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(11) |
EP 0 789 206 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.10.2003 Patentblatt 2003/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.1996 |
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| (54) |
Kältegerät
Refrigeration apparatus
Appareil frigorifique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
21.09.1995 DE 19535144
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.08.1997 Patentblatt 1997/33 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81669 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Maier, Roland, Dipl.-Ing. (FH)
73450 Neresheim (DE)
- Holz, Walter, Dipl.-Ing.
89537 Giengen (DE)
- Mack, Hans Christian
89567 Sontheim/Bergenweiler (DE)
- Becker, Wolfgang, Dipl.-Ing.
89231 Neu-Ulm (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 723 128 GB-A- 716 651 GB-A- 2 123 992
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GB-A- 647 601 GB-A- 770 272
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät mit wenigstens zwei innerhalb seines Gehäuses
angeordneten, thermisch voneinander getrennten Gefrierfächern, von denen jedes von
einem Verdampfer gekühlt ist, welche über eine Verbindungsleitung strömungstechnisch
miteinander verbunden sind und welche über ein Steuermittel mit Kältemittel beaufschlagbar
sind. Ein derartiges Kältegerät ist zum Beispiel aus der GB-A-2123992 bekannt.
[0002] Bei frischen Nahrungsmitteln, welche durch Eingefrieren über eine längere Zeitdauer
konserviert werden sollen, ist man darauf bedacht, diese möglichst umgehend einem
Gefrierprozeß zu unterziehen. Um zu vermeiden, daß das Gefriergut während des Eingefriervorganges
aufgrund einer ungenügenden Gefriergeschwindigkeit Qualitätseinbußen, z.B. in Form
einer geschmacklichen Beeinträchtigung erleidet, ist für ein möglichst rasches Gefrieren
des Gefriergutes Sorge zu tragen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gefriergerät gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 derart auszubilden, daß die Gefriergeschwindigkeit für Gefriergut
auf einfache Weise deutlich erhöht ist.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Gefrierfächer mit
unterschiedlichem Nutzinhalt ausgestattet sind, wobei der zur Kühlung des Gefrierfaches
mit dem größeren Nutzinhalt dienende Verdampfer durch eine in der Verbindungsleitung
angeordnete Absperreinrichtung aus dem Kältemittelfluß auskoppelbar ist und als Reservoir
für flüssiges Kältemittel dient.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Lösung ist auf einfache Weise die Möglichkeit geschaffen,
den zur Kühlung des Gefrierfaches mit dem geringeren Nutzinhalt dienenden Verdampfer
mit dem für beide Verdampfer ausgelegten Verdichter zu betreiben, wodurch infolge
des an sich für diesen Verdampfer überdimensionalen Verdichters der Verdampfungsdruck
und somit die Verdampfungstemperatur in dem zur Kühlung des Gefrierfaches mit dem
geringeren Nutzinhalt dienenden Verdampfers deutlich absinkt. Dadurch ist die Kälteleistung
dieses Verdampfers deutlich gesteigert und somit ein wesentlich rascheres Durchgefrieren
von frisch eingelegtem Gefriergut möglich. Ferner ergibt sich für das Gefrierfach
mit dem geringeren Nutzinhalt bei gleicher Wärmeisolation dieses Faches ein geringerer
Wärmeeinfall, wodurch ebenfalls die Verdampfungstemperatur absinkt und somit die Kälteleistung
des Verdampfers gesteigert ist.
[0006] Für die Kälteleistung gilt folgende Gleichung:
* Q = Kälteleistung [W]
K = Wärmedurchgangszahl [W/m2K]
A = Kontaktfläche Gefriergerät zu den Wärmetauschflächen [m2]
ΔT= Temperaturdifferenz zwischen der Gefrierware und dem zu verdampfenden Kältemittel
[0007] Die Kälteleistung für das gesamte Gefriergerät ist dabei so ausgelegt, daß für das
Gesamtgerät der nach Norm günstigste Energieverbrauch erzielt ist. Hierbei ist der
Verdichter so ausgewählt, daß er bei den durch Normvorschriften vorgegebenen Bedingungen
mit einem günstigen Wirkungsgrad arbeitet. Die Kältemittelmenge wird ebenfalls auf
einen optimalen Energieverbrauch abgestimmt. Ferner sind die beiden Gefrierfächer
des Gefriergerätes gleichzeitig nebeneinander betreibbar. Außerdem wird durch die
Separierung der sich in dem zur Kühlung des Gefrierfaches größeren Nutzinhaltes dienenden
Verdampfer befindliche Kältemittel vermieden, daß der Verdichter flüssiges Kältemittel
ansaugen kann und somit Schaden nimmt.
