[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für Gleisanlagen zur Absicherung gegen Schadstoffeintrag
bestehend aus Auffangelementen, die den Bahnkörper abdecken, und Halteelementen zur
Befestigung der Auffangelemente.
[0002] Derartige Abdeckungen dienen dazu, beim Umfüllen von flüssigen Stoffen in oder von
einem Schienenfahrzeug oder beim Reinigen von Schienenfahrzeugen, bei dem ölhaltige
Schmutzwässer anfallen können, einen Schadstoffeintrag in das Erdreich und von hier
in das Grundwasser zu verhindern.
[0003] Hierzu ist es bekannt, im Unterbau der Bahnkörper Auffangwannen aus Beton anzuordnen,
die die flüssigen Schadstoffe auffangen. Der Einbau solcher Betonwannen und insbesondere
die Nachrüstung von Gleisanlagen mittels derselben ist jedoch überaus aufwendig.
[0004] Des weiteren ist in der deutschen Patentanmeldung P 44 33 921.6 eine Absicherung
von Gleisanlagen beschrieben, bei der ein Abschnitt des Gleisschieneninnenbereichs
durch zwei spiegelsymmetrisch zueinander angeordnete, baugleiche Auffangelemente abgedeckt
wird, die mittels schienenförmiger Halteelemente, die mittig innerhalb eines Gleisschienenpaares
parallel zu den Gleisschienen verlegt sind, an den Gleisschwellen befestigt werden.
Die Auffangelemente sind dabei aus einem dauerelastischem Material gefertigt und werden
gegeneinander verspannt, um eine flüssigkeitsdichte Abdeckung des Bodenbereichs zu
gewährleisten. Um den Bodenbereich außerhalb des Gleisschienenpaares abzudecken werden
schienenförmige Befestigungselemente rechts und links außerhalb des Gleisschienenpaares
parallel zu den Gleisschienen verlegt und mit dem Erdreich verankert, so daß dauerelastische
Auffangelemente zwischen den Befestigungselementen und der gegenüberliegenden Schiene
verspannt werden können. Bei einer derartigen Konstruktion hat es sich als nachteilig
erwiesen, daß die Befestigung der Halteelemente an den Gleisschwellen erfolgt. Liegen
hölzerne Gleisschwellen vor, so sind diese oftmals nicht ausreichend gerade, so daß
die Befestigung und Verspannung der Auffangelemente und damit eine optimale Abdichtung
gegenüber der Schiene oder dem angrenzenden Auffangelement erschwert werden. Die Verlegearbeiten
der Auffangelemente können sich dabei als langwierig erweisen. Zudem sind zum Ausgleich
der Abmessungsschwankungen der Gleisschwellen eine Vielzahl unterschiedlicher Unterlegeklötze
bereitzuhalten, um ein definiertes Niveau der Auffangelemente zu gewährleisten. Des
weiteren liegen oftmals Betonschwellen vor, die nicht mit Bohrungen versehen werden
dürfen, so daß die Halteelemente mit über die Schwellen steckbaren Klammern an diesen
zu befestigen sin. Eine vom Schwellentyp unabhängige Befestigung der Halteelemente
ist mittels dieses Verfahrens somit nicht gewährleistet.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckung für Gleisanlagen zu
schaffen, welche schnell und mit geringem Kostenaufwand auf- und abbaubar ist und
welche eine Befestigung der Auffangelemente unabhängig von der vorliegenden Ausgestaltung
der Gleisschwellen ermöglicht.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Halteelemente zur Befestigung
der Auffangelemente als den Gleisschieneninnenbereich überbrückende Traversen ausgebildet
sind, die an der Unterseite der Schienen befestigt sind, und daß die Auffangelemente
an den Traversen befestigt sind. Hierdurch bilden die Traversen eine von den Gleisschwellen
und vom Bahnkörper unabhängige Unterkonstruktion, die eine Befestigung der Auffangelemente
in einer stets exakt definierten Lage ermöglicht. Dadurch, daß die Traversen den Gleisschieneninnenbereich
überbrücken wird eine Montageebene für die Auffangelemente geschaffen, die stets definiert
zur Verfahrebene des Schienenfahrzeuges, die durch die Oberseite der Schienen vorgegeben
wird, angeordnet ist. Hierdurch können die Auffangelemente auf einem relativ zur Schiene
stets exakt definierbarem Niveau angeordnet werden, was den Aufbau der Abdeckung wesentlich
erleichtert. Die Befestigung der Halteelemente an den Schienenunterseiten kann beispielsweise
mittels Greifklauen erfolgen, die den Schienenfuß übergreifen und mittels Schraubbolzen
an den Traversen befestigbar sind. Es sind jedoch auch andere Befestigungsarten denkbar.
