(19)
(11) EP 0 787 962 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.08.2003  Patentblatt  2003/34

(21) Anmeldenummer: 97100898.2

(22) Anmeldetag:  22.01.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F26B 5/14, F26B 13/28

(54)

Trockeneinrichtung für gefüllte, bandförmige Folienschläuche

Drying apparatus for filled tubular films

Dispositif de séchage de films tubulaires remplis


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 02.02.1996 DE 19603717

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.08.1997  Patentblatt  1997/32

(73) Patentinhaber: Natec Reich, Summer GmbH & Co. KG
88178 Heimenkirch (DE)

(72) Erfinder:
  • Baur, Wilhelm
    88167 Gestratz (DE)

(74) Vertreter: Riebling, Peter, Dr.-Ing. 
Patentanwalt, Rennerle 10
88131 Lindau
88131 Lindau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 337 281
US-A- 5 021 265
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Trockeneinrichtung für gefüllte, bandförmige Folienschläuche nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

    [0002] Aus dem Stand der Technik gehen dazu die DE -A-42 04 396 und die US 5,021,265 A hervor, wobei die DE -A-42 04 396 als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird. Diese geht auf den Anmelder zurück und beschreibt ein "Verfahren und eine Vorrichtung zum Abpacken einer Masse in einem Folienschlauch".

    [0003] Derartige Trockeneinrichtungen werden verwendet zur Trocknung von mit Produkt gefüllten Folienschläuchen, wie sie z. B. entstehen bei der Herstellung von Schmelzkäse, der in einen durchgehenden, fortlaufenden Folienschlauch in flüssiger Form eingefüllt wird.

    [0004] Nach der DE-A-4 204 396 wird der mit heißer Käsemasse gefüllte Folienschlauch etwa bandförmig geformt und durch ein Abkühlungsband hindurchgeschickt, wo die Käsemasse möglichst viel Wärme abgeben soll. Nach dem Durchlaufen durch das Kühlbad soll das anhaftende Kühlmedium - vorzugsweise Wasser - möglichst von den Außenseiten dieses bandförmigen Folienschlauches entfernt werden. Der Grund für die Notwendigkeit der Entfernung des Wassers ist, daß dieses Wasser störend bei der Endverpackung dieser in Folien verpackte Käsescheiben ist.

    [0005] Bekannterweise wird nämlich der aus dem Kühlbad herausgezogene Folienschlauch zunächst einer Siegelstation zugeführt, nach dem Siegeln im Bereich von entsprechenden Quemähten wird er im Bereich der jeweiligen Quernaht abgeschnitten und es werden dann die so hergestellten Käsescheiben übereinandergestapelt und dann einer Endverpackungseinrichtung zugeführt.

    [0006] Wenn in dieser Endverpackungseinrichtung dann noch Wasser auf den Außenseiten der gesiegelten und geschnittenen Scheiben sich befindet, dann wird dieses mit in die Endverpackung eingetragen und es könnte zur Geruchsbelästigung oder Fäulnisbildung führen.

    [0007] Der zweite Grund ist, daß durch das anhaftende Wasser auf dem bandförmigen Folienschlauch der sich daran anschließende Siegelvorgang gestört werden könnte, weil die Siegelbacken eine erhöhte Wärmeleistung benötigen und außerdem die Siegelqualität beeinträchtigt werden könnte.

    [0008] Bisher hat man dieses Problem so gelöst, daß man den aus dem Kühlbad herausgezogenen, bandförmigen Folienschlauch durch eine Trockenstation hindurchführte, wo man mit Preßluft möglichst gekühlte Luft auf den Folienschlauch lenkte, um das Wasser in diesen Bereich zu entfernen. Nachteil ist jedoch, der hohe Luftverbrauch der Preßluftstation und eine gegebenenfalls damit verbundene Erwärmung des gekühlten Folienschlauches durch die darauf gelenkte Luft.

    [0009] Wegen dem Nachteil des hohen Luftverbrauches besteht auch der Nachteil des hohen Energieverbrauches, weil die Kühlluft entsprechenden Kühlaggregaten zugeführt werden muß, um eine unerwünschte Erwärmung des bandförmigen Folienschlauches nach dem Verlassen des Kühlbades zu vermeiden.

