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(11) |
EP 0 789 368 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.05.2000 Patentblatt 2000/20 |
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Anmeldetag: 27.01.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01F 6/06 |
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Anlage der Supraleitungstechnik mit einer indirekt zu kühlenden supraleitenden Einrichtung
und einer Stromzuführungsvorrichtung
Superconducting installation with a superconducting device to be cooled indirectly
and with a current supply system
Installation supraconductrice avec un dispositif supraconducteur à refroidir indirectement
et un système d'amenée de courant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
09.02.1996 DE 19604805
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.08.1997 Patentblatt 1997/33 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Steinmeyer, Florian, Dr.
91074 Herzogenaurach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 427 601 US-A- 5 302 928
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US-A- 3 644 803 US-A- 5 317 296
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 065 (E-388), 14.März 1986 & JP 60 216592 A
(TOSHIBA KK), 30.Oktober 1985,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage der Supraleitungstechnik mit
a) einer supraleitenden Einrichtung, die sich in einem evakuierbaren Innenraum eines
Vakuumgehäuses befindet,
b) eine die supraleitende Einrichtung indirekt kühlende Kältemaschine, die in den
Innenraum des Vakuumgehäuses hineinragt und mit ihrem tieftemperaturseitigen Ende
gut wärmeleitend mit der supraleitenden Einrichtung verbunden ist,
sowie
c) einer zwischen Raumtemperatur und Tieftemperatur verlaufenden Stromzuführungsvorrichtung
zur elektrischen Verbindung der supraleitenden Einrichtung mit einer externen Stromversorgungseinrichtung.
Eine entsprechende Anlage geht aus der US 5 317 296 A hervor.
[0002] Eine indirekte Kühlung von supraleitenden Einrichtungen erlaubt den Bau verhältnismäßig
kleinvolumiger, kältemittelfreier Kryostate ohne Kühlmittelbehälter und macht zudem
den Anwender unabhängig vom Nachschub einer Kryoflüssigkeit. Die erforderliche Kälteleistung
läßt sich von einer im allgemeinen mehrstufig ausgebildeten Kältemaschine aufbringen,
z.B. von einem Kryokühler, der häufig nach dem sogenannten Gifford-McMahon-Prinzip
arbeitet. Bei einem entsprechenden Kryokühler können eine erste Stufe bei ca. 60 K
mit typischerweise 30 W und eine zweite Stufe bei 10 K mit 1 W thermischer Leistung
belastet werden. Ein besonderes Kältemittelreservoir steht dabei nicht zur Verfügung.
Die kalte thermische Masse des Kryostaten wird im wesentlichen von der zu kühlenden
supraleitenden Einrichtung gebildet, deren Wärmekapazität nur dann einen Puffer gegen
zeitweise erhöhte Wärmeverluste bildet, wenn man eine Verminderung des kritischen
Magnetfeldes des verwendeten Supraleitermaterials in Kauf nimmt. Eine solche indirekte
Kühlung läßt sich vorteilhaft insbesondere für supraleitende Magneteinrichtungen vorsehen,
wie sie insbesondere auf dem Gebiet der medizinischen Diagnostik zur Kernspintomographie
(auch als "Nuclear Magnetic Resonance" oder "Magnetic Resonance Imaging" bezeichnet)
eingesetzt werden. Eine entsprechende Kühltechnik kann jedoch auch für andere supraleitende
Einrichtungen vorgesehen werden.
