelbereichs der Metallisierung transparent erscheinen und somit
die Reflektivität des Trägers sowie den hell/dunkel bzw. dunkel/hell Kontrast der
Metallisierung vor dem Träger nicht oder kaum beeinflussen, die aber in Betrachtungsrichtungen
innerhalb des Glanzwinkelbereichs einen farbigen, optisch wahrnehmbaren Hintergrund
für die Metallisierung bilden.
[0020] Die optische Wirksamkeit der Trägerbeschichtung kann auf an sich bekannten physikalischen
Effekten, wie Auslöschung oder Überlagerung von Lichtwellen, beruhen oder auf der
chemischen Zusammensetzung der hierfür verwendeten Substanzen.
[0021] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des optischen Elementes sind in die
Metallisierung eine Beugung und/oder Interferenz bewirkende Strukturen integriert.
Durch Einbeziehung solcher auch als Diffraktionsstrukturen zu bezeichnender Strukturen
in die metallisch glänzenden Flächenbereiche können zusätzlich Spektralfarbeffekte
in von der Struktur und den Frequenzen des einfallenden Lichtes bestimmten Beugungswinkeln
insbesondere auch außerhalb des eigentlichen Glanzwinkelbereichs beobachtet werden.
Ein derart ausgebildetes optisches Element vermittelt zusätzliche Informationen und
ist somit im Hinblick auf seine Fälschbarkeit noch sicherer.
[0022] In noch weitergehender Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, das optische
Element so auszubilden, daß die Metallisierung eine metallisch glänzende reliefartige
Struktur aus im wesentlichen parallel zueinander erstreckten Erhebungen umfaßt und
daß die Täler zwischen den Erhebungen eine einen metallisch matten Bildeindruck vermittelnde
Oberflächenstruktur aufweisen. Bei Betrachtung eines derart ausgebildeten optischen
Elementes in einer Richtung im wesentlichen senkrecht zu den linear erstreckten Erhebungen
ist die Metallisierung innerhalb ihres Glanzwinkelbereiches als metallisch glänzend
hell wahrnehmbar. In einer Betrachtungsrichtung im wesentlichen parallel zu den linear
erstreckten Erhebungen hingegen wirkt sich die in den Tälern zwischen den Erhebungen
vorgesehene Oberflächenstruktur in Form eines matt erscheinenden Bildeindrucks aus.
Bei Betrachtung der Metallisierung innerhalb des Glanzwinkelbereiches ist es somit
möglich, durch Drehen des optischen Elementes um eine senkrecht zur Trägerebene verlaufende
Achse von einem metallisch glänzend erscheinenden Bildeindruck zu einem metallisch
matt erscheinenden Bildeindruck oder umgekehrt zu wechseln.
[0023] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Wertdokumententräger, insbesondere in Form
eines Abschnittes einer Flachmaterialbahn z.B. aus Papier oder Kunststoff, der im
Hinblick auf seine Fälschungssicherheit dadurch verbessert wurde, daß er ein erfindungsgemäßes
Sicherheitselement aufweist. Bei bevorzugten Wertdokumententrägern ist der Träger
des Sicherheitselementes von dem Wertdokumententräger selbst gebildet.
[0024] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der beigefügten
Zeichnung sowie aus der nachfolgenden Beschreibung vorteilhafter Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen optischen Elementes. Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine Prinzipskizze eines bekannten optischen Elementes;
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen optischen Elementes;
- Figur 3:
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
optischen Elementes;
- Figur 4:
- eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
optischen Elementes mit einer Metallisierung in Musterform;
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
optischen Elementes mit einer Metallisierung in Form von Punkt und Linienrastern;
- Figur 6:
- eine schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
optischen Elementes mit mehreren Trägerbereichen gleicher Reflektivität;
- Figur 7:
- eine schematische Darstellung einer sechsten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
optischen Elementes mit einem Trägerbereich variierender Reflektivität und mit einer
Strukturen aufweisenden Metallisierung, und
- Figur 8:
- eine schematische Darstellung eines Wertdokumententrägers mit einem erfindungsgemäßen
optischen Sicherheitselement.
