[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Auftragen eines flüssigen
oder pastösen Mediums, wie Pigmenthaltige Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit
auf eine laufende, altpapierhaltige Bahn aus Papier oder Karton.
[0002] Eine Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende
Materialbahn nach dem Stand der Technik, die nach einem herkömmlichen Verfahren arbeitet,
ist beispielsweise aus der US-A-4,848,268 bekannt. Bei dieser Vorrichtung bilden zwei
gegensinnig rotierende Auftragswalzen zwischen sich einen Walzenspalt aus, durch-den
die laufende Materialbahn hindurchgeführt wird. Jeder Auftragswalze ist ein Auftragswerk
zugeordnet, welches über eine Auftragsdruckkammer und ein Rakelelement das flüssige
oder pastöse Medium auf die Oberfläche der Auftragswalze aufbringt. Das auf die Oberfläche
der Auftragswalze aufgetragene Medium wird dann durch die Rotation der Auftragswalze
in den Walzenspalt zwischen den beiden Auftragswalzen hineinbefördert. Dort wird das
Medium von der Walzenoberfläche auf die betreffende Seite der Materialbahn übertragen
und gleichzeitig in die Materialbahn eingepreßt. Dieses Auftragsverfahren wird als
indirekter Auftrag bezeichnet. Falls beide Auftragswerke in Betrieb sind, wird die
laufende Materialbahn auf diese Weise beidseitig mit dem flüssigen oder pastösen Medium
beschichtet. In einer anderen Ausgestaltung dieser bekannten Vorrichtung, die ebenfalls
in der US-A-4,848,268 beschrieben ist, werden statt der Druckkammer-Auftragswerke
Auftragswerke verwendet, die einen Sumpf mit freier Flüssigkeitsoberfläche ausbilden
und das aufzutragende Medium aus diesem Sumpf über ein Rakelelement auf die Oberfläche
der Auftragswalze aufbringen.
[0003] Das einseitige indirekte Auftragen ist auch aus der US-A-4,973,441 bekannt.
[0004] Zwar werden mit diesen indirekten Auftragsverfahren und den zugehörigen Auftragsvorrichtungen
an und für sich gute gute Ergebnisse erzielt, jedoch können sich beim Einpressen des
Mediums in die Materialbahn im Walzenspalt aus dem Papier bzw. dem Karton der Materialbahn
Verunreinigungen herauslösen und auf der Oberfläche der Auftragswalzen sammeln. Das
kann vor allem dann geschehen, wenn die Materialbahn vorwiegend aus Altpapier besteht.
Solche auf der Walzenoberfläche angesammelten Verunreinigungen verschmutzen dann die
Auftragswerke und schließlich können sich Streifen im Auftragsfilm auf der Oberfläche
der Auftragswalze bilden; die dann auch auf dem Produkt, d.h. auf der beschichteten
Materialbahn, sichtbar werden.
[0005] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, ein Verfahren sowie Vorrichtungen
zu schaffen, mit denen ein flüssiges oder pastöses Medium in hoher Qualität auf eine
laufende Materialbahn aufgetragen werden kann, ohne daß in oder an der Materialbahn
befindliche Verunreinigungen die Auftragsqualität verschlechtern können.
[0006] Dieses technische Problem wird erfindungsgemäß von einem Verfahren mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 sowie von Vorrichtungen mit den Merkmalen der nebengeordneten
Patentansprüche 6, 7, 10 und 22 gelöst.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein flüssiges oder pastöses Medium, wie
pigmenthaltige Streichfarbe, Stärke oder Imprägnierflüssigkeit auf zumindest eine
Seite des laufenden altpapierhaltigen Materialbahn in einem direkten Auftrag aufgebracht.
Anschließend wird das auf die zumindest eine Seite der Materialbahn aufgetragene flüssige
oder pastöse Medium in einem separaten Schritt in die laufende Materialbahn eingepreßt.
Das direkte Auftragen des Mediums auf die Materialbahn und das Einpressen des Mediums
in die Materialbahn erfolgt also in getrennten Verfahrensschritten. Da der Einpreßschritt
dem Schritt des Auftragens entlang der Durchlaufrichtung der Materialbahn nachgeschaltet
ist, können Schmutzpartikel oder Verunreinigungen, die sich beim Einpressen eventuell
aus der Materialbahn herauslösen, nicht mehr in den vorgeschalteten Auftragsbereich
gelangen, in welchem das Medium auf die Materialbahn aufgetragen wird. Die herausgelösten
Partikel oder Verunreinigungen können im Bereich des getrennten Einpreßschrittes problemlos
entfernt werden, so daß sie nach dem Herauslösen nicht mehr auf die Materialbahn gelangen
und dort Beeinträchtigungen der Auftragsqualität verursachen können. Außerdem kommt
es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren während des Einpreßvorgangs wesentlich seltener
überhaupt zum Herauslösen von Schmutzpartikeln aus der Materialbahn, da diese zuvor
bereits mit dem flüssigen oder pastösen Medium beschichtet wurde. Kleinere Schmutzpartikel
werden auf diese Weise vom aufgetragenen Medium in unschädlicher Weise eingebunden,
wodurch die Herauslösevorgänge von Schmutzpartikeln während des Einpressens des Mediums
in die laufende Materialbahn verringert werden.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens für beidseitiges Auftragen eines
flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende altpapierhaltige Materialbahn wird
das für jede Seite der Materialbahn flüssige oder pastöse Medium gleichzeitig direkt
auf die laufende Materialbahn aufgetragen und das anschließende separate Einpressen
des aufgetragenen Mediums in die laufende Materialbahn erfolgt auf beiden Seiten der
Materialbahn gleichzeitig. Somit ergibt sich ein kompaktes, nur aus zwei Schritten
bestehendes Verfahren für ein beidseitiges Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums auf eine laufende Materialbahn.
[0009] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens für beidseitiges
Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende altpapierhaltige
Materialbahn besteht aus folgenden Verfahrensschritten:
Zunächst wird das flüssige oder pastöse Medium auf die eine Seite der laufenden Materialbahn
direkt aufgetragen. In einem nachgeschalteten Schritt erfolgt ein separates Einpressen
des zuvor auf die eine Seite der Materialbahn aufgetragenen Mediums in die laufende
Materialbahn. Danach wird in einem dritten Verfahrensschritt das flüssige oder pastöse
Medium auf die andere Seite der laufenden Materialbahn direkt aufgetragen. In einem
nachgeschalteten vierten Verfahrensschritt erfolgt ein separates Einpressen des zuvor
auf die andere Seite der Materialbahn aufgetragenen Mediums in die laufende Materialbahn.
Bei dieser Ausführungsform erfolgt also der beidseitige Auftrag eines flüssigen oder
pastösen Mediums auf eine laufende Materialbahn in vier aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten,
die entlang der Durchlaufrichtung der Materialbahn durchgeführt werden.
[0010] Zweckmäßigerweise kann bei den zuvor beschriebenen Varianten des erfindungsgemäßen
Verfahrens auch der direkte Auftrag einer gewünschten endgültigen Auftragsmenge an
flüssigem oder pastösem Medium auf irgendeine Seite der laufenden, altpapierhaltigen
Materialbahn jeweils in einem einzigen Auftragsschritt erfolgen. Mit anderen Worten
wird vorzugsweise das Medium in einem einzigen Vorgang derart direkt auf die Materialbahn
aufgetragen, daß die aufgetragene Menge der gewünschten endgültigen Auftragsmenge
entspricht. Dadurch ergibt sich ein kompaktes Verfahren.
[0011] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist jeder Schritt des direkten Auftragens
des flüssigen oder pastösen Mediums auf irgendeine Seite der laufenden altpapierhaltigen
Materialbahn in folgende Teilschritte unterteilt:
[0012] In einem ersten Teilschritt erfolgt ein Vordosieren einer überschüssigen Menge an
flüssigem oder pastösem Medium auf die betreffende Seite der Materialbahn. In einem
nachgeschalteten separaten zweiten Schritt erfolgt ein Enddosieren der zuvor auf die
betreffende Seite der Materialbahn aufgetragenen vordosierten Menge an Medium auf
die gewünschte endgültige Auftragsmenge.
[0013] Anstelle eines in einem Schritt fertigdosierten direkten Auftrags kann also entsprechend
der zuvor erläuterten Ausführungsform der direkte Auftrag des Mediums bei Bedarf in
zwei Teilschritte, nämlich einen Vordosierschritt und einen Enddosierschritt, untergliedert
werden. Falls gewünscht, können die beiden Ausführungsformen auch untereinander kombiniert
werden, z.B. derart, daß der direkte Auftrag des Mediums auf die eine Seite der laufenden
Materialbahn in einem einzelnen Fertigdosierschritt erfolgt, während der direkte Auftrag
des Mediums auf die andere Seite der Materialbahn in einem Vordosier- und einem Enddosierschritt
erfolgt. Dies kann beispielsweise dann zweckmäßig sein, wenn auf die beiden Seiten
der Materialbahn jeweils Auftragsmedien von unterschiedlicher Konsistenz aufgebracht
werden sollen, von denen sich das eine Medium problemlos in einem einzigen Fertigdosierschritt
auftragen läßt, während das andere Medium besser in getrennten Vordosier- und Enddosierteilschritten
aufgetragen werden kann.
[0014] Eine erste erfindungsgemäße Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums, wie pigmenthaltige Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit auf eine laufende,
altpapierhaltige Bahn aus Papier oder Karton, umfaßt
- ein Auftragswerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf
eine Seite der laufenden Materialbahn,
- eine rotierende Gegenfläche, auf deren Oberfläche die laufende Materialbahn entlang
eines Auflageabschnitts geführt ist, und
- eine gegensinnig zur Gegenfläche rotierende Preßwalze zum Einpressen von auf einer
Seite der Materialbahn aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium in die laufende
Materialbahn.
