| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 789 628 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
20.01.1999 Patentblatt 1999/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.10.1995 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B05B 15/12 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9504/115 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9612/568 (02.05.1996 Gazette 1996/20) |
|
| (54) |
PULVERBESCHICHTUNGSKABINE
POWDER COATING BOOTH
CABINE DE REVETEMENT PAR PULVERISATION DE POUDRE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
24.10.1994 DE 4437968 04.07.1995 DE 19524327
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.08.1997 Patentblatt 1997/34 |
| (73) |
Patentinhaber: |
|
- Krämer, Erich
96247 Michelau (DE)
- Krämer, Matthias
96247 Michelau (DE)
|
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Krämer, Erich
96247 Michelau (DE)
- Krämer, Matthias
96247 Michelau (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Hering, Hartmut, Dipl.-Ing. |
|
Patentanwälte
Berendt, Leyh & Hering
Innere Wiener Strasse 20 81667 München 81667 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 220 432 US-A- 4 898 116
|
US-A- 4 715 314 US-A- 5 149 373
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017 no. 622 (C-1130) ,17.November 1993 & JP,A,05 192619
(SHOWA ALUM CORP) 3.August 1993,
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung befaßt sich mit Pulverbeschichtungskabinen, welche insbesondere, aber
nicht ausschließlich für den Durchlaufbetrieb bestimmt sind, und die beispielsweise
auch für einen Handbeschichtungsbetrieb geeignet sind. Eine solche Pulverbeschichtungskabine
hat wenigstens eine Pulversprüheinrichtung, welche mit wenigstens einer Pulveraufbereitungs-
und Versorgungseinrichtung verbunden ist.
[0002] Eine Pulverbeschichtungskabine nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist in US-A-5
149 373 beschrieben. Zur Vermeidung und Überwindung von Schwierigkeiten einer Innenreinigung
im Zusammenhang mit dem Farbwechsel sind dort mehrere gesonderte Kabinengehäuse vorgesehen,
die bei jedem Farbwechsel insgesamt aus dem tragenden Grundgestell ausgewechselt werden
müssen. Das jeweilige Gehäuse ist zur Bevorratung zusammenlegbar und kann wieder aufgefaltet
werden, wenn es als Kabine zur Pulverbeschichtung in den tragenden Grundrahmen eingesetzt
wird. Somit werden gesonderte Kabinengehäuse für jede Farbe benötigt, und eine Innenreinigung
des Kabinengehäuses erfolgt nicht, sondern sie soll hiermit gerade vermieden werden.
[0003] In US-A-4 715 314 ist ein Pulverbeschichtungsanlage beschrieben, welche zur Vereinfachung
des Innenreinigungsvorganges der Kabine wenigstens Kabineninnenwände besitzt, welche
aus einem nichthaftenden, elektrisch nicht leitenden Kunststoffmaterial bestehen.
Ferner wird eine Reinigungseinrichtung vorgesehen, welche hängend an einer Transporteinrichtung
oder einer Transportschiene in Längsrichtung durch die Pulverbeschichtungskabine zur
Ausführung von Innenreingigungsarbeiten hindurchbewegt wird. Um bei einer Kabine mit
nur einem Durchgang für die Werkstücke die Reinigungseinrichtung einführen zu können,
wird sie zum Einführen vor dem Ausführen der Reinigungsarbeiten in vertikaler Richtung
verschoben und um 90° gedreht. Zur Ausführung der Reinigungsarbeiten im Innenraum
der Pulverbeschichtungskabine wird dann die Reinigungseinrichtung entlang der Kabinenlängsrichtung
durch dieselbe hindurchbewegt.
[0004] Aus US-A-4 220 431 ist eine Ausführungsform einer Beschichtungskabine bekannt, welche
eintritts- oder austrittsseitig eine automatisch öffen- und schließbare Schleuse zum
Einbringen oder Austragen der beschichteten Gegenstände hat. Ferner sind in JP-A-5
192 619 schuppenförmige Blendenteile zur Abdeckung von Schlitzen in Sprühkabinen beschrieben.
[0005] Pulverbeschichtungskabinen der üblichen Bauart umfassen beispielsweise mehrere Pulversprüheinrichtungen,
welche über die gesamte Höhe der Kabine hinweg verfahrbar sein müssen, und die auf
gegenüberliegenden Wandbereichen der Kabine in nebeneinanderliegender Anordnung vorgesehen
sein können. Auch gibt es Anlagen, welche sowohl zur Handbeschichtung als auch beim
Automatikbetrieb eine oder mehrere Pulversprüheinrichtungen auf nur einer Wandseite
angeordnet haben. In allen Fällen hat eine Pulverbeschichtungskabine einen großen
Platzbedarf, und hat insbesondere je nach Anzahl der Pulversprüheinrichtungen eine
beträchtliche Lange von beispielsweise über etwa 6 m. Bei der Integration einer derartigen
Pulverbeschichtungskabine in eine Beschichtungsstraße ergeben sich wegen des großen
Platzbedarfs, insbesondere an Bodenfläche, Schwierigkeiten hinsichtlich einer geeigneten
Hallenauslegung. Auch ist im Hinblick auf das große Innenvolumen einer derartigen
Pulverbeschichtungskabine ein großer Luftbedarf erforderlich, welcher dazu führt,
daß leistungsstarke Absaugeeinrichtungen eingesetzt werden müssen, welche sich unwirtschaftlich
auf den Betrieb der Pulverbeschichtungskabine auswirken.
[0006] Weiterhin bereitet auch die Abreinigung der Innenwände einer derartigen Pulverbeschichtungskabine
aufgrund der Größe Schwierigkeiten, welche beispielsweise beim Farbwechsel erforderlich
ist, da hierfür geeignete automatisch arbeitende Abreinigungseinrichtungen mit großem
konstruktiven Aufwand in Längsrichtung verfahrbar angeordnet werden müssen. (siche
beispielsweise US-A-4 715 314) Daher wird in den meisten Fällen eine Abreinigung von
Hand beim Farbwechsel vorgenommen, was aber zeit-und personalintensiv ist. Ferner
kommt noch hinzu, daß heutzutage wesentlich häufiger ein Farbwechsel erforderlich
ist, da häufig unterschiedliche Farbgebungen erwünscht sind und meist eine freie Farbwahl
auch im Fertigteilbereich bei den Anwendern angeboten wird. Hierdurch wird es zunehmend
wichtiger, den Gesichtspunkt der einfachen und zuverlässigen Abreinigung zu realisieren.
[0007] Ferner gibt es heutzutage mehrere Finger umfassende Pulversprüheinrichtungen, welche
unter Ausnutzung des Tribologieeffekts einen sehr gleichmäßigen und verstärkten Schleiereffekt
im Kabineninnenraum erzeugen sowie größere Sprühhöhen und -weiten erreichen können.
[0008] Die Erfindung zielt darauf ab, unter Überwindung der zuvor geschilderten Schwierigkeiten
eine Pulverbeschichtungskabine der gattungsgemäßen Art bereitzustellen, welche eine
vereinfachte Abreinigung des Innenraums der Kabine ermöglicht einen reduzierten Platzbedarf
hat und universell für den Automatikbetrieb und den Handbetrieb einsetzbar ist.
[0009] Nach der Erfindung wird hierzu eine Pulverbeschichtungskabine mit wenigstens einer
Pulversprüheinrichtung bereitgestellt, welche im Patentanspruch 1 angegeben ist. Hierbei
können vorzugsweise Pulversprüheinrichtungen mit mehreren Sprühfingern eingesetzt
werden, welche den Tribologieeffekt beim Pulversprühvorgang nutzen. Selbst bei verminderter
Anzahl von Pulversprüheinrichtungen erhält man eine größere Sprühhöhe und -weite sowie
eine verstärkte Schleierbildung.
[0010] Die Auslegung der Pulverbeschichtungskabine hat einen wesentlich reduzierten Platzbedarf,
insbesondere an Bodenfläche, da sie in Längsrichtung relativ kurz bemessen ist. Hierdurch
läßt sich der zur Verfügung stehende Stellplatz für eine derartige Pulverbeschichtungskabine
beträchtlich reduzieren und es ist ohne Schwierigkeiten eine Einbindung in eine Pulverbeschichtungsstraße
möglich. Trotz der relativ kleinen Längserstreckung der Kabine kann mit Hilfe den
vertikal übereinander angeordneten Pulversprüheinrichtungen, welche vorzugsweise auf
gegenüberliegenden Wänden der Kabine angeordnet sind, ein ausreichend gleichmäßiger
und dichter Schleier für die Pulverbeschichtung des Guts auf einer relativ kurzen
Wegstrecke erzeugt werden, ohne größere Höhenabmessungen zu benötigen. Hierdurch erhält
man eine kompakt ausgelegte Pulverbeschichtungskabine, welche auch ein geringeres
Innenvolumen gegenüber bisher üblichen Pulverbeschichtungskabinen hat, so daß man
günstigere Verhältnisse hinsichtlich des Lufthaushalts hat und die Einrichtungen hierfür
sich konstengünstiger betreiben und beschaffen lassen, da man mit reduzierter Versorgungsleistung
gegenüber den an sich bekannten Pulverbeschichtungskabinen auskommt und eine wesentliche
Energieeinsparung erzielt wird.