    [0010] Ein anderes bekanntes Verfahren verwendet erwärmte Luft, die auf den das Kühlbad verlassenden Folienschlauches gelenkt wird, was mit dem Nachteil verbunden ist, daß der Folienschlauch wieder erwärmt wird, was zu einer Wiederverflüssigung des Inhaltes im Folienschlauch führt. Damit ist dann die Siegelqualität verschlechtert. Außerdem besteht ein höherer Energiebedarf.

    [0011] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Trockeneinrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß der das Kühlbad verlassende, bandförmige, mit einem Produkt gefüllte Folienschlauch möglichst schonend und unter sparsamer Verwendung von Energie abgetrocknet wird.

    [0012] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.

    [0013] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß nun im Bereich der Trockeneinrichtung gegenläufig zueinander angetriebene Bürstenwalzen vorhanden sind, durch deren Walzenspalt der bandförmige Folienschlauch geführt wird, wobei die Bürstenwalzen in Gegenrichtung zur Transportrichtung des Folienschlauches angetrieben sind.

    [0014] Erfindungsgemäß kommt es lediglich zu einem Abbürsteffekt des auf dem Folienschlauch anhaftenden Wassers durch die gegenläufig angetriebenen Bürstenwalzen, durch deren Bürstenspalt der Folienschlauch hindurch transportiert wird. Es kommt also - im Gegensatz zu den bekannten Trockenverfahren des Standes der Technik - nicht zu einer Entfernung des Wassers, sondern nur zu einer feinfühligen, gleichmäßigen Erzeugung eines Wasserfilmes auf der Außenseite des bandförmigen Folienschlauches, was mit überraschenden Vorteilen verbunden ist.

    [0015] Es hat sich nämlich gezeigt, wenn ein hauchdünner Wasserfilm auf dem Folienschlauch verbleibt, daß dann die Siegelgüte der Quemähte nicht beeinträchtigt wird und im Prinzip keine höhere Energieaufnahme an den Siegelbacken zu erwarten ist. Der anhaftende Wasserfilm hat aber den Vorteil, daß die Stapelbildung der aus dem bandförmigen Folienschlauch abgeschnittenen Einzelscheiben wesentlich verbessert ist, weil der mikrofeine Wasserfilm eine sich verflüchtigende Klebeschicht zwischen den einzelnen Scheiben bildet, die sich dadurch sehr satt und dicht aufeinanderlegen, ohne daß die Gefahr des Verrutschens im Stapel besteht.

    [0016] Damit wird also eine überlegene Stapelhaftung der Einzelscheiben im Stapel erreicht, was bisher mit den bekannten Trockeneinrichtungen nicht möglich war.

    [0017] Man überwindet also mit der vorliegenden Erfindung ein Vorurteil, indem man von der vorherigen, bekannten, vollständigen Entfernung des Wasserfilmes abgeht, was einerseits Energie einspart und andererseits die Stapelqualität wesentlich verbessert.

    [0018] Bei der bekannten Lufttrocknung konnte man nämlich die Wasserverteilung auf der Außenseite des bandförmigen Folienschlauches nicht beeinflussen, was dazu führte, daß man eine hohe Wärmeleistung zuführen mußte, weil auch einzelne Tropfen entfernt werden mußten, die sich irgendwo nestartig auf der Oberseite oder Unterseite des Folienschlauches bildeten. Damit war schon von vom herein eine hohe Wärmeleistung notwendig. Dies wird bei der vorliegenden Erfindung vermieden, indem ein gleichmäßiger, mikrofeiner Wasserfilm auf allen Seiten des bandförmigen Folienschlauches erzeugt wird.

    [0019] Ein Wassereindrang in der nachfolgenden Endverpackungsanlage ist nicht zu befürchten, weil die Abtrocknung im Stapel bereits schon soweit fortgeschritten ist, daß der mikrofeine Wasserfilm bei der Stapelbildung noch kaum mehr vorhanden ist und in der späteren Endverpackung nicht mehr stört.

