[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Setzen von Befestigungselementen
für die Befestigung einer Dämmschicht an einer Unterkonstruktion, wobei die Befestigungselemente
zweiteilig sind und ein Halteteil mit Teller und eine von diesem aufgenommene Schraube
umfassen, die in der Unterkonstruktion verankert wird.
[0002] Aus der DE 42 40 607 (A1) ist beispielsweise ein Verfahren der eingangs genannten
Art bekannt, bei dem jeweils die Halteteile der zweiteiligen Befestigungselemente
über Ausnehmungen der Teller und Schäfte miteinander zu einer Kette verbunden sind
und diese verketteten Befestigungselemente in ein an der Vorrichtung selbst angebrachtes
Magazin eingelegt werden. Dieses Magazin weist einen Zuführkanal auf, über den die
Befestigungselemente einer Schraubeinheit zugeführt werden. Damit die Befestigungselemente
einzeln gesetzt werden können, umfasst die Vorrichtung außerdem noch eine Vereinzelungsvorrichtung
mittels derer vor jedem Setzvorgang automatisch ein Befestigungselement aus der Kette
herausgelöst wird, so dass dann dessen Schraube eingeschraubt werden kann. Dieses
bekannte Verfahren hat zunächst den Nachteil, dass die verwendete Vorrichtung relativ
voluminös und komplex aufgebaut und damit kostenaufwendig ist. Außerdem ist aber auch
die Handhabung der Vorrichtung relativ mühsam, da die Bedienungsperson bei jedem Setzvorgang
ein Gestell des Schraubautomaten gegen eine Federkraft abwärts bewegen muss, was naturgemäß
zu einer starken körperlichen Belastung führt.
[0003] Aus der US-A 4 862 664 ist ebenfalls ein zweiteiliges Befestigungselement mit einem
Halteteil und einer im Halteteil einliegenden Schraube vorbekannt. Das Halteteil besteht
aus Kunststoff und weist einen Hohlschaft auf, der einstückig mit einem Teller ist.
Das Befestigungselement mit dem Halteteil und der Schraube ist vormontiert, d. h.
die Schraube liegt im Hohlschaft des Halteteils ein. Zur Befestigung einer Dämmschicht
an einer Unterkonstruktion wird ein Schrauberbit in den Hohlschaft des Halteteils
eingeführt, so dass der Schrauberbit mit der Schraube in drehfesten Eingriff gelangt.
Auf den Schrauberbit ist ein zylindrisches Teil aufgesetzt, das in den Hohlschaft
des Halteteils eingreift und dieses unter Klemmwirkung hält. Das auf das zylindrische
Teil des Schraubers aufgesetzte Befestigungselement wird in die Dämmsicht eingeführt
und die Schraube mit dem Schrauberbit in die Unterkonstruktion eingeschraubt. Anschließend
wird das Schrauberbit mit dem zylindrischen Teil aus dem Befestigungselement herausgezogen,
das in die Unterkonstruktion eingeschraubte Befestigungselement hält die Dämmschicht
mit seinem Teller.
[0004] Das bekannte Befestigungselement hat den Nachteil, dass eine Bedienungsperson jedes
zu setzende Befestigungselement einzeln mit der Hand aus einem Vorrat entnehmen und
auf das zylindrische Teil des Schrauberbits aufsetzten muss. Weiterer Nachteil ist,
dass die Bedienungsperson beim Setzen in gebückter Haltung arbeiten muss, was mühsam
ist und zu Rückenproblemen führen kann.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein Verfahren zum Setzen
von Befestigungselementen der eingangs genannten Gattung zu schaffen, das ein zügiges
Setzen der Befestigungselemente mit geringerer körperlicher Belastung für die Bedienungsperson
und in bequemer Körperhaltung erlaubt.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Setzen von
Befestigungselementen der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs.
[0007] Nach der erfindungsgemäßen Lösung nimmt die Bedienungsperson jeweils ein einzelnes
Befestigungselement aus einem Vorrat mittels eines Schraubers auf, wobei ein zylindrischer
Teil des Schraubers in die Hülsenbohrung des Halteteils des zweiteiligen Befestigungselements
so eingeführt wird, dass das Halteteil unter Klemmwirkung an dem Schrauber verbleibt.
