[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren (entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches
1) sowie einen Kühler (gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 6) zum Kühlen von feinkörniges
Material enthaltendem heißen Material.
[0002] Bei der Zementherstellung werden Rohmaterialien üblicherweise in Drehrohröfen gebrannt,
um Zementklinker herzustellen. So beschreibt beispielsweise die US-A-5,437,721 ein
Verfahren zur Herstellung von Zementklinker aus feinkörnigen Zementrohmaterialien.
[0003] Bei der Herstellung von Zementklinker sind Brennofentemperaturen von wenigstens 1400°C
üblich. Die Temperatur des Klinkers beim Verlassen des Brennofens beträgt normalerweise
etwa 1350°C. Wenn der Klinker den Brennofen verläßt, muß er schnell abgekühlt werden.
Sehr häufig gelangt der heiße Klinker aus dem Brennofen auf einen so ausgestalteten
Rost, daß er die Zufuhr von Kühlluft zum Klinker erleichtert. Während sich der Klinker
auf dem Kühlereinlaßrost befindet, wird er Kühlluft ausgesetzt. Danach gelangt er
üblicherweise auf eine Fördereinrichtung, die ihn zu einer Mühle bzw. einer Mahlanlage
transportiert.
[0004] Es wurde bereits eine Vielzahl von verschiedenen Kühlrosten zum Kühlen von Zementklinker
entwickelt. So zeigt beispielsweise die US-A-2,434,845 eine Klinkerkühlkammer mit
einer abgestuften Rostvorrichtung, auf die der heiße Klinker nach Verlassen des Brennofens
gelangt. Während sich der Klinker aufgrund der Schwerkraft entlang dem Rost nach unten
bewegt, wird Kühlluft durch Öffnungen durch die abgestufte Oberfläche in die Klinkeranhäufung
eingeblasen.
[0005] Eine ähnliche Kühlvorrichtung ist in der US-A-4,732,561 offenbart, wonach vom Brennofen
kommendes heißes Material, wie etwa Klinker, sich aufgrund der Schwerkraft über eine
stufenartige Reihe von luftdurchlässigen Tragelementen bewegt. Kühlluft wird dem Material
durch die Tragelemente hindurch zugeführt und kann in pulsierenden Stößen an einzelne
Tragelemente oder an Gruppen von Tragelementen geleitet werden.
[0006] Aus der EP-A-0 442 129 sind ferner ein Verfahren und ein Rostkühler zum Kühlen von
heißem Gut mittels eines die Rostfläche und die darauf liegende Kühlgutschicht von
unten nach oben ständig durchsetzenden Kühlluftstromes bekannt. Hierbei wird von der
Erkenntnis ausgegangen, daß beim Betrieb eines Rostkühlers beachtet werden muß, daß
nicht nur das zugeführte heiße Gut ausreichend gekühlt werden soll, sondern daß es
darüber hinaus auch darauf ankommt, dem heißen Gut schnell möglichst viel Wärme zu
entziehen, die über die dadurch aufgeheizte Kühlluft dem vorgeschalteten Brennaggregat
wieder zugeführt wird. Dementsprechend sollte diese bekannte Ausführung so ausgebildet
werden, daß ein verbesserter Rekuperationsgrad erreicht und damit auch die Kühlgutaustrittstemperatur
entsprechend abgesenkt wird. Zu diesem Zweck wird in dieser europäischen Patentanmeldung
vorgeschlagen, daß Schichtbereiche, die eine höhere Temperatur als die umgebenden
Schichtzonen aufweisen, durch impulsweise zugeführte Kühlluftstöße zusätzlich gekühlt
und umgeschichtet werden. Um dies zu erreichen, kann die Temperatur der Schichtoberfläche
abgetastet und dementsprechend die Zuführung der Kühlluftstöße in Abhängigkeit von
den durch die Abtastung gewonnenen Temperaturmeßwerten gesteuert werden. Bei dieser
bekannten Ausführung sollen somit gezielt Schichtbereiche der Kühlgutschicht, die
eine höhere Temperatur als die umgebenden Schichtzonen aufweisen, durch impulsweise
zugeführte Kühlluftstöße zusätzlich gekühlt und umgeschichtet werden. Diese impulsweise
zugeführten Kühlluftstöße überlagern sich somit mit dem üblichen Kühluftstrom, der
die Schicht quer zu ihrer Bewegungsrichtung ständig durchsetzt. Es soll somit durch
die im impulsweise zugeführten Kühlluftstöße zum einen eine zusätzliche Kühlung besonders
heißer Bereiche der Kühlgutschicht und damit eine sehr erwünschte Vergleichmäßigung
des Temperaturprofiles quer zur Bewegungsrichtung der Schicht erfolgen. Zum andern
soll dadurch ein Umschichten der in diesen Bereichen befindlichen Gutpartikel erreicht
werden, um separiertes grobes und feines Gut wieder miteinander zu vermischen. Diese
Kühlluftstöße werden dabei über Düsen den gleichen Einströmöffnungen zugeführt, durch
die auch die normale Kühlluft zu den Rostplatten zugeführt wird.
[0007] Der vom Brennofen kommende Klinker ist üblicherweise kugelförmig und besitzt einen
Durchmesser von etwa 2,5 bis 7,5 cm. Außer Klinker gelangt auch feinkörniges Material
vom Brennofen in den Klinkerkühler. Dieses feinkörnige Material kann im Klinkerkühler
zu einer Reihe von unerwünschten Wirkungen führen. So kann des sich beispielsweise
im Kühler an den Oberflächen von aneinandergrenzenden Klinkerstücken festsetzen und
ein Zusammenkleben des Klinkers bewirken - ein Vorgang, der als Agglomeration bzw.
Zusammenbacken bezeichnet wird. Außerdem werden gelegentlich große Stücke der Verkleidung
aus dem Brennofen abgenworfen, die von dessen Innenseiten losgebrochen sind. Diese
großen Stücke stören die wirksame Wärmeübertragung innerhalb des Kühlers und unterbrechen
den Klinkerfluß durch den Kühler.
[0008] In der US-A-4,870,913 wird versucht, ein Zusammenbacken im Klinkerkühler durch das
Vorsehen eines Rostkühlers mit abgestuften Rostplatten zu verhindern, wobei die Vorderseiten
der Rostplatten düsenförmige Kühlluftöffnungen aufweisen, die so ausgerichtet sind,
daß ein Zusammenbacken zwischen den Rostplatten verhindert wird. Weil die den Düsenöffnungen
zugeführte Luft aus dem Kühlluftzufuhrsystem stammt, zielt dieses US-Patent darauf,
ein Zusammenbacken von Klinker in örtlich begrenzten Bereichen zu verhindern. Der
Luftfluß ist dabei zu gering, um ein Durchrütteln oder eine Erschütterung des Klinkers
selbst zu bewirken, und er reicht auch nicht dazu aus, feinkörniges Material zu entfernen,
das sich bereits am Klinker festgesetzt hat.
