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EP 0 789 210 A1 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
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13.08.1997 Patentblatt 1997/33 |
(22) |
Anmeldetag: 18.10.1996 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
23.10.1995 AT 1751/95
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Anmelder: Ebner, Peter Helmut, Dipl.-Ing. |
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4060 Leonding (AT) |
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Erfinder: |
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- Ebner, Peter Helmut, Dipl.-Ing.
4060 Leonding (AT)
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Vertreter: Hübscher, Helmut, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher
Dipl.-Ing. Helmut Hübscher
Dipl.-Ing. Heiner Hübscher
Spittelwiese 7 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Kühlanlage für auf einer Transporteinrichtung kontinuierlich bewegtes Glühgut |
(57) Eine Kühlanlage für auf einer Transporteinrichtung (5) bewegtes Glühgut (4) in Form
von Platten, Bändern oder Schüttgut besteht aus mehreren Zonen (1, 2, 3), in denen
das Glühgut (4) an seiner Unter- und/oder Oberseite mit aus Düsen von durch Verdichtergebläse
(7, 8, 8a, 11) gespeisten Düsenbalken (10, 10a, 10b) austretenden Prallstrahlen eines
Kühlmediums aus Luft oder Gas behandelt wird. Um die erforderliche Menge an Kühlmedium
zu verringern und den technischen Aufwand zu vermindern, ist nur die letzte, für das
Glühgut (4) austrittsseitige Anlagenzone (3) an die Zufuhr (7) des unter Druck stehenden
frischen Kühlmediums angeschlossen. In dieser Anlagenzone (3) ist ein Sammelventilator
(8, 11) vorgesehen, der das Kühlmedium nach Bildung der Prallstrahlen in einen Verteilerkasten
(9) drückt. An den Verteilerkasten (9, 12) sind die Düsenbalken (10) der vorletzten
Anlagenzone (2) angeschlossen. Diese besitzt ebenfalls einen Sammelventilator (11)
mit Verteilerkasten (12) für die ihr vorgeordnete Anlagenzone (1). Diese Anordnung
bzw. Einrichtung wiederholt sich bis zur ersten, für das Glühgut (4) eintrittsseitigen
Anlagenzone (1), deren Sammelventilator (13) erst ins Freie mündet.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlanlage für auf einer Transporteinrichtung
kontinuierlich bewegtes Glühgut in Form von Platten, Bändern oder Schüttgut, wobei
die Kühlanlage aus mehreren Zonen besteht, in denen das Glühgut an seiner Unter- und/oder
Oberseite mit aus Düsen von durch Verdichtergebläse gespeisten Düsenbalken austretenden
Kühlmedium-Prallstrahlen aus Luft oder Gas behandelt wird.
[0002] Prallstrahlen haben ein sehr hohes Wärmeübertragungsvermögen, wobei Gas als Schutzgas
dann verwendet wird, wenn eine unerwünschte Oxidation vermieden werden soll. Bisher
weist jede der hintereinander angeordneten Anlagezonen für die Bildung der Prallstrahlen
ein eigenes Verdichtungsgebläse auf, ebenso wie je ein eigenes Absauggebläse ins Freie
vorgesehen ist. Beispielsweise werden zum Abkühlen von Leichtmetallplatten in drei
Anlagezonen etwa je 15 000 m
3/h Luft mit einer Temperatur von etwa 30 °C zugeführt, wobei die Luft durch den Wärmetausch
mit dem Glühgut um etwa 10 - 15 °C erwärmt und dann ins Freie abgeführt wird. Da also
jede Anlagenzone mit Frischluft versorgt werden muß, ergibt sich ein verhältnismäßig
hoher Kühlmediumverbrauch, wobei auch der vorrichtungsmäßige Aufwand entsprechend
hoch ist.
[0003] Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und die
eingangs geschilderte Kühlanlage so zu verbessern, daß eine wesentlich verminderte
Zufuhr von frischem Kühlmedium erforderlich ist und sich auch der technische Aufwand
verringert.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß nur die letzte, für das Glühgut
austrittsseitige Anlagenzone an die Zufuhr des unter Druck stehenden frischen Kühlmediums
angeschlossen und für das Kühlmedium nach Bildung der Prallstrahlen ein Sammelventilator
vorgesehen ist, der das Kühlmedium in einen Verteilerkasten drückt, an den die Düsenbalken
der vorletzten Anlagenzone angeschlossen sind, die ebenfalls einen Sammelventilator
mit Verteilerkasten für die ihr vorgeordnete Anlagenzone besitzt, wobei sich diese
Anordnung bzw. Einrichtung bis zur ersten für das Glühgut eintrittsseitigen Anlagenzone
wiederholt, deren Sammelventilator erst ins Freie mündet.
[0005] Da also nur die letzte, für das Glühgut austrittsseitige Anlagenzone mit frischem
Kühlmedium zu versorgen ist, das bis zur ersten Anlagenzone unter entsprechendem jeweiligem
Energieaustausch durchgedrückt wird, ergibt sich die gewünschte beträchtliche Verringerung
der erforderlichen Glühgutmenge, wobei sich in jeder Anlagenzone die Temperatur des
Kühlmittels um etwa 10 - 15 °C erhöht, ohne daß der gesamte Kühleffekt vermindert
wird. Da die Absaugventilatoren je nach der Anzahl der Anlagenzonen zugleich die Kühlmittelspeisung
der jeweils vorgeordneten Anlagenzone bilden, wird auch eine entsprechende Verminderung
des gesamten technischen Aufwandes erzielt.
