[0001] Die Erfindung betrifft einen Gebäudeabschluß bestehend aus einer Zarge und zumindest
einem in der Zarge schwenkbar gehaltenen Flügel, beispielsweise ein Türblatt oder
ein Fensterflügel, der einen Rahmen aufweist, in dem eine feuerbeständige Brandschutzglasscheibe,
ein Blatteil mit wärmedämmender Zwischenschicht oder ein anderer, zumindest über eine
bestimmte Zeitspanne feuerresistenter Einsatz angeordnet ist, wobei die Zarge und/oder
der Rahmen aus zwei Aluminiumprofilen oder dergleichen aus im hier betrachteten Brandschutzbereich
nicht feuerresistenten Werkstoffen besteht, die unter Zwischenlage der Brandschutzglasscheibe,
des Blatteils oder dergleichen miteinander verbunden sind, und wobei zwischen den
Profilen der Zarge und/oder des Rahmens thermische Trennelemente, vorzugsweise Brandschutzplatten,
angeordnet sind, wobei zwischen der Zarge und dem Flügel sowie zwischen dem Rahmen
und der in den Rahmen eingesetzten Brandschutzglasscheibe, dem Blatteil oder dergleichen
sich bei Erwärmung ausdehnende Elemente angeordnet sind, die bei Erwärmung eine feuerfeste
Brücke zwischen den feuerbeständigen Bestandteilen, nämlich der Brandschutzglasscheibe
bzw. dem Blatteil und den Brandschutzplatten bilden, wobei die sich bei Erwärmung
ausdehnenden Elemente Kräfte auf die feuerbeständigen Bestandteile ausüben, die im
wesentlichen senkrecht zu deren Flächennormalen verlaufen, so daß nach Schmelzen der
Zargen- und/oder Rahmenprofile ein Zusammenhalt dieser Bestandteile aufgrund einer
Verspannung dieser Bestandteile mittels der Elemente gegeben ist und wobei die Brandschutzplatten
zwischen benachbarten Verbindungselementen angeordnet sind, welche die Profile verbinden.
[0002] Derartige Gebäudeabschlüsse sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise
offenbart die DE-PS 3 050 946 ein Brandschutzbauteil für derartige Gebäudeabschlüsse,
wie Fenster, Türen oder dergleichen, welches zwei Aluminiumprofilleisten aufweist,
die über ein thermisches Trennelement zu einem tragenden Kern miteinander verbunden
sind, wobei für die Rahmenfüllung Halteleisten aus Stahl vorgesehen sind, die mittels
Schrauben am Kern verankert sind. Demzufolge ist aus dieser Druckschrift bereits ein
Gebäudeabschluß bekannt, der insbesondere aus Aluminium herstellbar ist, wobei bei
Brandeinwirkungen das Aluminium zumindest auf der Brandseite schmelzen kann, ohne
daß die Stabilität des Gebäudeabschlusses wesentlich beeinträchtigt wird. Die Stabilität
dieses Gebäudeabschlusses wird dann nämlich durch die thermischen Trennelemente und
die Halteleisten hergestellt. Hierzu sind die thermischen Trennelemente mit den Halteleisten
und die Halteleisten mit der Rahmenfüllung, beispielsweise mit einer Brandschutzglasscheibe
verbunden. Nachteil dieser vorbekannten Konstruktion ist jedoch, daß konstruktiv ein
großer Aufwand getrieben werden muß, da die Halteleisten mit den Trennelementen verbunden
werden müssen. Hierzu sieht diese vorbekannte Konstruktion die Verwendung von Schrauben
vor.
[0003] Ein Gebäudeabschluß mit den eingangs genannten Merkmalen ergibt sich aus der EP 0
590 236.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen gattungsgemäßen Gebäudeabschluß zu schaffen, der bei Brandeinwirkung trotz annähernd
ausschließlicher Verwendung von Leichtmetall, wie Aluminium oder dergleichen oder
Kunststoffen eine ausreichende temporäre Standfestigkeit bei gleichzeitiger Abschottung
aufweist, wobei die Konstruktion des Gebäudeabschlusses möglichst einfach und damit
kostengünstig herstellbar sein soll und bei einseitiger Erwärmung ausreichende Bewegbarkeit
der beiden Schalen aufweist, um eine Relativbewegung einzelner Bauelemente aufgrund
unterschiedlicher Ausdehnungen zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Profile derart miteinander verbunden sind,
daß sie unter Brandeinwirkung zumindest begrenzt aufeinander zu bzw. voneinander weg
bewegbar sind, um thermische Spannungen bei einseitiger Erwärmung auszugleichen.