[0009] Ein größeres Problem als das des Zusammenbackens des Klinkers ist die Bildung von
sogenannten Schneemännern im Klinkerkühler. Schneemänner bilden sich, wenn feinkörniges
Material aus dem Brennofen nach unten auf die Oberfläche von auf der oberen Schicht
des Klinkerbettes befindlichen großen Stücken der Brennofenverkleidung im Kühler fällt.
Manchmal bilden sich Schneemänner auch auf der Oberfläche des Klinkers, und dies insbesondere
dann, wenn der Klinker zusammenbackt. Während sich eine Schicht des feinkörnigen Materials
nach der anderen auf einem Stück der Brennofenverkleidung festsetzt, "wächst" der
Schneemann stalagmitenartig nach oben. Die Stücke der Brennofenverkleidung dienen
dabei geradezu als eine Art Ausgangspunkt für die Bildung von Schneemännern. Werden
diese Schneemänner nicht bemerkt, so können sie so weit anwachsen, daß sie schließlich
die Abgabeöffnung des Brennofens erreichen und dadurch die Abgabe der Klinkers vom
Brennofen verhindern.
[0010] Es wurden bisher einige Versuche unternommen, die Bildung von Schneemännern zu verhindern.
So ist beispielsweise in der US-A-5,330,350 ein Kühler mit hin- und herbeweglichem
Rost beschrieben, der einen hydraulischen Mechanismus zum Hin- und Herbewegen des
Einlaßrostes aufweist. Aus der US-A-4,732,561 ist es darüber hinaus bekannt, eine
rotierende Stoß- und Schiebestange vorzusehen, die mechanisch angetrieben wird, um
alle Ablagerungen oder Verkrustungen auf dem Klinker aufzubrechen.
[0011] Man hat festgestellt, daß diese und andere bekannte Verfahren und Vorrichtungen zum
Entfernen von Stücken der Brennofenverkleidung vom Kühlereinlaß bzw. zur Verhinderung
der Bildung von Schneemännern keine gänzlich zufriedenstellenden Ergebnisse liefern.
Dies liegt teilweise daran, daß derartige Vorrichtungen grundsätzlich insofern einen
Nachteil aufweisen, als bei ihnen in jedem Fall bewegliche Teile vorhanden sind. Aufgrund
des Gewichts des Klinkers und der von ihm verursachten Reibwirkung, unterliegen derartige
bewegliche Teile, insbesondere bei den hohen Temperaturen, die in einem Kühler normalerweise
vorherrschen, einem hohen Verschleiß und sind sehr anfällig für Bruch. Außerdem kann
das Vorhandensein aus dem Brennofen stammenden, feinkörnigen Materials im Kühlerbereich
dazu führen, daß bewegliche Teile in ihrer Bewegung gehemmt werden oder sich gänzlich
festklemmen. Da die großen Stücke der Brennofenverkleidung außerdem dazu neigen, auf
der Oberfläche des Klinkerbettes zu wandern bzw. von dieser mittransportiert werden,
sind sich hin- und herbewegende Kratzelemente oder Schiebestangen, die gänzlich unterhalb
der Oberfläche des Klinkerbettes wirken, nicht in der Lage, diese Stücke vom Kühlereinlaß
zu entfernen.
[0012] Es wurde auch vorgeschlagen, aus Öffnungen in den Kühlerwänden oder in feuerfesten
Wänden innerhalb des Kühlers pulsierende Luftstöße mit Hochdruck auf den Klinker zu
blasen. Dies hat sich teilweise als wirksam erwiesen, wenn es darum geht, die Spitzen
der Schneemänner in der direkten Nähe der Luftöffnungen abzutrennen. Die unteren Bereiche
der Schneemänner verbleiben jedoch auf dem Klinkerbett und dienen als Ausgangspunkte
zur Ausbildung neuer Schneemänner. Da die Luftöffnungen außerdem üblicherweise an
den äußeren Rändern des Kühlers vorgesehen sind, hat die pulsierende Luft keine Auswirkungen
auf Schneemänner oder andere Ansammlungen, die sich näher an der Mitte des Kühlers
befinden. Außerdem ist es bei einer derartigen Vorrichtung nur dann möglich, die pulsierenden
Luftstöße in die Richtung des Klinkerflußes auszurichten, wenn sie durch Öffnungen
in der Endwand am hinteren Ende des Kühlers eingeblasen werden. Dadurch ist es bei
derartigen Vorrichtungen nur in begrenztem Umfang möglich, große Stücke der Brennofenverkleidung
in nennenswerter Entfernung von der Endwand zu bewegen. Diese Anordnung weist außerdem
den Nachteil auf, daß die Lage der Luftöffnungen endgültig festgelegt ist, sobald
diese in den Kühlerwänden vorgesehen wurden. Da die Höhe des Klinkerbettes variiert,
können die Öffnungen aufgrund ihrer Lage unwirksam sein.
[0013] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 sowie einen Kühler entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 6
in der Weise zu verbessern, daß die Bildung von Schneemännern verhindert wird, indem
Stücke der Brennofenverkleidung vom Kühlereinlaß entfernt werden, wobei ferner Schneemänner
entfernt werden können, sobald sich diese gebildet haben, und wobei auf bewegliche
Teile verzichtet werden kann und die Unterschiede in der Höhe des Klinkerbettes keinen
Einfluß dabei haben.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche
1 und 6 gelöst.
[0015] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren enthält folgende Arbeits- bzw. Verfahrensschritte:
a) Überwachung des Materiales innerhalb des Kühlers auf etwaige Anhäufungen feinen
Materiales und Schneemannausbildungen sowie
b) gezieltes stoßweises Einblasen von Reinigungsluft aus einem Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystem
in etwa horizontaler Richtung in wenigstens eine etwaige Anhäufungen und Schneemannausbildungen
enthaltende Rostzone zur Beseitigung solcher Anhäufungen und Schneemannausbildungen.
[0017] Nach dieser Erfindung wird bevorzugt heißer Klinker dem Kühlereinlaßrost zugeführt
und Kühlluft mit niedrigem Druck in den Klinker eingeblasen, wobei dann Reinigungsluftstöße
mit hohem Druck über einen bestimmten Zeitraum vom Kühlereinlaßrost her in das Klinkerbett
eingeblasen werden, und zwar etwa horizontal in Richtung des Klinkerflußes, um den
Klinker durchzurütteln und zu erschüttern, wodurch alle beginnenden Anhäufungen oder
Agglomerationen aufgelöst und alle großen Stücke von Brennofenverkleidung vom Kühlereinlaß
wegtransportiert werden. Dabei wird ein Überwachen des Klinkermateriales innerhalb
des Kühlers und ein gezieltes Einsetzen der Reinigungsluft in ausgewählten Bereichen
bzw. Zonen des Kühlereinlaßrostes mit bestimmten Stoßintensitäten vorgesehen.
