| (19) |
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(11) |
EP 0 788 290 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.2004 Patentblatt 2004/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H04R 25/00 |
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Programmierbares Hörgerät
Programmable hearing aid
Prothése auditive programmable
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE DK LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.08.1997 Patentblatt 1997/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Audiologische Technik GmbH |
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91058 Erlangen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Weinfurtner, Oliver, Dipl.-Ing.
D-91058 Erlangen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Berg, Peter, Dipl.-Ing. et al |
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European Patent Attorney,
Siemens AG,
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 219 712 EP-A- 0 681 411
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EP-A- 0 674 463 WO-A-95/08248
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein programmierbares Hörgerät mit einem in seinen Übertragungseigenschaften
zwischen Mikrofon und Hörer auf verschiedene Übertragungscharakteristika einstellbaren
Verstärker- und Übertragungsteil, wobei in dem Signalpfad zwischen dem Mikrofon (2)
und dem Hörer (3) mehrere Abgriffstellen (5) zum Abgreifen von Signalen (6, 6') vorhanden
sind.
[0002] Bei einem aus der EP-B-0 064 042 bekannten Hörgerät sind in einem Hörgerätespeicher
acht Parametersätze für unterschiedliche Übertragungscharakteristika für verschiedene
Umgebungssituationen abgespeichert. Durch Betätigen eines Schalters können nacheinander
die verschiedenen Parametersätze für die acht gespeicherten Programme abgerufen werden.
Eine Steuereinheit steuert einen zwischen Mikrofon und Hörer eingeschalteten Signalprozessor,
der dann eine erste, für eine vorgesehene Umgebungssituation bestimmte Übertragungsfunktion
einstellt. Über den Schalter können jedoch die gespeicherten Signalübertragungsprogramme
nur nacheinander abgerufen werden, bis nach Meinung des Hörgeräteträgers die gerade
zur gegebenen Umgebungssituation passende Übertragungsfunktion gefunden ist. In dem
bekannten programmierbaren Hörgerät werden demnach im allgemeinen mehrere, vom Benutzer
wählbare Parametersätze, sogenannte Hörsituationen, abgespeichert. Jeder dieser Parametersätze
stellt die sinnvoll aufeinander abgestimmte Einstellung aller Signalverarbeitungsparameter
für eine bestimmte akustische Situation dar, z.B. in Ruhe, d.h. ohne störende Hintergrundgeräusche
oder Gesprächsituation mit tieffrequentem Störgeräusch usw. Der Hörgeräteträger wählt
die jeweils gewünschte Situation durch Betätigen einer Taste am Hörgerät aus.
[0003] Die EP-A-0 674 464 betrifft ein programmierbares Hörgerät mit Fuzzy-Logik-Controller.
Dieses Hörgerät hat ein Regelungssystem, wobei es für die automatische Umschaltung
und Anpassung an die jeweilige Umgebungssituation einen dem Verstärker- und Übertragungsteil
zugeordneten Controller aufweist, der in Abhängigkeit von die jeweilige Umgebungssituation
kennzeichnenden Eingangsgrößen eine Auswahl der im Datenträger des Hörgerätes gespeicherten
Parametersätze oder von Parametern zur Veränderung von Übertragungscharakteristiken
des Hörgerätes vornimmt.
[0004] Für eine automatische oder weitgehend automatische, von Eingangs- oder Meßsignalen
abhängige Anpassung eines programmierbaren Hörgerätes wird in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 712 263 eine dem Signalpfad vom Mikrofon zum Hörer nebengeordnete neuronale
Struktur vorgeschlagen, der ein Datenträger zugeordnet ist, wobei aus dem Signalpfad
aus einer oder mehreren Abgriffstellen Signale abgegriffen und einem Modul zur Signalaufbereitung
zugeführt werden und wobei die aufbereiteten Signale der neuronalen Struktur zuführbar
sind, welche Steuersignale erzeugt, die zur Auswahl von in einem dem Signalpfad zugeordneten
Datenspeicher gespeicherte Parameter des Verstärker- und Übertragungsteils oder zur
Veränderung der Verstärker- und Übertragungscharakteristik an das Verstärker- und
Übertragungsteil abgebbar sind.
[0005] Die Vorschläge nach der EP-A-0 674 464 und EP-A-0 712 263 betreffen die Bestimmung
von Hörprogrammen und Signalverarbeitungsparametern mittels Fuzzy-Logik bzw. mittels
einer neuronalen Struktur, wobei in beiden Fällen von einer Auswertung des/der Eingangssignale(s)
im Zeitbereich ausgegangen und wobei die Realisierung der Fuzzy-Logik bzw. der neuronalen
Struktur in analoger Schaltungstechnik angegeben ist.
[0006] Aus der EP-A-0 681 411 ist ein programmierbares Hörgerät mit einem in seinen Übertragungseigenschaften
zwischen Mikrofon und Hörer auf verschiedene Übertragungscharakteristika einstellbaren
Verstärker- und Übertragungsteil bekannt, wobei aus dem Signalpfad zwischen dem Mikrofon
und dem Hörer aus einer oder mehreren Abgriffstellen Signale abgegriffen und einem
Modul zugeführt werden zur Erzeugung von Steuersignalen zur Steuerung der Signalverarbeitung
im Hörgerät.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hörgerät der eingangs genannten Art zu schaffen,
das eine weitgehende automatische Auswahl eines jeweiligen Hörprogrammes oder das
automatische Einstellen einzelner Sighalverarbeitungsparameter durch Auswertung des
im Hörgerät eintreffenden akustischen Signals ermöglicht, wobei besondere Möglichkeiten
der Signalauswertung nutzbar sein sollen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Modul zur Auswahl eines
oder mehrerer Abgriffsignale vorhanden ist und ein Modul zur Transformation des oder
der ausgewählten Abgriffsignale vom Zeitbereich in den Frequenzbereich vorhanden ist
und ein Modul zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
im Frequenzbereich vorhanden ist, wobei das Modul zur Signalauswertung der in den
Frequenzbereich überführten Signale im Frequenzbereich Steuersignale erzeugt, die
zur Auswahl von in einem dem Signalpfad zugeordneten Datenspeicher gespeicherten Parametern
des Verstärker- und Übertragungsteils oder zur Veränderung der Verstärker- und Übertragungscharakteristik
an das Verstärker- und Übertragungsteil abgebbar sind.