[0015] Dem Auflageabschnitt der Materialbahn auf der Oberfläche der Gegenfläche ist dabei,
bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, zunächst das Auftragswerk zugeordnet
und im Abstand danach die Preßwalze, wobei die Preßwalze mit der Gegenfläche einen
Einpreßspalt bildet, durch den die Materialbahn, auf dem Auflageabschnitt der Gegenfläche
aufliegend, hindurchgeführt wird.
[0016] Mit anderen Worten wird die laufende Materialbahn entlang eines Auflageabschnitts
auf der Oberfläche der Gegenfläche gestützt und entlang dieses Auflageabschnitts auf
der Oberfläche ist der Materialbahn zunächst ein Auftragswerk zum direkten Auftragen
des Mediums und danach eine Preßwalze zum Einpressen des Mediums zugeordnet. Das Auftragen
des Mediums und das Einpressen des Mediums sind also räumlich voneinander getrennt
und Schmutzpartikel, die sich eventuell beim Einpressen aus der laufenden altpapierhaltigen
Materialbahn herauslösen, gelangen nur auf die Oberfläche der Preßwalze, von wo sie
z.B. mittels einer geeigneten Reinigungsvorrichtung abgezogen werden können. Herausgelöste
Schmutzpartikel können jedoch nicht in das Auftragswerk gelangen und so die Qualität
des Auftrags beeinträchtigen.
[0017] Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen ersten Vorrichtung zum beidseitigen
Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende, altpapierhaltige
Materialbanh umfaßt
- eine zweite Gegenfläche, die gegensinnig zur ersten Gegenfläche rotiert, und dieser,
bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nachgeschaltet ist,
wobei die laufende Materialbahn auf der Oberfläche der zweiten Gegenfläche entlang
eines Auflageabschnitts derart geführt ist, daß die bereits mit dem Medium versehene
Seite der Materialbahn auf der Oberfläche aufliegt,
- ein zweites Auftragswerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums
auf eine Seite einer laufenden Materialbahn und
- eine gegensinnig zur zweiten Gegenfläche rotierende zweite Preßwalze zum Einpressen
von auf einer Seite der laufenden Materialbahn aufgetragenem flüssigen oder pastösen
Medium in die laufende Materialbahn.
[0018] Dem Auflageabschnitt der Materialbahn auf der Oberfläche der zweiten Gegenfläche
ist dabei, bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, zunächst das zweite
Auftragswerk zugeordnet und im Abstand danach die zweite Preßwalze, wobei die zweite
Preßwalze mit der zweiten Gegenfläche einen Einpreßspalt bildet, durch den die Materialbahn,
auf dem Auflageabschnitt der zweiten Gegenfläche aufliegend, hindurchgeführt wird.
[0019] Mit anderen Worten ist bei dieser Ausführungsform der Erfindung der ersten erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Beschichten der einen Seite der laufenden Materialbahn eine gleichartige
Vorrichtung zum Beschichten der anderen Seite der laufenden Materialbahn nachgeschaltet.
Somit ergeben sich zwei gegensinnig zueinander rotierende Gegenflächen, über die die
laufende Materialbahn zunächst mit der einen Seite und dann mit der anderen Seite
geführt wird. Jeder Gegenfläche ist in Durchlaufrichtung der Materialbahn zunächst
ein Auftragswerk und dann eine Preßwalze zugeordnet.
[0020] Eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums auf eine laufende, alterpapierhaltige Materialbahn, aus Papier oder Karton,
umfaßt
- ein Auftragswerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf
eine Seite der laufenden Materialbahn,
- eine rotierende Gegenfläche, auf deren Oberfläche die laufende Materialbahn entlang
eines Auflageabschnittes geführt ist,
- eine gegensinnig zur Gegenfläche rotierende Preßwalze zum Einpressen von auf einer
Seite der Materialbahn aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium in die laufende
Materialbahn, und
- eine gegensinnig zur Preßwalze rotierende Preßwalzengegenwalze.
[0021] Dabei ist das Auftragswerk dem Auflageabschnitt der Materialbahn auf der Oberfläche
der Gegenfläche zugeordnet und die Preßwalze ist der zuvor vom Auftragswerk mit dem
Medium versehenen Seite der Materialbahn, bezogen auf die, Durchlaufrichtung der Materialbahn,
im Abstand nach der Gegenfläche zugeordnet und bildet mit der Preßwalzengegenwalze
einen Einpreßspalt aus, durch den die laufende Materialbahn hindurchgeführt wird.
[0022] Mit anderen Worten ist bei dieser zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung dem Auftragswerk
die Gegenfläche und der Preßwalze eine eigene Preßwalzengegenwalze zugeordnet, während
bei der zuvor erläuterten ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung dem Auftragswerk und
der Preßwalze eine gemeinsame Gegenfläche zugeordnet ist.
[0023] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung zum beidseitigen
Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums auf die laufende altpapierhaltige Materialbahn
umfaßt
- eine zweite Gegenfläche, die gleichsinnig zur ersten Preßwalze rotiert und dieser,
bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nachgeschaltet ist,
wobei die laufende Materialbahn auf der Oberfläche der zweiten Gegenfläche entlang
eines Auflageabschnitts derart geführt ist, daß die bereits mit dem Medium versehene
Seite der Materialbahn auf der Walzenoberfläche aufliegt,
- ein zweites Auftragswerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums
auf eine Seite einer laufenden Materialbahn,
- eine gegensinnig zur zweiten Gegenfläche rotierende zweite Preßwalze zum Einpressen
von auf einer Seite der materialbahn aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium
in die laufende Materialbahn und
- eine gegensinnig zur zweiten Preßwalze rotierende zweite Preßwalzengegenwalze.
[0024] Dabei ist das zweite Auftragswerk dem Auflageabschnitt der Materialbahn auf der Oberfläche
der zweiten Gegenfläche zugeordnet und die zweite Preßwalze ist der zuvor vom zweiten
Auftragswerk mit dem Medium versehenen Seite der Materialbahn, bezogen auf die Durchlaufrichtung
der Materialbahn, im Abstand nach der zweiten Gegenfläche zugeordnet und bildet mit
der zweiten Preßwalzengegenwalze einen Einpreßspalt aus, durch den die laufende Materialbahn
hindurchgeführt wird.
[0025] Mit anderen Worten ist bei dieser Ausgestaltung der zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Beschichten der einen Seite der laufenden Materialbahn eine gleichartige Vorrichtung
zum Beschichten der anderen Seite der laufenden Materialbahn nachgeschaltet. Jedem
Auftragswerk ist dabei eine eigene Gegenfläche zugeordnet und jeder Preßwalze ist
dabei eine eigene Preßwalzengegenwalze zugeordnet.
[0026] Bei den zuvor erläuterten erfindungsgemäßen Vorrichtungen sind die rotierenden Gegenflächen
vorzugsweise in Form von rotierenden Gegenwalzen ausgebildet. Ebenso können die rotierenden
Gegenflächen aber auch in Form von umlaufenden flexiblen Endlosbändern ausgeführt
sein. Solche umlaufenden Endlosbänder werden dann über zugehörige Antriebsrollen,
Umlenkrollen, Spannrollen und/oder Gleit- bzw. Preßschuhe geführt.
[0027] Eine dritte erfindungsgemäße Vorrichtung zum beidseitigen Auftragen eines flüssigen
oder pastösen Mediumsk, wie pigmenthaltige Streichfarbe, Stärke oder Imprägnierflüssigkeit
auf eine laufende altpapierhaltige Materialbahn, aus Papier oder Karton, umfaßt
- zwei Auftragswerke (diese können vom gleichen Typ sein), von denen jeweils eines ein
flüssiges oder pastöses Medium auf jeweils eine der beiden Seiten der laufenden Materialbahn
in direktem Auftrag aufbringt, und
- zwei gegensinnig zueinander rotierende Preßwalzen vom gleichen Typ, von denen jeweils
eine das auf die jeweilige Seite der beiden Seiten der Materialbahn aufgetragene flüssige
oder pastöse Medium in die laufende Materialbahn einpreßt.
[0028] Dabei liegen die beiden Auftragswerke einander gegenüber und sind jeweils einer Seite
der laufenden Materialbahn derart zugeordnet, daß die Materialbahn zwischen den beiden
Auftragswerken hindurchgeführt wird. Weiterhin sind die beiden Preßwalzen, bezogen
auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nach den beiden Auftragswerken
derart angeordnet, daß die beiden Preßwalzen zwischen sich einen Einpreßspalt ausbilden,
durch den die laufende Materialbahn hindurchgeführt wird, wobei die Laufrichtungen
der beiden Preßwalzen im Einpreßspalt mit der Durchlaufrichtung der Materialbahn übereinstimmen.
[0029] Bei der dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt also zunächst ein beidseitiger
direkter Auftrag eines flüssigen oder pastösen Mediums auf die Materialbahn, indem
sie zwischen zwei Auftragswerken durchgeführt wird, und anschließend erfolgt ein beidseitiges
Einpressen des zuvor aufgetragenen Mediums in die Materialbahn, indem sie zwischen
zwei mit der Durchlaufrichtung der Materialbahn gleichlaufenden Preßwalzen hindurchgeführt
wird.
[0030] Bei der zuvor erläuterten dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung verläuft in einer
günstigen Ausgestaltung die Durchlaufrichtung der Materialbahn, bezogen auf eine horizontale
Ebene, von unten nach oben. Vorzugweise wird die Materialbahn in einer gemeinsamen
Durchlaufebene sowohl durch die beiden Auftragswerke als auch durch die beiden Preßwalzen
hindurchgeführt.