Vorteilhafterweise liegen dabei die Traversen bündig an der Unterseite der Schienen
an, so daß die Montageebene parallel zur Verfahrebene der Schienenfahrzeuge angeordnet
ist und zusätzliche Unterlegeklötze entbehrlich sind. Es können, sofern dies erforderlich
sein sollte, zwischen Halteelement und Schienenunterseite auch Abstandshalter oder
dergleichen angeordnet werden, sofern gewährleistet ist, daß durch die Traversen eine
Montageebene gebildet wird, die stets in definierter Orientierung zu der Schienenunterseite
verläuft. Des weiteren können an die Traversen weitere Hilfsmittel wie Befestigungsmittel,
Schellen und dgl. angeschweißt oder mit diesen verschraubt werden, was bei vorbekannten
Konstruktionen nicht möglich ist.
[0007] Die Traversen werden dabei vorzugsweise rechtwinkelig zu den Schienen, d. h. parallel
zu den Gleisschwellen montiert, sie können jedoch auch einen beliebigen Winkel zu
diesen einschließen.
[0008] Vorteilhafterweise stehen die Traversen auf der dem Gleisschieneninnenbereich abgewandten
Seite der Schienen seitlich über diese vor, wobei auf den Überständen weitere Auffangelemente
befestigbar sind. Hierdurch kann die Befestigung der im Gleisschienenaußenbereich
angeordneten Auffangelemente auf der gleichen Montageebene wie die der Auffangelemente
des Gleisschieneninnenbereichs erfolgen. Des weiteren sind separate Halteelemente
für den Gleisschienenaußenbereich entbehrlich und der Aufbau der Gleisanlagenabdeckung
wesentlich vereinfacht.
[0009] Des weiteren stützen sich vorteilhafterweise die Auffangelemente auf an den Traversen
anliegenden Abstandshaltern ab, wobei die Abstandshalter in unterschiedlichen Entfernungen
von einer Schiene unterschiedliche Höhen aufweisen und durch diesen Höhenunterschied
das Gefälle der Auffangelemente definiert wird. Es können dabei separate Abstandshalter
eingesetzt werden, die an den Traversen befestigbar, beispielsweise verschraubbar
sind, so daß das Gefälle der Abdeckplatten bei Bedarf verändert werden kann. Die Abstandshalter
können jedoch auch beispielsweise direkt an den Auffangelementen, beispielsweise in
Form von Stegblechen, die im montierten Zustand der Auffangelemente parallel zu den
Gleisschienen verlaufen können, angeordnet sein. Aufgrund der Unterstützung der Auffangelemente
durch die Abstandshalter können die Auffangelemente darin auch in dünneren Materialstärken
gefertigt sein.
[0010] Eine besonders stabile Ausführungsform liegt vor, wenn die Abstandshalter als im
wesentlichen parallel zu den Schienen angeordnete U-Profilschienen mit Seitenteilen
unterschiedlicher Höhen ausgeführt sind, wobei die Basis der U-Profilschienen an den
Traversen befestigbar, beispielsweise verschraubbar ausgeführt sein kann. Hierdurch
ist ein großer Auflagebereich des Abstandshalters auf den Traversen gegeben und die
Abstandshalter sind einfach zu fertigen.
[0011] Die Auffangelemente weisen vorteilhafterweise eine an die Schienen angrenzende Ablaufschräge
und eine sich an die Ablaufschräge anschließende, der Schiene gegenüberliegende Ablaufrinne
auf. Die Ablaufrinne kann dabei ebenfalls als U-Profil mit im wesentlichen ebenem
Boden ausgeführt sein und ist zur Abführung von Flüssigkeiten an ein Kanalisationssystem
oder an ein Auffangbecken oder dergleichen angeschlossen.