[0011] Durch die nach der Erfindung geschaffene Auslegung der Pulverbeschichtungskabine
mit kleiner Grundfläche und säulenförmiger Bauweise wird somit auch die Abreinigung,
insbesondere die automatische Abreinigung, wesentlich vereinfacht, und sie läßt sich
effizienter durchführen, da man keine führungsschlittenähnlichen Konstruktionen der
Reinigungseinrichtungen, die in Längsrichtung bewegbar sind, benötigt, sondern es
läßt sich eine Reinigungseinrichtung einsetzen, welche gegebenenfalls nur in vertikaler
Richtung verfahren zu werden braucht und sich an den Kabinenwänden somit selbstzentrierend
führt.
[0012] Bei einer Pulverbeschichtungskabine, welche für einen automatischen Durchlaufbetrieb
bestimmt ist, und an der Deckenfläche einen Durchgang für ein Fördergestell, welches
an einer Fördereinrichtung, wie einem Kettenförderer hängt, hat, wird ein derartiger
schlitzförmiger Durchgang in der Deckenfläche beim bestimmungsgemäßen Einsatz der
Reinigungseinrichtung vorzugsweise durch dieselbe automatisch dicht verschlossen,
so daß auch bei einer für den Durchlaufbetrieb bestimmten Kabine sich eine Abreinigung
in einem geschlossenen Behälter, gebildet durch die Kabine, durchführen läßt.
[0013] Die Fördereinrichtung kann eine Gelenkarm- oder Schwenkarmkonstruktion haben, wobei
für die Anordnung einer Reinigungseinrichtung beispielsweise eine Doppelgelenkarmkonstruktion,
ein Hilfsförderer oder dergleichen vorgesehen sein kann. Die Reinigungseinrichtung
könnte sogar direkt mit den Förderer verbunden sein.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Reinigungseinrichtung eine Teleskopanordnung,
mittels welcher die Reinigungseinrichtung in vertikaler Richtung im von der Kabine
gebildeten Innenraum bewegbar ist.
[0015] Gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform kann die Reinigungseinrichtung hinsichtlich
der Gestaltung an die Querschnittsform und die Höhe der Kabine angepaßt sein. Eine
solche Reinigungseinrichtung kann zur Abreinigung feststehend angeordnet oder eingesetzt
werden. Sie kann dann beispielsweise eine Drehbewegung um ihre Längsachse und/oder
vorzugsweise eine geringfügige oszillierende Bewegung um die Längsachse und/oder in
seitlicher Richtung ausführen. Zweckmäßigerweise kann die Reinigungseinrichtung eine
korbförmige Stützkonstruktion auftweisen. Bei einer solchen Reinigungseinrichtung
kann diese beispielsweise von der Seite her in die Kabine eingefahren werden, und
die Abreinigung der Innenwand oder der Innenwände der Kabine kann schnell und vollständig
mit einer großen Flächenerfassung durch die Reinigungseinrichtung erfolgen.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Auslegung der Pulverbeschichtungskabine lassen sich die
Verschiedensten Auslegungsformen von Reinigungseinrichtungen einsetzen, welche mit
Druckluft und/oder Saugluft und/oder naß betreibbar sind. Bei einem Farbwechsel Farbton
in Farbton kann zur Reinigung insbesondere nur ionisierte Luft eingesetzt werden und
die restliche Feinstaubanhaftung kann hierbei verbleiben.
[0017] Da man nach dem Schließen der Schlitze für die Durchführung der Pulversprüheinrichtungen
und dem Durchgang der Deckenfläche bei einem automatischen Durchlaufbetrieb einen
dicht geschlossenen Behälter hat, wird bei der erfindungsgemäßen Pulverbeschichtungskabine
es auf einfache Weise auch ermöglicht, daß die Reinigungseinrichtung naßarbeitend
betrieben werden kann, um eine effizientere und zuverlässigere Abreinigung insbesondere
beim Farbwechsel der Kabine zu gewährleisten Natürlich sind auch kombinierte Auslegungsformen
der Reinigungseinrichtung, wie Druckluftbetrieb und Naßbetrieb, möglich.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform überstreicht die Reinigungseinrichtung die
Innenwände des geschlossenen Behälters, und insbesondere können Schwammteile, Düsen
oder dergleichen an derselben vorgesehen sein.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der Pulverbeschichtungskabine
ist der Bodenbereich der Kabine trichterförmig ausgebildet, und es sind ein Pulverauslaß
sowie gegebenenfalls eine verschließbare Öffnung zur Flüssigkeitsausleitung beim Naßreinigen
vorhanden. Bei dieser Auslegung kann bei der Abreinigung mit Hilfe der automatisch
arbeitenden Reinigungseinrichtung das an den Wandflächen der Kabine abgestreifte oder
abgeblasene Pulver zu dem Pulverauslaß befördert, abgesaugt und gegebenenfalls rückgewonnen
werden. Für den Fall einer nachgeschalteten naßarbeitenden Reinigungseinrichtung ist
auch eine Abführung der Flüssigkeit am Bodenbereich der Kabine durch die trichterförmige
Ausgestaltung möglich, so daß sich die Abreinigungsarbeiten mit Wiedergewinnung des
Pulvers vollautomatisch durchführen lassen.
[0020] Vorzugsweise ist bei der Pulverbeschichtungskabine in Durchlaufrichtung des zu beschichtenden
Guts einlaßseitig und auslaßseitig der Kabine eine Schleuse angeordnet, welche zu
einem Nachbeschichtungsplatz oder einem Vorbeschichtungsplatz umwandelbar ist. Diese
Schleuse(n) sind natürlich derart ausgelegt, daß sie dicht geschlossen werden können,
wenn eine Abreinigung des Kabineninnenraums vorgenommen wird Wesentlich bei dieser
bevorzugten Auslegungsform ist aber die Tatsache, daß diese Schleusen eine Doppelfunktion
haben und zusätzlich noch zu einem Nachbeschichtungsplatz oder einem Vorbeschichtungsplatz
umwandelbar sind, an welchen wahlweise nach Konfiguration der zu beschichtenden Teile
eine Manuelle Vor- oder Nachbeschichtung gegebenenfalls wahlweise von rechts oder
links zugänglich auch bei laufender Anlage im Bedarfsfall vorgenommen werden kann.
Hierdurch läßt sich die erfindungsgemäße Pulverbeschichtungskabine universell auf
einfache Weise an die gutspezifischen Eigenheiten anpassen. Vorzugsweise ist der Schleusenboden
hierbei feststehend ausgebildet.
[0021] Eine weitere bevorzugte Auslegungsform der Pulverbeschichtungskabine nach der Erfindung
ermöglicht eine einfache Umwandlung von Handbeschichtungsbetrieb auf Automatikbeschichtungsbetrieb
und umgekehrt. Bei dieser bevorzugten Auslegungsform sind in den den Pulversprüheinrichtungen
zugeordneten, gegenüberliegenden Wandbereichen der Kabine in spiegelbildlicher Anordnung
aneinandergrenzende Klappen unterschiedlicher Größe für den Handbetrieb und/oder Automatikbetrieb
vorgesehen. Die aneinandergrenzenden Klappen lassen sich alle in Richtung nach außen
öffnen. Zu dem Automatikbetrieb reicht das Öffnen der kleiner bemessenen Klappe aus,
um den entsprechenden Schlitz für den Durchgang der Pulversprüheinrichtung freizulegen.
Bei einem Einsatz der Pulverbeschichtungskabine beim Handbetrieb wird dann auch die
größer bemessene Klappe zusätzlich geöffnet, und der Kabineninnenraum ist für die
handbetriebene(n) Pulversprüheinrichtung(en) zugänglich, wobei dank der spiegelbildlichen
Anordnung der Klappen die an den gegenüberliegenden Wandflächen einzusetzenden handbetriebene(n)
Pulversprüheinrichtung(en) in Längsrichtung versetzt zueinander zur Einwirkung auf
das Gut gebracht werden können. Hierdurch wird eine wechselseitige Behinderung beim
Arbeiten der handbetriebenen Sprüheinrichtungen an den gegenüberliegenden Flächen
vermieden. Die Pulversprüheinrichtungen können direkt einander gegentiberliegend angeordnet
sein, und beispielsweise in vertikaler Richtung gegebenenfalls synchron bewegbar sein.
Hierbei kann eine Art eines "Drückereffekts" aufgrund der Elektrostatik hervorgerufen
werden. Bei gewissen Anwendungsfällen kann sogar eine Anordnung der Sprüheinrichtung(en)
an einer Wandfläche der Kabine ausreichen.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsform der Pulverbeschichtungskabine nach der Erfindung
sind die an die Schleusen angrenzenden Kabinenwandbereiche derart nach außen klappbar,
daß eine so große Öffnung gebildet wird, daß sich die Reinigungseinrichtung seitlich
in die Kabine einführen und einfahren läßt. Natürlich kann die Pulverbeschichtungskabine
nach der Erfindung auch derart ausgelegt sein, daß die Reinigungseinrichtung von oben
eingefahren wird.
[0023] Wenn die Pulverbeschichtungskabine derart ausgelegt ist, daß die Reinigungseinrichtung
von oben in den Kabineninnenraum hineinbewegt wird, so ist die Kabine vorzugsweise
oben offen. Bei einer solchen Ausgestaltungsform kann der oben offenen Seite der Kabine
ein Blasring oder es können Düsen zugeordnet sein, welche mittels Abluft, beispielsweise
vom Nachfilter, gespeist werden können. Gegebenenfalls können auch im Bereich der
Schleusen Blasdüsen zusätzlich vorgesehen sein. Durch diese Luftbeaufschlagung kann
in wirksamer Weise ein Austritt des Pulver/Luftgemisches aus der Kabine auf möglichst
energiesparende Weise verhindert werden. Blasdüsen können im Bereich der Schleusen
auch gegebenenfalls in Kabinenhöhenrichtung vorgesehen sein.