[0025] Figur 1 zeigt ein grundsätzlich bekanntes und insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnetes
optisches Element, das als Sicherheitselement Verwendung findet. Dieses optische Element
1 umfaßt einen flächenhaften Träger 2 mit einem Teilbereich 4, auf den eine im einzelnen
nicht dargestellte Metallisierung 6 aufgebracht ist, die aus einer homogenen Metallschicht
oder durch metallische Rasterpunkte, die ein Halbtonbild erzeugen, gebildet sein kann.
Der Träger 2 weist z.B. eine optisch helle, diffus reflektierende Sichtfläche 8 auf,
die einem Betrachter V zugewandt ist und den Hintergrund für die Metallisierung 6
bildet, aber auch ihrerseits Informationen umfassen kann, etwa in Form von Wasserzeichen,
dünnen Schraffuren etc.. Wenn Licht innerhalb eines Einfallswinkelbereiches gamma
von einer insbesondere diffusen Lichtquelle oder in Form von diffusem durch ein Fenster
einfallendem Tageslicht auf das Element 1 bzw. auf die Metallisierung 6 fällt, kann
innerhalb eines Glanzwinkelbereiches alpha ein großer Teil des einfallenden Lichtes
in Form von reflektiertem Licht wahrgenommen werden. Die Metallisierung erscheint
dann hochglänzend und hebt sich von der zwar optisch hellen aber diffus reflektierenden
Sichtfläche 8 des Trägers 2 metallisch glänzend und hell erscheinend ab. In Betrachtungsrichtungen
außerhalb des Glanzwinkelbereiches alpha vermittelt die Metallisierung 6 hingegen
einen matten, metallischen dunkelgrauen Farbton, der sich vor dem optisch hellen Hintergrund
des Trägers 2 dunkel abhebt.
[0026] Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen optischen Elementes.
Diese umfaßt einen Träger 10, dessen Sichtfläche 12 in einen Bereich 14 mit hoher
diffuser Lichtreflektivität (sigmaT,>) und in einen Bereich 16 mit geringer diffuser
Lichtreflektivität (sigmaT,<) aufgeteilt ist. Der Bereich 14 vermittelt einen weißen
Farbeindruck, reflektiert also die Frequenzen des sichtbaren Spektrums gleichermaßen,
während der Bereich 16 das sichtbare Licht absorbiert und daher schwarz erscheint.
Die Bereiche 14, 16 können auch ihrerseits Informationen umfassen. Mit dem Bezugszeichen
18 ist ein Teilbereich des Trägers 10 angedeutet, auf den eine Metallisierung 20 in
nicht näher dargestellter Weise aufgebracht ist. Die Metallisierung 20 bzw. der Teilbereich
18 liegt dabei zur Hälfte in dem hellen Bereich 14 und zur anderen Hälfte in dem dunklen
Bereich 16. Die Metallisierung 20 hat eine Reflektivität sigmaM, die in einer Betrachtungsrichtung
außerhalb ihres im Zusammenhang mit der Figur 1 erläuterten Glanzwinkelbereiches kleiner
ist als die Reflektivität sigmaT,> des Bereiches 14 mit hoher Reflektivität aber höher
ist als die Reflektivität sigmaT,< des Bereiches 16 mit geringer Reflektivität. Wird
der Teilbereich 18 aus einer Richtung betrachtet, die unter Berücksichtigung des einfallenden
Lichtes außerhalb des Glanzwinkelbereiches liegt, so erscheint die Metallisierung
20 vor dem hellen Hintergrund des Bereiches 14 dunkel, während der Abschnitt der Metallisierung
20, der auf den dunklen Trägerbereich 16 aufgebracht ist, hell erscheint. Es können
also mittels ein und derselben Metallisierung voneinander verschiedene optische Informationen
an einen Betrachter vermittelt werden. In Betrachtungsrichtungen innerhalb des Glanzwinkelbereiches
erscheint die Metallisierung gegenüber beiden Trägerbereichen 14,16 hell, da die Reflektivität
einer glatten metallischen Oberfläche innerhalb ihres Glanzwinkelbereiches größer
ist als die Reflektivität des diffus reflektierenden Trägers.