    [0020] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Trockeneinrichtung besteht darin, daß aufgrund der mechanischen Bürstenwalzaktion nun auch Wasser, welches sich im Bereich der Grifflasche der Käseverpackung bildet durch die mechanische Walkund Abstreif- sowie Ausstreichaktion der Bürstenwalzen leicht von der Folie entfernen läßt, ohne daß es hierbei aufwendiger Trocknungsverfahren bedarf.

    [0021] Im übrigen hat es sich als vorteilhaft ergeben, wenn die einander zugewandten Bürstenwalzen mit ihren Borsten überlappen, d. h. die Borsten der einen Bürstenwalze greifen teilweise in die Borsten der gegenüberliegenden Bürstenwalze ein, so daß diese sich fingerförmig ineinander verkeilen und durch diesen Borstenspalt sich der bandförmige Folienschlauch bewegt. Im Bereich der Breitseiten werden damit das Wasser durch eine relativ starke mechanische Abstreif-Aktion von den Flachseiten des Folienschlauches entfernt, während im Bereich der Schmalseiten (schmale Stirnseiten) die ineinander tauchende Borsten auch diese schmalen Stirnseiten abbürsten und den dort haftenden Wasserfilm entfernen.

    [0022] Es wird hierbei im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt, wenn die Trockeneinrichtung aus mindestens zwei einander gegenüberliegenden und einen einzigen Bürstenspalt bildenden Bürstenwalze besteht.

    [0023] In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, wenn zwei oder mehrere derartig paarweise angeordneten und gegenläufig angetriebenen Bürstenwalzen übereinander anliegend angeordnet sind, um nacheinander folgend den bandförmigen Folienschlauch in Transportrichtung zu behandeln.

    [0024] Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert.

    [0025] Es zeigen:
    Figur 1:
    die Trockeneinrichtung in Vorderansicht,
    Figur 2:
    die Trockeneinrichtung in der Draufsicht in Richtung des Pfeiles II in Figur 1,
    Figur 3:
    die Trockeneinrichtung nach Figur 1 und 2 in Richtung des Pfeiles III in Figur 2.


    [0026] Die Trockeneinrichtung 1 nach den Figuren 1 bis 3 besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse, welches parallele und einen gegenseitigen Abstand voneinander einnehmende Seitenplatten 4, 5 hat. An der einen Seite ist das Gehäuse geöffnet, während an der anderen Seite an die Seitenplatte 4,5 jeweils Lagerböcke 6, 7 anschließen, auf denen die Antriebseinheiten gelagert sind.

    [0027] In den Lagerblöcken 6, 7 ist jeweils ein Antriebsmotor 16, 18 befestigt, dessen Antriebsachse drehfest mit einem Antriebsrad 28, 29 verbunden ist. Über jedes Antriebsrad 28, 29 läuft jeweils ein Antriebsriemen 17, 19, wobei jeder Antriebsriemen 17,19 jeweils ein Paar von den Bürstenwalzen 8, 9; 10, 11 antreibt.

    [0028] Jede Bürstenwalze weist hierbei zugeordnete Antriebsräder 24, 25 auf, über welche der jeweilige Antriebsriemen 17, 19 läuft.

    [0029] Nachdem die Lager- und Antriebseinheiten genau gleich ausgebildet sind, reicht es aus, jeweils eine Bürsteneinheit, bestehend aus den Bürstenwalzen 8, 9 mit dem Lagerblock 6 zu beschreiben, weil die anderen Bürstenwalzen 10, 11 mit dem Lagerbock 7 genau identisch ausgebildet sind.

    [0030] Es wurde eingangs bereits schon ausgeführt, daß lediglich eine einzige Bürstenwalzeneinheit 8, 9 vorhanden sein muß, während die andere Bürstenwalzeneinheit 10, 11, entfallen könnte.

    [0031] Jede Bürstenwalze 8 - 11 besteht hierbei aus einem Kunststoffkörper 13, auf dem drehfest ein Borstenbelag 12 mit radial nach außen gerichteten Borsten angeordnet ist.

    [0032] Die Borsten der einzelnen Bürstenwalzen 8 - 11 überlappen sich im Überlappungsbereich 22 (Figur 2), d. h. sie tauchen ineinander und greifen fingerförmig ineinander über.