[0003] Für eine Stromeinspeisung in eine supraleitende Einrichtung mit ihren tiefgekühlten
Supraleitern werden Stromzuführungsvorrichtungen benötigt, über die ein elektrischer
Strom diesen Leitern von einer auf einem höheren Temperaturniveau, beispielsweise
auf Raumtemperatur, befindlichen Stromversorgungseinheit zugeführt wird. Die Stromzuführungsvorrichtung
weist deshalb elektrische Leiterteile, die zwischen einem Raumtemperatur-Bereich und
den von der Kältemaschine auf einer Tieftemperatur unterhalb der Sprungtemperatur
des supraleitenden Materials gehaltenen Supraleitern der supraleitenden Einrichtung
verlaufen. Über diese auch thermisch gut leitenden Leiterteile der Stromzuführungsvorrichtung
ist eine erhebliche Wärmeeinleitung in den Tieftemperaturbereich möglich. Die entsprechenden
Wärmelecks machen einen wesentlichen Anteil der von der Kältemaschine aufzubringenden
Kälteleistung erforderlich. So belasten z.B. herkömmliche Stromzuführungsvorrichtungen
mit optimierten metallischen Leitern für einen Arbeitsstrom von 200 A, wie er typisch
für Magneteinrichtungen der Kernspintomographie ist, allein durch Wärmeeinleitung
ohne die noch hinzukommenden Joule'schen Verluste die erste Stufe eines bekannten
zweistufigen Kryokühlers mit ca. 8 W, während die zweite Stufe noch mit 0,9 W belastet
wird. Das Wärmeleck dieser zweiten Stufe kann noch um eine Größenordnung gesenkt werden,
wenn in an sich bekannter Weise z.B. gemäß der eingangs genannten US-A-Schrift die
Stromzuführungsvorrichtung mindestens zwei Leitungsabschnitte besitzt, wobei der tieftemperaturseitige
Abschnitt Teile aus einem metalloxidischen Supraleitermaterial mit einer hohen Sprungtemperatur,
sogenanntes HTS-Material aufweist.
[0004] Da eine entsprechende Stromzuführungsvorrichtung während der Abkühlphase einer supraleitenden
Einrichtung nicht erforderlich ist, kann ein elektrischer Trennschalter vorgesehen
werden, der im geöffneten Zustand eine Wärmeeinleitung in den Tieftemperaturbereich
während der entsprechenden Abkühlphase zu vermindern gestattet. Ein derartiger Trennschalter
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine supraleitende Magneteinrichtung im Betriebsfalle
mittels eines Dauerstromschalters kurzgeschlossen werden kann. Dann läßt sich nämlich
auch die Wärmeeinleitung über die Stromzuführungsvorrichtung während dieser Betriebsphase
entsprechend vermindern.
[0005] Bei der aus der eingangs genannten US-A-Schrift zu entnehmenden Stromzuführungsvorrichtung
liegt ein mit Leitungsabschnitten einer Stromzuführungsvorrichtung permanent verbundenes
Kontaktstück eines thermischen Trennschalters im evakuierten Innenraum des Vakuumgehäuses
eines Kryostaten zwischen einem raumtemperaturseitigen Leitungsabschnitt und einem
tieftemperaturseitigen Leitungsabschnitt. Dieses thermische Kontaktstück kann auf
ein Zwischentemperaturniveau gelegt werden, das von der ersten Kältestufe einer Kältemaschine
auf etwa 60 K gehalten wird. Damit werden auch im geöffneten Zustand dieses Trennschalters
noch erhebliche Wärmemengen über den raumtemperaturseitigen Leitungsabschnitt der
Stromzuführungsvorrichtung in den Innenraum des Vakuumgehäuses eingeleitet, so daß
eine entsprechende Kälteleistung zur Abführung dieser Wärmemengen erforderlich ist.
[0006] Aus der US 3 644 803 geht eine Stromzuführungsvorrichtung für eine tiefzukühlende
Einrichtung, insbesondere einen Feldeffekttransistor hervor. Die Stromzuführungsvorrichtung
enthält dabei einen raumtemperaturseitigen, plattenförmigen Leitungsabschnitt, der
in einen Vakuumraum hineinragt. Ein weiterer plattenförmiger, tieftemperaturseitiger
Leitungsabschnitt dieser Stromzuführungsvorrichtung soll von diesem Vakummraum aus
in einen von ihm umschlossenen Tieftemperaturbereich mit dem Feldeffekttransistor
führen. Zwischen den beiden plattenförmigen Leitungsabschnitten ist im Bereich des
Vakuumraums eine permanente galvanische Trennung vorgesehen, wobei diese beiden Abschnitte
einen Vakuumkondensator bilden sollen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Anlage der Supraleitungstechnik mit
den eingangs genannten Merkmalen dahingehend auszugestalten, daß die Wärmeeinleitung
in den Innenraum des Vakuumgehäuses weiter vermindert ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stromzuführungsvorrichtung
einen elektrischen Trennschalter in dem Innenraum des Vakuumgehäuses aufweist, der
sich mit seinen aneinanderfügbaren Kontaktstücken im Bereich des raumtemperaturseitigen
Endes der Stromzuführungsvorrichtung befindet.
