[0001] Die Erfindung betrifft ölbasierte Korrosionsschutzmittel für metallische, insbesondere
eisenbasierte Oberflächen, die vorzugsweise in Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen zum
Einsatz kommen. Die Erfindung stellt alkylaminfreie Korrosionsschutzwirkstoffe zur
Verfügung, die sich durch eine gute Öllöslichkeit auszeichnen und die gleichzeitig
die Emulgierung der Ölphase in Wasser bewirken.
[0002] Rostschutzemulsionen werden zum temporären Schutz metallischer Werkstoffe vor atmosphärischen,
eine Korrosion bewirkenden Einflüssen eingesetzt. Sie enthalten im wesentlichen unpolare
oder polare Öle, Emulgatoren, Korrosionsinhibitoren und Wasser. Ihre Wirkung beruht
auf der Adsorption von Inhibitormolekülen auf der Metalloberfläche und der Bildung
eines Schutzfilms aus Emulsionsbestandteilen, der als Diffusionsbarriere für Luftsauerstoff
sowie Wasser wirkt. T. Förster et al. berichten in "Oberfläche-Surface", 1989, Nr.
4, S. 8-12, über Wirkungsweisen und Untersuchungsmethoden von Rostschutzemulsionen.
[0003] Bisher gebräuchliche Korrosionsschutzmittel enthalten Bestandteile wie beispielsweise
Petrolsulfonate, Salze von Alkylsulfonamidocarbonsäuren und Amin- oder andere Salze
von Teilestern von Alkyl- oder Alkenylbernsteinsäure. Beispielsweise beschreibt die
EP-A-566 956 Korrosionsschutzmittel basierend auf einem aminfreien Salz eines Halbesters
einer Alkyl- oder Alkenylbernsteinsäure.
[0004] Schwefelhaltige Korrosionsinhibitoren wie beispielsweise Alkylarylsulfonsäuren, Petrolsulfonate
oder Salze von Alkylsulfonamidocarbonsäuren zeigen den Nachteil, daß sie leicht von
Mikroorganismen, wie schwefelreduzierenden Bakterien, abgebaut werden können, was
zu beträchtlichen Geruchsbelästigungen führen kann. Alkylaminhaltige Korrosionsschutzmittel,
insbesondere solche mit sekundären Aminen, werden wegen der Gefahr der Bildung gesundheitsgefährdender
Nitrosamine zunehmend kritisch betrachtet. Daher besteht ein Bedarf an schwefel- und
alkylaminfreien Korrosionsschutzwirkstoffen. Für rein ölige Systeme, beispielsweise
für Schmieröle und Schmierfette, wurden Stearinsäurederivate als Korrosionsschutzmittel
beschrieben (DE-C-32 03 491). Beispiele hierfür sind 9,10-Dihydroxystearinsäure und
deren Alkalisalze sowie deren oligomere Kondensate, 9,10-Epoxistearinsäure, deren
Alkalisalze sowie deren oligomere Estolide und schließlich Mischoligomerisate aus
9,10-Epoxi- und 9,10-Dihydroxystearinsäure.
[0005] Korrosionsschutzmittel, die in Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen zur Anwendung kommen
sollen, können als rein ölige, also wasserfreie Konzentrate in den Handel gebracht
werden, um durch Versetzen mit Wasser am Ort der Anwendung in die anwendungsfertige
Emulsionsform gebracht zu werden. Diese Ölkonzentrate enthalten die Korrosionsinhibitoren,
die folglich öllöslich sein müssen. Damit die Ölkonzentrate beim Verdünnen mit Wasser
spontan eine Emulsion bilden, also selbstemulgierend sein können, war es bisher erforderlich,
daß diese Konzentrate neben den Korrosionsinhibitoren auch Emulgatoren enthalten.
Mögliche Wechselwirkungen zwischen den oberflächenaktiven Emulgatoren und den polaren
Korrosionsinhibitoren wirken sich häufig negativ-auf Emulgierverhalten und auf Korrosionsschutzwirkung
aus und erschweren hierdurch die Produktformulierung. Dieses Problem ließe sich beseitigen,
wenn öllösliche Korrosionsschutzwirkstoffe mit emulgierenden Eigenschaften zur Verfügung
gestellt werden könnten.
[0006] Aus der US-A-2,978,415 sind Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren sowie Verfahren
zu ihrer Herstellung bekannt. Diese Guanidinseifen ungesättigter Fettsäuren werden
bei der Reinigung von Textilien mit Lösungsmitteln, also bei der sogenannten "Chemischen
Reinigung" oder "Trockenreinigung", als reinigungsverstärkende Wirkstoffe eingesetzt.
Für diese Anwendung, die in rein organischer Phase geschieht, ist weder eine Korrosionsschutzwirkung
noch ein Emulgiervermögen von Bedeutung. Demgemäß enthält diese US-Schrift keine Angaben
über eine entsprechende Wirkung der Guanidinseifen ungesättigter Fettsäuren.
[0007] Chemical Abstracts, Vol. 115 (1991), Nr. 12, Referat 115:118 225y, beschreibt Untersuchungen
über die Korrosionsschutzwirkung von Guanidinsalzen auf Eisen- und Nichteisenmetlle
in Wasser, welches Chlorid-, Hydrogencarbonat- und Sulfat-lonen enthält. Untersucht
wurden die Caprylat-, Carbonat-, Caprat- und Laurat-Salze.
