[0001] Die Erfindung betrifft eine Brausegarnitur mit einer Halterung, welche eine Aufnahme
für eine Handbrause und einen die Halterung tragenden Brauseschieber aufweist, der
höhenverstellbar mit einer an einer Wand befestigten Führungsstange verbunden ist,
wobei die Aufnahme einem schwenkbeweglich an der Halterung befestigten Haltekopf zugeordnet
ist, dessen Schwenkstellung mittels eines der Halterung zugeordneten Bremselementes
einstellbar ist.
[0002] Brausegarnituren der vorstehend genannten Art ermöglichen es bei öffentlichen oder
privaten Duschen die Handbrause an einer Halterung zu befestigen, die selbst wiederum
an einer an einer Wand befestigten Führungsstange höhenverstellbar gehalten ist. Bei
einer aus der DE-A1-40 00 621 bekannten Brausegarnitur ist die Halterung schwenkbeweglich
an einem Brauseschieber gehalten. Aufgrund der Schwenkbeweglichkeit der Halterung
kann die Stellung der Handbrause leicht an den jeweiligen Verwendungszweck angepaßt
werden. Nachteilig erweist sich bei der bekannten Garnitur jedoch, daß das zwischen
Halterung und Brauseschieber angeordnete Schwenkgelenk sich aufgrund der notwendigen
genauen Positionierung meist nur ruckartig und mit erheblichem Kraftaufwand betätigen
läßt. Aus der DE-U-87 03 949 ist eine schwenkbewegliche Ausbildung der Halterung bekannt,
bei der eine gleichzeitig den Brauseschieber arretierende Druckfeder auch auf den
Kugelkopf der Halterung als Bremselement einwirkt. Über den Kugelkopf wird eine Beweglichkeit
der Halterung in alle Richtungen ermöglicht. Nachteilig ist, daß die eine Fixierung
des Brauseschiebers an der Führungsstange bewirkende starke Druckfeder auch die schwere
Handbrause bzw. die Halterung halten muß. Von daher ist ein gewolltes Verschwenken
nur mit hohem Kraftaufwand möglich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brausegarnitur der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, daß ihre Handhabung verbessert und insbesondere das
Einstellen der Halterung mit der Handbrause ohne großen Kraftaufwand und jeweils ruckfrei
möglich ist.
[0004] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Bremselement einen gegenüber
dem Haltekopf angewinkelten Hebelabschnitt aufweist, über den das Bremselement insgesamt
von dem Haltekopf durch Druckbeaufschlagung abschwenkbar ist. Diese Lösung ermöglicht
es, die an der Halterung befestigte Handbrause beliebig zu verschwenken und dabei
in der gewünschten Stellung zu arretieren ohne Gefahr zu laufen, daß die Handbrause
aufgrund des in dem entsprechenden Schwenkgelenk nach längerer Gebrauchsdauer stets
entstehenden Verschleißes sich selbsttätig aus der gewünschten Stellung hinausbewegt.
[0005] Die Handhabung und Vielseitigkeit bezüglich der Schwenkbewegung können zusätzlich
dadurch verbessert werden, daß zwischen der Halterung und dem Brauseschieber ein Schwenkgelenk
für die Halterung ausgebildet ist und daß das Gelenk durch ein zwischen dem Brauseschieber
und der Halterung angeordnetes Dichtelement gegenüber der Umgebung abgedichtet ist.
Dabei sollte im Hinblick auf eine verlängerte Lebensdauer der Garnitur das Dichtelement
ein in einer die Halterung oder in dem Brauseschieber eingeformten Nut einliegender
O-Ring sein. Das Bremselement ist zweckmäßig als Rastkörper und damit als Feststellelement
ausgebildet, dessen Rastfläche mit am Haltekopf ausgebildeten Rastflächen korrespondierend
ausgebildet und verrastbar ist. Auf diese Weise erhält man eine besonders robuste
Feststellvorrichtung für die Aufnahme der Handbrause. Dabei ist das Bremselement von
einem federelastischen, mit der Halterung verbundenen Haltestück getragen, so daß
ein selbsttätiges Anschwenken dieses Bremselements an den Haltekopf und damit seine
selbsttätige Verriegelung in der gewünschten Stellung sichergestellt ist. Ergänzend
oder alternativ kann dieses selbsttätige Verriegeln dadurch erreicht werden, daß das
Bremselement über ein zwischen Gelenkkörper mit Schwenkgelenk und Hebelabschnitt angeordnetes,
elastisches Element in Form einer Spiralfeder druckbelastet ist. In diesem Zusammenhang
ebenso sinnvoll ist es, wenn die Halterung ein die zum Feststellen des Haltekopfes
benötigenden Elemente aufnehmendes Gehäuse bildet.