[0027] Figur 3 zeigt eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen optischen Elementes,
das sich von der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform dadurch unterscheidet, daß anstelle
einer zusammenhängenden, beide Trägerbereiche unterschiedlicher Reflektivität bereichsweise
bedeckenden Metallisierung 20 zwei metallisierte Teilbereiche 24, 26 auf einem Träger
28 vorgesehen sind, wobei der Teilbereich 24 innnerhalb eines hellen Trägerbereichs
30 und der Teilbereich 26 innerhalb eines dunklen Trägerbereichs 32 liegt. Mit diesem
optischen Element können mittels der gleichen Metallisierung zwei verschiedene, von
räumlich separierten Bereichen des Trägers ausgehende visuell wahrnehmbare Informationen
übermittelt werden. Die Teilbereiche 24,26 können auch die Form verschiedener Symbole
aufweisen.
[0028] Figur 4 zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen optischen
Elementes. Die Metallisierung ist in dem dargestellten Fall in Form eines die Sichtfläche
34 eines Trägers 36 überdeckenden regelmäßigen Musters auf diesen aufgebracht. Das
Muster ist durch metallisierte quadratische Teilbereiche 38, die sich nach Art eines
Schachbrettmusters an den Ecken berühren, ausgebildet. Die metallisierten Teilbereiche
38 erscheinen in Betrachtungsrichtungen außerhalb des Glanzwinkelbereiches vor dem
hellen Hintergrund eines Trägerbereiches 40 mit hoher Reflektivität dunkel. Ein Trägerbereich
42 mit geringer Lichtreflektivität weist in dem dargestellten Fall eine Sichtfläche
in einem solchen Grauton auf, daß sich die diesen Trägerbereich 42 überdeckenden metallisierten
Teilbereiche 38 in einer Betrachtungsrichtung außerhalb des Glanzwinkelbereiches alpha
von dem grauen Hintergrund nicht abheben und daher von einem Betrachter nicht wahrgenommen
werden können (dies ist hier jedoch nicht dargestellt). In diesem Fall entspricht
die Reflektivität der Metallisierung sigmaM im wesentlichen der Reflektivität sigmaT,<
des Trägerbereiches 42. Der Trägerbereich 42 erscheint daher über seine ganze Erstreckung
grau. Das in der Figur 4 dargestellte Muster kann auf dem Trägerbereich 42 nur wahrgenommen
werden, wenn der Trägerbereich 42 in einer Richtung innerhalb des Glanzwinkelbereiches
betrachtet wird. Ein solches Sicherheitselement kann auch von einem ungeübten Laien
sicher gehandhabt und verstanden werden.
[0029] Wie aus der Figur 5 ersichtlich ist, kann die Metallisierung auch durch verschiedene
Formen von Punkt- oder Linienrastern gebildet sein, die ein Halbtonbild 52 erzeugen.
Die Rasterpunkte 50 sind in dem dargestellten Fall auf einen Trägerbereich 54 mit
hoher Lichtreflektivität aufgebracht. Auf einen Trägerbereich 56 mit geringer Lichtreflektivität
ist eine Metallisierung in Form eines Linienrasters von im wesentlichen parallel zueinander
verlaufenden Streifen 58 aufgebracht. Durch Variation der Breite der Linien oder Streifen
58 über ihre Längserstreckung wird ein visuell wahrnehmbares Halbtonbild erzeugt.
[0030] Figur 6 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen optischen
Elementes, bei der ein Träger 60 in mehrere Bereiche 62 bzw. 64 gleicher Reflektivität
aufgeteilt ist. Die Bereiche mit dem Bezugszeichen 62 haben eine geringere Reflektivität
und erscheinen daher dunkel, während die Bereiche 64 eine hohe Reflektivität haben
und infolgedessen hell erscheinen. In den in der Figur 6 oben angeordneten Bereichen
62 und 64 ist eine Metallisierung 66 bzw. 68 in Form von zu Zahlen kombinierenden
metallischen Rasterpunkten vorgesehen. In den in der Figur 6 unten angeordneten Trägerbereichen
62 bzw. 64 ist eine Metallisierung jeweils in Form eines Buchstabens auf den Träger
60 aufgebracht. Bei Betrachtung außerhalb des Glanzwinkelbereiches erscheint der Buchstabe
"D" vor dem dunklen Hintergrund des Trägerbereiches 62 hell, während der Buchstabe
"M" vor dem hellen Hintergrund des Trägerbereiches 64 dunkel erscheint.
