[0001] Die Erfindung betrifft eine Entwässerungsrinne für die Oberflächenentwässerung mit
einem Rinnenkörper mit mindestens einer an seiner Oberseite vorgesehenen Öffnung,
zwei Seitenwänden und einem im wesentlichen geschlossenen Boden.
[0002] Derartige Entwässerungsrinnen sind hinlänglich bekannt und befinden sich vielfältig
im Einsatz. In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, daß eine nicht unerhebliche
Gefahr darin besteht, daß die Seitenwänden brechen. Verursacht wurde dies insbesondere
durch erhöhte seitliche Belastungen, aber auch durch mangelnde Sorgfalt beim Einbau,
insbesondere Einrütteln des Pflasters oder Anwalzen des Asphalts, oder auch durch
Druck infolge von Ausdehnungen des Materials der angrenzenden Verkehrsfläche. Durch
das Zerbrechen der Seitenwände wird im allgemeinen die Entwässerungsrinne derart beschädigt,
daß ein kostenaufwendiger Austausch erforderlich wird. Eine Reparatur vor Ort ist
im Regelfall nicht möglich und im übrigen zu teuer.
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Konstruktion der Entwässerungsrinne
der bekannten Art derart zu verbessern, daß die Gefahr des Zerbrechens der Seitenwände
verhindert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einer Entwässerungsrinne der eingangs
genannten Art zwischen der Öffnung und dem Boden mindestens ein im wesentlichen geschlossenes
Aussteifungselement, das mit den beiden Seitenwänden im wesentlichen einstückig verbunden
ist, vorgesehen ist.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion dient das Aussteifungselement zur horizontalen
Aussteifung und Abstützung der Seitenwände, um die auf die Entwässerungsrinne wirkenden
Seitenkräfte aufnehmen zu können. Das die aussteifende Zwischenkonstruktion bildende,
erfindungsgemäß vorgesehene Aussteifungselement ist vorzugszweise unmittelbar unter
der Öffnung bzw. der Auflagefläche für den Abdeckrost des Rinnenkörpers angeordnet,
damit die aussteifende und abstützende Funktion möglichst nahe dem Angriffspunkt der
Seitenkräfte wirkt und dadurch die von den Seitenkräften erzeugte Hebelwirkung gering
ist.
[0006] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Konstruktion läßt sich die Entwässerungsrinne wesentlich
einfacher einbauen. Beim Einbau entfallen nämlich aufwendige bauliche Maßnahmen, die
bisher aufgewendet werden mußten, um die Seitenkräfte von den Seitenwänden des Rinnenkörpers
möglichst fernzuhalten. Somit läßt sich mit Hilfe der Erfindung eine deutliche Reduzierung
der Einbaukosten erzielen.
[0007] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Seitenwände nicht mehr
besonders stabil ausgebildet zu werden brauchen, was beim Stand der Technik der Fall
war, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Seitenkräften zu erhöhen.
[0008] Dadurch, daß das Aussteifungselement erfindungsgemäß im wesentlichen einstückig mit
den beiden Seitenwänden des Rinnenkörpers verbunden ist, läßt sich das Aussteifungselement
zusammen mit dem übrigen Rinnenkörper in einem gemeinsamen einzigen Arbeitsgang herstellen
und an der gewünschten Stelle zwischen der Öffnung und dem Boden anordnen, so daß
ein gesonderter Herstellungsschritt für das Aussteifungselement entfällt, was sich
günstig auf die Produktionskosten auswirkt. Außerdem hat die einstückige Verbindung
des Aussteifungselementes mit den beiden Seitenwänden konstruktive Vorteile hinsichtlich
der Statik und der Stabilität.
[0009] Zwar gibt es für herkömmliche Entwässerungsrinnen sogenannte Auflagerahmen, die als
separates Bauteil auf die Oberseite des Rinnenkörpers aufgesetzt werden und auch eine
aussteifende Wirkung in horizontaler Richtung quer zum Rinnenstrangverlauf haben können;
jedoch wurden diese Auflagerahmen (insbesondere bei nachträglicher Erhöhung des Straßenbelages)
zur Aufstockung der Entwässerungsrinne verwendet. Für den Fall, daß eine Erhöhung
der Rinnenoberfäche nicht gewünscht oder sogar ausgeschlossen ist, ist eine Aussteifung
mit Hilfe der bekannten Auflagerahmen nicht möglich. Die bekannten Auflagerahmen sind
außerdem hinderlich bei der Reinigung der Entwässerungsrinne, da das Entfernen von
auf dem Boden des Rinnenkörpers angesammelten Ablagerungen durch die Querstege, aus
denen die bekannten Auflagerahmen gebildet sind, behindert wird.