[0008] Die GB-A-602 617 betrifft Öl-in-Wasser-Emulsionen, die als Emulgator ein Guanidinsalz
einer gesättigten Monocarbonsäure mit mindestens 10 C-Atomen enthalten. Derartige
Emulsionen finden beispielsweise als Schmiermittel Verwendung. Vorzugsweise enthalten
diese Emulsionen als Emulgator eine Kombination aus einem Guanidinsalz einer gesättigten
Fettsäure mit mindestens 10 C-Atomen und einem Alkylolaminsalz einer Carbonsäure mit
mindestens 10 C-Atomen sowie ferner freies Alkylolamin. Es wird erwähnt, daß Guanidinsalze
von ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Oleate, wegen der Instabilität der resultierenden
Emulsionen nicht geeignet sind.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, neue schwefel- und alkylaminfreie
Korrosionsschutzwirkstoffe zur Verfügung zu stellen, deren Öllösungen auch bei hohen
Wirkstoffkonzentrationen keine unakzeptabel hohen Viskositäten aufweisen, und die
gleichzeitig eine Emulgierung der Ölphase beim Versetzen mit Wasser bewirken, ohne
daß hierfür zusätzliche Emulgatoren erforderlich sind.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Verwendung von Guanidiniumsalzen ein-oder mehrfach
ungesättigter Fettsäuren mit 6 bis 44 Kohlenstoffatomen zur Erzielung eines temporären
Korrosionsschutzes auf metallischen, vorzugsweise eisenbasierten Oberflächen.
[0011] Unter "Fettsäuren" werden hierbei Carbonsäuren verstanden, die gegebenenfalls OH-substituiert
sein können. Die verwendbaren ungesättigten Fettsäuren lassen sich in zwei Gruppen
einteilen: Native Fettsäuren, wie sie als Bestandteil natürlicher Öle und Fette vorkommen
und sogenannte Dimerfettsäuren, die technisch durch, in der Regel säurekatalysierte,
Dimerisierung geeigneter Fettsäuren zugänglich sind. Die verwendbaren ungesättigten
Fettsäuren sind also einmal dadurch charakterisiert, daß sie native Fettsäuren darstellen,
also verzweigt oder vorzugsweise linear sind, eine bis sechs, vorzugsweise eine bis
drei Doppelbindungen aufweisen und vorzugsweise 11 bis 28, insbesondere 18 bis 22
Kohlenstoffatome enthalten. Geeignete ungesättigte Fettsäuren dieser Art sind vorzugsweise
einbasisch und ausgewählt aus Undecylensäure, Myristoleinsäure, Palmitoleinsäure,
Ölsäure, Rhizinolsäure, Erucasäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidonsäure und deren
Mischungen. Andererseits sind ungesättigte Fettsäuren aus der Gruppe der sogenannten
Dimersäuren geeignet. Diese sind mehrbasisch, vorzugsweise zweibasisch. Insbesondere
sind solche Dimersäuren geeignet, die 36 bis 44 Kohlenstoffatome aufweisen.
[0012] Für den erfindungsgemäßen Zweck können Guanidiniumsalze definierter, reiner Fettsäuren
mit Vorteil verwendet werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wird man in der Praxis
jedoch Guanidiniumsalze technischer Fettsäuregemische einsetzen, die neben ungesättigten
Fettsäuren unterschiedlicher C-Kettenlängen auch noch bestimmte Anteile gesättigter
Fettsäuren enthalten können. Solche technischen Fettsäuregemische können beispielsweise
durch die Spaltung geeigneter natürlicher Öle und Fette erhalten werden. Im Sinne
der erfindungsgemäßen Verwendung ist es allerdings erforderlich, daß die technischen
Fettsäuregemische zumindest zu 50 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens 80 Gew.-% aus
ungesättigten Fettsäuren der vorstehend genannten Kohlenstoff-Kettenlängen bestehen.
[0013] Die erfindungsgemäß ebenfalls einsetzbaren sogenannten Dimerfettsäuren stellen in
der Regel ebenfalls keine Reinsubstanzen dar, sondern können Fettsäuren unterschiedlicher
C-Kettenlängen und/oder unterschiedlicher Oligomerisierungsgrade enthalten. Neben
den eigentlichen Dimerfettsäuren können beispielsweise auch Trimerisierungs- oder
Polymerisierungsprodukte neben unreagierten und/oder isomerisierten Monomerfettsäuren
vorliegen. Wenn hier von Dimerfettsäuren die Rede ist, so sind damit solche Produktgemische
gemeint, die zu mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens 70 Gew.-% aus Dimerfettsäure
einer C-Kettenlänge zwischen 36 und 44 bestehen. Solche Produkte sind im Handel erhältlich,
beispielsweise durch die Firma Unichema unter der Produktgruppenbezeichnung Pripol
R oder von der Firma Henkel KGaA unter der Produktgruppenbezeichnung Empol
R.
[0014] Für die erfindungsgemäße Verwendung von Guanidiniumsalzen der vorstehend genannten
Fettsäuren setzt man diese als Lösungen in bei Arbeitstemperatur flüssigen Kohlenwasserstoffen,
weitgehend wasserunlöslichen Dialkylethern und/oder Acetalen sowie Mischungen hiervon
ein. Als Ölphase zum Lösen der Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren eignen sich
ferner Esteröle wie beispielsweise Oleyloleat, Veresterungsprodukte aliphatischer
Dicarbonsäuren (vorzugsweise C
8-9) mit verzweigten Guerbetalkoholen (vorzugsweise C
12-20) (EP-A-489 809), Ester von C
1-5-Nonocarbonsäuren mit ein- oder mehrfunktionellen Alkoholen (beispielsweise beschrieben
in DE-A-39 07 391), Ester von C
6-11-Nonocarbonsäuren mit ein- oder mehrfunktionellen Alkoholen (beispielsweise beschrieben
in DE-A-39 07 392), sowie Alkoxylierungsprodukte von Triglyceriden mit 0,5 - 3 Mol
EO und/oder PO, beispielsweise Glycerinpropoxylat-Trioleat (Deutsche Patentanmeldung
DE-A-43 23 771). Weiterhin geeignet sind bei Arbeitstemperatur flüssige, weitgehend
wasserunlösliche gesättigte oder ungesättigte Fettalkohole mit 6 bis 36 C-Atomen,
wobei sowohl einfache Alkohole als auch alpha, omega-Diole in Betracht kommen.