[0009] Mit dieser Ausgestaltung der Stromzuführung der erfindungsgemäßen Anlage der Supraleitungstechnik
ergeben sich die folgenden Vorteile:
- Der Trennschalter muß weder elektrisch noch thermisch optimiert sein: Bei einer richtig
dimensionierten Stromzuführungsvorrichtung muß praktisch keine Wärmeleistung über
den Schaltkontakt transportiert werden; ohmsche Verluste an den Kontaktwiderständen
fallen bei Raumtemperatur an und belasten damit die Kältemaschine praktisch nicht.
- Der Schaltvorgang kann im Warmen stattfinden. Der Schaltkontakt ist deshalb einfacher,
zuverlässiger und verschleißarmer zu realisieren als ein auf einem Zwischentemperaturniveau
von beispielsweise 60 K befindlicher Schaltkontakt.
- Es können herkömmliche, kommerziell vertriebene Trennschalter zum Einsatz kommen.
- Der abgetrennte Leitungsabschnitt der Stromzuführungsvorrichtung wird kalt im Gegensatz
zu der bekannten Ausführungsform. Dadurch ergibt sich beim Einschalten des Trennschalters
ein kleinerer "Wärmeschock" auf die Kältemaschine und das Kryosystem, wodurch bei
verhältnismäßig knappen Kühlmittelreserven die supraleitende Einrichtung thermisch
weniger belastet wird.
- Der Schaltmechanismus des Trennschalters erfordert keine besondere, sich in den kalten
Bereich erstreckende Mechanik, die im geschlossenen Zustand des Schalters dauerhaft
unter Last steht. Das damit verbundene Wärmeleck ist deshalb entsprechend verringert.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn als supraleitende Einrichtung eine Magneteinrichtung
vorgesehen ist, welche insbesondere im supraleitenden Betriebszustand kurzgeschlossen
ist. Dann läßt sich auch in diesem Betriebszustand eine Wärmezufuhr in den Tieftemperaturbereich
weitgehend unterbinden.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anlage gehen aus den übrigen
Unteransprüchen hervor.
[0012] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird nachfolgend auf die Zeichnung Bezug genommen,
in deren Figur schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anlage
der Supraleitungstechnik veranschaulicht ist.
[0013] Die in der Figur im Schnitt angedeutete, allgemein mit 2 bezeichnete, erfindungsgemäße
Anlage der Supraleitungstechnik enthält ein Vakuumgehäuse- oder Gefäß 3, in dessen
evakuiertem Innenraum 4 sich eine zu kühlende supraleitende Einrichtung 5 befindet.
Prinzipiell kann als supraleitende Einrichtung jede Apparatur der Supraleitungstechnik
vorgesehen sein, die zu kühlendes supraleitendes Material aufweist. Bei ihrem supraleitenden
Material kann es sich um sogenanntes "klassisches" (metallisches) Supraleitermaterial
mit Sprungtemperaturen unter 20 K oder um oxidkeramisches Supraleitermaterial mit
vergleichsweise höheren Sprungtemperaturen, beispielsweise über 77 K, handeln. Beispiele
entsprechender supraleitender Einrichtungen sind elektrische oder magnetische Apparaturen
oder Einrichtungen zu einer Kurzschlußstrombegrenzung, zu einem Stromtransport oder
zu einer Spannungstransformation. Bei einer entsprechenden Magneteinrichtung kann
es sich insbesondere um mindestens eine supraleitende Spule einer Diagnostikanlage
zur Kernspintomographie handeln. Eine derartige Magneteinrichtung ist nachfolgend
für das Ausführungsbeispiel zugrundegelegt. Die Magneteinrichtung 5 kann vorzugsweise
im supraleitenden Betriebszustand in an sich bekannter Weise mittels eines Dauerstromschalters
(vgl. z.B. DE 27 07 589 C) kurzgeschlossen sein.