[0031] In einer bevorzugten Ausgestaltung der zuvor erläuterten erfindungsgemäßen Vorrichtungen
sind die Auftragswerke als Rakelelement-Druckkammerauftragswerke ausgebildet. Vorzugsweise
sind dabei die Rakelelemente als profilierte Rakelstäbe, glatte Rakelstäbe oder Rakelklingen
ausgebildet. Die Verwendung profilierter Rakelstäbe ist dabei insofern vorteilhaft,
als dann die Dosierung des aufzutragenden Mediums volumetrisch erfolgt, d.h. die aufgetragene
Menge an Medium ist praktisch unabhängig von der Maschinengeschwindigkeit. Somit kann
die gewünscht Auftragsmenge an flüssigem oder pastösem Medium sehr zuverlässig aufgebracht
werden.
[0032] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die Auftragswerke
als Freistrahldüsen-Auftragswerke ausgebildet sein.
[0033] Eine günstige Ausgestaltung der zuvor erläuterten dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, die beiden Auftragswerke als Rakelelement-Auftragswerke zu gestalten,
die einen Sumpf des aufzutragenden Mediums mit einer freien Flüssigkeitsoberfläche
ausbilden. Die zugehörige Durchlaufrichtung der Materialbahn durch die beiden Sumpf-Auftragswerke
verläuft dann, bezogen auf eine horizontale Ebene, von oben nach unten. Die Rakelelemente
der Sumpf-Auftragswerke sind vorzugsweise als profilierte Rakelstäbe, glatte Rakelstäbe
oder Rakelklingen ausgebildet.
[0034] Eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen besteht darin, die Auftragswerke
in eine Vordosiereinrichtung zum direkten Auftragen einer überschüssigen Menge an
flüssigem oder pastösem Medium auf eine Seite der laufenden Materialbahn und eine
anschließende separate Enddosiereinrichtung zum Dosieren der auf die Materialbahn
aufgetragenen Menge an Medium auf die gewünschte endgültige Auftragsmenge zu unterteilen.
Die Vordosiereinrichtungen können dann als RakelelementRakelelement-Druckkammerauftragswerke,
Rakelelement-Sumpfauftragswerke, Freistrahldüsen-Auftragswerke oder in vergleichbarer
Weise ausgebildet sein. Die Enddosiereinrichtungen können als Rakelklingen-Enddosiereinrichtungen
oder in vergleichbarer Weise. ausgebildet sein.
[0035] Vorzugsweise sind die Auftragswerke bei den erfindungsgemäßen Vorrichtungen jedoch
als Fertigdosier-Auftragswerke ausgebildet, d.h. mit ihnen kann eine gewünschte endgültige
Auftragsmenge an Medium direkt auf die Materialbahn aufgebracht werden, ohne daß ein
Nachdosieren nötig ist.
[0036] Vorzugsweise werden hierfür die bereits zuvor erläuterten Rakelelement-Druckkammerauftragswerke
oder Rakelelement-Sumpfauftragswerke eingesetzt.
[0037] Eine vierte erfindungsgemäße Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums, wie pigmenthaltige Streihfarbe, Stärke oder Imprägnierflüssigkeit auf eine
laufende, altpapierthaltige Materialbahn, aus Papier oder Karton, umfaßt
- ein Freistrahlauftragswerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums
auf eine Seite einer laufenden Materialbahn,
- eine rotierende Preßwalze zum Einpressen von auf einer Seite der Materialbahn aufgetragenem
flüssigen oder pastösen Medium in die laufende Materialbahn, und
- eine gegensinnig zur Preßwalze rotierende Preßwalzengegenwalze.
[0038] Dabei ist das Freistrahl-Auftragswerk der oben liegenden Seite eines im wesentlichen
horizontal laufenden, nicht abgestützten Abschnitts der Materialbahn zugeordnet und
die Preßwalze ist, bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand
nach dem Freistrahl-Auftragswerk der zuvor mit dem Medium versehenen Seite der Materialbahn
zugeordnet und bildet zusammen mit der Preßwalzengegenwalze einen Einpreßspalt aus,
durch den die laufende Materialbahn hindurchgeführt wird. Die Laufrichtung der Preßwalze
im Einpreßspalt stimmt dabei mit der Durchlaufrichtung der Materialbahn überein.
[0039] Bei der vierten erfindungsgemäßen Vorrichtung entfällt also eine rotierende Gegenfläche,
d.h. für das Auftragswerk ist keine zugeordnete Gegenwalze oder kein zugeordnetes
Endlosband erforderlich. Der direkte Auftrag des flüssigen oder pastösen Mediums erfolgt
auf einem im wesentlichen horizontal laufenden, nicht abgestützten Abschnitt der Materialbahn.
In Durchlaufrichtung der Materialbahn gesehen vor der Position des Auftragswerks genügt
z.B. die Anordnung einer Umlenkrolle, um die Materialbahn in die im wesentlichen horizontale
Laufrichtung umzulenken.
[0040] Das Freistrahl-Auftragswerk ist bei der vierten erfindungsgemäßen Vorrichtung vorzugsweise
in Form eines Auftragswerks nach dem Prinzip eines Wasserfalls ausgeführt. Bei einem
solchen Auftragswerk strömt das aufzutragende flüssige oder pastöse Medium wasserfallartig
vom Auftragswerk in einer entsprechend dosierten Menge auf die unter dem Auftragswerk
vorbeilaufende Materialbahn herab. Die obenliegende Seite der Materialbahn wird so
mit dem Medium beschichtet.
[0041] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtungen besteht darin, daß durch das getrennte
Vorsehen von Preßwalzen die Werkstoffauswahl und die oberflächeneigenschaften der
Preßwalzenoberfläche optimal an die Anforderungen hinsichtlich eines guten Einpreßvorgangs
angepaßt werden können. Bei bisherigen Vorrichtungen, bei denen zunächst ein Auftrag
des flüssigen oder pastösen Mediums auf die Oberfläche einer Auftragswalze erfolgt,
von wo aus das Medium dann in einem Walzenspalt auf die laufende Materialbahn übertragen
wird (indirekter Auftrag), richtet sich die Werkstoffauswahl und die Auswahl der Oberflächenbeschaffenheit
der Auftragswalze hauptsächlich danach, daß das Medium gut auf die Walzenoberfläche
aufgetragen werden kann, also die Oberfläche gut benetzbar ist. Die Werkstoffauswahl
und die Oberflächenbeschaffenheit der Auftragswalze kann jedoch nicht in gleichem
Maße auf die Einpreßfunktion der Auftragswalze im Auftragswalzenspalt abgestimmt werden.
Da erfindungsgemäß nun der Auftrag des Mediums in einem eigenen vorgeschalteten Schritt
direkt und unmittelbar auf die Materialbahn erfolgt, und das Einpressen des Mediums
in die Materialbahn als abgetrennter eigener Schritt durchgeführt wird, können die
Preßwalzen hinsichtlich ihrer konstruktiven und werkstofftechnischen Ausgestaltung
optimal an die Einpreßfunktion angepaßt werden.
[0042] In vorteilhaften Ausgestaltungen sind zumindest die Walzenoberflächen der Preßwalzen
aus Stahl, Gummi oder Polyurethan ausgebildet. Dabei kann es jeweils vorteilhaft sein,
die Walzenoberflächen der Preßwalzen zusätzlich mit einem Antihaftbezug mit einer
vergleichsweise kleinen Reibungszahl zu versehen. Ein derartiger Antihaftbezug besteht
vorzugsweise aus einem Werkstoff auf Polytetrafluorethylen (PTFE)-Basis. Ein solcher
Teflon-Bezug vermeidet wirksam das Anhaften des aufgetragenen Mediums an den Preßwalzen.
Je nach Einsatzzweck können die Preßwalzen mit einer möglichst glatten, harten Oberfläche
versehen sein, oder mit einer weichen Oberfläche mit einer solchen Beschaffenheit,
daß das aufgetragene Medium daran praktisch nicht anhaftet.
[0043] Vorzugsweise entspricht die Umlaufgeschwindigkeit der Walzenoberfläche der Preßwalze
der Durchlaufgeschwindigkeit der Materialbahn im Einpreßspalt. Somit liegt keine Relativgeschwindigkeit
zwischen Preßwalzenoberfläche und Materialbahn vor, und damit tritt praktisch keine
Papierbeanspruchung auf.
[0044] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Preßwalzen mit einer Heizeinrichtung
versehen, die zumindest die Walzenoberfäche heizt. Dadurch wird die Trocknung des
aufgetragenen Mediums auf der Materialbahn beschleunigt.
[0045] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist jeder Preßwalze an einem Umfangsabschnitt
ihrer Walzenoberfläche eine Reinigungsvorrichtung zugeordnet. In einer günstigen Ausführung
weist die Reinigungsvorrichtung eine Abschabklinge auf, die Schmutzpartikel, die im
Einpreßspält aus der Materialbahn herausgelöst wurden, von der Walzenoberfläche abzieht.
Im
Zusammenhang mit einer zugeordneten Reinigungsvorrichtung ist es vorteilhaft, die Oberfläche der
Preßwalze aus einem harten Werkstoff zu gestalten, damit die Oberflächenqualität-
der Preßwalze nicht durch die Reinigungs-Abschabklinge bzw. daran angesammelte Schmutzpartikel
beschädigt wird.
[0046] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäßen Vorrichtungen dienen zum
Leimen von Materialbahnen, jedoch ebenso zum Auftragen von verschiedensten flüssigen
oder pastösen Streichmedien, wie Streichfarbe mit Pigmenten, Stärke, Imprägnierlösung
und dergleichen.
[0047] Beim erfindungsgemäßen Verfahren und bei den erfindungsgemäßen Vorrichtungen erfolgt
das Aufbringen des flüssigen oder pastösen Mediums stets unmittelbar auf die Materialbahn,
also ohne Zwischenschaltung einer Auftragswalze, und das Einpressen des aufgetragenen
Mediums in die Materialbahn erfolgt stets getrennt vom Vorgang des Auftragens des
Mediums auf die Materialbahn. Auf diese Weise wird verhindert, daß eventuell während
des Einpressens aus der laufenden Materialbahn herausgelöste Verunreinigungen oder
Schmutzpartikel in das Auftragswerk gelangen und die Auftragsqualität des Mediums
auf der laufenden Materialbahn verschlechtern können.