[0010] Zweckmäßiger ist das Aussteifungselement aus demselben Material wie der übrige Rinnenkörper
gebildet, was eine weitere Vereinfachung der Produktion und somit der damit verbundenen
Kosten zur Folge hat. Durch Zusätze kann das Material den Erfordernissen, insbesondere
hinsichtlich Dichtigkeit und Korrosionsbeständigkeit, angepaßt werden.
[0011] Bei einer weiteren gegenwärtig bevorzugten Ausführung ist das Aussteifungselement
im wesentlichen geschlossen und mindestens ein Flüssigkeitsableitungsmittel zum Ableiten
von durch die Öffnung eingetretener Flüssigkeit vom Aussteifungselement auf den Boden
vorgesehen. Dadurch wird eine Ebene gebildet, die die durch die Öffnung des Rinnenkörpers
eintretende Flüssigkeit, insbesondere das Oberflächenwasser, über die gesamte Länge
aufnimmt. Die so aufgenommene Flüssigkeit wird durch das erfindungsgemäß ebenfalls
vorgesehene Flüssigkeitsableitungsmittel von der Ebene des Aussteifungselementes in
Richtung auf den Boden abgeführt. Demnach bildet das im wesentlichen geschlossene
Aussteifungselement innerhalb des Rinnenkörpers eine erste hydraulische Ebene, in
der die durch die Öffnung eintretende Flüssigkeit gesammelt wird, bevor diese durch
das Flüssigkeitsableitungsmittel nach unten in die zweite hydraulische Ebene abgeführt
wird, die durch den Boden des Rinnekörpers gebildet wird. Ein Großteil des von der
Flüssigkeit mitgeführten Schmutzes lagert sich nämlich auf der vom Aussteifungselement
gebildeten ersten hydraulischen Ebene ab und kann somit einfach entfernt werden, da
die vom Aussteifungselement gebildete erste hydraulische Ebene gegenüber dem Boden
dichter an der Öffnung bzw. Abdeckrost angeordnet und somit wesentlich zugänglicher
ist.
[0012] Aus der DE 39 32 864 A1 ist zwar eine Entwässerungsrinne bekannt, bei welcher an
den Rinnenkörper eine Rohrleitung angeschlossen ist, deren mit einem Abfluß verbundenes
Ende tiefer liegt als der Boden des Rinnenkörpers und der Querschnitt der Rohrleitung
im Hinblick auf die Strömungsparameter der Entwässerungsrinne so bemessen ist, daß
zumindest bei maximaler Abflußleistung des Rinnenstranges in der Rohrleitung Druckrohrabflußbedingungen
herrschen; jedoch handelt es sich bei dieser Rohrleitung um ein zusätzliches Bauteil,
das unterhalb des Bodens des Rinnenkörpers installiert werden muß, wodurch der Einbau
der Entwässerungsrinne verkompliziert und verteuert wird, und sind bei dieser bekannten
Entwässerungsrinne keine Maßnahmen zur horizontalen Aussteifung vorgesehen.
[0013] Zweckmäßigerweise besteht das Ableitungsmittel aus mindestens einer im Aussteifungselement
ausgebildeten Drainageöffnung.
[0014] Um ein Abfließen der durch die gewöhnlich vom Abdeckrost abgedeckte Öffnung des Rinnenkörpers
eingetretenen Flüssigkeit zum Ableitungsmittel zu gewährleisten, sollte die Oberseite
des Aussteifungselementes ein Gefälle zum Ableitungsmittel aufweisen.
[0015] Ferner sollte die Oberseite des Aussteifungselementes im Querschnitt konkav ausgebildet
sein, was hinsichtlich der statischen Funktion, der Aufnahme und des Sammelns von
Flüssigkeit und Schmutz und des Ableitens der Flüssigkeit zum Ableitungsmittel vorteilhaft
ist.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung weist der zwischen dem Aussteifungselement
und dem Boden gebildete Hohlraum einen im wesentlichen runden Querschnitt auf, der
zum Sammeln und Weitertransportieren der vom Aussteifungselement durch die Ableitungsmittel
abgeführten Flüssigkeitsmengen in Längsrichtung der Entwässerungsrinne dient. Gewöhnlich
mündet der Hohlraum in einen Einlaufkasten oder eine Abflußleitung.