[0031] Die in den Figuren 2 bis 6 dargestellten optischen Elemente bzw. die Sichtflächen
der Trägerbereiche 14,16,30,32,40 42 können mittels einer optisch wirksamen Dünnfilmbeschichtung
derart ausgebildet sein, daß sich ihre Reflektivität in Abhängigkeit vom Beleuchtungs-
bzw. Betrachtungswinkel verändert. Es ist z.B. möglich, daß der Trägerbereich 64 des
in Figur 6 dargestellten Trägers 60 in einer bestimmten Betrachtungsrichtung weiß
erscheint, in einer anderen Betrachtungsrichtung hingegen einen farbigen Hintergrund
für die gerasterte Metallisierung 68 bildet.
[0032] Wenn vor Aufbringen der rasterförmigen Metallisierung auf den zu metallisierenden,
die Form der Zahl "10" aufweisenden Teilbereich des Trägerbereiches 64 dieser Teilbereich
optisch verdunkelt, insbesondere geschwärzt, wird, so ist es möglich, die Rasterung
so vorzusehen, daß im Glanzwinkelbereich die Reflektivität der rasterförmigen Metallisierung
68 der Reflektivität des Trägerbereiches 64 im wesentlichen entspricht, so daß im
Glanzwinkelbereich das durch die gerasterte Metallisierung dargestellte Symbol nicht
oder kaum wahrnehmbar ist.
[0033] Es ist weiter denkbar, in die metallisierten Teilbereiche der in den Figuren 2 bis
6 dargestellten optischen Elemente beugungsoptisch wirksame Diffraktionsstrukturen
zu integrieren. Es sind dann in den Beugungswinkeln, insbesondere außerhalb des eigentlichen
Glanzwinkelbereiches definierte Spektralfarbeffekte beobachtbar, die als zusätzliche
Echtheitsinformation ein Fälschen des zu sichernden Gegenstandes erschweren.
[0034] Fig. 7 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen optischen
Elementes, bei der ein die gesamte Sichtfläche 70 eines Trägers 72 bildender Trägerbereich
74 durch eine geeignete optisch wirksame Dünnfilmbeschichtung, insbes. ein Effektpigment,
so ausgebildet ist, daß er in Abhängigkeit vom Beleuchtungs- bzw. Betrachtungswinkel
eine variierende Reflektivität aufweist; so vermittelt der Trägerbereich 74 bei Betrachtung
in einer ersten Betrachtungsrichtung einen ersten Farbeindruck und bei Betrachtung
in einer zweiten Betrachtungsrichtung einen andersfarbigen Farbeindruck. Ein Teilbereich
76 des Trägerbereiches 74 trägt eine Metallisierung 78, die in einem Betrachtungswinkelbereich
außerhalb ihres Glanzwinkelbereiches alpha gegenüber dem Trägerbereich 74 dunkel erscheint,
in einer anderen Betrachtungsrichtung, insbes. innerhalb ihres Glanzwinkelbereiches,
hingegen hell. Die Oberfläche der Metallisierung 78 umfaßt reliefartige, im wesentlichen
parallel zueinander erstreckte und metallisch glänzende Erhebungen 80, wobei Täler
82 zwischen den Erhebungen 80 eine einen metallisch matten Bildeindruck vermittelnde
Oberflächenstruktur 84 aufweisen. Bei Betrachtung des optischen Elementes in einer
Richtung innerhalb des Glanzwinkelbereiches alpha und im wesentlichen senkrecht zu
den linear erstreckten Erhebungen erscheint die Metallisierung 78 metallisch glänzend
hell. In einer Betrachtungsrichtung im wesentlichen parallel zu den Erhebungen 80
wird die in den Tälern 82 vorgesehene Oberflächenstruktur 84 sichtbar und somit optisch
wirksam, so daß einem Betrachter ein matter, metallisch grauer Bildeindruck vermittelt
wird.
[0035] Figur 8 zeigt einen Wertdokumententräger 90 mit einem Sicherheitselement 92. Der
Wertdokumententräger 90 umfaßt eine Flachmaterialbahn aus Kunststoff, wie sie insbesondere
zur Herstellung von Scheckkarten oder dergleichen Verwendung findet, und weist auf
seiner Sichtfläche 94 einen hell erscheinenden Bereich 96 und einen dunkel erscheinenden
Bereich 98 auf, die von einer Metallisierung in Form von schachbrettartig angeordneten
metallisierten Teilbereichen 100 bedeckt sind. Die Funktionsweise dieses erfindungsgemäß
ausgebildeten Wertdokumententrägers 90 entspricht der Funktionweise der im Zusammenhang
mit den voranstehenden Figuren erläuterten optischen Elemente.