[0048] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der erfindungsgemäßen Vorrichtungen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht;
- Fig. 3
- ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht;
- Fig. 4
- ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht;
- Fig. 5
- ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht;
- Fig. 6
- ein sechstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht;
- Fig. 7
- ein siebtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Querschnittsansicht.
[0049] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
Eine laufende Materialbahn aus Papier oder Karton, wird zunächst über eine Umlenkrolle
10. geführt. Die Laufrichtung der Materialbahn 7 ist durch Pfeile entlang der Materialbahn
gekennzeichnet. Die Materialbahn 7 ist dann über eine in Pfeilrichtung rotierende
Gegenwalze 1 geführt. Die Materialbahn 7 liegt dabei auf der Walzenoberfläche 1A der
Gegenwalze 1 entlang eines Auflageabschnitts auf und wird so während des Durchlaufs
von der Gegenwalze gestützt. Anschließend wird die Materialbahn 7 einer zweiten, in
Pfeilrichtung rotierenden Gegenwalze 4 zugeführt, auf deren Walzenoberfläche 4A sie
entlang eines Auflageabschnitts aufliegt und so während des Durchlaufs gestützt wird.
Danach wird die Materialbahn 7 über eine Umlenkrolle 10' geführt und einer weiteren
Verarbeitung zugeleitet.
[0050] Entlang des soeben beschriebenen Durchlaufs der Materialbahn 7 ist der Materialbahn
in dem Bereich, in dem sie auf der Gegenwalze 1 aufliegt, zunächst ein Auftragswerk
2 zugeordnet. In Laufrichtung im Abstand danach ist der Materialbahn 7 ebenfalls noch
in dem Bereich, in dem sie auf der Gegenwalze 1 aufliegt, eine Preßwalze 3 zugeordnet.
Weiter der Durchlaufrichtung der Materialbahn folgend, ist der Materialbahn 7 in dem
Bereich, in dem sie auf der zweiten Gegenwalze 4 aufliegt, ein zweites Auftragswerk
5 zugeordnet. In Laufrichtung im Abstand danach ist der Materialbahn noch in dem Bereich,
in dem sie auf der Gegenwalze 4 aufliegt, eine zweite Preßwalze 6 zugeordnet.
[0051] Bei den beiden Auftragswerken 2 und 5 handelt es sich um Rakelelement -Druckkammerauftragswerke
vom gleichen Typ, so daß nachfolgend beide Auftragswerke, die jeweils nur vereinfacht
dargestellt sind, gemeinsam in ihrem Aufbau und ihrer Funktionsweise erläutert werden.
Die Auftragswerke 2, 5 umfassen einen Tragbalken 17, 17', der die weiteren Anbauelemente
trägt. Durch ein Farbverteilrohr 11, 11' wird das aufzutragende flüssige oder pastöse
Medium 8, 8' einem Zufuhrspalt 12, 12'. zugeleitet. In Pfeilrichtung wird das aufzutragende
Medium unter Druck einer Auftragskammer zugeführt, die zwischen einem Rakelelement
9, 9' und einer Begrenzungswand 18, 18' ausgebildet ist. Das Rakelelement 9, 9' ist
im Beispiel als profilierter Rakelstab ausgeführt, der in einem Rakelbett 15, 15'
um seine Längsachse drehbar gelagert ist. Eine gestrichelte Linie in der Darstellung
des Rakelstabs 9, 9' deutet die über die Länge des Rakelstabs angebrachten Querrillen
an, die das Profil des Rakelstabs festlegen. Aus der Auftragskammer wird das unter
Druck stehende Medium 8, 8' über das Rakelelement 9, 9' auf die Materialbahn 7 gleichmäßig
aufgetragen. Der Rakelstab 9, 9' wird dabei in der Regel gegensinnig zur Drehrichtung
der Gegenwalze 1, 4 rotierend angetrieben.
[0052] Die Profilierung des Rakelstabes 9, 9', also die im Beispiel über dessen Längserstreckung
angeordneten Querrillen, ermöglicht eine volumetrische Dosierung der aufgetragenen
Menge an Medium, d.h. die gewünschte endgültige Auftragsmenge an Medium kann unmittelbar
ohne weitere Nachdosierung auf die Materialbahn 7 aufgetragen werden. Da das Auftragswerk
das flüssige oder pastöse Medium direkt auf die Materialbahn 7 aufträgt, handelt es
sich dabei um den sogenannten direkten Auftrag. Auf der dem Rakelstab 9, 9' abgewandten
Seite der Auftragskammer kann überschüssiges, unter Druck stehendes Medium zwischen
der Begrenzungswand 18, 18' und der Gegenwalze 1, 4 in eine Sammelwanne 13, 13' abfließen.
Um den Rakelstab 9, 9' mit einer gewünschten Andrückkraft gegen die Gegenwalze 1,
4 zu drücken, ist ein Druckschlauch 14, 14' vorgesehen.
[0053] Die beiden Preßwalzen 3, 6 sind im Beispiel ebenfalls vom gleichen Typ und werden
deshalb nachfolgend gemeinsam erläutert. Jede Preßwalze 3, 6 bildet mit der zugehörigen
Gegenwalze 1, 4 einen Einpreßspalt aus. Die auf der Oberfläche der Gegenwalze 1, 4
aufliegende Materialbahn 7 wird durch den Einpreßspalt geführt. Die Preßwalze 3, 6
wird mit einer gewünschten Anpreßkraft F radial gegen die Oberfläche der Gegenwalze
1, 4 angedrückt. Die Preßwalze 3, 6 wird dabei in Pfeilrichtung rotierend angetrieben.
Die Laufgeschwindigkeiten der Oberflächen der Preßwalze 3, 6 und der Gegenwalze 1,
4 sind gleich, d.h. im Einpreßspalt kommt es zu keiner Relativbewegung der Preßwalze
3, 6 relativ zur Materialbahn 7, die auf der Gegenwalze 1, 4 aufliegt.
[0054] Nachfolgend wird die Funktion des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erläutert:
Die Materialbahn 7 passiert zunächst auf der Oberfläche der ersten Gegenwalze 1 das
erste Auftragswerk 2. Dort wird die dem Auftragswerk 2 zugewandte Seite der Materialbahn
beispielsweise mit einer gewünschten endgültigen Auftragsmenge an flüssigem oder pastösem
Medium 8 beschichtet. Die so auf der einen Seite beschichtete Materialbahn 7 passiert
anschließend die Preßwalze 3, welche das zuvor aufgetragene Medium 8 in die Materialbahn
7 einpreßt. Anschließend wird die Materialbahn 7 derart über die zweite Gegenwalze
4 geführt, daß die bereits beschichtete Seite auf der Gegenwalze aufliegt, während
die noch unbeschichtete Seite der Materialbahn 7 dem zweiten Auftragswerk 5 zugewandt
ist. Diese Seite wird nun vom Auftragswerk 5 beispielsweise mit einer gewünschten
endgültigen Auftragsmenge an Medium 8' beschichtet. Danach passiert die Materialbahn
7 die zweite Preßwalze 6, welche das zuvor aufgetragene Medium 8'in die Materialbahn
7 einpreßt. Anschließend wir die nun beidseitig mit Medium 8, 8' beschichtete Materialbahn
7 einem weiteren Bearbeitungsschritt (nicht dargestellt) zugeführt.
[0055] Je nach Bedarf kann auf beiden Seiten der Materialbahn das gleiche Medium aufgetragen
werden oder die aufgetragenen Medien 8, 8' können von unterschiedlicher Konsistenz
sein. Ferner können die auf beide Seiten aufgetragenen endgültigen Auftragsmengen
gleich sein oder es können für beide Seiten unterschiedliche Auftragsmengen gewählt
werden.
[0056] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung dient dem beidseitigen Auftrag von flüssigem
oder pastösem Medium auf eine laufende altpapierhaltige Materialbahn. Nimmt man nur
eine Hälfte dieser Vorrichtung, also entweder die links der gestrichelten Linie 16
oder die rechts der gestrichelten Linie 16 in Fig. 1 dargestellte Hälfte, so erhält
man ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung, das sich für den Auftrag
eines Mediums auf nur eine Seite einer laufenden Materialbahn einsetzen läßt.
[0057] Bei dem in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind gleiche oder sich entsprechende Komponenten mit den gleichen Bezugszeichen
versehen, wie beim ersten Ausführungsbeispiel in Fig. 1. Hinsichtlich der Einzelheiten
dieser Komponenten wird daher auf die vorangehenden Ausführungen verwiesen.
[0058] Eine laufende Materialbahn 7 wird zunächst über eine Umlenkrolle 10 geführt und dann
entlang eines Auflageabschnitts um die Walzenoberfläche 1A einer Gegenwalze 1 herumgeführt.
Im Bereich dieses Auflageabschnitts der Materialbahn 7 auf der Gegenwalze 1 ist der
Materialbahn ein Auftragswerk 2 zugeordnet. Die Gegenwalze 1 wird in Pfeilrichtung
rotierend angetrieben und führt die Materialbahn 7 weiter durch einen im Abstand nach
der Gegenwalze 1 angeordneten Einpreßspalt. Dieser Einpreßspalt ist zwischen einer
Preßwalze 3 und einer Preßwalzengegenwalze 19 ausgebildet. Die Preßwalze 3 und die
Preßwalzengegenwalze 19 rotieren gegensinnig zueinander entsprechend den Pfeilrichtungen
und werden so angetrieben, daß die Laufgeschwindigkeiten der Oberflächen der beiden
Walzen 2 und 19 der Durchlaufgeschwindigkeit der Materialbahn 7 im Einpreßspalt entsprechen.