[0006] Zwischen der Zarge und dem Flügel sowie zwischen dem Rahmen und der in dem Rahmen
eingesetzten Brandschutzglasscheibe, dem Blatteil oder dergleichen sind sich bei Erwärmung
ausdehnende Elemente angeordnet, die bei Erwärmung eine feuerfeste Brücke zwischen
den feuerbeständigen Bestandteilen, nämlich der Brandschutzglasscheibe bzw. dem Blatteil
und den Brandschutzplatten bilden, wobei die sich bei Erwärmung ausdehnende Elemente
Kräfte auf die feuerbeständigen Bestandteile ausüben, die im wesentlichen senkrecht
zu deren Flächennormalen verlaufen, so daß nach Schmelzen der Zargen- und/oder Rahmenprofile
ein Zusammenhalt dieser Bestandteile aufgrund einer Verspannung dieser Bestandteile
mittels der Elemente gegeben ist.
[0007] Demzufolge dehnen sich im Brandfall die zwischen Zarge und Flügel bzw. zwischen zwei
Flügeln eines zweiflügeligen Fensters angeordneten Elemente derart aus, daß die in
die Rahmen von Zarge und Flügel angeordneten Brandschutzplatten über die sich bei
Erwärmung ausdehnenden Elemente miteinander verbunden sind. Die sich bei Erwärmung
ausdehnenden Elemente stellen somit eine Brücke zwischen den Brandschutzplatten bzw.
zwischen einer Brandschutzplatte und einer Brandschutzglasscheibe dar, wobei die sich
bei Erwärmung ausdehnenden Elemente darüber hinaus in an sich bekannter Weise auch
noch Abdichtungsfunktionen ausüben können, dahingehend, daß der gesamte Spaltraum
zwischen Zarge und Flügel bzw. zwischen zwei Flügeln eines zweiflügeligen Fensters
oder einer zweiflügeligen Tür abgedichtet wird. Bei einem Wegschmelzen der der Brandseite
zugewandten Profile bleibt demzufolge ein Gebäudeabschluß bestehen, der eine ausreichende
temporäre Standfestigkeit bei gleichzeitiger Abschottung aufweist. Darüber hinaus
ist diese Gebäudeabschlußkonstruktion derart ausgebildet, daß eine einfache und damit
kostengünstige Herstellung des Gebäudeabschlusses möglich ist, ohne daß hitzebeständige
thermische Elemente mit Halteleisten für eine Brandschutzglasscheibe bzw. ein Blatteil
verschraubt werden müssen.
[0008] Dabei sind die Brandschutzplatten zwischen benachbarten Verbindungselementen angeordnet,
welche die Profile verbinden. Die sich bei Erwärmung ausdehnenden Elemente sind auf
den Schmalseiten der Brandschutzplatten und/oder auf den thermischen Verbindungselementen
angeordnet. Demzufolge sind die Profile der Zarge bzw. des Rahmens mit Verbindungselementen
miteinander verbunden und auf diesen Verbindungselementen die sich bei Erwärmung ausdehnenden
Elemente angeordnet, so daß bei Brandeinwirkung die nebeneinanderliegenden Brandschutzplatten
bzw. Brandschutzglasscheiben oder Blatteile mittels der sich bei Erwärmung ausdehnenden
Elemente derart verbunden werden, daß ein im wesentlichen ebener Gebäudeabschluß erzielt
wird. Demzufolge erfolgt die Krafteinwirkung der sich bei Erwärmung ausdehnenden Elemente
auf die Brandschutzplatten bzw. die Brandschutzglasscheibe oder das Blatteil im wesentlichen
senkrecht zur Flächennormalen dieser Bauteile. Durch diese Krafteinleitung wird ein
stabiles Verspannen der Bauelemente erzielt.
[0009] Die Verbindungselemente sind insbesondere nicht wärmeleitend, vorzugsweise aus Kunststoff,
insbesondere aus Polyamid, ausgebildet und an ihren Enden schwalbenschwanzförmig ausgestaltet
und greifen in korrespondierende Ausnehmungen in den Profilen ein.
