| (19) |
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(11) |
EP 0 786 391 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.10.2002 Patentblatt 2002/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.01.1997 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B61K 7/02 |
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| (54) |
Gleisbremse, insbesondere Gefälleausgleichsbremse
Track mounted brake, especially brake compensating for a slope
Frein de voie, notamment pour compenser une pente
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE |
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Priorität: |
25.01.1996 DE 19602565 31.08.1996 DE 19635467
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.07.1997 Patentblatt 1997/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Thyssen Krupp Automotive AG |
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44793 Bochum (DE) |
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Erfinder: |
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- Kühn, Joachim
47167 Duisburg (DE)
- Meuters, Günter
47803 Krefeld (DE)
- Quast, Holger
47441 Moers (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 578 537 GB-A- 1 559 478
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FR-A- 1 092 253
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gleisbremse, insbesondere Gefälleausgleichsbremse, zum
Abbremsen von Schienenfahrzeugen mit zumindest einer innen an einer Fahrschiene angeordneten
Kolbengleisbremse.
[0002] Gefälleausgleichsbremsen werden eingesetzt, wenn in den Richtungsgleisen von Rangierbahnhöfen
ein Gefälle vorhanden ist, das größer als der Laufwiderstand einzelner Waggons ist.
Die am Beginn der Richtungsgleise durch Gleisbremsen verzögerten Waggons beschleunigen
sich sonst auf unzulässige Geschwindigkeiten, so daß beim Auflaufen dieser Waggons
erhebliche Schäden an den Waggons selbst oder am Ladegut entstehen können. Gefälleausgleichsbremsen
sollen auf gutlaufende Waggons einwirken, so daß die vorgeschriebene Entlassungsgeschwindigkeit
aus der Gleisbremse auch über das gesamte Richtungsgleis eingehalten wird.
[0003] Bekannt sind Gleisbremsen aus einer Mehrzahl von an der Fahrschiene hintereinander
angeordneten Kolbengleisbremsen (DE 30 31 173). Diese Kolbengleisbremsen besitzen
Dämpfer, die im Hinblick auf die Ansprechgeschwindigkeit der Waggons einstellbar sind,
so daß nur die sogenannten Gutläufer abgebremst werden, während die Schlechtläufer
weniger verzögert werden. Es gibt aber Schlechtläufer, bei denen jede Verzögerung
unerwünscht ist. Die dann erforderliche Einstellung der Dämpfer würde einen unverhältnismäßig
hohen Arbeitsaufwand erfordern.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gleisbremse der eingangs beschriebenen Gattung
so zu verbessern, daß auch Schlechtläufer die Gleisbremse ohne individuelle Einstellung
der Dämpfer an den Kolbengleisbremsen ohne Verzögerung passieren können.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Kolbengleisbremse zwischen einer aktiven
und einer inaktiven Stellung um eine sich parallel zur Fahrschiene erstreckende Achse
schwenkbar oder quer zur Fahrschiene verschiebbar gelagert ist und daß ein Stelltrieb
zum Verschwenken oder Verschieben der Kolbengleisbremse vorgesehen ist. Wird ein Schlechtläufer
erkannt, dann kann die Kolbengleisbremse oder können die längs der Fahrschiene angeordneten
Kolbengleisbremsen durch Betätigen des Stelltriebs aus ihrer aktiven Stellung, bei
der sie die Spurkränze der Räder des Schienenfahrzeugs beaufschlagen, in eine inaktive
Stellung verschwenkt oder verschoben werden, so daß das Schienenfahrzeug nicht mehr
verzögert wird.
[0006] Die Kolbengleisbremsen können insbesondere auf Unterlagsplatten oder Gleitstuhlplatten
für die Schienenbefestigung schwenkbar oder verschiebbar gelagert und in den Endstellungen
fixierbar sein.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist eine Halterung für zumindest eine
Kolbengleisbremse vorgesehen und weist die Halterung beiderseits Lagerzapfen auf,
die in zugeordneten Lagern auf benachbarten Gleisschwellen abgestützt sind. Im allgemeinen
können zwei Kolbengleisbremsen in einer Halterung zwischen benachbarten Schwellen
untergebracht werden. Die in der Halterung untergebrachten Kolbengleisbremsen werden
gemeinsam verschwenkt.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die Lagerzapfen benachbarter
Halterungen miteinander kuppelbar. Dazu kann ein Lagerzapfen der Halterung stirnseitig
eine Nut und der andere Lagerzapfen der Halterung stirnseitig der Nut einen angepaßten
Keil aufweisen. Durch Kupplung der längs der Fahrschiene angeordneten Halterungen
mit den darin untergebrachten Kolbengleisbremsen ist es möglich, eine Mehrzahl von
Halterungen beziehungsweise Kolbengleisbremsen mit einem einzigen Stelltrieb zu verschwenken.