[0015] Diese im wesentlichen nicht wasserlösliche Lösungsmittel werden im weiteren als "ölartige
Lösungsmittel" bezeichnet.
[0016] Vorzugsweise verwendet man solche Lösungen, die zwischen 1 und 45 Gew.-% an Guanidiniumsalzen
ungesättigter Fettsäuren gelöst enthalten. Bei geringeren Gehalten läßt die Korrosionsschutzwirkung
deutlich nach, während bei höheren Gehalten die Lösungen in der Regel so hochviskos
werden, daß ihre Handhabung und ihr Einsatz zur Emulsionsbildung unnötig erschwert
wird.
[0017] Höhere Konzentrationen sind jedoch im Sinne der Erfindung ebenfalls verwendbar, wenn
man die hiermit verbundenen Schwierigkeiten der Emulsionsbildung in Kauf nimmt, beispielsweise
vorheriges Erhitzen von Konzentrat und Ansatzwasser und den Einsatz technischer Emulgierhilfsmittel
wie beispielsweise schnell laufende Zahnscheiben oder Ultraschall.
[0018] Als ölartige Lösungsmittel für die Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren kommen
beispielsweise Kohlenwasserstoffe in Betracht, die bei Arbeitstemperatur, also einer
Temperatur zwischen etwa 10 und etwa 90 °C flüssig sind. Beispiele hierfür sind Paraffinöl
oder Mineralöl, wobei im Falle von Mineralöl aus ökologischen und toxikologischen
Gründen aromaten-arme Mineralöle bevorzugt sind. Geeignete Öle dieser Art sind im
Handel erhältlich. Beispielsweise genannt seien Pionieröl 4556 der Firma Hansen &
Rosenthal, Enerpar 3036 der Deutschen BP sowie Parex Paraffin II der Leuna-Werke.
[0019] Weiterhin kommen als ölartige Lösungsmittel für die Guanidiniumsalze ungesättigter
Fettsäuren bei den o.g. Arbeitstemperaturen flüssige, weitgehend wasserunlösliche
Dialkylether in Betracht. Unter "weitgehend wasserunlöslich" sind solche Dialkylether
zu verstehen, die sich in Wasser zu nicht mehr als 5 Gew.-%, vorzugsweise zu nicht
mehr als 0,5 Gew.-% lösen. Geeignete Beispiele sind Dialkylether mit 6 bis 24, vorzugsweise
8 bis 18 C-Atomen pro Alkylrest, wobei die Alkylreste unabhängig voneinander geradkettig
oder verzweigtkettig, gesättigt oder ungesättigt sein können und vorzugsweise n-0ctyl-,
2-Ethylhexyl-, Stearyl- und/oder Isostearylreste darstellen. Die Dialkylether können
noch freie Hydroxylgruppen aufweisen und werden dann als Hydroxymischether bezeichnet.
Die Verwendung derartiger Dialkylether in Metallbearbeitungs-Flüssigkeiten ist beispielsweise
in der deutschen Patentanmeldung DE-A-42 37 501 beschrieben. Solche Dialkylether sind
im Handel erhältlich, beispielsweise von der Henkel KGaA unter der Bezeichnung Cetiol-OE
(Dioctylether).
[0020] Als ölartige Lösungsmittel für die erfindungsgemäße Verwendung der Guanidiniumsalze
kommen weiterhin Acetale auf Basis von einwertigen Aldehyden mit 1 bis 25, vorzugsweise
1 bis 10 C-Atomen, und einwertigen Alkoholen mit 1 bis 25, insbesondere 2 bis 20 C-Atomen
in Betracht. Die Verwendung solcher Acetale als Mineralölersatz, Ölkomponente oder
Basisöl in Schmierölen und in Metallbearbeitungsflüssigkeiten ist aus der EP-A-512
501 bekannt. Dort wird auch eine allgemeine Vorschrift zur Herstellung solcher Acetale
mitgeteilt.
[0021] Die erfindungsgemäße Verwendung der Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren geschieht
vorzugsweise in der Art, daß die Lösung der Guanidiniumsalze in einem der vorstehend
genannten ölartigen Lösungsmitteln oder in Mischungen hiervon als Ölphase einer Öl-in-Wasser-Emulsion
eingesetzt wird. Dabei beträgt der Mengenanteil der Ölphase, worunter die Lösung der
Guanidiniumsalze der ungesättigten Fettsäuren verstanden wird, an der Emulsion vorzugsweise
zwischen 0,5 und 50 Gew.-%, insbesondere zwischen 5 und 20 Gew.-%. Dabei gilt die
Faustregel, daß der Mengenanteil der Ölphase um so geringer gewählt werden kann, je
höher die Konzentration der Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren in der Ölphase
ist. Gute Korrosionsschutzergebnisse werden beispielsweise erzielt, wenn man eine
Öl-in-Wasser-Emulsion mit einem Anteil Ölphase von 10 Gew.- % einsetzt, wobei die
Ölphase eine Konzentration an einem Guanidiniumsalz einer ungesättigten Fettsäure,
beispielsweise Guanidiniumoleat, zwischen 5 und 20 Gew.-% aufweist.