Dadurch werden Relativbewegungen zwischen den Walzenoberflächen und der Materialbahn
vermieden. Anschließend wird die Materialbahn 7 über eine zweite Gegenwalze 7 derart
geführt, daß die zuvor an der ersten Gegenwalze 1 außen liegende Seite der Materialbahn
nun entlang eines Auflageabschnitts auf der Walzenoberfläche 4A der zweiten Gegenwalze
4 aufliegt. In dem Bereich, in dem die Materialbahn auf der Gegenwalze 4 aufliegt,
ist ihr ein zweites Auftragswerk 5 zugeordnet. Die zweite Gegenwalze 4 ist in Pfeilrichtung
rotierend angetrieben und befördert die Materialbahn weiter zu einem zweiten Einpreßspalt.
Dieser zweite Einpreßspalt ist zwischen einer zweiten Preßwalze 6 und einer zweiten
Preßwalzengegenwalze 20 ausgebildet. Die beiden Walzen 6 und 20 rotieren in Pfeilrichtung
gegensinnig zueinander und sind derart angetrieben, daß die Laufgeschwindigkeiten
ihrer Walzenoberflächen im Einpreßspalt mit der Durchlaufgeschwindigkeit der Materialbahn
übereinstimmen. Danach wird die Materialbahn über eine Umlenkrolle 10' weiterbefördert.
[0059] Nachfolgend wird die Funktion des zweiten Aufführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erläutert:
Wenn die Materialbahn 7 das erste Auftragswerk 2 passiert, wird dort die dem Auftragswerk
zugewandte Seite der Materialbahn direkt mit einem flüssigen oder pastösen Medium
8 beschichtet. Das Medium 8 kann unmittelbar in einer gewünschten endgültigen Auftragsmenge
aufgetragen werden. Im Einpreßspalt zwischen der Preßwalze 3 und der Preßwalzengegenwalze
19 wird das zuvor aufgetragene Medium 8 in die Materialbahn eingepreßt. Dabei wird
die Preßwalze 3 mit einer gewünschten Kraft F radial gegen die Preßwalzengegenwalze
19 gedrückt. Anschließend wird auf die andere Seite der Materialbahn vom Auftragswerk
5 ein flüssiges oder pastöses Medium 8' direkt aufgetragen. Der Auftrag kann ebenfalls
unmittelbar in einer gewünschten endgültigen Auftragsmenge erfolgen. Beim Passieren
des zweiten Einpreßspalts wird das zuvor aufgetragene Medium 8' in die Materialbahn
eingepreßt. Dabei wird die zweite Preßwalze 6 mit einer gewünschten Andrückkraft F
radial gegen die zweite Preßwalzengegenwalze 20 gedrückt.
[0060] Die einzelnen Komponenten, wie die Auftragswerke 2, 5, die Gegenwalzen 1, 4 und die
Preßwalzen 3, 6 entsprechen in ihrer Ausgestaltung im Beispiel dem vorher erläuterten
ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1. Zusätzlich sind nun zwei Preßwalzengegenwalzen
19, 20 vorgesehen. Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bilden
die Preßwalzen 3, 6 im zweiten Ausführungsbeispiel den Einspreßspalt nicht mit den
Gegenwalzen 1, 4, sondern mit diesen zusätzlichen Preßwalzengegenwalzen 19, 20.
[0061] Nimmt man wiederum nur eine Hälfte auf einer Seite der gestrichelten Linie 16 in
Fig. 2, so erhält man jeweils ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung für einen Auftrag von flüssigem oder pastösem Medium auf nur eine Seite
der laufenden Materialbahn.
[0062] Auch bei dem dritten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung, das in
Fig. 3 dargestellt ist, sind gleiche oder entsprechende Komponenten wie beim ersten
Ausführungsbeispiel in Fig. 1 mit den gleichen Bezugszeichen versehen und es wird
daher auf die dortigen Ausführungen verwiesen.
[0063] Beim dritten Ausführungsbeispiel liegen zwei Rakelelement-Druckkammerauftragswerke
2, 5 einander gegenüber und bilden zwischen sich einen Spalt, durch den die laufende
Materialbahn 7 hindurchgeführt wird. In Laufrichtung der Materialbahn 7 im Abstand
danach sind zwei Preßwalzen 3, 6 einander gegenüberliegend angeordnet und bilden zwischen
sich einen Einpreßspalt aus, durch den die Materialbahn 7 hindurchgeführt wird. Die
Materialbahn 7 ist derart geführt, daß ihre Laufrichtung, bezogen auf eine horizontale
Ebene in Fig. 3, von unten nach oben läuft. Die laufende Materialbahn 7 wird entlang
einer gemeinsamen Durchlaufebene 22, die in Fig. 3 durch eine strichpunktierte Linie
angedeutet ist, sowohl durch die beiden Auftragswerke 2, 5 als auch durch die beiden
Preßwalzen 3, 6 hindurchgeführt. Dadurch ergibt sich eine einfache Bahnführung ohne
Richtungsänderung der Materialbahn im Bereich des Auftrags- und Einpreßvorgangs.
[0064] Die Rakelstäbe 9, 9' der beiden Auftragswerke 2, 5 bilden, zusätzlich zu ihrer jeweiligen
Auftragsfunktion für das flüssige oder pastöse Medium 8, 8', für den jeweils, anderen
Rakelstab eine Gegenstütze. Diese Anordnung, bei der die beiden Rakelstäbe 9, 9' gegeneinander
gedrückt werden, kommt daher ohne Gegenwalzen aus, die sonst die Gegenhaltefunktion
beim direkten Auftrag auf die Materialbahn übernehmen.
[0065] Die beiden Preßwalzen 3, 6 stützen sich ebenfalls gegeneinander ab und werden jeweils
mit einer gewünschten Andrückkraft F gegeneinander gedrückt. Die Laufgeschwindigkeiten
der Walzenoberflächen der beiden Preßwalzen 3, 6 entsprechen der Durchlaufgeschwindigkeit
der Materialbahn im Einpreßspalt. Jeder Walzenoberfläche 3A, 6A ist eine Reinigungsvorrichtung
21, 21' zugeordnet. Die Reinigungsvorrichtungen 21, 21' sind lediglich schematisch
dargestellt. Jede Reinigungsvorrichtung weist eine Abschabklinge 23, 23' auf, die
Verunreinigungen oder Schmutzpartikel, die eventuell während des Einpressens im Einpreßspalt
aus der Materialbahn 7 herausgelöst werden, von den Walzenoberflächen 3A, 6A abziehen
und so verhindern, daß die Verunreinigungen oder Schmutzpartikel wieder von den Preßwalzen
3, 6 auf die bereits beschichtete Materialbahn befördert werden könnten. Solche oder
ähnliche Reinigungsvorrichtungen sind zweckmäßigerweise auch an den Preßwalzen 3,
6 der zuvor erläuterten ersten und zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
vorgesehen.
[0066] Durch gestrichelte Linien sind Heizvorrichtungen 24, 24' schematisch angedeutet,
von denen jeweils eine jeder Preßwalze 3, 6 zugeordnet ist. Bei jeder der in Pfeilrichtung
rotierend angetriebenen Preßwalzen 3, 6 wird im Beispiel der Bereich zwischen der
gestrichelten Kreislinie und der Walzenoberfläche 3A, 6A beheizt. Dadurch wird die
Trocknung des zuvor beidseitig aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums 8, 8'
beschleunigt, wenn das Medium 8, 8' in Kontakt mit den aufgeheizten Walzenoberflächen
3A, 6A kommt. Bei den schematisch dargestellten Heizeinrichtungen 24, 24' kann es
sich beispielsweise um elektrische Heizeinrichtungen handeln oder um Heizeinrichtungen,
bei denen ein Kreislauf eines erhitzten, beispielsweise flüssigen Mediums aufrecht
erhalten wird. Auch andere geeignete Heizeinrichtungen können verwendet werden. Auch
bei den zuvor erläuterten ersten und zweiten Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 und
Fig. 2 können die dortigen Preßwalzen 3, 6 mit Heizeinrichtungen versehen sein.
[0067] Beim dritten Ausführungsbeispiel, das in Fig. 3 gezeigt ist, passiert die laufende
Materialbahn 7 zunächst die beiden Auftragswerke 2, 5. Dabei kann gleichzeitig auf
jede Seite der laufenden Materialbahn 7 eine jeweils gewünschte endgültige Auftragsmenge
an flüssigem oder pastösem Medium 8, 8' aufgetragen werden. Der Auftrag erfolgt wieder
unmittelbar auf die Materialbahn und sowohl die Auftragsmenge als auch die Konsistenz
an Medium 8, 8' kann auf beiden Seiten der Materialbahn unterschiedlich gewählt werden.
Diese beidseitig beschichtete Materialbahn 7 läuft dann durch den Einpreßspalt zwischen
den beiden Preßwalzen 3, 6 hindurch. Dort wird das zuvor aufgetragene Medium 8, 8'
von beiden Seiten aus in die Materialbahn 7 eingepreßt. Durch die beheizten Walzenoberflächen
3A, 6A wird dabei das Eintrocknen des Mediums in die Materialbahn zusätzlich beschleunigt.
[0068] In Fig. 4 ist ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt,
das in seinem Grundaufbau dem dritten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ähnlich ist.
Hinsichtlich der Anordnung und der Funktion der Preßwalzen 3, 6 wird daher auf die
vorangehenden Ausführungen verwiesen. Reinigungseinrichtungen 21, 21' und Heizeinrichtungen
24, 24', die beim vierten Ausführungsbeispiel ebenfalls vorhanden sein können, sind
aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen. Auch beim vierten Ausführungsbeispiel
wird die laufende Materialbahn in einer gemeinsamen Ebene 22 sowohl durch zwei gegenüberliegende
Auftragswerke als auch durch zwei gegenüberliegende Preßwalzen 3, 6 hindurchgeführt.