[0009] Bei dem Hörgerät nach der Erfindung ist eine Signalauswertung vorgesehen, wonach
das eintreffende akustische Signal zuerst einer Spektralanalyse unterzogen wird und
wobei die eigentliche Analyse dann im Frequenzbereich stattfindet. Die Algorithmen
und Regelsätze für die Analyse des so vorverarbeiteten Signals sollen möglichst flexibel
vorgebbar bzw. programmierbar sein. Hierbei bietet die digitale schaltungstechnisehe
Realisierung besondere Vorteile. Für die logische Implementierung der Algorithmen
und Regelsätze bieten sich alternativ mathematische Berechnungsvorschriften, Fuzzy-Logik
und neuronale Strukturen an. Nach der Erfindung ist eine bessere Anpassung der Signalverarbeitung
an den Hörschaden durch fortlaufende signalabhängige Einstellung der Signalverarbeitungsparameter
möglich. Gleichzeitig wird der Hörgeräteträger davon entlastet, selbst eine Hörprogrammumschaltung
vornehmen zu müssen.
[0010] Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind durch die Patentansprüche gekennzeichnet.
[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
Figur 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Hörgerätes mit einem Verstärker-
und Übertragungsteil für eine analoge Signalverarbeitung,
Figur 2 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Hörgerätes mit einem Verstärker-
und Übertragungsteil für eine digitale Signalverarbeitung,
Figur 3 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Hörgerätes mit einem Verstärker-
und Übertragungsteil für eine digitale Signalverarbeitung, wobei das Hörgerät-Modul
zur Signalauswertung im Frequenzbereich mit einem Speicher im Datenaustausch steht,
Figuren 4 bis 6 Blockschaltbilder für mögliche Hörgerät-Module zur Signalauswertung
im Frequenzbereich und zur Bestimmung des - in Abhängigkeit vom Hörgerät empfangenen
akustischen Signals - jeweils zu aktivierenden Hörprogramms,
Figuren 7 bis 9 Blockschaltbilder für mögliche Hörgerät-Module zur Signalauswertung
im Frequenzbereich und zur Bestimmung einzelner Signalverarbeitungsparameter, in Abhängigkeit
des vom Hörgerät empfangenen akustischen Signals.
[0013] Das in Figur 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Hörgerät 1 nimmt über ein
Mikrofon 2 Schallsignale auf. Diese akustische Information wird im Mikrofon in elektrische
Signale umgesetzt. Nach einer Signalbearbeitung in einem Verstärkungs- und Übertragungsteil
4 wird das elektrische Signal einem Hörer 3 als Ausgangswandler zugeführt. Bei dem
Hörgerät nach Figur 1 ist eine analoge Signalverarbeitung im Verstärker- und Übertragungsteil
4 vorgesehen. Dabei werden aus dem Signalpfad aus einer oder mehreren Abgriffstellen
5 analoge Signale 6 abgegriffen.
[0014] Ein Modul 12 zur Auswahl des Abgriffsignals 13 legt fest, von welchem Punkt im Signalpfad
das Signal abgegriffen wird und führt es sodann einem Analog/Digital-Umsetzer 14 zu.
Dabei kann es diese Auswahl entweder gemäß einem eigenen, in ihm implementierten Algorithmus
oder gemäß einem externen Steuersignal 18 treffen. Das im Analog/Digital-Umsetzer
14 digitalisierte Signal 15 wird anschließend einem Modul 7 zur Transformation des
bzw. der Signale 15 vom Zeitbereich in den Frequenzbereich zugeführt. Die im Modul
7 transformierten Daten oder Signale 8 werden daraufhin durch ein Modul 9 zur Signalauswertung
im Frequenzbereich weiterverarbeitet. Hier laufen die wesentlichen Signalanalyse-
und Signalerkennungsalgorithmen ab, wobei bei der Ermittlung der neuen Signalverarbeitungsparameter
auch Systeminformationen des Hörgerätes in die Auswahlentscheidung mit einbezogen
werden können; z.B. über die Position von Bedienelementen oder den jeweiligen Batterieladezustand
und durch ein Mittel 16 zur Erfassung von Systemzuständen sowie durch dessen Ausgangssignale
17. Dabei sind die im Modul 9 erzeugten Steuersignale 10 zur Auswahl von in einem
dem Signalpfad zugeordneten Datenspeicher gespeicherten Parametern des Verstärker-
und Übertragungsteils oder zur Veränderung der Verstärker- und Übertragungscharakteristik
an das Verstärker- und Übertragungsteil 4 abgebbar. Gemäß Figur 1 sind dem Modul 12
zur Auswahl eines oder mehrerer Abgriffsignale 13 Steuersignale 18 eines Steuermoduls
19 zuführbar, wodurch die Auswahl der Abgriffsignale beeinflußbar ist.