[0022] Dementsprechend umfaßt die Erfindung die Verwendung von Guanidiniumsalzen einoder
mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit 6 bis 44 Kohlenstoffatomen gemäß einem oder
mehreren der Patentansprüche 1 bis 9, wobei die Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren
in einer Öl-in-Wasser-Emulsion gelöst sind und wobei als Ölphase ein ölartiges Lösungsmittel
oder Lösungsmittelgemisch gemäß einem oder mehreren der Patentansprüche 6 bis 9 verwendet
wird und der Mengenanteil der Ölphase an der Emulsion zwischen 0,5 und 50, vorzugsweise
5 bis 20 Gew.-% und der Anteil der Guanidiniumsalze 1 bis 45, vorzugsweise 5 bis 20
Gew.-% bezüglich der Ölphase beträgt.
[0023] Durch Zusatz von Glykolen kann die Viskosität der Lösungen der Guanidiniumsalze ungeästtigter
Fettsäuren in den ölartigen Lösungsmitteln auf anwendungstechnisch günstige Werte
eingestellt werden, ohne daß die Fähigkeit zur Emulsionsbildung mit Wasser hierdurch
beeinflußt wird. Als Glykole sind beispielsweise Butyldiglykol, Hexylenglykol oder
Dipropylenglykol geeignet, die der Guanidiniumsalzlösung in Mengen von 1 bis 10 Gew.-%
zugesetzt werden können. Die Glykole können entweder der Lösung der Guanidiniumsalze
ungesättigter Fettsäuren in ölartigen Lösungsmitteln zugesetzt oder dem ölartigen
Lösungsmittel vor der nachstehend beschriebenen Umsetzung von Guanidiniumsalzen flüchtiger
Säuren mit ungesättigten Fettsäuren zugegeben werden. Wegen der günstigen Auswirkung
auf den Korrosionsschutz ist die Verwendung von Hexylenglykol bevorzugt.
[0024] Bei der Herstellung von Emulsionen geht man vorzugsweise so vor, daß man eine Lösung
der Guanidiniumsalze in dem ölartigen Lösungsmittel mit Wasser vermischt. Da die Guanidiniumsalze
sowohl in den ölartigen Lösungsmitteln als auch in Wasser löslich sind, werden sie
sich zwischen Wasser- und Ölphase verteilen. Im Einzelfall hängt das Verteilungsgleichgewicht
vom gewählten ölartigen Lösungsmittel und von dem Typ der ungesättigten Fettsäure
ab. Wie in Beispiel 11 beschrieben, kann eine Emulsion auch dadurch erhalten werden,
daß man eine wäßrige Lösung der Guanidiniumsalze mit Öl emulgiert. Auch hierbei ist
zu erwarten, daß sich ein Verteilungsgleichgewicht der Guanidiniumsalze einstellt.
[0025] Der Mengenanteil der Ölphase, die die Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren zumindest
anteilig gelöst enthält, an der Öl-in-Wasser-Emulsion beträgt etwa 0,5 bis etwa 50
Gew.-% und liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 5 bis etwa 20 Gew.-%. Eine solche
Emulsion ist üblicherweise für die anwendungstechnisch erforderlichen Zeiträume von
mehreren Stunden ohne weitere Co-Emulgatoren stabil. Unter besonderen Umständen, beispielsweise
wenn die Emulsion weitere Wirkstoffe wie beispielsweise Buildersalze oder gebrauchsbedingte
Verunreinigungen enthält, kann es erforderlich sein, die Emulsion durch Verwendung
zusätzlicher Co-Emulgatoren zu stabilisieren. Hierfür kommen nichtionische Tenside,
insbesondere Ethoxylierungsprodukte von Fettalkoholen wie beispielsweise ein Anlagerungsprodukt
von 6 Mol Ethylenoxid an 1 Mol eines C
12/14-Fettalkoholgemischs, oder anionische Emulgatoren wie beispielsweise Alkylbenzolsulfonate
in Betracht. Die erforderlichen Mengen hängen von den weiteren Emulsionsbestandteilen
ab und müssen durch Versuche ermittelt werden. Als Richtwert kann der Einsatz von
bis zu 20 % Gew.-% Co-Emulgator bezogen auf den Mengenanteil der Öllösung genommen
werden.
[0026] Die Emulsion kann in Form einer konventionellen, milchig-undurchsichtigen Emulsion
vorliegen. Für spezielle Einsatzzwecke kann es auch vorteilhaft sein, die Emulsion
in Form einer nahezu transparenten sogenannten Mikroemulsion mit einem Ölanteil bis
zu 50 Gew.-%, wie sie durch Phaseninversion aus einer Wasser-in-Öl-Emulsion erhältlich
ist, einzusetzen. Eine solche Phaseninversion, die beispielsweise durch Variation
der Temperatur erfolgen kann, wird auch als PIT (= "Phaseninversionstemperatur")-Methode
bezeichnet. Sie ist in der Deutschen Patentanmeldung DE-A-43 23 908 näher beschrieben.
Eine Ausführungsmöglichkeit ist im nachfolgenden Beispiel 11 angegeben.