[0010] In entsprechender Ausführung eines Gebäudeabschlusses mit einer im Flügel in Dichtungen
gehaltenen Brandschutzglasscheibe erstreckt sich die Brandschutzglasscheibe über die
Dichtungen in den Rahmen hinaus, so daß das im Rahmen angeordnete, sich bei Wärme
ausdehnende Element die Brandschutzglasscheibe dreiseitig umgreift. Hierdurch wird
eine sichere Festlegung der Brandschutzglasscheibe im Rahmen auch dann erzielt, wenn
der Rahmen brandseitig schmilzt. Ein Herausfallen der Brandschutzglasscheibe wird
durch die dreiseitige Einspannung verhindert.
[0011] Die sich bei Wärme ausdehnenden Elemente können in vorteilhafter Weise sowohl zargenseitig
als auch flügelseitig an beiden vertikal verlaufenden Abschnitten und im Türstockbereich
angeordnet werden, so daß durch das Ausdehnen der Elemente die Brandschutzglasscheibe
bzw. das Blatteil und die Brandschutzplatten in im wesentlichen rechtwinklig zueinander
angeordneten Kraftrichtungen belastet werden, wobei insbesondere der Vorteil erzielt
wird, daß diese Bauteile über ihre gesamte Kantenlängen derart eingespannt werden,
daß eine Verdrehung der Bauteile vermieden wird, was eventuell zu Undichtigkeiten,
insbesondere hinsichtlich eines Rauch- und Gasabschlusses führen könnte.
[0012] Ferner kann sich die Brandschutzglasscheibe bei Erwärmung in Richtung ihrer Flächennormalen
ausdehnen. Hierdurch wird eine weitere Erhöhung der Verspannung der Brandschutzglasscheibe
in den sich bei Wärme ausdehnenden Elementen erzielt, wodurch eine Erhöhung der Standfestigkeit
des Gebäudeabschlusses im Brandfall erzielt wird.
[0013] Zur Lösung der Aufgabe ist vorgesehen, daß die Profile derart miteinander verbunden
sind, daß sie unter Brandeinwirkung zumindest begrenzt aufeinander zu bzw. voneinander
weg bewegbar sind, um thermische Spannungen bei einseitiger Erwärmung auszugleichen.
[0014] Bei derartigen Gebäudeabschlüssen, die insbesondere dazu geeignet sind, Brandeinwirkungen
für eine bestimmte Zeitspanne zu widerstehen, ist es üblich, daß diese Brandeinwirkungen
auf nur einer Seite auftreten. Diese dem Brandherd zugewandte Seite des Gebäudeabschlusses
wird demzufolge zeitlich vor der dem Brandherd abgewandten Seite des Gebäudeabschlusses
erwärmt, so daß zwischen der dem Brandherd zugewandten Seite und der dem Brandherd
abgewandten Seite des Gebäudeabschlusses eine nicht unerhebliche Temperaturdifferenz
besteht. Diese Temperaturdifferenz führt jedoch dazu, daß sich die beiden gegenüberliegend
angeordneten Profile des Gebäudeabschlusses unterschiedlich ausdehnen, da die absolute
Ausdehnung letztendlich eine Funktion der einwirkenden Temperatur ist. Um durch die
unterschiedliche Ausdehnungen der beiden Profile entstehende Verspannungen innerhalb
des Gebäudeabschlusses zu vermeiden, sieht die Erfindung daher vor, daß die Profile
relativ zueinander bewegbar, d. h. aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegbar gelagert
sind. Hierdurch können thermische Spannungen bei einseitiger Erwärmung ausgeglichen
werden. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß zumindest ein
Profil in Längsrichtung der Verbindungselemente zumindest begrenzt verschiebbar gelagert
ist. Demzufolge erfolgt die "schwimmende" Lagerung zumindest eines Profils aufgrund
einer begrenzt verschiebbaren Anordnung des Verbindungselementes in diesem Profil,
so daß das Profil entlang des oder der Verbindungselemente auf das gegenüberliegende
Profil zu- bzw. von diesem gegenüberliegenden Profil wegbewegbar ist.
[0015] Es kann ferner vorgesehen sein, daß die Verbindungselemente mit einem Profil fest
und dem jeweils gegenüberliegend angeordneten Profil in Form einer auf Schubbeanspruchung
losen Verbindung lose befestigt sind. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine maximale
Stabilität des Gebäudeabschlusses bei gleichzeitig eingeschränkter Bewegbarkeit der
Profile zueinander, für den Fall einer Brandeinwirkung.
[0016] Schließlich kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, daß die
Verbindungselemente in im Querschnitt im wesentlichen V-förmigen Ausnehmungen in den
Profilen gehalten sind, wobei die Ausnehmungen in ihrer Querschnittsform im wesentlichen
mit den Enden der Verbindungselemente übereinstimmen und in Längsrichtung der Verbindungselemente
beidseitig offen ausgebildet sind.
