[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kontaktierung eines konischen Kontaktes,
insbesondere eines Endpols einer Batterie für Kraftfahrzeuge, die aus einem Metallblech
durch Stanzen und Formen hergestellt ist, mit zwei Ringen, die jeweils an eine Seite
eine Öffnung aufweisen und durch zwei gebogene Laschen jeweils links und rechts der
Öffnungen miteinander verbunden sind, mit Mitteln zum Verringern der Breite der Öffnungen,
die an den Laschen angreifen, und mit zumindest einem weiteren Kontaktierungsbereich.
[0002] Aus der gattungsbildenden US 5,454,741 (siehe Figur 4) ist eine Batterieklemme der
obengenannten Art bekannt. Als Mittel zum Verringern der Breite der Öffnungen, die
an die Laschen angreifen, ist eine Schraube mit einem Bolzen vorgesehen. Diese Schraube
kann nicht von oben sondern nur von der Seite her angezogen werden. Es hat sich herausgestellt,
dass eine solche Anordnung zur Robotmontage ungeeignet ist. Ausserdem ist es bei der
bekannten Anordnung aufgrund der konischen Form des Batteriepols nicht sichergestellt,
dass eine gute Kontaktierung erreicht wird.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Anordnung zur Kontaktierung eines
konischen Kontaktes anzugeben, der eine gute Kontaktierung sicherstellt.
[0004] Die Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Die Anordnung weist zwei Ringe auf, die im entspannten Zustand unterschiedliche Innendurchmesser
haben. Dadurch wird eine besonders gute Anpassung der Ringe an die Form eines konischen
Kontaktes gewährleistet. Es ist dabei jedoch wichtig sicherzustellen, dass die beiden
Ringe auch koaxial übereinander angeordnet sind. Um dies sicherzustellen weisen die
Ringe an ihrer Aussenseite jeweils an gegenüberliegenden Positionen Streifen auf,
deren freie Enden zum freien Ende des jeweils gegenüberliegenden Streifens eine komplementäre
Form aufweisen. Durch die komplementäre Form wird gewährleistet, dass beim Zusammenfalten
der Anordnung aus einem gestanzten Blechteil die Enden der abgebogenen Streifen ineinander
eingreifen und beim weiteren Biegen die Ringe in die richtige Position gezogen werden.
Im fertig geformten Zustand liegen die geformten freien Enden der gegenüberliegenden
Streifen mit ihrer komplementären Form ineinander.
[0006] Um eine robotmontierbare Anordnung zur Kontaktierung zu erhalten, ist es nötig, dass
alle drehbaren Teile von oben, dass heisst in der Richtung in der die Achse des konischen
Kontaktes orientiert ist, betätigbar sind. Dies wird dadurch ermöglicht, dass an einer
der Laschen zwei Metallarme befestigt sind, die jeweils an einer Seite der Lasche
und jeweils nahe dem Befestigungspunkt an dem Ring angebracht sind. Die beiden Metallarme
werden umgebogen, derart, dass sie die Laschen umgreifen und an ihren freien Enden
befindet sich jeweils eine Bohrung, durch die ein Exzenter befestigt wird. Bei Betätigung
des Exzenters werden nun die beiden Laschen in ihrer Lage beeinflusst und somit kann
auch die Breite der Öffnung zwischen den beiden Laschen beeinflusst werden.
[0007] Es kann eine gute Kontaktierung des konischen Kontaktes sichergestellt werden, die
auch durch Vibrationen unbeeinflusst bleibt. Der Kontaktierungsbereich der an der
Anordnung zur Kontaktierung vorgesehen ist, kann beispielsweise als Crimpbereich zum
ancrimpen einer Leitung vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, dass am Kontaktierungsbereich
eine Sromschiene befestigt ist. Die Stromschiene dient dann zur Verteilung des Stromes
auf verschiedene Zuleitungen. Da es bei einem Unfall von Vorteil ist, wenn die Batterie
von den Zuleitungen getrennt wird, ist es sinnvoll, zwischen dem Kontaktierungsbereich
und dem Bereich an dem die Verteilung des Stroms auf die verschiedenen Zuleitungen
erfolgt, Mittel zur gesteuerten automatischen Unterbrechung des Stromflusses vorzusehen.
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine erfindungsgemässe Anordnung zur Kontaktierung mit einem als Crimpbereich
ausgebildeten Kontaktierungsbereich,
Figur 2 das Layout des gestanzten Teils nach Figur 1,
Figur 3 und Figur 4 eine Ansicht und eine Aufsicht auf den benötigten Exzenter,
Figur 5 eine Seitenansicht mit Teilquerschnitt auf einen Batterieendpol der montierten
Anordnung,
Figur 6 eine Aufsicht auf eine mit einem Batterieendpol kontaktierte Anordnung mit
Mitteln zum gesteuerten automatischen Unterbrechen des Stromflusses, und
Figur 7 einen weiteren Schnitt durch die in den Figuren 5 und 6 dargestellte Anordnung.