[0027] Dementsprechend betrifft die Erfindung Öl-in-Wasser-Emulsionen, die als durch Phaseninversion
erhältliche Mikroemulsionen vorliegen, wobei deren Ölphase ein ölartiges Lösungsmittel
oder Lösungsmittelgemisch, ausgewählt aus bei Arbeitstemperatur flüssigen Kohlenwasserstoffen,
weitgehend wasserunlöslichen Dialkylethern, Alkoholen, Esterölen und/oder Acetalen
sowie Mischungen hiervon, darstellt und Guanidiniumsalze ein- oder mehrfach ungesättigter
Fettsäuren mit 6 bis 44 Kohlenstoffatomen in Konzentrationen von 1 bis 45 Gew.-%,
vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%, bezüglich der Ölphase gelöst enthält und wobei der Mengenanteil
der Ölphase an der Emulsion zwischen 0,5 und 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%,
beträgt.
[0028] Die Herstellung der Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren ist in der eingangs
erwähnten US-A-2,978,415 beschrieben. Beispielsweise kann ein Gemisch ungesättigter
Fettsäuren in einem organischen Lösungsmittel wie Methylisobutylketon gelöst und mit
Guanidiniumcarbonat versetzt werden. Nach Beenden der Umsetzung, die unter Abspaltung
von Wasser und CO
2 verläuft, können das Lösungsmittel und das Reaktionswasser entfernt werden, wobei
das Produkt in Form einer braunen, wachsartigen Paste zurückbleibt. Für die erfindungsgemäße
Verwendung empfiehlt es sich, als Lösungsmittel für die Umsetzung der ungesättigten
Fettsäuren mit Guanidiniumsalzen flüchtiger Säuren, beispielsweise Guanidiniumcarbonat,
direkt ölartige Lösungsmittel als die zur späteren Emulsionsbereitung zu verwendende
Ölphase einzusetzen. Ein Herstellbeispiel wird nachstehend beschrieben.
[0029] Je nach verwendetem ölartigem Lösungsmittel kann es empfehlenswert sein, das bei
der Umsetzung von Guanidiniumcarbonat mit der Fettsäure entstehende Reaktionswasser
mehr oder weniger vollständig aus dem Reaktionsprodukt zu entfernen, da die Viskositäten
der erhaltenen Lösungen stark vom Wassergehalt abhängen können. Das optimale Vorgehen
während der Herstellung (Erhitzen, Anlegen von Vakuum) hängt einerseits von der eingesetzten
ungesättigten Fettsäure bzw. von dem Fettsäuregemisch und andererseits von dem verwendeten
ölartigen Lösungsmittel ab und muß für den konkreten Fall empirisch ermittelt werden.
[0030] Vorteilhaft ist es, bei der Herstellung der Lösungen von Guanidiniumsalzen ungesättigter
Fettsäuren in dem ölartigen Lösungsmittel homogene Flüssigkeiten zu erhalten, deren
Viskosität es erlaubt, sie ohne weitere technische Maßnahmen zur Emulsionsbildung
in Wasser einlaufen zu lassen. Hochviskose, pastenartige Systeme sind schwieriger
zu handhaben und daher weniger bevorzugt. Guanindiniumsalze gesättigter Fettsäuren,
die als Korrosionsinhibitoren bekannt sind, sind für die erfindungsgemäße Verwendung
ungeeignet, da ihre Öllösungen in den erfindungsgemäßen Konzentrationsbereichen keine
beweglichen Flüssigkeiten, sondern wachsartige Pasten darstellen.
Beispiele
[0031] Beispiele 1 bis 5 beschreiben nicht erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von
verwendete Lösungen und Emulsionen.
Beispiel 1
[0032] In Anlehnung an die US-A-2,978,415 wird die Herstellung einer Guanidiniumoleatlösung
in Mineralöl beschrieben, die 38 Gew.-% des Salzes enthält: In einer beheizbaren Rührapparatur
mit Stickstoffüberleitung werden 610,6 g technische Ölsäure der Säurezahl 202 (Edenor
R Ti05GA, Henkel KGaA, Düsseldorf), entsprechend 2 Mol + 10 % Überschuß, mit 1096 g
Mineralöl (Pionieröl 4556, Hansen & Rosenthal) vermischt. Unter Rühren bei Raumtemperatur
und unter Stickstoffüberleitung werden portionsweise 180 g (1 Mol) Guanidiniumcarbonat
(Linz Chemie, Linz (Österreich)) eingetragen. Nach Ende der Zugabe wird die Reaktionsmischung
auf 100 °C aufgeheizt und solange gerührt, bis die Säurezahl kleiner als 20 ist (ca.
2 Stunden). Während der Reaktionszeit ist ein leichtes Gasen zu beobachten und die
Lösung verfärbt sich von hell-gelb nach beige-braun. Während der Umsetzung ist theoretisch
die Abspaltung von 1 Mol Kohlensäure entsprechend 1 Mol H
2O und 1 Mol CO
2, 62 g, zu erwarten. Als Reaktionsprodukt wird eine dickflüssige, beigebraune, transparente
Öllösung erhalten.
Beispiele 2 bis 4
[0033] Die Herstellung gemäß Beispiel 1 wurde unter Variation des Lösungsmittels, ansonsten
jedoch identisch wiederholt.
Beispiel 2
[0034] Lösungsmittel: paraffinisches Prozeßöl Enerpar 3036, Deutsche BP
Beispiel 3
[0035] Paraffinöl Parex Paraffin II, Leuna-Werke
Beispiel 4
[0036] Lösungsmittel: Dioctylether Cetiol-0E, Henkel KGaA.
[0037] Es wurden jeweils braune, transparente, dickflüssige aber bewegliche Flüssigkeiten
erhalten.