[0008] Besonders zweckmäßig und zeitoptimal ansteuerbar ist eine Absperreinrichtung, wenn
nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist,
daß als Absperreinrichtung ein elektrisch ansteuerbares Absperrventil dient.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Absperrventil in der Verbindungsleitung im wesentlichen zeitgleich mit dem
Steuermittel bei dessen Ansteuerung des Verdampfers im Gefrierfach geringeren Nutzinhaltes
von seinem Durchlaßbetrieb in seinen Sperrbetrieb umschaltet.
[0010] Durch eine solche Lösung ist sichergestellt, daß lediglich noch die zu einem Betrieb
des Verdampfers zur Kühlung des Gefrierfaches geringeren Nutzinhaltes notwendige Kältemittel
im Kältekreis verbleibt, wobei sich die Kältemittelmenge in etwa gleichmäßig auf beide
Verdampfer verteilt hat, wenn sich der Verdichter für einen gewissen Zeitabschnitt
in Dauerbetrieb befunden hatte.
[0011] Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Verbindungsleitung an den zur Kühlung des Gefrierfaches mit
geringerem Nutzinhalt dienendem Verdampfer bei wenigstens 50 % von dessen kältetechnisch
wirksamen Verdampferfläche strömungstechnisch angebunden ist.
[0012] Auf diese Weise läßt sich für das Gefrierfach geringeren Nutzinhaltes während des
Normalbetriebes des Gefriergerätes, in welchem sich beide Gefrierfächer im Kältekreislauf
befinden, noch eine ausreichende Kühlung, beispielsweise für ein **-Gefrierfach erzeugen.
[0013] Entsprechend einer nächsten bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Ankopplung der Verbindungsleitung an den zur Kühlung des Gefrierfaches
geringeren Nutzinhaltes dienenden Verdampfer am zulaufseitigen Abschnitt seiner Verdampferfläche
angeordnet ist.
[0014] Durch eine derartige Ankopplung der Verbindungsleitung lassen sich während des Normalbetriebes,
bei welchem sich die Verdampfer beider Gefrierfächer im Kältekreislauf befinden, ausreichend
tiefe Temperaturen erzeugen, so daß das Gefrierfach geringeren Nutzinhaltes auch während
des Normalbetriebes als ***-Gefrierfach oder ****-Gefrierfach Anwendung finden kann.
[0015] Eine zusätzliche Steigerung der Kälteleistung und somit der Einfriergeschwindigkeit
im Gefrierfach geringeren Nutzinhaltes ergibt sich, wenn nach einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß im Gefrierfach geringerem
Nutzinhaltes ein Ventilator angeordnet ist, welcher bei der Ansteuerung des in diesem
Gefrierfach befindlichen Verdampfers durch das Steuermittel in Betrieb genommen wird.
[0016] Fertigungstechnisch besonders günstig aufbaubar ist das Verdampfersystem, wenn nach
einer nächsten vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen
ist, daß dem zur Kühlung der Gefrierfächer dienenden Verdampfer in Stromungsrichtung
des vom Verdichter angetriebenen Kältemittels je eine zu dessen Druckreduzierung dienende
Drosseleinrichtung vorgeschaltet ist, weiche im wesentlichen ein identisches Durchflußvolumen
pro Zeiteinheit aufweisen.
[0017] Eine besonders hohe Kälteleistung weist der zur Kühlung des Gefrierfaches großeren
Nutzinhaltes dienende Verdampfer auf, wenn nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß die Ankopplung der Verbindungsleitung
an den zur Kühlung des Gefrierfaches größeren Nutzinhaltes dienendem Verdampfer am
auslaßseitigen Abschnitt einer Verdampferfläche angeordnet ist.
[0018] Auf besonders einfache Weise mit einem geringen Aufwand von der Steuerung des Kältemittels
dienenden Steuermittel sind beide Gefrierfächer des Gefriergerätes betreibbar, wenn
nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen
ist, daß der zur Kühlung des Gefrierfaches größeren Nutzinhaltes dienende Verdampfer
bei seiner Ansteuerung durch das Steuermittel dem anderen Verdampfer in Reihenschaltung
vorgeschaltet und mit diesem über die Verbindungsleitung strömungstechnisch verbunden
ist.