[0012] Die Ausdehnung der Ablaufschräge sowie der Ablaufrinne quer zur Schienenlängsrichtung
ist dabei vorteilhafterweise so bemessen, daß der Gleisschieneninnenraum mittels jeweils
einander gegenüberliegenden baugleichen Auffangelementen abdeckbar ist, deren Ablaufrinnen
aneinander anliegen. Bei Bedarf kann zwischen benachbarten Ablaufrinnen oder zwischen
der Ablaufschräge des Auffangelementes und der benachbarten Schiene eine Dichtung
vorgesehen sein oder ein zwischen aneinandergrenzenden Ablaufrinnen auftretender Spalt
mittels Abdeckelementen überdeckt werden.
[0013] Die im Gleisschieneninnenbereich und im Gleisschienenaußenbereich angeordneten Auffangelemente
können baugleich ausgeführt sein.
[0014] Vorteilhafterweise sind die Ablaufrinnen mit Abdeckhauben versehen, so daß beispielsweise
in der Ablaufrinne vorhandenes Schmutzwasser abgeschirmt ist und die Arbeitssicherheit
für das an der Gleisanlage arbeitende Personal erhöht ist.
[0015] Eine besonders einfache und stabile Ausgestaltung der Abdeckhauben liegt vor, wenn
diese als U-Profilschienen ausgeführt sind, die sich mit ihren Seitenteilen in der
Ablaufrinne abstützen.
[0016] Eine einfache Abdeckung der im Gleisschieneninnenbereich benachbart zueinander angeordneten
Ablaufrinnen ist dadurch möglich, daß die Abdeckhauben als U-Profilschienen ausgebildet
sind, wobei sich die gegenüberliegenden Seitenteile der U-Profilschienen in benachbarten
Ablaufrinnen abstützen.
[0017] Um den Eintritt von die Ablaufschrägen abfließenden Flüssigkeiten in die Ablaufrinne
zu erleichtern ist die Oberseite der Abdeckhauben, beispielsweise die oben liegende
Basis der U-Profile, mit Durchtrittsöffnungen, beispielsweise mit Längsschlitzen,
versehen.
[0018] Vorteilhafterweise sind dabei die Abdeckhauben so stabil ausgeführt, daß sie begehbar
sind. Eine Verschiebbarkeit der Abdeckhauben quer zur Längsrichtung der Rinne ist
dann zu vermeiden. Dies kann beispielsweise in einfacher Weise dadurch erzielt werden,
daß die Seitenteile der Abdeckhauben an den Seitenwänden der Ablaufrinne anliegen.
Des weiteren schließen vorteilhafterweise die Abdeckhauben mit der Oberkante der Rinne
ab, so daß eine Stufe zwischen der Oberseite der Abdeckhaube und dem angrenzenden
Niveau der Ablaufschräge oder der äußeren Seitenwand der Ablaufrinne vermieden wird
und damit die Trittsicherheit der die Gleisanlagenabdeckung begehenden Personen erhöht
wird.
[0019] Eine Verschiebung der Abdeckhauben in der Ablaufrinne kann selbstverständlich auch
dadurch erzielt werden, daß die Seitenteile der Abdeckhauben an zusätzlich vorgesehenen
Vorsprüngen im Bereich der Ablaufrinne anliegen.
[0020] Sind die Auffangelemente begehbar ausgeführt, so können sie mit einer Profilierung
versehen sein, die die Trittsicherheit erhöht. Es können jedoch auch begehbare, flüssigkeitsdurchlässige
Trittbleche vorgesehen sein, die oberhalb der Ablaufschräge angeordnet sind.
[0021] Die Trittbleche können schienenseitig auf der Ablaufschräge aufliegen, vorteilhafterweise
direkt benachbart dem Schienenkopf, wobei als Auflage für die der Schiene abgewandten
Seite der Trittbleche die in den Ablaufrinnen angeordneten Abdeckhauben dienen. Dabei
ist vorteilhafterweise die Höhe der Abdeckhauben so bemessen, daß die Trittbleche
im wesentlichen horizontal verlegbar sind, d. h. die Oberseiten der Abdeckhauben auf
Höhe des oberen Niveaus der Ablaufschrägen enden.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft veranschaulicht und in den Figuren beispielhaft
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Gleisanlagenabdeckung in verschiedenen
Aufbaustadien;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Gleisanlagenabdeckung nach Fig. 1;
- Fig. 3
- Querschnitte durch eine Gleisanlagenabdeckung nach Fig. 1 entlang der Linie A-A (oben),
der Linie B-B (Mitte) und der Linie C-C (unten);
- Fig. 4
- Detailansichten der Ablaufrinne nach Fig. 3 im Gleisschieneninnenbereich (Detail X,
oben) und im Gleisschienenaußenbereich (Deatil Y, unten) und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Abdeckhaube der Auffangrinne im Gleisschieneninnenbereich.