[0017] Bei einer Weiterbildung der vorgenannten Ausführung ist der Querschnitt des Hohlraumes
kreisförmig. Vorzugsweise ist dabei im Rinnenkörper ein sich in Längsrichtung der
Rinne erstreckendes Rohr eingebracht, das den Hohlraum begrenzt. Die Verwendung eines
solchen Rohres ist gerade dann besonders vorteilhaft, wenn der Rinnenkörper mittels
Gießen hergestellt wird, da in einem solchen Fall das Rohr als 'verlorene' Form verwendet
werden kann.
[0018] Eine weitere gegenwärtig besonders bevorzugte Ausführungsform, bei welcher die Entwässerungsrinne
aus mehreren hintereinanderzuschaltenden und stirnseitig in gegenseitiger Anlage bringbaren
einzelnen Rinnenelementen besteht, zeichnet sich dadurch aus, daß jedes Rinnenelement
Verbindungsmittel zur im wesentlichen dichtenden Verbindung des zwischen dem Aussteifungselement
und dem Boden gebildeten Hohlraums mit dem des jeweils nächsten Rinnenelementes aufweist.
Dadurch ist eine dichtende Weiterleitung der auf dem Boden der Rinnenkörper gesammelten
Flüssigkeit auf einfache Weise möglich. Bei einer konstruktiv besonders vorteilhaften
- weil einfachen - Weiterbildung dieser Ausführung weisen die Verbindungsmittel ein
von der einen Stirnseite des Rinnenelementes abstehendes, hohles Anschlußstück auf,
daß mit dem Hohlraum kommuniziert und mit seinem offenen freien Ende einfach in die
Öffnung des Hohlraumes an der anderen Stirnseite des jeweils nächsten Rinnenelementes
einführbar ist.
[0019] Für den Fall, daß zur Bildung des Hohlraums ein Rohr in der zuvor beschriebenen Weise
verwendet wird, bietet es sich zweckmäßigerweise an, daß ein von der einen Stirnseite
des Rinnenelementes abstehendes, offenes erstes Ende des Rohres und ein mit der anderen
Stirnseite im wesentlichen bündig abschließendes zweites Ende des Rohres die Verbindungsmittel
bilden, wobei das erste Rohrende des einen Rinnenelementes in das zweite Rohrende
des jeweils nächsten Rinnenelementes steckbar ist. Dabei sollte der Querschnitt des
ersten Rohrendes gleich dem des übrigen Rohres sein, während das zweite Rohrende derart
aufgeweitet ist, daß das erste Rohrende des einen Rinnenelementes mit seiner Außenfläche
an der Innenfläche des zweiten Rohrendes des jeweils nächsten Rinnenelementes anliegt.
[0020] Schließlich sei noch erwähnt, daß das Rohr zur Bildung des Hohlraumes beispielsweise
aus Kunststoff bestehen sollte, da es sich hierbei um ein leicht zu verarbeitendes,
preiswertes und korrosionsbeständiges Material handelt; die Korrosionsbeständigkeit
kann durch die Verwendung geeigneter Kunststoffe auf die anfallenden Bedingungen abgestimmt
werden. Aber auch Edelmetall wäre beispielsweise denkbar.
[0021] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Rinnenelement in einer ersten Ausführung im Längsschnitt (Figur 1a) sowie an zwei
verschiedenen Stellen im Querschnitt (Figuren 1b und 1c);
- Figur 2
- im Längsschnitt einen Rinnenstrang, bestehend aus mehreren Rinnenelementen gemäß Figur
1;
- Figur 3
- ein Rinnenelement in einer zweiten Ausführung im Längsschnitt; und
- Figur 4
- im Längsschnitt einen Rinnenstrang, bestehend aus mehreren Rinnenelementen gemäß Figur
3.
[0022] Das in Figur 1 gezeigte Rinnenelement 2, das an seinen beiden Stirnseiten 2a und
2b offen ist, weist einen länglichen Rinnenkörper 4 und einen darauf aufliegenden
Abdeckrost 6 auf. Der Rinnenkörper 4 ist an seiner Oberseite 8 über seine gesamte
Länge offen, so daß eine entsprechende Öffnung 10 für den Eintritt von Wasser gebildet
wird. Auf der Oberseite 8 des Rinnenkörpers 4 sind außerdem in den Zeichnungen nicht
näher bezeichnete, jedoch erkennbare Auflagerflächen für den Abdeckrost 6 vorgesehen.