[0006] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein einfach und sicher
ein- und nachstellbarer Aufnahmekopf geschaffen sind. Die beim Gebrauch derartiger
Brausen auftretenden Einflüsse können geschickt ausgeschaltet werden. Die Einzelteile
des Bremselementes und bzw. des Rastkörpers sind in einem Gehäuse sicher und formschön
untergebracht. Die Handhabung ist einfach, wobei sich auch insgesamt eine den ästetischen
Bedingungen optimal genügende Brausegarnitur ergibt.
[0007] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstands ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Brausegarnitur im Längsschnitt und
- Fig. 2
- einen Ausschnitt A von Fig. 1 in vergrößerter Ansicht.
[0008] Die Brausegarnitur weist einen auf einer Führungsstange 1 mit ovalem Querschnitt
verschiebbaren Brauseschieber 2 und eine von diesem getragene Halterung 3 auf. Die
Halterung 3 und der Brauseschieber 2 sind jeweils als Gehäuse ausgebildet und über
ein Schwenkgelenk 4 derart miteinander verbunden, daß die Halterung 3 gegenüber dem
Brauseschieber 2 um eine parallel zur Führungsstange 1 ausgerichtete Schwenkachse
X verschwenkbar ist. Dabei ist das Schwenkgelenk 4 durch den in eine Gehäuseöffnung
2a des Brauseschiebers 2 eingreifenden Zapfen 5a eines in der Halterung 3 einsitzenden
Gelenkkörpers 5 gebildet, der durch ein auf ihn aufgepreßtes, scheibenförmiges Verriegelungselement
6 in dem Brauseschieber 2 gehalten wird (Fig. 2). Die im Bereich des Schwenkgelenks
4 angeordneten Oberflächen 2b, 5b des Gelenkkörpers 5 und des Brauseschiebers 2 sind
eben ausgebildet, wobei in die Oberfläche 2b des Brauseschiebers 2 eine Kreisnut 2c
eingeformt ist. In der Kreisnut 2c ist ein O-Ring 7 eingelegt, der an der Oberfläche
5b des Gelenkkörpers 5 anliegt und das Schwenkgelenk 4 gegenüber der Feuchtigkeit
der Umgebung abdichtet, ohne dessen Drehbeweglichkeit zu behindern.
[0009] In dem der Rückseite der Führungsstange 1 zugeordneten Bereich des Brauseschiebers
2 ist ein Feststellelement 8 angeordnet. Das Feststellelement 8 ist rohrförmig ausgebildet
und weist hinsichtlich seiner Durchgangsbohrung in Längsrichtung einen doppelkonischen
Querschnitt auf, wobei sich der Querschnitt jeweils zu den stirnseitigen Flächen des
Feststellelements 8 erweitert. Zusätzlich weist das Feststellelement 8 eine quer zu
dessen Längsachse ausgerichtete Aufnahme 8a für eine Mutter 9 auf. In die Mutter 9
ist eine Spannschraube 10 eingeschraubt, die in die Durchgangsbohrung des Feststellelements
8 eingeführt ist. Die Spannschraube 10 ist in dem Brauseschieber 2 frei drehbar gelagert,
da ihr Schraubenkopf 10a mit seiner Unterseite an den Rändern einer Durchgangsbohrung
2d des Brauseschiebers 2 für den Schraubenhals 10b der Spannschraube 10 abgestützt
ist. Seine Oberseite ist an einem Einsatzstück 11 abgestützt, welches in einer Einsenkung
2e des Brauseschiebers 2 eingepreßt ist, die auch den Schraubenkopf 10a der Spannschraube
10 aufnimmt.
[0010] Oberhalb des rohrförmigen Feststellelements 8 ist in dem Brauseschieber 2 ein Einsatzstück
12 angeordnet. Dieses Einsatzstück 12 bildet zum einen mit seiner der Führungsstange
1 zugeordneten Fläche eine Führung für den Brauseschieber 2 an der Führungsstange
1. Zum anderen bildet das Einsatzstück 12 mit seiner dem Feststellelement 8 zugeordneten
Fläche einen Anschlag für das Feststellelement 8.
[0011] Zwischen dem Feststellelement 8 und der Führungsstange 1 ist ein erstes, an der Führungsstange
1 anliegendes Gleitstück 13 angeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, das elastische
Material des Feststellelements 8 ohne Rücksicht auf die Gefahr eines Anhaftens des
Feststellelements 8 an der Führungsstange 1 auszuwählen. Ein zweites Gleitstück 14
ist auf der dem ersten Gleitstück 13 gegenüber liegenden Seite der Führungsstange
1 angeordnet und mit seiner von der Führungsstange 1 abgewandten Frontfläche an den
Gehäusewänden des Brauseschiebers 2 so abgestützt, daß es ebenfalls eine Führung für
den Brauseschieber 2 an der Führungsstange 1 bildet.
[0012] Zur Montage der Brausegarnitur ist die rückwärtige Gehäusewand des Brauseschiebers
2 als mit dem übrigen Gehäuse des Brauseschiebers 2 verrastbarer Deckel 15 ausgebildet.