[0023] Die Gleisanlagenabdeckung nach den Fig. 1 bis 3 weist als Traversen 1 ausgebildete
Halteelemente für die den Bahnkörper abdeckenden Elemente auf, wobei die Traversen
zwischen den Gleisschwellen 2, parallel zu diesen angeordnet sind und sich unterhalb
der Gleisschienen 3 erstrecken. Die Traversen 1 überbrücken dabei den Gleisschieneninnenbereich
und stehen in den Gleisschienenaußenbereich vor. Die Traversen 1 sind mittels der
Halteklauen 4 über Schraubbolzen 5 am Schienenfuß befestigt und liegen bündig an der
Schienenunterseite an.
[0024] Hierdurch wird unabhängig von den Gleisschwellen eine Montageebene geschaffen, die
stets auf einem definierten Niveau relativ zu den Schienen angeordnet ist. Auf den
Traversen 1 sind senkrecht zu diesen als U-Profilschienen ausgestaltete Abstandshalter
6 aufgelegt und mit ihrer Basis über Schraubverbindungen an den Traversen 1 befestigt.
Die von den Schienen abgewandten wandartigen Seitenteile 7 der Abstandshalter 6 weisen
dabei eine geringere Höhe auf als die den Schienen zugewandten Seitenteile 8, so daß
auf die Seitenteile 7, 8 der Abstandshalter 6 aufgelegte Platten ein von der Schiene
3 wegführendes Gefälle aufweisen. Im Gleisschieneninnenbereich sind Auffangelemente
9 mit ihren Ablaufschrägen 10 auf den Abstandshaltern 6 aufgelegt, wobei die sich
an die Ablaufschräge 10 anschließende Ablaufrinne 11 auf der Traverse 1 abstützt.
Die Ablaufrinne 11 weist dabei einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf.
Die Ablaufschräge 10 liegt dabei auf den unterschiedliche Höhen aufweisenden Seitenteilen
7, 8 des Abstandshalters 6 auf, wodurch das Gefälle der Ablaufschräge 10 definiert
wird. Da zugleich die einteilig an die Ablaufschräge angeformte Auffangrinne 11, die
selbstverständlich auch als separates Bauteil ausgeführt sein kann, auf der Traverse
1 abstützt, ist eine optimale unterseitige Abstützung der Ablaufschräge 10 gewährleistet.
Es ist jedoch ebenso möglich, daß die Ablaufschräge 10 sich lediglich auf der Ablaufrinne
11 sowie einem weiteren Stützsteg abstützt, der auch an dem Auffangelement 9 befestigt
oder einteilig angeformt sein kann.
[0025] Darüber hinaus sind im Gleisschienenaußenbereich weitere Auffangelemente 14 auf den
von den Schienen 3 nach außen vorstehenden Bereichen der Traversen 1 angeordnet. Die
Auffangelemente 9 und 14 sind baugleich zueinander ausgeführt.
[0026] Wie insbesondere auch aus Fig. 3 hervorgeht, sind die Ablaufrinnen 11 mit Abdeckhauben
abdeckbar, so daß beispielsweise von den Ablaufschrägen 10 abgelaufenes, sich in den
Ablaufrinnen 11 sammelndes Schmutzwasser abgeschirmt wird und die Abdeckung begehendes
Personal vor einem Eintreten in die Ablaufrinnen geschützt ist. Die Auffangelemente
9 sowie die Abdeckhauben sind somit in einer entsprechenden Materialstärke auszuführen.