[0015] Falls nach dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 bei einem digitalen Hörgerät 1' in
dem Verstärker- und Übertragungsteil 4' im Signalpfad eine digitale Signalverarbeitung
erfolgt, wird kein eigener Analog/Digital-Umsetzer für die Signalanalyse benötigt.
Statt dessen kann das bereits digitale Signal 6' aus dem Signalpfad abgegriffen und
für die Signalanalyse weiterverarbeitet werden. Das abgegriffene digitale Signal 6'
wird nach dem Modul 12 zur Auswahl eines oder mehrerer Abgriffsignale als digitales
Abgriffsignal 13' dem Modul 7 zur Transformation des Signals in den Frequenzbereich
zugeführt. Die weitere Signalanalyse kann, wie oben beschrieben, ablaufen.
[0016] Die Transformation des jeweils abgegriffenen Signals in den Frequenzbereich geschieht
z.B. nach den bekannten Verfahren der diskreten Fouriertransformation oder der Fast
Fourier Transformation. Als Ergebnis der Transformation stehen die Amplituden- und
Phasenwerte des Signals an einer wählbaren Anzahl von Stützstellen bereit.
[0017] Zusammen mit den Schaltbildern der Figuren 3 bis 6 wird im folgenden die Bestimmung
des Hörprogrammes durch Signalauswertung im Frequenzbereich beschrieben, und zwar
die Bestimmung des Hörprogramms durch eine mathematische Berechnungsvorschrift, über
ein Fuzzy-Logik-Regelwerk oder mit Hilfe einer neuronalen Struktur. Hierbei muß zuerst
die akustische Umgebungssituation analysiert und klassifiziert werden. Dabei wird
sich im allgemeinen ergeben, daß sie einer Mischung der den Hörprogrammen zugrunde
liegenden Hörsituationen (= Eck-Hörsituationen) entspricht. Dementsprechend muß entschieden
werden, welches der abgespeicherten Hörprogramme aktiviert werden soll oder wie aus
den abgespeicherten Hörprogrammen ein geeignetes Mittelwert-Hörprogramm gewonnen werden
soll.
[0018] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform gemäß Figur 3 steht das Modul 9 zur Signalauswertung
im Frequenzbereich mit einem Speicher 20 in Datenaustausch, wobei das Modul 9 Signale
21 an den Speicher 20 abgibt und den Speicher dazu veranlaßt, bestimmte Daten 22 an
das Verstärker- und Übertragungsteil 4 abzugeben oder Daten 23 dem Speicher 20 entnimmt,
verarbeitet und als Steuersignale 10 an das Verstärker- und Übertragungsteil 4 abgibt.
[0019] Zur Bestimmung der Hörsituation über mathematische Funktionen weist das Modul 9 zur
Signalauswertung im Frequenzbereich, wie Figur 4 zeigt, eine Komponente 24 zur Normierung
der Amplitudenwerte, eine Komponente 25 zur Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen,
eine Komponente 26 zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen, eine Komponente 27 zur Bildung
von Ähnlichkeitsmaßzahlen und eine Komponente 28 zur Bestimmung des jeweils zu aktivierenden
Hörprogrammes auf.
Normierung:
[0020] Da die Situationsanalyse unabhängig von der absoluten Lautheit des zu untersuchenden
Signals sein soll, findet im ersten Verarbeitungsschritt eine Normierung der Amplitudenwerte
statt. Eine Möglichkeit hierzu ist, den Faktor zu ermitteln, mit dem der größte Amplitudenwert
multipliziert werden muß, um einen vorgegebenen Maximalwert anzunehmen. Anschließend
werden alle Amplitudenwerte mit diesem Faktor multipliziert.
Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen:
[0021] Da für die weitere Auswertung nicht die Amplitudenwerte alleine, sondern Kenngrößen,
die ihr Verhältnis zueinander beschreiben, benötigt werden, müssen diese gebildet
werden. Beispiele hierfür sind:
Summen von Amplitudenwerten.
Differenzen von Amplitudenwerten.
[0022] Mittelwerte von Amplitudenwerten. Diese können darüber hinaus gewichtet sein.
Leistung des Signals in bestimmten Frequenzbereichen.
Durchschnittlicher Anstieg/ Abfall der Amplitudenwerte in bestimmten Frequenzbereichen.
[0023] Die genaue Berechnung dieser jeweils benötigten Zwischengrößen ist Bestandteil des
gesamten Analysealgorithmus.
Bildung von zeitlichen Kenngrößen:
[0024] Da neben den bisher zur Verfügung stehenden, jeweils für ein Zeitintervall der Fouriertransformation
gültigen Größen auch deren zeitlicher Verlauf für die Signalanalyse von Bedeutung
ist, werden als nächstes zusätzliche zeitliche Kenngrößen aus den bisherigen Kenngrößen
und Amplitudenwerten ermittelt.
Beispiele hierfür sind:
[0025] Summen, zum Teil auch gewichtet, von Kenngrößen zu verschiedenen Zeitpunkten.
[0026] Differenzen, zum Teil auch gewichtet, von Kenngrößen zu verschiedenen Zeitpunkten.
[0027] Mittelwerte von Kenngrößen zu verschiedenen Zeitpunkten.
[0028] Durchschnittlicher Anstieg/ Abfall von Kenngrößen innerhalb eines bestimmten zeitlichen
Intervalls.
Berechnung von Ähnlichkeitsmaßzahlen:
[0029] Im nächsten Schritt muß ermittelt werden, wie ähnlich die aktuelle akustische Situation
den vorgegebenen Hörsituationen (=Eck-Hörsituationen) ist.
