[0001] Die Erfindung betrifft eine Ansaugluftführung für eine Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges
mit einem Luft-Beruhigungsraum, insbesondere einer Rohluftschale eines Ansaugluftfilters.
[0002] In ungünstigen Einsatzfällen, insbesondere wenn sich die beispielsweise als sog.
Ansaugschnorchel ausgebildete Luft-Eintrittsöffnung der Ansaugluftführung im Frontbereich
des Kraftfahrzeuges ziemlich weit unten befindet, kann ein Schwall von Spritzwasser
in die Ansaugluftführung gelangen. Dieses Wasser sollte dabei nicht von der Brennkraftmaschine
angesaugt werden, sondern möglichst einfach und dabei sicher wieder aus der Ansaugluftführung
entfernt werden. Hierfür geeignete Maßnahmen aufzuzeigen, ist Aufgabe der vorliegenden
Erfindung.
Die Lösung dieser Aufgabe ist gekennzeichnet durch eine in einer Wand des Beruhigungsraumes
vorgesehene, üblicherweise in Schließstellung gehaltene Drehklappe, durch deren Drehachse
zwei Flügel gebildet werden, wobei sich der eine Flügel bei Ansammlung von Fremdstoffen,
insbesondere Wasser, nach außen öffnet, während der andere Flügel nach innen schwenkt.
Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind Inhalt der Unteransprüche.
[0003] Näher erläutert wird die Erfindung anhand verschiedener bevorzugter Ausführungsbeispiele.
Zwei dieser Ausführungsbeispiele sind in den beigefügten Figuren 1, 2 gezeigt, von
welchen in Fig. 3a die Drehklappe vergrößert und in Fig. 3b die Ansicht X (aus Fig.
3a) auf die Drehklappe dargestellt ist. Von einem dritten, lediglich prinzipiell dargestellten
Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 4 einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemäße Ansaugluftführung
in einem Kraftfahrzeug, nämlich insbesondere den Luft-Beruhigungsraum, sowie Fig.
5 die Ansicht X aus Fig. 4.
[0004] In den Fig. 1, 2 dargestellt ist jeweils ein in seinem grundsätzlichen Aufbau übliches
Ansaugluftfilter 1 einer Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschine, das einen im Frontbereich
des nicht gezeigten Kraftfahrzeuges mündenden Ansaugschnorchel 2 aufweist. Die der
ebenfalls nicht dargestellten Brennkraftmaschine zuzuführende Ansaugluft gelangt somit
über diesen Ansaugschnorchel 2 in das Ansaugluftfilter 1, wird dort einer Filterung
unterworfen und wird schließlich über einen Austrittsstutzen 3, der Bestandteil des
Ansaugluftfilters 1 ist und an den sich ein nicht gezeigter Luftführungsschlauch anschließt,
der Brennkraftmaschine zugeführt.
[0005] Geodätisch unten liegend besitzt das Ansaugluftfilter 1 wie üblich eine einen Luft-Beruhigungsraum
4 bildende Rohluftschale 5, in die oberhalb des Beruhigungsraumes 4 ein geeignetes
Filterelement 6 eingehängt ist. Nach oben hin abgeschlossen wird das Ansaugluftfilter
1 durch die sog. Reinluftschale 7, die auf die Rohluftschale 5 aufgesetzt ist und
in die üblicherweise das Filterelement 6 ein Stück weit hineinreicht. Dieses letztere
Detail ist jedoch für die Erfindung unerheblich, so daß in diesem Bereich das Ansaugluftfilter
1 auch nicht geschnitten dargestellt ist. Im Schnitt dargestellt ist jedoch die Rohluftschale
5 mit dem hierin mündenden Ansaugschnorchel 2 sowie mit der in einer Wand der Rohluftschale
5 vorgesehenen erfindungsgemäßen Drehklappe 8.