1. Visuell identifizierbares, optisches Element, insbesondere ein Sicherheitselement
für Wertdokumente, z.B. Banknoten, Kreditkarten, Ausweise oder Scheckdokumente, oder
sonstige zu sichernde Gegenstände, umfassend einen Träger mit einer insbesondere diffus
reflektierenden Sichtfläche und eine bereichsweise auf die Sichtfläche des Trägers
aufgebrachte Metallisierung mit einer unter einem Glanzwinkel metallisch glänzend
erscheinenden Oberfläche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sichtfläche (12,34) des Trägers (10,28,36) zwei Trägerbereiche (14,16;30,32;40,42)
unterschiedlich hoher, insbesondere diffuser Reflektivität für Licht aufweist, wobei
jeweils ein Teilbereich (18,24,26) oder mehrere Teilbereiche (38) jedes der zwei Trägerbereiche
(14, 16; 30, 32; 40, 42) metallisiert ist bzw. sind, und daß die Reflektivität (σM) der Metallisierung in Betrachtungsrichtungen außerhalb eines Glanzwinkelbereiches
(α) geringer ist als die Reflektivität des Trägerbereiches (14,30,40,54,64) mit der
höheren Reflektivität (σT>) oder dieser im wesentlichen entspricht und größer ist als die Reflektivität des
Trägerbereiches (16,32,42,56) mit der geringeren Reflektivität (σT<) oder dieser im wesentlichen entspricht.
2. Optisches Element nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallisierung in Form eines ein visuell wahrnehmbares Halbtonbild (52) erzeugenden
Punkt- oder Linienrasters (50) auf den Träger aufgebracht ist.
3. Optisches Element nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallisierung ein visuell wahrnehmbares Muster, ein Zeichen, ein Symbol oder
eine Figur bildend auf den Träger aufgebracht ist.
4. Optisches Element nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallisierung in Form von regelmäßig angeordneten, rautenförmigen Teilbereichen
(38) den Träger (36) überdeckt.
5. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (60) mehrere Bereiche (62,64) gleicher Reflektivität aufweist.
6. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger mehr als zwei Bereiche unterschiedlich hoher Reflektivität aufweist.
7. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die bereichsweise Metallisierung der Trägerbereiche unterschiedlich hoher
Reflektivität Metalle unterschiedlicher Reflektivität verwendet sind.
8. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einer der Trägerbereiche (14, 16; 30, 32; 40, 42) mit in Abhängigkeit
vom Betrachtungswinkel variierender Reflektivität ausgebildet ist.
9. Visuell identifizierbares, optisches Element, insbesondere ein Sicherheitselement
für Wertdokumente, z.B. Banknoten, Kreditkarten, Ausweise oder Scheckdokumente, oder
sonstige zu sichernde Gegenstände, umfassend einen Träger mit einer insbesondere diffus
reflektierenden Sichtfläche und eine bereichsweise auf die Sichtfläche des Trägers
aufgebrachte Metallisierung mit einer unter einem Glanzwinkel metallisch glänzend
erscheinenden Oberfläche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sichtfläche (70) des Trägers (72) einen Trägerbereich (74) mit in Abhängigkeit
vom Beleuchtungs- bzw. Betrachtungswinkel variierender Reflektivität aufweist, und
daß der Träger so ausgebildet ist, daß Betrachtungsrichtungen außerhalb eines Glanzwinkelbereiches
(α) existieren, in denen die Reflektivität (σM) der Metallisierung (78) geringer ist als die Reflektivität (σT) des Trägerbereiches (74) oder dieser im wesentlichen entspricht, und daß andere
Betrachtungsrichtungen existieren, in denen die Reflektivität (σM) der Metallisierung (78) größer ist als die Reflektivität (σT) des Trägerbereiches (74) oder dieser im wesentlichen entspricht.
10. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerbereich (74) eine optisch wirksame Dünnfilmbeschichtung aufweist.
11. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Metallisierung (78) eine Beugung und/oder Interferenz bewirkende Strukturen
integriert sind.