Der Schrauber weist ein Verlängerungsteil auf, das so lang ist, dass die Bedienungsperson
sich zum Aufnehmen eines Befestigungselements aus dem Vorrat nicht bücken muss, sondern
das zylindrische Teil des Schraubers im Stehen in die Hülsenbohrung des Halteteils
einführen kann. Durch das Verlängerungsteil kann die Bedienungsperson das Befestigungselement
außerdem bequem im Stehen setzen, wenn die Dämmschicht auf einem Flachdach zu befestigen
ist. Der Schrauber ist also so ausgebildet, dass die Bedienungsperson im Stehen arbeiten
kann, sowohl beim Aufnehmen als auch beim Setzten der Befestigungselemente. Nach dem
Aufnehmen des Befestigungselements mit dem Schrauber wird der Schaft des Halteteils
in die Dämmschicht eingeführt und die Schraube in die Unterkonstruktion mittels einer
drehbaren Schrauberspitze des Schraubers eingeschraubt und schließlich wird der zylindrische
Teil des Schraubers aus der Hülsenbohrung des Halteteils herausgezogen. Es kann dann
das nächste Befestigungselement in gleicher Weise aufgenommen und gesetzt werden.
[0008] Die Befestigungselemente sind vormontiert in Reihen angeordnet und untereinander
zu einer Kette verknüpft ähnlich wie bei dem eingangs genannten bekannten Verfahren.
Jedoch werden die verketteten Befestigungselemente nicht als Kette in den Schrauber
gegeben, sondern vor jedem Setzvorgang wird mittels des Schraubers durch eine Schwenkbewegung
jeweils ein Halteteil, in dem sich die Schraube befindet, aus der Kette gelöst. Das
dann an dem Schaft des Schraubers verbleibende Befestigungselement kann anschließend
gesetzt werden.
[0009] Vorzugsweise dient das erfindungsgemäße Verfahren zur Befestigung einer Dämmschicht
an zum Beispiel einer Trapezblechunterkonstruktion eines Flachdachs. Ebenso gut ist
es aber auch möglich, eine Dämmschicht nach diesem Verfahren an einer Fassadenwand
zu befestigen. In diesem Fall umfassen die Halteteile ein Dübelteil und in die Wand
wird vor dem Setzen der Befestigungselemente ein Bohrloch eingebracht. Die Schraube
des zweiteiligen Befestigungselements wird dann in dieses Dübelteil eingeschraubt.
[0010] Das Halteteil des Befestigungselements weist für die Verwendung in dem Verfahren
der vorgenannten Art, vorzugsweise in seiner Hülsenbohrung am Umfang innen umlaufende
Querrippen oder in axialer Richtung sich erstreckende Längsrippen auf. Dies ist eine
bevorzugte Ausbildung des Befestigungselements um die benötigte Klemmwirkung zu erzielen,
so dass das Halteteil nach dem Aufnehmen an dem Schrauber verbleibt, wobei die Klemmwirkung
jedoch nicht zu groß ist, so dass es keine Schwierigkeiten macht, nach dem Einschrauben
der Schraube den Schrauber wieder aus der Hülsenbohrung herauszuziehen.
[0011] Vorzugsweise hat die Hülsenbohrung des Halteteils einen Innendurchmesser D, der in
etwa dem Außendurchmesser d des zylindrischen Teils des Schraubers entspricht, wobei
zwischen diesem zylindrischen Teil des Schraubers und der Hülsenbohrung des Halteteils
eine leichte Klemmwirkung, aber keine Presswirkung erzeugt wird.
[0012] Der Schrauber zur Verwendung beim Setzen von Befestigungselementen in dem erfindungsgemäßen
Verfahren der oben genannten Art umfasst einen zylindrischen Teil, dessen Außendurchmesser
d dem Innendurchmesser D der Hülsenbohrung des Halteteils entspricht und wobei der
vordere Bereich des Schraubers so dimensioniert ist, dass bei in die Hülsenbohrung
eingeführtem zylindrischen Teil des Schraubers die Schrauberspitze eines Schrauberbits
einen Kopf der in dem Halteteil befindlichen einzuschraubenden Schraube erreicht.