[0018] Der erfindungsgemäße Kühler zeichnet sich dadurch aus, daß im Kühler ein Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystem
zum gezielten stoßweisen Zuführen von Reinigungsluft durch Reinigungsluftöffnungen
in etwa horizontaler Richtung in wenigstens eine Rostzone vorhanden ist und daß Mittel
zum Überwachen und zur Erfassung der Lage etwaiger Anhäufungen feinkörnigen Materiales
und Schneemannausbildungen in der Weise vorgesehen sind, daß bei Feststellung solcher
Materialanhäufungen und Schneemannausbildungen die Hochdruck-Reinigungsluft zur Beseitigung
dieser Materialanhäufungen und Schneemannausbildungen gezielt und stufenweise in wenigstens
eine entsprechende Rostzone einblasbar ist.
[0019] Hierdurch wird nicht nur das Zusammenbacken, sondern auch die Bildung von Schneemännern
während des Abkühlens des Zementklinkers verhindert.
[0020] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel enthält der erfindungsgemäße Kühler einen
Kühlereinlaßrost mit einer abgestuften Oberfläche, auf der der Klinker zu liegen kommt,
ein Niedrigdruck-Kühlluftzufuhrsystem für die Zufuhr von Kühlluft zum Klinker und
zusätzlich ein gesondertes Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystem, zum Einblasen kurzer
Stöße von Hochdruck-Reinigungsluft mit bestimmter Intensität in die Klinkeransammlung.
[0021] Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung wird somit darin gesehen, daß ein
Anwachsen von Schneemännern verhindert und große Stücke der Brennofenverkleidung vom
Kühlereinlaß bzw. Kühlereinlaßrost während des Kühlens von Zementklinker entfernt
werden, wobei bewegliche Teile im Klinker und in dessen Nähe nicht mehr oder nur noch
in sehr begrenztem Umfang benötigt werden.
[0022] Des weiteren ermöglichen Verfahren und Vorrichtung gemäß der Erfindung eine einfache
und wirtschaftliche Herstellung, Montage und Reparatur.
[0023] Weitere Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert.
[0024] In der Zeichnung zeigen
- Fig.1
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Klinkerkühlers gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
- Fig.2
- eine Aufsicht auf den Kühlereinlaßrost und die Reinigungsluft-Z-uführbereiche des
Klinkerkühlers gemäß Fig.1,
- Fig.3
- eine perspektivische Detailansicht des Kühlereinlaßrostes des Klinkerkühlers gemäß
Fig.1,
- Fig.4
- eine perspektivische Detailansicht für die Reinigungsluftzufuhr zu einem Bereich des
Kühlereinlaßrostes gemäß Fig.3 und den Reinigungsluftabfluß aus diesem Bereich und
- Fig.5
- eine detaillierte Querschnittansicht einer Rostplatte gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, die einen Teil des Kühlereinlaßrostes bilden kann.
[0025] In den verschiedenen Zeichnungsfiguren wurden für die gleichen Bauteile dieselben
Bezugszeichen verwendet. In Fig.1 ist ein Klinkerkühler 20 gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der Klinkerkühler 20 ist unterhalb
des Brennofenauslasses 10 angeordnet. Am Kühlereinlaßbereich 16 wird ihm von einem
nicht dargestellten Brennofen kommender heißer Klinker 12 und feinkörniges Material
14 aufgegeben. Der in den Klinkerkühler 20 eingefüllte Klinker 12 und das feinkörnige
Material 14 kommen auf einem Kühlereinlaßrost 22 zu liegen. Der Kühlereinlaßrost 22
ist in Richtung des Pfeiles 19 von seinem oberen Ende 17 zu seinem unteren Ende 18
nach unten geneigt. Die Neigung des Kühlereinlaßrost 22 zur Horizontalen beträgt vorzugsweise
zwischen 10 und 20°; beidem am meisten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Kühlereinlaßrost
22 um 14° zur Horizontalen geneigt.
[0026] Der Klinker 12 sammelt sich auf dem Kühlereinlaßrost 22 zu einem nicht dargestellten
Klinkerbett. Die direkt über dem Kühlereinlaßrost 22 befindliche Klinkerschicht verbleibt
üblicherweise an Ort und Stelle und bildet damit für den Kühlerrost eine Schutzschicht
gegen die durch den vom Brennofenauslaß 10 kommenden Klinker 12 verursachte Reibung
und Wärme. Diese Schicht wird üblicherweise als statisches Klinkerbett bezeichnet.
[0027] Die Fig.3 bis 5 zeigen jeweils immer detailliertere Darstellungen des Kühlereinlaßrostes
22. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfaßt der Kühlereinlaßrost 22 eine
Vielzahl von Reihen abnehmbarer Rostplatten 24. Die Rostplatten 24 einer jeden Reihe
liegen entweder direkt aneinander an oder sind miteinander verbunden. Rostplatten
benachbarter Reihen können, wie in Fig.5 genauer dargestellt, ebenfalls miteinander
verbunden sein. Diese Rostplattenanordnung ist vorzugsweise eine Abwandlung ähnlich
der Ausgestaltung gemäß US-A-5,322,434. Für den Durchschnittsfachmann ist jedoch klar,
daß die vorliegende Erfindung auch bei vielen anderen bekannten Kühlerrostausführungen
Anwendung finden kann.
[0028] Die Rostplatten 24 tragen den Klinker, während sich dieser ansammelt, wobei sich
der Klinker üblicherweise in einem Winkel von etwa 30 bis 35° anhäuft. Der über dem
statischen Klinkerbett angesammelte Klinker bewegt sich normalerweise in Richtung
des Pfeiles 19 entlang des Kühlereinlaßrostes 22 nach unten. Die Rostplatten 24 werden
von Rostplattenträgern 26 gehalten, die stufenartig nebeneinander angeordnet sind.
Abhängig von der Art der jeweiligen Vorrichtung werden die Rostplattenträger 26 ihrerseits
je nach Bedarf von einem Tragrahmen 50 und der daran anliegenden Struktur 52 getragen.
[0029] In den Fig.4 und 5 sind die voneinander getrennten Kühlund Reinigungsluftzuführsysteme
des Klinkerkühlers 20 genauer dargestellt. Eine Rostplatte 24 weist einen senkrechten
Rostplattenabschnitt 40 und einen Rostplattengrundbereich 41 auf, wodurch ein in etwa
L-förmiges Element entsteht. Die Rostplatte 24 ist vorzugsweise ein Gußstück und sollte
eine ausreichende allgemeine Festigkeit sowie Verschleißfestigkeit aufweisen, um den
Klinker tragen zu können, ohne daß die Bewegung des Klinkers über den Kühlereinlaßrost
zu einem übermäßigen Verbiegen und Verschleiß führt. Die Tatsache, daß die Rostplatten
24 abnehmbar sind, erleichtert ein Auswechseln und Reparieren des Kühlereinlaßrostes
22. Der senkrechte Rostplattenabschnitt 40 ist durch einen oberen Rand 42 begrenzt,
der so an einen unteren Rand 44 des benachbarten Rostplattengrundbereichs 41 anliegen
kann, daß sich beide überlappen bzw. daß sie ineinandergreifen. Der Rostplattengrundbereich
41 weist wenigstens eine Rostplatten-Kühlluftöffnung 34 auf, durch die Kühlluft strömen
kann. Wie in der US-A-5,322,434 näher erläutert ist, ist die Rostplatte 24 so ausgestaltet,
daß sie eine Lüftungsabdeckung 36 über der Rostplatten-Kühlluftöffnung 34 aufweist.
