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(11) |
EP 0 785 335 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2002 Patentblatt 2002/46 |
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Anmeldetag: 14.01.1997 |
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Glasrandhalterung
Holding device for glazing pane edge
Dispositif de support pour le bord d'un vitrage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
17.01.1996 DE 19601505
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.07.1997 Patentblatt 1997/30 |
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Patentinhaber: NORSK HYDRO ASA |
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0257 Oslo 2 (NO) |
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Erfinder: |
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- Schulz, Harald, Dr.
86381 Krumbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dziewior, Joachim, Dipl.-Phys. Dr. et al |
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Ensingerstrasse 21 89073 Ulm 89073 Ulm (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 340 701 EP-A- 0 481 911 DE-A- 1 939 761 DE-U- 8 505 873 GB-A- 2 259 323
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EP-A- 0 465 825 CH-A- 678 747 DE-A- 2 203 236 FR-A- 2 701 997 US-A- 2 166 361
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rahmen für Fenster, Türen oder Fassaden, mit einer Glasrandhalterung
für den Rand einer Verglasung, insbesondere einer Mehrscheibenisolierverglasung wetterseitig
mit einem Glashalteanschlag umgreifenden, im Bereich der Verglasung im wesentlichen
L- oder U-förmig ausgebildeten Glashalteprofil, das an einem Element eines Fenster-
bzw. Türrahmens oder einer Fassadenkonstruktion lösbar angeschlossen ist, wobei das
Glashalteprofil aus einem Kunststoff hoher Festigkeit sowie geringer Wärmeleitfähigkeit
besteht, dessen der Stirnseite der Verglasung zugewandte Fläche etwa mittig eine Ausnehmung
aufweist, die eine in der Ebene der Verglasung verlaufende Entwässerungsrinne bildet,
im übrigen der Stirnseite weitgehend bündig anliegt, wobei das Glashalteprofil an
seinem dem Glashalteanschlag abgewandten Ende ein Anschlußprofil aufweist.
[0002] Aus der GB 2 259 323 A ist ein Fenster mit Holzrahmen bekannt, bei welchem die als
Doppelverglasung ausgebildete Scheibe mittels eines Falzgrundprofils im Glasaufnahmefalz
des Rahmens gehalten ist. Das Falzgrundprofil ist wetterseitig mit der Scheibe anliegenden
Dichtungselementen versehen und liegt dem Boden des Glasaufnahmefalzes über mehrere
Auflagestege an. Zusätzlich erfolgt eine Fixierung des Falzgrundprofils in zur Rahmenebene
senkrechter Richtung mittels eines Nagels.
[0003] Nachteilig bei einer derartigen Konstruktion ist, daß sie für den Einsatz im Fassadenbau
ungeeignet ist, da sie nicht in der Lage ist, die dort unter Windlast auftretenden
Sogkräfte aufzunehmen bzw. in den Rahmen überzuleiten. Diese Kräfte würden zu einer
Verformung der Dichtungselemente führen und könnten sogar eine Verschiebung des Falzgrundprofils
bewirken, was ein Ablösen der inneren Dichtleiste von der Verglasung nach sich zöge.
[0004] Auch im Fassadenbau sind aus der Praxis bereits Glasrandhalterungen bekannt, die
jedoch in der Regel entweder nur an Stufenisolierglasscheiben eingesetzt werden können
oder aber den erforderlichen Entwässerungsund Dampfdruckausgleichskanal nicht aufweisen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Glasrandhalterung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die im Fassadenbau, also insbesondere auch bei Verwendung metallischer
Rahmen, einsetzbar ist und die erforderliche Wärmedämmung gewährleistet, bei der zudem
auf die Verwendung von Stufenglas verzichtet werden kann, die ferner die Entwässerung
sowie den Dampfdruckausgleich sicherstellt und darüber hinaus einfach zu montieren
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Glashalteprofil nur
über das Anschlußprofil mit dem Fenster- bzw. Türrahmen oder der Fassadenkonstruktion
in Verbindung steht.