[0014] Die Magneteinrichtung 5 wird indirekt von einer Kältemaschine 6 gekühlt. Bei dieser
Kühlungsart erfolgt im Gegensatz zu einer Badkühlung oder einer forcierten Kühlung
kein direkter Wärmeaustausch zwischen einem Kühlmittel und den supraleitenden Teilen
der Magneteinrichtung. Die gezeigte Kältemaschine 6 kann mehrere Kältestufen, beispielsweise
zwei Kältestufen 7 und 8 aufweisen. Vorteilhaft handelt es sich bei der Kältemaschine
6 um einen sogenannten Kryokühler vom Gifford-McMahon-Typ. Ebenso sind auch andere,
ein- oder mehrstufige Kältemaschinentypen einsetzbar. Die Kältemaschine 6 setzt sich
aus einem in einem Raumtemperaturbereich RT befindlichen, somit raumtemperaturseitigen
Maschinenabschnitt 6a und einem die beiden Kältestufen 7 und 8 umfassenden, sich bis
in einem Tieftemperaturbereich TT erstreckenden, somit tieftemperaturseitigen Maschinenabschnitt
6b zusammen. Der tieftemperaturseitige Abschnitt 6b ragt dabei vakuumdicht durch eine
Öffnung 10 des Vakuumgehäuses 3 in dessen auf einen Restdruck p eines Isoliervakuums
evakuierten Innenraum 4 hinein. An dem tieftemperaturseitigen Ende der zweiten Kältestufe
8 ist der Abschnitt 6b thermisch an die zu kühlende Magneteinrichtung 5 angekoppelt.
[0015] Die Anlage 2 umfaßt ferner eine erfindungsgemäß gestaltete, allgemein mit 12 bezeichnete
Stromzuführungsvorrichtung. Nicht näher ausgeführte Teile dieser Vorrichtung sind
an sich bekannt, so daß auf ihre Darstellung verzichtet werden kann. Die Vorrichtung
12 weist im evakuierten Innenraum 4 des Vakuumgehäuses 3 vorteilhaft einen raumtemperaturseitigen
Leitungsabschnitt 12a und einen tieftemperaturseitigen Leitungsabschnitt 12b auf.
Selbstverständlich kann noch eine Unterteilung der Stromzuführung in weitere Leitungsabschnitte
vorgesehen sein. Ein Verbindungsglied (13) zur elektrischen Verbindung dieser beiden
Leitungsabschnitte kann vorteilhaft thermisch an die beispielsweise auf etwa 60 K
befindliche erste Kältestufe 7 der Kältemaschine 6 angekoppelt sein. Zu einer galvanischen
Trennung dieses Verbindungsgliedes 13 gegenüber dem elektrischen Potential der Kältestufe
7 ist zwischen diesen Teile eine elektrische Isolation 14 vorgesehen, welche einen
Wärmeaustausch zumindest weitgehend zuläßt.
[0016] Der tieftemperaturseitige Leitungsabschnitt 12b der Stromzuführungsvorrichtung 12
kann im Falle, daß die Magneteinrichtung klassisches Supraleitermaterial besitzt,
das auf einer Temperatur unterhalb von 20 K zu halten ist, vorteilhaft Teile aus einem
metalloxidischen Supraleitermaterial aufweisen, dessen Sprungtemperatur insbesondere
bei mindestens 77 K oder höher liegt. Entsprechende HTS-Materialien sind beispielsweise
spezielle Bi- oder Y-Cuprate.