[0006] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist diese Drehklappe 8 in einer sich geodätisch
von unten nach oben erstreckenden Wand 9 der Rohluftschale 5 bzw. des Luft-Beruhigungsraumes
4 vorgesehen. Dabei ist diese Drehklappe 8 mit ihrem Führungsgehäuse 10 in eine geeignete
Aussparung 11 in der Wand 9 eingesetzt, wobei diese Aussparung 11 auch als Durchtrittsöffnung
11 bezeichnet werden kann. Das Führungsgehäuse 10 trägt eine eine Drehachse 12 für
die Drehklappe 8 bildende Welle 12'. Durch diese Welle 12' bzw. durch die Drehachse
12 wird die Drehklappe 8 in zwei sog. Flügel 8a, 8b unterteilt. Wie durch Pfeile 13
dargestellt, kann die Drehklappe 8 ausgehend von der gezeigten Position um die Drehachse
12 verschwenkt werden, wobei sich der untere Flügel 8a bezüglich des Beruhigungsraumes
4 nach außen bewegt, während der obere Flügel 8b nach innen, d. h. in den Beruhigungsraum
4 hineingeschwenkt wird. Nach Ausführung dieser Schwenkbewegung ist die Aussparung
bzw. Durchtrittsöffnung 11 geöffnet.
[0007] Hier ist die Drehklappe 8 ihrer üblichen Schließstellung dargestellt, in welcher
sie durch ein als Schenkelfeder ausgebildetes Federelement 14, das sich einerseits
am Flügel 8a und andererseits am Führungsgehäuse 10 abstützt, gehalten wird. Die Aussparung
11 (bzw. Durchtrittsöffnung 11) in der Rohluftschale 5 ist somit dicht verschlossen.
Gelangt nun über den Ansaugschnorchel 2 ein Schwall von Spritzwasser in den Beruhigungsraum
4, so sammelt sich dieses Wasser im unteren Bereich dieses Beruhigungsraumes 4 an
und übt somit einen Druck auf den Flügel 8a aus. Dies bewirkt, daß die Drehklappe
8 gemäß Pfeilrichtung 13 verschwenkt wird, d. h. der Flügel 8a bewegt sich nach außen,
während gleichzeitig der Flügel 8b nach innen verschwenkt wird. Nunmehr kann gemäß
Pfeilrichtung 15 über die untere Hälfte der jetzt geöffneten Aussparung/Durchtrittsöffnung
11 das Spritzwasser, das sich im Beruhigungsraum 4 angesammelt hatte, abfließen, während
über den oberen im Bereich des Flügels 8b liegenden Abschnitt der Aussparung 11 gemäß
Pfeilrichtung 16 ein Umgebungsluftstrom in den Luft-Beruhigungsraum 4 gelangen kann.
[0008] In besonders vorteilhafter Weise übernimmt die Drehklappe 8 somit zwei Funktionen.
Zum einen ist sichergestellt, daß beispielsweise Wasser aus dem Beruhigungsraum 4
entfernt werden kann, und daß gleichzeitig Ansaugluft für die Brennkraftmaschine in
den Beruhigungsraum 4 einströmen kann, was beispielsweise dann erforderlich ist, wenn
das Kraftfahrzeug eine große und tiefe Pfütze durchfahren soll und über den Ansaugschnorchel
2 über einen längeren Zeitraum Wasser in die Rohluftschale 5 gelangt. Wie ersichtlich
befindet sich nämlich die Drehklappe 8 und dabei insbesondere der Flügel 8b geodätisch
oberhalb der Eintrittsöffnung des Ansaugschnorchels, so daß beim Durchfahren auch
einer tiefen Pfütze keine Gefahr besteht, daß über die offene Aussparung 11 ebenfalls
Wasser in das Ansaugluftfilter 1 bzw. in den Beruhigungsraum 4 gelangt. Zudem befindet
sich das Ansaugluftfilter 1 zumeist an einer relativ geschützten Stelle innerhalb
des Motorraumes des Kraftfahrzeuges, so daß im Bereich dieser Drehklappe 8 auch bei
ungünstigen Bedingungen garantiert kein Spritzwasser anzutreffen ist, welches gemäß
Pfeilrichtung 16 in die Rohluftschale 5 eindringen könnte.