    [0033] Durch den Bürstenspalt der Bürstenpaare 8, 9 bzw. 11, 12 wird der bandförmige Folienschlauch 2, der etwa rechteckförmig profiliert ist, in Pfeilrichtung 3 nach obengehend hindurchgezogen.

    [0034] Hierbei sind die jeweiligen Bürstenpaare 8, 9 und 10, 11 entgegen der Transportrichtung (Pfeilrichtung 3) des Folienschlauches 2 angetrieben.

    [0035] Gemäß Figur 2 bürsten somit die Borstenbeläge 12 der einzelnen Bürstenwalzen 8 - 11 die Breitseiten des Folienschlauches 2 ab, während die Stimseite 23 zusätzlich durch die sich im Überlappungsbereich 22 ineinander greifenden Borsten abgebürstet werden.

    [0036] Eine besonders einfache Antriebsanordnung ergibt sich dadurch, daß die paarweise angeordneten Bürstenwalzen 8, 9 und 10, 11 durch den jeweils einzig vorhandenen Antriebsriemen 17, 19 angetrieben werden, wodurch sie in Pfeilrichtung 20, 21 gegenläufig angetrieben sind.

    [0037] Das sich im Gehäuse bildende Wasser, welches von dem Folienschlauch 2 abgebürstet wurde, läuft über die Ablauffläche 27 nach unten und sammelt sich im Sammelbehälter 26 und wird durch einen Auslauf 30 nach außen abgeleitet.

    [0038] In den Figuren 1 und 2 ist im übrigen noch dargestellt, daß beispielsweise die Bürstenwalzen 8, 9 in den Drehachsen 14, 15 im Lagerbock 6 drehbar gelagert sind.

    [0039] Mit der beschriebenen Trockeneinrichtung wird also am Auslauf 30 ein mikrofeiner Wasserfilm auf allen Flächen des bandförmigen Folienschlauches 2 erzeugt, der die vorher beschriebenen Vorteile bei der Abstapelung der abgeschnittenen Folienscheiben bewirkt.

    [0040] Die Bürstenwalzen 8,9,10,11 werden beispielsweise mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 1100 Umdrehungen pro Minute angetrieben. Wegen dieser hohen Umdrehungszahl kommt es zu einem Abschleudern des Wassers aus dem Borstenbelag 12 und damit sammelt sich das Wasser im Sammelbehälter 26 an.

    [0041] Der Folienschlauch 2 wird hierbei, z. B. mit einer Geschwindigkeit von 70 m pro Minute durch die Trockeneinrichtung 1 hindurchgezogen.

    [0042] Die Dicke des Folienschlauches beträgt etwa 3 mm, die Breite kann z. B. 84 mm betragen, während die Länge praktisch unbegrenzt ist, weil es sich um einen kontinuierlichen Folienschlauch handelt. Die Bürstenwalzen 8 - 11 sind auswechselbar in den Lagerblöcken 6, 7 gehalten.

    Zeichnungs-Legende



    [0043] 
    1
    Trockeneinrichtung
    2
    bandförmiger Folienschlauch
    3
    Pfeilrichtung
    4
    Seitenplatte
    5
    Seitenplatte
    6
    Lagerblock
    7
    Lagerblock
    8
    Bürstenwalze
    9
    Bürstenwalze
    10
    Bürstenwalze
    11
    Bürstenwalze
    12
    Borstenbelag
    13
    Kunststoffkörper
    14
    Drehachse
    15
    "
    16
    Antriebsmotor
    17
    Antriebsriemen
    18
    Antriebsmotor
    19
    Antriebsriemen
    20
    Pfeilrichtung
    21
    "
    22
    Überlappungsbereich
    23
    Stirnseite
    24
    Antriebsrad
    25
    "
    26
    Sammelbehälter
    27
    Ablauffläche
    28
    Antriebsrad
    29
    "
    30
    Auslauf