Beispiel 5
[0038] In Anlehnung an die US-A-2,978,415 wird die Herstellung einer Guanidiniumoleatlösung
in Mineralöl beschrieben, die 10 Gew.-% des Salzes enthält: In einer beheizbaren Rührapparatur
mit Stickstoffüberleitung werden 638 g technische Ölsäure der Säurezahl 202 (Edenor
R Ti05GA, Henkel KGaA, Düsseldorf), entsprechend 2 Mol + 15 % Überschuß, mit 190 g
Mineralöl (Pionieröl 4556, Hansen & Rosenthal) vermischt. Unter Rühren bei Raumtemperatur
und unter Stickstoffüberleitung werden portionsweise 180 g (1 Mol) Guanidiniumcarbonat
(Linz Chemie, Linz (Österreich)) eingetragen. Nach Ende der Zugabe wird die Reaktionsmischung
auf 100 °C aufgeheizt und solange gerührt, bis die Säurezahl kleiner als 20 ist (ca.
2 Stunden). Während der Reaktionszeit ist ein leichtes Gasen zu beobachten und die
Lösung verfärbt sich von hell-gelb nach beige-braun. Nach der Hauptreaktion wird Wasserstrahlvakuum
angelegt (15 min) bei 100 °C, um CO
2 und Wasser zu entfernen. Mit 6620 g Mineralöl wird die Reaktionsmischung verdünnt.
Als Reaktionsprodukt wird eine beige-braune, transparente Öllösung erhalten, aus der
durch Zugabe von 90 Gew.-% Wasser Emulsionen hergestellt werden können.
Beispiele 6 bis 10, Vergleichsbeispiele 1 bis 3
[0039] Die Überprüfung der Korrosionsschutzwirkung erfolgte nach dem Schwitzwassertest nach
DIN 50017 KFW. Hierzu wurden Stahlbleche der Qualität ST 1405 mit den Abmessungen
5 cm x 10 cm mit einer wäßrigen Tensidlösung abgebürstet, mit Wasser und Alkohol gespült
und getrocknet. Danach wurden die Bleche in Öllösungen gemäß den Beispielen 1 bis
5 getaucht. Als Vergleichsbeispiele 1 bis 3 wurden 20 gew.-%ige Lösungen von Ba-Petronate
70 TBN (Firma Witco) in Ölen gemäß Tabelle verwendet.
[0040] Nach 24 Stunden Abtropfzeit begann der Testzyklus, wobei die Prüfbleche täglich auf
Korrosion überprüft wurden. Die Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengefaßt. Dabei
bedeuten "Spuren von Korossion": maximal 3 Korrosionspunkte auf der Oberfläche, "leichte
Korrosion": weniger als 20 % der Oberfläche korrodiert, "starke Korrosion": über 20
% der Oberfläche korrodiert.
Tabelle:
| Korrosionsschutzprüfung: Schwitzwassertest nach DIN 50017 KFW |
| |
Prüfsubstanz |
Ergebnisse |
| Beisp. 6 |
Produkt aus Beisp. 1 |
bis 13 Tage keine Korrosion bis 24 Tage Spuren von Korrosion nach 25 Tagen Abbruch
mit leichter Korrosion |
| Beisp. 7 |
Produkt aus Beisp. 2 |
nach 25 Tagen Abbruch ohne Korrosion |
| Beisp. 8 |
Produkt aus Beisp. 3 |
bis 16 Tage keine Korrosion nach 25 Tagen Abbruch mit Spuren von Korrosion |
| Beisp. 9 |
Produkt aus Beisp. 4 |
bis 15 Tage keine Korrosion nach 25 Tagen Abbruch mit Spuren von Korrosion |
| Beisp.10 |
Produkt aus Beisp. 5 |
bis 7 Tage keine Korrosion nach 20 Tagen starke Korrosion |
| Vergl. 1 |
Barium-Petrolsulfonat in Pionieröl 4556 |
nach 1 Tag starke Korrosion (> 20 % korrodiert) |
| Vergl. 2 |
Barium-Petrolsulfonat in Enerpar 3036 |
bis 2 Tage keine Korrosion bis 3 Tage Spuren von Korrosion nach 5 Tagen Abbruch mit
starker Korrosion |
| Vergl. 3 |
Barium-Petrolsulfonat in Parex Paraffin II |
bis 1 Tag Spuren von Korrosion nach 5 Tagen Abbruch mit starker Korrosion |
Korrosionsschutzwirkung von Emulsionen
[0041] Analog zu Beispiel 10 wurde die Korrosionsschutzwirkung einer Emulsion geprüft, die
durch Versetzen des Produkts aus Beispiel 5 mit Wasser im Gewichtsverhältnis 1 : 9
erhalten wurde: Nach 7 Tagen wurde keine Korrosion, nach 20 Tagen starke Korrosion
beobachtet.
Viskositätsregulierung
[0042] Für eine Korrosionsprüfung analog Beispiel 10 wurde das Produkt aus Beispiel 5 mit
5 Gew.-% Hexylenglykol vermischt. Durch Versetzen mit Wasser im Gewichtsverhältnis
1 : 9 wurde eine Emulsion erhalten und für die Prüfung der Korrosionsschutzwirkung
verwendet. Ergebnis: Nach 8 Tagen keine, nach 13 Tagen starke Korrosion.
Beispiel 11:
Herstellung einer Mikroemulsion durch Phaseninversion.
[0043] In einem ersten Schritt wurde lösungsmittelfreies Guanidiniumoleat hergestellt, indem
in einer Rührapparatur bei Raumtemperatur 90 g (= 0,5 Mol) Guanidiniumcarbonat mit
281 g (= 1 Mol) technischer Ölsäure der Säurezahl 202 (Edenor
R Ti05, Henkel KGaA, Düsseldorf) vermischt wurde. Unter Rühren wurde die Temperatur
innerhalb von 45 Minuten auf 150 °C gesteigert und 3,5 Stunden bei diesem Wert belassen.
