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EP 0 791 084 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.03.2000 Patentblatt 2000/11 |
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Anmeldetag: 11.09.1996 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9603/974 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9710/371 (20.03.1997 Gazette 1997/13) |
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ANORDNUNG UND VERFAHREN ZUM ELEKTROPHORETISCHEN EMAILLIEREN NACH DEM 2 SCHICHTEN-1
BRAND-VERFAHREN
ARRANGEMENT AND METHOD FOR ELECTROPHORETIC ENAMELLING BY THE 2-COAT 1-BAKE METHOD
SYSTEME ET PROCEDE D'EMAILLAGE ELECTROPHORETIQUE SELON LE PROCEDE 1 CUISSON 2 COUCHES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
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Priorität: |
13.09.1995 DE 19533668
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.1997 Patentblatt 1997/35 |
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Patentinhaber: Miele & Cie. GmbH & Co. |
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D-33332 Gütersloh (DE) |
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Erfinder: |
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- WIENGARTEN, Karl
D-48361 Beelen (DE)
- SPRICKMANN, Mario
D-33719 Bielefeld (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 281 839
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DE-A- 3 203 101
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum elektrophoretischen Emaillieren nach dem
2 Schichten-1 Brand-Verfahren mit einem Prozeßbad zum Grundemailauftrag, mindestens
einem nachfolgenden Spülbad vor einem Prozeßbad zum Deckemailauftrag mit mindestens
einem nachfolgenden Spülbad und einem Einbrennofen. Die Erfindung betrifft weiterhin
ein Verfahren zum Emaillieren in der o.g. Anordnung.
[0002] Es ist allgemein bekannt, metallische Teile in einer Elektrophoretischen-Emaillieranlage
(ETE) nach dem 2 Schichten-1 Brand-Verfahren zu emaillieren. Eine solche Anlage ist
üblicherweise mit zwei Prozeßbädem, mehreren Spülbädem und einem Prozeßofen ausgestattet.
Im ersten Prozeßbad erfolgt der Grundemailauftrag. Es schließen sich dann zwei Spülbäder
an, wobei im ersten Spülbad physikalisch anhaftender Schlicker abgespült wird. Dieser
kann über eine Emailrückgewinnungsanlage dem ersten Prozeßbad wieder zugeführt werden.
Nachdem in einem zweiten Spülbad nochmals gespült wird, folgt in einem weiteren Prozeßbad
der Auftrag des Deckemails. Diesem schließt sich üblicherweise mindestens ein Spülbad
an, bevor die beiden aufgetragenen Emailschichten im Prozeßofen gemeinsam eingebrannt
werden.
[0003] Während des Abscheidens des Grundemails im ersten Prozeßbad wird auch die Schlickerkomponente,
welche den Umgriff einstellt, mit abgeschieden. Die Menge des Emailauftrages ist proportional
zur Stromstärke und somit auch zur Stromdichte. Die Stromdichte ist jedoch bei unregelmäßig
geformten Werkstücken nicht über die gesamte Oberfläche konstant Daher wird eine Abscheidung
des Deckemails bevorzugt an den Stellen mit der größten Stromdichte (Kanten und Rundungen)
erschwert und es treten dort verstärkt Emaillierfehler auf.
[0004] Aus der DE-PS 37 07 401 ist ein Verfahren zum Emailauftrag in weißer oder heller
Farbe nach dem 2 Schichten- 1 Brand-Verfahren bekannt, bei dem zur Vermeidung von
Emaillierfehlem eine spezielle Grundemailfritte ausgewählt wird, welche ganz besondere
Eigenschaften aufweisen muß. Der Nachteil eines derartigen Verfahrens besteht darin,
daß nur eine ganz bestimmte Zusammensetzung der Grundemailfritte Verwendung finden
kann. Die einzelnen prozentualen Bestandteile der Inhaltsstoffe müssen in vorhergehenden
Versuchen ermittelt werden. Das erfordert einen hohen Aufwand bei der Zusammenstellung
der Fritte und Emaillierfehler sind an den Problemstellen des zu beschichtenden Werkstückes
trotzdem nicht auszuschließen.