[0024] Wenn die Reinigungseinrichtung bei der erfindungsgemäßen Pulverbeschichtungskabine,
welche in vertikaler Richtung von oben nach unten arbeitet, von der Oberseite der
Kabine her eingeführt werden soll, ist vorzugsweise die Oberseite der Kabine mittels
eines Deckels verschließbar, welcher vorzugsweise einteilig ausgebildet und an der
Reinigungseinrichtung angebracht ist. Somit wird die Oberseite der Kabine automatisch
beim bestimmungsgemäßen Einsatz der Reinigungseinrichtung verschlossen, um einen dicht
geschlossenen Behälterinnenraum für die Durchführung der Reinigungsarbeiten zu haben.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bildet ein Teil der Kabinenwand
eine Rückwand der zentralen Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung, und es
ist eine Verbindungsöffnung zum Innenraum der Kabine vorhanden, welche mittels einer
zum Innenraum der Kabine öffenbaren Klappe verschließbar ist. Eine derartige Auslegung
gestattet, daß das in der zentralen Pulveraufbereitungs-und Versorgungseinrichtung
angefallene überschüssige Pulver im Falle des Farbwechsels durch Öffnen der Verbindungsöffnung
zum Innenraum gelangen, abgesaugt und dann über den Pulverkreislauf wieder zurückgewonnen
werden kann. Hierdurch läßt sich die effektive Ausnutzung des Pulvers für die Pulverbeschichtung
steigern. Selbstverständlich wird diese Verbindungsöffnung dann mit Hilfe der Klappe
geschlossen, wenn die erforderlichen Reinigungsarbeiten mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Reinigungseinrichtung vollautomatisch durchgeführt werden sollen.
[0026] Ferner sind die bei der erfindungsgemäßen Kabine vorgesehenen Klappen derart ausgelegt,
daß sie an ihren Dichtkanten Abdichtungen haben, so daß der Innenraum der Kabine bei
geschlossenen Klappen zuverlässig dicht und auch druckdicht abgeschlossen ist, was
insbesondere für die Durchführung von Naßreinigungsarbeiten mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Reinigungseinrichtung von Vorteil ist.
[0027] Auch sind Auslegungsformen von Reinigungseinrichtungen mit angegeben, welche an die
Querschnittsform und die Höhe der Pulverbeschichtungskabine hinsichtlich des Umrisses
angepaßt sind und die sich nicht vertikal zu bewegen brauchen. Zur Abreinigung können
diese feststehend oder um ihre Längsachse rotierend eingesetzt werden, und/oder eine
derartige Reinigungseinrichtung kann auch eine oszillierende Bewegung um die Längsachse
und/oder in seitlicher Richtung ausführen.
[0028] Ferner hat es sich gezeigt, daß die den Sprüheinrichtungen gegenüberliegende Wand
oder Wandbereiche vorzugsweise nichtleitend sein sollten, um eine Aufladung zu verhindern.
Hierzu könnten die entsprechenden Wände oder Wandbereiche aus nichtleitendem Werkstoff
hergestellt werden oder es kann jedenfalls eine nichtleitende Beschichtung auf den
gesamten Flächen oder auch nur auf Teilbereichen vorgesehen sein. Daher kann sich
die Kabine von selbst entladen und eine Aufladung kann unterdrückt werden sowie ein
ungefährlicher Betrieb gewährleistet werden.
[0029] In Abhängigkeit von dem zu beschichtenden Gut oder von den Platzverhältnissen kann
die Kabine im Querschnitt kreisförmig oder viereckförmig ausgebildet sein. Bei einem
kreisförmigen Querschnitt bildet die Kabine ein Gebilde ähnlich eines stehenden Zylinders,
während man bei einer viereckigen Querschnittsgestalt eine turmartige Ausgestaltung
erhält. Die Ecken bei einem viereckigen Querschnitt sind wenigstens im Innenraum der
Pulverbeschichtungskabine vorzugsweise ausgerundet bzw. abgeschrägt.
[0030] Vorzugsweise sind die in den gegenüberliegenden Wandbereichen der Pulverbeschichtungskabine
angeordneten Schlitze mittels wenigstens einer zur Außenseite öffenbaren Klappe verschließbar,
wobei die Klappe den jeweiligen Schlitz direkt begrenzt. Eine derartige Auslegung
ermöglicht, daß im Falle des Abreinigens die Schlitze dicht verschlossen werden können,
so daß gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die Kabine bei verschlossenen Schlitzen
einen geschlossenen Behälter bildet, dessen Innenwände mittels einer beispielsweise
in vertikaler Richtung bewegbaren Reinigungseinrichtung vorzugsweise automatisch abreinigbar
sind, wodurch vermieden wird, daß bei der Abreinigung Pulverstaub austreten kann,
um die Arbeitsplatzbelastung zu minimieren.
[0031] Alternativ könnte ein fester Schlitz beispielsweise in einer öffenbaren Tür vorgesehen
sein, welcher zur Durchführung der Reinigungsarbeiten auf geeignete Weise verschließbar
ist.
[0032] Zusammenfassend wird nach der Erfindung die Pulverbeschichtungskabine derart ausgelegt,
daß sie eine beträchtlich reduzierte Grundfläche hat und daß sie auch ein gegenüber
üblichen Beschichtungskabinen reduziertes Innenvolumen umschließt. Somit hat die Kabine
ein reduziertes Luftleistungsvolumen und der Betrieb wird wesentlich energiesparender.
Ferner ermöglicht eine derartige Auslegung einer Pulverbeschichtungskabine auch eine
effektive und automatische Abreinigung der Innenwände auf konstruktiv einfache Weise,
indem eine sich selbst zentrierende Reinigungseinrichtung elngesetzt wird, welche
zeitsparend eine Reinigung auf automatische Weise gestattet.
[0033] Die Erfindung wird nachstehend an Hand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung sind gleiche oder ähnliche
Teile mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Figuren der Zeichnung zeigen folgendes:
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Gesamtansicht einer Pulverbeschichtungskabine nach
der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Pulverbeschichtungskabine zur Verdeutlichung im Automatik-
und Durchlaufbetrieb bei geöffneter Schleuse,
- Fig. 2a
- eine vergrößerte Ausschnittsansicht des oberen und/oder unteren Endbereichs der Pulverbeschichtungskabine,
- Fig. 3
- eine schematische Längsschnittansicht der in Fig. 2 gezeigten Kabine mit mehreren
unterschiedlichen Ausgestaltungsformen einer automatisch betreibbaren Reinigungseinrichtung,
- Fig. 4
- eine Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausgestaltungsform einer Kabine mit mehreren,
unterschiedlich groß bemessenen Klappen auf den gegenüberliegenden Wandbereichen für
den Einsatz der Pulversprüheinrichtungen,
- Fig. 5
- ein schematisches Beispiel einer Verbindung von Klappen, welche im geschlossenen Zustand
einen dichten Abschluß des Innenraums einer Pulverbeschichtungskabine gestatten,
- Fig. 6
- eine schematische Draufsicht einer weiteren bevorzugten Auslegungsform einer Pulverbeschichtungskabine,
welche das Einfahren der Reinigungseinrichtung von der Seite her oder in Durchlaufrichtung
der Kabine beim Automatikbetrieb gestattet,
- Fig. 7
- eine weitere Ausgestaltungsform einer Pulverbeschichtungskabine mit zugeordneter und
von der Seite her einfahrbare Reinigungseinrichtung, welche im Querschnitt viereckig
ausgebildet ist,
- Fig. 8
- eine schematische Längsschnittansicht einer alternativen Ausführungsform einer Reinigungseinrichtung,
- Fig. 9
- eine schematische Seitenansicht einer zweckmäßigen Ausgestaltungsform einer Pulversprüheinrichtung
mit integrierter Abdeckung für den Durchführungsschlitz in der Kabinenwand, und
- Fig. 10
- eine perspektivische Ausschnittsansicht eines Bodenbereichs einer Pulverbeschichtungskabine
mit einem Flachboden und einer zugeordneten Boden-Abreinigungseinrichtung.