Die Durchlaufrichtung der Materialbahn 7 verläuft, bezogen auf eine horizontale Ebene
in Fig. 4, von oben nach unten.
[0069] Die zwei gegenüberliegenden Auftragswerke 2', 5' sind im Beispiel als Rakelelement-Sumpfauftragswerke
ausgebildet. Gleiche oder sich entsprechende Elemente dieser Auftragswerke sind mit
den gleichen Bezugszeichen versehen wie bei den zuvor erläuterten Rakelelement -Druckkammerauftragswerken
2, 5. Hinsichtlich dieser Elemente wird auf die vorangegangenen Ausführungen verwiesen.
[0070] Aus Farbverteilrohren 11, 11' fließt das aufzutragende flüssige oder pastöse Medium
8, 8' jeweils in einen Sumpf mit freiem Flüssigkeitsspiegel. Aus dem Sumpf wird das
flüssige oder pastöse Medium 8, 8' unter der Wirkung der Schwerkraft über die profilierten
Rakelstäbe 9, 9' auf die jeweilige Seite der Materialbahn 7 aufgetragen. Dabei kann
die aufgetragene Menge an Medium der engültigen gewünschten Auftragsmenge entsprechen.
Wiederum können die Auftragsmenge und die Konsistenz des Mediums 8, 8' für beide Seiten
der Materialbahn unterschiedlich gewählt werden. Der Auftrag erfolgt beidseitig unmittelbar
auf die Materialbahn.
[0071] Die Materialbahn 7 passiert also zunächst die beiden gegenüberliegenden Auftragswerke
2', 5', wobei sie zunächst durch die beiden Sümpfe hindurchgeführt wird und dann die
Rakelstäbe 9, 9' passiert. Das beidseitig aufgetragene Medium 8, 8' wird anschließend
im Einpreßspalt zwischen den beiden Preßwalzen 3, 6 in die Materialbahn eingepreßt.
[0072] Das in Fig. 5 gezeigte fünfte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
entspricht, abgesehen vom Auftragswerk, dem in Fig. 1 links der gestrichelten Linie
16 dargestellten Ausführungsbeispiel. Daher wird auf die dortigen Ausführungen verwiesen
und nachfolgend nur der unterschiedliche Aufbau des Auftragswerks erläutert.
[0073] Das Auftragswerk ist in eine Vordosiereinrichtung 25 und eine Enddosiereinrichtung
26 unterteilt, die jeweils nur schematisch dargestellt sind. Die Vordosiereinrichtung
25 ist im Beispiel als Freistrahldüsen-Auftragswerk ausgebildet, das über einen Zufuhrspalt
28 flüssiges oder pastöses Medium direkt auf die betreffende Seite der laufenden Materialbahn
7 aufbringt. Der Auftrag des Mediums erfolgt in einem freien Strahl und zwar in einer
größeren als der gewünschten endgültigen Auftragsmenge. Die Enddosiereinrichtung 26
dosiert im Beispiel über eine Rakelklinge 27 die überschüssige Menge auf die gewünschte
endgültige Auftragsmenge, indem sie das zuviel aufgetragene Medium 8 abstreift. Zwar
ist bei diesem Ausführungsbeispiel das Auftragswerk in zwei Teileinrichtungen unterteilt,
von denen die Enddosiereinrichtung 26 der Vordosiereinrichtung 25 entlang dem Auflageabschnitt
der Materialbahn auf der Gegenwalze 1 nachgeschaltet ist, jedoch ist auch bei dieser
Ausführungsform die Trennung von Auftragen des Mediums und Einpressen des Mediums
in die Materialbahn beibehalten.
[0074] Das in Fig. 6 gezeigte sechste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
entspricht in seinem Grundaufbau dem in Fig. 2 links der gestrichelten Linie 16 gezeigten
Ausführungsbeispiel. Hinsichtlich übereinstimmender Komponenten wird daher auf die
dortigen Ausführungen verwiesen. Anders als beim fünften Ausführungsbeispiel in Fig.
5 ist beim sechsten Ausführungsbeispiel dem Freistrahldüsen-Auftragswerk keine Enddosiereinrichtung
nachgeschaltet, sondern das Freistrahldüsen-Auftragswerk 25 trägt direkt die gewünschte
endgültige Menge an flüssigem oder pastösem Medium 8 auf. Hinsichtlich des prinzipiellen
Aufbaus, der Funktion und der Zuordnung des Freistrahldüsen-Auftragswerks 25 wird
auf die vorangehenden Ausführungen im Zusammenhang mit Fig. 5 verwiesen. Beim sechsten
Ausführungsbeispiel in Fig. 6 wird also ein zusätzliches Rakelelement, wie es beim
fünften Ausführungsbeispiel in Form der Rakelklinge 27 vorgesehen ist, vermieden.
Dadurch werden auch Störungen an einem solchen Rakelelement vermieden, die unter Umständen
durch Schmutz am Rakelelement auftreten könnten.
[0075] Sowohl dem fünften als auch dem sechsten Ausführungsbeispiel kann jeweils eine gleichartige
Vorrichtung zum Beschichten der anderen Seite der Materialbahn nachgeschaltet sein.
[0076] Bei dem in Fig. 7 gezeigten siebten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist dem Auftragswerk keine Gegenwalze zugeordnet. Hinsichtlich übereinstimmender Komponenten
und insbesondere hinsichtlich des Aufbaus, der Funktion und der Anordnung der Preßwalze
3 und der Preßwalzengegenwalze 19 wird auf die Ausführungen im Zusammenhang mit den
vorangehenden Ausführungsbeispielen verwiesen.
[0077] Führungs- bzw. Umlenkrollen 10, 10' wird die laufende Materialbahn 7 in eine im wesentlichen
horizontale Laufrichtung geführt. In Durchlaufrichtung der Materialbahn gesehen nach
der Führungs-bzw. Umlenkrolle 10' ist der oben liegenden Seite der Materialbahn 7
ein Freistrahl-Auftragswerk 29 zugeordnet. In diesem Auftragsbereich ist die Materialbahn
also nicht gestützt, sondern verläuft frei zwischen der Führungs- bzw. Umlenkrolle
10' und der nachgeschalteten Preßwalzenanordnung 3, 19. Das Freistrahl-Auftragswerk
29 besteht aus einem Farbverteilrohr 30, das über einen Zufuhrspalt 31 mit einer Überlauf
fläche 32 verbunden ist. Das aufzutragende Medium 8 gelangt aus dem Farbverteilrohr
30 über den Zufuhrspalt 31 auf die Überlauffläche 32 und strömt von dort in freiem
Fall auf die darunter durchlaufende Materialbahn herab. Am Freistrahl-Auftragswerk
29 können zusätzliche (nicht gezeigte) Regelungsorgane vorgesehen sein, um die Menge
des wasserfallartig von der Überlauffläche 32 herablaufenden Films an Beschichtungsmedium
8 auf die gewünschte Menge zu dosieren. Mit einem solchen Auftragswerk 29, das auch
als "Curtain-Coater" bezeichnet wird, wird ein berührungsloser direkter Auftrag des
Mediums realisiert. Dadurch wird das Auftragswerk durch eventuell auf der Materialbahn
vorhandenen Schmutz nicht beeinträchtigt.
[0078] Selbstverständlich können bei Bedarf die einzelnen Ausführungsbeispiele untereinander
in verschiedenster Weise kombiniert werden. Beispielsweise kann die in Fig. 5 gezeigte
Vorrichtung zum Beschichten der einen Seite der Materialbahn 7 mit der Vorrichtung
zum Beschichten der anderen Seite der Materialbahn kombiniert werden, die in Fig.
2 auf der rechts der gestrichelten Linie 16 gelegenen Seite dargestellt ist. Oder
es kann etwa die auf der linken Seite der gestrichelten Linie 16 in Fig. 1 gezeigte
Vorrichtung zum Beschichten der einen Seite der Materialbahn 7 mit der auf der rechten
Seite der gestrichelten Linie 16 in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung zum Beschichten der
anderen Seite der Materialbahn kombiniert werden.
[0079] Selbstverständlich ist es bei Bedarf auch möglich, vor Erreichen des zweiten Auftragswerkes
5 eine Trocknungseinrichtung für die bereits mit dem Medium 8 versehenen Seite der
Materialbahn 7 vorzusehen.
1. Verfahren zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums, wie pigmenthaltige
Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit auf eine laufende, altpapierhaltige Papier-
oder Kartonbahn, mit folgenden Schritten:
- direktes Auftragen (2, 5; 2', 5') eines flüssigen oder pastösen Mediums (8, 8')
auf zumindest eine Seite der laufenden Materialbahn (7);
- anschließendes separates Einpressen (3, 6) des auf die zumindest eine Seite der
Materialbahn (7) aufgetragenen Mediums (8, 8') in die laufende Materialbahn.