Dadurch entsteht ein ringförmiger Kühlluftspalt 38 zwischen der oberen Fläche des
Rostplattengrundbereiches 41 und der unteren Fläche der Lüftungsabdeckung 36.
[0030] Kühlluft 28 strömt mit niedrigem Druck aus einer nicht dargestellten Quelle in die
Kühlluftleitung 30. Als "niedriger Druck" wird bei der vorliegenden Erfindung ein
Druck von unter etwa 13,79 kPa bezeichnet. Die Kühlluftleitung 30 weist wenigstens
eine Kühlluftleitungsöffnung 32 auf, durch die Luft strömen kann. Die Kühlluftleitungsöffnung
32 ist so ausgerichtet, daß sie mit der Rostplatten-Kühlluftöffnung 34 fluchtet, wenn
die Rostplatte auf dem Rostplattenträger 26 aufliegt. Auf diese Weise wird zur Kühlung
des Klinkers Kühlluft 28 aus der Kühlluftleitung 30 durch die Kühlluftleitungsöffnung
32 und die anliegende Rostplatten-Kühlluftöffnung 34 und weiter durch den ringförmigen
Kühlluftspalt 38 und um die Belüftungsabdekkung 36 geleitet. Um den Klinker bis zum
Verlassen des Kühlers ausreichend abzukühlen, wird die Kühlluft vorzugweise mit einem
Druck zwischen etwa 7,6 und 12,4 kPa, einer Geschwindigkeit zwischen etwa 18,3 und
39,6 m/s und einer Fließrate zwischen etwa 0,028 und 0,06 m
3/s pro Plattenöffnung zugeführt, wobei diese Werte normalerweise vom Volumen und der
Art des zu kühlenden Klinkers sowie von der Temperatur abhängen, mit der der Klinker
den Brennofen verläßt.
[0031] Als Rostplattenträger 26 finden vorzugsweise hohle Träger mit quadratischem oder
rechteckigem Querschnitt Verwendung (siehe Fig.4). Wie sich der Zeichnung entnehmen
läßt, können die Rostplattenträger 26 gleichzeitig als Kühlluftleitung 30 dienen.
Stattdessen können aber auch gesonderte Bauelemente eingesetzt werden, wobei die Kühlluftleitung
30 dann aus Rohren besteht, die innerhalb eines Tragrahmens liegen, welcher als Rostplattenträger
26 dient. Die Rostplattenträger 26 werden stufenartig angeordnet und vom Stützrahmen
50 getragen. Jeder stufenartige Rostplattenträger umfaßt weiterhin eine Auflageläche
56 an seinem oberen Ende sowie eine Setzstufe 58, die die senkrechte Außenseite des
stufenartigen Rostplattenträgers 26 bildet. Wenn die Rostplatte 24 montiert ist, liegt
ihr senkrechter Rostplattenabschnitt 40 eng an die Setzstufe 58 und der Rostplattengrundbereich
41 eng an die Auflagefläche 56 an.
[0032] Um ein Ansammeln feinkörnigen Materials zu verhindern, etwa vorhandene Stücke der
Brennofenverkleidung vom Kühlereinlaß zu entfernen und sich möglicherweise bildende
Schneemänner zu beseitigen, besitzt der erfindungsgemäße Klinkerkühler weiterhin ein
Hochdruck-Reinigungsluftsystem, das im folgenden genauer beschrieben wird. Bei der
vorliegenden Erfindung wird als "Hochdruck" ein Druck von über 345 kPa bezeichnet.
Wie sich Fig.2 entnehmen läßt, führt wenigstens eine Druckluftkanone 60 dem Klinkerkühler-Reinigungsluftsystem
Reinigungsluft zu. Die Druckluftkanonen 60 liefern dabei kurze Stöße (mit einer Dauer
von vorzugsweise etwa 0,5 bis 1,2 sec., beim besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
von etwa 0,7 sec.) von Hochgeschwindigkeits-Druckluft an das Reinigungsluftsystem.
Die von den erfindungsgemäßen Druckluftkanonen 60 gelieferten Reinigungsluftstöße
werden kurzfristig ein- und ausgeschaltet, was es ermöglicht, Erschütterungen und
ein Durchrütteln des Klinkers auszulösen, während bei herkömmlichen Kühlern "pulsierende"
Kühlluft zugeführt wird, wobei der Druck der zum Klinker geleiteten Kühluft variiert
werden kann, aber Erschütterungen bzw. ein Durchrütteln des Klinkers nicht möglich
ist. Ein Beispiel einer geeigneten Druckluftkanone ist die Martin BB4-24-48.
[0033] Reinigungsluft von den Druckluftkanonen 60 wird durch Reinigungsluft-Zuführleitungen
62 zugeführt. In den Reinigungsluft-Zuführleitungen 62 können Reinigungsluftzufuhrventile
64 vorgesehen sein. Druckluftkanonen 60 werden vorzugweise über pneumatische oder
elektrische Steuereinrichtungen fernbedient, beispielsweise über das Druckluftkanonen-Fernbedingungskontrollelement
66.
[0034] Wie sich am besten aus den Fig.3 bis 5 ersehen läßt, fließt die Reinigungsluft von
den Druckluftkanonen 60 durch eine Reinigungsluft-Zuführleitung 68 in die Reinigungsluftkammer
70. Die Reinigungsluftkammer 70 wird vorzugsweise durch Befestigung eines Winkeleisens
72 von bestimmter Länge an der Innenfläche der Setzstufe 58 des Rostplattenträgers
26 gebildet (siehe Fig.5). Die Winkeleisen-Reinigungsluftkammer wird vorzugsweise
durch eine durchgehende Schweißnaht - und damit luftdicht - am Rostplattentragelement
befestigt. In Abständen sind durch die Setzstufe 58 führende Reinigungsluftkammermündungen
74 vorgesehen, durch die die Reinigungsluft abfließen kann.