Es wurde ein gelbbraunes wachsartiges Produkt mit einer Säurezahl von 5 erhalten.
[0044] Zur Herstellung einer Mikroemulsion nach der Phaseninversionsmethode wurden 2,6 Gew.-Teile
dieses Guanidiniumoleats und 0,26 Gew.-Teile Natriumcitrat in 51,04 Gew.-Teilen Wasser
gelöst. Die Lösung wurde mit 40 Gew.-Teilen Mineralöl (Pionieröl 4556) und 6,1 Gew.-Teilen
Emulgator (Anlagerungsprodukt von 4 Mol Ethylenoxid an ein C
12/14-Fettalkoholgemisch) bei einer Temperatur oberhalb der durch Vorversuche ermittelten
Phaseninversionstemperatur von 35 °C durch Rühren vermischt und unter die Phaseninversionstemperatur
abgekühlt. Hierbei wurde eine transparente Mikroemulsion erhalten, die durch Versetzen
mit Wasser verdünnt werden kann.
1. Verwendung von Guanidiniumsalzen ein- oder mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit 6
bis 44 Kohlenstoffatomen zur Erzielung eines temporären Korrosionsschutzes auf metallischen
Oberflächen.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ein- oder mehrfach ungesättigten
Fettsäuren ausgewählt sind aus nativen Fettsäuren und/oder aus Dimerfettsäuren.
3. Verwendung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nativen Fettsäuren verzweigt
oder linear sind, eine bis sechs Doppelbindungen aufweisen und 11 bis 28 Kohlenstoffatome
enthalten.
4. Verwendung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die nativen Fettsäuren einbasisch
sind und ausgewählt sind aus Undecylensäure, Myristoleinsäure, Palmitoleinsäure, Ölsäure,
Rhizinolsäure, Erucasäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidonsäure und deren Mischungen.
5. Verwendung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dimerfettsäuren mehrbasisch
sind und 36 bis 44 Kohlenstoffatome enthalten.
6. Verwendung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Guanidiniumsalze als Lösungen in ölartigen Lösungsmitteln ausgewählt aus bei
Arbeitstemperatur flüssigen Kohlenwasserstoffen, weitgehend wasserunlöslichen Dialkylethern,
Alkoholen, Esterölen und/oder Acetalen sowie Mischungen hiervon, in Konzentrationen
zwischen 1 und 45 Gew.-%, eingesetzt werden.
7. Verwendung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel für die
Guanidiniumsalze Dialkylether mit 6 bis 24 C-Atomen pro Alkylrest verwendet werden,
wobei die Alkylreste unabhängig voneinander geradkettig oder verzweigtkettig, gesättigt
oder ungesättigt sind.
8. Verwendung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel für die
Guanidiniumsalze ein oder mehrere Acetale auf Basis von einwertigen Aldehyden mit
1 bis 25 C-Atomen und einwertigen Alkoholen mit 1 bis 25 C-Atomen verwendet werden.
9. Verwendung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel für die
Guanidiniumsalze Kohlenwasserstoffe in Form von Paraffinöl oder Mineralöl verwendet
werden.
10. Verwendung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Guanidiniumsalze ungesättigter Fettsäuren in einer Öl-in-Wasser-Emulsion gelöst
sind, wobei als Ölphase ein ölartiges Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gemäß
einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9 verwendet wird und der Mengenanteil der
Ölphase an der Emulsion zwischen 0,5 und 50 Gew.-% und der Anteil der Guanidiniumsalze
1 bis 45 Gew.-% bezüglich der Ölphase beträgt.
11. Öl-in-Wasser-Emulsion, die als durch Phaseninversion erhältliche Mikroemulsion vorliegt,
wobei deren Ölphase ein ölartiges Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, ausgewählt
aus bei Arbeitstemperatur flüssigen Kohlenwasserstoffen, weitgehend wasserunlöslichen
Dialkylethern, Alkoholen, Esterölen und/oder Acetalen sowie Mischungen hiervon, darstellt
und Guanidiniumsalze ein- oder mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit 6 bis 44 Kohlenstoffatomen
in Konzentrationen von 1 bis 45 Gew.-% bezüglich der Ölphase gelöst enthält und wobei
der Mengenanteil der Ölphase an der Emulsion zwischen 0,5 und 50 Gew.-% beträgt.
1. The use of guanidinium salts of mono- or polyunsaturated fatty acids containing 6
to 44 carbon atoms for obtaining temporary protection against corrosion on metal surfaces.
2. The use claimed in claim 1, characterized in that the mono- or polyunsaturated fatty
acids are selected from native fatty acids and/or from dimer fatty acids.
3. The use claimed in claim 2, characterized in that the native fatty acids are branched
or linear, have 1 to 6 double bonds and contain 11 to 28 carbon atoms.
4. The use claimed in claim 3, characterized in that the native fatty acids are monobasic
and are selected from undecylenic acid, myristoleic acid, palmitoleic acid, oleic
acid, ricinoleic acid, erucic acid, linoleic acid, linolenic acid, arachidonic acid
and mixtures thereof.
5. The use claimed in claim 2, characterized in that the dimer fatty acids are polybasic
and contain 36 to 44 carbon atoms.