[0007] Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht im wesentlichen darin, daß durch
das aus Kunststoff ausgebildete Glashalteprofil mit dem die Verbindung zum Rahmen
herstellenden Anschlußprofil die Dämmebene auf die wetterseitige Außenfront gezogen
wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die aneinander grenzenden Verglasungselemente
mit geringem gegenseitigen Abstand aneinander zu setzen, wodurch bei einer Ganzglasfassade
kaum störende Zwischenräume entstehen.
[0008] Wenn dabei das Anschlußprofil zweckmäßigerweise formschlüssig am Rahmen aufgenommen
ist, so erleichtert dies nicht nur die Montage, sondern gibt zusätzlich zu einer in
der Regel ergänzenden kraftschlüssigen Verbindung erhöhten Halt. Das Anschlußprofil
kann dabei vorteilhafterweise im wesentlichen senkrecht zur Ebene der Verglasung ausgerichtet
sein.
[0009] In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist die Entwässerungsrinne einen in
strömungstechnischer Hinsicht optimierten, minimalen Querschnitt auf. Dabei kann die
Entwässerungsrinne vorteilhafterweise im Querschnitt eine Randkontur von näherungsweise
trapezförmiger, bogenförmiger, ovaler oder Übergangsformen hieraus bildender Gestalt
aufweisen, wodurch eine nur geringe Schwächung des Glashalteprofils erreicht wird.
Darüber hinaus ist es im Rahmen der Erfindung vorteilhaft, wenn das Glashalteprofil
auf der der Entwässerungsrinne abgewandten Seite einen Vorsprung aufweist, der der
Kontur der Entwässerungsrinne in etwa folgt, wodurch die durch die Entwässerungsrinne
auftretende Schwächung des Glashalteprofils ausgeglichen wird. Zweckmäßigerweise ist
das Glashalteprofil im Bereich der Entwässerungsrinne mit Entwässerungsbohrungen versehen.
[0010] Um einen ausreichenden Halt des Glashalteprofils zu erreichen, weist das Anschlußprofil
eine Querschnittserweiterung auf, mit der das Glashalteprofil an dem Fenster- bzw.
Türrahmen oder der Fassadenkonstruktion formschlüssig eingreift. Dabei kann das Anschlußprofil
auf der der Verglasung abgewandten Seite im Querschnitt konkav und auf der gegenüber
liegenden Seite eben ausgebildet sein, wobei der freie Rand des Anschlußprofils die
Querschnittserweiterung bildet. Diese Kontur erleichtert darüber hinaus die Montage
des Glashalteprofils, die durch die konkave Gestaltung beim Einsetzen eine Schwenkbewegung
erfährt. Hierdurch wird zugleich von dem Glashalteanschlag ein Anpreßdruck auf die
Verglasung erzeugt.
[0011] Es besteht jedoch im Rahmen der Erfindung ebenso die Möglichkeit, daß das Anschlußprofil
von zwei sich mit Abstand gegenüber stehenden, parallel zueinander ausgerichteten
Leisten gebildet ist, die zwischen sich eine vorstehende Profilschiene des Fenster-
bzw. Türrahmens oder der Fassadenkonstruktion aufnimmt. Dabei können die einander
zugewandten Flächen der Leisten und/oder der Profilschiene vorteilhafterweise eine
Verzahnung aufweisen, die ein selbstätiges Lösen voneinander verhindern.