[0013] Ein Magazin für die Bevorratung von Befestigungselementen zur Verwendung in einem
Verfahren der oben genannten Art umfasst vorzugsweise ein kastenförmiges Behältnis
mit einem Aufnahmeraum und einem Deckel, wobei dieser Aufnahmeraum eine größere Anzahl
von Befestigungselementen gegebenenfalls mit Halteteil und Schraube vormontiert aufnehmen
kann. Der Deckel weist vorzugsweise Schlitze auf, die eine Aufnahme für die Schäfte
der Halteteile bilden, so dass diese in Reihen angeordnet werden können, wobei ihre
Teller jeweils auf dem Deckel des kastenförmigen Behältnisses aufliegen. Dabei sind
die Halteteile in diesen Reihen über Schäfte und Ausnehmungen an den Tellern miteinander
verkettet. Zur Aufnahme eines Befestigungselements muss die Bedienungsperson jeweils
den Schrauber in die Hülsenbohrung eines Halteteils hineinschieben und dann eine Schwenkbewegung
mit dem Schrauber vornehmen, um jeweils ein Halteteil aus der Kette auszuknüpfen.
Dadurch, dass das kastenförmige Behältnis, das als Magazin für die Befestigungselemente
dient, körperlich von dem Schrauber gelöst ist, hat der Schrauber auch ein geringes
Gewicht und ist in seiner Handhabung leichter. Das Magazin kann man so ausbilden,
dass das kastenförmige Behältnis an wenigstens einer Seite zwei Räder aufweist und
damit verfahrbar ist, so dass die Bedienungsperson, wenn sie auf einem Flachdach arbeitet,
das Magazin jeweils hinter sich herziehen kann.
[0014] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Befestigungselement;
- Fig. 2a
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Befestigungselements vor dem Einführen
des Schraubers;
- Fig. 2b
- eine entsprechende schematische Ansicht des Befestigungselements von Fig. 2a nach
dem Einführen des Schraubers;
- Fig. 3
- eine Ansicht eines kastenförmigen Magazins für Befestigungselemente nach der Erfindung;
- Fig. 4
- mehrere erfindungsgemäße Befestigungselemente, die sich in dem Magazin befinden und
miteinander verkettet sind;
- Fig. 5
- eine schematisch vereinfachte Ansicht eines erfindungsgemäßen Einschraubwerkzeugs;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Befestigungselements mit dem vorderen Teil des
Einschraubwerkzeugs;
- Fig. 7
- eine Ansicht, die das Lösen eines Befestigungselements aus dem Magazin mittels des
Einschraubwerkzeugs demonstriert;
- Fig. 8
- eine Ansicht betreffend die Verwendung eines erfindungsgemäßen Befestigungselements
zur Befestigung einer Dämmschicht auf einem Flachdach im teilweisen Schnitt;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Befestigungselements gemäß einer weiteren Variante;
- Fig. 10
- zeigt schematisch das Einschrauben eines Befestigungselements gemäß Fig. 9 zur Befestigung
einer Dämmschicht an einer Wand in drei verschiedenen Stadien.
[0015] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt einen Schnitt durch
ein erfindungsgemäßes Befestigungselement gemäß einer alternativen Variante der Erfindung,
das besteht aus einem Halteteil 10 mit einem oberen Teller 11 und einem am Teller
11 angeformten Schaft 12, der eine im oberen Abschnitt im wesentlichen zylindrische
Hülsenbohrung 13 aufweist. In ihrem unteren Endbereich geht diese zylindrische Hülsenbohrung
13 des Schafts 12 in einen konischen Abschnitt 14 über, der eine Auflagefläche für
den Schraubenkopf 18 einer Schraube 16 bildet. das Befestigungselement gemäß Fig.
1 ist somit zweiteilig und besteht aus dem Halteteil 10 mit Teller 11 und Schaft 12
und der Schraube 16 mit Schraubenkopf 18 und Schraubenschaft 17. Die Schraube 16 kann
in eine Unterkonstruktion eines Flachdachs eingeschraubt werden, wie weiter unten
noch näher erläutert wird. An die konische Auflagefläche 14, die zur Auflage und als
Widerlager für den Schraubenkopf 18 dient schließt sich nach unten hin wiederum ein
kürzerer zylindrischer Abschnitt 15 der Hülsenbohrung an, die der obere Teil des Schafts
17 der Schraube, der vorzugsweise gewindelos ist, durchsetzt.