[0017] Die Verbindungselemente sind an ihren Enden im wesentlichen schwalbenschwanzförmig
ausgebildet, so daß die hierzu korrespondierenden Ausnehmungen ebenfalls im Querschnitt
schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind. Hierbei ist eine Ausnehmung einseitig geschlossen,
so daß sie die Form einer hinterschnittenen Nut hat. Die dieser Ausnehmung gegenüberliegende
Ausnehmung ist gemäß diesem Merkmal der Erfindung in Längsrichtung der Verbindungselemente
beidseitig offen ausgebildet. Demzufolge hat diese Ausnehmung die Form einer Bohrung,
wobei die Bohrung im Querschnitt ebenfalls schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist.
Das in dieser Ausnehmung angeordnete Verbindungselement ist somit zumindest in einer
Richtung begrenzt verschiebbar gehalten, so daß das Profil mit den offenen Ausnehmungen
entlang der Verbindungselemente verschiebbar gehalten ist.
[0018] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses dargestellt
ist. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittansicht eines Gebäudeabschlusses bestehend aus einer Zarge und einem Türblatt
in Ausgangsposition;
- Figur 2
- den Gebäudeabschluß gemäß Figur 1 bei beginnender Brandeinwirkung;
- Figur 3
- den Gebäudeabschluß gemäß den Figuren 1 und 2 bei fortgeschrittener Brandeinwirkung;
- Figur 4
- den Gebäudeabschluß gemäß den Figuren 1 bis 3 bei weiter fortgeschrittener Brandeinwirkung
und
- Figur 5
- eine Detailansicht der Verbindung zwischen einem Verbindungselement und einem Aluminiumprofil
gemäß dem Kreis V in Figur 1.
[0019] Ein in der Figur 1 dargestellter Gebäudeabschluß 1 besteht aus einer Zarge 2 und
einem Türblatt 3, wobei die Zarge 2 fest mit einem nicht dargestellten Mauerwerk eines
Gebäudes verbunden ist und das Türblatt 3 um eine Drehachse schwenkbeweglich an der
Zarge 2 angeordnet ist.
[0020] Die Zarge 2 weist zwei einander gegenüberliegend angeordnete Aluminiumprofile 4 und
5 auf, die als Kastenprofile mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt ausgebildet
sind. Zwischen den Aluminiumprofilen 4 und 5 ist eine Brandschutzplatte 6 angeordnet,
wobei die Brandschutzplatte 6 beispielsweise mit den Aluminiumprofilen 4 und 5 verbunden
sein kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind darüber hinaus zwischen den beiden
Aluminiumprofilen 4 und 5 Verbindungselemente 7 angeordnet, die als Kunststoffstifte
aus Polyamid ausgebildet sind, welche schwalbenschwanzförmige Enden haben und in korrespondierende
Ausnehmungen 8 in den Aluminiumprofilen 4 und 5 eingreifen. Derartige Verbindungselemente
7 bestehen demzufolge aus einem nicht wärmeleitenden Material und sind in gleichmäßigen
Abständen über die gesamte Längserstreckung der Aluminiumprofile 4 und 5 angeordnet,
so daß die Aluminiumprofile 4 und 5, die Brandschutzplatte 6 und die Verbindungselemente
7 ein Brandschutzbauteil bilden, welches im vorliegenden Fall als Zarge 2 ausgebildet
ist.
[0021] Es ist aber auch denkbar, daß die Verbindungselemente 7 plattenförmig ausgebildet
sind, so daß die Brandschutzplatte 6 beidseitig von einer durchgehenden Platte abgedeckt
ist.
[0022] Das Türblatt 3 besteht ebenfalls aus Aluminiumprofilen 9 und 10, welche ebenfalls
im wesentlichen kastenförmig mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt ausgebildet
sind. Es ist zu erkennen, daß das Aluminiumprofil 10 an seinem der Zarge 2 abgewandten
Ende einen Steg 11 aufweist und daß an dem Aluminiumprofil 9 eine im wesentlichen
L-förmig ausgebildete Profilleiste 12 aus Aluminium befestigt ist, deren längerer
Schenkel 13 auf den Steg 11 hin ausgerichtet ist, wobei der Steg 11 und der Schenkel
13 an ihren freien Enden jeweils eine Dichtung 14 haben, zwischen denen eine Brandschutzglasscheibe
15 angeordnet ist.