    Ansprüche

    1. Trockeneinrichtung für mit einem Produkt gefüllte, bandförmige Folienschläuche, welche mit einer Abfüll-, Form-, Kühl-, Siegel-, Trocken- und Schnittstation sowie einer Stapel- und Endverpackungseinrichtung in einer Vorrichtung zu Abpacken der Folienschläuche zusammenwirkt, wobei die Trockenstation als Kalt- oder Warm-Preßlufttrocknungseinrichtung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockeneinrichtung (1) im wesentlichen aus einem einseitig offenen Gehäuse besteht, welches parallele und einen gegenseitigen Abstand voneinander einnehmende Seitenplatten (4,5) hat, wobei an der geschlossenen Seite dieser Seitenplatten (4,5) zwei Lagerblöcke (6,7) mit Antriebseinheiten anschließen, und gegenläufig zueinander angetriebene Bürstenwalzen (8,9,10,11), durch deren Walzenspalt der bandförmige Folienschlauch (2) in Pfeilrichtung (3) geführt wird, vorhanden sind, wobei die Bürstenwalzen (8,9; 10,11) in Gegenrichtung zur Transportrichtung des Folienschlauches (2) angetrieben sind.
     
    2. Trockeneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten Bürstenwalzen (8,9; 10,11) sich mit ihren Borsten in einem Überlappungsbereich (22) überlappen, durch den sich der bandförmige Folienschlauch (2) bewegt, ineinander tauchend und fingerförmig ineinander greifend ausgebildet sind.
     
    3. Trockeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockeneinrichtung (1) mindestens aus zwei einander gegenüberliegenden, jeweils ein Walzenpaar mit einem einzigen Bürstenspalt bildenden, Bürstenwalzen (8,9; 10,11) besteht.
     
    4. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere derartig paarweise angeordnete und gegenläufig angetriebene Bürstenwalzen (8,9; 10,11) übereinander anliegend angeordnet sind.
     
    5. Trockeneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Lagerblöcken (6,7) jeweils ein Antriebsmotor (16,18) befestigt ist, dessen Antriebsachse drehfest mit einem zugeordneten Antriebsrad (28,29) verbunden ist, wobei über jedes Antriebsrad (28,29) jeweils ein Antriebsriemen (17,19) läuft, welches über die auf den Bürstenwalzen (8,9; 10,11) vorhandenen Antriebsräder (24,25) jeweils ein Paar von diesen antreibt.
     
    6. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß jede Bürstenwalze (8,9; 10,11) aus einem axial drehbar auf einer Drehachse (14,15) gelagerten Kunststoffkörper (13), auf dem drehfest ein Borstenbelag (12) mit radial nach außen gerichteten Borsten angeordnet ist, besteht.
     
    7. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der bandförmige Folienschlauch (2), der etwa rechteckförmig profiliert ist, in Pfeilrichtung (3) nach oben gehend durch den Bürstenspalt der Bürstenpaare (8,9; 10,11) hindurchgezogen wird, wobei die jeweiligen Bürstenpaare (8,9; 10,11) entgegen der Transportrichtung (Pfeilrichtung 3) des Folienschlauches (2) angetrieben sind.
     
    8. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Borstenbelag (12) der einzelnen Bürstenwalzen (8,9, 10,11) die Breitseiten des Folienschlauches (2) abgebürstet, während die Stirnseite (23) des Folienschlauches (2) zusätzlich durch die sich im Überlappungsbereich (22) ineinander greifenden Borsten abgebürstet wird.
     
    9. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise angeordneten Bürstenwalzen (8,9; 10,11) durch den jeweils einzigen vorhandenen Antriebsriemen (17,19) in Pfeilrichtung (20, 21) gegenläufig angetrieben sind.
     
    10. Trockeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich das vom Folienschlauch (2) abgebürstete, sich im Gehäuse bildende Wasser, über eine Ablauffläche (27) nach unten läuft und sich im Sammelbehälter (26) sammelt und durch einen Auslauf (30) entleerbar ist.
     
    11. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenwalzen (8,9) in den Drehachsen (14,15) im Lagerblock (6) drehbar gelagert sind.
     
    12. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenwalzen (8,9, 10,11) vorzugsweise mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von ca. 1100 Umdrehungen pro Minute angetrieben sind.
     