[0019] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Verdampfer zur Kühlung der Gefrierfächer als Drahtrohrverdampfer
mit in verschiedenen Höhenlagen angeordneten Verdampferetageren ausgebildet sind.
[0020] Durch eine derartige Lösung ist eine besonders günstige Kälteübertragung auf das
Gefriergut gewährleistet.
[0021] Besonders platzsparend sind die zur Kühlung der Gefrierfächer dienenden Verdampfer
ausbildbar, wenn nach einer alternativen Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung
vorgesehen ist, daß die Verdampfer zur Kühlung der Gefrierfächer als Verdampferplatinen
ausgebildet sind.
[0022] Gemäß einer letzten bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist
vorgesehen, daß das Gefrierfach mit dem geringeren Nutzinhalt im Gehäuse des Gefriergerätes
über dem Gefrierfach mit dem größeren Nutzinhalt angeordnet ist.
[0023] Eine Lösung gemäß diesen Merkmalen hat den Vorteil, daß neben einer erleichterten
Beschickung des zum rascheren Ausgefrieren des Gefriergutes dienenden Gefrierfaches
geringeren Nutzinhaltes eine deutlich günstigere Zugriffsmöglichkeit zur Kontrolle
über den Ausgefrierzustand des Gefriergutes geschaffen ist.
[0024] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines in der beigefügten
Zeichnung vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigen.
- Fig. i
- einen Haushalts-Gefrierschrank in schematischer Darstellung mit zwei thermisch voneinander
getrennten, einen unterschiedlichen Nutzinhalt aufweisenden Gefrierfächern, mit darin
angeordneten Verdampfern und einen zu deren Versorgung mit Kältemittel dienenden Kältekreis
mit einem Magnetventil in einer ersten, beide Verdampfer in Reihenschaltung mit Kältemittel
beaufschlagenden Arbeitsstellung und
- Fig. 2
- den Haushalts-Gefrierschrank gemäß Fig. 1, jedoch das Magnetventil in seiner zweiten,
lediglich dem Verdampfer im Gefrierfach geringeren Nutzinhaltes mit Kältemittel beaufschlagenden
Arbeitsstellung.
[0025] In Fig. 1 ist ein rein schematisch dargestellter Haushalts-Gefrierschrank 10 gezeigt,
in dessen wärmeisolierendem Gehäuse 11 zwei übereinander angeordnete Gefrierfächer
12 und 13 vorgesehen sind. Diese sind durch einen warmeisolierend ausgebildeten Zwischenboden
14 thermisch voneinander getrennt und weisen einen unterschiedlich großen Nutzinhalt
auf, wobei das mit dem geringeren Nutzinhalt ausgestattete Gefrierfach 12 obenliegend
angeordnet ist.
[0026] Der Haushalts-Gefrierschrank 10 ist mit einer Kälteanlage 15 ausgestattet, welche
einen zur gleichzeitigen Kühlung der beiden Gefrierfächer 12 und 13 ausgelegten Kältemittelverdichter
16 aufweist. An den Kältemittelverdichter 16 ist druckseitig ein Verflüssiger 17 angeschlossen,
welcher ausgangsseitig mit einem als Steuermittel dienden, elektrisch ansteuerbaren
3/2-Wegemagnetventil 18 verbunden ist. Das Magnetventil 18, welches durch eine elektronische
Auswerteschaltung in Abhängikeit der im Gefrierfach 13 herrschenden Temperatur angesteuert
und in zwei unterschiedliche Arbeitsstellungen I und II bringbar ist, weist an seinen
beiden Ausgängen je ein zur Druckreduzierung des vom Verflüssiger 17 zuströmenden
flüssigen Kältemittels dienende Drosselrohre 19 und 20 auf, welche spiralenartig ausgebildet
sind und welche einen identischen Durchflußwiderstand für flüssiges Kältemittel aufweisen.