[0034] Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 wird eine bevorzugte Ausführungsform einer
insgesamt mit 1 bezeichneten Pulverbeschichtungskabine gezeigt, welche einen kreisförmigen
oder gegebenenfalls oval ausgebildeten Querschnitt hat und in Form etwa eines stehenden
Zylinders ausgebildet ist. Die Pulverbeschichtungskabine 1 hat eine kleine Grundfläche
2 und ist säulenförmig ausgestaltet. Wie mit einem Pfeil in Figur 1 dargestellt ist,
wird das zu beschichtende Gut in Durchlaufrichtung A durch den von der Pulverbeschichtungskabine
1 gebildeten Innenraum bei einem Automatikbetrieb bewegt. An einer Wand oder an gegenüberliegenden
Wänden der Pulverbeschichtungskabine 1 ist wenigstens ein Schlitz 3 zu sehen, durch
welchen wenigstens eine Pulversprüheinrichtung 4 geht, welche beispielsweise fingerförmige
Sprühteile hat, welche im Kabineninnenraum beispielsweise in vertikaler Richtung übereinanderliegend
angeordnet sind. Diese Pulversprüheinrichtungen 4 sind an sich bekannt und sie gestatten
eine Pulverbeschichtung auch bei einer direkt auf einer Linie gegenüberliegenden Anordnung
der Pulversprüheinrichtungen 4. Jedem Schlitz 3 ist eine Klappe 5 zugeordnet, welche
beim Beschichtungsbetrieb in Richtung nach außen geöffnet ist. Obgleich nicht dargestellt
ist, kann an Stelle der Anordnung umfassend den Schlitz 3 und die Klappe 5 auch eine
solche Auslegung gewählt werden, daß beispielweise ein fester Schlitz in einer öffenbaren
Tür für die Durchführung der Pulversprüheinrichtung(en) 4 vorgesehen ist. Zur Durchführung
der nachstehend noch beschriebenen Reinigung ist dann dieser oder es sind diese festen
Schlitze verschließbar. Die Pulversprüheinrichtung(en) 4 sind mit einer zentralen
Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung 6, einem sogenannten "Pulverzentrum"
verbunden, welches bei der dargestellten Ausführungsform derart angeordnet ist, daß
ein Teil der Kabinenwand die Rückwand dieser zentralen Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung
6 bildet. Wie beispielsweise in gebrochener Linie in Figur 6 in allgemeiner Form eingetragen
ist, ist im Bereich der zentralen Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung
6 eine Verbindungsöffnung 7 zum Innenraum der Kabine 1 vorhanden, welche mittels einer
Klappe 8 öffen- und verschließbar ist.
[0035] Nach Figur 1 weist die Deckenfläche 9 der Pulverbeschichtungskabine 1 einen schlitzförmigen
Durchgang 10 auf, welcher sich in Durchlaufrichtung A erstreckt. Wie aus Figur 2 zu
ersehen ist, reicht im Durchlaufbetrieb durch diesen schlitzförmigen Durchgang 10
ein Fördergestell 11, an welchem nicht näher dargestelltes und zu beschichtendes Gut
angeordnet ist. Über eine Fördereinrichtung, beispielsweise einen in Figur 2 angedeuteten
Kettenförderer 12 oder dergleichen, wird dieses Fördergestell 11 mit dem daran angebrachten
zu beschichtenden Gut durch den Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1 beim Durchlaufbetrieb
in Durchlaufrichtung A hindurch und an den Pulversprüheinrichtungen 4 vorbeigeführt.
[0036] Wie in gebrochenen Linien in Figur 2 eingetragen ist, kann beispielsweise bei der
Pulverbeschichtungskabine 1 alternativ die Deckenfläche 9 entfallen, so daß sie nach
oben hin offen ist. In einem gewissen Abstand über der Kabine 1 kann dann eine ringförmige
Luftblaseinrichtung 40 und/oder es können auch zusätzlich im Mittelbereich Blasdüsen
41 angeordnet sein. Die ringförmige Luftblaseinrichtung 40 hat einen ringförmigen
Grundkörper und mehrere, nicht näher dargestellte Düsenöffnungen, welche derart gestaltet
und ausgerichtet sind, daß sie Luft in Richtung zu dem Innenraum der Pulverbeschichtungskabine
1 blasen. Die ringförmige Luftblaseinrichtung 40 und/oder die Blasdüsen 41 können
mit Abluft vom Nachfilter, das heißt mit Reinstluft, gespeist werden. Diese Luft verhindert,
daß an der offenen Oberseite der Pulverbeschichtungskabine 1 im Beschichtungsbetrieb
das Luft/Pulvergemisch nach oben austreten kann. Bei einer solchen Konstruktion der
Pulverbeschichtungskabine erhält man nicht nur einen vereinfachten Aufbau, da eine
Deckenfläche 9 fehlt, sondern es lassen sich auch Ecken und schwierig abzureinigende
Stellen vermeiden, um den Reinigungsvorgang, welcher nachstehend noch näher erläutert
wird, effizienter zu gestalten.
[0037] Wie ferner noch in Figur 2 angedeutet ist, kann am oberen und/oder unteren Ende der
Längswandfläche der Pulverbeschichtungskabine 1 ein nach außen vorspringender Rand
42 ausgebildet werden, welcher eine Art Tasche 43 bildet. In Figur 2a ist diese Einzelheit
in vergrößerter Darstellung gezeigt. Wenn, wie beispielsweise in Figur 3 der Zeichnung
gezeigt ist, die Reinigungseinrichtung 20 einen Abstreifer 25 oder eine Abstreiferlippe
(nicht gezeigt) hat,, kann dieser Abstreifer 25 in den taschenförmig erweiterten Raum
43 am Ende der Reinigungsarbeiten eingeschoben werden, und mit einem Dichtteil 45,
welches an der Reinigungseinrichtung 20 vorgesehen ist (siehe Figur 2a) kann dann
der taschenförmige Raum 43 abgedichtet werden. Über schematisch angedeutete Düsen
47, welche als Abreinigungsdüsen, beispielsweise als Blasdüsen, ausgelegt sein können,
kann dann in den so dicht geschlossenen taschenförmigen Raum 43 ein Reinigungsmedium,
wie Druckluft oder dergleichen (siehe noch nachstehende Beschreibung), eingebracht
werden, wobei zur Unterstützung gegebenenfalls eine Absaugung erfolgen kann. Über
einen Auslaß 48 kann dann der abgeleitetes Pulver enthaltende Abluftstrom einem Zyklon
oder dergleichen zugeführt werden, um beispielsweise eine Rückgewinnung zu ermöglichen.
Die Düsen 47 können einander gegenüberliegend oder versetzt zueinander angeordnet
sein und natürlich sind über den Umfang des gebildeten taschenförmigen Raums 43 mehrere
derartige Düsen 47 und gegebenenfalls auch mehrere Auslässe 48 vorgesehen. Mit Hilfe
dieser Auslegung kann der Abstreifer 25 selbst am Ende des Reinigungsvorganges gereinigt
werden, wodurch sichergestellt wird, daß über den Abstreifer 25 nicht Verunreinigungen
des Pulvers bei einem weiteren Farbwechsel verursacht werden.
[0038] Ferner hat die Pulverbeschichtungskabine 1 bei der dargestellten Ausführungsform
einlaßseitig und auslaßseitig in Durchlaufrichtung A gesehen eine Schleuse 13. Die
Schleuse 13 umfaßt einen vorzugsweise feststehenden Boden 14 und türenförmige Klappen
15, welche drehbar am Grundkörper der Pulverbeschichtungskabine 1 angeordnet sind.
[0039] Wie ferner beispielsweise aus Figur 1 zu ersehen ist, können im Bereich der Längskanten
und/oder der Querkanten der Schleuse 13 gegebenenfalls Blasdüsen 46 angeordnet werden.
Diese Blasdüsen 46 lenken einen Luftstrom in Richtung des Innenraums der Pulverbeschichtungskabine
und verhindern somit bei offener Schleuse 13 einen Austritt des Pulver/Luftgemisches
aus dem Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1, ähnlich wie bei der voranstehend
geschilderten Ausführungsvariante, bei der die Pulverbeschichtungskabine 1 an der
Oberseite offen ist.
[0040] Bei der in Figur 1 beispielsweise dargestellten Pulverbeschichtungskabine 1 sind
die türenförmigen Klappen 15 der Schleuse 13 in einem derartigen Zustand gezeigt,
daß von der Schleuse 13 ein Vorbeschichtungsplatz gebildet wird, an welchem manuell
eine Vorbeschichtung an dem zu beschichtenden Gut ausgeführt werden kann. Die Ausgestaltung
der Schleuse 13 an der Auslaßseite kann in gleicher oder ähnlicher Weise vorgenommen
werden, so daß man dann gegebenenfalls durch die Schleuse 13 auch einen Nachbeschichtungsplatz
bereitstellen kann. Der so gebildete Nachbeschichtungsplatz oder Vorbeschichtungsplatz
ist wahlweise von rechts oder links entsprechend den Erfordernissen zugänglich, wozu
die türenförmigen Klappen 15 entsprechend geöffnet oder geschlossen werden. Somit
ist im Falle eines Vor- und/oder Nachbeschichtungsplatzes wahlweise eine Zugänglichkeit
von rechts oder links möglich, während jeweils gegenüberliegend eine Wandfläche als
Gegenwand vorhanden ist, die von einer um etwa 90° nach außen geöffneten türenförmigen
Klappe 15 gebildet wird.
[0041] Wie schematisch in den Figuren 2 und 3 angedeutet ist, ist der Bodenbereich 16 der
Pulverbeschichtungskabine 1 vorzugsweise trichterförmig ausgestaltet, und es ist eine
Verbindung mit einem Pulverauslaß 17 oder gegebenenfalls mit einer Flüssigkeitsauslaßleitung
18 herstellbar. Natürlich kann der Boden eben oder geringfügig geneigt ausgebildet
sein. Mit Hilfe von nicht näher gezeigten Schwenkschiebern oder Schiebeeinrichtungen
oder dergleichen kann gegebenenfalls das bei der Abreinigung angefallene Pulver beispielsweise
zum Pulverauslaß 17 befördert werden.