    13. Trockeneinrichtung nach einem der Änsprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienschlauch (2) mit einer Geschwindigkeit von ca. 70 m pro Minute durch die Trockeneinrichtung (1) hindurchgezogen wird, seine Dicke etwa 3 mm und seine Breite etwa 84 mm beträgt.
     
    14. Trockeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenwalzen (8,9,10,11) auswechselbar in den Lagerblöcken (6,7) gehalten sind.
     


    Claims

    1. Drying device for product-filled ribbon-form foil tubes, which cooperates with a filling, forming, cooling, sealing, drying and cutting station and also with a stacking and final packing unit in an apparatus for packaging the foil tubes, wherein the drying station is configured as a cold or hot compressed-air drying unit, characterized in that the drying device (1) essentially consists of a housing which is open on one side and has side plates (4, 5) that are parallel and spaced apart, two bearing blocks (6, 7) with drive units being connected on the closed side of these side plates (4, 5), and brush rollers (8, 9, 10, 11), which are driven in contrarotation and through whose roller-gap the ribbon-form foil tube (2) is led in the direction of the arrow (3), being provided, the brush rollers (8, 9; 10, 11) being driven in the opposite direction to the transport direction of the foil tube (2).
     
    2. Drying device according to Claim 1, characterized in that the brush rollers (8, 9; 10, 11) facing one another overlap, and are configured with their bristles plunging into each other and interdigitating, in a region of overlap (22) through which the ribbon-form foil tube (2) passes.
     
    3. Drying device according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the drying device (1) consists of at least two opposing brush rollers (8, 9; 10, 11) with every two such rollers forming a roller pair with a single brush-gap.
     
    4. Drying device according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that two or more such brush roller pairs (8, 9; 10, 11) with the brush rollers in each pair driven in contrarotation are juxtaposed one pair above the other.
     
    5. Drying device according to Claim 1, characterized in that a drive motor (16, 18) whose drive shaft is connected fixedly in rotation to an associated drive wheel (28, 29) is mounted in each bearing block (6, 7), a drive belt (17, 19) running over each such drive wheel (28, 29) and each such drive belt (17, 19) driving a pair of brush rollers (8, 9; 10, 11) via drive wheels (24, 25) provided thereon.
     
    6. Drying device according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that each brush roller (8, 9; 10, 11) consists of a body (13) of plastic material which is mounted axially rotatably on a rotational axis (14, 15) and on which a bristle jacket (12) with radially outwards directed bristles is arranged fixedly in rotation.
     
    7. Drying device according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that the ribbon-form foil tube (2), which has an approximately rectangular profile, is drawn upwards in the direction of the arrow (3) through the brush-gap of the brush pairs (8, 9; 10, 11), each brush pair (8, 9; 10, 11) being driven the opposite way to the transport direction (arrow 3) of the foil tube (2).
     
    8. Drying device according to any one of Claims 1 to 7, characterized in that the broad sides of the foil tube (2) are swept by the bristle jackets (12) of the individual brush rollers (8, 9, 10, 11), while the edge (23) of the foil tube (2) is additionally swept by the meshing bristles in the overlap region (22).
     
    9. Drying device according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that the brush rollers (8, 9; 10, 11) arranged in pairs are driven in contrarotation in the directions indicated by the arrows (20, 21) by the single drive belt (17, 19) provided for each pair.
     
    10. Drying device according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the water swept off the foil tube (2) and forming in the casing runs down over a run-off surface (27) and collects in the sump (26) and is removable via a drain (30).
     
    11. Drying device according to any one of Claims 1 to 10, characterized in that the brush rollers (8, 9) are mounted rotatably in their rotational axes (14, 15) in the bearing block (6).
     
    12. Drying device according to any one of Claims 1 to 11, characterized in that the brush rollers (8, 9; 10, 11) are driven at a speed of preferably approx. 1100 revolutions per minute.
     
    13. Drying device according to any one of Claims 1 to 12, characterized in that the foil tube (2) is drawn through the drying device (1) at a speed of approx. 70 m per minute, its thickness is approx. 3 mm and its width is approx. 84 mm.
     
    14. Drying device according to any one of Claims 1 to 13, characterized in that the brush rollers (8, 9, 10, 11) are removably held in the bearing blocks (6, 7).
     