[0030] Hierzu wird für jede Eck-Hörsituation die Abweichung ihres Kennwertsatzes von dem
aktuell ermittelten Kennwertsatz der akustischen Umgebungssituation bestimmt. Bespielsweise
wird für jeden Situationsvergleich für jeden Kennwert der Absolutwert der Differenz
ermittelt und mit einem vorzugebenden Faktor gewichtet. Die Summe dieser gewichteten
Differenzen ergibt ein Maß für die Ähnlichkeit der aktuellen Situation mit der jeweiligen
Eck-Hörsituation. Die Gewichtung der Differenzen führt dabei dazu, daß Abweichungen
verschiedener Kennwerte je nach ihrer Bedeutung mehr oder weniger in die Berechnung
des Ähnlichkeitsmaßes eingehen.
[0031] Diese Vorgehensweise läßt sich einfach mathematisch beschreiben, wie an folgendem
Beispiel gezeigt wird. Dabei wird von 3 Eck-Hörsituationen mit je 3 Kennwerten ausgegangen.
Kennwertsatz von Eck-Hörsituation 1: W1 = ( w11, w12, w13)
Kennwertsatz von Eck-Hörsituation 2: W2 = ( w21, w22, w23)
Kennwertsatz von Eck-Hörsituation 3: W3 = ( w31, w32, w33)
Kennwertsatz der aktuellen Hörsituation: WA = (wA1, wA2, wA3)
Berechnung der Ähnlichkeitsmaße:



Hierbei bedeutet | ... | die mathematische Funktion der Betragsbildung und
g1, g2, g3 stellen die Gewichtungsfaktoren der einzelnen Kennwerte dar.
Ermittlung des zu aktivierenden Hörprogramms:
[0032] Nachdem nun ein Ähnlichkeitsmaß für die aktuelle akustische Situation mit jeder Eck-Hörsituation
vorliegt, muß das zu aktivierende Hörprogramm bestimmt werden. Im einfachsten Fall
wird das Hörprogramm aktiviert, für welches das Ähnlichkeitsmaß zwischen korrespondierender
Eck-Situation und aktueller akustischer Situation den größten Wert besitzt. Hierbei
muß allerdings eine Schalthysterse vorgesehen werden, um in Grenzsituationen ein beständiges
Umschalten zwischen zwei Hörprogrammen zu vermeiden.
[0033] Neben dieser einfachen Lösung besteht die Möglichkeit, das zu aktivierende Hörprogramm
aus den abgespeicherten Hörprogrammen zu berechnen und zwar so, daß für jeden Parameter
ein Mittelwert gebildet wird, der die einzelnen Ähnlichkeitsmaße zwischen aktueller
Situation und Eck-Situationen widerspiegelt.
[0034] Beispielsweise könnte dies dadurch geschehen, daß jeder Parameter der Eck-Situationen
mit dem zugehörigen Ähnlichkeitsmaß multipliziert wird, diese Größen dann addiert
werden und anschließend der erhaltene Wert durch die Summe der Ähnlichkeitsmaße dividiert
wird. Hierdurch ergäbe sich für jeden Parameter eine Art "interpolierter Mittelwert".
[0035] Auch dieses Verfahren läßt sich einfach mathematisch beschreiben, wie an folgendem
Beispiel gezeigt wird. Dabei wird von 3 Hörprogrammen mit je 3 Signalverarbeitungsparametern
ausgegangen.
Hörprogramm 1: P1 = ( p11, p12, p13 )
Hörprogramm 2: P2 = ( p21, p22, p23 )
Hörprogramm 3: P3 = ( p31, p32, p33 )
[0037] Es kann vorteilhaft sein, statt einer mathematischen Ausführung die Berechnung der
Ähnlichkeitsmaßzahlen mit Hilfe von Fuzzy-Logik zu realisieren. Die Vorteile von Fuzzy-Logik
gegenüber einem geschlossenen mathematischen Ansatz bestehen darin, daß auch nichtlineare
Zusammenhänge einfach beschrieben und bearbeitet werden können, wie sie z.B. am Rand
von zulässigen Wertebereichen auftreten können. Selbst einander zum Teil widersprechende
Werte von Eingangsgrößen können sinnvoll miteinander verarbeitet werden. Hierzu werden,
wie oben beschrieben, ebenfalls die Schritte Normierung, Bildung von frequenzbezogenen
Kenngrößen und Bildung von zeitlichen Kenngrößen vollzogen. Zur Berechnung der Ähnlichkeitsmaßzahlen
werden nun aber die relevanten Amplitudenwerte und Kenngrößen den Schritten Fuzzyfizierung,
Inferenz und Defuzzyfizierung unterzogen. Als Ergebnis stehen dann ebenfalls Ähnlichkeitsmaßzahlen
zur Verfügung, die für jede Eck-Hörsituation deren Ähnlichkeit mit der aktuellen akustischen
Umgebungssituation beschreiben. Die Ermittlung des zu aktivierenden Hörprogrammes
geschieht dann in gleicher Weise wie oben beschrieben.
[0038] Zur Bestimmung der Hörsituation über Fuzzy-Logik ist gemäß Figur 5 ein Modul 9 zur
Signalauswertung im Frequenzbereich vorgesehen, gekennzeichnet durch eine Komponente
24 zur Normierung der Amplitudenwerte, eine Komponente 25 zur Bildung von frequenzbezogenen
Kenngrößen, eine Komponente 26 zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen, eine Komponente
29 zur Fuzzyfizierung, eine Komponente 30 zur Inferenzbildung, eine Komponente 31
zur Defuzzyfizierung der Ähnlichkeitsmaßzahlen und eine Komponente 28 zur Bestimmung
des jeweils zu aktivierenden Hörprogrammes.