[0016] Gemäß der Erfindung hat nun das Halteteil 10 innenseitig in der Hülsenbohrung 13
des Schafts 12 mehrere umlaufende beabstandete sich entlang der zylindrischen Innenfläche
der Hülsenbohrung erstreckende Rippen 19. Anstelle dieser umlaufenden Rippen 19 gemäß
der Zeichnung Fig. 1, die sich quer zur Achse der Hülsenbohrung erstrecken können
aber auch ebensogut Längsrippen vorhanden sein, die sich in axialer Richtung über
den Umfang verteilt beabstandet erstrecken.
[0017] Die Funktion dieser Rippen 19 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 2a und
2b näher erläutert. Man erkennt in Fig. 2a wiederum das erfindungsgemäße Befestigungselement
mit Halteteil 10 und Schraube 16. Der Durchmesser der Hülsenbohrung 13 des Halteteils
10 ist mit dem Buchstaben "D" gekennzeichnet. Oberhalb des Halteteils 10 ist schematisch
das untere Ende eines zum Einschrauben der Schraube 16 in die Dachkonstruktion verwendeten
Schraubers 20 dargestellt. Wie man sieht hat dieser Schrauber 20 einen unteren zylindrischen
Teil 24, dessen Durchmesser in der Zeichnung mit dem Buchstaben "d" wiedergegeben
ist. Innenseitig hat dieser zylindrische Teil 24 eine vorzugsweise Sechskant-Bitaufnahme
21, so daß ein Schrauberbit 22 dort eingesteckt werden kann, das bei Bedarf zur Befestigung
eines anderen Schraubentyps auswechselbar ist. Das Schrauberbit 22 hat an seinem vorderen,
dem Halteteil 10 zugewandten Ende eine Schrauberspitze 23, die als Einschraubwerkzeug
für die Schraube 16 dient. Diese Schrauberspitze 23 kann beispielsweise ein Kreuzschlitzschrauber,
ein gewöhnlicher Schlitzschrauber oder dergleichen sein, je nachdem welche Schrauben
verwendet werden.
[0018] Das Einschrauben wird nun nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 2a und 2b näher
erläutert. Wie der Vergleich der Darstellung zeigt, wird dazu der Schrauber 20, von
dem hier nur der wesentliche untere Teil dargestellt ist abgesenkt, so daß einerseits
die Schrauberspitze 23 den Kopf 18 der Schraube 16 erreicht und somit diese einschrauben
kann. Andererseits wird dabei aufgrund der Abmessungen des Schraubers 20 im unteren
Bereich der zylindrische Teil 24 in die Hülsenbohrung 13 des Halteteils 20 eingeschoben
und zwar unter Gleitpassung, d.h. die Dimensionierung von zylindrischem Teil 24 und
Innendurchmesser der Hülsenbohrung 13 ist so gewählt, daß eine leichte Aufnahme des
zylindrischen Teils 24 in der Hülsenbohrung 13 gegeben ist. Der Durchmesser "d" entspricht
also dem Innendurchmesser "D" der Hülsenbohrung 13 im wesentlichen oder übersteigt
diesen etwas. Aufgrund der Elastizität des aus Kunststoff ausgebildeten Halteteils
10 wird dabei der zylindrische Teil 24 so von der Hülsenbohrung 13 aufgenommen, daß
das Halteteil 10 bei Anheben des Schraubers 20 an diesem haften bleibt, daß aber andererseits
nach Einschrauben der Schraube 16 und Ausüben einer Zugkraft auf den Schrauber 20
nach oben hin der zylindrische Teil 24 problemlos aus der Hülsenbohrung 13 herausgezogen
werden kann. Dies wird noch erleichtert durch die Rippen 19 in der Hülsenbohrung,
da dadurch keine flächige Anlage des zylindrischen Teils 24 des Schraubers sondern
nur eine Anlage in den ringförmigen Bereichen der Stege 19 gegeben ist. Die Rippen
19 dienen also auch aufgrund der Elastizität des Kunststoffs des Halteteils 10 zum
Toleranzausgleich. Auf den Vorgang des Aufnehmens des Halteteils 10 mit Hilfe des
zylindrischen Teils 24 des Schraubers 20 wird weiter unten noch näher eingegangen.