In einer ersten Ausführungsform weisen die Abdeckhauben 12 eine derartige Höhe auf,
daß ihre Oberseite auf Höhe des angrenzenden Bereichs der Ablaufschräge 10 sowie der
außenliegenden Seitenwand der Ablaufrinne 11 endet, so daß die Abdeckung keine größeren
Stufen aufweist und gefahrlos begehbar ist. In einer alternativen Ausführungsform
überragen die Abdeckhauben 12a den angrenzenden Bereich der Ablaufschräge 10, so daß
auf der im wesentlichen horizontal angeordneten Basis der U-profilförmigen Abdeckhaube
sowie auf einem Bereich gleichen Niveaus der Ablaufschrägen 10 flüssigkeitsdurchlässige
und begehbare Trittbleche 13, beispielsweise in Form von Gitterrosten, aufgelegt werden
können. Entspricht das Niveau der Oberseite der Basis der Abdeckhauben 12a dem oberen
Bereich der Ablauf schrägen 10 so können die Trittbleche 13 bis nahe an die Schienen
3 verlegt werden, so daß eine nahezu durchgehende begehbare Fläche vorliegt.
[0027] Im Gleisschieneninnenbereich sind bereichsweise zwischen den Schienen 3 spiegelsymmetrisch
zueinander baugleiche Auffangelemente 9 angeordnet, die mittels einer nicht näher
gezeigten Dichtung abdichtend an den Schienen 3 anliegen und die mit den horizontalen
Außenseiten der Ablaufrinnen 11 aneinander anstoßen. Bedarfsweise kann auch hier eine
Dichtung vorgesehen sein. Die benachbarten Ablaufrinnen 11 der Auffangelemente 9 des
Gleisschieneninnenbereichs sind über eine gemeinsame Abdeckhaube 15 abgedeckt, die
jeweils an den an die Ablaufschrägen angrenzenden Seitenwänden der Ablaufrinnen 11
angrenzen und so gegen eine Verschiebung quer zur Längsrichtung der Schienen 3 gesichert
sind. Die Höhe der Abdeckhauben 15 kann auch denen der Abdeckhauben 12a der Auffangelemente
14 des Gleisschienenaußenbereichs angepaßt sein, so daß wahlweise die Abdeckhauben
15 als Auflagepunkte für Trittbleche 13 dienen.
[0028] Die Trittbleche 13 des Innenbereichs können jedoch auch den Gleisschieneninnenbereich
durchgehend überbrückend ausgeführt sein und auf den oberen Bereichen gegenüberliegender
Auffangelemente 9 aufliegen, so daß die Abdeckhauben 15 entbehrlich sind.
[0029] Wie in Fig. 3 und 4 gezeigt, sind die Ablaufrinnen 11 mit einem Kanalisationssystem
verbunden. Des weiteren sind die Querschnittskonturen der Abdeckhauben 12, 12a und
15 an die Form der Ablaufrinnen 11 derart angepaßt, daß die Seitenwände 16 und 17
der Abdeckhauben 12, 12a und 15 jeweils unmittelbar an den Seitenwänden der Ablaufrinnen
anliegen bzw. nur einen geringen Abstand zu diesen aufweisen, so daß eine seitliche
Verrückung der Abdeckhauben 12, 12a, 15 quer zu den Schienen 3 verhindert ist. Des
weiteren ist ein möglichst stufenloser Übergang zwischen den Abdeckhauben 12 und 15
und dem angrenzenden Bereich der Auffangelemente 9, 14 gewährleistet. Die Abdeckhauben
15 stützen sich dabei in ihrem mittleren Bereich auf den jeweils äußeren, aneinanderliegenden
Seitenwänden der Auffangrinnen ab, so daß eine besonders stabile Abdeckung gegeben
ist.
[0030] Wie den Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist, sind die in Schienenlängsrichtung benachbart
zueinander angeordneten Auffangelemente 9, 14 mittels Schraubbolzen 18 aneinander
befestigt. Um einen stufenlosen Übergang zu gewährleisten, können die Auffangelemente
mit ihren quer zur Schienenrichtung angeordneten Seiten mit eingekröpften Bereichen
versehen sein, die Auffangelemente können jedoch auch auf Stoß verlegt sein und über
Lochplatten miteinander verschraubt sein. Des weiteren sind die Auffangelemente 9,
14 über den Bodenbereich der Ablaufrinnen 11 an den Traversen 1 mittels Schraubbolzen
20 befestigt. Es können jedoch auch an den Traversen nach oben hin vorstehende Vorsprünge
vorgesehen sein, an die die äußeren Seitenwände der Ablaufrinnen anlegbar sind oder
an den Unterseiten der Auffangelemente Führungsstege angeordnet sein, die an die Seitenwände
der Abstandshalter anlegbar sind, so daß eine Verschiebung der Auffangelemente quer
zur Schienenlängsrichtung verhindert ist.