[0009] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 - bei dem gleiche Bauelemente mit gleichen Bezugsziffern
versehen sind - ist die Drehklappe 8 ebenfalls mit ihrem Führungsgehäuse 10 in einer
Aussparung 11 in einer Wand 9' der Rohluftschale 5 angeordnet, jedoch handelt es sich
hier bei der Wand 9' um die untere Begrenzungswand der Rohluftschale 5. Insofern könnte
sich ein Spritzwasser-Schwall, der über den Ansaugschnorchel 2 in den Beruhigungsraum
4 gelangt, zu gleichen Teilen auf den beiden Flügeln 8a, 8b der Drehklappe 8 niederlegen,
wodurch ein selbsttätiges Öffnen der Drehklappe 8 nicht erfolgen würde. Aus diesem
Grunde ist der nach innen schwenkbare Flügel 8b der Drehklappe 8 hier gegen eine mögliche
Ansammlung von beispielsweise Spritzwasser abgeschottet. Ausgebildet ist diese Abschottung
hier in Form eines an die Abmessungen des Flügels 8b angepaßten Stutzens 17', der
aus mehreren sog. Trennwänden 17 aufgebaut sein kann, jedoch kann abweichend hiervon
im einfachsten Fall auch eine einzige Trennwand 17 zur Abschottung des nach innen
schwenkbaren Flügels 8b ausreichend sein. Wie ersichtlich ist dabei der Stutzen 17'
mit seiner Trennwand bzw. seinen Trennwänden 17 am Führungsgehäuse 10 der Drehklappe
8 befestigt, bzw. das Führungsgehäuse 10 stellt ein entsprechend geformtes Kunststoff-Spritzgußteil
mit angeformtem Stutzen 17' bzw. angeformten Trennwänden 17 dar. Gelangt nun beispielsweise
der bereits mehrfach erwähnte Spritzwasser-Schwall in die Rohluftschale 5, so sammelt
sich dieses Wasser u. a. auf dem Flügel 8a der Drehklappe 8 an und bewirkt aufgrund
seiner Schwerkraft, daß diese Drehklappe 8 öffnet. Gemäß den Pfeilen 13 wird somit
wieder der Flügel 8a nach außen geschwenkt, während sich der Flügel 8b nach innen
- in den Beruhigungsraum 4 hinein - bewegt. Gemäß Pfeilrichtung 15 kann somit das
angesammelte Spritzwasser abfließen, während gemäß Pfeilrichtung 16 Ansaugluft - ohne
zusätzliches Spritzwasser - in die Rohluftschale 5 des Ansaugluftfilters 1 gelangen
kann. Ist schließlich sämtliches Spritzwasser aus der Rohluftschale 5 abgelaufen,
so wird die Drehklappe 8 durch das Federelement 14 wieder in ihre bildlich dargestellte
Schließstellung gebracht und in dieser gehalten, so daß dann die Ansaugluft wieder
wie üblich über den Ansaugschnorchel 2 in das Ansaugluftfilter 1 gelangt.