[0009] In Figur 1 ist eine erfindungsgemässe Anordnung dargestellt. Es sind die beiden Ringe
1 und 2 zu erkennen, die jeweils unterschiedlichen Durchmesser aufweisen und einen
flachen Bereich 101 und 201, sowie einen umgebogenen Bereich 102 und 202, der an einem
konischen Kontakt direkt zum Anliegen kommt. Die beiden Ringe 1, 2 weisen jeweils
eine Öffnung auf, von denen nur die Öffnung 3 im oberen Ring 1 zu erkennen ist. Die
beiden Ringe 1, 2 sind durch zwei Laschen 5, 6 miteinander verbunden. Die Laschen
befinden 5,6 sich jeweils seitlich der Öffnungen 3, 4. Die Laschen 5, 6 sind um 180°
umgebogen, damit die beiden Ringe übereinander zu liegen kommen. Die Anordnung weist
einen weiteren Kontaktierungs-bereich 7 auf, der als Crimpbereich ausgebildet ist.
Ausserdem sind an der Lasche 5 Metallarme 14 und 15 angeordnet, die sich jeweils senkrecht
zu den Laschen 5 und 6 erstrecken. Die Metallarme 14, 15 sind ebenfalls um 180° umgebogen,
derart, dass sich der nahe dem ersten Ring 1 befindliche Arm 14 oberhalb der Laschen
5, 6 und der nahe dem zweiten unteren Ring 2 befindlichen Arm 15 unterhalb der Laschen
5, 6 erstreckt. Die beiden Metallarme 14, 15 weisen an ihren freien Enden jeweils
eine Bohrung auf, durch die ein Exzenter 18 an den freien Enden der beiden Metallarme
14 und 15 befestigt ist. Der Exzenter 18 kann gedreht werden, indem mittels eines
Sechskantschlüssels in die Sechskantschraube 23 eingegriffen und gedreht wird. Durch
Drehen des Exzenters 18 bewegen sich die beiden Laschen 5 und 6 aufeinander zu, wodurch
der Innendurchmesser der Ringe 1, 2 und auch die lichte Weite der Öffnung 3, 4 verkleinert
wird. Eine Befestigung der Anordnung an dem konischen Kontakt kann mittels dieses
Exzenters sicher erfolgen. Der Exzenter hat dabei auch den Vorteil, dass man durch
die Messung des Drehmomentes den Kontaktandruck bestimmen kann. Ausserdem weist die
erfindungsgemässe Anordnung die Vorteile auf, dass ein konstanter Kontaktwiderstand
vorgegeben ist und die Toleranzen des zu kontaktierenden Konus die Kontaktkraft nicht
beeinflussen.
[0010] In Figur 2 ist das Layout der in Figur 1 dargestellten Anordnung dargestellt. Deutlich
ersichtlich sind die beiden Teile des Crimpbereiches 7, die beiden Ringe 1 und 2 mit
den Öffnungen 3 und 4, die beiden Laschen 5 und 6, wobei an der Lasche 5 die beiden
Metallarme 14 und 15 befestigt sind. Die beiden Metallarme 14, 15 weisen an ihren
freien Enden die Bohrungen 16 und 17 auf. Es handelt sich dabei um Bohrungen mit einem
zusätzlichen Schlitz. Der Schlitz dient dazu ein leichtes Auffedern der Bohrung zu
ermöglichen. Der Exzenter ist in diesen Bohrungen eingebracht und wird darin mittels
Reibungs- und Federkraft gehalten. In dem Layout sind ausserdem zwei geprägte Bereiche
24 zu erkennen. Diese dienen dazu, die Steifigkeit der beiden Arme zu beeinflussen.
Weiter sind in dem Layout die Streifen 8 bis 13 zu erkennen, die jeweils am Aussenumfang
der Ringe angeordnet sind und an ihren freien Enden eine komplementäre Form zu dem
Streifen aufweisen, der an dem anderen Ring an der jeweils gegenüberliegenden Stelle
angeordnet ist. Wie die beiden komplementären Formen ineinandergreifen, ist in der
Figur 1 ersichtlich. Die besondere Ausgestaltung dieser Streifen ist notwendig um
sicherzustellen, dass die beiden Ringen mit dem unterschiedlichen Durchmesser genau
koaxial übereinander zum Liegen kommen. Dies ist durch die komplementäre Form auf
der einen Seite in Form einer Spitze und auf der anderen Seite in Form einer die Spitze
aufnehmenden Ausnehmung sichergestellt.
