[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Es sind Gestelle bekannt, bei denen ein sich kastenartig über den Müllbehältern wölbender
Deckel beim Herausziehen des Tragorgans aus dem Unterschrank vorne angehoben wird
und so die Geruchsverschlußstellung verläßt. Hierbei gleitet der Deckel mit seiner
Vorderkante auf entsprechend geformten Seitenschienen des Tragorgans. Eine derartige
Konstruktion und Funktion des Deckels ist jedoch in demjenigen Fall nicht zweckmäßig,
wenn das Gestell in einen Spülschrank unterhalb des Syphons eingebaut ist. In diesem
Fall beanspruchen der Deckel und seine Beweglichkeit zu viel Raum, so daß die Höhe
und damit das Volumen der Müllbehälter begrenzt werden.
[0003] Ferner ist in der EP 0 166 211 ein Möbel mit Kerrichtauszug offenbart, bei dem der
Deckel unbeweglich am Gestell der Einschubvorrichtung angebracht ist. Ein am Gestell
verschiebbare Tragorgan ist mit Dichtlippen versehen, die um die Öffnung des Müllbehälters
verlaufen und gegen den Deckel abschließen. Der Deckel ist horizontal angeordnet,
kann aber auch einen von vorn nach hinten abfallenden Teil haben, gegen den das entsprechend
abgeschrägte Tragorgan mit dessen Dichtlippen drückt, oder kann bei horizontaler Ausführung
selbst mit Dichtlippen versehen sein, gegen die das Tragorgan in der Schließstellung
angehoben wird.
[0004] Da durch die Dichtlippen ein gewisser Druck auf den Deckel ausgeübt wird, muß der
Deckel gut befestigt sein. Die bekannten Ausführungsformen zeigen, daß der Raum für
Müllbehälter wegen des vertikalen, für die Dichtlippen vorgesehenen Abstands des oberen
Tragorgans vom Deckel nicht optimal ausgenutzt sind. Schließlich ist in der US 3 528
718 offenbart, daß beim Unterschrank das Gestell und der Deckel eine Einheit bilden,
die einerseits an einer vorderen Querleiste des Unterschranks und andererseits an
der Unterschrankhinterwand befestigt ist. Damit bleibt der Deckel zwar unbeweglich,
aber die Deckeloberseite ist nicht zugänglich, kann also auch nicht für weitere Zwecke
genutzt werden. Das Tragorgan hat am Oberrand Dichtungen und läuft mit diesen schräg
gegen den Deckel. Dadurch kann der Raum für den Müllbehälter nicht optimal genutzt
werden.
[0005] Ausgehend von dem obigen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
hier Abhilfe zu schaffen, und den gattungsgemäßen Deckel ohne unangemessenen konstruktiven
Aufwand so weiterzubilden, daß eine maximale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden
Höhe für den Müllbehälter möglich ist.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Bei einer derartigen Ausbildung des Deckels kann über seinem flachen, hinteren Teil
der Syphon der Spüle noch Platz finden, wobei der unterhalb des Deckels verbleibende
Raum optimal für die Müllbehälter ausgenutzt werden kann. Die den Syphon nicht störende
Ablagemulde hat die weitere Funktion, daß sie Mülltüten, Sondermüll, wie Batterien,
oder sonstige Gegenstände aufnehmen kann. Der Geruchsverschluß im eingeschobenen Zustand
des Tragorgans kann durch eine an die Vorderkante des Deckels anschließende und am
Tragorgan befestigte Blende gewährleistet werden.
[0008] Bei der Erfindung geht es daher um einen Deckel für ein in Unterschränken einbaubares
Gestell mit einem horizontal verschiebbaren Tragorgan, in das Müllbehälter einhängbar
sind. Dabei ist der Deckel während des Verschiebens des Tragorgans unbeweglich mit
dem Gestell verbunden. Die Unterseite des Deckeldachs ist in unmittelbarer Nähe der
Behälterrinne angeordnet und der vordere Teil der Oberseite des Deckel weist einen
rechteckigen Ringwall auf, der eine Ablagemulde einschließt.
[0009] Weitere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den
abhängigen Ansprüchen hervor.
[0010] Zweckmäßigerweise ist der Deckel gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung mit
seiner Hinterkante auf das Gestell aufgelegt und mit seinem Vorderteil am Gestell
lösbar verbunden. Der Deckel ist damit auf einfachste Weise montierbar und gegen eine
horizontale Verschiebung gesichert.
[0011] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Deckel zwei Seitenwände
aufweist, die in ihrem vorderen Bereich am unteren Rand jeweils eine Ausnehmung haben,
die in ein zugeordnetes Aufnahmeteil des Gestells eingreift. Damit braucht der Deckel
nur auf das Gestell aufgelegt zu werden.