[0023] Die Aluminiumprofile 9 und 10 des Türblattes 3 sind ebenfalls über Verbindungselemente
7 miteinander verbunden. In dem zwischen den Aluminiumprofilen 9 und 10 sowie den
gegenüberliegend angeordneten Verbindungselemente 7 gebildeten Hohlraum ist eine Brandschutzplatte
16 eingeschoben, wobei die Brandschutzplatte 16, wie im Falle der Aluminiumprofile
4 und 5 der Zarge 2, mit den Aluminiumprofilen 9 und 10 verbunden, beispielsweise
verklebt, sein kann.
[0024] Aus der Figur 1 ist zu erkennen, daß zwischen der Zarge 2 und dem Türblatt 3, d.
h. zwischen den Aluminiumprofilen 4, 5 der Zarge 2 und den Aluminiumprofilen 9, 10
des Türblattes 3 ein Hohlraum 17 vorhanden ist, der im vorliegenden Fall durch an
den Aluminiumprofilen 4 der Zarge 2 und 9 des Türblattes 3 angeordneten Dichtungen
18 abgedichtet ist.
[0025] Ferner ist zwischen dem Schenkel 13 und den der Zarge 2 abgewandten Enden der Aluminiumprofile
9 und 10 des Türblattes 3 ein Hohlraum 19 vorhanden. In diesen Hohlraum 19 ragt die
zwischen den Dichtungen 14 gehaltene Brandschutzglasscheibe 5 mit ihrem Ende 20 derart
herein, daß sowohl ihre Schmalseite als auch beide Sichtseiten frei sind.
[0026] In den Hohlräumen 17 und 19 sind Elemente 21 angeordnet, die sich unter Wärmeeinwirkung
ausdehnen. Diese Elemente 21 sind auf den Schmalseiten der Brandschutzplatten 6 bzw.
16 befestigt bzw. liegen auf den Verbindungselementen 7 auf. Es ist aber auch denkbar,
daß die Elemente 21 ausschließlich auf den Verbindungselementen 7 angeordnet sind,
wenn diese als plattenförmige Elemente ausgebildet sind und die Schmalseiten der Brandschutzplatten
6 bzw. 16 vollständig abdecken. Die Elemente 21 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
derart ausgebildet, daß sie sich über die gesamte vertikale Länge der Zarge 2 bzw.
des Türblattes 3 erstrekken und darüber hinaus auch im Türstockbereich, d. h. zwischen
den beiden vertikal verlaufenden Profilen der Zarge 2 (im Kopfbereich) vorhanden sind.
[0027] In Figur 2 ist der Gebäudeabschluß 1 gemäß Figur 1 bei beginnender Brandeinwirkung,
d. h. Wärmeeinwirkung dargestellt. Es ist zu erkennen, daß die sich bei Wärme ausdehnenden
Elemente 21 derart ausgedehnt haben, daß die Hohlräume 17 und 19 im wesentlichen Teil
durch die Elemente 21 ausgefüllt sind, wobei die Elemente 21 eine Brücke zwischen
den Brandschutzplatten 6, 16 bzw. zwischen der Brandschutzplatte 16 und der Brandschutzglasscheibe
15 herstellen. Die Brandschutzglasscheibe 15 wird hierbei im Bereich dieses Endes
20 von dem sich ausdehnenden Element 21 an ihren drei freien Seiten umgriffen. Die
sich ausdehnenden Elemente 21 erzeugen in Richtung auf die Brandschutzplatten 6, 16
bzw. auf die Brandschutzglasscheibe 15 Kräfte, so daß diese Bauteil untereinander
verspannt werden. Zum Zeitpunkt des in Figur 2 dargestellten Zustandes ist die Konstruktion
von Zarge 2 und Türblatt 3 noch nicht durch Brandeinwirkung beeinflußt.
[0028] Bei fortschreitender Brandeinwirkung schmelzen die Aluminiumprofile 5 der Zarge 2
und 9 des Türblattes 3. Darüber hinaus verbrennen die Verbindungselemente 7 teilweise,
so daß der Gebäudeabschluß 1 nunmehr durch die Aluminiumprofile 4 und 10 der Zarge
2 bzw. des Türblattes 3, den Brandschutzplatten 6 und 16 sowie der Brandschutzglasscheibe
15 und den zwischen den Brandschutzplatten 6 und 16 sowie zwischen der Brandschutzplatte
16 und der Brandschutzglasscheibe 15 angeordneten Elementen 21 gebildet ist. Durch
die voranstehend beschriebenen Kräfte in Richtung auf die Brandschutzplatten 6, 16
bzw. die Brandschutzglasscheibe 15 wird eine stabile Einheit gebildet, die über einen
bestimmten Zeitraum den Brandeinwirkungen Stand hält.