[0012] Schließlich kann ergänzend ein dem Anschlußprofil anliegendes Andruckprofil vorgesehen
sein, das lösbar oder fest am Fenster- bzw. Türrahmen oder der Fassadenkonstruktion
angeschlossen und mit dem Anschlußprofil verschraubt ist. Die Schraube nimmt hierbei
jedoch keinerlei Belastung auf, sondern sichert lediglich den Formschluß.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das Glashalteprofil
mit einer Stahlblech-, insbesondere einer Edelstahlblecheinlage versehen ist. Diese
Stahlblecheinlage stellt einerseits eine dem Glashalteprofil eine höhere Festigkeit
verleihende Armierung dar und dient andererseits insoweit als Brandschutz-Maßnahme,
als die Verglasung auch dann noch durch die Stahlblecheinlage gehalten wird, wenn
der Kunststoff bereits zerstört ist. Um die Festigkeitseigenschaften des Glashalteprofils
selbst nicht zu beeinträchtigen, ist es günstig, wenn die Stahlblecheinlage gelocht
ist, so daß die durch die Stahlblecheinlage voneinander getrennten Hälften des Glashalteprofils
durch die Lochung hindurch eine innige Verbindung miteinander eingehen. Die Stahlblecheinlage
kann sich dabei als endloses Profil durch die gesamte Länge des Glashalteprofils erstrecken
oder nur als kurzen Abschnitte ausgebildet sein, so daß bei einem Verglasungselement
beispielsweise jeweils zwei kurze Stahlblecheinlagen in den horizontal verlaufenden,
oberen und unteren Glashalteprofilen vorgesehen sind.
[0014] Das Glashalteprofil kann ferner an seinem dem Glashalteanschlag benachbarten Rand
eine hinterschnittene Aufnahmenut für ein Dichtprofil aufweisen, das einem entsprechenden
Dichtprofil des angrenzenden Glashalteanschlags anliegt und somit für eine Abdichtung
im Bereich der Außenfront sorgt.
[0015] Das Glashalteprofil kann aus Kunststoffmaterialien unterschiedlicher Art bestehen,
sofern sie eine ausreichend hohe Festigkeit besitzen. Als vorteilhaft in diesem Sinne
hat es sich erwiesen, wenn das Glashalteprofil aus glasfaserverstärktem Polyamid besteht.
[0016] Schließlich besteht auch die Möglichkeit, daß der Glashalteanschlag von der aus dem
Glashalteprofil hervortretenden Stahlblecheinlage gebildet ist. Dabei kann der den
Glashalteanschlag bildende Bereich der Stahlblecheinlage durch Umfalzung nach innen
oder außen doppellagig ausgebildet sein.
[0017] Um Toleranzen der Glaskante auszugleichen, ist es von Vorteil, wenn zwischen der
unteren Kante der Verglasung und dem Glashalteprofil ein Beilagestreifen von geringer
Härte angeordnet ist, der sich längs der gesamten Kante oder nur in den an die Verglasungsecken
angrenzenden Randbereichen erstreckt.
[0018] Im folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- eine nur ausschnittsweise Darstellung einer an einer Fassadenkonstruktion angeschlossenen
Verglasung,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende, geringfügig abgewandelte Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform in der Fig. 1 entsprechender Darstellung,
- Fig. 4
- eine Verglasung mit Glasrandhalterung an einem Fenster,
- Fig. 5
- das Glashalteprofil mit einer Stahlblecheinlage,
- Fig. 6
- eine der Fig. 1 entsprechende Gestaltung, jedoch mit einem zusätzlichen Beilagestreifen.
[0019] Die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen Glasrandhalterungen
in Form eines Glashalteprofils 1, das den Rand der Verglasung 2, insbesondere einer
Mehrscheibenisolierverglasung wetterseitig mit einem Glashalteanschlag 3 umgreifen.
Anwendbar ist diese Glasrandhalterung sowohl bei Fenstern, Türen als auch bei Fassaden.
Das Glashalteprofil 1 ist im Bereich der Verglasung 2 im wesentlichen L- oder U-förmig
ausgebildet und an einem Element eines Fenster- bzw. Türrahmens 4 oder einer Fassadenkonstruktion
5 lösbar angeschlossen.
[0020] Im einzelnen besteht das Glashalteprofil 1 aus einem Kunststoff hoher Festigkeit
und geringer Wärmeleitfähigkeit. Weiter liegt das Glashalteprofil 1 der Stirnfläche
der Verglasung 2 im wesentlichen über ihre gesamte Breite bündig an. An seinem dem
Glashalteanschlag 3 abgewandten, ein Anschlußprofil 6 bildenden Ende steht das Glashalteprofil
1 in formschlüssiger Verbindung mit dem Fenster- bzw. Türrahmen 4 oder der Fassadenkonstruktion
5.