[0035] Im senkrechten Rostplattenabschnitt 40 der Rostplatten 24 sind Reinigungsluftöffnungen
76 vorgesehen, die beispielsweise schlitzförmig ausgebildet sind und die mit den Reinigungsluftkammermündungen
74 fluchten, so daß die Reinigungsluft von der Reinigungsluftkammer 70 in Richtung
des Pfeiles 78 in die Klinkeransammlung strömen kann. Indem die Reinigungsluftöffnungen
76 so angeordnet sind, daß die Reinigungsluft im wesentlichen in horizontaler Richtung
strömt, wirkt der Reinigungsluftstoß fast gänzlich auf die Klinkeranhäufung ein, wodurch
jegliche Schneemann-Ansammlung wirkungsvoller entfernt werden kann. Außerdem trägt
eine horizontale Ausrichtung der Reinigungsluftöffnungen 76 dazu bei, daß sich das
statische Klinkerbett entlang des Kühlereinlaßrostes bewegt. Die Reinigungsluftöffnungen
76 sind vorzugsweise etwa 7,5 cm breit und 1,25 cm hoch und es sind jeweils zwei Reinigungsluftöffnungen
an jeder der Rostplatten 24 vorgesehen, bei denen Reinigungsluft zugeführt wird.
[0036] Das oben beschriebene Reinigungsluftzuführsystem sollte es ermöglichen, in kurzen
Stößen Reinigungsluft mit einem hohen Druck von zwischen wenigstens etwa 345 und 690
kPa, einer Geschwindigkeit von zwischen wenigstens 100 und 200 m/sec und einer Fließrate
von zwischen wenigstens etwa 1,13 und 1,7 m
3/sec zuzuführen. Wie dem Fachmann bekannt ist, ist im Handel eine Vielzahl unterschiedlicher
Druckluftkanonen erhältlich, die es ermöglichen, in geeigneter Weise Reinigungsluft
entsprechend diesen Parametern zuzuführen. Um Luftstöße zu erzeugen, die diese Kriterien
erfüllen, ist es notwendig, eine von der Kühlluftzufuhr unabhängige Reinigungsluftzufuhr
sowie ein unabhängiges Reinigungsluftverteilungssystem bereitzustellen, das bei einem
Druck funktionsfähig ist, welcher etwa 10 bis 50 mal so hoch ist wie der im Kühlluftsystem.
Damit sind die Drücke und Geschwindigkeiten der durch die Reinigungsluftöffnungen
76 strömenden Reinigungsluft erheblich höher als die Drücke und Geschwindigkeiten
der durch die Rostplattenöffnungen 34 zum Klinker strömenden Kühlluft.
[0037] Durch gezielten Einsatz von einer oder mehreren Druckluftkanonen 60 kann Reinigungsluft
zu bestimmten Abschnitten oder Zonen des Kühlereinlaßrostes 22 geleitet werden. Das
Druckluftkanonen-Kontrollelement 66 erlaubt ein Betätigen der Druckluftkanonen 60
durch Fernbedienung zur gezielten Zufuhr von Reinigungsluft. Durch das Vorsehen getrennter
Reinigungsluftkammern rechts und links der Mittellinie 69 des Kühlereinlaßrosts 22,
kann der Kühlereinlaßrost zusätzlich unterteilt werden, wodurch Reingungsluft in bestimmte
Zonen des Kühlereinlaßrostes 22 geleitet werden kann. In der Anordnung gemäß Fig.2
kann beispielswiese Reinigungsluft wahlweise in eine der acht den einzelnen Druckluftkanonen
60 entsprechenden Zonen eingeblasen werden, von denen jeweils vier links und vier
rechts der Mittellinien 69 liegen. Alternativ hierzu kann die Reinigungsluftkammer
70 von einer Seite des Kühlereinlaßrostes 22 ohne Unterbrechung zur anderen Seite
verlaufen oder sie kann mit entfernbaren Luftsperren oder Ventilen versehen sein,
die eine Unterteilung der Reinigungsluftkammer in eine beliebige Anzahl von Zonen
ermöglicht.
[0038] Zwar weist in den Darstellungen gemäß Fig.3 und 4 jede Rostplatte 24 Reinigungsluftöffnungen
76 auf; dies ist jedoch nicht unbedingt nötig. In Fig.2 können bei den mit einem "X"
gekennzeichneten Abschnitten des Kühlereinlaßrostes Reinigungsluftöffnungen 76 nur
bei bestimmten Rostplatten 24 vorgesehen sein, um je nach Bedarf Reinigungsluftstöße
zum Entfernen von etwaigen Ansammlungen feinkörnigen Materials innerhalb des Kühlers
zu ermöglichen. Es ist jedoch wünschenswert, eine ausreichende Anzahl in geeigneter
Weise verteilter Rostplatten 24 mit Reinigungsluftöffnungen 76 zu versehen, um eine
Zufuhr von Reinigungsluft im wesentlichen über die gesamte Breite des Kühlereinlaßrostes
22 zu gewährleisten. Die Anordnung dieser Rostplatten ist notwendigerweise unterschiedlich
und hängt von verschiedenen Faktoren, wie etwa dem Aufbau und der Größe des Kühlereinlaßrostes
22, ab.
[0039] Durch Veränderung der Anzahl der Rostplatten 24, die mit Reinigungsluftöffnungen
76 versehen sind, kann die Stärke der Reinigungsluftstöße gezielt eingestellt werden.
Wenn beispielsweise alle Rostplatten 24 mit Reinigungsluftöffnungen 76 versehen sind,
wird die Reinigungsluft von den Druckluftkanonen in etwa gleichmäßig über die Breite
des Kühlereinlaßrostes 22 verteilt. Bei dieser Anordnung minimiert sich die Intensität
des durch jeden der Reinigungsluftöffnungen 76 zugeführten Reinigungsluftstoßes. Ist
nur die Hälfte der Rostplatten 24 mit Reinigungsluftöffnungen 76 versehen, entspricht
die Intensität des durch jede Reinigungluftöffnung zugeführten Druckluftstoßes in
etwa dem Doppelten der zuvor genannten minimalen Intensität. Andererseits ist die
Intensität des Reinigungsluftstoßes durch eine Reinigungluftöffnung dann am höchsten,
wenn nur eine Rostplatte 24 mit einer Reinigungsluftöffnung 76 versehen ist.
[0040] Es ist auch möglich, die Intensität des dem Klinker zugeführten Reinigungsluftstoßes
durch den gezielten Einsatz von Ventilen wunschgemäß zu variieren. So könnte beispielsweise
wenigstens eine Druckluftkanone dazu verwendet werden, Reinigungsluft an ein gemeinsames
Verteilersystem zu liefern, von dem aus mehr als eine Reinigungsluftleitung versorgt
wird. Durch geeignetes Öffnen und Schließen von bestimmten Reinigungsluftventilen
könnten Reinigungsluftstöße an eine Reinigungsluft-Zuführleitung oder an mehrere Reinigungsluftzuführleitungen
strömen, wobei eine geringere Anzahl von Leitungen eine höhere Intensität des bereitgestellten
Reinigungsluftstoßes bedingt.