[0042] Wenn nach Figur 10 die nicht näher gezeigte Pulverbeschichtungskabine einen Flachboden
57 hat, kann das Pulver während des Betriebs mittels einer Boden-Reinigungseinrichtung
58 in Richtung eines Absaugkanals 59 eingeräumt werden, welcher beispielsweise mit
einem nicht näher dargestellten nachgeschalteten Zyklon verbunden ist. Die dargestellte
Boden-Reinigungseinrichtung 58 umfaßt beim dargestellten Beispiel einen gekrümmten,
vorzugsweise spiralförmig ausgebildeten Räumarm 60, an welchem Abstreifeinrichtungen,
wie Bürsten oder dergleichen und/oder Blaseinrichtungen vorgesehen sein können. Wie
mit einem Pfeil in Figur 10 verdeutlicht, wird dieser Räumarm 60 um eine etwa vertikal
verlaufende Achse 61 derart im Innenraum der Pulverbeschichtungskabine bewegt, daß
der Flachboden 57 vollständig während einer vollständigen Umdrehung des Räumarms 60
um die Drehachse 61 überstrichen wird. Durch diese Auslegung kann auch ein Flachboden
57 einer Pulverbeschichtungskabine automatisch abgereinigt werden.
[0043] Wie sich aus den voranstehend erörterten Darstellungen ersehen läßt, hat die erfindungsgemäße
Pulverbeschichtungskabine 1 eine kompakte Bauweise und insbesondere eine relativ kleine
Grundfläche. Daher erhält man ein von der Pulverbeschichtungskabine 1 eingeschlossenes
vermindertes Volumen, so daß sich die Pulverbeschichtungskabine 1 mit einem reduzierten
Lufthaushalt von nur noch 25 % des bisherigen oder weniger betreiben läßt. Durch diese
Reduzierung des Leistungsvolumens erhält man eine beträchtliche Energieeinsparung
beim Betreiben der Pulverbeschichtungskabine 1. Insbesondere ist der bei der Erfindung
erzielbare günstigere Lufthaushalt der Pulverbeschichtungskabine 1 auch damit begründet,
daß wesentlich kleinere Öffnungsflächen vorhanden sind, die Länge der Schlitze 3,
3' stark reduziert ist, und auch die Anzahl der Schlitze 3, 3' wesentlich geringer
als bei bisher üblichen Pulverbeschichtungskabinen ist. Zum anderen entfallen die
Vor- und Nachbeschichtungsplätze gänzlich.
[0044] Bei der Darstellung nach Figur 3 sowie der später noch erläuterten Figur 8 sind bevorzugte
Ausführungsformen einer insgesamt mit 20 bezeichneten Reinigungseinrichtung gezeigt,
welche ein automatisches Abreinigen der Innenwände der Pulverbeschichtungskabine 1
gestattet. Wenn beispielsweise ein Pulverwechsel vorzunehmen ist, werden die Klappen
5 für die Pulversprüheinrichtungen 4 und die türenförmigen Klappen 15 der Schleusen
13 geschlossen. Die Verbindungsöffnung 7 von der zentralen Pulveraufbereitungs- und
Versorgungseinrichtung 6 zu dem Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1 kann durch
Öffnen der Klappe 8 freigelegt werden, und das in der zentralen Pulveraufbereitungs-
und Versorgungseinrichtung 6 angefallene überschüssige Pulver kann in den Innenraum
der Pulverbeschichtungskabine eintreten, eingesaugt und über den Pulverauslaß 17 zum
Pulverkreislauf zur Rückgewinnung abgeführt werden. Bei dem in Figur 3 gezeigten Beispiel
wird dann die insgesamt mit 20 bezeichnete Reinigungseinrichtung eingefahren, wobei
mittels einer stopfenförmigen Dichtung 21 der schlitzförmige Durchgang 10 in der Deckenfläche
9 der Pulverbeschichtungskabine 1 automatisch verschlossen werden kann, welche an
der Reinigungseinrichtung 20 abgebracht sein kann. Die Reinigungseinrichtung 20 wird
dann in dem Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1 in vertikaler Richtung von oben
nach unten und gegebenenfalls zurück bewegt, wobei bei der bevorzugten Ausgestaltung
nach Figur 3 eine Teleskopanordnung 22 hierzu vorhanden ist. An der Reinigungseinrichtung
20 können Düsen 23 für eine Naßreinigung der Innenwände der Pulverbeschichtungskabine
1, Bürsten 24, Schwämme oder dergleichen und/oder Abstreifer 25 vorgesehen sein. Die
nähere Ausgestaltungsform dieser Reinigungseinrichtung 20 hängt von den geometrischen
Gegebenheiten und den Anwendungszwecken ab, wobei aber insbesondere auf automatische
Weise eine Abreinigung des Innenraums der Pulverbeschichtungskabine 1 in vertikaler
Richtung trocken, beispielsweise mittels Druckluft und/oder Saugluft, ionisierter
Luft und/oder naß, beispielsweise mit Hilfe von Wasser und Zusätzen durchgeführt werden
kann. Bei der Naßreinigung kann eventuell Heißluft und/oder Raumluft zusätzlich zur
Beschleunigung des Reinigungsvorganges beispielsweise mittels Treibdüsen eingesetzt
werden. Da alle für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Pulverbeschichtungskabine 1
zum Pulverbeschichten vorhandenen Öffnungen an der Pulverbeschichtungskabine 1 mit
zugeordneten Einrichtungen verschlossen sind, bildet die Pulverbeschichtungskabine
1 einen geschlossenen Behälter, welcher auf effektive und automatische Weise sich
trocken und naß abreinigen läßt. Bei einer Naßreinigung ist im Bodenbereich 16 die
Flüssigkeitsauslaßleitung 18 vorgesehen, welche mit Hilfe einer Klappe 26 öffenbar
ist, wenn zuvor das auf trockene Weise abgestreifte Pulver von der Innenwand der Pulverbeschichtungskabine
1 und gegebenenfalls von der zentralen Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung
6 zu dem Pulverauslaß 17 befördert worden ist. Somit kann die bei naß arbeitender
Reinigungseinrichtung 20 eingebracht Reinigungsflüssigkeit an der Bodenseite der Pulverbeschichtungskabine
1 zuverlässig über die Flüssigkeitsauslaßleitung 18 abgeführt werden. Bei einer Naßreinigung
läßt sich diese mittels Heißluft und/oder Raumluft und/oder Abblasdüsen beschleunigen.
[0045] Diese ebenfalls nach der Erfindung wesentliche, sich selbst zentrierende Reinigungseinrichtung
20 gestattet in Verbindung mit der säulenförmigen Ausgestaltung der Pulverbeschichtungskabine
1 eine automatisch und effizient durchführbare Abreinigung der Kabine 1 in vertikaler
Richtung, und zwar auf eine konstruktiv einfache Weise, da Schienenführungen und dergleichen
für eine Bewegung der Reinigungseinrichtung 20 in Längsrichtung oder in Durchlaufrichtung
A der Kabine 1 nicht benötigt werden.
[0046] In Figur 4 ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
einer insgesamt mit 1' bezeichneten Pulverbeschichtungskabine gezeigt. In Abweichung
von der voranstehend erläuterten bevorzugten Ausführungsform hat diese Pulverbeschichtungskabine
1' an den gegenüberliegenden Wandbereichen für das Einführen der Pulversprüheinrichtungen
4' in spiegelbildlicher Anordnung je eine Doppelklappenanordnung, welche wenigstens
zwei Klappen unterschiedlicher Größe umfassen. Die bei der voranstehenden Darstellung
vorgesehene Klappe 5' ist klein bemessen und dient zum Öffnen und Verschließen des
zugeordneten Schlitzes 3' für das Durchführen der Pulversprüheinrichtungen 4'. Hieran
schließt eine größer bemessene Klappe 30 auf jeder Seite an, welche ebenfalls, wie
in gebrochenen Linien in Figur 4 dargestellt ist, nach außen öffenbar ist. Diese spiegelbildliche
Anordnung von zwei Klappen 5' und 30 auf beiden gegenüberliegenden Wandbereichen der
Pulverbeschichtungskabine 1' ermöglicht einen einfach umwandelbaren Einsatz der Pulverbeschichtungskabine
1' für den Handbetrieb und den Automatikbetrieb. Beim Automatikbetrieb, welcher in
Figur 4 mit durchgezogenen Linien dargestellt ist, sind nur die kleinen Klappen 5'
geöffnet, und die zugeordneten Pulversprüheinrichtungen 4' eingefahren, welche, wie
dort gezeigt, auf einer Linie liegen und einander zugewandt sind. Wenn statt der kleinen
Klappe 5 zusätzlich noch die größer bemessene Klappe 30 oder beide nach außen geöffnet
wird bzw. werden, wie dies in gebrochenen Linien in Figur 4 eingetragen ist, wird
eine Zugangsöffnung für den Einsatz von für die Handbeschichtung dienenden nicht näher
dargestellte Pulversprüheinrichtungen freigelegt. Durch die spiegelbildliche Anordnung
der Doppelklappen 5', 30 werden für den Handbetrieb dann an den gegenüberliegenden
Wandbereichen der Pulverbeschichtungskabine 1' Öffnungen freigelegt, die in Längsrichtung
zueinander versetzt sind. Hierdurch ist eine beidseitige Pulverbeschichtung mittels
nicht näher dargestellten Hand-Pulversprüheinrichtungen ohne jegliche wechselseitige
Behinderung möglich. Nach dieser in Figur 4 beispielhaft verdeutlichten Klappenauslegung
kann die Pulverbeschichtungskabine 1' ohne große Schwierigkeiten von dem Automatikbetrieb
zu dem Handbetrieb und umgekehrt umgewandelt werden.