[0011] In den Figuren 3 und 4 ist der Exzenter genauer dargestellt. Er besteht aus dem exzentrischen
Teil 181 und den beiden Sechskantschraubenköpfen 182 und 183. Zwischen den Sechskantschraubenköpfen
und dem exzentrischen Teil kommen die Enden der Metallarme zum Liegen.
[0012] In den Figuren 5 bis 7 ist eine weitere Ausführung der Erfindung dargestellt. In
Figur 5 ist ein Endpol 51 einer Batterie für Kraftfahrzeuge zu erkennen, der mit eine
erfindungsgemässen Anordnung mit zwei Ringen 1 und 2, die im Schnitt dargestellt sind,
kontaktiert ist. Im Kontaktierungsbereich 7 sind die beiden Ringe über einer Schraube
19 mit einer Stromschiene 20 verbunden. In einem Gehäuse 50, das die Anordnung umgibt,
ist ausserdem ein Dichtring 52 und ein Anschluss 53 zu erkennen, der aus dem Gehäuse
50 herausragt. Der Anschluss 53 ist dazu geeignet, einen Anschluss zu den Mitteln
zum automatischen Unterbrechen des Stromflusses herzustellen. In der Figure 6 ist
dieser Anschluss 53 und die Mittel 22 zum Unterbrechen des Stromflusses deutlich zu
erkennen. Weiter erkennt man den Endpol der Batterie und den oberen Ring 1 sowie den
Konus 18 der zwischen den Metallarmen 14 und 15 angeordnet ist um die beiden Laschen
5 und 6 aufeinander zu zubewegen. Der Kontaktierungsbereich 7 ist mit einer Schraube
19 mit der Stromschiene verbunden 20, die durch die Mittel zum Unterbrechen bis hin
zu dem Bereich 60 führt, an dem die Verteilung des Stromes auf verschieden Zuleitungen
erfolgt. In der Figur 7 ist ein Schnitt entlang der Linie BB, wie in Figur 6 dargestellt,
gezeigt. Es ist zu erkennen, das der Exzenter 18 von ausserhalb des Gehäuses 50 zugänglich
ist.
1. Anordnung zur Kontaktierung eines konischen Kontaktes, insbesondere eines Endpols
einer Batterie für Kraftfahrzeuge, die aus einem Metallblech durch Stanzen und Formen
hergestellt ist, mit zwei Ringen (1,2), die jeweils an einer Seite eine Öffnung (3,4)
aufweisen und durch zwei gebogene Laschen (5,6) jeweils links und rechts der Öffnungen
(3,4) miteinander verbunden sind,
mit Mitteln zum Verringern der Breite der Öffnungen (3,4), die an den Laschen (5,6)
angreifen und mit zumindest einem weiteren Kontaktierungsbereich (7),
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Ringe (1,2) im entspannten Zustand unterschiedliche Innendurchmesser
aufweisen,
dass an der Aussenseite der Ringe (1,2) jeweils an gegenüberliegenden Positionen Streifen
(8 bis 13) angeordnet sind, deren freie Enden eine zum freien Ende des jeweils gegenüberliegenden
Streifens komplementäre Form aufweisen,
und dass die komplementär geformten freien Enden gegenüberliegender Streifen (8,13)
gegeneinander liegen.
2. Anordnung zur Kontaktierung eines konischen Kontaktes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass an einer der Laschen (5) auf der der anderen Lasche abgewandten Seite jeweils
nahe des am Ring befestigten Endes ein Metallarm (14,15) angeordnet ist, der im wesentlichen
senkrecht zu den Laschen (5,6) verläuft, dass die Metallarme (14,15) umgebogen sind,
derart, dass sie jeweils über beide Laschen (5,6) hinweggreifen, dass die Metallarme
(14,15) an ihrem freien Ende jeweils eine Bohrung (16,17) aufweisen, dass ein Exzenter
(18) vorgesehen ist, der zwischen den freien Enden der Metallarme (14,15) angeordnet
ist, an den Bohrungen (16,17) drehbar befestigt ist, und bei einer Drehbewegung die
beiden Laschen (5,6) und somit die Breite der Öffnungen (3,4) beeinflusst.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere
Kontaktierungsbereich (7) als Crimpbereich zum Ancrimpen mindestens einer Leitung
ausgebildet ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am weiteren
Kontaktierungsbereich (7) eine Stromschiene (20) befestigt ist, die die Verteilung
des Stroms auf verschiedene Zuleitungen übernimmt.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kontaktierungsbereich
und dem Bereich (60) an dem die Verteilung des Stromes auf verschiedene Zuleitungen
erfolgt, Mittel (22) zum gesteuerten automatischen Unterbrechen des Stromflusses vorgesehen
sind.