[0041] Um die gezielte Zufuhr von Reinigungsluft zum Klinker zu erleichtern, können Überwachungsvorrichtungen,
wie beispielsweise eine Infrarotkamera 90, im Klinkerkühler 20 vorgesehen werden (siehe
Fig.1). Alternativ zur Temperaturüberwachung kann eine herkömmliche Regelkreis-Videokammera
oder sogar ein Fenster oder eine Sichtöffnung als Überwachungsvorrichtung vorgesehen
sein. Wenn für die Infrarotkamera 90 ein separat angeordneter Monitor 92 vorgesehen
ist, kann das Bedienungspersonal den Klinkerkühler von einer anderen Stelle aus überwachen.
Wird eine Bildung von Schneemännern beobachtet, so kann das Bedienungspersonal gezielt
mit Hilfe des fernbedienten Reinigungsluftventil-Kontrollelementes 66 Reinigungsluftstöße
in die Zone des Kühlereinlaßrostes einblasen, in der die Ansammlung beobachtet wurde.
Stattdessen können auch mechanische oder elektronische Kontrollmittel oder eine Zeitschaltung
vorgesehen sein, um nacheinander oder nach dem Zufallsprinzip Reinigungsluftstöße
in die verschiedenen Zonen des Kühlereinlaßrostes 22 einzublasen.
[0042] In der Praxis wird das vom Brennofen kommende Material, enthaltend Klinker 12 und
feinkörniges Material 14, auf den Kühlereinlaßrost 22 aufgeschüttet und dann entlang
dem Rost etwa in Richtung des Pfeiles 19 transportiert. Während sich der Klinker auf
dem Kühlereinlaßrost entlang-bewegt, wird er durch die ihm in der oben beschriebenen
Weise zugeführte, unter geringem Druck stehende Kühlluft 28 gekühlt. Wenn Mittel zur
Fernüberwachung vorgesehen sind, kann das Bedienungspersonal allgemein den Transport
des Klinkers überwachen und so feststellen, ob sich Schneemänner bilden. Werden derartige
Formationen beobachtet, kann das Bedienungspersonal mit Hilfe des fernbedienten Druckluftkanonen-Kontrollelements
66 gezielt Hochdruck-Reinigungsluftstöße in die geeignete Zone des Kühlereinlaßrostes
22 einblasen. Diese Reinigungsluftstöße werden durch Öffnungen in den Setzstufenbereichen
des abgestuften Kühlereinlaßrostes 22 abgegeben.
[0043] Die Reinigungsluft strömt vom Kühlereinlaßrost auf Rosthöhe üblicherweise horizontal
in Richtung des Klinkerflusses. Die Reinigungsluftstöße sind ausreichend intensiv,
um den Klinker so zu erschüttern bzw. durchzurütteln, daß das Klinkerbett nicht mehr
stabil ist und alle möglicherweise entstandenen Schneemänner umstürzen und die Neigung
des Klinkerbettes hinabrutschen, wobei die Schneemänner zerbrechen. Die Richtung der
Reinigungsluft sowie deren jeweilige Einblasstelle beeinflussen auch den Fluß des
statischen Klinkerbettes positiv. Weil die Reinigungsluftstöße auf Höhe des Rostes
eingeblasen werden, dehnt sich außerdem die Luft aus, wenn sie sich erwärmt, während
sie durch das heiße Klinkerbett strömt, wodurch sich die Intensität des Luftstoßes
erhöht.
[0044] Die Reinigungsluftstöße bewegen auch möglicherweise in den Klinkerkühler gelangte
Stücke der Brennofenverkleidung vom Kühlereinlaß in Richtung des Klinkerflusses vorwärts,
wodurch potentielle Ausgangspunkte für die Bildung von Schneemännern entfernt werden.
Diese Ergebnisse werden im übrigen erzielt, ohne daß bewegliche Teile in der Nähe
des Klinkerkühlers vorgesehen werden müßten.
- 10
- Brennofenauslaß/vom Brennofen kommende Stoffe
- 12
- Klinker
- 14
- feinkörniges Material
- 16
- Kühlereinlaßbereich
- 17
- oberes Ende (des Kühlereinlaßrostes)
- 18
- unteres Ende (")
- 19
- Pfeil
- 20
- Klinkerkühler
- 22
- Kühlereinlaßrost
- 24
- Rostplatte
- 26
- Rostplattentragelement
- 28
- Kühlluft
- 30
- Kühlluftleitung
- 32
- Kühlluftleitungsöffnung
- 34
- Rostplatten-Kühlluftöffnung
- 36
- Lüftungsabdeckung
- 38
- Kühlluftspalt
- 40
- senkrechter Rostplattenabschnitt
- 41
- Rostplattengrundbereich
- 42
- oberer Rand
- 50
- Tragrahmen
- 52
- Struktur
- 56
- Auflagefläche
- 58
- Setzstufe
- 60
- Druckluftkanone
- 62
- Reinigungsluft-Zuführleitung
- 64
- Reinigungsluftzufuhrventile
- 66
- Kontrollelement
- 68
- Reinigungsluft-Zuführleitung
- 69
- Mittellinie
- 70
- Reinigungsluftkammer
- 72
- Winkeleisen
- 74
- Reinigungsluftkammermündung
- 76
- Reinigungsluftöffnungen 90 Infrarotkamera
1. Verfahren zum Kühlen von feinkörniges Material (14) enthaltendem heißen Material in
einem Kühler (20), wobei das heiße Material auf einen Rost (22) im Kühler (20) zugeführt
und Kühlluft (28) aus einem Niederdruck-Kühlluftzufuhrsystem zum Kühlen des Materiales
in den Kühler (20) eingeführt wird und wobei in wenigstens eine auswählbare Rostzone
zusätzlich Druckluft stoßweise in das Material eingeblasen werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Material innerhalb des Kühlers (20) auf etwaige Anhäufungen feinen Materiales
und Schneemannausbildungen überwacht wird und
b) Reinigungsluft aus einem Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystem mit einem Druck
von über 345 kPa in etwa horizontaler Richtung in wenigstens eine etwaige Anhäufungen
und Schneemannausbildungen enthaltende Rostzone zum Beseitigen solcher Anhäufungen
und Schneemannausbildungen gezielt und stoßweise eingeblasen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsluft in Stößen mit einer Dauer von weniger als 1 Sekunde, einem Druck
von zwischen etwa 345 bis 690 kPa, einer Geschwindigkeit von zwischen etwa 100 bis
200 m/s und einer Fließrate von zwischen etwa 1,13 und 1,7 m3/s zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsluft in etwa horizontaler Richtung aus dem Rost (22) ausströmt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Intensität, mit der die Reinigungsluft in die Rostzonen eingeblasen wird, gezielt
verändert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr von Reinigungsluft in wenigstens eine Zone des Rostes (22) mit Hilfe von
Zeitsteuerungsmitteln kontrolliert wird.