[0039] Für die Bestimmung der Hörsituation über eine neuronale Struktur ist gemäß der Erfindung
ein Modul 9 zur Signalauswertung im Frequenzbereich vorgesehen, bestehend aus einer
Komponente 24 zur Normierung der Amplitudenwerte, einer Komponente 25 zur Bildung
von frequenzbezogenen Kenngrößen, einer Komponente 26 zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen
und einer Komponente 32 zur Realisierung einer neuronalen Struktur zur Bestimmung
des jeweils zu aktivierenden Hörprogrammes. Dabei kann gemäß Figur 6 das Modul 9 Signale
21 an einen Speicher 20 abgeben, der dann Datensignale 22 an das Verstärker- und Übertragungsteil
4 zur Bestimmung des jeweils zu aktivierenden Hörprogrammes liefert.
[0040] Es kann vorteilhaft sein, zur Bestimmung des Hörprogrammes eine neuronale Struktur
einzusetzen, weil es dann möglich ist, auch empirisch gewonnenes gelerntes" Entscheidungswissen
zu implementieren, selbst wenn dieses nicht explizit formuliert werden kann. Hierzu
werden, wie bereits beschrieben, ebenfalls die Schritte Normierung, Bildung von frequenzbezogenen
Kenngrößen und Bildung von zeitlichen Kenngrößen vollzogen. Die Amplitudenwerte und
Zwischenvariablen werden nun auf die Eingänge einer neuronalen Struktur gegeben. Entsprechend
dem in seiner Struktur festgelegten Übertragungsverhalten stellen die an seinen Ausgängen
dann anliegenden Werte einen Code dar, der das zu aktivierende Hörprogramm auswählt.
Eine weitere Berechnung des zu aktivierenden Hörprogramms, wie bei den Ausführungen
der Figuren 4 und 5, ist in diesem Fall also nicht erforderlich.
[0041] Statt einen kompletten Satz von Signalverarbeitungsparametern (Hörprogramm) zu bestimmen,
kann auch jeder Parameter für sich bestimmt werden. Unter Bezugnahme auf die Schaltbilder
der Figuren 7 bis 9 wird im folgenden die Bestimmung einzelner Signalverarbeitungsparameter
durch Signalauswertung im Frequenzbereich beschrieben, und zwar durch Ermittlung der
Parameter über mathematische Funktionen, über Fuzzy-Logik oder über eine neuronale
Struktur.
[0042] Um die Signalverarbeitungsparameter nach einer mathematischen Berechnungsvorschrift
zu bestimmen, muß ebenfalls, wie bereits beschrieben, eine Normierung der Amplitudenwerte
vorgenommen werden. Anschließend wird in einer Komponente 33 zur Bestimmung der einzelnen
Signalverarbeitungsparameter für jeden zu bestimmenden Parameter der Wert nach einer
Formel berechnet, z.B. nach:

[0043] Hierbei bedeutet: :
- G2
- den zu berechnenden Parameter, hier z.B. die Verstärkung im Kanal 2.
- Ai(...)
- den i-ten Amplitudenwert der Fourieranalyse.
- (n), (n-1), ...
- kennzeichnet, daß es sich um den jeweiligen Wert im Zeitintervall n, n-1, ... der
Fourieranalyse handelt.
[0044] Es kann vorteilhaft sein, statt über eine mathematische Vorschrift die Berechnung
der Signalverarbeitungsparameter mit Hilfe von Fuzzy-Logik zu realisieren. Die Vorteile
von Fuzzy-Logik gegenüber einem geschlossenen mathematischen Ansatz bestehen darin,
daß auch nichtlineare Zusammenhänge einfach beschrieben und bearbeitet werden können,
wie sie z.B. am Rand von zulässigen Wertebereichen auftreten können. Selbst einander
zum Teil widersprechende Werte von Eingangsgrößen können sinnvoll miteinander verarbeitet
werden. Hierzu werden ebenfalls die Schritte Normierung 24, Bildung von frequenzbezogenen
Kenngrößen 25 und Bildung von zeitlichen Kenngrößen 26 vollzogen. Zur Berechnung der
Parameterwerte werden nun aber mittels der Modul-Komponenten 34, 35, 36 die relevanten
Amplitudenwerte und Kenngrößen den Schritten Fuzzyfizierung, Inferenz und Defuzzyfizierung
unterzogen. Als Ergebnis stehen dann die benötigten Parameterwerte zur Verfügung.
[0045] Schließlich kann es vorteilhaft sein, zur Bestimmung der Parameter eine neuronale
Struktur einzusetzen. Dadurch wird es möglich, auch empirisch gewonnenes, gelerntes
Entscheidungswissen zu implementieren, selbst wenn dieses nicht explizit formuliert
werden kann. Hierzu werden, wie beschrieben, ebenfalls die Schritte Normierung, Bildung
von frequenzorientierten Kenngrößen und Bildung von zeitlichen Kenngrößen vollzogen.
Die Amplitudenwerte und Zwischenvariablen werden dann in einer Modul-Komponente 37
auf die Eingänge einer neuronalen Struktur gegeben. Entsprechend dem in seiner Struktur
festgelegten Übertragungsverhalten stellen die dann an seinen Ausgängen anliegenden
Werte die Einstellwerte der Signalverarbeitungsparameter dar.