[0006] Handelt es sich um eine Kühlanlage, bei der das Glühgut an seiner Ober- und Unterseite
gekühlt wird und in der betreffenden Anlagenzone untere und obere Düsenbalken vorgesehen
sind, ist erfindungsgemäß jeweils der untere Düsenbalken mit dem Verteilerkasten aus
der in Transportrichtung des Glühgutes folgenden Anlagenzone bzw. mit der Zufuhr für
das frische Kühlmedium verbunden und es ist ein zusätzlicher Sammelventilator vorgesehen,
der das aus dem unteren Düsenbalken stammende Kühlmedium in den oberen Düsenbalken
drückt. Selbstverständlich muß dann für die ganze Anlagenzone noch ein Absaugventilator
zur Förderung des Kühlmediums durch den Verteilerkasten unter Druck in die vorgeordnete
Anlagenzone vorgesehen sein.
[0007] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch dargestellt,
und zwar zeigen
- Fig. 1
- eine Kühlanlage mit drei Anlagenzonen in Draufsicht und
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt durch die mittlere Anlagenzone in größerem Maßstab.
[0008] Gemäß Fig. 1 besteht die Kühlanlage aus drei Zonen 1, 2, 3, durch die das Kühlgut
4 in Plattenform auf einer aus Antriebsrollen 5 bestehenden Transporteinrichtung (Fig.
2) kontinuierlich im Sinne der Pfeile 6 bewegt wird. Als Kühlmedium dient Kaltluft,
die über einen Ventilator 7 in die letzte, also für das Glühgut 4 austrittsseitige
Anlagenzone 3 drückt. Diese ist mit einem Sammelventilator 8 versehen, der das Kühlmedium
in einen Verteilerkasten 9 drückt, an den Düsenbalken 10 zur Bildung von auf das Glühgut
4 wirkenden Prallstrahlen angeschlossen sind. Die Anlagenzone 2 weist ebenfalls einen
Sammelventilator 11 mit Verteilerkasten 12 für die eintrittsseitige erste Anlagenzone
1 auf, von der erst ein Sammelventilator 13 ins Freie führt.
[0009] Gemäß Fig. 2 handelt es sich um eine Kühlanlage, bei der das Glühgut 4 auf den Antriebswalzen
5 an seiner Unter- und Oberseite gekühlt wird. Das Kühlmedium kommt aus einem Verteiler
9a der in Transportrichtung nachgeordneten Anlagenzone in einen unteren Düsenbalken
10a und wird von einem zusätzlichen Sammelventilator 8a über einen Verteilerkasten
9a dem oberen Düsenbalken 10b zugeleitet. Beide Düsenbalken 10a, 10b sind selbstverständlich
mit Pralldüsen versehen. Das vom Düsenbalken 10b austretende Kühlmedium wird nach
seiner Prallwirkung über einen Ansaugventilator 8 und den Verteilerkasten 9 der vorgeordneten
Anlagenzone zugeführt.
1. Kühlanlage für auf einer Transporteinrichtung (5) kontinuierlich bewegtes Glühgut
(4) in Form von Platten, Bändern oder Schüttgut, wobei die Kühlanlage aus mehreren
Zonen (1, 2, 3) besteht, in denen das Glühgut (4) an seiner Unter- und/oder Oberseite
mit aus Düsen von durch Gebläse (7, 8, 8a, 11) gespeisten Düsenbalken (10, 10a, 10b)
austretenden Kühlmedium-Prallstrahlen aus Luft oder Gas behandelt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß nur die letzte, für das Glühgut (4) austrittsseitige Anlagenzone (3) an die Zufuhr
(7) des unter Druck stehenden frischen Kühlmediums angeschlossen und für das Kühlmedium
nach Bildung der Prallstrahlen ein Sammelventilator (8, 8a, 10) vorgesehen ist, der
das Kühlmedium in einen Verteilerkasten (9, 9a, 12) drückt, an den die Düsenbalken
(10, 10a, 10b) angeschlossen sind, die ebenfalls einen Sammelventilator (8, 1 1) mit
Verteiler (9) für die ihr vorgeordnete Anlagenzone (2, 1) besitzt, wobei sich diese
Anordnung bzw. Einrichtung bis zur ersten, für das Glühgut eintrittsseitige Anlagenzone
(1) wiederholt, deren Sammelventilator (13) erst ins Freie mündet.
2. Kühlanlage nach Anspruch 1, bei der den Anlagenzonen sowohl untere als auch obere
Düsenbalken vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils der untere Düsenbalken
(10a) mit dem Verteilerkasten (9a) aus der in Transportrichtung folgenden Anlagenzone
bzw. mit der Zufuhr (7) für das frische Kühlmedium verbunden und ein zusätzlicher
Sammelventilator (8a) vorgesehen ist, der das aus dem unteren Düsenbalken (10a) stammende
Kühlmedium in den oberen Düsenbalken (10b) drückt.