Für Gefälleausgleichsbremsen werden beispielsweise nur 6 bis 10 hintereinander angeordnete
Einheiten benötigt. Es lassen sich aber auch Richtungsgleisbremsen aufbauen, die auf
beiden Seiten des Fahrgleises angeordnet und unabhängig voneinander in Abschnitten
betätigbar sind.
[0009] Zur Aufnahme der Bremskräfte können die freien Lagerzapfen in axialer Richtung an
Widerlagern abgestützt sein, die am Schienensteg oder an einer Gleisschwelle befestigbar
sind.
[0010] Die Lager für die Lagerzapfen können an Rippenplatten angeordnet sein, die mit Schwellenschrauben
an den Gleisschwellen befestigt sind und die auch Hakenschraubenbefestigungen für
die Fahrschiene aufweisen. Damit die beim Überlauf des Schienenfahrzeugs auf die Kolbengleisbremsen
entstehenden Querkräfte sicher über die Gleisschwellen abgetragen werden, können die
Rippenplatten der zum Gleis gehörenden Fahrschienen durch Profil- oder Flacheisen
miteinander verbunden sein.
[0011] Der Stelltrieb ist zweckmäßigerweise ein elektrischer Stelltrieb. Damit der Stelltrieb
auch beim Überlauf eines Schienenfahrzeugs über eine oder mehrere Kolbengleisbremsen
betätigt werden kann, empfiehlt sich eine Ausführung, bei der an den Stelltrieb eine
Stellstange angeschlossen ist, auf der ein zwischen Federn eingespanntes, gegen die
Wirkung der Federn längs der Stellstange verschiebbares Stellglied geführt ist, das
an der Halterung mit Abstand zur Achse angeordnet ist. Dann würde der Hub des Stelltriebes
in den Federn gespeichert, bis der Spurkranz des Rades des Schienenfahrzeuges die
betreffenden Kolbengleisbremse freigegeben hat. Anschließend verschwenkt die Kolbengleisbremse
unter der Wirkung der Federkraft in ihre inaktive Stellung.
[0012] Zweckmäßig ist es, den Stelltrieb im Bereich der Außenseite der Fahrschienen anzuordnen.
Es können verstellbare Endschalter zum Einstellen und Überwachen der aktiven und der
inaktiven Stellung der Kolbengleisbremse vorgesehen sein. Die Kolbengleisbremse kann
auch einen in der aktiven Stellung mit dem Fuß der Fahrschiene zusammenwirkenden Anschlag
aufweisen. Im übrigen ist es vorteilhaft, wenn zwischen benachbarten Gleisschwellen
oben offene Kästen zur schotterfreien Aufnahme der bewegten Teile angeordnet sind.
Zur Anpassung an die Höhe der Fahrschienen können darüber hinaus die Kolbengleisbremsen
durch entsprechend hohe auswechselbare und/oder höhenveränderliche Kragen sich auf
ihrer Halterung abstützen.
[0013] Es hat sich außerdem als günstig erwiesen, wenn die sich parallel zur Fahrschiene
erstreckende Achsen oder die entsprechenden Lagerbalken gegenüber der Längsachse der
Kolbengleisbremse in Richtung Gleismitte versetzt angeordnet sind. Hierzu können die
Halterungen oder Tragbalken kurbelwellenartig ausgebildet und die zugehörigen Lagerzapfen
zur Gleismitte hin abgekröpft sein.
[0014] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert; Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch einen Querschnitt durch ein Richtungsgleis mit einer Gleisbremse
- Figur 2
- den Gegenstand nach Figur 1 in einer anderen Funktionsstellung
- Figur 3
- teilweise eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Figur 2,
- Figur 4
- in vergrößertem Maßstab eine Teilansicht des Gegenstandes nach Figur 3.