[0010] Beide bislang beschriebenen Ausführungsbeispiele nutzen das gleiche Prinzip, nämlich
daß beispielsweise Spritzwasser, das in die Rohluftschale 5 des Ansaugluftfilters
gelangt, durch seine Schwerkraft die Drehklappe 8 derart öffnet, daß zum einen das
Spritzwasser gemäß Pfeilrichtung 15 abfließen kann und zum anderen gleichzeitig ein
Umgebungsluftstrom gemäß Pfeilrichtung 16 zugeführt werden kann. Insofern ist es wesentlich,
daß die Drehklappe 8 in einer Wand 9 bzw. 9' eines sog. Luft-Beruhigungsraumes 4 in
der Ansaugluftführung der Brennkraftmaschine vorgesehen ist. Nur hierdurch kann nämlich
die Schwerkraft beispielsweise des eindringenden Spritzwassers voll zur Geltung kommen.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß anstelle des Spritzwassers selbstverständlich
auch andere Fremdstoffe, die in die Rohluftschale 5 des Ansaugluftfilters 1 gelangen,
auf die gleiche Weise wieder aus der Rohluftschale 5 entfernt werden können. Beispielshalber
genannt seien als derartige Fremdstoffe Unmengen von Sand oder Schnee, die ansonsten
die Rohluftschale 5 sowie den Ansaugschnorchel 2 blockieren würden. Stets ist sichergestellt,
daß sich im Luft-Beruhigungsraum 4 diese sog. Fremdstoffe - eben beispielsweise Wasser,
Schnee oder Sand - von der eigentlichen Luftströmung trennen, sich unter Schwerkrafteinfluß
absetzen und hierbei durch ihr Gewicht derart auf den nach außen schwenkbaren Flügel
8a der Drehklappe 8 einwirken, daß diese Drehklappe 8 geöffnet wird und diese Fremdstoffe
gemäß Pfeilrichtung 15 abgeführt werden.
[0011] Aus der Fig. 3a (dies ist eine Vergrößerung im Bereich der Drehklappe 8 aus Fig.
1) sowie aus der Fig. 3b (dies ist die Ansicht X aus Fig. 3a) wird der Aufbau der
Drehklappe 8 mit ihrem Führungsgehäuse 10 noch besser ersichtlich. Zur Abdichtung
weist das Führungsgehäuse 10 einen umlaufenden Steg 19 auf, an dem die hier rechtwinkelig
bzw. quadratisch ausgebildete Drehklappe 8 mit den Rändern der Flügel 8a, 8b unter
Zwischenlage eines auf den Rändern befestigten Dichtelementes 20 anliegt.
[0012] In Fig. 3b erkennt man ferner die Anordnung des als Schenkelfeder ausgebildeten Federelementes
14, das sich einerseits am Führungsgehäuse 10 und andererseits an der Außenseite des
Flügels 8a abstützt, wodurch die Drehklappe 8 üblicherweise in ihrer Schließposition
gehalten wird. Die Federkraft des Federelementes 14 ist dabei derart dimensioniert,
daß bei Ansammlung von Fremdstoffen, insbesondere Wasser auf der Innenseite des Flügels
8a das beschriebene Öffnen der Drehklappe 8 gemäß Pfeilrichtung 13 erfolgt.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist zusätzlich noch eine alternative Gestaltung
des Stutzens 17' strichliert dargestellt. Hierbei ist die der Abschottung des Flügels
8b gegen eine mögliche Ansammlung von Fremdstoffen dienende Trennwand 17 als Strömungsauslauftrichter
17'' ausgebildet, um immer dann, wenn bei geöffneter Drehklappe 8 ein Umgebungsluftstrom
16 in die Rohluftschale 5 gelangt, günstige Einströmverhältnisse zu haben. Bei beiden
bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen ist zusätzlich in der tiefsten Stelle
der Rohluftschale 5 noch ein sog. Schnüffelventil 18 vorgesehen, über welches noch
geringe Restmengen von Spritzwasser ablaufen können.
[0014] Im Folgenden wird das dritte Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4, 5, erläutert:
In einem ansonsten nicht näher dargestellten Motorraum 21 eines Kraftfahrzeuges, der
nach oben hin durch eine Motorhaube 22 und nach vorne durch eine Stirnwand 36 begrenzt
wird, ist u. a. ein Kühler 23 angeordnet, vor dem sich ein Luftsammelraum 24 befindet.
Aus diesem Luftsammelraum 24 wird nicht nur der Kühler 23 mit Kühlluft versorgt, sondern
gleichzeitig die Ansaugluft für die das Kraftfahrzeug antreibende, im Motorraum 21
angeordnete, jedoch nicht dargestellte Brennkraftmaschine abgezweigt. Hierzu ist oberhalb
des Kühlers 23 ein Abzweigkanal 25 vorgesehen.