1. Programmierbares Hörgerät (1, 1') mit einem in seinen Übertragungseigenschaften zwischen
Mikrofon (2) und Hörer (3) auf verschiedene Übertragungscharakteristika einstellbaren
Verstärker- und Übertragungsteil (4, 4'), wobei in dem Signalpfad zwischen dem Mikrofon
(2) und dem Hörer (3) mehrere Abgriffstellen (5) zum Abgreifen von Signalen (6, 6'
) vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Modul (12) zur Auswahl eines oder mehrerer Abgriffsignale einer oder mehrerer
Abgriffstellen vorhanden ist und ein Modul (7) zur Transformation des oder der ausgewählten
Abgriffsignale vom Zeitbereich in den Frequenzbereich vorhanden ist und ein Modul
(9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale (8) im Frequenzbereich
vorhanden ist, wobei das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich
überführten Signale (8) eingerichtet ist um im Frequenzbereich Steuersignale (10)
zu erzeugen, die zur Auswahl von in einem dem Signalpfad zugeordneten Datenspeicher
(11) gespeicherten Parametern des Verstärker- und Übertragungsteils oder zur Veränderung
der Verstärker- und Übertragungscharakteristik an das Verstärker- und Übertragungsteil
(4) abgebbar sind.
2. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Verstärker- und Übertragungsteil (4) für eine analoge Signalverarbeitung
mehrere Abgriffstellen (5) für analoge Signale (6) vorhanden sind, wobei das Modul
(12) zur Auswahl eines oder mehrerer Abgriffsignale ein oder mehrere Abgriffsignale
auswählt und anschließend das oder die ausgewählten Abgriffsignale (13) über einen
Analog/Digital-Umsetzer (14) umsetzt, wobei das oder die resultierenden digitalen
Signale (15) dem Modul (7) zur Transformation des oder der ausgewählten Abgriffsignale
vom Zeitbereich in den Frequenzbereich zugeführt sind.
3. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Verstärker- und Übertragungsteil (4') für eine digitale Signalverarbeitung
mehrere Abgriffstellen (5) für digitale Signale (6')vorhanden sind, wobei das Modul
(12) zur Auswahl eines oder mehrerer Abgriffsignale ein oder mehrere Abgriffsignale
auswählt und wobei das oder die ausgewählten digitalen Abgriffsignale (13') direkt
dem Modul (7) zur Transformation des oder der ausgewählten Abgriffsignale vom Zeitbereich
in den Frequenzbereich zugeführt sind.
4. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (16) zur Erfassung von Systemzuständen des Hörgerätes (1, 1') vorhanden sind,
deren Ausgangssignale (17) dem Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich
überführten Signale (8) im Frequenzbereich zuführbar sind, wobei diese Ausgangssignale
(17) bei der Erzeugung der Steuersignale (10) berücksichtigbar sind.
5. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Modul (12) zur Auswahl eines oder mehrerer Abgriffsignale (13, 13') Steuersignale
(18) eines Steuermoduls (19) zuführbar sind und dadurch die Auswahl des oder der Abgriffsignale
beeinflußbar ist.
6. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transformation der Signale vom Zeitbereich in den Frequenbereich in an sich bekannter
Weise nach der diskreten Fouriertransformation oder der Fast Fourier Transformation
oder nach einer diskreten Cosinus-Transformation oder einer diskreten Wavelett-Transformation
ausführbar ist.
7. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich mit einem Speicher (20) im Datenaustausch steht, wobei das
Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale (8)
im Frequenzbereich Signale (21) an den Speicher (20) abgibt und den Speicher dazu
veranlaßt, bestimmte Daten (22) an das Verstärker- und Übertragungsteil (4) abzugeben
oder Daten (23) dem Speicher (20) entnimmt, verarbeitet und als Steuersignale (10)
an das Verstärker- und Übertragungsteil (4) abgibt.
8. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich eine Komponente (24) zur Normierung der Amplitudenwerte, eine
Komponente (25) zur Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen, eine Komponente (26)
zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen, eine Komponente (27) zur Berechnung von Ähnlichkeitsmaßzahlen
und eine Komponente (28) zur Bestimmung des jeweils zu aktivierenden Hörprogrammes
aufweist.
9. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich eine Komponente (24) zur Normierung der Amplitudenwerte, eine
Komponente (25) zur Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen, eine Komponente (26)
zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen, eine Komponente (29) zur Fuzzyfizierung, eine
Komponente (30) zur Inferenzbildung, eine Komponente (31) zur Defuzzyfizierung der
Ähnlichkeitsmaßzahlen und eine Komponente (28) zur Bestimmung des jeweils zu aktivierenden
Hörprogrammes aufweist.
10. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich eine Komponente (24) zur Normierung der Amplitudenwerte, eine
Komponente (25) zur Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen, eine Komponente (26)
zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen und eine Komponente (32) zur Realisierung einer
neuronalen Struktur zur Bestimmung des jeweils zu aktivierenden Hörprogrammes aufweist.
11. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich eine Komponente (24) zur Normierung der Amplitudenwerte und
eine Komponente (33) zur Bestimmung der einzelnen Signalverarbeitungsparameter nach
einer mathematischen Berechnungsvorgabe aufweist.
12. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich eine Komponente (24) zur Normierung der Amplitudenwerte, eine
Komponente (25) zur Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen, eine Komponente (26)
zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen, eine Komponente (34) zur Fuzzyfizierung, eine
Komponente (35) zur Inferenzbildung und eine Komponente (36) zur Defuzzyfizierung
der auszugebenden einzelnen Signalverarbeitungsparameter aufweist.
13. Hörgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (9) zur Signalauswertung der in den Frequenzbereich überführten Signale
(8) im Frequenzbereich eine Komponente (24) zur Normierung der Amplitudenwerte, eine
Komponente (25) zur Bildung von frequenzbezogenen Kenngrößen, eine Komponente (26)
zur Bildung von zeitlichen Kenngrößen und eine Komponente (37) zur Realisierung einer
neuronalen Struktur zur Bestimmung der einzelnen Signalverarbeitungsparameter aufweist.
1. Programmable hearing aid (1, 1') with an amplifier and transmitter element (4, 4')
the transmission properties of which can be adjusted between microphone (2) and earpiece
(3) to different transmission characteristics, whereby a plurality of scan points
(5) are present in the signal path between the microphone (2) and the earpiece (3)
to scan signals (6, 6'), characterized in that one module (12) is present to select one or a plurality of scan signals at one or
a plurality of scan points and one module (7) is present to transform the selected
scan signal(s) from the time range to the frequency range and one module (9) is present
in the frequency range to evaluate the signals (8) transferred to the frequency range,
whereby the module (9) for evaluating the signals (8) transferred to the frequency
range is set up to generate control signals (10) in the frequency range, which can
be output to the amplifier and transmitter element (4) to select parameters of the
amplifier and transmitter element stored in a data storage unit (11) assigned to the
signal path or to change or to change the amplifier and transmitter element characteristics.
2. Hearing aid according to Claim 1,
characterized in that in the case of an amplifier and transmitter element (4) for analog signal processing,
a plurality of scan points (5) are present for analog signals (6), whereby the module
(12) for selecting one or a plurality of scan signals selects one or a plurality of
scan signals and then converts the selected scan signal(s) (13) by means of an analog/digital
converter (14), whereby the resulting digital signal(s) (15) is/are fed to the module
(7) for transforming the selected scan signal(s) from the time range to the frequency
range.
3. Hearing aid according to Claim 1,
characterized in that in the case of an amplifier and transmitter element (4') for digital signal processing
a plurality of scan points (5) are present for digital signals (6'), whereby the module
(12) for selecting one or a plurality of scan signals selects one or a plurality of
scan signals and whereby the selected digital scan signal(s) (13') is/are fed directly
to the module (7) for transforming the selected scan signal(s) from the time range
to the frequency range.
4. Hearing aid according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that in the frequency range means (16) are present for identifying the system status of
the hearing aid (1, 1'), the output signals (17) of which can be fed to the module
(9) for evaluating the signals transferred to the frequency range, whereby said output
signals (17) can be taken into account when generating the control signals (10).
5. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 4,
characterized in that control signals (18) from a control module (19) can be fed to the module (12) for
selecting one or a plurality of scan signals (13, 13') and the selection of the scan
signal(s) can be influenced by this.
6. Hearing aid according to Claim 1,
characterized in that the transformation of the signals from the time range to the frequency range can
be effected in a manner known per se according to the discrete Fourier transformation
or the fast Fourier transformation or according to a discrete cosine transformation
or a discrete wavelet transformation.
7. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 6,
characterized in that the module (9) for evaluating the signals (8) transferred to the frequency range
exchanges data in the frequency range with a storage unit (20), whereby in the frequency
range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred to the frequency range
outputs signals (21) to the storage unit (20) and prompts the storage unit to output
specific data (22) to the amplifier and transmitter element (4) or takes data (23)
from the storage unit (20), processes it and outputs it as control signals (10) to
the amplifier and transmitter element (4).
8. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 7,
characterized in that in the frequency range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred
to the frequency range comprises a component (24) to standardize the amplitude values,
a component (25) to create frequency-related characteristic variables, a component
(26) to create temporal characteristic variables, a component (27) to calculate similarity
criteria and a component (28) to determine the hearing program to be activated in
each instance.
9. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 7,
characterized in that in the frequency range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred
to the frequency range comprises a component (24) to standardize the amplitude values,
a component (25) to create frequency-related characteristic variables, a component
(26) to create temporal characteristic variables, a component (29) to fuzzify, a component
(30) to create inferences, a component (31) to defuzzify the similarity criteria and
a component (28) to determine the hearing program to be activated in each instance.
10. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 7,
characterized in that in the frequency range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred
to the frequency range comprises a component (24) to standardize the amplitude values,
a component (25) to create frequency-related characteristic variables, a component
(26) to create temporal characteristic variables and a component (32) to provide a
neuronal structure to determine the hearing program to be activated in each instance.
11. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 7,
characterized in that in the frequency range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred
to the frequency range comprises a component (24) to standardize the amplitude values
and a component (33) to determine the individual signal processing parameters according
to a predefined mathematical calculation.
12. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 7,
characterized in that in the frequency range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred
to the frequency range comprises a component (24) to standardize the amplitude values,
a component (25) to create frequency-related characteristic variables, a component
(26) to create temporal characteristic variables, a component (34) to fuzzify, a component
(35) to create inferences and a component (36) to defuzzify the individual signal
processing parameters to be output.
13. Hearing aid according to one or a plurality of Claims 1 to 7,
characterized in that in the frequency range the module (9) for evaluating the signals (8) transferred
to the frequency range comprises a component (24) to standardize the amplitude values,
a component (25) to create frequency-related characteristic variables, a component
(26) to create temporal characteristic variables and a component (37) to provide a
neuronal structure to determine the individual signal processing parameters.