[0013] Der Gelenkkörper 5 sitzt formschlüssig eingerastet in der als Gehäuse ausgebildeten
Halterung 3 ein. Diese weist in ihrem vorderen Bereich parallel zueinander ausgerichtete,
vorstehende Abschnitte 3a auf, die gegenüber dem übrigen Gehäuse der Halterung 3 vorstehen
und gabelförmig einen annähernd zylinderförmigen Aufnahmekopf 16 umgreifen. Der Aufnahmekopf
16 ist dabei in Gelenken 17 der vorstehenden Abschnitte 3a um eine weitere Schwenkachse
Y drehbar gelagert.
[0014] Der Schwenkkopf 16 weist eine konisch ausgeformte Aufnahmeöffnung 16a für eine nicht
gezeigte Handbrause auf. An seinem der Halterung 3 zugeordneten Rücken 16b ist zusätzlich
durch parallel zueinander sich erstreckende Einkerbungen eine Rastfläche 16c ausgebildet.
Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Zustand greifen in die Einkerbungen der
Rastfläche 16c entsprechend ausgebildete Vorsprünge 18a eines Rastkörpers 18 und verhindern
eine Schwenkbewegung des Aufnahmekopfes 16.
[0015] Der Rastkörper 18 weist einen einstückig an ihm angeformten Hebelabschnitt 18b auf,
der in eine entsprechend geformte Gehäuseausnehmung 3b der Halterung 3 hineinreicht.
Auf der rückwärtigen Fläche 18c des Rastkörpers 18 ist eine Einsenkung 18d eingeformt,
in der das eine Ende einer zwischen dem Rastkörper 18 und dem Gelenkkörper 5 eingespannten
Spiralfeder 19 einsitzt. Mit ihrem anderen Ende sitzt die Spiralfeder 19 in einer
entsprechenden Einsenkung 5c des Gelenkkörpers 5 ein.
[0016] Durch die Kraft der Spiralfeder 19 wird der Rastkörper 18 gegen den Aufnahmekopf
16 gedrückt. Sobald in Richtung des Pfeils P manuell Druck auf den Hebelabschnitt
18b des Rastkörpers 18 ausgeübt wird, wird dieser gegen die Kraft der Spiralfeder
19 verschwenkt und hebt dabei von der Rastfläche 16c des Aufnahmekopfes 16 ab. Dieser
ist nun frei beweglich und kann in die gewünschte Position gebracht werden. Anschließend
wird der Hebelabschnitt 18b kraftentlastet, so daß der Rastkörper 18 aufgrund der
von der Spriralfeder 19 auf ihn ausgeübten Kraft selbsttätig in Richtung des Aufnahmekopfes
16 zurückschwenkt und diesen gegen ein weiteres Verschwenken sicher arretiert.
[0017] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
1. Brausegarnitur mit einer Halterung (3), welche eine Aufnahme (16a) für eine Handbrause
und einen die Halterung (3) tragenden Brauseschieber (2) aufweist, der höhenverstellbar
mit einer an einer Wand befestigten Führungsstange (1) verbunden ist, wobei die Aufnahme
(16a) einem schwenkbeweglich an der Halterung (3) befestigten Haltekopf (16) zugeordnet
ist, dessen Schwenkstellung mittels eines der Halterung (3) zugeordneten Bremselements
(18) einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Bremselement (18) einen gegenüber dem Haltekopf (16) abgewinkelten Hebelabschnitt
(18b) aufweist, über den das Bremselement (18) insgesamt von dem Haltekopf (16) durch
Druckbeaufschlagung abschwenkbar ist.
2. Brausegarnitur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Halterung (3) und dem Brauseschieber (2) ein Schwenkgelenk (4) für die
Halterung (3) ausgebildet ist, und daß das Schwenkgelenk (4) durch ein zwischen dem
Brauseschieber (2) und der Halterung (3) angeordnetes Dichtelement (7) gegenüber der
Umgebung abgedichtet ist.
3. Brausegarnitur nach Anspruch 1,
dadurchgekennzeichnet, daß
das Bremselement (18) mit Hebelabschnitt (18b) als Rastkörper und damit als Feststellelement
ausgebildet ist, dessen Rastfläche mit am Haltekopf (16) ausgebildeten Rastflächen
(16c) korrespondierend ausgebildet und verrastbar ist.
4. Brausegarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Bremselement (18) über ein zwischen Gelenkkörper (5) mit Schwenkgelenk (4) und
Hebelabschnitt (18b) angeordnetes elastisches Element in Form einer Spiralfeder (19)
druckbelastet ist.
5. Brausegarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (3) ein die zum Feststellen des Haltekopfes (16) benötigten Elemente
(5, 18, 19) aufnehmendes Gehäuse bildet.
6. Brausegarnitur nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Dichtelement (7) ein in einer in der Halterung (3) oder in dem Brauseschieber
(2) eingeformten Nut (2c) einliegender O-Ring ist.