[0017] Der raumtemperaturseitige Leitungsabschnitt 12a der Stromzuführungsvorrichtung 12,
der zweckmäßig hinsichtlich der thermischen Verluste in an sich bekannter Weise optimiert
ist, ist durch eine Öffnung 15 eines Strahlungsschildes 16 hindurchgeführt, der thermisch
mit der ersten Kältestufe 7 der Kältemaschine 6 verbunden ist. Dieser Leitungsabschnitt
endet im Raum zwischen dem Strahlungsschild und der auf Raumtemperatur befindlichen
Wand des Vakuumgehäuses 3 in einem ersten Kontaktstück 17a eines Trennschalters 17.
Bei dem in der Figur im geöffneten Zustand gezeigten Trennschalter kann es sich um
eine gebräuchliche Ausführungsform eines Schalters handeln. Der Schalter kann beispielsweise
flache Kontaktstükke aufweisen, die z.B. unter Anwendung einer Federkraft aneinanderfügbar
sind und von denen ein Kontaktstück ortsfest und das andere Kontaktstück beweglich
ausgebildet ist. Vorteilhaft kann dabei das bewegliche Kontaktstück auf der immer
wärmeren, nach außen führenden Seite der Stromzuführungsvorrichtung angeordnet sein.
Dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Trennschalter 17 mit Steckkontakten zugrundegelegt.
Sein erstes Kontaktstück 17a ist deshalb als Kontaktstift gestaltet, auf den zum Schließen
des Trennschalters ein zweites Kontaktstück 17b in Form einer Kontaktbuchse oder eines
Kontaktschuhs aufgesteckt wird. Beispielsweise ist das erste Kontaktstück ortsfest
und isoliert über eine Halterung 18 an der Wand des Vakuumgehäuses 3 befestigt, wobei
es sich innerhalb des Vakuumgehäuses befinden kann. Das zweite Kontaktstück 17b ist
dann beweglich ausgeführt, wobei die Bewegungsrichtungen durch einen Doppelpfeil b
angedeutet sind. Das zweite Kontaktstück erstreckt sich durch eine Öffnung 19 des
Vakuumgehäuses 3. Zur Abdichtung des Vakuumgehäuses an dieser Öffnung ist ein Dehnungsbalg
20 vorgesehen, der an seinem der Öffnung 19 gegenüberliegenden Ende mit einem Deckelteil
21 abgeschlossen ist. Durch diesen Deckelteil ist ein mit dem zweiten Kontaktstück
17b verbundener Anschlußteil 12c der Stromzuführungsvorrichtung hindurchgeführt. Zur
galvanischen Trennung des zweiten Kontaktstückes und des Anschlußteils gegenüber dem
Potential des Vakuumgehäuses ist beispielsweise der Deckelteil 21 oder der Balg 20
zumindest teilweise isolierend ausgeführt. Mit dem Anschlußteil 12c ist eine in der
Figur nicht näher ausgeführte externe Stromversorgungseinrichtung 22 verbunden.
[0018] Das Öffnen des Trennschalters 17 findet zwangsläufig im warmen Zustand statt. Bei
seinem Schließen kann gegebenenfalls sein kälteres, mit dem Leitungsabschnitt 12a
verbundenes Kontaktstück 17a mittels einer besonderen Heizvorrichtung erwärmt werden,
um so bereits vor der Berührung mit dem wärmeren Kontaktstück 17b auf dessen Temperaturniveau
zumindest annähernd angehoben zu werden.
[0019] Selbstverständlich sind statt des in der Figur gezeigten Trennschalters 17 auch andere
bekannte Ausführungsformen von Schaltern einsetzbar. Dies ist insbesondere dadurch
ermöglicht, daß eine elektrische Trennung der Stromleitungen praktisch bei Raumtemperatur
erfolgt, also oberhalb der sich durch die kälteren Bereiche des Vakuumraumes 4 erstreckenden
Leitungsabschnitte der Stromzuführung. Dadurch läßt sich nicht nur die Abkühlzeit
verkürzen; sondern es läßt sich auch der Betriebsstrom der supraleitenden Einrichtung
aufgrund einer niedrigeren Endtemperatur erhöhen bzw. eine höhere Sicherheitsmarge
erreichen. Dies ist im Hinblick auf eine im Laufe einer längeren Betriebszeit einer
Kältemaschine nachlassende Kälteleistung ein besonders wichtiger Punkt. Darüber hinaus
kann bei Systemen mit zwei Kältemaschinen im Reparaturfall ein Gerät abgeschaltet
und ausgebaut werden, ohne daß der Betrieb unterbrochen werden muß.