[0021] Das Glashalteprofil 1 weist auf seiner der Stirnfläche der Verglasung 2 zugewandten
Seite eine in der Ebene der Verglasung 2 verlaufende Entwässerungsrinne 7 auf. Diese
Entwässerungsrinne 7 ist in der Formgebung zweckmäßigerweise so gestaltet, daß sie
zu einer möglichst geringen Schwächung des Glashalteprofils 1 führt. Günstig ist daher
eine im Querschnitt etwa näherungsweise kreisbogenförmige bzw. ovale Randkontur. Um
eine Schwächung des Glashalteprofils 1 im Bereich der Entwässerungsrinne 7 zu vermeiden,
ist in den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 und 2 auf der der Entwässerungsrinne 7
abgewandten Seite ein rippenförmiger Vorsprung 8 vorgesehen. Um das sich in der Entwässerungsrinne
7 sammelnde Wasser abführen zu können, ist das Glashalteprofil 1 im Bereich der Entwässerungsrinne
7 mit Entwässerungsbohrungen 9 versehen.
[0022] Das Anschlußprofil 6 weist eine gegebenenfalls auch nur sehr schwach ausgebildete
Querschnittserweiterung auf, mit der das Glashalteprofil 1 an dem Fenster- bzw. Türrahmen
4 oder der Fassadenkonstruktion 5 formschlüssig eingreift. In dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 und 2 ist das Anschlußprofil 6 auf der der Verglasung 2 abgewandten
Seite im Querschnitt konkav und auf der gegenüber liegenden Seite eben ausgebildet.
Dadurch verbreitert sich der freie Rand des Anschlußprofils 6 geringfügig, der somit
zugleich die Querschnittserweiterung bildet. Durch diese konkave Gestaltung führt
das Glashalteprofil 1 bei seiner Montage eine geringe Schwenkbewegung in Richtung
zur Verglasung 2 hin durch, wodurch zugleich ein gewisser Anpreßdruck des Glashalteanschlags
8 auf die Verglasung 2 erzeugt wird.
[0023] Es besteht jedoch auch die in Fig. 3 dargestellte Möglichkeit, daß das Anschlußprofil
6 von zwei sich mit Abstand gegenüber stehenden, parallel zueinander ausgerichteten
Leisten 10 gebildet ist, die zwischen sich eine Profilschiene 11 aufnehmen, die von
der Fassadenkonstruktion 5 vorsteht. Um hier einen zusätzlichen Halt zu gewährleisten,
können die einander zugewandten Flächen der Leisten 10 und/oder der Profilschiene
11 eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Verzahnung aufweisen.
[0024] Wie sich aus den Fig. 1 und 2 ergibt, ist ein dem Anschlußprofil 6 anliegendes Andruckprofil
12 vorgesehen, das in Fig. 1 fest und in Fig. 2 lösbar an der Fassadenkonstruktion
5 angeschlossen ist. Weiter ist dieses Andruckprofil 12 mit dem Anschlußprofil 6 verschraubt,
wobei die Verschraubung lediglich der Sicherung des Formschlusses dient.
[0025] In das Glashalteprofil 1 kann eine Stahlblecheinlage 13 eingebracht sein, wie dies
in den Fig. 1 bis 3 gestrichelt angedeutet ist. Diese Stahlblecheinlage 13, die -
auch aus Wärmeleitungsgründen - insbesondere aus Edelstahl besteht, ist zweckmäßigerweise
mit einer Lochung versehen, durch die hindurch die beidseits der Stahlblecheinlage
13 befindlichen Kunststoffbereiche miteinander in Verbindung stehen und somit eine
höhere Festigkeit gewährleisten. Diese Stahlblecheinlage 13 dient einerseits als die
Steifigkeit fördernde Armierung, andererseits als ergänzende Brandschutzmaßnahme.