[0047] Damit ist natürlich die Auslegung auch derart getroffen, daß - wie voranstehend erläutert
worden ist - eine automatische Abreinigung des Innenraums der Pulverbeschichtungskabine
1' mit Hilfe einer zugeordneten Reinigungseinrichtung 20 beispielsweise unter Ausführung
einer vertikalen Bewegung ermöglicht wird. Hierzu werden dann die beiden Klappen 5'
und 30 auf jeder Seite geschlossen. Natürlich kann auch nur eine Anordnung von unterschiedlich
groß bemessenen Klappen 5', 30 vorhanden sein.
[0048] Die Pulversprüheinrichtung(en) können horizontal oder vertikal neben- oder übereinanderliegend
angeordnet sein.
[0049] Wie in Figur 4 ebenfalls noch angedeutet ist, ist dank der voranstehend erläuterten
Konstruktion der Schleuse 13 auch ein Einsatz der Pulverbeschichtungskabine 1' mit
einem Vorbeschichtungsplatz und/oder einem Nachbeschichtungsplatz jeweils von links
oder rechts möglich.
[0050] In Figur 5 ist schematisch eine Verbindung von zwei Klappen 5' und 30 beispielsweise
aus Figur 4 in der Schließstellung verdeutlicht. An den jeweiligen, dem Gelenk der
Klappe 5', 30 zugeordneten Seiten sind entsprechende Dichtungen 31 vorgesehen, welche
in der Schließstellung der Klappen 5', 30 einen zuverlässigen dichten Abschluß des
Innenraums der Pulverbeschichtungskabine 1' sicherstellen. Natürlich können auch von
der Darstellung abweichende Dichtungen eingesetzt werden, und natürlich sind gleiche
oder ähnliche sowie entsprechende Dichtungen auch an den Dichtkanten der weiteren
gegebenenfalls vorgesehenen Klappen der Pulverbeschichtungskabinenkonstruktion 1,
1' vorgesehen, um für den Reinigungsvorgang und Einsatz der Reinigungseinrichtung
20 einen dicht geschlossenen Behälter zu haben, welcher von der Pulverbeschichtungskabine
1, 1' gebildet wird.
[0051] In Figur 6 ist eine weitere Ausführungsvariante einer insgesamt mit 1'' bezeichneten
Pulverbeschichtungskabine dargestellt. Die mit den voranstehenden Ausführungsformen
übereinstimmenden Einzelheiten werden nicht nochmals erläutert, sondern nur die wesentlichen
Unterschiede hierzu. Diese gleichen oder ähnlichen Teile sind daher in Figur 6 mit
denselben Bezugszeichen versehen.
[0052] Bei der Pulverbeschichtungskabine 1'' sind die wenigstens an eine Schleuse 13 angrenzenden
Kabinenwandbereiche derart nach außen klappbar, wie dies mit der insgesamt mit 32
bezeichneten Klappenanordnung gezeigt ist, daß die voranstehend erläuterte und in
Figur 6 schematisch dargestellte Reinigungseinrichtung 20 in Durchlaufrichtung A oder
seitlich in die Pulverbeschichtungskabine 1'' einsetzbar und einfahrbar ist. Wie in
gebrochenen Linien dargestellt ist, gestattet die Klappenanordnung 32, welche gegebenenfalls
mit den voranstehend beschriebenen Anordnungen beispielsweise nach Figur 4, verknüpft
sein kann, daß ein so großer Öffnungsbereich an der Pulverbeschichtungskabine 1''
freigelegt werden kann, daß die Reinigungseinrichtung 20 von der Seite her in den
Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1'' hineinbewegt wird. Wenn sich dann die
Reinigungseinrichtung 20 im Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1'' befindet,
wird die Klappenanordnung 32 wieder geschlossen und in die mit durchgezogener Linie
dargestellte Lage gebracht, die türenförmigen Klappen 15 der Schleusen 13 werden geschlossen
und die Klappe 8 für die Verbindungsöffnung 7 zu der Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung
6 kann geöffnet werden. Beim Durchführen eines Trockenreinigungsvorganges des Innenraums
der Pulverbeschichtungskabine 1'' kann dann das überschüssige Pulver aus der zentralen
Pulveraufbereitungs- und Versorgungseinrichtung 6 ins Innere der Pulverbeschichtungskabine
1'' gelangen und über den voranstehend erläuterten Pulverauslaß 17 zu dem Pulverkreislauf
zurückgeführt werden.
[0053] Figur 7 zeigt in einer ähnlichen Schnittdarstellung wie Figur 6 eine weitere Ausgestaltungsform
einer Pulverbeschichtungskabine 1'''. Unterschiedlich gegenüber den voranstehend erläuterten
bevorzugten Ausführungsformen ist es, daß die Pulverbeschichtungskabine 1''' im Querschnitt
viereckförmig ausgebildet ist. Hierbei sind die inneren Kantenbereiche im Hinblick
auf eine effektive Reinigung wie dargestellt abgerundet oder abgeschrägt. Auch hierbei
ist beispielsweise, ähnliche wie bei Figur 6, im Bereich wenigstens einer Schleuse
13 eine entsprechende Klappenanordnung 32' vorgesehen, welche das Einführen der Reinigungseinrichtung
20' von der Seite her bei geöffneter Klappenanordnung 32' gestattet. Wie bei den voranstehenden
Ausführungsformen ist auch auf den gegenüberliegenden Wandbereichen der Pulverbeschichtungskabine
1''' je eine Doppelklappenanordnung mit einer kleineren Klappe 5' und einer größeren
Klappe 30 vorgesehen, welche spiegelbildlich an den gegenüberliegenden Wandbereichen
der Pulverbeschichtungskabine 1''' angeordnet ist. Abgesehen von der von den voranstehenden
Ausführungsformen abweichenden Querschnittsgestalt sind in Figur 7 gleiche oder ähnliche
Teile mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0054] Figur 8 dient zur Verdeutlichung einer weiteren Ausführungsform einer insgesamt mit
20'' bezeichneten Reinigungseinrichtung. Diese Reinigungseinrichtung 20'' ist hinsichtlich
Höhe und Querschnittsform an die entsprechende Gestaltung der dort mit 1'''' bezeichneten
Pulverbeschichtungskabine angepaßt. Beim dargestellten Beispiel hat die Reinigungseinrichtung
20'' eine beispielsweise korbförmig gestaltete Stützkonstruktion 50, an welcher gegebenenfalls
um ihre eigenen Achsen drehbar angeordnete Bürsteneinsätze 51 vorgesehen sind. Zur
Abreinigung wird diese Reinigungseinrichtung 20'' im wesentlichen feststehend in dem
Innenraum der Pulverbeschichtungskabine 1'''' angeordnet. Diese Reinigungseinrichtung
20'' überstreicht zur Abreinigung alle Innenwandflächen der Pulverbeschichtungskabine
1''''. Zur effektiven Abreinigung kann die Reinigungseinrichtung 20'' eine Drehbewegung
um ihre Längsachse ausführen. Zur Unterstützung kann sie vorzugsweise eine geringfügige
oszillierende Bewegung um die Längsachse und/oder eine Bewegung in geringfügigem Maße
in seitlicher Richtung ausführen. Diese Reinigungseinrichtung 20'' ist ähnlich beispielsweise
wie eine Bürstenanordnung ausgelegt, die bei Fahrzeug-Waschanlagen beispielsweise
zum Einsatz kommt. Ansonsten wurden die weiteren Einzelheiten, welche in Figur 8 gezeigt
sind, bereits voranstehend im Zusammenhang mit weiteren Ausgestaltungsformen einer
Pulverbeschichtungskabine erläutert.
[0055] In Figur 9 ist in einer schematischen Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform
einer Pulversprüheinrichtung 4'' gezeigt, welche beispielsweise fingerförmige Sprühteile
umfaßt. In Abweichung von der voranstehend beschriebenen Ausführungsform hat die in
Figur 9 beispielsweise gezeigte Pulversprüheinrichtung 4'' lose auf einem Schaft 55
angeordnete Blendenteile 56, welche vorzugsweise derart ausgestaltet sind, daß sie
sich schuppenförmig überlappen. Mit Hilfe von diesen Blendenteilen 56 kann der jeweils
in der Pulverbeschichtungskabine gebildete Schlitz oder Durchführungsschlitz 3, 3'
auch während des Pulverbeschichtungsbetriebes zuverlässig abgedeckt werden, obgleich
sich die Pulversprüheinrichtungen 4'' beispielsweise in Figur 1 in senkrechter oder
gegebenenfalls auch in waagerechter Richtung auf entsprechend gesteuerte Weise bewegen
können. Durch eine solche Ausgestaltungsform läßt sich der Gesamtlufthaushalt der
Pulverbeschichtungskabine 1, 1', 1'', 1''', 1'''' noch weiter verbessern, da praktisch
im Bereich der Durchführung an der Wandfläche nahezu kein Luftaustritt mehr möglich
ist.
[0056] Hieraus ist zu ersehen, daß unabhängig von der Querschnittsgestalt der Pulverbeschichtungskabine
1, 1', 1'', 1''', 1'''' die vielseitige Einsetzbarkeit derselben für Hand- oder Automatikbetrieb
gegeben ist und daß eine in vertikaler Richtung bewegbare Reinigungseinrichtung 20,
20', 20'' einsetzbar ist.