1. Anlage (2) der Supraleitungstechnik mit
a) einer supraleitenden Einrichtung (5), die sich in einem evakuierbaren Innenraum
(4) eines Vakuumgehäuses (3) befindet,
b) einer die supraleitende Einrichtung (5) indirekt kühlenden Kältemaschine (6), die
in den Innenraum (4) des Vakuumgehäuses (3) hineinragt und mit ihrem tieftemperaturseitigen
Ende (8) gut wärmeleitend mit der supraleitenden Einrichtung (5) verbunden ist,
sowie
c) einer zwischen Raumtemperatur (RT) und Tieftemperatur (TT) verlaufenden Stromzuführungsvorrichtung
(12) zur elektrischen Verbindung der supraleitenden Einrichtung (5) mit einer externen
Stromversorgungseinrichtung (22),
dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführungsvorrichtung (12) einen elektrischen Trennschalter (17) in
dem Innenraum (4) des Vakuumgehäuses (3) aufweist, der sich mit seinen aneinanderfügbaren
Kontaktstükken (17a, 17b) im Bereich des raumtemperaturseitigen Endes der Stromzuführungsvorrichtung
(12) befindet.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die supraleitende Einrichtung (5) zu einer Magnetfelderzeugung oder zu einer
Kurzschlußstrombegrenzung oder zu einer Spannungstransformation oder zu einer Stromübertragung
vorgesehen ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die supraleitende Einrichtung eine Magneteinrichtung (5) ist, die im supraleitenden
Betriebszustand kurzgeschlossen ist.
4. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ihre supraleitende Magneteinrichtung (5) Teil eines Gerätesystems zur Kernspintomographie
ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Kontaktstücke des Trennschalters (17) als ein raumtemperaturseitiges und
ein tieftemperaturseitiges Kontaktstück (17b bzw. 17a) gestaltet sind, die über jeweilige
Haltevorrichtungen (18 bzw. 20) von dem Vakuumgehäuse (3) gehalten sind.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet ,daß eines der Kontaktstücke (17b) des Trennschalters (17) beweglich ausgeführt ist
und die zugeordnete Haltevorrichtung als Dehnungsbalg (20) gestaltet ist.
7. Anlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das tieftemperaturseitige
Kontaktstück (17a) mit einer Heizvorrichtung versehen ist.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,dadurch gekennzeichnet , daß der Trennschalter (17) als Steckvorrichtung gestaltet ist.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die Stromzuführungsvorrichtung (12) in dem Innenraum (4) des Vakuumgehäuses (3)
mindestens einen raumtemperaturseitigen und einen tieftemperaturseitigen Leitungsabschnitt
(12a, 12b) besitzt, wobei der tieftemperaturseitige Leitungsabschnitt (12b) an die
als eine Magneteinrichtung (5) gestaltete supraleitende Einrichtung angeschlossen
ist.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß ein elektrisches Verbindungsglied (13) zwischen den beiden Leitungsabschnitten
(12a, 12b) der Stromzuführungsvorrichtung (12) von der Kältemaschine (6) auf einem
Zwischentemperaturniveau zwischen Raumtemperatur (RT) und Tieftemperatur (TT) gehalten
ist.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß das elektrische Verbindungsglied (13) thermisch an eine Kältestufe (7) der Kältemaschine
(6) angekoppelt ist, die sich auf dem Zwischentemperaturniveau befindet.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß der tieftemperaturseitige Leitungsabschnitt (12b) der Stromzuführungsvorrichtung
(12) Teile aus einem metalloxidischen Supraleitermaterial mit einer Sprungtemperatur
von mindestens 77 K enthält.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß die Kältemaschine (6) mehrstufig gestaltet ist, wobei eine der Kältestufen (7)
thermisch mit einem Strahlungsschild (16) verbunden ist, der sich im Innenraum (4)
des Vakuumgehäuses (3) zwischen einer raumtemperaturseitigen Vakuumgehäusewand und
der als eine Magneteinrichtung (5) gestalteten supraleitenden Einrichtung befindet.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Kältemaschine (6) ein Kryokühler vom Gifford-McMahon-Typ ist.