[0026] Das Glashalteprofil 1 ist ferner an seinem dem Glashalteanschlag 3 benachbarten Rand
mit einer hinterschnittenen Aufnahmenut 14 für ein Dichtprofil 15 versehen, das zur
Abdichtung gegenüber einer angrenzend angeordneten Verglasung 2 dient. Das Glashalteprofil
1 selbst kann aus verschiedenartigen Kunststoffen bestehen, soweit sie die ausreichende
Festigkeit besitzen. Günstig ist, hierfür glasfaserverstärktes Polyamid vorzusehen.
[0027] In Fig. 4 ist schließlich noch ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei der das Glashalteprofil
1 an einem Fensterrahmen 4 eingesetzt ist. Auch hier sitzt das Glashalteprofil 1 wiederum
formschlüssig im Rahmen 4, weist jedoch zusätzlich einen Vorsprung 16 auf, der bei
geschlossenem Fenster einer von Blendrahmen vorstehenden Dichtlippe 17 anliegt.
[0028] Der Glashalteanschlag (3) kann, wie in Fig. 5 dargestellt, auch von der aus dem Glashalteprofil
(1) hervortretenden Stahlblecheinlage (13) gebildet sein. Dabei kann der den Glashalteanschlag
(3) bildende Bereich der Stahlblecheinlage (13) durch Umfalzung nach innen oder außen
doppellagig ausgebildet sein.
[0029] Wie sich aus der Fig. 6 ergibt, kann zwischen der unteren Kante der Verglasung 2
und dem Glashalteprofil 1 ein Beilagestreifen 18 von geringer Härte angeordnet sein,
der sich längs der gesamten Kante oder nur in den an die Verglasungsecken angrenzenden
Randbereichen erstreckt. Dadurch können die in der Regel stets vorhandenen Toleranzen
der Glaskante ausgeglichen werden, ohne daß größere Belastungen oder Spannungen die
Verglasung beeinträchtigen. Der Beilagestreifen 18 kann beispielsweise aus EPDM bestehen.
1. Rahmen für Fenster, Türen oder Fassaden, mit einer Glasrandhalterung, die ein den
Rand einer Verglasung (2), insbesondere einer Mehrscheibenisolierverglasung wetterseitig
mit einem Glashalteanschlag (3) umgreifendes, im Bereich der Verglasung (2) im wesentlichen
L- oder U-förmig ausgebildetes Glashalteprofil (1) aufweist, das an einem Element
eines Fenster- bzw. Türrahmens (4) oder einer Fassadenkonstruktion (5) lösbar angeschlossen
ist, wobei das Glashalteprofil (1) aus einem Kunststoff hoher Festigkeit sowie geringer
Wärmeleitfähigkeit besteht, dessen der Stirnseite der Verglasung (2) zugewandte Fläche
etwa mittig eine Ausnehmung aufweist, die eine in der Ebene der Verglasung (2) verlaufende
Entwässerungsrinne (7) bildet, im übrigen der Stirnseite weitgehend bündig anliegt,
wobei das Glashalteprofil an seinem dem Glashalteanschlag (3) abgewandten Ende ein
Anschlußprofil (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Glashalteprofil (1) nur über das Anschlußprofil (6) mit dem Fenster- bzw. Türrahmen
(4) oder der Fassadenkonstruktion (5) in Verbindung steht.
2. Rahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußprofil (6) formschlüssig am Rahmen aufgenommen ist.
3. Rahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußprofil (6) im wesentlichen senkrecht zur Ebene der Verglasung (2) ausgerichtet
ist.
4. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerungsrinne (7) einen in strömungstechnischer Hinsicht optimierten, minimalen
Querschnitt aufweist.
5. Rahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerungsrinne (7) im Querschnitt eine Randkontur von näherungsweise trapezförmiger,
bogenförmiger, ovaler oder Übergangsformen hieraus bildender Gestalt aufweist.