[0012] Um dem Deckel einen festeren Halt zu geben, sind gemäß einer weiteren Ausbildung
der Erfindung die Ausnehmungen und die Aufnahmeteile als Schnappverbindung ausgebildet.
[0013] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Unterschranks und des dort eingebauten
Gestells mit dem Deckel, dem Tragorgan und einem im Tragorgan eingehängten Müllbehälter,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Deckel und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Deckels in Fig. 1.
[0014] In Fig. 1 ist in einem Unterschrank 1 ein Gestell 2 mit zwei Stützbügeln eingebaut.
Der Unterschrank kann mit einer Spüle versehen sein, die mit einen nicht dargestellten
Syphon verbunden ist.
[0015] Im Gestell 2 ist ein Tragorgan 3 derart gelagert, daß es horizontal aus diesem Gestell
herausziehbar und in dieses Gestell hineinschiebbar ist. Zu diesem Zweck kann das
Tragorgan 3 mit nicht dargestellten Rollen versehen sein. An der Vorderseite des Gestells
3 ist eine Blende 4 angebracht, die als Griff zum Verschieben des Tragorgans 3 und
als Geruchsverschluß dient.
[0016] In das Tragorgan 3 können ein oder mehrere Müllbehälter 5 eingehängt werden, von
denen nur einer gezeigt ist. Diese Müllbehälter können für verschiedene Arten von
Müll vorgesehen sein.
[0017] Zum Abdecken der Müllbehälter 5 ist ein Deckel 7 vorgesehen, der mit seiner Hinterkante
auf das Gestell 2 aufgelegt und mit seinem Vorderteil mit dem Gestell 2 lösbar verbunden
sein kann. Der Deckel 7 ist derart ausgebildet, daß im eingeschobenen Zustand des
Tragorgans 3 die Unterseite des Deckeldachs in unmittelbarer Nähe des Rands 6 des
MÜllbehälters 5 angeordnet ist, so daß einerseits verhältnismäßig viel Raum für Müllbehälter
5 zur Verfügung steht und andererseits ein über dem Deckel 7 angeordneter Syphon nicht
gestört wird.
[0018] Der Deckel 7 bleibt während des Verschiebens des Tragorgans 3 unbeweglich mit dem
Gestell 2 verbunden.
[0019] Der Deckel 7 ist auch in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Das Deckeldach besteht
aus einem flachen, hinteren Bereich 8 und einem vorderen Bereich 9, der einen rechteckigen
und erhabenen Ringwall 10 aufweist. Der Ringwall 10 liegt vor dem Syphon und begrenzt
eine Ablagemulde 11, in der Mülltüten, Sondermüll, wie Batterien, oder andere Gegenstände
abgelegt werden können. Der Deckel 7 weist zwei Seitenwände, wie die Seitenwand 12,
auf, die in ihrem vorderen Bereich am unteren Rand jeweils eine Ausnehmung 13 aufweisen.
Diese Ausnehmungen greifen in nicht dargestellte Zapfen des Gestells 2 ein, so daß
der Deckel 7 horizontal unverschiebbar gelagert wird. Die Ausnehmungen 13 und die
zugeordneten Aufnahmeteile (beispielsweise Zapfen) des Gestells 2 können als Schnappverbindung
ausgebildet sein. Der Deckel 7 ist an seiner Vorderseite offen und wird dort im eingeschobenen
Zustand des Tragorgans 3 durch die Blende 4 abgedeckt, so daß ein Geruchsverschluß
erreicht wird.
1. Deckel (7) für Müllbehälter (5), die in Unterschränken verschieblich angeordnet und
von einem Tragorgan (3) getragen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obere Teil des Deckels (7) eine Ablagemulde (11) aufweist.
2. Deckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (7) während der Verschiebung des Müllbehälters (5) unbeweglich mit
dem Tragorgan (3) eines Gestells (2) verbunden ist.
3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite des Deckeldachs in unmittelbarer Nähe der Behälterränder (6) angeordnet
ist.
4. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (7) mit seiner Hinterkante auf das Gestell (2) aufgelegt ist und mit
seinem Vorderteil (9) am Gestell (2) lösbar verbunden ist.
5. Deckel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß er zwei Seitenwände (12) aufweist, die in ihrem vorderen Bereich am unteren Rand
jeweils eine Ausnehmung (13) haben, die in ein zugeordnetes Aufnahmeteil des Gestells
(2) eingreift.
6. Deckel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß Ausnehmungen (13) und Aufnahmeteile als Schnappverbindung ausgebildet sind.