1. System (2) of superconducting technology having
a) a superconducting device (5) which is located in an interior (4) of a vacuum housing
(3) which can be evacuated,
b) a refrigeration machine (6) cooling the superconducting device (5) indirectly,
which refrigeration machine projects into the interior (4) of the vacuum housing (3)
and is connected by its low-temperature end (8) to the superconducting device (5)
in a manner in which heat is conducted well,
and
c) a lead-in device (12) running between ambient temperature (RT) and low temperature
(TT) for the electrical connection of the superconducting device (5) with an external
power supply device (22),
characterized in that the lead-in device (12) has an electrical disconnecting switch
(17) in the interior (4) of the vacuum housing (3), the contact pieces (17a, 17b)
of which disconnecting switch, which can be joined to each other, are located in the
area of the end of the lead-in device (12) on the ambient-temperature side.
2. System according to claim 1, characterized in that the superconducting device (5)
is provided for magnetic field generation or for short-circuit current limiting or
for voltage transformation or for current transfer.
3. System according to claim 1 or 2, characterized in that the superconducting device
is a magnetic device (5) which is short-circuited in the superconducting operating
state.
4. System according to claim 2 or 3, characterized in that its superconducting magnetic
device (5) is part of a device system for nuclear spin tomography.
5. System according to one of claims 1 to 4, characterized in that the contact pieces
of the disconnecting switch (17) are designed as a contact piece (17b) on the ambient-temperature
side and a contact piece (17a) on the low-temperature side, which are supported by
way of respective holding devices (18 and 20) by the vacuum housing (3).
6. System according to claim 5, characterized in that one of the contact pieces (17b)
of the disconnecting switch (17) is designed to be movable and the allocated holding
device is formed as expansion bellows (20).
7. System according to claim 5 or 6, characterized in that the contact piece (17a) on
the low-temperature side is provided with a heating device.
8. System according to one of claims 1 to 7, characterized in that the disconnecting
switch (17) is designed as a plug device.
9. System according to one of claims 1 to 8, characterized in that the lead-in device
(12) in the interior (4) of the vacuum housing (3) has at least one line section (12a)
on the ambient-temperature side and one line section (12b) on the low-temperature
side, with the line section (12b) on the low-temperature side being connected to the
superconducting device which is designed as a magnetic device (5).
10. System according to claim 9, characterized in that an electrical connection element
(13) between the two line sections (12a, 12b) of the lead-in device (12) is kept by
the refrigeration machine (6) at an intermediate temperature level between ambient
temperature (RT) and low temperature (TT).
11. System according to claim 10, characterized in that the electrical connection element
(13) is thermally coupled to a refrigeration stage (7) of the refrigeration machine
(6) which is at the intermediate temperature level.
12. System according to one of claims 9 to 11, characterized in that the line section
(12b) of the lead-in device (12), which line section (12b) is on the low-temperature
side, contains parts of a metal-oxide superconductor material with a critical temperature
of at least 77 K.
13. System according to one of claims 1 to 12, characterized in that the refrigeration
machine (6) is designed to be multi-stage, whereby one of the refrigeration stages
(7) is thermally connected to a radiation shield (16) which is located in the interior
(4) of the vacuum housing (3) between a vacuum housing wall on the ambient-temperature
side and the superconducting device designed as a magnetic device (5).
14. System according to one of claims 1 to 13, characterized in that the refrigeration
machine (6) is a cryogenic cooler of the Gifford-McMahon type.