6. Rahmen nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Glashalteprofil (1) auf der der Entwässerungsrinne (7) abgewandten Seite einen
Vorsprung (8) aufweist, der der Kontur der Entwässerungsrinne (7) in etwa folgt.
7. Rahmen nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Glashalteprofil (1) im Bereich der Entwässerungsrinne (7) mit Entwässerungsbohrungen
(9) versehen ist.
8. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußprofil (6) eine Querschnittserweiterung aufweist, mit der das Glashalteprofil
(1) an dem Fenster- bzw. Türrahmen (4) oder der Fassadenkonstruktion (5) formschlüssig
eingreift.
9. Rahmen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußprofil (6) auf der der Verglasung (2) abgewandten Seite im Querschnitt
konkav und auf der gegenüberliegenen Seite eben ausgebildet ist, wobei der freie Rand
des Anschlußprofils (6) die Querschnittserweiterung bildet.
10. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußprofil (6) von zwei sich mit Abstand gegenüberstehenden, parallel zueinander
ausgerichteten Leisten (10) gebildet ist, die zwischen sich eine vorstehende Profilschiene
(11) des Fenster- bzw. Türrahmens (4) oder der Fassadenkonstruktion (5) aufnehmen.
11. Rahmen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten Flächen der Leisten (10) und/oder der Profilschiene (11)
eine Verzahnung aufweisen.
12. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Anschlußprofil (6) anliegendes Andruckprofil (12) vorgesehen ist, das lösbar
oder fest am Fenster- bzw. Türrahmen (4) oder der Fassadenkonstruktion (5) angeschlossen
und mit dem Anschlußprofil (6) verschraubt ist.
13. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Glashalteprofil (1) mit einer Stahlblech-, insbesondere einer Edelstahlblecheinlage
(13) versehen ist.
14. Rahmen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlblecheinlage (13) gelocht ist.
15. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Glashalteprofil (1) an seinem dem Glashalteanschlag (3) benachbarten Rand eine
hinterschnittene Aufnahmenut (14) für ein Dichtprofil (15) aufweist.
16. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Glashalteprofil (1) aus glasfaserverstärktem Polyamid besteht.
17. Rahmen nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Glashalteanschlag (3) von der aus dem Glashalteprofil (1) hervortretenden Stahlblecheinlage
(13) gebildet ist.
18. Rahmen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der den Glashalteanschlag (3) bildende Bereich der Stahlblecheinlage (13) durch Umfalzung
nach innen oder außen doppellagig ausgebildet ist.
19. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der unteren Kante der Verglasung (2) und dem Glashalteprofil (1) ein Beilagestreifen
(18) von geringer Härte angeordnet ist, der sich längs der gesamten Kante oder nur
in den an die Verglasungsecken angrenzenden Randbereichen erstreckt.
1. Frame for windows, doors or façades, with a glass edge mounting element incorporating
a glass retaining profile (1) which is substantially L-shaped or U-shaped cross-section
in the vicinity of the glass unit (2) and, on the weather side, has a glass retaining
stop (3) which grips the edge of a glass unit (2), more particularly of a multi-pane
insulating glass unit, said glass retaining profile (1) being removably attached to
an element of a window or door frame (4) or of a structural façade element (5), the
glass retaining profile (1) being made from a plastic with high strength and low thermal
conductivity of which the surface situated nearest to the end face of the glass unit
(2) incorporates, more or less at the centre thereof, a recess which forms a drainage
channel (7) running in the plane of the glass unit (2), but which otherwise rests
largely flush against said end face, and the end of the glass retaining profile (1)
that is furthest from the glass retaining stop (3) featuring a connecting profile
(6), characterised in that the glass retaining profile only communicates with the window or door frame (4) or
with the structural façade element (5) via the connecting profile (6).
2. Frame according to claim 1, characterised in that the connecting profile (6) is accommodated on the frame in a form fit.