[0019] Fig. 3 zeigt ein kastenförmiges Behältnis 29, das als Magazin für die erfindungsgemäßen
Befestigungselemente, also die Halteteile 10 mit Schraube 16 dient. Man erkennt, daß
das Magazin vorzugsweise vorn Räder 34 aufweist, so daß die mit dem Einschrauben der
Befestigungselemente beschäftigte Person dieses zum Beispiel auf einem Flachdach jeweils
nachziehen kann. Es handelt sich bei dem Magazin 29 um einen Behälter mit einem oberen
Deckel 28, wobei sich unter diesem Deckel 28 in dem Stauraum eine größere Anzahl der
Befestigungselemente befindet, die jeweils vormontiert sein können, so daß jedes Halteteil
10 bereits eine Schraube 16 enthält. In dem Kastendeckel 28 sind ein oder mehrere
parallele Schlitze 33 vorgesehen, die jeweils den Schaft 12 des Halteteils 10 aufnehmen,
so daß die Befestigungselemente in Reihen mit ihren Schäften entlang der Schlitze
33 mit den Tellern nach oben angeordnet werden können, wie das in der Zeichnung Fig.
3 dargestellt ist. Dabei können mehrere Halteteile 10 jeweils mit Schaft 12 und Teller
11 untereinander verkettet werden, so daß sich die Teller 11 mehrerer Halteteile jeweils
überlappen und der Teller 11 eines jeden Halteteils 10 mit einer Ausnehmung 11a den
Schaft 12 des benachbarten Halteteils 10 übergreift. Eine solche Reihe in einem Schlitz
33 angeordneter Halteteile 10a, 10b, 10c, deren Teller 11 sich jeweils schuppenartig
überdecken und die zu einer Kette verknüpft sind, um so in dem Deckel 28 des Magazins
29 aufbewahrt zu werden, ist in Fig. 4 dargestellt.
[0020] Die Verkettung wird besser anhand der perspektivischen Darstellung des Befestigungselements
gemäß Fig. 6 deutlich. Wie man sieht, hat der Teller 11 an einer Stelle eine nach
außen hin offene Ausnehmung 11a, die entsprechend dem Außendurchmesser des Schafts
12 dimensioniert ist, einen etwa dreiviertelkreisförmigen Umriß hat, sich aber außen
etwas verengt, so daß man die Ausnehmung 11a auf den Schaft 12 des benachbarten Halteteils
10 schieben kann, wobei sich die außen verengte Ausnehmung 11a etwas spreizt und dann
nach Art einer Rastverbindung über den Schaft 12 des anderen Halteteils schnappt.
Diese Art der Verkettung der Halteteile über Ausnehmung 11a des Tellers und Schaft
ist an sich bekannt, nicht jedoch die Art der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Magazinierung,
die besondere Vorteile bei der Handhabung der Befestigungselemente beim Herausnehmen
aus dem Magazin 29 und anschließenden Einschrauben bietet, wie nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Fig. 5, 6 und 7 näher erläutert wird.
[0021] Fig. 5 zeigt eine vollständige perspektivische schematisch vereinfachte Darstellung
des Schraubers 20. Dieser weist ein Gehäuse 26 mit einem Handgriffteil 27 auf ähnlich
einer herkömmlichen Bohrmaschine. Für das Einschrauben der Befestigungselemente insbesondere
im Flachdachbereich weist der Schrauber 20 zwischen Gehäuse 26 und dem zylindrischen
Teil 24 mit dem Schrauberbit ein zylindrisches Verlängerungsteil 25 auf, wodurch die
Handhabung verbessert und die Bedienungsperson mit dem Schrauber 20 Befestigungselemente
zum Beispiel auf einem Flachdach im Stehen einschrauben kann.
[0022] Wenn nun ein Befestigungselement gemäß der Erfindung zur Befestigung der Dämmschicht
auf einem Flachdach gesetzt werden soll, entnimmt die Bedienungsperson zunächst mit
Hilfe des Schraubers 20 ein Halteteil 10 mit Schraube 16 aus dem Magazin 29, indem
der zylindrische Teil 24 des Schraubers 20 in die Hülsenbohrung 13 des Halteteils
10a eingeführt wird, wie dies in Fig. 7 gezeigt wird. Anschließend wird der Schrauber
gekippt und damit hebelt der zylindrische Teil 24 des Schraubers das in eine Kette
mit dem weiteren Halteteil 10b eingeknüpfte Halteteil 10a aus der Kette und somit
aus dem Magazin heraus. Aufgrund der oben geschilderten Dimensionierung der Hülsenbohrung
13 und des zylindrischen Teils 24 bleibt das Halteteil 10a durch Klemmwirkung an dem
zylindrischen Teil 24 des Schraubers und kann dann gesetzt werden, wie dies in Fig.