[0015] Dieser Abzweigkanal 25 mündet über eine Zuströmöffnung 26 in einem sog. Luft-Beruhigungsraum
4, der weiterhin eine Abströmöffnung 28 aufweist, an die sich ein Ansaugkanal 29 (vgl.
Fig. 5) anschließt, der letztendlich zur Sauganlage der Brennkraftmaschine führt.
Die Zuströmöffnung 26 sowie die Abströmöffnung 28 sind dabei bezüglich des Beruhigungsraumes
4 praktisch soweit als möglich voneinander beabstandet angeordnet. Wie Fig. 5 zeigt,
liegt die Zuströmöffnung 26 am linken Ende und die Abströmöffnung 28 am rechten Ende
des sich quer im Motorraum 21, d. h. quer zur Fahrzeuglängsachse erstreckenden Beruhigungsraumes
4.
[0016] Der Luft-Beruhigungsraum 4 weist Außen-Wände 9 auf, von denen eine eine Durchtrittsöffnung
11 besitzt. Diese Durchtrittsöffnung 11 ist üblicherweise von einer Drehklappe 8 verschlossen,
so daß die über die Zuströmöffnung 26 herangeführte Ansaugluft auch sicher wieder
über die Abströmöffnung 28 abgeführt wird. Dabei befindet sich die Durchtrittsöffnung
11 in derjenigen Außenwand 9 mit der größten Fläche, die sowohl einen nahe der Zuströmöffnung
26 als auch einen nahe der Abströmöffnung 28 liegenden Flächenabschnitt besitzt. Für
die im folgenden erläuterte Funktion der Durchtrittsöffnung 11 sowie der Drehklappe
8 ist es dabei vorteilhaft, wenn die Durchtrittsöffnung 11 bezüglich des Beruhigungsraumes
geodätisch untenliegend vorgesehen ist.
[0017] Die Drehklappe 8 ist um eine schräg durch diese Drehklappe verlaufende Drehachse
12 verdreh- bzw. verschwenkbar. Da die Drehachse 12 schräg durch die Drehklappe 8
verläuft - beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Drehklappe 8 in etwa rechtwinkelig
und die Drehachse 12 deckt sich mit der Diagonalen dieses Rechteckes -, werden zwei
sog. Drehklappen-Flügel 8a, 8b gebildet. Die Drehklappe 8 ist dabei über ihre Drehachse
12 derart gelagert, daß bei einer Verschwenkung dieser Drehklappe 8 der eine Drehklappen-Flügel
8a gemäß Pfeilrichtung 13a nach außen schwenkbar ist, während der andere Drehklappen-Flügel
8b gemäß Pfeilrichtung 8b nach innen in den Beruhigungsraum 4 hinein geschwenkt wird.
Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß der Drehklappen-Flügel 8a, der gemäß Pfeilrichtung
13a nach außen verschwenkt wird, seinen Flächenschwerpunkt FS
a in der Nähe der Zuströmöffnung 26 hat, während der Flächenschwerpunkt FS
b des Drehklappen-Flügels 8b, der gemäß Pfeilrichtung 13b nach innen schwenkbar ist,
in der Nähe der Abströmöffnung 28 liegt (vgl. Fig. 5).
[0018] Gelangt über den Abzweigkanal 25 - wie dies die Regel sein sollte - lediglich ein
Frischluftstrom in den Luft-Beruhigungsraum 4, so bleibt die Drehklappe 8 unter Einwirkung
eines später noch kurz erläuterten Federelementes 14 in ihrer in Fig.4 dargestellten,
die Durchtrittsöffnung 11 verschließenden Position. Wie eingangs erläutert, kann unter
Extremsituationen jedoch ebenso ein Schwall von Spritzwasser in den Luftsammelraum
24 und somit auch in den Abzweigkanal 25 gelangen. Dieses Spritzwasser gelangt dann
über die Zuströmöffnung 26 in den Luft-Beruhigungsraum 4 und trifft dort - ggf. immer
noch schwallartig - insbesondere auf den Drehklappen-Flügel 8a auf, da sich dessen
Flächenschwerpunkt FS
a nahe der Zuströmöffnung 26 befindet. Verstärkt wird dieser Effekt, daß in den Beruhigungsraum
4 eindringendes Spritzwasser insbesondere auf den Drehklappen-Flügel 8a auftrifft,
auch dadurch, daß die Zuströmöffnung 26 selbst kanalartig ausgebildet und mit ihrer
Mündung zum naheliegenden Drehklappen-Flügel 8a hin ausgerichtet ist.