Ferner weist der Rinnenkörper 4 zwei beabstandete Seitenwände 12, 13 sowie einen geschlossenen
Boden 14 auf.
[0023] Zwischen der Öffnung 10 und dem Boden 14 ist ein im wesentlichen geschlossener Quersteg
16 angeordnet, der mit den beiden Seitenwänden 12, 13 fest verbunden ist. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist dieser Quersteg 16 mit den beiden Seitenwänden 12, 13 einstückig
verbunden, so daß der Quersteg 16 ebenfalls Teil des Rinnenkörpers 4 ist und somit
aus demselben Material, vorzugsweise Beton, wie der übrige Rinnenkörper 4 gebildet
ist, wobei durch Zusätze das Material den Erfordernissen beispielsweise hinsichtlich
Dichtigkeit und Korrosionsbeständigkeit angepaßt werden kann. Der Quersteg 16 bildet
eine aussteifende Zwischenkonstruktion zwischen den Seitenwänden 12, 13 zur Aufnahme
von im wesentlichen horizontal auf den Rinnenkörper 4 wirkenden Seitenkräften. Wie
die Figuren erkennen lassen, sollte der die aussteifende Zwischenkonstruktion bildende
Quersteg 16 möglichst nahe unterhalb der Öffnung 10 bzw. des Abdeckrostes 6 angeordnet
sein, damit die aussteifende Funktion möglichst nahe am Angriffspunkt der Seitenkräfte
wirkt, wodurch die so entstehende Hebelwirkung geringgehalten werden kann.
[0024] Die der Öffnung 10 des Rinnenkörpers 4 bzw. dem daraufliegenden Abdeckrost 6 zugewandte
Oberseite 17 des Quersteges 16 ist im Querschnitt konkav geformt, wie die Figuren
1b und 1c erkennen lassen. Im Quersteg 16 ist eine Drainageöffnung 18 ausgebildet,
die den Raum zwischen der Öffnung 10 und der Oberseite 17 des Quersteges 16 mit einem
zwischen dem Quersteg 16 und dem Boden 14 gebildeten Hohlraum 20 verbindet. Der Quersteg
16 bzw. dessen Oberseite 17 sind derart ausgebildet, daß die Oberseite 17 des Quersteges
16 zu beiden Seiten der Drainageöffnung 18 ein Gefälle zu dieser in Längsrichtung
des Rinnenelementes 2 aufweist. Dadurch wird gewährleistet, daß das durch den Abdeckrost
6 und die Öffnung 10 des Rinnenkörpers 4 eintretende und auf der Oberseite 17 des
Quersteges 16 gesammelte Wasser innerhalb des Rinnenelementes 2 zur Drainageöffnung
18 geleitet wird, wo es dann in Richtung auf den unterhalb des Quersteges 16 liegenden
Boden 14 des Rinnenkörpers 4 abgeführt wird. Die Drainageöffnung 18 besitzt vorzugweise
einen kreisförmigen Querschnitt.
[0025] Der Boden 14 des Rinnenkörpers 4 sollte derart angeordnet sein, daß auch dort ein
Gefälle gebildet wird, allerdings nur in eine Richtung wie beispielsweise gemäß Figur
1a nach links, um das dort aufgefangene Wasser aus dem Rinnenelement 2 herauszuleiten.
[0026] Wie die Figuren 1b und 1c erkennen lassen, ist der Hohlraum 20 zwischen dem Quersteg
16 und dem Boden 14 des Rinnenkörpers 4 im Querschnitt kreisförmig. Hierzu ist im
Rinnenkörper 4 ein sich in Längsrichtung des Rinnenelementes 2 erstreckendes Rohr
22 eingebracht, das den Hohlraum 20 begrenzt. Die Verwendung eines solchen Rohres
22 ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Rinnenkörper 4 aus Gußmaterial wie
beispielsweise Beton mittels Formgießen hergestellt wird; in einem solchen Fall kann
nämlich das Rohr 22 als sogenannte "verlorene Form" zur Ausbildung des Hohlraums 20
in die Form zum Gießen des Rinnenkörpers 4 eingebracht werden. Das Rohr 22 besteht
vorzugsweise aus Kunststoff und kann insbesondere auch aus verschiedenen Kunststoffen
bestehen.