1. Prothèse (1, 1') auditive programmable comprenant une partie (4, 4') d'amplificateur
et de transmission, réglable dans ses propriétés de transmission entre un microphone
(2) et un écouteur (3) sur diverses caractéristiques de transmission, plusieurs points
(5) de prélèvement de signaux (6, 6') étant présents dans le trajet du signal entre
le microphone (2) et l'écouteur (3), caractérisée en ce qu'il est prévu un module (12) de sélection d'un ou de plusieurs signaux de prélèvement
d'un ou de plusieurs points de prélèvement et un module (7) de transformation du ou
des signaux de prélèvement sélectionnés du domaine temporel au domaine fréquentiel
et un module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux transformés
dans le domaine fréquentiel, le module (9) d'exploitation des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel étant constitués pour produire dans le domaine fréquentiel
des signaux (10) de commande, qui peuvent être envoyés, pour la sélection de paramètres,
mémorisés dans une mémoire (11) de données associée au trajet du signal, de la partie
d'amplificateur et de transmission ou, pour la modification de la caractéristique
d'amplificateur et de transmission, à la partie (4) d'amplificateur et de transmission.
2. Prothèse auditive suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, pour une partie (4) d'amplificateur et de transmission pour un traitement analogique
du signal, il est prévu plusieurs points (5) de prélèvement de signaux (6) analogiques,
le module (12) de sélection d'un ou de plusieurs signaux de prélèvement choisissant
un ou plusieurs signaux de prélèvement et ensuite le ou les signaux (13) de prélèvement
sélectionnés étant transformés par un convertisseur (14) analogique/numérique, le
ou les signaux (15) numériques obtenus étant envoyés au module (7) de transformation
du ou des signaux de prélèvement sélectionnés du domaine temporel au domaine fréquentiel.
3. Prothèse auditive suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, pour une partie (4') d'amplificateur et de transmission pour un traitement numérique
du signal, il est prévu plusieurs points (5) de prélèvement de signaux (6') numériques,
le module (12) de sélection d'un ou de plusieurs signaux de prélèvement sélectionnant
un ou plusieurs signaux de prélèvement et le ou les signaux (13') de prélèvement numérique
sélectionnés étant envoyés directement au module (7) pour la transformation du ou
des signaux de prélèvement sélectionnés du domaine temporel au domaine fréquentiel.
4. Prothèse auditive suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'il est prévu des moyens (16) de détection d'état du système de la prothèse (1, 1')
auditive, dont les signaux (17) de sortie peuvent être envoyés au module (9) d'évaluation
dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés dans le domaine fréquentiel,
ces signaux (17) de sortie pouvant être pris en compte pour la production des signaux
(10) de commande.
5. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'il peut être envoyé au module (12) de sélection d'un ou de plusieurs signaux (13,
13') de prélèvement des signaux (18) de commande d'un module (19) de commande et que
l'on peut ainsi influencer la sélection du ou des signaux de prélèvement.
6. Prothèse auditive suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la transformation des signaux du domaine temporel au domaine fréquentiel peut s'effectuer,
d'une manière en soi connue, suivant la transformation de Fourier discrète ou suivant
la quasi transformation de Fourier ou suivant une transformation en cosinus discrète
ou suivant une transformation en ondelette discrète.
7. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel est en échange de données avec une mémoire (20), le module
(9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel de signaux (8) transformés dans le
domaine fréquentiel émettant des signaux (21) vers la mémoire (20) et faisant que
la mémoire (20) émette certaines données (22) à la partie (4) d'amplificateur et de
transmission , prélève des données (23) de la mémoire (20), les traite et les émette
en tant que signaux (10) de commande à la partie (4) d'amplificateur et de transmission.
8. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le module (9) d'évaluation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel a un composant (24) de normation des valeurs d'amplitude,
un composant (25) de formation de grandeurs caractéristiques se rapportant à la fréquence,
un composant (26) de formation de grandeurs caractéristiques temporelles, un composant
(27) de calculs de cotes de similitude et un composant (28) de détermination du programme
d'audition respectif à activer.
9. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7 , caractérisée en ce que le module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel a un composant (24) de normation des valeurs d'amplitude,
un composant (25) de formation de grandeurs caractéristiques se rapportant à la fréquence,
un composant (26) de formation de grandeurs caractéristiques temporelles, un composant
(29) de mise en logique floue, un composant (30) de formation de référence, un composant
(31) pour faire cesser la mise en logique floue des cotes de similitude et un composant
(28) de détermination du programme d'audition respectivement à activer.
10. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel a un composant (24) de normation des valeurs d'amplitude,
un composant (25) de formation de grandeurs caractéristiques se rapportant à la fréquence,
un composant (26) de formation de grandeurs caractéristiques temporelles et un composant
(32) de réalisation de structure neuronale pour la détermination du programme d'audition
respectif à activer.
11. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel a un composant (24) de normation des valeurs d'amplitude
et un composant (33) de détermination des divers paramètres de traitement du signal
suivant une prescription mathématique de calcul.
12. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel a un composant (24) de normation des valeurs d'amplitude,
un composant (25) de formation des grandeurs caractéristiques se rapportant à la fréquence,
un composant (26) de formation de grandeurs caractéristiques temporelles, un composant
(34) de mise en logique floue, un composant (35) de formation d'interférence, un composant
(36) pour faire cesser la mise en logique floue des paramètres de traitement ou du
signal à émettre.
13. Prothèse auditive suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le module (9) d'exploitation dans le domaine fréquentiel des signaux (8) transformés
dans le domaine fréquentiel a un composant (24) de normation des valeurs d'amplitude,
un composant (25) de formation de grandeurs caractéristiques se rapportant à la fréquence,
un composant (26) de formation de grandeurs caractéristiques temporelles et un composant
(37) de réalisation d'une structure neuronale pour la détermination des divers paramètres
de traitement du signal.