[0029] Schließlich ist in Figur 4 der Gebäudeabschluß 1 nach weitergehender Brandeinwirkung
dargestellt, wobei zu erkennen ist, daß sich die Brandschutzglasscheibe 15 in Richtung
ihrer Flächennormalen ausgedehnt hat, so daß hierdurch eine weitere Erhöhung der Kräfte
zwischen dem Element 21 und der Brandschutzglasscheibe 15 bewirkt ist. Im übrigen
bestehen die Elemente 21 aus einem unter Hitzeeinfluß aufquellenden Material auf Natrium-Silikat-Basis.
Beispielsweise sind derartige Elemente unter der Warenkennzeichnung "Palusol" auf
dem Markt erhältlich. Diese Elemente haben in ihrem von Hitze unbeeinflußtem Zustand
keinerlei Möglichkeiten in irgendeiner Weise mechanische Haltekräfte in der bei der
vorliegenden Problemstellung notwendigen Größe zu übertragen. Demzufolge ist es notwendig,
eine entsprechende Menge der Elemente 21 in die Hohlräume 17 und 19 einzubringen,
die dazu führt, daß bei Brandeinwirkung die Ausdehnung dieser Elemente so groß ist,
daß die Hohlräume 17 und 19 zumindest in ihrer in Richtung der Brandschutzplatten
6, 16 bzw. der Brandschutzglasscheibe 15 eine möglichst vollständige Ausfüllung der
Hohlräume 17, 19 bewirken, so daß eine Spannung zwischen den voranstehend genannten
Bauteilen aufgebaut wird.
[0030] Der Gebäudeabschluß 1 gemäß der vorliegenden Erfindung kann demzufolge vollständig
auf Stahlbauteile verzichten, so daß der Gebäudeabschluß 1 lediglich aus den Materialkomponenten
Aluminium sowie dem Material der Brandschutzplatten 6, 16 bzw. der Brandschutzglasscheibe
15 angewiesen ist. Darüber hinaus werden dann lediglich noch Elemente 21 auf Natrium-Silikat-Basis
verwendet.
[0031] In der Figur 1 und insbesondere in der Figur 5 ist zu erkennen, daß die Verbindungselemente
7 in den Aluminiumprofilen 4 und 10 in den Ausnehmungen 8 angeordnet sind, die in
Form einer hinterschnittenen Nut ausgebildet sind. Die schwalbenschwanzförmigen Enden
der Verbindungselemente 7 sind somit fest in diesen Ausnehmungen verspannt, so daß
die Verbindungselemente 7 keinen Freiheitsgrad in diesen Ausnehmungen 8 haben. Auf
der gegenüberliegenden Seite der Verbindungselemente 7 sind die schwalbenschwanzförmigen
Enden der Verbindungselemente 7 in Ausnehmungen 8 angeordnet, die in Längsrichtung
der Verbindungselemente 7 beidseitig offen ausgebildet sind, wobei die Ausnehmungen
im Querschnitt entsprechend den schwalbenschwanzförmigen Enden der Verbindungselemente
7 ausgebildet sind. Diese beidseitig offenen Ausnehmungen 8 sind in den Aluminiumprofilen
5 und 9 vorgesehen.
[0032] Somit sind die Verbindungselemente 7 in den Ausnehmungen 8 der Aluminiumprofile 5
und 9 derart gelagert, daß sie zumindest beschränkt verschiebbar in den Aluminiumprofilen
5 und 9 befestigt sind. Hierdurch können die gegenüberliegenden Aluminiumprofile 4
und 5 einerseits sowie 9 und 10 andererseits bei Brandeinwirkung und den damit verbundenen
unterschiedlichen Ausdehnungen der in unterschiedlichem Abstand zum Brandherd angeordneten
Aluminiumprofile aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegt werden, so daß der Gebäudeabschluß
1 bei Brandeinwirkung über eine längere Zeit eine ausreichende Stabilität aufweist,
die bei einseitiger Erhitzung und dem damit verbundenen "Bimetalleffekt" beeinträchtigt
werden könnte.