8 dargestellt ist. Man sieht dort einen schematischen Längsschnitt durch ein Flachdach
mit einem unteren Trapezblech 32, einer darüber liegenden Dämmschicht 31 und einer
darüber liegenden Dachhaut 30. Das erfindungsgemäße Befestigungselement wird so gesetzt,
daß der Teller 11 flächig auf der Dachhaut 30 aufliegt und diese festhält und der
Schaft 17 der Schraube 16 in das Trapezblech 32 der Unterkonstruktion einschraubbar
ist. Das Einschrauben erfolgt mittels der Schraubspitze 23 am unteren Ende des Schraubers.
Mit anderen Worten, die auf dem Flachdach arbeitende Person muß sich weder für die
Entnahme des Befestigungselements aus dem Magazin 29 noch für das Setzen des Befestigungselements
auf dem Flachdach bücken. Mit dem zylindrischen Teil 24 des Schraubers 20 wird das
Befestigungselement aufgenommen, gesetzt und verschraubt. Ein Vorrat von weiteren
Befestigungselementen befindet sich lose unter dem Deckel 28 des in Fig. 3 dargestellten
Magazins 29, so daß in die Schlitze 33 neue Befestigungselemente 10a, 10b, 10c, aus
dem Vorrat eingelegt werden können, wenn diese verbraucht sind. Dabei geht auch dieses
Einlegen in den Schlitz 33 rasch, da die Befestigungselemente untereinander verkettet
sind.
[0023] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Fig. 9 und 10 näher beschrieben. Fig. 9 zeigt ein Befestigungselement 40 gemäß
einer alternativen Variante, das mit dem Schrauber 20 in der erfindungsgemäßen Weise
aufgenommen und gesetzt werden kann. Bei dem Befestigungselement 40 handelt es sich
aber um ein solches, das vorwiegend für die Befestigung einer Dämmschicht 31 an einer
Wand 35, insbesondere einer Fassadenwand, eingesetzt wird, sowie dies in Fig. 10 dargestellt
wird.
[0024] Das Befestigungselement 40 hat wiederum einen oberen Teller 41 und einen mit diesem
verbundenen Schaft 42, wobei an diesen Schaft 42 nach unten hin ein Dübelteil 43 angespritzt
ist. Dieser Dübelteil 43 weist ähnlich wie ein herkömmlicher Dübel Längsschlitze 44
auf.
[0025] Vor dem Setzen des Befestigungselements 40 wird zunächst in der Wand 35 ein Bohrloch
36 angebracht, das den Dübelteil 43 aufnimmt. Dann wird das Befestigungselement 40
mittels des Schraubers 20 aufgenommen und zwar so, daß der zylindrische Teil des Schraubers
45, der in Fig. 10 dargestellt ist, wieder in die Hülsenbohrung des Befestigungselements
40 unter Klemmwirkung eingeschoben wird. Ähnlich wie bei dem oben beschriebenen ersten
Ausführungsbeispiel befindet sich in der Hülsenbohrung des Befestigungselements 40
eine Schraube 46, wie dies in Fig. 10 oben dargestellt ist. Das Befestigungselement
wird nun durch die Dämmschicht 31 geschoben, bis der Teller 41 an der vorderen Begrenzung
der Dämmschicht 31 anliegt und dann wird mit der Schrauberspitze 47 die Schraube 46
in den Dübelteil 43 eingeschraubt, so daß dann die Stellung gemäß der mittleren Darstellung
in Fig. 10 erreicht ist. Nach dem vollständigen Einschrauben der Schraube 46 und damit
Befestigung der Dämmschicht 31 durch den Teller 41 des Befestigungselements 40 kann
der zylindrische Teil 45 des Schraubers mit der Schrauberspitze 47 herausgezogen werden,
wie dies in der unteren Darstellung von Fig. 10 gezeigt ist und das nächste Befestigungselement
40 kann aufgenommen werden.