6. Kühler zum Kühlen von feinkörniges Material (14) enthaltendem heißen Material, enthaltend
a) einen zum Tragen des Materials (12, 14) ausgebildeten Kühlereinlaßrost (22), der
mit Kühlluftöffnungen (34) versehen ist,
b) ein Niedrigdruck-Kühlluftzufuhrsystem zum Zuführen von Kühlluft (28) zu den Kühlluftöffnungen
(34),
c) ein Druckluft-Zufuhrsystem zum zusätzlichen stoßweisen Zuführen von Druckluft in
wenigstens eine auswählbare Rostzone,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) im Kühler (20) ein Hochdruck-Reinigungsluftzufuhrsystem zum gezielten stoßweisen
Zuführen von Reinigungsluft mit einem Druck von über 345 kPa durch Reinigungsluftöffnungen
(76) in etwa horizontaler Richtung in wenigstens eine Rostzone vorhanden ist und
e) Mittel (90) zur Überwachung und Erfassung der Lage etwaiger Anhäufungen feinkörnigen
Materiales und Schneemannausbildungen in der Weise vorgesehen sind, daß bei Feststellung
solcher Materialanhäufungen und Schneemannausbildungen die Hochdruck-Reinigungsluft
zur Beseitigung dieser Materialanhäufungen und Schneemannausbildungen gezielt und
stoßweise in wenigstens eine entsprechende Rostzone einblasbar ist.
7. Kühler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlereinlaßrost (22) eine gestufte Oberfläche aufweist, die wenigstens eine
Auflagefläche (56) und wenigstens eine Setzstufe (58) enthält.
8. Kühler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlluftöffnungen (34) in der Auflagefläche (56) und die Reinigungsluftöffnungen
(76) in der Setzstufe (58) vorgesehen sind.
9. Kühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsluftöffnungen (76) in der Setzstufe (58) so ausgerichtet sind, daß
die Reinigungsluft in etwa horizontaler Richtung ausströmt.
10. Kühler nach Anspruch 6 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlereinlaßrost (22) eine Vielzahl von abnehmbaren Rostplatten (24) umfaßt.
11. Kühler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystem wenigstens eine Druckluftkanone (60) enthält.
12. Kühler nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung dieser Druckluftkanone (60), daß den Reinigungsluftöffnungen
(76) die Reinigungsluft in Stößen mit einer Dauer von weniger als 1 Sekunde, einem
Druck zwischen wenigstens 345 und 690 kPa, einer Geschwindigkeit von etwa 100 bis
200 m/s und einer Fließrate zwischen etwa 1,13 und 1,7 m3/s zuführbar ist.
13. Kühler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlereinlaßrost (22) in wenigstens zwei Zonen unterteilt ist und das Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystem
eine Anzahl von Reinigungsluft-Zuführleitungen (62, 68) aufweist, von denen jede mit
einer dieser Zonen in Leitungsverbindung steht.
14. Kühler nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftkanone (60) zur Zufuhr von Reinigungsluft in wenigstens eine dieser
Zonen fernbedienbar ist.
15. Kühler nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitsteuerungsmittel zur Betätigung der Druckluftkanone (60) für die Zufuhr von
Reinigungsluft in wenigstens eine der Zonen vorgesehen ist.
16. Kühler nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßintensitäten zum Zuführen der Reinigungsluft gezielt durch Veränderung der
Anzahl der Reinigungsluftöffnungen (76) veränderbar sind.
17. Kühler nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch Mittel zum Trennen des Hochdruck-Reinigungsluft-Zufuhrsystems in wenigstens zwei
Zonen, derart, daß Reinigungsluftstöße nur in die Zonen einführbar sind, in denen
Anhäufungen feinkörnigen Materials (14) entdeckt wurden.
1. Process for cooling hot material comprising fine-grained material (14) in a cooler
(20), wherein the hot material is fed onto a grate (22) in the cooler (20) and cooling
air (28) is introduced from a low-pressure cooling air feed system for cooling the
material into the cooler (20), and wherein compressed air can additionally be blown
intermittently into the material into at least one selectable grate zone,
characterised in that
a) the material is monitored inside the cooler (20) for possible agglomerations of
fine material and concretion formations and
b) cleaning air is blown specifically and intermittently from a high-pressure cleaning
air feed system at a pressure exceeding 345 kPa in an approximately horizontal direction
into at least one grate zone possibly comprising agglomerations and concretion formations
in order to eliminate such agglomerations and concretion formations.
2. Process according to Claim 1, characterised in that the cleaning air is fed in blasts of a duration of less than 1 second, at a pressure
of between approximately 345 and 690 kPa, at a speed of between approximately 100
and 200 m/s and at a flow rate of between approximately 1.13 and 1.7 m3/s.
3. Process according to Claim 2, characterised in that the cleaning air flows out of the grate (22) in an approximately horizontal direction.
4. Process according to Claim 1, characterised in that the intensity with which the cleaning air is blown into the grate zones is specifically
varied.
5. Process according to Claim 1, characterised in that the feed of cleaning air into at least one zone of the grate (22) is controlled with
the aid of timing means.
6. Cooler for cooling hot material comprising fine-grained material (14), comprising
a) a cooler inlet grate (22), which is formed to bear the material (12, 14) and is
provided with cooling air openings (34),
b) a low-pressure cooling air feed system for feeding cooling air (28) to the cooling
air openings (34),
c) a compressed-air feed system for additionally feeding compressed air intermittently
into at least one selectable grate zone,
characterised in that
d) a high-pressure cleaning air feed system is provided in the cooler (20) for specifically
and intermittently feeding cleaning air at a pressure exceeding 345 kPa through cleaning
air openings (76) in an approximately horizontal direction into at least one grate
zone and
e) means (90) are provided for monitoring and detecting the position of possible agglomerations
of fine-grained material and concretion formations such that, upon locating such material
agglomerations and concretion formations, the high-pressure cleaning air can be blown
specifically and intermittently into at least one corresponding grate zone in order
to eliminate these material agglomerations and concretion formations.
7. Cooler according to Claim 6, characterised in that the cooler inlet grate (22) has a stepped surface which comprises at least one support
face (56) and at least one setting step (58).
8. Cooler according to Claim 7, characterised in that the cooling air openings (34) are provided in the support face (56) and the cleaning
air openings (76) are provided in the setting step (58).
9. Cooler according to Claim 8, characterised in that the cleaning air openings (76) in the setting step (58) are oriented such that the
cleaning air flows out in an approximately horizontal direction.
10. Cooler according to Claim 6 and/or 8, characterised in that the cooler inlet grate (22) comprises a plurality of removable grate plates (24).
11. Cooler according to Claim 6, characterised in that the high-pressure cleaning air feed system comprises at least one compressed-air
gun (60).
12. Cooler according to Claim 11, characterised by a formation of this compressed-air gun (60) such that the cleaning air can be fed
to the cleaning air openings (76) in blasts of a duration of less than 1 second, at
a pressure between at least 345 and 690 kPa, at a speed of approximately 100 to 200
m/s and at a flow rate between approximately 1.13 and 1.7 m3/s.
13. Cooler according to Claim 11, characterised in that the cooler inlet grate (22) is divided into at least two zones, and the high-pressure
cleaning air feed system has a number of cleaning air feed lines (62, 68), each of
which is in line connection with one of these zones.