[0005] Die DE-PS 36 26 424 offenbart ein Verfahren zum elektrophoretischen Emaillieren Alfreier
Emailschichten. Das Grundemail wird mit einer Schichtdicke von 80 - 120 µm aufgebracht
und die spezifische Leitfähigkeit des Deckemails ist auf einen Wert unter 2000 µS/cm
-1 eingestellt. Dieses Verfahren ist jedoch nur auf katalytisches Deckemail anwendbar,
da dieses im Gegensatz zum Weißemail nur ein unerschmolzenes Rohstoffgemisch darstellt.
Dadurch gestaltet sich der Deckemailauftrag einfacher.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum elektrophoretischen Emaillieren nach dem 2 Schichten-1 Brand Verfahren zu entwickeln,
bei dem unabhängig von den Frittenzusammensetzungen des Grund- und Deckemails und
der Form der Werkstücke eine gleichmäßige Abscheidung des Deckemails erfolgt.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 5 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den nachfolgenden Ansprüchen.
[0008] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile liegen insbesondere darin, daß bei Beibehaltung
der bisher eingesetzten Fritten ein emailliertes Werkstück entsteht, welches keine
Emaillierfehler mehr aufweist. Dieses wird insbesondere dadurch erreicht, daß zwischen
dem Grund- und dem Deckemailauftrag ein zusätzliches Prozeßbad angeordnet ist. Dieses
Prozeßbad enthält eine Lösung mit einem chemischen Stoff, welcher eine hohe Affinität
zu Aluminiumionen besitzt. Dieser Stoff greift Aluminiumhydroxid an und/oder geht
mit Aluminiumionen eine undissoziierte Verbindung ein. Aluminium ist ein Bestandteil
des Grundemails und so ist man imstande, den Umgriff durch das in einem zusätzlichen
Prozeßbecken ablaufende Verfahren zu verbessern. Vor und nach diesem zusätzlichen
Prozeßbad ist vorzugsweise jeweils mindestens ein Spülbad anzuordnen, in welchen verschleppter
Grundemailschlicker bzw. der im zweiten Prozeßbecken enthaltene chemische Stoff wieder
abgespült werden, bevor in einem nachfolgenden Prozeß becken der Deckemailauftrag
erfolgt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn dem ersten Spülbad nach dem Grundemailauftrag
eine Filtereinrichtung angekoppelt wird, in welcher verschleppter Schlicker als Feststoff
abgeschieden werden kann. Dieser Schlicker wird entweder direkt dem Prozeßbad für
den Grundemailauftrag wieder zugeführt oder gesondert entsorgt Dadurch können wertvolle
Rohstoffe eingespart und die Umwelt weniger belastet werden. Als besonders vorteilhaft
erweist es sich, wenn die Prozeßbadtemperatur konstant gehalten wird und der Stoff
zum Verringem des Schichtwiderstandes des Grundemails im zusätzlichen Prozeßbad in
einer definierten konstanten Konzentration vorhanden ist.
[0009] Die Erfindung soll anhand des nachfolgenden Ausführungsbeispiels näher beschrieben
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung der Anordnung zum elektrophoretischen Emaillieren nach
dem 2 Schichten-1 Brand- Verfahren
- Figur 2
- ein mit Grund- und Deckemail beschichtetes Werkstück bei Beibehaltung des elektrischen
Widerstandes der Grundemailschicht in Schnittdarstellung
- Figur 3
- ein mit Grund- und Deckemail beschichtetes Werkstück bei Zurücknahme des elektrischen
Widerstandes im Grundemail im Schnitt
- Figur 4
- ein schematisch dargestelltes Prozeßbad mit Hebevorrichtung.
[0010] In der Figur 1 ist eine Vorrichtung zum elektrophoretischen Emaillieren nach dem
2 Schichten 1 Brand- Verfahren schematisch dargestellt. Beim Emaillieren nach diesem
Verfahren werden Prozeßbäder und Spülbäder in bekannter Weise abwechselnd in einer
bestimmten Reihenfolge nacheinander angeordnet. Jedem Prozeßbad (1; 3; 5) sollte vorzugsweise
mindestens 1 Spülbad (2; 4; 6; 7) nachgeordnet sein. Im Prozeßbad (1) befindet sich
der Grundemailschlicker (10), mit welchem das zu emaillierende Werkstück (9) beschichtet
wird. Anschließend erfolgt im ersten Spülbecken (2) ein Abspülen von lose anhaftendem
Grundemail (10). An dieses Spülbecken (2) ist vorteilhafterweise eine Filtereinrichtung
(12) gekoppelt, welche verschleppten Grundemailschlicker (10) als Feststoff abscheidet.