    Revendications

    1. Dispositif de séchage pour des films tubulaires en forme de bandes et remplis avec un produit, qui coopère avec un poste de remplissage, de mise en forme, de refroidissement, de scellage, de séchage et de coupe et avec un dispositif d'empilage et d'emballage final, dans une installation d'emballage à l'aide de films tubulaires, le poste de séchage étant conçu comme un dispositif de séchage par air comprimé froid ou chaud, caractérisé en ce que le dispositif de séchage (1) se compose essentiellement d'un carter ouvert d'un côté, qui a des plaques latérales (4, 5) parallèles et définissant un écartement mutuel, étant précisé que deux supports (6, 7) pourvus d'unités d'entraînement sont prévus sur le côté fermé de ces plaques latérales (4, 5), ainsi que des brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) qui sont entraînées en sens inverse et dans l'interstice desquels le film tubulaire en forme de bande (2) passe dans le sens de la flèche (3), les brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) étant entraînées en sens inverse par rapport au sens de transport du film tubulaire (2).
     
    2. Dispositif de séchage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) tournées l'une vers l'autre se chevauchent avec leurs poils, dans une zone de chevauchement (22) que traverse le film tubulaire en forme de bande (2), ces poils étant conçues pour s'interpénétrer et pour s'imbriquer à la manière de doigts.
     
    3. Dispositif de séchage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il se compose d'au moins deux brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) qui se font face et qui forment à chaque fois une paire de cylindres avec un seul interstice entre les brosses.
     
    4. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu deux brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) ou plus qui sont ainsi disposées par paires, entraînées en sens inverse et superposées.
     
    5. Dispositif de séchage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu dans chacun des supports (6, 7) un moteur d'entraînement (16, 18) dont l'axe d'entraînement est relié, fixe en rotation, à une roue d'entraînement associée (28, 29), une courroie d'entraînement (17, 19) passant sur chaque roue d'entraînement (28, 29) et entraînant une paire de brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) par l'intermédiaire des roues d'entraînement (24, 25) prévues sur celles-ci.
     
    6. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que chaque brosse cylindrique (8, 9 ; 10, 11) se compose d'un corps en matière plastique (13) qui est monté en rotation, axialement, sur un axe de rotation (14, 15) et sur lequel est disposée, fixe en rotation, une garniture de poils (12) avec des poils dirigés radialement vers l'extérieur.
     
    7. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le film tubulaire en forme de bande (2), qui a une forme à peu près rectangulaire, traverse l'interstice défini par les paires de brosses (8, 9 ; 10, 11) en montant dans le sens de la flèche (3), les paires de brosses (8, 9 ; 10, 11) étant entraînées en sens inverse par rapport au sens de transport (sens de la flèche 3) du film tubulaire (2).
     
    8. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que grâce à la garniture de poils (12) des différentes brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11), les grands côtés du film tubulaire (2) sont brossés tandis que son côté frontal (23) est brossé en supplément par les poils qui s'imbriquent les uns dans les autres dans la zone de chevauchement (22).
     
    9. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) disposées par paires sont entraînées en sens inverse, dans le sens des flèches (20, 21), par l'unique courroie d'entraînement prévue (17, 19).
     
    10. Dispositif de séchage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'eau enlevée du film tubulaire (2) par brossage et recueillie dans le carter s'écoule vers le bas grâce à une surface d'écoulement (27), s'accumule dans le récipient collecteur (26) et peut être évacuée par un orifice de décharge (30).
     
    11. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les brosses cylindriques (8, 9) sont montées en rotation dans le support (6) dans les axes de rotation (14, 15).
     
    12. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) sont entraînées de préférence à une vitesse de rotation d'environ 1100 tours par minute.
     
    13. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le film tubulaire (2) traverse le dispositif de séchage (1) à une vitesse d'environ 70 m par minute, son épaisseur est d'environ 3 mm et sa largeur d'environ 84 mm.
     
    14. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les brosses cylindriques (8, 9 ; 10, 11) sont montées dans les supports (6, 7) de manière à pouvoir être changées.
     




    Zeichnung