[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten
unter Anwendung der Mikrowellentechnik und einer Heißluftbehandlung.
[0002] Der Nachteil von herkömmlichen Wasch- und Reinigungsmitteltabletten, die üblicherweise
durch Verpressung oder Zusammenschmelzen hergestellt werden, besteht darin, daß sich
diese Tabletten aufgrund ihrer Kompaktheit nicht schnell genug lösen und die Aktivsubstanzen
zu langsam freigesetzt werden. Zusätzlich besitzen solche Tabletten eine zu geringe
Zerfallsgeschwindigkeit.
[0003] Die ältere, nicht vorveröffentlichte internationale Anmeldung PCT/EP94/01330 (WO-A-94/25563),
auf deren Offenbarung ausdrücklich verwiesen wird, beschreibt ausführlich die Herstellung
von wasch- und reinigungsaktiven Tabletten unter Anwendung der Mikrowellentechnik,
die eine extrem hohe Lösegeschwindigkeit bzw. Zerfallsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger
Bruchfestigkeit aufweisen. Eine wesentliche Voraussetzung für die Herstellung von
Tabletten aus pulverförmigen oder granularen Rohstoffen unter Anwendung von Mikrowellen
besteht darin, daß zumindest ein Teil dieser Ausgangsstoffe in hydratisierter Form
vorliegt, wobei unter "hydratisiert" "hydratisiert unter bestimmten Bedingungen bezüglich
Temperatur, Druck oder relativer Feuchtigkeit der Atmosphäre, welcher der Rohstoff
ausgesetzt ist oder mit welcher der Rohstoff im Gleichgewicht steht" verstanden wird.
Der Begriff "hydratisiert" ist auch in PCT/EP94/01330 definiert, i.a. sind hydratisierte
Ausgangsstoffe solche, die gebundenes Kristallwasser enthalten oder die in der Lage
sind, von außen zugegebenes Wasser zumindest teilweise als Kristallwasser zu binden
oder auch solche Substanzen, die keine definierten Hydrate bilden, aber in der Lage
sind, Wasser zu binden, z.B. Alkalihydroxide.
[0004] Unter "Mikrowellen" wird im Rahmen dieser Erfindung der gesamte Frequenzbereich zwischen
3 und 300000 MHz verstanden, der also neben dem eigentlichen Mikrowellenbereich von
oberhalb 300 MHz auch den Radiowellenbereich von 3 bis 300 MHz umfaßt. Mit Hilfe dieser
Technik lassen sich sogenannte Makrosolids, die neben Tabletten beispielsweise auch
Blöcke umfassen, herstellen. Dabei werden die Vorgemische durch ein durch die Mikrowellenstrahlen
bedingtes lokales Aufschmelzen/Sintern an den Kontaktstellen untereinander verbunden.
Die Hohlräume, die zwischen den einzelnen Vorgemischbestandteilen vor der Bestrahlung
mit Mikrowellen vorliegen, bewirken eine hohe Porosität der entstandenen Tablette
und tragen somit zur Verbesserung der Löseeigenschaften der Tablette bei.
Damit überhaupt ein lokales Sintern der Vorgemischbestandteile möglich ist, muß zumindest
ein Teil von ihnen Sintereigenschaften an der Oberfläche besitzen. Dazu ist es erforderlich,
daß die Vorgemischbestandteile selber oder deren Oberfläche genügend Wasser enthalten,
so daß durch Erhitzung dieses Wassers eine Verschmelzung der Kontaktstellen an den
Vorgemischbestandteilen erfolgt. Gemäß der Lehre der internationalen Patentanmeldung
PCT/EP94/01330 muß zumindest ein Teil der mit Mikrowellen zu bestrahlenden Mischung
in hydratisierter Form vorliegen.
[0005] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist der Begriff "Tabletten" also nicht auf eine
bestimmte Raumform beschränkt; prinzipiell ist jede denkbare dreidimensionale Form
möglich, je nachdem, welche äußere Form den pulverförmigen oder granularen Vorgemischen,
z.B. durch das verwendete Behältnis aufgezwungen wird.
[0006] Die chemische Zusammensetzung der i.a. pulverförmigen oder granularen Vorgemische
- und damit auch der Tabletten - kann über einen sehr weiten Bereich variiert werden,
hier wird ausdrücklich auf die Offenbarung in PCT/EP94/01330 verwiesen.