3. Frame according to claim 1 or 2, characterised in that the connecting profile (6) is orientated substantially perpendicularly to the plane
of the glass unit (2).
4. Frame according to any of claims 1 to 3, characterised in that the drainage channel (7) features a minimal cross-section which is optimised in terms
of the flow dynamics.
5. Frame according to claim 4, characterised in that in cross-section the drainage channel (7) has an edge contour of approximately trapezoidal,
arcuate or oval shape, or of a shape constituting transitional forms thereof.
6. Frame according to claim 4 or 5, characterised in that on the side that faces away from the drainage channel (7) the glass retaining profile
(1) incorporates a projection (8) which more or less follows the contour of the drainage
channel (7).
7. Frame according to any of claims 4 to 6, characterised in that the glass retaining profile (1) is provided with drain holes (9) in the region of
the drainage channel (7).
8. Frame according to any of claims 1 to 7, characterised in that the connecting profile (6) incorporates an area of broadened cross-section by means
of which the glass retaining profile (1) engages in a form fit with the window or
door frame (4) or the structural façade unit (5).
9. Frame according to claim 8, characterised in that on the side that faces away from the glass unit (2) the connecting profile (6) has
a concave cross-section, and on the opposing side it is of plane construction, with
the free edge of the connecting profile (6) forming the area of broader cross-section.
10. Frame according to any of claims 1 to 7, characterised in that the connecting profile (6) is constituted by two spaced opposing strips (10) which
are aligned parallel to one another and between them accommodate a protruding profile
rail (11) of the window or door frame (4) or of the structural façade unit (5).
11. Frame according to claim 10, characterised in that the mutually facing surfaces of the strips (10) and/or of the profile rail (11) incorporate
a toothed arrangement.
12. Frame according to any of claims 1 to 11, characterised by the provision of a contact pressure profile (12) which rests against the connecting
profile (6), and which is attached removably or permanently to the window or door
frame (4) or to the structural façade element (5) and is bolted to the connecting
profile (6).
13. Frame according to any of claims 1 to 12, characterised in that the glass retaining profile (1) is provided with a steel sheet insert, more particularly
a stainless-steel sheet insert (13).
14. Frame according to claim 13, characterised in that the sheet steel insert (13) is perforated with holes.
15. Frame according to any of claims 1 to 14, characterised in that on its edge adjoining the glass retaining stop (3), the glass retaining profile (1)
incorporates an undercut locating groove (14) for a sealing profile (15).
16. Frame according to any of claims 1 to 15, characterised in that the glass retaining profile (1) is made from glass fibre reinforced polyamide.
17. Frame according to any of claims 13 to 16, characterised in that the glass retaining stop (3) is constituted by the steel sheet insert (13) jutting
out from the glass retaining profile (1).
18. Frame according to claim 17, characterised in that the region of the sheet steel insert (13) that forms the glass retaining stop (3)
is produced by crimping it over inwards or outwards to form a double wall.
19. Frame according to any of claims 1 to 18, characterised in that disposed between the bottom edge of the glass unit (2) and the glass retaining profile
(1) is a shim strip (18) of no great strength which extends along the entire edge
or just in the peripheral regions bordering the corners of the glass unit.
1. Cadre pour fenêtres, portes ou éléments de façade, avec un dispositif de support qui
présente un profilé (1) de fixation essentiellement une forme de L ou de U dans la
région du vitrage (2), qui entoure le bord d'un vitrage (2), notamment d'un vitrage
isolant multi-verres, avec une butée de retenue (3) sur la face exposée aux intempéries,
et est lié de manière démontable à un élément du cadre de fenêtre ou de porte (4)
ou d'une structure de façade (5), le profilé (1) de fixation du vitrage étant en une
matière plastique à haute résistance et à faible conductibilité thermique, la surface
tournée vers la face frontale du vitrage (2) présentant sensiblement en son milieu
un évidement qui forme une rainure (7) d'évacuation d'eau dans le plan du vitrage
et étant pour le reste largement en contact avec la face frontale, le profilé (1)
de fixation du vitrage présentant une partie profilée de liaison (6) à son extrémité
éloignée de la butée de retenue (3), caractérisé en ce que le profilé (1) de fixation est lié au cadre de fenêtre ou de porte (4) ou à la structure
de façade (5) uniquement par l'intermédiaire de la partie profilée de liaison (6).