14. Cooler according to Claim 13, characterised in that the compressed-air gun (60) is remote-controllable for feeding cleaning air into
at least one of these zones.
15. Cooler according to Claim 13, characterised in that a timing means is provided to actuate the compressed-air gun (60) for feeding cleaning
air into at least one of the zones.
16. Cooler according to Claim 13, characterised in that the blast intensities for the cleaning air feed can be specifically varied by varying
the number of cleaning air openings (76).
17. Cooler according to Claim 6, characterised by means for dividing the high-pressure cleaning air feed system into at least two zones
such that cleaning air blasts can only be introduced into the zones in which agglomerations
of fine-grained material (14) have been discovered.
1. Procédé pour refroidir un matériau chaud, contenant un matériau à grains fins (14),
dans un refroidisseur (20), dans lequel le matériau chaud est amené sur une grille
(22) dans le refroidisseur (20), et de l'air de refroidissement (28) provenant d'un
système d'amenée d'air de refroidissement basse pression est introduit, pour refroidir
le matériau, dans le refroidisseur (20), et dans lequel de l'air comprimé peut être
injecté en outre de façon impulsionnelle dans le matériau, dans au moins une zone
pouvant être sélectionnée de la grille,
caractérisé en ce que
a) on vérifie si le matériau à l'intérieur du refroidisseur (20) comporte ou non d'éventuelles
accumulations du matériau fin et des formations de concrétions, et
b) on injecte d'une manière ciblée et impulsionnelle de l'air de nettoyage provenant
d'un système d'amenée d'air de nettoyage à haute pression, possédant une pression
supérieure à 345 kPa, dans une direction approximativement horizontale, dans au moins
une zohe de la grille, qui contient d'éventuelles accumulations et d'éventuelles formations
de concrétions, pour l'élimination de telles accumulations et de telles formations
de concrétions.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'air de nettoyage est envoyé de façon impulsionnelle selon des impulsions d'une
durée de moins de 1 seconde avec une pression comprise entre environ 345 et 690 kPa,
et une vitesse comprise entre environ 100 et 200 m/s et un débit d'écoulement compris
entre environ 1,13 et 1,7 m3/s.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'air de nettoyage s'écoule à partir de la grille (22) dans une direction approximativement
horizontale.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on modifie de façon ciblée l'intensité, avec laquelle l'air de nettoyage est injecté
dans les zones de la grille.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'envoi d'air comprimé dans au moins une zone de la grille (22) est contrôlé à l'aide
de moyens de commande temporelle.
6. Refroidisseur pour refroidir un matériau chaud contenant un matériau à grains fins
(14), comportant
a) une grille d'entrée (22) du refroidisseur, qui est agencée de manière à supporter
le matériau (12, 14) et qui est pourvue d'ouvertures (34) pour le passage de l'air
de refroidissement,
b) un système d'amenée de l'air de refroidissement à basse pression pour amener de
l'air de refroidissement (28) aux ouvertures (34) de passage de l'air de refroidissement,
c) un système d'amenée d'air comprimé pour l'amenée impulsionnelle supplémentaire
d'air comprimé dans au moins une zone pouvant être choisie de la grille,
caractérisé en ce que
d) dans le refroidisseur (20), il est prévu un système d'amenée d'air de nettoyage
à haute pression servant à réaliser l'amenée impulsionnelle ciblée de l'air de nettoyage
avec une pression supérieure à 345 kPa par des ouvertures (76) de passage de l'air
de nettoyage, dans une direction approximativement horizontale, dans au moins une
zone de la grille, et
e) des moyens (90) pour contrôler et détecter la position d'éventuelles accumulations
d'un matériau à grains fins et de formations de concrétions de telle sorte que, dans
le cas de la détermination de l'existence de telles accumulations de matériau et de
telles formations de concrétions, l'air de nettoyage à haute pression pour éliminer
ces accumulations de matériau et ces formations de concrétions peut être injecté de
façon ciblée et impulsionnelle dans au moins une zone correspondante de la grille.
7. Refroidisseur selon la revendication 6, caractérisé en ce que la grille (22) du refroidisseur possède une surface étagée, qui contient au moins
une surface d'application (56) et au moins une partie étagée de positionnement (58).
8. Refroidisseur selon la revendication 7, caractérisé en ce que les ouvertures (34) de passage de l'air de refroidissement sont prévues dans la surface
d'application (56) et les ouvertures (76) pour l'air de nettoyage sont prévus dans
la partie étagée de positionnement (58).
9. Refroidisseur selon la revendication 8, caractérisé en ce que les ouvertures (76) pour l'air de nettoyage sont orientées dans la partie étagée
de positionnement (58) de telle sorte que l'air de nettoyage sort dans une direction
approximativement horizontale.
10. Refroidisseur selon la revendication 6 et/ou 8, caractérisé en ce que la grille d'entrée (22) du refroidisseur comprend une multiplicité de plaques de
grille amovibles (24).
11. Refroidisseur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le système d'amenée d'air de nettoyage à haute pression contient au moins un canon
à air comprimé (60).
12. Refroidisseur selon la revendication 11, caractérisé par un agencement tel de ce canon à air comprimé (60), que l'air de nettoyage peut être
envoyé aux ouvertures (76) de passage de l'air de nettoyage sous la forme d'impulsions
ayant une durée inférieure à 1 seconde à une pression comprise entre au moins 345
et 690 kPa, une vitesse comprise entre environ 100 et 200 m/s et un débit d'écoulement
compris entre environ 1,13 et 1,7 m3/S.
13. Refroidisseur selon la revendication 11, caractérisé en ce que la grille d'entrée (22) du refroidisseur est divisée en au moins deux zones et que
le système d'amenée d'air de nettoyage à haute pression comporte un nombre de canalisations
(62, 68) d'amenée d'air de nettoyage, dont chacune est reliée selon une liaison de
guidage à l'une de ces zones.
14. Refroidisseur selon la revendication 13, caractérisé en ce que le canon à air comprimé (60) peut être télécommandé pour l'amenée d'air de nettoyage
dans au moins l'une de ces zones.
15. Refroidisseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que en ce qu'un moyen de commande temporel est prévu pour actionner le canon à air comprimé (60)
pour l'envoi d'air de nettoyage dans au moins l'une des zones.
16. Refroidisseur selon la revendication 13, caractérisé en ce que les intensités des impulsions d'envoi d'air de nettoyage peuvent être modifiées de
façon ciblée par modification du nombre des ouvertures (76) de passage de l'air de
nettoyage.
17. Refroidisseur selon la revendication 6, caractérisé par des moyens pour séparer le système d'amenée d'air de nettoyage à haute pression en
au moins deux zones de telle sorte que les impulsions d'air de nettoyage peuvent être
introduites uniquement dans les zones, dans lesquelles les accumulations du matériau
à grains fins (14) ont été détectées.