1. Installation supraconductrice (2), comprenant:
a) un dispositif supraconducteur (5) qui se trouve dans un espace intérieur (4), apte
à être placé sous vide, d'un boîtier sous vide (3),
b) une machine frigorifique (6) refroidissant indirectement le dispositif supraconducteur
(5), débordant dans l'espace intérieur (4) du boîtier sous vide (3), et reliée de
manière thermiquement bien conductrice par son extrémité (8) située du côté des basses
températures au dispositif supraconducteur (5),
ainsi que
c) un dispositif (12) d'amenée de courant s'étendant entre la température ambiante
(RT) et la basse température (TT), pour le raccordement électrique du dispositif supraconducteur
(5) à un dispositif externe (22) d'alimentation en courant, caractérisée en ce que
le dispositif (12) d'amenée de courant présente un commutateur de séparation électrique
(17) dans l'espace intérieur (4) du boîtier sous vide (3), dont les pièces de contact
(17 a, 17b) aptes à être reliées l'une à l'autre sont situées dans la région de l'extrémité,
située du côté des températures ambiantes, du dispositif (12) d'amenée de courant.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif supraconducteur
(5) est prévu pour la création d'un champ magnétique, pour limiter un courant de court-circuit,
pour une transformation de tension ou pour un transfert de courant.
3. Installation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif supraconducteur
est un dispositif à aimant (5) qui est mis en court-circuit lorsqu'il est dans l'état
de fonctionnement supraconducteur.
4. Installation selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que son dispositif
à aimant supraconducteur (5) fait partie d'un appareil de tomographie à spin de noyaux.
5. Installation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les pièces
de contact du commutateur de séparation (17) sont configurées comme pièce de contact
située du côté des températures ambiantes et pièce de contact située du côté des basses
températures (17b, resp. 17a), qui sont maintenues sur le boîtier sous vide (3) par
des dispositifs de retenue correspondants (18, resp. 20).
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'une des pièces de
contact (17b) du commutateur de séparation (17) est réalisée de manière à être mobile
et le dispositif de retenue associé est configuré comme soufflet expansible (20).
7. Installation selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que la pièce de contact
(17a) du côté des basses températures est dotée d'un dispositif de chauffage.
8. Installation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le dispositif
de séparation (17) est configuré comme dispositif enfichable.
9. Installation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le dispositif
(12) d'amenée de courant possède dans l'espace intérieur (4) du boîtier sous vide
(3) au moins un tronçon conducteur situé du côté des températures ambiantes et un
tronçon conducteur situé du côté des basses températures (12a, 12b), le tronçon conducteur
(12b) situé du côté des basses températures étant raccordé au dispositif supraconducteur
configuré comme dispositif à aimant (5).
10. Installation selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'un organe de raccordement
électrique (13) entre les deux tronçons conducteurs (12a,12b) du dispositif (12) d'amenée
de courant est maintenu par la machine frigorifique (6) à un niveau de température
intermédiaire entre la température ambiante (RT) et la basse température (TT).
11. Installation selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'organe de raccordement
électrique (13) est thermiquement accouplé à un étage frigorifique (7) de la machine
frigorifique (6), qui se trouve au niveau de température intermédiaire.
12. Installation selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisée en ce que le tronçon
conducteur (12b) du côté des basses températures du dispositif (12) d'amenée de courant
contient des pièces en un matériau supraconducteur d'oxyde métallique présentant une
température de changement brusque de conductivité d'au moins 77 K.
13. Installation selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la machine
frigorifique (6) est configurée à plusieurs étages, l'un des étages frigorifiques
(7) étant relié thermiquement à un écran de rayonnement (16) qui se trouve dans l'espace
intérieur (4) du boîtier sous vide (3) entre une paroi du boîtier sous vide située
du côté des températures ambiantes et le dispositif supraconducteur configuré comme
dispositif à aimant (5).
14. Installation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la machine
frigorifique (6) est un refroidisseur cryogénique du type Gifford-McMahon.