12. Optisches Element nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallisierung (78) eine reliefartige, im wesentlichen parallel zueinander
erstreckte, metallisch glänzende Erhebungen (80) umfaßt und daß die Täler (82) zwischen
den Erhebungen eine einen metallisch matten Bildeindruck vermittelnde Oberflächenstruktur
(84) aufweisen.
13. Wertdokumententräger, insbesondere in Form einer Flachmaterialbahn aus Papier oder
Kunststoff,
gekennzeichnet durch
ein optisches Sicherheitselement (92) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
11.
14. Wertdokumententräger nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger des Sicherheitselementes (92) von dem Wertdokumententräger (90) selbst
gebildet ist.
1. Visually identifiable optical element, in particular a security element for security
documents, e.g. banknotes, credit cards, identity cards or cheque documents, or other
articles to be safeguarded, comprising a substrate having a visible face that in in
particular diffusely reflective and a metallization that is applied to parts of the
visible face of the substrate and has a surface that appears to be metallically glossy
at a gloss angle, characterized in that the visible face (12, 34) of the substrate
(10, 28, 36) has two substrate areas (14, 16; 30, 32; 40, 42) with different levels
of reflectivity, in particular diffuse reflectivity, for light, in each case one subarea
(18, 24, 26) or more than one subarea (38) of each of the two substrate areas (14,
16; 30, 32; 40, 42) being metallized, and in that the reflectivity (σM) of the metallization, in viewing directions outside the gloss angle range (α), is
lower than the reflectivity of the substrate area (14, 30, 40, 54, 64) having the
higher reflectivity (σT>) or essentially corresponds to this reflectivity and is higher than the reflectivity
of the substrate area (16, 32, 42 56) having the lower reflectivity (σT<) or essentially corresponds to this reflectivity.
2. Optical element according to Claim 1, characterized in that the metallization is applied
to the substrate in the form of a point grid or line grid (50) that produces a visually
perceptible half-tone image (52).
3. Optical element according to Claim 1 or 2, characterized in that the metallization
is applied to the substrate so as to form a visually perceptible pattern, a character,
a symbol or a figure.
4. Optical element according to Claim 3, characterized in that the metallization covers
the substrate (36) in the form of regularly arranged rhomboidal subareas (38).
5. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that the substrate (60) has a plurality of regions (62, 64) of equal reflectivity.
6. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that the substrate has more than two areas with different levels of reflectivity.
7. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that metals with different levels of reflectivity are used for the metallization of
parts of the substrate areas.
8. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that at least one of the substrate areas (14, 16; 30, 32; 40, 42) in designed with
a reflectivity that varies as a function of the viewing angle.
9. Visually identifiable optical element, in partcular a security element for security
documents, e.g. banknotes, credit cards, identity cards or cheque documents, or other
articles to be safeguarded, comprising a substrate having a visible face that is in
particular diffusely reflective and a metallization that is applied to parts of the
visible face of the substrate and has a surface that appears to be metallically glossy
at a gloss angle, characterized in that the visible face (70) of the substrate (72)
has a substrate area (74) with a reflectivity that varies as a function of the illumination
or viewing angle, and in that the substrate is designed such that there exist viewing
directions outside a gloss angle range (α) in which the reflectivity (σM) of the metallization (78) is lower than the reflectivity (σT) of the substrate area (74) or essentially corresponds to this reflectivity and that
there exist other viewing directions in which the reflectivity (σM) of the metallization (78) is higher than the reflectivity (σT) of the substrate area (74) or essentially corresponds to this reflectivity.
10. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that the substrate area (74) has a optically active thin-film coating.
11. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that the metallization (78) has structures effecting diffraction and/or interference
integrated into it.
12. Optical element according to one or more of the preceding claims, characterized in
that the metallization (78) comprises elevations (80) that are like a relief, metallically
glossy and extended essentially parallel to one another, and in that the valleys (82)
between the elevations have a surface structure (84) that conveys an impression of
a metallically matt image.
13. Security document substrate, in particular in the form of a flat material web of paper
or plastic, characterized by an optical security element (92) according to one or
more of Claims 1 to 11.
14. Security document substrate according to Claim 13, characterized in that the substrate
of the security element (92) is formed by the security document substrate (90) itself.