- Figuren 5 + 6
- alternative Ausführungen zu den Figuren 1 und 2
[0015] Zu dem in der Zeichnung dargestellten Abschnitt eines Richtungsgleises gehören Fahrschienen
1, 2, die in üblicher Weise auf Gleisschwellen 3 befestigt sind. Innenseitig neben
der Fahrschiene 1 ist eine Reihe von längs der Fahrschiene 1 hintereinander angeordneten
Kolbengleisbremsen 4 angebracht. Die Kolbengleisbremsen 4 besitzen einen konstruktiven
Aufbau, wie er in der DE 30 31 173 C2 wiedergegeben ist. Ein Laufrad 5 mit Spurkranz
6 eines nicht dargestellten Schienenfahrzeugs ist mit gestrichelten Linien angedeutet.
Die Kolbengleisbremsen 4 sind um eine sich parallel zur Fahrschiene 1 erstreckende
Achse 7 zwischen einer inaktiven Stellung (Figur 1) und einer aktiven Stellung (Figur
2) mit Hilfe eines Stelltriebs 8 verschwenkbar.
[0016] Bei der dargestellten Ausführung sind jeweils zwei benachbarte Kolbengleisbremsen
4 in einer gemeinsamen Halterung 9 untergebracht, die an gegenüberliegende Stirnseiten
jeweils Lagerzapfen 10, 11 aufweist, welche die Achse 7 definieren. Die Kolbengleisbremsen
4 sind in den Halterungen 9 über höhenveränderliche und/oder auswechselbare Kragen
27 abgestützt, so daß die Kolbengleisbremsen 4 in ihrer Höhe der Höhe der Fahrschiene
1 angepaßt werden können. Der Lagerzapfen 11 weist an seinem stirnseitigen Ende eine
Nut 12 auf und der Lagerzapfen 10 an seinem stirnseitigen Ende einen der Nut 12 angepaßten
Keil 13, so daß benachbarte Halterungen 9 über ihre Lagerzapfen 10, 11 miteinander
gekuppelt werden und durch einen gemeinsamen Stelltrieb betätigt werden können.
[0017] Die Lagerzapfen 10, 11 sind drehbar in Lagern 14 gelagert, die zu Rippenplatten 15
gehören, welche mit Schwellenschrauben 16 an den Gleisschwellen 3 befestigt sind und
die auch Hakenschraubenbefestigungen 17 für die Fahrschiene 1 aufweisen.
[0018] Aus Festigkeitsgründen besitzen die Rippenplatten 15 mit den Lagern 14 eine größere
Dicke als herkömmliche Rippenplatten 18, auf denen die Fahrschiene 2 angeordnet ist.
Zum Niveauausgleich ist unter dieser Rippenplatte 18 der Fahrschiene 2 eine Unterlagsplatte
19 angeordnet. Beide Rippenplatten 15 und 18 sind bei der dargestellten Ausführung
durch ein Flacheisen 20 verbunden, damit die Querkräfte, die beim Überlauf eines Rades
5 über die Gleisbremse entstehen, sicher in die Gleisschwelle 3 eingeleitet werden.
[0019] Eine besonders vorteilhafte Ausführung liegt dann vor, wenn die Drehachsen bzw. die
Lagerzapfen 7a nicht auf der Längsachse der Kolbengleisbremse 4 liegen, sondern in
Richtung Gleismitte versetzt angeordnet sind (Fig. 5). Damit können die normalen,
im Gleis bereits vorhandenen Rippenplatten 15a und Befestigungsteile weiter verwendet
werden. Zusätzliche Unterlegplatten 19 für die Fahrschiene 2 sind nicht mehr notwendig.
Günstig für diese Lösung sind kurbelwellenartig ausgebildete Halterungen bzw. Tragbalken
9a, deren Lagerzapfen 7a zur Gleismitte hin abgekröpft sind. Die Lager 14a sind, z.B.
durch Anschweißen, mit der normalen Rippenplatte 15a verbunden und werden mit Schwellenschrauben
16 auf die Schwellen 3 geschraubt.
[0020] Der Vorteil dieser Anordnung liegt in der Verwendung von Befestigungsteilen aus dem
Regeloberbau und zusätzlich in der besseren Kraftableitung der von der Kolbengleisbremse
4 erzeugten Bremskraft (Fig. 6). Die Bremskraft der Kolbengleisbremse 4 wird zwischen
2 Lagerstellen, die gebildet werden durch den Anschlag 25 und das Lager 14a, nahezu
gleichmäßig abgeleitet. Bei der Krafteinleitung nimmt die Kolbengleisbremse 4 eine
stabile Lage ein, während bei der Ausführung gemäß (Fig. 1 und 2) Stützkräfte vom
Stelltrieb 8 erforderlich sind.