[0057] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die voranstehend beschriebenen Einzelheiten
der bevorzugten Ausführungsformen beschränkt, sondern es sind zahlreiche Abänderungen
und Modifikationen möglich, die der Fachmann im Bedarfsfall treffen wird. So sind
auch kombinierte Querschnittsformen außer rund und viereckig, wie oval oder dergleichen
möglich. Ferner können die Klappenanordnungen in Abhängigkeit von dem Anwendungsfall
auch teilweise entfallen oder auch abweichend gestaltet werden, vorausgesetzt, daß
zum Reinigen mit Hilfe der Reinigungseinrichtung 20, 20', 20'' von der Pulverbeschichtungskabine
1, 1' ,1'', 1''', 1'''' ein geschlossener Behälter gebildet wird, welcher eine automatische
Abreinigung ohne aufwendige Schlittenführungen gestattet und durch das Schließen der
Klappen gleichzeitig die Reinigung dieser mit ermöglicht.
[0058] Zur Verbesserung der Betriebssicherheit kann wenigstens der der oder den Pulversprüheinrichtung(en)
4, 4', 4'' gegenüberliegende(n) Wandbereich(en) aus nichtleitendem Werkstoff, beispielsweise
einem Isolator, hergestellt sein. In äqulivalenter Weise kann an Stelle der Herstellung
aus einem nichtleitenden Werkstoff eine Beschichtung aus nichtleitendem Werkstoff
auf einem leitenden Grundwerkstoff aufgebracht werden, wodurch sich die Herstellung
wesentlich verbilligen kann. Hierdurch kann ein viel geringerer Abstand zwischen zu
beschichtendem Teil und Kabinenrand gewählt werden, da die störende Wirkung der Außenwand
(Pulver wird durch die Erdung von der Außenwand angezogen) vermieden wird. Somit lassen
sich die Abmessungen der Kabine noch weiter reduzieren.

1. Pulverbeschichtungskabine, insbesondere für den Durchlaufbetrieb, mit wenigstens einer
Pulversprüheinrichtung (4, 4' , 4''), welche mit wenigstens einer Pulveraufbereitungs-
und Versorgungseinrichtung (6) verbunden ist, wobei die Kabine (1, 1', 1'', 1''',
1'''') eine kleine Grundfläche hat und säulenförmig ausgebildet ist, und in wenigstens
einer Wand der Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') ein verschließbarer Schlitz (3, 3')
zur Durchführung der Pulversprüheinrichtung (4, 4', 4'') vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reinigungseinrichtung (20, 20,', 20'') vorgesehen ist, welche bei verschlossenen
Schlitzen (3, 3') die Innenwände des von der Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') gebildeten
geschlossenen Behälters unter Ausführung einer Bewegung in vertikaler Richtung im
Innenraum der Kabine abreinigt.
2. Pulverbeschichtungskabine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') mit einem Durchgang (10) für ein
Fördergestell (11) in der Deckenfläche (9) bei automatischem Durchlaufbetrieb dieser
Durchgang (10) beim Arbeiten der Reinigungseinrichtung (20, 20', 20'') durch diese
automatisch dicht verschlossen ist.
3. Pulverbeschichtungskabine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (20, 20', 20'') mit Druckluft und/oder Saugluft und/oder
naß betreibbar ist.
4. Pulverbeschichtungskabine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (20, 20', 20'') die Innenwände des geschlossenen Behälters
überstreicht und vorzugsweise mit Schwammteilen, Düsen (23) oder dergleichen bestückt
ist.
5. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (20, 20') eine Teleskopeinrichtung (22) für die Bewegung
in vertikaler Richtung umfaßt.
6. Pulverbeschichtungskabine nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (20'') an die Querschnittsform und die Höhe der Kabine
(1, 1', 1'', 1''', 1'''') angepaßt ausgebildet ist.
7. Pulverbeschichtungskabine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausführung des Abreinigungsvorganges die Reinigungseinrichtung (20'') in
Umfangsrichtung der Kabine feststenend angeordnet oder vorzugsweise eine Drehbewegung
um ihre Längsachse und/oder vorzugsweise eine geringfügige oszillierende Bewegung
um die Längsachse und/oder in seitlicher Richtung ausführt.
8. Pulverbeschichtungskabine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (20'') korbförmig als Stützkonstruktion (50) ausgebildet
ist.
9. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') am Bodenbereich (16) trichterförmig ausgebildet
ist und einen Pulverauslaß (17) sowie gegebenenfalls eine verschließbare Öffnung zur
Flüssigkeitsausleitung (bei 18) beim Naßreinigen hat.
10. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Durchlaufrichtung (A) des zu beschichtenden Guts einlaßseitig und/oder auslaßseitig
der Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') eine zugleich in einen Nachbeschichtungsplatz
oder einen Vorbeschichtungsplatz umwandelbare Schleuse (13) angeordnet ist.
11. Pulverbeschichtungskabine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der gebildete Nachbeschichtungsplatz oder Vorbeschichtungsplatz wahlweise von
der einen oder der anderen Seite her zugänglich ist.
12. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem den Pulversprüheinrichtungen (4, 4', 4'') zugeordneten, gegenüberliegenden
Wandbereich der Kabine (1, 1', 1'', 1''',1'''') eine Anordnung von aneinandergrenzenden
Klappen (5, 5', 30) unterschiedlicher Größe für Handbetrieb oder Automatikbetrieb
vorgesehen ist.
13. Pulverbeschichtungskabine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei in gegenüberliegenden Wandbereichen der Kabine (1, 1', 1'', 1''',
1'''') vorgesehenen Pulversprüheinrichtungen ( 4, 4', 4'') die den gegenüberliegenden
Wandbereichen zugeordneten Anordnungen von aneinandergrenzenden Klappen (5, 5', 30)
unterschiedlicher Größe spiegelbildlich vorgesehen sind.
14. Pulverbeschichtungskabine nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens an eine der Schleusen (13) angrenzenden Kabinenwandbereiche (32,
32') derart klappbar sind, daß im aufgeklappten Zustand die Reinigungseinrichtung
(20, 20',20'') seitlich in die Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') eingeführt werden
kann.
15. Pulverbeschichtungskabine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Kabine (1, 1', 1'', 1''',1'''') mittels eines Deckels verschlossen
ist, welcher vorzugsweise einteilig ausgebildet und an der Reinigungseinrichtung (20,
20',20'') angebracht ist.
16. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Kabinenwand eine Rückwand der zentralen Pulveraufbereitungs- und
Versorgungseinrichtung (6) bildet und eine Verbindungsöffnung (7) zum Innenraum der
Kabine (1, 1', 1'', 1''',1'''') vorhanden ist, welche mittels einer zum Innenraum
der Kabine öffenbaren Klappe (8) verschlossen ist.
17. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (5, 5', 8, 30, 32) Abdichtungen (31) zum dichten Abschließen des
Innenraums der Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') bei geschlossenen Klappen haben.
18. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der oder die der oder den Pulversprüheinrichtung(en) (4, 4',4'')
gegenüberliegende(n) Wandbereich(e) aus nichtleitendem Werkstoff besteht bzw. bestehen
oder eine Beschichtung aus nichtleitendem Werkstoff hat oder haben.
19. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige(n) Pulversprüheinrichtung(en) (4, 4', 4'') Blendenteile (56) zum
Abdecken des zugeordneten Schlitzes (3, 3') umfaßt bzw. umfassen, welche sich vorzugsweise
schuppenförmig überlappen, sowie vorzugsweise lose am Schaft (55) der jeweiligen Pulversprüheinrichtung(en)
(4, 4', 4'') angeordnet sind.
20. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (1, 1', 1'', 1''') im Querschnitt kreisförmig oder oval ausgebildet
ist.
21. Pulverbeschichtungskabine nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (1''') im Querschnitt viereckig oder rechteckig ausgebildet ist.
22. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens zwei gegenüberliegenden Wänden der Kabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''')
jeweils wenigstens ein verschließbarer Schlitz (3, 3') zur Durchführung von Pulversprüheinrichtungen
(4, 4', 4'') vorgesehen ist.
23. Pulverbeschichtungskabine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Schlitz(e) (3, 3') mittels wenigstens einer zur Außenseite öffenbaren
Klappe (5, 5') verschlossen sind und die Klappe (5, 5') den jeweiligen Schlitz (3,
3') begrenzt.
1. A powder coating booth, in particular for continuous throughput operation, comprising
at least one powder spray means (4, 4, 4') connected to at least one powder preparation
and supply means (6), the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') having a small base surface
area and is in the form of a column, a closable slot (3, 3') being provided in at
least one wall of the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') for the passage of the powder
spray means (4, 4', 4''), characterized in that a cleaning means (20, 20', 20'') is provided which when the slots (3, 3') are closed
oleans the inner walls of the container formed closed by the booth (1, 1', 1'', 1''',
1'''') in executing a movement in the vertical direction in the interior of the booth.
2. The powder coating booth as set forth in claim 1, characterized in that in a booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') having a passage (10) for a conveying frame
(11) in the top surface area (9), the passage (10) is closed off tight automatically
by the cleaning means (20, 20', 20'') in operation thereof in automatic continuous
throughput operation.
3. The powder coating booth as set forth in claim 1 or 2, characterized in that the cleaning means (20, 20', 20'') is operable with compressed air and/or vacuum
air and/or wet.