1. Elément optique, visuellement identifiable, en particulier un élément de sécurité
pour des documents de valeur, par exemple des billets de banque, des cartes de crédit,
des pièces d'identité ou des chèques, ou d'autres objets à mettre en sécurité, comprenant
un support avec une surface visible réfléchissante en particulier de façon diffuse
et une métallisation appliquée par endroits sur la surface visible du support avec
une surface à l'aspect brillant métallique vue sous un angle de brillance, caractérisé
en ce que la surface visible (12, 34) du support (10, 28, 36) présente deux zones
supports (14, 16 ; 30, 32 ; 40, 42) avec un pouvoir de réflexion différent, en particulier
diffuse, pour la lumière, une zone partielle (18, 24, 26) ou plusieurs zones partielles
(38), chacune des deux zones supports (14, 16 ; 30, 32 ; 40, 42) étant métallisée(s),
et en ce que le pouvoir de réflexion (σM) de la métallisation dans les directions d'observation à l'extérieur d'une zone d'angle
de brillance (α) est plus faible que le pouvoir de réflexion de la zone support (14,
30, 40, 54, 64) avec le pouvoir de réflexion plus élevé (σT>) ou correspond sensiblement à celui-ci et est supérieur au pouvoir de réflexion
de la zone support (16, 32, 42, 56) avec le pouvoir de réflexion plus faible (σT<) ou correspond sensiblement à celui-ci.
2. Elément optique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la métallisation est
appliquée sur le support sous la forme d'un réseau de points ou de lignes (50) générant
une image en demi-teinte (52) visuellement perceptible
3. Elément optique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la métallisation
est appliquée sur le support en formant un modèle visuellement perceptible, un caractère,
un symbole ou une figure.
4. Elément optique selon la revendication 3, caractérisé en ce que la métallisation recouvre
le support (36) sous la forme de zones partielles (38) régulièrement disposées et
en forme de losanges.
5. Elément optique selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le support (60) présente plusieurs zones (62, 64) avec un pouvoir de réflexion
identique.
6. Elément optique selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le support présente plus de deux zones avec un pouvoir de réflexion différent.
7. Elément optique selon une ou plusieurs revendications, caractérisé en ce qu'on utilise
des métaux avec un pouvoir de réflexion différent pour la métallisation par endroits
des zones supports avec un pouvoir de réflexion différente.
8. Elément optique selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'au moins l'une des zones supports (14, 16 ; 30, 32 ; 40, 42) est conçue avec
un pouvoir de réflexion variant en fonction de l'angle d'observation.
9. Elément optique, visuellement identifiable, en particulier un élément de sécurité
pour des documents de valeur, par exemple billets, cartes de crédit, pièces d'identité
ou chèques, ou d'autres objets à mettre en sécurité, comprenant un support avec une
surface visible avec réflexion en particulier diffuse et une métallisation appliquée
par endroits sur la surface visible du support avec une surface à l'aspect brillant
métallique vue sous un angle de brillance, caractérisé en ce que la surface visible
(70) du support (72) présente une zone support (74) avec un pouvoir de réflexion variant
en fonction de l'angle d'éclairage et de l'angle d'observation, et en ce que le support
est conçu de façon qu'il existe des directions d'observation en dehors d'une zone
d'angle de brillance (α), dans lesquelles le pouvoir de réflexion (σM) de la métallisation (78) est plus faible que le pouvoir de réflexion (σT) de la zone support (74) ou correspond sensiblement à celui-ci, et qu'il existe d'autres
directions d'observation, dans lesquelles le pouvoir de réflexion (σM) de la métallisation (78) est supérieur au pouvoir de réflexion (σT) de la zone support (74) ou correspond sensiblement à celui-ci.
10. Elément optique selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la zone support (74) présente une enduction à couche mince efficace au plan
optique.
11. Elément optique selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que des structures intégrant une diffraction et/ou une interférence sont intégrées
dans la métallisation (78).
12. Elément optique selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la métallisation (78) comprend des éminences (80) en relief, sensiblement
parallèles et d'un brillant métallique, et que les creux (82) entre les éminences
présentent une structure de surface (84) donnant un aspect d'image mat métallique.
13. Support pour documents de valeur, en particulier sous la forme d'une bande de matériau
plat en papier ou plastique, caractérisé par un élément de sécurité (92) optique selon
une ou plusieurs des revendications 1 à 11.
14. Support de documents de valeur selon la revendication 13, caractérisé en ce que le
support de l'élément de sécurité (92) est formé par le support pour documents de valeur
(90) même.