[0033] Die voranstehend beschriebene Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausfuhrungsbeispiel
beschränkt. Vielmehr können beispielsweise die Verbindungselemente 7 eine andere Konstruktion
aufweisen. Darüber hinaus sind von dem Ausführungsbeispiel abweichende Anordnungen
der Elemente 21 möglich.
1. Gebäudeabschluß bestehend aus einer Zarge und zumindest einem in der Zarge schwenkbar
gehaltenen Flügel, beispielsweise ein Türblatt oder ein Fensterflügel, der einen Rahmen
aufweist, in dem eine feuerbeständige Brandschutzglasscheibe, ein Blatteil mit wärmedämmender
Zwischenschicht oder ein anderer, zumindest über eine bestimmte Zeitspanne feuerresistenter
Einsatz angeordnet ist, wobei die Zarge und/oder der Rahmen aus zwei Aluminiumprofilen
oder dergleichen aus im hier betrachteten Brandschutzbereich nicht feuerresistenten
Werkstoffen besteht, die unter Zwischenlage der Brandschutzglasscheibe, des Blatteils
oder dergleichen miteinander verbunden sind, und wobei zwischen den Profilen (4, 5;
9, 10) der Zarge (2) und/oder des Rahmens thermische Trennelemente, vorzugsweise Brandschutzplatten
(6, 16), angeordnet sind, wobei zwischen der Zarge (2) und dem Flügel sowie zwischen
dem Rahmen und der in den Rahmen eingesetzten Brandschutzglasscheibe (15), dem Blatteil
oder dergleichen sich bei Erwärmung ausdehnende Elemente (21) angeordnet sind, die
bei Erwärmung eine feuerfeste Brücke zwischen den feuerbeständigen Bestandteilen,
nämlich der Brandschutzglasscheibe (15) bzw. dem Blatteil und den Brandschutzplatten
(6, 16) bilden, wobei die sich bei Erwärmung ausdehnenden Elemente (21) Kräfte auf
die feuerbeständigen Bestandteile (6, 15, 16) ausüben, die im wesentlichen senkrecht
zu deren Flächennormalen verlaufen, so daß nach Schmelzen der Zargen- und/oder Rahmenprofile
ein Zusammenhalt dieser Bestandteile (6, 15, 16) aufgrund einer Verspannung dieser
Bestandteile (6, 15, 16) mittels der Elemente (21) gegeben ist und wobei die Brandschutzplatten
(6, 16) zwischen benachbarten Verbindungselementen (7) angeordnet sind, welche die
Profile (4, 5, 9,10) verbinden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profile (4, 5, 9, 10) derart miteinander verbunden sind, daß sie unter Brandeinwirkung
zumindest begrenzt aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegbar sind, um thermische
Spannungen bei einseitiger Erwärmung auszugleichen.
2. Gebäudeabschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Profil (4, 5, 9, 10) in Längsrichtung der Verbindungselemente (7)
zumindest begrenzt verschiebbar gelagert ist.
3. Gebäudeabschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungselemente (7) mit einem Profil (4, 10) fest und dem jeweils gegenüberliegend
angeordneten Profil (5, 9) in Form einer auf Schubbeanspruchung losen Verbindung lose
befestigt sind.
4. Gebäudeabschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungselemente (7) in im Querschnitt im wesentlichen V-förmigen Ausnehmungen
(8) in den Profilen (5, 9) gehalten sind, wobei die Ausnehmungen (8) in ihrer Querschnittsform
im wesentlichen mit den Enden der Verbindungselemente (7) übereinstimmen und in Längsrichtung
der Verbindungselemente (7) beidseitig offen ausgebildet sind.
1. A structural closure consisting of a case and at least one wing pivotally supported
in said case, for example a door leaf or a window leaf comprising a frame which has
arranged therein a flameproof fire-protective glass pane, a leaf part with an insulating
intermediate layer, or a different inset which is fire-resistant at least over a particular
period of time, wherein said case and/or frame consist of two aluminium profiles or
similar materials which are not fire-resistant in this considered field of fire protection
and which are connected to each other under the interposition of the fire-protective
glass pane, the leaf part or the like, and wherein between the profiles (4, 5; 9,
10) of the case (2) and/or the frame thermal partition members, preferably fire-protective
plates (6, 16) are arranged, wherein thermally expanding members (21) are arranged
between the case (2) and the wing as well as between the frame and the fire-protective
glass pane (15) inserted in the frame, the leaf part or the like, said members upon
heating forming a fireproof bridge between the fire-resistant components, i.e. the
fire-protective glass pane (15) or the leaf part and the fire-protective plates (6,
16), wherein said thermally expanding members (21) exert forces on the fire-resistant
components (6, 16) which run substantially vertically to the surface normals thereof,
so that after melting of the case and/or frame profiles a cohesion among these components
(6, 15, 16) is given due to a bracing of these components (6, 15, 16) by means of
the members (21), and wherein the fire-protective plates (6, 16) are disposed between
adjacent connecting members (7) which connect the profiles (4, 5, 9, 10),
characterized in
that the profiles (4, 5, 9, 10) are connected to each other in such a manner that
the same are, under the influence of fire, movable toward each other or away from
each other at least to limited extent in order to compensate for thermal stress in
the case of unbalanced heating.