Dieser kann dem ersten Prozeßbad (1) vollständig wieder zugeführt werden. Als Filtereinrichtung
(12) sind beispielsweise ein herkömmlicher Feststoffilter oder ein Absetzturm einsetzbar.
Derartige Filtereinrichtungen (12) erlauben es, sowohl den aufgefangenen Grundemailschlicker
(10) als auch das Filtrat wieder den entsprechenden Bädern (1 bzw. 2) der Anordnung
zuzuführen oder getrennt zu entsorgen. An das Spülbecken (2) schließt sich ein Prozeßbad
(3) an, in welchem sich ein Zusatz von mindestens einem Stoff befindet, welcher das
Aluminiumhydroxid angreift und/oder mit Aluminiumionen undissoziierte Verbindungen
bildet. Der dem Prozeßbad (3) zugegebene chemische Stoff verringert den elektrischen
Widerstand des abgeschiedenen Emailbisquits. Er wird in einem nachfolgenden Spülbad
(4) wieder vom Werkstück (9) abgespült. Anschließend erfolgt im letzten Prozeßbad
(5) ein Deckemailauftrag (11), welcher durch das entsprechend vorbehandelte Werkstück
(9) sehr gleichmäßig erfolgen kann. Diesem Prozeßbad (5) schließen sich mindestens
ein, vorzugsweise jedoch zwei Spülbäder (6, 7) an, bevor die beiden Emailschichten
(10, 11) gemeinsam im Prozeßofen (8) eingebrannt werden.
[0011] Es werden dem Prozeßbad (3) chemische Stoffe zugegeben, die in der Lage sind, das
Aluminiumhydroxid anzugreifen oder die mit Aluminiumionen eine stabile Verbindung
eingehen können. Beispielsweise genügen saure oder basische Stoffe den Anforderungen,
welche auch komplexierend reagieren, wie zum Beispiel Zitronensäure. Weiterhin ist
es möglich, einen Stoff dem Prozeßbad (3) zuzusetzen, welcher den abgeschiedenen Emailbisquit
nur anlöst, um den elektrischen Widerstand dieser Schicht zu verringern. Daher eignet
sich auch Phosphorsäure gut als Zusatzstoff zum Prozeßbad (3). Der pH-Wert des Bades
(3) kann vom sauren bis alkalischen Bereich variieren. Der Gesamtphosphatgehalt sollte
dabei nach ISO 6878 T1 von 1986 (bzw. entsprechend DIN 38405 - Teil 11) größer als
100 mg/l sein.
[0012] Versuche haben gezeigt, daß ein zusätzliches Prozeßbad (3) eine deutliche Verbesserung
der Kantenbeschichtung des Werkstückes (9) bewirkt. Die Emailhaftung ist sowohl bei
der Verwendung von Zitronensäure als auch beim Zusatz von Phosphorsäure zu diesem
Prozeßbad (3) sehr gut. Beim fertig emaillierten Werkstück (9) sind farblich keine
Unterschiede feststellbar. Die Schichtdicken des Deckemails (11) sind bei Anwendung
von einem der genannten Zusatzstoffe im Prozeßbad (3) jeweils gleichmäßig.
[0013] Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn der Stoff zum Verringern des Schichtwiderstandes
im Prozeßbad (3) in einer definierten konstanten Konzentration vorhanden ist. Da die
Prozeßbadtemperatur ebenfalls konstant gehalten werden sollte, definiert nur noch
die Tauchzeit in diesem Prozeßbad (3) die Behandlungsintensität. Die Tauchzeiten sollten
für jede neue Form eines Werkstückes (9) zuvor empirisch ermittelt werden. Es besteht
dann die Möglichkeit, die unterschiedlich geformten Werkstücke (9) in einer wahlloser
Reihenfolge in die Emaillieranordnung zu schicken. Die Tauchzeiten werden entsprechend
einer vorher getroffenen Festlegung dem jeweiligen Werkstück (9) zugeordnet. Die Emaillierergebnisse
sind dadurch bei allen Formen der Werkstücke (9) gleich gut.