[0019] Nachdem nun dieses gegenüber einem reinen Ansaugluftstrom doch deutlich schwerere
Spritzwasser insbesondere auf den Drehklappen-Flügel 8a auftrifft, bewirkt der hierdurch
wirkende Bewegungsimpuls ein Verschwenken der Drehklappe 8 um ihre Drehachse 12, d.
h. der Drehklappen-Flügel 8a wird gemäß Pfeilrichtung 13a nach außen bewegt. Auf diese
Weise wird das Spritzwasser sicher und selbsttätig über die nunmehr offene Durchtrittsöffnung
11 aus dem Luft-Beruhigungsraum 4 abgeführt. Da gleichzeitig der Drehklappen-Flügel
8b nach innen verschwenkt wird, kann über diesen - vorteilhafterweise geodätisch höher
liegenden - nunmehr ebenfalls geöffneten Bereich der Durchtrittsöffnung 11 ein Ansaug-Luftstrom,
der frei von Spritzwasser ist, in den Beruhigungsraum 4 hineingelangen. Wie ersichtlich,
befindet sich nämlich der Luft-Beruhigungsraum 4 bzw. insbesondere dessen Durchtrittsöffnung
11 an einer derartigen Stelle innerhalb des Motorraumes 21, an der mit Sicherheit
kein Spritzwasser anzutreffen ist. Hierzu ist der Luft-Beruhigungsraum 4 nämlich geodätisch
so weit als möglich oben im Motorraum 21 angeordnet, wobei die Durchtrittsöffnung
11 auf der der Stirnwand 36 des Kraftfahrzeuges abgewandten Seite vorgesehen ist.
[0020] Die Drehklappe 8 übernimmt somit auch hier zwei Funktionen. Zum einen ist sichergestellt,
das beispielsweise Wasser, aber auch andere Fremdstoffe, die in die Ansaugluftführung
der Brennkraftmaschine gelangen, aus dem Beruhigungsraum 4 entfernt werden kann bzw.
werden können, und daß gleichzeitig Ansaugluft für die Brennkraftmaschine in den Beruhigungsraum
4 einströmen kann, was beispielsweise dann erforderlich ist, wenn das Kraftfahrzeug
eine große und tiefe Pfütze durchfahren soll und über den Luftsammelraum 24 über einen
längeren Zeitraum Wasser in den Abzweigkanal 25 gelangt. Dabei werden zum Öffnen der
Drehklappe 8 hier zwei Effekte genutzt, nämlich zum einen der dynamische Effekt, indem
die über die Zuströmöffnung 26 in den Luft-Beruhigungsraum 4 eintretenden Fremdstoffe,
insbesondere Wasser, vorrangig auf den nach außen verschwenkbaren Drehklappen-Flügel
8a trifft. Daneben wird aber auch der Schwerkrafteinfluß genutzt, indem sich diese
Fremdstoffe bzw. Wasser, das in den Beruhigungsraum 4 eintritt, an dessen geodätisch
tiefster Stelle ansammeln bzw. ansammelt und somit ebenfalls ein Verschwenken der
Drehklappe 8 bewirken/bewirkt. Aus diesem Grunde befindet sich auch der Drehklappen-Flügel
8a geodätisch betrachtet unterhalb des Drehklappen-Flügels 8b. Zur Nutzung dieser
beiden Effekte ist es auch wesentlich, daß die Drehklappe 8 in einer sich im wesentlichen
geodätisch von unten nach oben erstreckenden Außenwand 9 des sog. Luft-Beruhigungsraumes
4 vorgesehen ist. Nur mit Hilfe eines derartigen Beruhigungsraumes 4 kann nämlich
die Schwerkraft beispielsweise des eindringenden Spritzwassers (bzw. allgmein von
Fremdstoffen) voll zur Geltung kommen. In diesem Zusammenhang ist es auch besonders
vorteilhaft, wenn bezüglich des Beruhigungsraumes 4 die Abströmöffnung 28 soweit als
möglich geodätisch oben liegend vorgesehen ist.