Das Drosselrohr 19 ist der Zulaufseite eines als Verdampferplatine ausgebildeten,
im Gefrierfach 12 angeordneten Verdampfers 21 vorgesehen, dessen Kältemittel-Kanalanordnung
22 in Windungen auf der Verdampferplatine ausgebildet ist. Der Verdampfer 21 ist ausgangsseitig
mit der Saugseite des Kältemittelverdichters 16 verbunden und weist auf seiner dem
Drosselrohr 19 zugewandten Einlaufseite eine nahe seiner nicht dargestellten Kältemittel-Einspritzstelle
angeordnete Anschlußstelle 23 auf. Diese dient zur strömungstechnischen Anbindung
der Kältemittel-Kanalanordnung 22 des Verdampfers 21 an eine Verbindungsleitung 24,
deren Durchflußquerschnitt durch eine als elektrisch ansteuerbares Absperrventil 25
ausgebildete Absperreinrichtung absperrbar ist. Durch den kältetechnischen Anschluß
der Verbindungsleitung 24 an die Kältemittel-Kanalanordnung 22 des Verdampfers 21
ist flüssiges Kältemittel aus der Verbindungsleitung 24 nahezu über 100 % der kältetechnisch
wirksamen Verdampferfläche des Verdampfers 21 geführt, so daß eine hohe Kälteleistung
für diesen erzeugt ist. Der Verdampfer 21 ist über die Verbindungsleitung 24 mit einem
im Gefrierfach 13 angeordneten, ebenso platinenartig ausgebildeten Verdampfer 26 strömungstechnisch
verbunden. Zum Anschluß der Verbindungsleitung 24 an den Verdampfer 26 ist am auslaufseitigen
Ende seiner Kältemittel-Kanalanordnung 27 eine Anschlußstelle 28 vorgesehen, während
das einlaufseitige Ende der Kältemittel-Kanalanordnung 27 mit dem Drosselrohr 20 verbunden
ist.
[0027] In den Figuren 1 und 2 sind durch verstärkt ausgezogene Linien unterschiedliche Betriebszustände
des Haushalts-Gefrierschrankes 10 und der Kälteanlage 15 dargestellt, wobei der in
Fig. 1 gezeigte Betriebszustand den Normalbetrieb zeigt, in welchem das Magnetventil
18 in seiner Arbeitsstellung II und das Absperrventil 25 in seinem Durchlaßbetrieb
betrieben ist, so daß der Verdampfer 26 im Gefrierfach 13 dem Verdampfer 21 im Gefrierfach
12 in Reihenschaltung vorgeschaitet ist. In dieser Arbeitsstellung II des Magnetventils
18 wird der vom Kältemittelverdichter 16 erzeugte Kältemittelfluß zu seiner Druckabsenkung
auf dem verdampferspezifischen Betriebsdruck des Verdampfers 26 dem Drosselrohr 20
zugeführt, von wo es über den nicht dargestellte Einspritzstelle des Verdampfers 26
in dessen Kältemittel-Kanalanordnung 27 überströmt. Am auslaufseitigen Ende der Kältemittel-Kanalanordnung
27 tritt der Kältemittelstrom über die Anschlußstelle 28 in die Verbindungsleitung
24 ein und wird über die Anschlußstelle 23 der Kältemittel-Kanalanordnung 22 des Verdampfers
21 zugeführt, von wo es an der Ausgangsseite der Kältemittel-Kanalanordnung 22 im
gasförmigen Zustand von der Saugseite des Kältemittelverdichters 16 angesaugt ist.
Durch die Arbeitsstellung II des Magnetventils 18 sind beide Verdampfer 21 und 26
mit flüssigem Kältemittel beaufschlagt, so daß die Gefrierfächer 12 und 13 ihre bestimmungsgemäße
Betriebstemperatur erreichen.