[0007] In der US 4.584,281 (Clorox Company) werden feste wasserlösliche Schäumer hergestellt,
in dem man stark wasserhaltige Silika/Silikat-Gele stark erhitzt. wobei die Verdampfung
der Menge Wasser das Gel zu einem Schaum aufbläht, der dann in speziellen Formen aushärten
kann. Der energiezuführende Schritt bei diesem Verfahren kann beispielsweise durch
Mikrowellenenergie erfolgen.
[0008] Es hat sich nun gezeigt, daß Tabletten, die durch Mikrowellenbestrahlung von pulverförmigen
oder granulatförmigen Vorgemischen hergestellt werden einerseits - bei zu kurzer Bestrahlung
- die für Lagerung und Transport notwendige Bruchfestigkeit vermissen lassen, andererseits
- bei zu langer Bestrahlung - Verkohlungen im Tablettenkern aufweisen. Bisher war
eine Lösung dieses Problems nicht immer möglich, da oftmals eine ausreichende Bruchfestigkeit
automatisch mit Verkohlungen im Innern der Tablette einherging und das Vermeiden von
Verkohlungen eine zu geringe Bruchfestigkeit nach sich zog.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zu finden, bei dem
o.g. Nachteile nicht auftreten, d.h. bei dem Tabletten erhalten werden, die über eine
hohe Bruchfestigkeit verfügen und gleichzeitig keine Verkohlungen aufweisen.
[0010] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß während des Bestrahlungsvorganges mit Mikrowellen
eine Behandlung des Vorgemisches mit Heißluft einer Temperatur von 50°C bis 300°C,
vorzugsweise 100°C bis 250°C, insbesondere 150°C bis 220°C, erfolgt.
[0011] Unter "Vorgemisch" ist die pulver- und/oder granulatförmige Mischung aus den Wasch-
oder Reinigungsmittel-Einzelbestandteilen zu verstehen. Als Einzelbestandteile kommen
prinzipiell alle Substanzen in Frage, die üblicherweise zur Herstellung von festen
Wasch- oder Reinigungsmitteln für Textilien und harte Oberflächen verwendet werden.
Insbesondere wird in diesem Zusammenhang auf die in PCT/EP94/01330 offenbarten Substanzen
verwiesen.
[0012] Als Gerustsubstanzen kommen z.B. amorphe Silikate wie Metasilikate oder Wassergläser,
Phosphate, Alkalicarbonate, Alkalisulfate, Zeolithe, aber auch organische Komponenten
wie wasserhaltige Citrate, beispielsweise Natriumcitrat-dihydrat, oder wasserhaltige
Acetate, beispielsweise Natriumacetat-trihydrat in Frage. Geeignete Substitute bzw.
Teilsubstitute für Phosphate und Zeolithe sind kristalline, schichtförmige Natriumsilikate
der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1·yH
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164
514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate sind solche, in denen M für
Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β als auch
γ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt.
[0013] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die bevorzugt in Form
ihrer Natriumsalze eingesetzten Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure,
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure
(NTA), sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden
ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren
wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren
und Mischungen aus diesen.
[0014] Geeignete polymere Polycarboxylate sind beispielsweise die Natriumsalze der Polyacrylsäure
oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse
von 800 bis 150000 (auf Säure bezogen). Geeignete copolymere Polycarboxylate sind
insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure
erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten.
Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 5000
bis 200000, vorzugsweise 10000 bis 120000 und insbesondere 50000 bis 100000. Insbesondere
bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Terpolymere, beispielsweise solche, die als
Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate
(P 43 00 772.4) oder die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure
sowie Zucker-Derivate (DE 42 21 381) enthalten.
[0015] Weitere geeignete Buildersysteme sind Oxidationsprodukte von carboxylgruppenhaltigen
Polyglucosanen und/oder deren wasserlöslichen Salzen, wie sie beispielsweise in der
internationalen Patentanmeldung WO-A-93/08251 beschrieben werden oder deren Herstellung
beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung WO-A-93/16110 beschrieben wird.
[0016] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen auch die bekannten Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate zu nennen.