[0021] Bereits kurz angedeutet wurde ein Federelement 14, welches die Drehklappe 8 üblicherweise
in der die Durchtrittsöffnung 11 verschließenden Position hält. Dieses Federelement
14 kann selbstverständlich verschiedenartig ausgebildet sein, besonders vorteilhaft
ist es jedoch, wenn dieses Federelement 14 im Sinne einer Funktionsvereinigung gleichzeitig
als Drehachse 12 wirkt. Hierzu kann dieses Federelement 14 beispielsweise als Torsions-Federstab
ausgebildet sein. Jedoch kann dies sowie weitere Details insbesondere konstruktiver
Art durchaus abweichend von den gezeigten Ausführungsbeispielen gestaltet sein, ohne
den Inhalt der Patentansprüche zu verlassen.
1. Ansaugluftführung für eine Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges mit einem Luft-Beruhigungsraum
(4), insbesondere einer Rohluftschale (5) eines Ansaugluftfilters (1),
gekennzeichnet durch eine in einer Wand (9, 9') des Beruhigungsraumes (4) vorgesehene,
üblicherweise in Schließstellung gehaltene Drehklappe (8), durch deren Drehachse (12)
zwei Flügel (8a, 8b) gebildet werden, wobei sich der eine Flügel (8a) bei Ansammlung
von Fremdstoffen, insbesondere Wasser, nach außen öffnet, während der andere Flügel
(8b) nach innen schwenkt.
2. Ansaugluftführung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehklappe (8) in einer sich geodätisch von unten
nach oben erstreckenden Wand (9) des Beruhigungsraumes (4) vorgesehen ist.
3. Ansaugluftführung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der nach innen schwenkbare Flügel (8b) der Drehklappe
(8) gegen eine mögliche Ansammlung von Fremdstoffen abgeschottet ist.
4. Ansaugluftführung nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch zumindest eine im Beruhigungsraum (4) vorgesehene Trennwand (17)
zur Abschottung des nach innen schwenkbaren Flügels (8b).
5. Ansaugluftführung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein die Drehklappe (8) üblicherweise in Schließstellung haltendes
Federelement (14).
6. Ansaugluftführung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Luft-Beruhigungsraum
(4) eine Zuströmöffnung (26) sowie beabstandet von dieser eine Abströmöffnung (28)
aufweist, und wobei in einer sich im wesentlichen geodätisch von unten nach oben erstreckenden
Wand (9) des Beruhigungraumes (4) eine üblicherweise von der Drehklappe (8) verschlossene
Aussparung oder Durchtrittsöffnung (11) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die schräg durch die Drehklappe (8) verlaufende Drehachse
(12) die beiden Drehklappen-Flügel (8a, 8b) bildet, wobei derjenige Flügel (8a), dessen
Flächenschwerpunkt (FSa) nahe der Zuströmöffnung (26) liegt, nach außen schwenkbar ist, während der andere
Flügel (8b) mit dem Flächenschwerpunkt (FSb) nahe der Abströmöffnung (28) nach innen schwenkt.
7. Ansaugluftführung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zuströmöffnung (26) kanalartig ausgebildet und mit
ihrer Mündung zum naheliegenden Drehklappen-Flügel (8a) hin ausgerichtet ist.
8. Ansaugluftführung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein die Drehklappe (8) üblicherweise in der die Durchtrittsöffnung
(11) verschließenden Position haltendes Federelement (14) als ein gleichzeitig die
Drehachse (12) bildender Torsions-Federstab ausgebildet ist.