[0014] In der Figur 2 ist ein beschichtetes Werkstück (9) dargestellt, bei dem der Schichtwiderstand
des Grundemails (10) nicht verringert ist An den Enden des Werkstücks (9) wird durch
den verstärkten Auftrag von Grundemail (10) weniger Deckemail (11) aufgetragen (h
1 < h
2), so daß eine ausreichende Deckkraft des Deckemails nicht durchgängig gegeben ist
Mit h
1 wird dabei die Schichtdicke des Deckemails (11) in den Randbereichen und mit h
2 die Schichtdicke des Deckemails (11) an den geraden Flächen bezeichnet.
[0015] Die Figur 3 zeigt dagegen ein emailliertes Werkstück (9) bei dem der Schichtwiderstand
des Grundemails (10) in einem nach dem Prozeßbad (1) angeordneten Prozeßbad (3) verringert
wurde. Die Verringerung des elektrischen Schichtwiderstandes ist durch einen chemischen
Angriff des Emailbisquits erfolgt. Dazu enthält das Prozeßbad (3) Stoffe, die sowohl
sauer-basisch-puffernd als auch komplexierend reagieren und/oder mit Aluminiumionen
undissoziierte Verbindungen eingehen. Als Zusatzstoffe in diesem Prozeßbad (3) eignen
sich insbesondere Zitronensäure oder Phosphate. Ein ortho-Phosphat muß beispielsweise
entsprechend vorhandener Normen (ISO, DIN) in der Lösung im Prozeßbad (3) mindestens
einen PO
43- -Gehalt von 100 mg/l aufweisen. Durch die Zurücknahme des Widerstandes wird auf dem
gesamten Werkstück ein annähernd gleichmäßiger Deckemailauftrag (11) möglich. Diese
gleichstarke Schicht (11) (h
1 ≈ h
2) verhindert ein Durchschimmern des Grundemails (10), welches durch darin notwendigerweise
enthaltene Haftoxide meistens dunkel ist. Das Deckemail (11) paßt sich durchgängig
der Form des Grundemails (10) an. Es ist bei einer derartigen Emaillieranordnung also
unerheblich, welche Form das Werkstück (9) aufweist, ob gekrümmte Randbereiche vorhanden
sind oder nicht
[0016] Figur 4 zeigt eine Hebevorrichtung (13), welche beispielsweise mit dem Prozeßbad
(3) gekoppelt werden kann. Bei konstanter Konzentration in diesem Prozeßbad (3) erlaubt
eine derartige Hebevorrichtung (13) Werkstücke (9) unterschiedlichster Form entsprechend
variabel eingerichteter Tauchzeiten im Bad (3) zu belassen. Vorher werden für die
unterschiedlichen Werkstückformen Behandlungszeiten empirisch ermittelt, für deren
Einhaltung eine entsprechend gesteuerte Betätigung der Hebevorrichtung (13) sorgt
Als Bestandteil der Hebevorrichtung (13) kann beispielsweise ein Luftzylinder zum
Einsatz gelangen, welcher so angesteuert wird, daß er die Tragvorrichtung mit dem
daran befindlichen Werkstück (9) entsprechend anhebt bzw. absenkt.
1. Anordnung zum elektrophoretischen Emaillieren nach dem 2 Schichten-1 Brand-Verfahren
mit einem Prozeßbad zum Grundemailauftrag, mindestens einem nachfolgenden Spülbad
vor einem Prozeßbad zum Deckemailauftrag, mit mindestens einem diesem nachfolgenden
Spülbad und einem Einbrennofen,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Prozeßbad (1) mit dem Grundemailschlicker und vor dem Prozeßbad (5) mit
dem Deckemailschlicker ein Prozeßbad (3) angeordnet ist, welchem mindestens ein Stoff
zugesetzt ist, der Aluminiumhydroxid chemisch angreift, wobei er sauer-basisch-puffernd
und komplexierend reagiert und/oder mit Aluminiumionen undissoziierte Verbindungen
eingeht.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Prozeßbad (1) mit dem Grundemailschlicker und vor dem Prozeßbad (3) mindestens
ein Spülbad (2) und/oder nach dem Prozeßbad (3) und vor dem Prozeßbad (5) mit dem
Deckemailschlicker mindestens ein Spülbad (4) angeordnet ist.
3. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spülbad (2) mit einer Filtereinrichtung (12) verbunden ist.
4. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Prozeßbad (3) eine Hebevorrichtung (13) zum Handhaben der Werkstücke (9) zugeordnet
ist.
5. Verfahren zum elektrophoretischen Emaillieren nach dem 2 Schichten-1 Brand-Verfahren,
bei dem ein zu behandelndes Werkstück nach dem Auftrag der Grundemailschicht mindestens
einmal gespült wird, bevor der Deckemailauftrag erfolgt und nach erneutem Spülen beide
Schichten gemeinsam eingebrannt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück nach dem Grundemailauftrag im Prozeßbad (1) und vor dem Deckemailauftrag
im Prozeßbad (5) einer Behandlung in einem Prozeßbad (3) unterzogen wird, wobei dieses
Prozeßbad (3) mindestens einen chemischen Stoff enthält, welcher sauer-basisch-puffernd
und komplexierend reagiert und Aluminiumhydroxid angreift und/oder mit Aluminiumionen
undissoziierte Verbindungen eingeht.
6. Verfahren nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück nach dem Grundemailauftrag und vor der Behandlung im Prozeßbad (3)
und/oder nach der Behandlung im Prozeßbad (3) mindestens einmal gespült wird, bevor
der Deckemailauftrag erfolgt.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß verschleppter Grundemailschlicker beim Spülen (2) vom Werkstück (9) abgespült
und von einer Filtereinrichtung (12) ausgefiltert und dem Prozeßbad (1) wieder zuführt
oder separat gesammelt wird und/oder das Filtrat in ein Spülbad (2; 4) oder ein separates
Sammelbehältnis geleitet wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Prozeßbad (3) eine sauer oder alkalisch reagierende Lösung mit komplexierenden
Eigenschaften enthalten ist.
9. Verfahren nach nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Prozeßbad (3) Zitronensäure oder Phosphat enthalten ist.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüchen 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Prozeßbad (3) eine gleichbleibende Temperatur aufweist und in diesem der chemische
Stoff in konstanter, definierter Konzentration enthalten ist und daß die Behandlung
des Werkstückes (9) in dem Prozeßbad (3) in einer von seiner Form abhängigen Behandlungszeit
erfolgt.
1. Arrangement for electrophoretic enamelling in accordance with the 2-coat 1-bake method,
having a processing bath for the base enamel coating, at least one subsequent rinsing
bath upstream of a processing bath for the top enamel coating, with at least one rinsing
bath subsequent thereto and one baking oven, characterised in that, downstream of
the processing bath (1) containing the base enamel dross and upstream of the processing
bath (5) containing the top enamel dross, there is disposed a processing bath (3),
to which is added at least one substance which chemically attacks aluminium hydroxide,
said substance reacting in an acidic-basic buffering and complexing manner and/or
reducing compounds undissociated with aluminium ions.
2. Arrangement according to claim 1, characterised in that at least one rinsing bath
(2) is disposed downstream of the processing bath (1) containing the base enamel dross
and upstream of the processing bath (3), and/or at least one rinsing bath (4) is disposed
downstream of the processing bath (3) and upstream of the processing bath (5) containing
the top enamel dross.
3. Arrangement according to at least one of claims 1 or 2, characterised in that the
rinsing bath (2) is connected to a filtering means (12).
4. Arrangement according to at least one of claims 1 to 3, characterised in that a lifting
apparatus (13) is associated with the processing bath (3) for handling the workpieces
(9).
5. Method of electrophoretic enamelling according to the 2-coat 1-bake method, wherein
a workpiece to be treated, after being coated with the base enamel layer, is rinsed
at least once before the top enamel coating is applied and, after a fresh rinsing
process, both layers are baked together, characterised in that, subsequent to the
base enamel coating in the processing bath (1) and prior to the top enamel coating
in the processing bath (5), the workpiece is subjected to a treatment in a processing
bath (3), this processing bath (3) containing at least one chemical substance which
reacts in an acidic-basic buffering and complexing manner and attacks aluminium hydroxide
and/or reduces compounds undissociated with aluminium ions.