2. Structural closure according to claim 1,
characterized in
that at least one profile (4, 5, 9, 10) is supported in such a manner as to be slideable
at least to a limited extent in the longitudinal direction of the connecting members
(7).
3. Structural closure according to claim 1,
characterized in
that the connecting members (7) are rigidly connected to one profile (4, 10) and are
coupled loosely to the respective opposing profile (5, 9), in the form of a connection
which is loose for shearing stress.
4. Structural closure according to claim 1,
characterized in
that the connecting members (7) are held in the profiles (5, 9) within grooves (8)
that substantially are V-shaped in cross-section, wherein said grooves (8) substantially
correspond in their cross-sectional shape with the ends of the connecting members
(7) and are formed to be open on both sides in the longitudinal direction of said
connecting members (7).
1. Fermeture d'immeuble composée d'une feuillure et d'au moins un battant monté de manière
pivotante dans la feuillure, par exemple un panneau de porte ou de fenêtre comportant
un châssis muni d'une vitre réfractaire de protection contre l'incendie, d'un élément
de panneau avec une couche intermédiaire d'isolation thermique ou d'une autre garniture
résistant au feu au moins pendant un certain temps,
• la feuillure et/ou le châssis étant formés de deux profilés en aluminium ou moyens
analogues en matériau non résistant au feu dans le domaine de protection contre le
feu considéré ici, et qui sont reliés avec interposition d'une vitre de protection
contre le feu de la partie de panneau ou d'un moyen analogue, et
• entre les profilés (4, 5, 9, 10) de la feuillure (2) et/ou du châssis il y a des
éléments de coupure thermique, de préférence des plaques de protection contre le feu
(6, 16),
• entre la feuillure (2) et le battant ainsi qu'entre le châssis, et la vitre de protection
contre le feu (15), la partie de panneau, ou le moyen analogue, placé dans le châssis,
il y a des éléments (21) se dilatant par élévation de température et qui, lors d'une
élévation de température, forment un pont réfractaire entre les pièces résistant au
feu, à savoir la vitre de protection contre le feu (15) ou la partie de panneau, et
les plaques de protection contre le feu (6, 16),
• les éléments (21) qui se dilatent par élévation de température exerçant des efforts
sur les composants résistant au feu (6, 15, 16), ces efforts étant essentiellement
perpendiculaires à la normale aux surfaces, de sorte qu'après fusion des profilés
de feuillure et/ou de châssis, on a une tenue de ces composants (6, 15, 16) du fait
de leur serrage (6, 15, 16) par les éléments (21), et
• les plaques de protection contre le feu (6, 16) étant prévues entre des éléments
de liaison voisins (7) reliant les profilés (4, 5, 9, 10),
caractérisée en ce que
les profilés (4, 5, 9, 10) sont reliés de manière mobile relative pour se rapprocher
ou s'écarter, de manière au moins limitée, sous l'effet du feu, et compenser les contraintes
thermiques en cas d'élévation de température d'un seul côté.
2. Fermeture d'immeuble selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'
au moins un profilé (4, 5, 9, 10) est monté coulissant au moins de manière limitée
dans la direction longitudinale des éléments de liaison (7).
3. Fermeture d'immeuble selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les éléments de liaison (7) sont fixés de manière solide avec un profilé (4, 10) et
de manière libre, par une liaison libre, chaque fois avec le profilé (5, 9) opposé,
sous la forme d'une liaison libre vis-à-vis des contraintes de coulissement.
4. Fermeture d'immeuble selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les éléments de liaison (7) sont tenus dans des cavités (8) à section essentiellement
en forme de V dans les profilés (5, 9),
les cavités (8) correspondant pour l'essentiel, par la forme de leur section, à la
forme des extrémités des éléments de liaison (7), en étant ouvertes aux deux extrémités
dans la direction longitudinale des éléments de liaison (7).