2. Cadre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie profilée de liaison (6) est assemblée par complémentarité de formes avec
le cadre.
3. Cadre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie profilée de liaison (6) est orientée essentiellement perpendiculairement
au plan du vitrage (2).
4. Cadre selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la rainure d'évacuation d'eau (7) présente une section transversale minimale, optimisée
sur le plan de l'écoulement.
5. Cadre selon la revendication 4, caractérisé en ce que la rainure d'évacuation d'eau (7), en section transversale, a un contour sensiblement
de forme trapézoïdale, courbe, ovale ou de forme intermédiaire.
6. Cadre selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le profilé (1) de fixation du vitrage, sur la face éloignée de la rainure d'évacuation
d'eau (7), présente une saillie (8) qui suit approximativement le contour de ladite
rainure d'évacuation d'eau (7).
7. Cadre selon une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le profilé (1) de fixation du vitrage, dans la région de la rainure d'évacuation
d'eau (7), comporte des trous d'évacuation d'eau (9).
8. Cadre selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la partie profilée de liaison (6) présente un élargissement de section par lequel
le profilé (1) de fixation du vitrage s'engage avec complémentarité de formes dans
le cadre de fenêtre ou de porte (4) ou dans la structure de façade (5).
9. Cadre selon la revendication 8, caractérisé en ce que la partie profilée de liaison (6), au niveau de la face éloignée du vitrage (2) est
concave en section transversale et est plate au niveau de la face opposée, le bord
libre de la partie profilée de liaison (6) formant l'élargissement de la section.
10. Cadre selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la partie profilée de liaison (6) est formée de deux ailes (10) disposées en vis-à-vis,
à distance l'une de l'autre et parallèlement l'une à l'autre, qui reçoivent entre
elles une cloison profilée (11), saillante, du cadre de fenêtre ou de porte (4) ou
de la structure de façade (5).
11. Cadre selon la revendication 10, caractérisé en ce que les surfaces mutuellement en vis-à-vis des ailes (10) et/ou de la cloison profilée
(11) présentent des dents.
12. Cadre selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'il est prévu un profilé de pression (12) en contact avec la partie profilée de liaison
(6), qui est lié de manière séparable ou fixe au cadre de fenêtre ou de porte (4)
ou à la structure de façade (5) et est vissé à la partie profilée de liaison (6).
13. Cadre selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le profilé (1) de fixation du vitrage est pourvu d'une fourrure (13) en tôle, notamment
d'une fourrure en acier inoxydable.
14. Cadre selon la revendication 13, caractérisé en ce que la fourrure (13) en tôle est perforée.
15. Cadre selon une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le profilé (1) de fixation du vitrage, sur son bord voisin de la butée de retenue
(3), comporte une rainure (14) en contre-dépouille pour un profilé d'étanchéité.
16. Cadre selon une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le profilé (1) de fixation du vitrage est en polyamide renforcée par fibres de verre.
17. Cadre selon une des revendications 13 à 16, caractérisé en ce que la butée de retenue (3) est formée par la fourrure (13) en tôle en saillie par rapport
au profilé (1) de fixation du vitrage.
18. Cadre selon la revendication 17, caractérisé en ce que la partie de la fourrure (13) en tôle formant la butée de retenue (3) présente une
double épaisseur obtenue par pliage vers l'intérieur ou vers l'extérieur.
19. Cadre selon une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce qu'entre le bord inférieur du vitrage (2) le profilé (1) de fixation du vitrage est disposée
une bande de calage (18) de faible dureté qui s'étend la totalité de la longueur du
bord ou seulement dans les zones de bord voisines des angles du vitrage.