[0031] Wie in Fig. 4 und 5 gezeigt, sind die Abdeckhauben 12, 15 mit Längsschlitzen 19 versehen,
die den Eintritt von von den Ablaufschrägen abfließenden Schmutzwassers in die Ablaufrinnen
erleichtern.
[0032] Sämtliche Bauteile können beispielsweise aus Kunststoff oder aus Metall gefertigt
sein. Sind Trittbleche vorgesehen, so können die Auffangelemente auch gewichtssparend
als Kunststoffteile geringer Materialstärke ausgeführt sein.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Traverse
- 2
- Gleisschwelle
- 3
- Schiene
- 4
- Halteklaue
- 5
- Schraubbolzen
- 6
- Abstandshalter
- 7
- Seitenwand
- 8
- Seitenwand
- 9
- Auffangelement
- 10
- Ablaufschräge
- 11
- Ablaufrinne
- 12
- Abdeckhaube
- 12a
- Abdeckhaube
- 13
- Trittblech
- 14
- Auffangelement
- 15
- Abdeckhaube
- 16
- Seitenwand
- 17
- Seitenwand
- 18
- Schraubbolzen
- 19
- Längsschlitz
- 20
- Schraubbolzen
1. Abdeckung für Gleisanlagen zur Absicherung gegen Schadstoffeintrag bestehend aus Auffangelementen,
die den Bahnkörper abdecken, und Halteelementen zur Befestigung der Auffangelemente,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halteelemente als den Gleisschieneninnenbereich überbrückende Traversen (1)
ausgebildet und an der Unterseite der Schienen (3) befestigt sind und daß die Auffangelemente
(9) an den Traversen (1) befestigt sind.
2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Traversen (1) auf der dem Gleisschieneninnenbereich abgewandeten Seite der
Schienen (3) seitlich über diese vorstehen und auf den Überständen weitere Auffangelemente
(14) befestigbar sind.
3. Abdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangelemente (9, 14) sich auf an den Traversen (1) befestigten Abstandshaltern
(6) abstützen und die Abstandshalter (6) in unterschiedlichen Entfernungen von einer
Schiene (3) unterschiedliche Höhen aufweisen, wobei durch den Höhenunterschied das
Gefälle der Auffangelemente definiert wird.
4. Abdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (6) als im wesentlichen parallel zu den Schienen (3) angeordnete
U-Profilschienen mit Seitenteilen (7, 8) unterschiedlicher Höhe ausgeführt sind.
5. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangelemente (9, 14) eine an die Schienen (3) angrenzende Ablaufschräge
(10) und eine sich an die Ablaufschräge (10) anschließende Ablaufrinne (11) aufweisen.
6. Abdeckung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten Schienen (3) jeweils einander gegenüberliegend zwei baugleiche
Auffangelemente (9) angeordnet sind, deren Ablaufrinnen (11) aneinander anliegen.
7. Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Gleisschieneninnen- und im Gleisschienenaußenbereich baugleiche Auffangelemente
(9, 14) vorgesehen sind.
8. Abdeckung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Abdeckhauben (12, 12a, 15) für die Ablaufrinnen (11) vorgesehen sind.
9. Abdeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhauben (12, 12a, 15) als in den Ablaufrinnen (11) angeordnete U-Profilschienen
ausgeführt sind, die sich mit ihren Seitenteilen (16, 17) in der Ablaufrinne (11)
abstützen.
10. Abdeckung nach Anspruch 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (16, 17) der als U-Profilschienen ausgebildeten Abdeckhauben
(15) sich in benachbarten Ablaufrinnen (11) abstützen.
11. Abdeckung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Abdeckhauben mit Durchtrittsöffnungen (19) versehen ist.
12. Abdeckung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhauben (12, 12a, 15) seitlich unverrückbar in der Ablaufrinne angeordnet
sind.
13. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Ablaufschräge begehbare, flüssigkeitsdurchlässige Trittbleche (13)
vorgesehen sind.
14. Abdeckung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Trittbleche (13) sich schienenseitig auf den Ablaufschrägen (10) und auf
den den Schienen (3) abgewandten Seiten auf in den Ablaufrinnen (11) angeordneten
Abdeckhauben (12a, 15) abstützen und die Höhe der Abdeckhauben (12a, 15) so bemessen
ist, daß daß die Trittbleche (13) im wesentlichen horizontal verlegbar sind.