4. The powder coating booth as set forth in any of the claims 1 to 3, characterized in that the cleaning means (20, 20', 20'') sweeps the inner walls of the closed container
and is preferably fitted with sponge parts, nozzles (23) or the like.
5. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the cleaning means (20, 20', 20'') comprises a telescoping means (22) for movement
in the vertical direction.
6. The powder coating booth as set forth in any of the claims 1 to 5, characterized in that the cleaning means (20'') is configured adapted to the cross-sectional shape and
height of the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''').
7. The powder coating booth as set forth in claim 6, characterized in that for implementing the cleaning action the cleaning means (20'') is fixedly arranged
peripherally in the booth or executes preferably a rotary movement about its longitudinal
axis and/or preferably a slightly oscillating movement about the longitudinal axis
and/or laterally.
8. The powder coating booth as set forth in claim 6 or 7, characterized in that the cleaning means (20'') is configured basket-shaped as a supporting structure (50).
9. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the booth (1 , 1', 1'', 1''', 1'''') is configured in the floor region (16) funneled
and has a powder discharge (17) as well as, where necessary, a closable port for wet
drainage (at 18) in wet cleaning.
10. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that in the direction of continuous throughput (A) of the material to be coated a lock
(13) convertible simultaneously into an after-coating place or a precoating place
is arranged at the inlet side and/or outlet side.
11. The powder coating booth as set f orth in claim 10, characterized in that the formed after-coating place or precoating place is optionally accessible at the
one or other side.
12. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that in the wall region of the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') located opposite assigned
to the powder coating means (4, 4', 4'') an array of juxtaposed flaps (5, 5', 30)
is provided differing in size for manual operation or automatic operation.
13. The powder coating booth as set forth in claim 12, characterized in that for powder coating means (4, 4', 4'') provided in opposite wall regions of the booth
(1 1', 1'', 1''', 1'''') the arrays of juxtaposed flaps (5, 5', 30) assigned to opposite
wall regions are provided mirror-inversely differing in size.
14. The powder coating booth as set forth in any of the claims 10 to 13, characterized in that the booth wall regions (32, 32') adjoining at least one of the locks (13) are hingeable
such that in the hinged-open condition the cleaning means (20, 20', 20'') can be introduced
laterally into the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''').
15. The powder coating booth as set forth in any of the claims 1 to 14, characterized in that the top of the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') is closed off by means of a cover
configured preferably integrally and mounted on the cleaning means (20, 20', 20'').
16. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that a portion of the booth wall forms a rear wall of the central powder preparation and
supply means (6) and a connecting port (7) is provided to the interior of the booth
(1, 1', 1'', 1''', 1''''), this connecting port being closed oft by means of a flap
(8) openable to the interior of the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''').
17. The powder coating booth as set forth in any of the claims 12 to 16, characterized in that the flaps (5, 5', 5'') have seals (31) for sealing off the interior of the booth
(1, 1', 1'', 1''', 1'''') when the flaps are closed.
18. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that at least one, any or all of the wall regions opposite the powder spay means (4, 4',
4'') consist(s) of a non-conductive material or has(have) a coating of a non-conductive
material.
19. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that each of the powder spray means (4, 4', 4'') comprises trim parts (56) for covering
the assigned slot (3, 3'), the trim parts overlapping like shingles as well and preferably
being arranged loosely on the shank (55) of the corresponding powder spray means (4,
4', 4'').
20. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') is configured in cross-section circular or oval.
21. The powder coating booth as set forth in any of the claims 1 to 19, characterized in that the booth (1''') is configured in cross-section square or rectangular.
22. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that in at least two opposite walls of the booth (1, 1', 1'', 1''', 1'''') at least one
closable slot (3, 3') is provided in each case for passage of the powder spray means
(4, 4', 4'').
23. The powder coating booth as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the slot(s) (3, 3') is/are closed off by means of at least one flap (5, 5') defined
each of the corresponding slots (3, 3').
1. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre, en particulier pour le fonctionnement
continu, qui comporte au moins un dispositif de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'')
qui est relié à au moins un appareil de préparation de poudre et d'alimentation (6),
la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') ayant une petite base et ayant l'allure d'une
colonne, dans au moins une paroi de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') étant prévue
une fente (3, 3'), que l'on peut fermer pour introduire le dispositif de pulvérisation
de poudre (4, 4', 4''), caractérisée en ce qu'est prévu un dispositif de nettoyage
(20, 20', 20'') qui, avec les fentes fermées (3, 3'), dépoussière les parois internes
du récipient fermé formé par la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1''''), pendant la réalisation
d'un déplacement, dans la direction verticale, à l'intérieur du volume intérieur de
la cabine.
2. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant la revendication 1, caractérisée
en ce qu'avec une cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') comportant un passage (10) pour
un transporteur (11) dans la surface supérieure (9), en fonctionnement continu ce
passage (10) est fermé et rendu étanche automatiquement pendant le travail du dispositif
de nettoyage (20, 20', 20'').
3. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le dispositif de nettoyage (20, 20', 20'') peut être actionné
par de l'air comprimé et/ou de l'air aspiré et/ou par voie humide.
4. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications 1
à 3, caractérisée en ce que le dispositif de nettoyage (20, 20', 20'') brosse la paroi
interne du récipient et est, de préférence, équipé de parties en éponge, de buses
(23), etc.
5. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif de nettoyage (20, 20') comporte un dispositif
téléscopique (22) pour son déplacement en direction verticale.
6. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications 1
à 5, caractérisée en ce que le dispositif de nettoyage (20'') est adapté à la forme
de la section transversale et à la hauteur de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''')
7. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant la revendication 6, caractérisée
en ce que, pour la réalisation du procédé de dépoussièrage, le dispositif de nettoyage
(20'') est placé fixe dans le sens de la circonférence de la cabine et/ou, de préférence,
fait un mouvement de rotation autour de son axe longitudinal et/ou, de préférence,
un léger mouvement oscillant autour de cet axe longitudinal et/ou dans la direction
latérale.
8. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant la revendication 6 ou 7,
caractérisée en ce que le dispositif de nettoyage (20'') est prévu en forme de panier,
comme structure support (50).
9. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') est prévue en forme de
trémie sous la base (16) et comporte une sortie de poudre (17) ainsi qu'éventuellement
une ouverture obturable pour la sortie de liquide (par 18) pour le nettoyage par voie
humide.
10. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, dans le sens du passage (A) du produit à revêtir, est prévu,
du côté de l'entrée et/ou du côté de la sortie de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1''''),
un canal de transfert (13) transformable à la fois en place de postrevêtement ou en
place de prérevêtement.
11. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant la revendication 10, caractérisée
en ce que la place de postrevêtement ou de prérevêtement est, au choix, accessible
de l'un ou de l'autre côté.
12. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, dans la paroi opposée de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1''''),
associée au dispositif de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'') , il est prévu un arrangement
de volets contigus l'un à l'autre (5, 5', 30), de différentes tailles pour un fonctionnement
manuel ou automatique.
13. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant la revendication 12, caractérisée
en ce que, pour le dispositif de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'') prévu en face
des zones de paroi de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1''''), sont prévus inversement
les systèmes associés aux zones de paroi d'en face des volets contigus l'un à l'autre
(5, 5', 30), de différentes tailles.
14. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications 10
à 13, caractérisée en ce que les zones de paroi (32, 32') de cabine contiguës au moins
à un des canaux de transfert (13) sont repliables de manière qu'à l'état plié, on
puisse introduire latéralement dans la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') le dispositif
de nettoyage (20, 20' 20'').
15. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications 1
à 14, caractérisée en ce que le côté supérieur de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''')
est fermé par un couvercle qui est, de préférence, prévu' en une seule partie et est
ajouté au dispositif de nettoyage (20, 20', 20'').
16. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'une partie de la paroi de cabine forme l'arrière de l'appareil
de préparation de poudre et d'alimentation (6) et qu'il est prévu une ouverture de
liaison (7) vers l'intérieur de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1''''), laquelle est
fermée par un volet (8) qui peut s'ouvrir sur l'intérieur de la cabine.
17. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les volets (5, 5', 8, 30, 32) comportent des garnitures (31)
pour la fermeture étanche de l'intérieur de la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1''''), avec
les volets fermés.
18. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'au moins la ou les zones de paroi en face du ou des dispositifs
de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'') sont en matière isolante ou comportent un
revêtement en matière isolante.
19. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le ou les dispositifs de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'')
comprennent des parties écrans (56) pour recouvrir la fente associée (3, 3'), lesquelles
se chevauchent, de préférence comme des tuiles, ainsi que sont disposés, de préférence
amovibles sur l'axe (55), des dispositifs de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'')
respectifs.
20. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la cabine (1, 1', 1'', 1''', 1'''') a une section transversale
circulaire ou ovale.
21. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications 1
à 19, caractérisée en ce que la cabine (1''') a une section transversale quadrangulaire
ou rectangulaire.
22. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, dans au moins deux parois opposées de la cabine (1, 1', 1'',
1''', 1''''), est prévue, à chaque fois, au moins une fente obturable (3, 3') pour
le passage des dispositifs de pulvérisation de poudre (4, 4', 4'').
23. Cabine de revêtement par pulvérisation de poudre suivant une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la ou les fentes (3, 3') sont fermées par au moins un volet
(5, 5') ouvrable vers le côté extérieur et que le volet (5, 5') limite la fente respective
(3, 3').