[0017] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, beispielsweise wie in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 280 223 beschrieben
erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal,
Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0018] Die anorganischen und/oder organischen Buildersubstanzen werden vorzugsweise in Mengen
von etwa 10 bis 60 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 50 Gew.-%, in den Tabletten eingesetzt.
[0019] Zur Herstellung von sauren Reinigungsmitteltabletten werden feste Säuren wie z.B.
Amidosulfonsäure oder Phosphonsäuren verwendet.
[0020] Des weiteren sind i.a. anionische, kationische, amphotere oder zwitterionische, vor
allem aber nichtionische Tenside enthalten, wie sie in PCT/EP94/01330 offenbart sind;
bevorzugt sind nichtionische Tenside wie z.B. Fettalkoholethoxylate. Darüber hinaus
können gegebenenfalls Bleichmittel auf Sauerstoff- oder auf Chlorbasis, desinfizierend
wirkende Mittel z. B. quaternäre Ammoniumverbindungen, Schauminhibitoren, Enzyme,
Füllstoffe usw. enthalten sein.
[0021] Die Dauer des Bestrahlungsvorgangs liegt üblicherweise zwischen 15 Sekunden und 90
Minuten, vorzugsweise zwischen 1 Minute und 30 Minuten, insbesondere zwischen 1 Minute
und 5 Minuten.
[0022] Eine weitere erfindungsgemäße Möglichkeit ist, die Tabletten erst nach dem Bestrahlungsvorgang
mit Heißluft zu behandeln. Zwischen Bestrahlung und Heißluftbehandlung kann prinzipiell
eine beliebig lange Zeit liegen, üblicherweise jedoch höchstens 24 Stunden, vorzugsweise
höchstens 60 Minuten, insbesondere höchstens 2 Minuten. Die Dauer der Heißluftbehandlung
kann prinzipiell so lange sein, wie die Tablette die Heißluftbehandlung unbeschadet
übersteht; aus ökonomischen Gründen liegt sie bei bis zu 30 Minuten, vorzugsweise
bis zu 10 Minuten, insbesondere bis zu 3 Minuten.
[0023] Besonders bevorzugt ist ein Verfahren, bei dem die Behandlung mit Heißluft sowohl
während des Bestrahlungsvorgangs als auch nach der Bestrahlung erfolgt. Zwischen Bestrahlung
und sich anschließender Heißluftbehandlung liegen auch hier üblicherweise höchstens
24 Stunden, vorzugsweise höchstens 60 Minuten, insbesondere höchstens 2 Minuten.
Auch die Dauer der Heißluftbehandlung liegt üblicherweise in dem oben bereits erwähnten
Zeitraum.
[0024] Die Heißluft wird i.a. durch ein konventionelles Heißluftgebläse mit regelbarer Lufttemperatur
erzeugt.
[0025] Die Mikrowellenbestrahlung kann z.B. in einem Mikrowellenofen, wie er in PCT/EP94/01330
beschrieben ist, durchgeführt werden; die so bestrahlten Produkte können dann anschließend
einer Heißluftbehandlung unterworfen werden. Es besteht auch die Möglichkeit Mikrowellenbestrahlung
und Heißluftbehandlung in dem Ofen gleichzeitig durchzuführen.
Die Mikrowellenbestrahlung und/oder Heißluftbehandlung kann demnach - wie beschrieben
- in einer Vorrichtung, z.B. einem Ofen, chargenweise erfolgen.
[0026] Bevorzugt wird die Mikrowellenbestrahlung (mit gleichzeitiger oder darauffolgender
oder sowohl gleichzeitiger als auch darauffolgender Heißluftbehandlung) in einer kontinuierlichen
Art und Weise durchgeführt.
Dazu bietet sich insbesondere ein System an, in dem die zu bestrahlenden Vorgemische
auf einem Fließband durch eine mit Mikrowellen bestrahlte Zone transportiert werden.
Zusätzlich wird entweder direkt in die bestrahlte Zone Heißluft eingeblasen oder aber
in eine Zone, die sich der bestrahlten Zone unmittelbar anschließt oder aber sowohl
in die bestrahlte Zone als auch in die sich anschließende Zone.