[0021] Die jeweils freien Enden der Lagerzapfen 10, 11 sind in axialer Richtung an Widerlagern
21 abgestützt, die bei der dargestellten Ausführung am Schienensteg befestigt sind.
[0022] Der Stelltrieb 8 ist ein elektrischer Stelltrieb und im Bereich der Außenseite der
Fahrschiene 1 angeordnet. Er ist verbunden mit einer Stellstange 22, auf der ein zwischen
Federn 23 eingespannte, gegen die Wirkung der Federn 23 längs der Stellstange 22 verschiebbares
Stellglied 24 geführt ist, das an der Halterung 9 mit Abstand zur Achse 7 angeordnet
ist. Das ermöglicht es, den Stelltrieb 8 auch dann zu betätigen, wenn eine Kolbengleisbremse
4 der miteinander gekuppelten Halterungen 9 durch den Spurkranz 6 eines Laufrades
5 des nicht dargestellten Schienenfahrzeuges nieder- und festgehalten wird. Der Hub
der Stellstange 22 wird dann in den Federn 23 gespeichert. Sobald die Kolbengleisbremse
4 vom Spurkranz 6 freigegeben wird, wird die Halterung 9 oder werden die miteinander
gekuppelten Halterungen 9 aus ihrer aktiven Stellung in die inaktive Stellung verschwenkt.
[0023] Nicht dargestellt sind verstellbare Endschalter zum Einstellen und Überwachen der
aktiven und der inaktiven Stellung der Kolbengleisbremsen 4. Bei der dargestellten
Ausführung weist jede Kolbengleisbremse 4 einen in der aktiven Stellung mit dem Fuß
der Fahrschiene 1 zusammenwirkenden Anschlag 25 auf.
[0024] Um den Bewegungsbereich der Halterungen 9 mit den Kolbengleisbremsen 4 sowie der
Stellstange 22 frei von Schotter zu halten, ist zwischen benachbarten Gleisschwellen
3 ein nach oben offener Kasten 26 zur Aufnahme der bewegten Teile angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Fahrschiene
- 2
- Fahrschiene .
- 3
- Gleisschwelle
- 4
- Kolbengleisbremse
- 5
- Laufrad
- 6
- Spurkranz
- 7, 7a
- Achse, Lagerzapfen
- 8
- Stelltrieb
- 9, 9a
- Halterung, Tragbalken
- 10
- Lagerzapfen
- 11
- Lagerzapfen
- 12
- Nut
- 13
- Keil
- 14, 14a
- Lager
- 15, 15a
- Rippenplatte
- 16
- Schwellenschrauben
- 17
- Hakenschraubenbefestigung
- 18
- Rippenplatte
- 19
- Unterlagsplatte
- 20
- Flacheisen
- 21
- Widerlager
- 22
- Stellstange
- 23
- Federn
- 24
- Stellglied
- 25
- Anschlag
- 26
- Kasten
- 27
- Kragen
1. Gleisbremse, insbesondere Gefälleausgleichsbremse, zum Abbremsen von Schienenfahrzeugen
mit zumindest einer innen an einer Fahrschiene angeordneten Kolbengleisbremse, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbengleisbremse (4) zwischen einer aktiven und einer inaktiven Stellung um
eine sich parallel zur Fahrschiene (1) erstreckende Achse (7) schwenkbar gelagert
ist und daß ein Stelltrieb (8) zum Verschwenken der Kolbengleisbremse (4) vorgesehen
ist.
2. Gleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Halterung (9) für zumindest eine Kolbengleisbremse (4) vorgesehen ist und daß
die Halterung (9) beidseitig Lagerzapfen (10, 11) aufweist, die in zugeordneten Lagern
(14) auf benachbarten Gleisschwellen (3) abgestützt sind.
3. Gleisbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerzapfen (10, 11) benachbarter Halterungen (9) miteinander kuppelbar sind.
4. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lagerzapfen (11) der Halterung (9) stirnseitig eine Nut (12) und der andere Lagerzapfen
(10) der Halterung (9) stirnseitig einen der Nut (12) angepaßten Keil (13) aufweist.
5. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Lagerzapfen (10, 11) in axialer Richtung an Widerlagern (21) abgestützt
sind, die am Schienensteg oder an einer Gleisschwelle (3) befestigbar sind.
6. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (14) für die Lagerzapfen (10, 11) an Rippenplatten (15) angeordnet sind,
die mit Schwellenschrauben (16) an den Gleisschwellen (3) befestigt sind und die auch
Hakenschraubenbefestigungen (17) für die Fahrschiene (1) aufweisen.
7. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippenplatten (15, 18) der zum Gleis gehörenden Fahrschienen (1, 2) durch Profil-
oder Flacheisen (20) miteinander verbunden sind.
8. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stelltrieb (8) eine Stellstange (22) angeschlossen ist, auf der ein zwischen
Federn (23) eingespanntes gegen die Wirkung der Federn (23) längs der Stellstange
(22) verschiebbares Stellglied (24) geführt ist, das an der Halterung (9) mit Abstand
zur Achse (7) angeordnet ist.
9. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stelltrieb (8) im Bereich der Außenseite der Fahrschiene (1) angeordnet ist.
10. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß verstellbare Endschalter zum Einstellen und Überwachen der aktiven und nicht aktiven
Stellung der Kolbengleisbremse (4) vorgesehen sind.
11. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbengleisbremse (4) einen in der aktiven Stellung mit dem Fuß der Fahrschiene
(1) zusammenwirkenden Anschlag (25) aufweist.
12. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten Gleisschwellen offene Kästen (26) zur schotterfreien Aufnahme
der bewegten Teile angeordnet sind.
13. Gleisbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbengleisbremsen 4 in den Halterungen 9 über höhenveränderliche und/oder auswechselbare
Kragen 27 abgestützt sind.
14. Gleisbremse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die sich parallel zur Fahrschiene erstreckenden Achsen oder die Lagerbalken 7a gegenüber
der Längsachse der Kolbengleisbremse 4 in Richtung Gleismitte versetzt angeordnet
sind.
15. Gleisbremse nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch kurbelwellenartig ausgebildete Halterungen oder Tragbalken 9a, deren Lagerzapfen
7a zur Gleismitte hin abgekröpft sind.
16. Gleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbengleisbremsen (4) auf Unterlagsplatten für die Schienenbefestigung schwenkbar
gelagert und in den Endstellungen fixierbar sind.
1. Rail brake, in particular a gradient-compensation brake, for braking rail vehicles
having at least one piston rail brake disposed internally on a rail, characterised in that the piston rail brake (4) is mounted so as to pivot between an active and an inactive
position about an axis (7) which extends parallel to the rail (1), and in that a setting drive (8) is provided to pivot the piston rail brake (4).
2. Rail brake according to claim 1, characterised in that a holder (9) for at least one piston rail brake (4) is provided and the holder (9)
has bearing pins (10, 11) on both sides which are supported in associated bearings
(14) on adjacent rail sleepers (3).
3. Rail brake according to claim 1 or 2, characterised in that the bearing pins (10, 11) of adjacent holders (9) can be coupled to each other.
4. Rail brake according to one of claims 1 to 3, characterised in that one bearing pin (11) of the holder (9) has a channel (12) on its end face and the
other bearing pin (10) of the holder (9) has a wedge (13) on its end face, this wedge
being adapted to the channel (12).
5. Rail brake according to one of claims 1 to 4, characterised in that the free bearing pins (10, 11) are supported in the axial direction against counter
bearings (21) which can be attached to the rail web or to a rail sleeper (3).
6. Rail brake according to one of claims 1 to 5, characterised in that the bearings (14) for the bearing pins (10, 11) are disposed on rib plates (15) which
are attached by sleeper screws (16) to the rail sleepers (3) and which also have hook
bolt attachments (17) for the rail (1).
7. Rail brake according to one of claims 1 to 6, characterised in that the rib plates (15, 18) of the rails (1, 2) belonging to the track are connected
to each other by profiled or flat bars (20).
8. Rail brake according to one of claims 1 to 7, characterised in that a setting rod (22) is attached to the setting drive (8), on which setting rod a setting
member (24) is driven which is clamped in between springs (23) and can be displaced
along the setting rod (22) against the effect of the springs (23) and which is disposed
on the holder (9) at a distance from the axis (7).
9. Rail brake according to one of claims 1 to 8, characterised in that the setting drive (8) is disposed in the region of the outer side of the rail (1).
10. Rail brake according to one of claims 1 to 9, characterised in that adjustable end switches are provided to set and monitor the active and inactive position
of the piston rail brake (4).
11. Rail brake according to one of claims 1 to 10, characterised in that the piston rail brake (4) has a stop (25) cooperating in the active position with
the foot of the rail (1).