[0027] Mit dem einen (gemäß Figur 1a linken) Ende 22a ragt das Rohr 22 ein wenig aus der
einen (gemäß Figur 1a linken) Stirnseite 2a des Rinnenelementes 2 heraus, wobei dieses
Rohrende 22a denselben Durchmesser wie das übrige Rohr 20 besitzt. Demgegenüber schließt
das andere (gemäß Figutr 1a rechten) Ende 22b des Rohres 22 bündig an der anderen
Stirnseite 2b des Rinnenelementes 2 ab und ist in seinem Durchmesser zur Aufnahme
eines nicht dargestellten Dichtungsmittels nach Art einer Muffe aufgeweitet, so daß
das eine Rohrende 22a des einen Rinnenelementes in das andere Rohrende 22b eines sich
anschließenden Rinnenelementes steckbar ist und dabei mit seiner Außenfläche an der
Innenfläche des anderen Rohrendes 22b des nächsten Rinnenelementes anliegt. Auf diese
Weise wird eine im wesentlichen flüssigkeitsdichte Steckverbindung zwischen den Hohlräumen
20 von aufeinander folgenden Rinnenelementen geschaffen, wobei zur Erzielung einer
besonders sicheren Abdichtung zusätzlich auch noch Dichtungselemente wie beispielsweise
O-Ringe verwendet werden können.
[0028] An den beiden Stirnseiten 2a und 2b des Rinnenkörpers ist jeweils auf der Oberseitse
17 des Quersteges eine quer zur Längserstreckung des Rinnenkörpers 4 verlaufende Fuge
24 zum nachträglichen Abdichten ausgebildet, um eine flüssigkeitsdichte Verbindung
mit der Oberseite des Quersteges eines stirnseitig angrenzenden nächsten Rinnenelementes
zu schaffen.
[0029] Zur Bildung eines Rinnenstranges werden die einzelnen Rinnenelemente, von denen eines
exemplarisch in Figur 1 gezeigt ist, stirnseitig hintereinander geschaltet, wie in
Figur 2 dargestellt ist. Um am Boden 14 das gewünschte Gefälle zu erzielen, sind in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel von Figur 2 Rinnenelemente hinterenandergeschaltet,
die sich in ihren Abmessungen voneinander derart unterscheiden, daß sich der Abstand
zwischen der Oberseite 8 und dem Boden 14 über die Längserstreckung des gesamten Rinnenstranges
in Fließrichtung kontinuierlich vergrößert. Da dabei sowohl der zwischen der Oberseite
8 und dem Quersteg 16 gebildet Raum als auch der Hohlraum 20 jeweils in ihrer Höhe
konstant bleiben, nimmt von Rinnenelement zu Rinnenelement (gemäß Figur 2 von rechts
nach links) folglich die Dicke des Quersteges 16 zu.
[0030] Während bei der zuvor beschriebenen Ausführung gemäß der Figuren 1 und 2 die Drainageöffnung
18 nahe an der einen Stirnseite 2a des Rinnenelementes 2 und somit außermittig angeordnet
ist, kann diese aber wahlweise auch mittig angeordnet werden. Eine solche Ausführung
ist in Figur 3 dargestellt, die im übrigen die gleiche Längsschnittansicht eines Rinnenelementes
wie Figur 1a zeigt. Ein aus Rinnenelementen 2' gemäß Figur 3 zusammengesetzter Rinnenstrang
ist in Figur 4 dargestellt, welche im übrigen die gleiche Längsschnittansicht wie
Figur 2 zeigt.
[0031] Da bei jedem einzelnen Rinnenelement 2 bzw. 2' die Oberseite 17 des Quersteges 16
zu beiden Seiten der Drainageöffnung 18 ein Gefälle zu dieser aufweist, fließt bei
zusammengesetztem Rinnenstrang (siehe Figuren 2 und 4) in jedem einzelnen Rinnenelemet
2 bzw. 2' das durch den Abdeckrost 6 und die Öffnung 10 an der Oberseite 8 des Rinnenkörpers
4 eingetretene Wasser entlang der Oberseite 17 des Quersteges 16 zur Drainageöffnung
18, wo es dann auf den Boden 14 abgeleitet wird. Auf dem Boden 14 vermischt sich dann
das Wasser mit demjenigen Wasser, das von den stromaufwärts gelegenen Rinnenelementen
kommt und fließt anschließend durch die stromabwärts gelegenen Rinnenelemente, wo
es mit dem dort aus den jeweiligen Drainageöffnungen abgeleiteten Wasser vermischt
wird, bis das so gesammelte Wasser dann am stromabwärts gelegenen (gemäß der Figuren
2 und 4 linken) Ende des Rinnenstranges austritt und anderweitig abgeleitet wird.