Beispiele
[0027] 60 g pulverförmige Vorgemische (entsprechend den u.g. Rezepturen 1 und 2) wurden
durch manuelles Vorverpressen oder durch Vorpressen mit einer pneumatischen Presse
bei einem Preßdruck von 1 bis 400 N/cm
2 in die gewünschte Form gebracht und gegebenenfalls anschließend aus dem Behälter
entfernt. "Manuelles Vorverpressen" bedeutet, daß das in einen oben offenen Behälter
eingefüllte Vorgemisch manuell mit einem Stempel von oben zusammengedrückt wird. Der
Preßdruck liegt beim manuellen Vorverpressen bei ca. 1 bis 20 N/cm
2; beim Pressen mit der pneumatischen Presse liegt er bei ca. 200 bis 400 N/cm
2. [Die manuell vorverpreßten Vorgemische waren nach erfindungsgemäßer Bestrahlung
und Heißluftbehandlung i.a. leichter löslich.] Dann wurden die Formkörper auf ein
Fließband gelegt und durch eine mit Mikrowellen bestrahlte Zone transportiert, wobei
keine Heißluftbehandlung erfolgte.
| Arbeitsbedingungen: |
| Fließbandgeschwindigkeit |
47 cm pro Minute |
| Länge der bestrahlten Zone |
210 cm |
| Mikrowellenquelle |
18 Mikrowellenstrahler mit je 1200 Watt Leistung, Wellenlänge 2450 - 2470 MHz |
| Abstand von Mikrowelllenquelle zum Fließband |
9 Strahler à 11 cm Abstand
9 Strahler à 4 cm Abstand |
[0028] Diese Bedingungen werden als "Standardbedingungen" definiert.
| Rezeptur 1 |
Amidosulfonsulfonsäure |
96 Gew.-% |
| |
Octanphosphonsäure |
1 Gew.-% |
| |
C12-18-Fettalkoholethoxylat |
1 Gew.-% |
| |
Na2SO4 |
1 Gew.-% |
| |
H2O |
1 Gew.-% |
| Rezeptur 2 |
Pentanatriumtriphosphat |
40 Gew.-% |
| |
Natrium-metasilikat |
40 Gew.-% |
| |
Natrium-metasilikat-Pentahydrat |
10 Gew.-% |
| |
Natriumcarbonat-Decahydrat |
5 Gew.-% |
| |
Dimethyldioctylammoniumchlorid |
3 Gew.-% |
| |
C12-18-Fettalkoholethoxylat |
2 Gew.-% |
[0029] Um die Produktivität der Fließbandproduktion zu erhöhen, wurden sowohl Fließbandgeschwindigkeit
als auch Mikrowellenleistung gegenüber den Standardbedingungen verdoppelt; die so
erhaltenen Tabletten hatten jedoch eine unzureichende Bruchfestigkeit. Eine Verringerung
der Fließbandgeschwindigkeit hatte jedoch zur Folge, daß im Innern der Tabletten Verkohlungen
auftraten.
[0030] Wurden die - mit doppelter Fließbandgeschwindigkeit und doppelter Mikrowellenleistung
hergestellten - nicht bruchfesten Tabletten nach dem Bestrahlungsvorgang für eine
Dauer von 2 Min. 45 sec einer Heißluftbehandlung (200°C) unterzogen, dann erhielt
man bruchfeste Tabletten ohne Anzeichen von Verkohlungen.
[0031] Bei nochmaliger Verdoppelung der Fließbandgeschwindigkeit und der Mikrowellenleistung
war eine Heißluft-Nachbehandlung von 7 Min. 20 sec notwendig, um bruchfeste Tabletten
zu erhalten.
1. Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteltabletten durch Bestrahlung
eines Vorgemischs enthalten mindestens eine mindestens teilweise hydratisierte Komponente
mit Mikrowellen des Frequenzbereichs 3 bis 300.000 MHz, dadurch gekennzeichnet, daß
während des Bestrahlungsvorgangs eine Behandlung mit Heißluft einer Temperatur von
50°C bis 300°C, vorzugsweise 100°C bis 250°C, insbesondere 150 °C bis 200 °C, erfolgt.
2. Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteltabletten durch Bestrahlung
eines Vorgemischs mit Mikrowellen, dadurch gekennzeichnet, daß höchstens 24 Stunden,
vorzugsweise höchstens 60 Minuten, insbesondere höchstens 2 Minuten, nach Beendigung
des Bestrahlungsvorgangs für eine Dauer von bis zu 30 Minuten, vorzugsweise bis zu
10 Minuten, insbesondere bis zu 3 Minuten eine Nachbehandlung mit Heißluft einer Temperatur
von 50°C bis 300°C, vorzugsweise 100°C bis 250°C, insbesondere 150°C bis 220°C, erfolgt.
3. Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteltabletten durch Bestrahlung
mit Mikrowellen, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl eine gleichzeitige Heißluftbehandlung
gemäß Anspruch 1, als auch eine sich anschließende Heißluftbehandlung gemäß Anspruch
2 erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrowellenbestrahlung
mit gleichzeitiger oder darauffolgender oder sowohl gleichzeitiger als auch darauffolgender
Heißluftbehandlung chargenweise erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrowellenbestrahlung
mit gleichzeitiger oder darauffolgender oder sowohl gleichzeitiger als auch darauffolgender
Heißluftbehandlung kontinuierlich erfolgt.
1. A process for the production of detergent tablets by exposing a compound containing
at least one at least partly hydrated component to microwave radiation in the frequency
range from 3 to 300,000 MHz, characterized in that, during their exposure to microwave
radiation, the tablets are treated with hot air having a temperature of 50°C to 300°C,
preferably 100°C to 250°C and, more preferably, 150°C to 200°C.
2. A process for the production of detergent tablets by exposing a compound to microwave
radiation, characterized in that, at most 24 hours, preferably at most 60 minutes
and, more preferably, at most 2 minutes after their exposure to microwave radiation,
the tablets are aftertreated for up to 30 minutes, preferably for up to 10 minutes
and, more preferably, for up to 3 minutes with hot air having a temperature of 50°C
to 300°C, preferably 100°C to 250°C and, more preferably, 150°C to 220°C.
3. A process for the production of detergent tablets by exposure to microwave radiation,
characterized in that the tablets are subjected both to a simultaneous treatment with
hot air according to claim 1 and to an aftertreatment with hot air according to claim
2.
4. A process as claimed in claim 1, 2 or 3, characterized in that the microwave treatment
accompanied and/or followed by treatment with hot air is carried out in batches.
5. A process as claimed in claim 1, 2 or 3, characterized in that the microwave treatment
accompanied and/or followed treatment with hot air is carried out continuously.
1. Procédé de fabrication de pastilles d'agents de lavage et de nettoyage par irradiation
d'un prémélange contenant au moins un composant au moins partiellement hydraté avec
des micro-ondes d'un intervalle de fréquence de 3 à 300 000 MHz,
caractérisé en ce qu'
au cours du processus d'irradiation on procède à un traitement à l'air chaud à une
température de 50°C à 300°C, de préférence de 100°C à 250°C, en particulier de 150°C
à 200°C.
2. Procédé de fabrication de pastilles d'agents de lavage et de nettoyage par irradiation
d'un prémélange avec des micro-ondes,
caractérisé en ce qu'
au plus 24 heures, de préférence 60 minutes, en particulier au plus 2 minutes après
la fin du processus d'irradiation pendant une durée allant jusqu'à 30 minutes, de
préférence jusqu'à 10 minutes, en particulier jusqu'à 3 minutes, on réalise un post-traitement
avec de l'air chaud à une température de 50°C à 300°C, de préférence de 100°C à 250°C,
en particulier de 150°C à 220°C.
3. Procédé de fabrication de pastilles d'agents de lavage et de nettoyage par irradiation
d'un prémélange avec des micro-ondes,
caractérisé en ce qu'
on procède aussi bien à un traitement à l'air chaud simultané selon la revendication
1 qu'à un traitement à l'air chaud ultérieur selon la revendication 2.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'irradiation par les micro-ondes s'effectue de façon discontinue avec un traitement
à l'air chaud simultané ou ultérieur, ou encore aussi bien simultané qu'ultérieur.
5. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce qu'
on procède à l'irradiation par les micro-ondes de façon continue avec traitement à
l'air chaud simultané ou ultérieur, ou encore aussi bien simultané qu'ultérieur.