12. Rail brake according to one of claims 1 to 11, characterised in that open boxes (26) are disposed between adjacent rail sleepers to receive the moved
parts in a manner free from ballast.
13. Rail brake according to one of claims 1 to 12, characterised in that the piston rail brakes 4 are supported in the holders 9 by height-adjustable and/or
exchangeable collars 27.
14. Rail brake according to at least one of the preceding claims, characterised in that the axes, which extend parallel to the rail, or the bearing beams 7a are disposed
offset with respect to the longitudinal axis of the piston rail brake 4 in the direction
of the middle of the track.
15. Rail brake according to claim 14, characterised by crankshaft-like holders or supporting beams 9a, of which the bearing pins 7a are
bent towards the middle of the track.
16. Rail brake according to claim 1, characterised in that the piston rail brakes (4) are pivotably mounted on under-plates for rail attachment
and can be fixed in the end positions.
1. Frein de voie, en particulier frein de compensation de la pente, pour le freinage
de véhicules ferroviaires, comportant au moins un frein de voie à piston disposé du
côté intérieur d'un rail de roulement, caractérisé en ce que le frein de voie (4) à piston est monté de manière à pouvoir pivoter entre une position
active et une position inactive, autour d'un axe (7) qui s'étend parallèlement au
rail de roulement (1), et en ce qu'un entraînement d'actionnement (8) est prévu pour faire pivoter le frein de voie (4)
à piston.
2. Frein de voie selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une fixation (9). pour au moins un frein de voie (4) à piston est prévue, et en ce que la fixation (9) présente des deux côtés des tourillons de montage (10, 11) qui s'appuient
sur des traverses de voie voisines (3) dans des paliers (14) associés.
3. Frein de voie selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les tourillons de montage (10, 11) de fixations (9) voisines peuvent être mutuellement
accouplés.
4. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un tourillon de montage (11) de la fixation (9) présente du côté frontal une rainure
(12), l'autre tourillon de montage (10) de la fixation (9) présentant du côté frontal
une nervure (13) adaptée à la rainure (12).
5. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les tourillons de montage (10, 11) libres s'appuient dans la direction axiale sur
des contre-appuis (21) qui peuvent être fixés à l'âme du rail ou à une traverse de
voie (3).
6. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les paliers (14) pour les tourillons de montage (10, 11) sont disposés sur des selles
de rail nervurées (15) qui sont fixées aux traverses de voie (3) par des tirefonds
(16) et qui présentent également des fixations filetées à crochets (17) pour le rail
de roulement (1).
7. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les selles de rail nervurées (15, 18) des rails de roulement (1, 2) appartenant à
la voie sont reliées mutuellement par des fers profilés ou plats (20).
8. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'à l'entraînement d'actionnement (8) est raccordée une tringle d'actionnement (22)
sur laquelle est guidé un organe d'actionnement (24) serré entre des ressorts (23),
apte à coulisser le long de la tringle d'actionnement (22) en opposition à l'action
des ressorts (23), et disposé sur la fixation (9) à distance de l'axe (7).
9. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'organe d'actionnement (8) est disposé dans la région de la face extérieure du rail
de roulement (1).
10. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que des commutateurs de fin de course ajustables sont prévus pour établir et surveiller
la position active et la position inactive du frein de voie (4) à piston.
11. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le frein de voie (4) à piston présente une butée (25) qui coopère avec le pied du
rail de roulement (1) dans la position active.
12. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que des caissons ouverts (26) sont disposés entre des traverses de voie voisines pour
recevoir les parties mobiles en les protégeant du ballast.
13. Frein de voie selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les freins de voie 4 à piston sont soutenus dans les supports 9 par des collets 27
ajustables en hauteur et/ou remplaçables.
14. Frein de voie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les axes s'étendant parallèlement au rail de roulement ou les barres de montage 7a
sont disposés en position décalée vers le milieu de la voie par rapport à l'axe longitudinal
du frein de voie 4 à piston.
15. Frein de voie selon la revendication 14, caractérisé par des supports ou les barres de soutien 9a configurés en forme d'arbres-manivelles,
dont les tourillons de montage 7a sont décolés en direction du milieu de la voie.
16. Frein de voie selon la revendication 1, caractérisé en ce que les freins de voie (4) à piston sont montés à pivotement sur des plaques de soutènement
pour la fixation des rails, et peuvent être immobilisés dans les positions extrêmes.