1. Entwässerungsrinne für die Oberflächenentwässerung mit einem Rinnenkörper (4) mit
mindestens einer an seiner Oberseite (8) vorgesehen Öffnung (10), zwei Seitenwänden
(12, 13) und einem im wesentlichen geschlossenen Boden (14), gekennzeichnet durch
mindestens ein zwischen der Öffnung (10) und dem Boden (14) angeordnetes Aussteifungselement
(16), das mit den beiden Seitenwänden (12, 13) im wesentlichen einstückig verbunden
ist.
2. Entwässerungsrinne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aussteifungselement (16) aus demselben Material wie
der übrige Rinnenkörper (4) gebildet ist.
3. Entwässerungsrinne nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aussteifungselement (16) im wesentlichen geschlossen
und mindestens ein Flüssigkeitsableitungsmittel (18) zum Ableiten von durch die Öffnung
(10) eingetretener Flüssigkeit vom Aussteifungselement (16) auf den Boden (14) vorgesehen
ist.
4. Entwässerungsrinne nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ableitungsmittel (18) aus mindestens einer im Aussteifungselement
(16) ausgebildeten Drainageöffnung (18) besteht.
5. Entwässerungsrinne nach Anspruche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (17) des Aussteifungselementes (16) ein
Gefälle zum Ableitungsmittel (18) hin aufweist.
6. Entwässerungsrinne nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (17) des Aussteifungselementes (16) im Querschnitt
konkav ausgebildet ist.
7. Entwässerungsrinne nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem Aussteifungselement (16) und dem Boden
(14) gebildete Hohlraum (22) einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweist.
8. Entwässerungsrinne nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Hohlraums (20) kreisförmig ist.
9. Entwässerungsrinne nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß im Rinnenkörper (4) ein sich in Längsrichtung der Rinne
erstreckendes Rohr (22) eingebracht ist, das den Hohlraum (20) begrenzt.
10. Entwässerungsrinne nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9 aus mehreren hintereinander
geschalteten und stirnseitig in gegenseitige Anlage bringbaren einzelnen Rinnenelementen
(2, 2'),
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Rinnenelement (2, 2') Verbindungsmittel (22a, 22b)
zur im wesentlichen flüssigkeitsdichten Verbindung des zwischen dem Aussteifungselement
(16) und dem Boden (14) gebildeten Hohlraums (20) mit dem des jeweils nächsten Rinnenelementes
aufweist.
11. Entwässerungsrinne nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel (22a, 22b) ein von der einen Stirnseite
(2) des Rinnenelementes (2, 2') abstehendes, hohles Anschußstück (22a) aufweisen,
das mit dem Hohlraum (20) kommuniziert und mit seinem offenen freien Ende in die Öffnung
des Hohlraumes (20) an der anderen Stirnseite (2b) des jeweils nächsten Rinnenelementes
(2, 2') einführbar ist.
12. Entwässerungsrinne nach den Ansprüchen 9 und 11,
dadurch gekennzeichnet, daß ein von der einen Stirnseite (2a) des Rinnenelementes
(2) abstehendes, offenes erstes Ende (22a) des Rohres (22) und ein mit der anderen
Stirnseite (2b) im wesentlichen bündig abschließendes zweites Ende (22b) des Rohres
(22) die Verbindungsmittel bilden, wobei das erste Rohrende (22a) des einen Rinnenelementes
(2, 2') in das zweite Rohrende (22b) des jeweils nächsten Rinnenelementes (2, 2')
steckbar ist.
13. Entwässerungsrinne nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des ersten Rohrendes (22a) im wesentlichen
gleich dem des übrigen Rohres (22) ist, während das zweite Rohrende (22b) derart aufgeweitet
ist, daß das erste Rohrende (22a) des einen Rinnenelementes (2, 2') mit seiner Außenfläche
an der Innenfläche des zweiten Rohrendes (22b) des jeweils nächsten Rinnenelementes
(2, 2') anliegt.
14. Entwässerungsrinne nach Anspruch 9, 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (22) aus Kunststoff besteht.