6. Method according to claim 5, characterised in that, subsequent to the base enamel
coating and prior to the treatment in the processing bath (3) and/or subsequent to
the treatment in the processing bath (3), the workpiece is rinsed at least once before
the top enamel coating is applied.
7. Method according to at least one of claims 5 or 6, characterised in that entrained
base enamel dross is rinsed from the workpiece (9) during the rinsing process (2)
and is filtered-out by a filtering means (12) and re-supplied to the processing bath
(1) or collected separately, and/or the filtrate is conducted into a rinsing bath
(2; 4) or a separate collecting vessel.
8. Method according to at least one of claims 5 or 6, characterised in that a solution,
which has complexing properties and reacts in an acidic or alkaline manner, is contained
in the processing bath (3).
9. Method according to claim 8, characterised in that citric acid or phosphate is contained
in the processing bath (3).
10. Method according to at least one of claims 5 to 9, characterised in that the processing
bath (3) has a constant temperature, and the chemical substance is contained therein
in a constant, specific concentration, and in that the treatment of the workpiece
(9) is effected in the processing bath (3) in a treatment time dependent on its configuration.
1. Installation pour l'émaillage électrophorétique selon le procédé 2 couches-1 cuisson
avec un bain de traitement pour l'application d'émail de base, au moins un bain de
rinçage ultérieur avant un bain de traitement pour l'application d'émail final, avec
au moins un bain de rinçage succédant à celui-ci, et une étuve à émailler, caractérisée
en ce qu'il est prévu, après le bain de traitement (1) avec la barbotine d'émail de
base et avant le bain de traitement (5) avec la barbotine d'émail final, un bain de
traitement (3) auquel on incorpore au moins une substance qui attaque chimiquement
l'hydroxyde d'aluminium et qui ce faisant réagit à la façon d'un tampon acido-basique
et en complexant et/ou forme des composés indissociés avec des ions aluminium.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu, après le
bain de traitement (1) avec la barbotine d'émail de base et avant le bain de traitement
(3), au moins un bain de rinçage (2) et/ou après le bain de traitement (3) et avant
le bain de traitement (5) avec la barbotine d'émail final, au moins un bain de rinçage
(4).
3. Installation selon au moins l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que
le bain de rinçage (2) est relié à un dispositif de filtration (12).
4. Installation selon au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'il
est associé au bain de traitement (3) un dispositif de levage (13) pour manipuler
les pièces travaillées (9).
5. Procédé pour l'émaillage électrophorétique selon le procédé 2 couches-1 cuisson, dans
lequel on rince au moins une fois une pièce travaillée à traiter après l'application
de la couche d'émail de base, avant de procéder à l'application d'émail final et,
après un nouveau rinçage, on cuit conjointement les deux couches, caractérisé en ce
que la pièce travaillée, après l'application de la couche d'émail de base dans le
bain de traitement (1) et avant l'application d'émail final dans le bain de traitement
(5), subit un traitement dans un bain de traitement (3), ce bain de traitement (3)
contenant au moins une substance chimique qui réagit à la façon d'un tampon acido-basique
et en complexant et qui attaque l'hydroxyde d'aluminium et/ou forme des composés indissociés
avec des ions aluminium.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pièce travaillée, après
l'application d'émail de base et avant le traitement dans le bain de traitement (3)
et/ou après le traitement dans le bain de traitement (3), est rincée au moins une
fois, avant de procéder à l'application d'émail final.
7. Procédé selon au moins l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que la barbotine
d'émail de base entraînée est évacuée lors du rinçage (2) hors de la pièce travaillée
(9) et en ce qu'elle est filtrée par un dispositif de filtration (12) et qu'elle est
ramenée au bain de traitement (1) ou qu'elle est recueillie séparément et/ou en ce
que le filtrat est conduit vers un bain de rinçage (2 ; 4) ou vers un récipient de
collecte séparé.
8. Procédé selon au moins l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que le bain
de traitement (3) contient une solution réagissant au niveau acide ou alcalin et présentant
des propriétés complexantes.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le bain de traitement (3)
contient de l'acide citrique ou du phosphate.
10. Procédé selon au moins l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le bain
de traitement (3) présente une température constante et qu'il contient la substance
chimique selon une concentration définie constante et en ce que le traitement de la
pièce travaillée (9) dans le bain de traitement (3) s'effectue sur un temps de traitement
dépendant de sa forme.