[0028] Nachdem der Haushalts-Gefrierschrank 10 für einige Zeit in seinem beide Gefrierfächer
12 und 13 kühlenden "Normalbetrieb" betrieben worden ist, ist das flüssige Kältemittel
in etwa gleichmäßig in dem Verdampfersystem, bestehend aus dem Verdampfer 21 und dem
Verdampfer 26, verteilt. Wird nun das Magnetventil 18 durch die manuelle Betätigung
eines nicht gezeigten elektrischen Schalters zum Zwecke eines raschen Eingefriervorganges
im Gefrierfach 12 in seine Arbeitsstellung I umgeschaltet, wobei gleichzeitig mit
dem Umschaltvorgang des Magnetventils 18 das Absperrventil 25 in seinen Sperrbetrieb
übergeht, ist das im Verdampfer 26 befindliche flüssige Kältemittel aus dem Kältekreis
des Kältemittelverdichters 16 ausgekoppelt. Der Kältemittelverdichter 16, der an sich
hinsichtlich seines Fördervolumens auf die Versorgung beider Verdampfer 21 und 26
mit flüssigem Kältemittel ausgelegt ist, wird quasi stark unterfüllt betrieben. Dies
äußert sich in einer starken Herabsetzung des Verdampfungsdrucks für das Kältemittel
und somit einer wesentlichen Absenkung der Verdampfungstemperatur, welche zusätzlich
durch den geringeren Wärmeeinfall aufgrund des geringeren Nutzinhaltes des Gefrierfaches
12 günstig beeinflußt ist. Das im Kältemittel-Kreislauf verbliebene flüssige Kältemittel
wird vom Kältemittelverdichter 16 über das Magnetventil in seiner Arbeitsposition
I dem Drosselrohr 19 zugeführt, von wo es über die nicht dargestellte Einspritzstelle
des Verdampfers 21, welcher allein im Kältekreislauf mit dem Verdichter 16 liegt,
der Kältemittel-Kanalanordnugn 22 des Verdampfers 21 zugeführt ist, von wo es über
die Ausgangsseite der Kältemittel-Kanalanordnung 22 der Saugseite des Verdichters
16 zugeführt ist.
[0029] Für den Fall, daß während des Eingefriervorganges im Gefrierfach 12 die Temperatur
im Gefrierfach 13 unzulässig hoch ansteigt, wird das Magnetventil 18 durch eine die
Temperatur im Gefrierfach 13 auswertende, elektronische Auswerteschaltung (nicht gezeigt)
in seine Arbeitsstellung II umgeschaltet, wodurch der Verdampfer 26 zur Kühlung des
Gefrierfaches 13 wieder in den Kältemittelkreis eingekoppelt ist.
[0030] Nachdem die für ein rasches Durchgefrieren im Gefrierfach 12 notwendige Tiefkühltemperatur
erreicht ist, schaltet die elektronische Auswerteschaltung die beiden Steuermittel
in ihren beide Gefrierfächer 12 und 13 mit Kältemittel beaufschlagenden Betriebszustand
um.
[0031] Entgegen dem beschriebenen Ausführungsbeispiel können die Verdampfer 21 und 26 auch
als Drahtrohrverdampfer mit in verschiedenen Höhenlagen angeordneten Verdampferetageren
ausgebildet sein.
[0032] Zur Steigerung der Gefriergeschwindigkeit kann im Gefrierfach 12 zusätzlich ein die
Kühlluft darin umwälzender Ventilator vorgesehen sein, wodurch sich eine günstigere
Wärmeübertragung vom Verdampfer 21 auf das in dem Gefrierfach eingelagerte Gefriergut
ergibt. Gute Gefriergeschwindigkeiten für das Gefriergut im Gefrierfach 12 haben sich
bereits ergeben, wenn dessen Nutzinhalt kleiner oder gleich einem Fünftel des Nutzinhaltes
des Gefrierfaches 13 ist.
1. Gefriergerät mit wenigstens zwei innerhalb seines wärmeisolierenden Gehäuses angeordneten,
thermisch voneinander getrennten Gefrierfächern, von denen jedes von einem Verdampfer
gekühlt ist, welche über eine Verbindungsleitung strömungstechnisch miteinander verbunden
und welche über ein Steuermittel mit Kältemittel beaufschlagbar sind, wobei die Gefrierfächer
(12, 13) mit unterschiedlichem Nutzinhalt ausgestattet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Kühlung des Gefrierfaches (13) mit dem größeren Nutzinhalt dienende Verdampfer
(26) durch eine in der Verbindungsleitung (24) angeordnete Absperreinrichtung aus
dem Kältemittelfluß auskoppelbar ist und als Reservoir für flüssiges Kältemittel dient.
2. Gefriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Absperreinrichtung ein elektrisch ansteuerbares Absperrventil (25) dient.
3. Gefriergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Verbindungsleitung (24) angeordnete Absperrventil (25) im wesentlichen
zeitgleich mit dem Steuermittel bei dessen Ansteuerung des Verdampfers (21) im Gefrierfach
(12) geringeren Nutzinhaltes von seinem Durchlaßbetrieb in seinen Sperrbetrieb umschaltet.
4. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung an den zur Kühlung des Gefrierfaches (12) mit geringerem Nutzinhalt
dienenden Verdampfer (21) bei wenigstens 50 % von dessen kältetechnisch wirksamen
Verdampferfläche strömungstechnisch angebunden ist.
5. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankoppelung der Verbindungsleitung (24) an den zur Kühlung des Gefrierfaches
(12) geringeren Nutzinhaltes dienenden Verdampfer (21) am zulaufseitigen Abschnitt
seiner Verdampferfläche angeordnet ist.
6. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Gefrierfach (12) geringeren Nutzinhaltes ein Ventilator angeordnet ist, welcher
bei der Ansteuerung des in diesem Gefrierfach (12) befindlichen Verdampfers (21) durch
das Steuermittel in Betrieb genommen ist.
7. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß den zur Kühlung der Gefrierfächer (12, 13) dienenden Verdampfern (21, 26) in Strömungsrichtung
des vom Verdichter (16) angetriebenen Kältemittels eine zu dessen Druckreduzierung
dienende Drosseleinrichtung (19 , 20) vorgeschaltet ist, welche im wesentlichen ein
identisches Durchflußvolumen pro Zeiteinheit aufweisen.
8. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankopplung der Verbindungsleitung (24) an den zur Kühlung des Gefrierfaches (13)
größeren Nutzinhaltes dienenden Verdampfer (26) am auslaßseitigen Abschnitt seiner
Verdampferfläche angeordnet ist.
9. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Kühlung des Gefrierfaches (13) größeren Nutzinhaltes dienende Verdampfer
(26) bei seiner Ansteuerung durch das Steuermittel dem anderen Verdampfer (21) in
Reihenschaltung vorgeschaltet und mit diesem über die Verbindungsleitung (24) strömungstechnisch
verbunden ist.
10. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampfer (21, 26) zur Kühlung der Gefrierfächer (12, 13) als Drahtrohrverdampfer
mit in verschiedenen Höhenlagen angeordneten Verdampferetageren ausgebildet sind.
11. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampfer (21, 26) zur Kühlung der Gefrierfächer (12, 13) als Verdampferplatinen
ausgebildet sind.
12. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefrierfach (12) mit dem geringeren Nutzinhalt im Gehäuse (11) des Gefriergerätes
(10) über dem Gefrierfach (13) mit dem größeren Nutzinhalt angeordnet ist.
1. Refrigerating appliance with at least two freezing compartments, which are arranged
within the thermally insulating housing thereof and thermally separated from one another
and each of which is cooled by an evaporator, the evaporators being interconnected
in terms of flow by way of a connecting duct and being chargeable with refrigerant
by way of a control means, wherein the freezing compartments (12, 13) are furnished
with a different useful volume, characterised in that the evaporator (26) serving for cooling the freezing compartment (13) with the greater
useful volume can be decoupled from the refrigerant flow by a blocking device arranged
in the connecting duct (24) and serves as a reservoir for liquid refrigerant.
2. Refrigerating appliance according to claim 1, characterised in that an electrically controllable blocking valve (25) serves as blocking device.
3. Refrigerating appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the blocking valve (25) arranged in the connecting duct (24) is switched over from
its conducting operation to its blocking operation substantially simultaneously by
the control means when it controls the evaporator (21) in the freezing compartment
(21) of smaller useful volume.
4. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 3, characterised in that the connecting duct is connected in terms of flow with the evaporator (21), which
serves for cooling the freezing compartment (12) with smaller useful volume, when
at least 50% of the evaporator area thereof is effective in terms of refrigeration.
5. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 4, characterised in that the coupling of the connecting duct (24) to the evaporator (21) serving for cooling
the freezing compartment (12) of smaller useful volume is arranged at the inflow-side
section of its evaporator area.
6. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 5, characterised in that a fan, which is placed in operation by the control means in the case of control of
the evaporator (21) disposed in the freezing compartment (12) of smaller useful volume,
is arranged in this freezing compartment (12).
7. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 6, characterised in that connected upstream of the evaporators (21, 26), which serve for cooling the freezing
compartments (12, 13), in flow direction of the refrigerant driven by the compressor
(16) is a respective throttle device (19, 20) serving for pressure reduction thereof,
the throttle devices having a substantially identical throughflow volume per unit
of time.
8. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 7, characterised in that the coupling of the connecting duct (24) to the evaporator (26) serving for cooling
of the freezing compartment (13) of greater useful volume is arranged at the outlet-side
section of its evaporator area.
9. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 8, characterised in that the evaporator (26), which serves for cooling the freezing compartment (13) of greater
useful volume, is connected, in the case of control thereof by the control means,
in series upstream of the other evaporator (21) and is connected therewith in terms
of flow by way of the connecting duct (24).
10. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 9, characterised in that the evaporators (21, 26) for cooling the freezing compartments (12, 13) are constructed
as wire tube evaporators with evaporator levels arranged at different positions in
height.
11. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 9, characterised in that the evaporators (21, 26) for cooling the freezing compartments (12, 13) are constructed
as evaporator plates.
12. Refrigerating appliance according to one of claims 1 to 11, characterised in that the freezing compartment (12) with the smaller useful volume is arranged in the housing
(11) of the refrigerating appliance (10) above the freezing compartment (13) with
the larger useful volume.
1. Appareil de congélation comprenant au moins deux compartiments de congélation séparés
thermiquement l'un de l'autre et placés à l'intérieur de sa carcasse thermo-isolante,
chacun étant refroidi par un évaporateur, les évaporateurs étant, pour ce qui est
de l'écoulement, reliés par l'intermédiaire d'une conduite de liaison et pouvant être
alimentés en frigorigène par l'intermédiaire d'un moyen de commande, les compartiments
de congélation (12, 13) ayant une capacité utile différente, caractérisé en ce que l'évaporateur (26) servant à refroidir le compartiment de congélation (13) de capacité
utile supérieure peut être découplé du flux de frigorigène par un dispositif de blocage
placé dans la conduite de liaison (24) et sert de réservoir de frigorigène liquide.
2. Appareil de congélation selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un clapet anti-retour (25) commandable électriquement sert de dispositif de blocage.
3. Appareil de congélation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le clapet anti-retour (25) placé dans la conduite de liaison (24) passe de son mode
ouvert à son mode fermé sensiblement en même temps que le moyen de commande commande
l'évaporateur (21) du compartiment de congélation (12) de capacité utile moindre.
4. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, pour ce qui est de i'écoulement, la conduite de liaison est reliée à l'évaporateur
(21) servant à refroidir le compartiment de congélation (12) de capacité utile moindre
sur au moins 50 % de la surface frigorifiquement efficace de l'évaporateur.
5. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le couplage de la conduite de liaison (24) à l'évaporateur (21) servant à refroidir
le compartiment de congélation (12) de capacité utile moindre se trouve au niveau
de la partie de la surface de l'évaporateur située du côté entrée.
6. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que dans le compartiment de congélation (12) de capacité utile moindre est placé un ventilateur,
lequel est mis en service lors de la commande de l'évaporateur (21) qui se trouve
dans ledit compartiment de congélation (12), par le moyen de commande.
7. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'en amont des évaporateurs (21, 26) servant à refroidir les compartiments de congélation
(12, 13) et dans le sens de l'écoulement du frigorigène propulsé par le compresseur
(16) est monté un dispositif d'étranglement (19, 20) servant à en réduire la pression
et dont le volume écoulé par unité de temps est sensiblement identique.
8. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le couplage de la conduite de liaison (24) à l'évaporateur (26) servant à refroidir
le compartiment de congélation (13) de capacité utile supérieure se trouve au niveau
de la partie de la surface de l'évaporateur située du côté sortie.
9. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'évaporateur (26) servant à refroidir le compartiment de congélation (13) de capacité
utile supérieure est monté en série en amont de l'autre évaporateur (21) lors de sa
commande par le moyen de commande et qu'il est relié à celui-ci par l'intermédiaire
de la conduite de liaison (24), pour ce qui est de l'écoulement.
10. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les évaporateurs (21, 26) servant à refroidir les compartiments de congélation (12,
13) sont réalisés sous la forme d'évaporateurs tubulaires avec des étagères d'évaporateur
placées à différentes hauteurs.
11. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les évaporateurs (21, 26) servant à refroidir les compartiments de congélation (12,
13) sont réalisés sous la forme de plaques d'évaporateur.
12. Appareil de congélation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le compartiment de congélation (12) de capacité utile moindre est placé au-dessus
du compartiment de congélation (13) de capacité utile supérieure dans la carcasse
(11) de l'appareil de congélation (10).