6. The use claimed in one or more of claims 1 to 5, characterized in that the guanidinium
salts are used as solutions in oil-like solvents selected from hydrocarbons liquid
at the working temperature, substantially water-insoluble dialkyl ethers, alcohols,
ester oils and/or acetals and mixtures thereof, in concentrations of 1 to 45% by weight.
7. The use claimed in claim 6, characterized in that dialkyl ethers containing 6 to 24
carbon atoms per alkyl group are used as solvents for the guanidinium salts, the alkyl
groups independently of one another being linear or branched, saturated or unsaturated
groups.
8. The use claimed in claim 6, characterized in that one or more acetals based on monofunctional
aldehydes containing 1 to 25 carbon atoms and monohydric alcohols containing 1 to
25 carbon atoms are used as solvents for the guanidinium salts.
9. The use claimed in claim 6, characterized in that hydrocarbons in the form of paraffin
oil or mineral oil are used as solvents for the guanidinium salts.
10. The use claimed in one or more of claims 1 to 9, characterized in that the guanidinium
salts of unsaturated fatty acids are dissolved in an oil-in-water emulsion, an oil-like
solvent or solvent mixture according to one or more of claims 6 to 9 being used as
the oil phase and the oil phase making up from 0.5 to 50% by weight of the emulsion
and the guanidinium salts making up from 1 to 45% by weight of the oil phase.
11. An oil-in-water emulsion in the form of a microemulsion obtainable by phase inversion,
its oil phase being an oil-like solvent or solvent mixture selected from hydrocarbons
liquid at room temperature, substantially water-insoluble dialkyl ethers, alcohols,
ester oils and/or acetals and mixtures thereof and containing guanidinium salts of
mono- or polyunsaturated fatty acids containing 6 to 44 carbon atoms in concentrations
of 1 to 45% by weight, based on the oil phase, in dissolved form and the oil phase
making up from 0.5 to 50% by weight of the emulsion.
1. Utilisation de sels de guanidinium d'acides gras une fois ou plusieurs fois non saturés,
ayant de 6 à 44 atomes de carbone, en vue de l'obtention d'une protection temporaire
contre la corrosion des surfaces métalliques.
2. Utilisation conformément à la revendication 1,
caractérisée en ce que
les acides gras une fois ou plusieurs fois non saturés sont choisis parmi les acides
gras natifs et/ou les acides gras dimères.
3. Utilisation conformément à la revendication 2,
caractérisée en ce que
les acides gras natifs sont ramifiés ou linéaires possèdent de une à six double liaisons
et renferment de 11 à 28 atomes de carbone.
4. Utilisation conformément à la revendication 3,
caractérisée en ce que
les acides gras natifs sont monobasiques et sont choisis parmi l'acide undecylénique,
l'acide myristoléique, l'acide palmitoléique, l'acide oléique, l'acide ricinoléique,
l'acide érucique, l'acide linoléique, l'acide linolénique, l'acide arachidonique et
leurs mélanges.
5. Utilisation conformément à la revendication 2,
caractérisée en ce que
les acides gras dimères sont polybasiques et renferment de 36 à 44 atomes de carbone.
6. Utilisation conformément à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
les sels de guanidinium sont mis en oeuvre sous forme de solutions dans des solvants
du type huileux choisis parmi les hydrocarbures liquides à la température de travail,
les dialkyléthers largement insolubles dans l'eau, les alcools, les huiles estérifiées,
et/ou les acétals ainsi que des mélanges de ceux-ci, à des concentrations comprises
entre 1 à 45 % en poids.
7. Utilisation conformément à la revendication 6,
caractérisée en ce que
comme solvant pour les sels de guanidinium on utilise des dialkyléthers ayant de 6
à 24 atomes de carbone par radical alkyle, pour lesquels les radicaux alkyle indépendamment
l'un de l'autre, sont à chaîne droite ou ramifiée, saturés ou non saturés.
8. Utilisation conformément à la revendication 6,
caractérisée en ce que
comme solvant pour les sels de guanidinium on utilise un ou plusieurs acétals à base
d'aldéhydes monovalents ayant de 1 à 25 atomes de carbone, et d'alcools monovalents
ayant de 1 à 25 atomes de carbone.
9. Utilisation conformément à la revendication 6,
caractérisée en ce que
comme solvant pour les sels de guanidinium on utilise des hydrocarbures sous forme
d'huile de paraffine ou d'huile minérale.
10. Utilisation conformément à une ou plusieurs des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
les sels de guanidinium d'acide gras non saturés sont dissous dans une émulsion huile
dans l'eau dans laquelle comme phase huileuse on utilise un solvant du type huileux
ou un mélange de solvants, conformément à une ou plusieurs des revendications 6 à
9, et en ce que la proportion en quantité de la phase huileuse dans l'émulsion s'élève
à entre 0,5 et 50 % en poids et la proportion de sels de guanidinium à 1 à 45 % en
poids en ce qui concerne la phase huileuse.
11. Emulsion huile dans l'eau qui se présente sous forme de microémulsion que l'on peut
obtenir par inversion de phase, dans laquelle leur phase huileuse représente un solvant
du type huileux ou un mélange de solvants, choisi parmi les hydrocarbures liquides
à température de travail, les dialkyléthers largement insolubles dans l'eau, les alcools,
les huiles estérifiées, et/ou les acétals ainsi que des mélanges de ceux-ci et renferme
dissous les sels de guanidinium d'acides gras une fois ou plusieurs fois non saturés
ayant de 6 à 44 atomes de carbone, à des concentrations allant de 1 à 45 % en poids
en ce qui concerne la phase huileuse, et dans laquelle le pourcentage en quantité
de phase huileuse dans l'émulsion s'élève à entre 0,5 et 50 % en poids.