2. Verfahren nach Anspruch 1 für beidseitiges Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums
auf die laufende Materialbahn,
dadurch gekennzeichnet,
- daß das flüssige oder pastöse Medium (8, 8') gleichzeitig direkt auf jede Seite der laufenden
Materialbahn (7) aufgetragen (2, 5; 2', 5') wird und
- daß das anschließende separate Einpressen (3, 6) des aufgetragenen Mediums (8, 8') in
die laufende Materialbahn (7) auf beiden Seiten der Materialbahn gleichzeitig erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 für beidseitiges Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums
auf die laufende Materialbahn, mit folgenden Schritten:
- direktes Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums (8) auf die eine Seite der
laufenden Materialbahn (7);
- anschließendes separates Einpressen (3) des auf die eine Seite der Materialbahn
(7) aufgetragenen Mediums (8) in die laufende Materialbahn;
- direktes Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums (8') auf die andere Seite
der laufenden Materialbahn (7);
- anschließendes separates Einpressen (6) des auf die andere Seite der Materialbahn
(7) aufgetragenen Mediums (8') in die laufende Materialbahn.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das direkte Auftragen (2, 5; 2', 5') des flüssigen oder pastösen Mediums (8, 8')
mit einer gewünschten, endgültigen Auftragsmenge erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das direkte Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums auf irgendeine Seite der
laufenden Materialbahn in folgende Teilschritte unterteilt ist:
- Vordosieren (25) einer überschüssigen Menge an flüssigem oder pastösem Medium (8)
auf die betreffende Seite der Materialbahn (7);
- anschließendes Enddosieren der auf die betreffende Seite der Materialbahn (7) aufgetragenen
vordosierten Menge an Medium (8) auf die gewünschte endgültige Auftragsmenge.
6. Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums, wie pigmenthaltige
Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit auf eine laufende, altpapierhaltige Papier-
oder Kartonbahn, mit
- einem Auftragswerk (2) zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums
(8,) auf zumindest eine Seite der laufenden Materialbahn (7),
- einer rotierenden Gegenfläche (1), auf deren Oberfläche (1A) die laufende Materialbahn
(7) entlang eines Auflageabschnittes geführt ist, und
- einer gegensinnig zur Gegenfläche (1) rotierenden Preßwalze (3) zum Einpressen von
auf einer Seite der Materialbahn (7) aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium
in die laufende Materialbahn (7),
wobei dem Auflageabschnitt der Materialbahn (7) auf der Oberfläche (1A) der Gegenfläche
(1), bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, zunächst das Auftragswerk
(2) zugeordnet ist und im Abstand danach die Preßwalze (3) unter Ausbildung eines
Einpreßspaltes mit der Gegenfläche zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 zum Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums auf
beide Seiten der laufenden, altpapierhaltigen Materialbahn aus Papier oder Karton,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der ersten Gegenfläche (1) eine zweite, gegensinnig rotierende Gegenfläche (4), bezogen
auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nachgeschaltet ist, auf deren
Oberfläche (4A) die laufende Materialbahn (7) entlang eines Auflageabschnittes derart
geführt ist, daß die bereits mit dem Medium (8) versehene Seite der Materialbahn (7)
auf der Walzenoberfläche (4A) aufliegt,
- daß ein zweites Auftragswerk (5) zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums (8') auf eine Seite einer laufenden Materialbahn (7) vorgesehen ist, und
- daß eine gegensinnig zur zweiten Gegenfläche (4) rotierende zweite Preßwalze (6) zum
Einpressen von auf einer Seite der Materialbahn (7) aufgetragenem flüssigen oder pastösen
Medium (8') in die laufende Materialbahn (7) vorgesehen ist,
wobei dem Auflageabschnitt der Materialbahn (7) auf der Oberfläche (4A) der Gegenfläche
(4), bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, zunächst das Auftragswerk
(5) zugeordnet ist und im Abstand danach die zweite Preßwalze (6) unter Ausbildung
eines Einpreßspaltes mit der zweiten Gegenfläche (4)zugeordnet ist.
8. Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums, wie pigmenthaltige
Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit auf eine laufende, altpapierhaltige Papier-
oder Kartonbahn, mit
- einem Auftragswerk (2) zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums
(8,) auf zumindest eine Seite der laufenden Materialbahn (7),
- einer rotierenden Gegenfläche (1), auf deren Oberfläche (1A) die laufende Materialbahn
entlang eines Auflageabschnittes geführt ist,
- einer gegensinnig zur Gegenfläche rotierenden Preßwalze (3) zum Einpressen von auf
einer Seite der Materialbahn (7) aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium (8)
in die laufende Materialbahn, und
- einer gegensinnig zur Preßwalze (3) rotierenden Preßwalzengegenwalze (19),
wobei das Auftragswerk (2) dem Auflageabschnitt der Materialbahn (7) auf der Oberfläche
(1A) der Gegenfläche (1) zugeordnet ist und die Preßwalze (3), bezogen auf die Durchlaufrichtung
der Materialbahn, im Abstand nach der Gegenfläche (1) der zuvor mit dem Medium (8)
versehenen Seite der Materialbahn (7) zugeordnet ist und zusammen mit der Preßwalzengegenwalze
(19) einen Einpreßspalt ausbildet, durch den die laufende Materialbahn (7) hindurchgeführt
wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8 zum Auftragen des flüssigen oder pastösen Mediums auf
beide Seiten der laufenden Materialbahn, aus Papier oder Karton,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der ersten Preßwalze (3) eine zweite, gleichsinnig rotierende Gegenfläche (4), bezogen
auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nachgeschaltet ist, auf deren
Oberfläche (4A) die laufende Materialbahn (7) entlang eines Auflageabschnittes derart
geführt ist, daß die bereits mit dem Medium (8) versehene Seite der Materialbahn (7)
auf der Walzenoberfläche (4A) aufliegt,
- daß ein zweites Auftragswerk (5) zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums (8') auf eine Seite einer laufenden Materialbahn (7) vorgesehen ist,
- daß eine gegensinnig zur zweiten Gegenfläche (4) rotierende zweite Preßwalze (6) zum
Einpressen von auf einer Seite der Materialbahn (7) aufgetragenem flüssigen oder pastösen
Medium (8') in die laufende Materialbahn (7) vorgesehen ist, und
- daß eine gegensinnig zur zweiten Preßwalze (6) rotierende zweite Preßwalzengegenwalze
(20) vorgesehen ist,
wobei das zweite Auftragswerk (5) dem Auflageabschnitt der Materialbahn auf der Oberfläche
(4A) der Gegenfläche (4), zugeordnet ist und die zweite Preßwalze (6), bezogen auf
die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nach der zweiten Gegenfläche (4)
der zuvor dem zweiten Auftragswerk (5) mit dem Medium (8') versehenen Seite der Materialbahn
(7) zugeordnet ist und zusammen mit der zweiten Preßwalzen-Gegenfläche (20) einen
Einpreßspalt ausbildet, durch den die laufende Materialbahn (7) hindurchgeführt wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierende Gegenfläche in Form einer rotierenden Gegenwalze (1, 4) oder in Form
eines umlaufenden flexiblen Endlosbandes ausgebildet ist.
11. Vorrichtung zum beidseitigen Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums, wie
pigmenthaltige Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit auf eine laufende, altpapierhaltige
Papier- oder Kartonbahn, mit
- zwei Auftragswerken (2, 5; 2', 5') zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums (8, 8') auf jede der beiden Seiten der laufenden Materialbahn (7), und
- zwei gegensinnig zueinander rotierenden Preßwalzen (3, 6) zum Einpressen von auf
den beiden Seiten der Materialbahn (7) aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium
(8, 8') in die laufende Materialbahn,
wobei die beiden Auftragswerke (2, 5; 2', 5') einander gegenüber liegen und jeweils
einer Seite der laufenden Materialbahn (7) derart zugeordnet sind, daß die Materialbahn
zwischen den beiden Auftragswerken hindurchgeführt wird, und wobei die beiden Preßwalzen
(3, 6), bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im Abstand nach den beiden
Auftragswerken (2, 5; 2', 5') derart angeordnet sind, daß die beiden Preßwalzen (3,
6) zwischen sich einen Einpreßspalt ausbilden, durch den die laufende Materialbahn
(7) hindurchgeführt wird, wobei die Laufrichtungen der beiden Preßwalzen im Einpreßspalt
mit der Durchlaufrichtung der Materialbahn übereinstimmen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaufrichtung der Materialbahn (7), bezogen auf eine horizontale Ebene, von
unten nach oben verläuft.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (7) in einer gemeinsamen Durchlaufebene (22) durch die beiden Auftragswerke
(2, 5; 2', 5') sowie die beiden Preßwalzen (3, 6) hindurchgeführt ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragswerke als Rakelelement-Druckkammerauftragswerke (2, 5) ausgebildet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragswerke als Freistrahldüsen-Auftragswerke ausgebildet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Auftragswerke als Rakelelement-Auftragswerke (2', 5') unter Ausbildung
eines Sumpfes des flüssigen oder pastösen Mediums (8, 8') mit freier Oberfläche ausgebildet
sind, wobei die Durchlaufrichtung der Materialbahn (7) durch die beiden Auftragswerke,
bezogen auf eine horizontale Ebene, von oben nach unten verläuft.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakelelemente (9, 9') als profilierte Rakelstäbe, glatte Rakelstäbe oder Rakelklingen
ausgebildet sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragswerke in eine Vordosiereinrichtung (25) zum direkten Auftragen einer
überschüssigen Menge an flüssigem oder pastösem Medium (8) auf eine Seite der laufenden
Materialbahn (7) und eine anschließende separate Enddosiereinrichtung (26) zum Dosieren
der auf die Materialbahn (7) aufgetragenen Menge an Medium (8) auf die gewünschte
endgültige Auftragsmenge unterteilt sind, oder derart ausgebildet sind, daß damit
die gewünschte endgültige Auftragsmenge aufbringbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Vordosiereinrichtungen (25) als Rakelelement-Druckkammerauftragswerke, Rakelelement-Sumpfauftragswerke
oder Freistrahldüsen-Auftragswerke ausgebildet sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Enddosiereinrichtungen (26) als Rakelklingen-Enddosiereinrichtungen ausgebildet
sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenoberflächen (1A, 4A) der Gegenwalzen (1, 4) elastisch gummiert ausgebildet
sind.
22. Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums, wie pigmenthaltige
Streichfarbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit auf eine laufende, altpapierhaltige Papier-
oder Kartonbahn, mit
- einem Freistrahlauftragswerk (29) zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Mediums (8) auf eine Seite der laufenden Materialbahn (7),
- einer rotierenden Preßwalze (3) zum Einpressen von auf einer Seite der Materialbahn
(7) aufgetragenem flüssigen oder pastösen Medium (8) in die laufende Materialbahn,
und
- einer gegensinnig zur Preßwalze (3) rotierenden Preßwalzengegenwalze (19),
wobei das Freistrahl-Auftragswerk (29) der oben liegenden Seite eines im wesentlichen
horizontal laufenden, nicht abgestützten Abschnitts der Materialbahn (7) zugeordnet
ist und die Preßwalze (3), bezogen auf die Durchlaufrichtung der Materialbahn, im
Abstand nach dem Freistrahlauftragswerk (29) der zuvor mit dem Medium (8) versehenen
Seite der Materialbahn (7) zugeordnet ist und zusammen mit der Preßwalzen-Gegenwalze
(19) einen Einpreßspalt ausbildet, durch den die laufende Materialbahn (7) hindurchgeführt
wird, wobei die Laufrichtung der Preßwalze (3) im Einpreßspalt der Durchlaufrichtung
der Materialbahn entspricht.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Freistrahl-Auftragswerk (29) als Auftragswerk nach dem Prinzip eines Wasserfalls
ausgebildet ist, bei dem das flüssige oder pastöse Medium (8) im freien Fall auf die
laufende Materialbahn (7) herabströmt.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalzen (3, 6) zumindest an ihrer Walzenoberfläche (3A, 6A) aus Stahl ausgebildet
sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalzen (3, 6) zumindest an ihrer Walzenoberfläche (3A, 6A) aus Gummi oder
Poyurethan ausgebildet sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalzen (3, 6) zumindest an ihrer Walzenoberfläche (3A, 6A) mit einem Antihaftbezug
mit einer vergleichsweise kleinen Reibungszahl versehen sind.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Antihaftbezug aus einem Werkstoff auf Polytetrafluorethylen(PTEE)-Basis besteht.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufgeschwindigkeit der Preßwalzen (3, 6) der Durchlaufgeschwindigkeit der Materialbahn
(7) im. Einpreßspalt entspricht.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalzen (3, 6) mit einer Heizeinrichtung (24, 24') zumindest zur Heizung der
Walzenoberfläche (3A, 6A) versehen sind.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß den Preßwalzen (3, 6) an einem Umfangsabschnitt ihrer Walzenoberfläche (3A, 6A) jeweils
eine Reinigungsvorrichtung (21, 21') zugeordnet ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (21, 21') eine Abschabklinge (23, 23') umfaßt.
1. Process for applying a liquid or pasty medium, such as pigment-containing coating
colour, starch, impregnating liquid, to a moving paper or board web containing waste
paper, having the following steps:
- direct application (2, 5; 2', 5') of a liquid or pasty medium (8, 8') to at least
one side of the moving web (7),
- subsequent separate pressing (3, 6) of the medium (8, 8') applied to at least one
side of the web (7) into the moving web.
2. Process according to Claim 1 for applying the liquid or pasty medium to both sides
of the moving web,
characterized
- in that the liquid or pasty medium (8, 8') is applied (2, 5; 2', 5') simultaneously and directly
to each side of the moving web (7), and
- in that the subsequent separate pressing (3, 6) of the applied medium (8, 8') into the moving
web (7) is carried out simultaneously on both sides of the material web.
3. Process according to Claim 1 for applying the liquid or pasty medium to both sides
of the moving web, having the following steps:
- direct application of the liquid or pasty medium (8) to one side of the moving web
(7);
- subsequent separate pressing (3) of the medium (8) applied to one side of the web
(7) into the moving web;
- direct application of the liquid or pasty medium (8') to the other side of the moving
web (7);
- subsequent separate pressing (6) of the medium (8') applied to the other side of
the material web (7) into the moving web.
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the direct application (2, 5; 2', 5') of the liquid or pasty medium (8, 8') is carried
out with a desired, final application quantity.
5. Process according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that the direct application of the liquid or pasty medium to either side of the moving
web is subdivided into the following part-steps:
- pre-metering (25) an excess quantity of liquid or pasty medium (8) onto the relevant
side of the web (7);
- subsequent final metering of the pre-metered quantity of medium (8) applied to the
relevant side of the web (7) to the desired final application quantity.
6. Apparatus for applying a liquid or pasty medium, such as pigment-containing coating
colour, starch, impregnating liquid, to a moving paper or board web containing waste
paper, comprising
- an applicator (2) for the direct application of a liquid or pasty medium (8) to
at least one side of the moving web (7),
- a rotating backing surface (1), on whose surface (1A) the moving web (7) is guided
along a contact section, and
- a press roll (3), rotating in the opposite direction to the backing surface (1),
for pressing the liquid or pasty medium applied to one side of the web (7) into the
moving web (7),
first of all the applicator (2) being assigned to the contact section of the web
(7) on the surface (1A) of the backing surface (1), as based on the passage direction
of the web, and, at a distance downstream thereof, the press roll (3) being assigned
to the said contact section of the web (7), forming a press nip with the backing surface.
7. Apparatus according to Claim 6 for applying the liquid or pasty medium to both sides
of the moving web of paper or board containing waste paper,
characterized
- in that a second backing surface (4), rotating in the opposite direction, is connected at
a distance downstream of the first backing surface (1), as based on the passage direction
of the web, on whose surface (4A) the moving web (7) is guided along a contact section
in such a way that the side of the web (7) already provided with the medium (8) rests
on the roll surface (4A),
- in that a second applicator (5) for the direct application of a liquid or pasty medium (8')
to one side of a moving web (7) is provided, and
- in that a second press roll (6), rotating in the opposite direction to the second backing
surface (4), is provided for pressing liquid or pasty medium (8') applied to one side
of the web (7) into the moving web (7),
first of all the applicator (5) being assigned to the contact section of the web
(7) on the surface (4A) of the backing surface (4), as based on the passage direction
of the web, and, at a distance downstream thereof, the second press roll (6) being
assigned to the said contact section of the web (7), forming a press nip with the
second backing surface (4).
8. Apparatus for applying a liquid or pasty medium, such as pigment-containing coating
colour, starch, impregnating liquid, to a moving paper or board web containing waste
paper, comprising
- an applicator (2) for the direct application of a liquid or pasty medium (8) to
at least one side of the moving web (7),
- a rotating backing surface (1), on whose surface (1A) the moving web is guided along
a contact section,
- a press roll (3), rotating in the opposite direction to the backing surface, for
pressing liquid or pasty medium (8) applied to one side of the web (7) into the moving
web, and
- a press-roll backing roll (19), rotating in the opposite direction to the press
roll (3),
the applicator (2) being assigned to the contact section of the web (7) on the surface
(1A) of the backing surface (1), and the press roll (3), as based on the passage direction
of the web, being assigned to the side of the web (7) previously provided with the
medium (8), at a distance downstream of the backing surface (1), and, together with
the press-roll backing roll (19), forming a press nip through which the moving web
(7) is led.
9. Apparatus according to Claim 8 for the application of the liquid or pasty medium to
both sides of the moving web of paper or board,
characterized
- in that a second backing surface (4), rotating in the same direction, is connected at a distance
downstream of the first press roll (3), as based on the passage direction of the web,
on whose surface (4A) the moving web (7) is guided along a contact section in such
a way that the side of the web (7) already provided with the medium (8) rests on the
roll surface (4A),
- in that a second applicator (5) for the direct application of a liquid or pasty medium (8')
to one side of a moving web (7) is provided,
- in that a second press roll (6), rotating in the opposite direction to the second backing
surface (4), is provided for pressing liquid or pasty medium (8') applied to one side
of the web (7) into the moving web (7), and
- in that a second press-roll backing roll (20) rotating in the opposite direction to the second
press roll (6) is provided,
the second applicator (5) being assigned to the contact section of the web on the
surface (4A) of the backing surface (4), and the second press roll (6), as based on
the passage direction of the web, being assigned to the side of the web (7) previously
provided with the medium (8') by the second applicator (5), at a distance downstream
of the second backing surface (4), and, together with the second press-roll backing
surface (20), forming a press nip through which the moving web (7) is led.
10. Apparatus according to either of Claims 6 and 9, characterized in that the rotating backing surface is constructed in the form of a rotating backing roll
(1, 4) or in the form of a circulating flexible endless belt.
11. Apparatus for applying a liquid or pasty medium, such as a pigment-containing coating
colour, starch, impregnating liquid, to both sides of a moving paper or board web
containing waste paper, comprising
- two applicators (2, 5; 2', 5') for the direct application of a liquid or pasty medium
(8, 8') to each of the two sides of the moving web (7), and
- two press rolls (3, 6), rotating in opposite directions to each other, for pressing
liquid or pasty medium (8, 8') applied to the two sides of the web (7) into the moving
web,
the two applicators (2, 5; 2', 5') being located opposite each other and in each
case being assigned to one side of the moving web (7) in such a way that the material
web is led through between the two applicators, and the two press rolls (3, 6), as
based on the passage direction of the material web, being arranged at a distance downstream
of the two applicators (2, 5; 2', 5'), in such a way that the two press rolls (3,
6) form a press nip between them, through which the moving web (7) is led, the running
directions of the two press rolls in the press nip coinciding with the passage direction
of the web.
12. Apparatus according to Claim 11, characterized in that the passage direction of the web (7), as based on a horizontal plane, runs from bottom
to top.
13. Apparatus according to Claim 12, characterized in that the web (7) is led in a common passage plane (22) through the two applicators (2,
5; 2', 5') and the two press rolls (3, 6).
14. Apparatus according to one of Claims 6 to 13, characterized in that the applicators are constructed as doctor-element pressure-chamber applicators (2,
5).
15. Apparatus according to one of Claims 6 to 13, characterized in that the applicators are constructed as free-jet nozzle applicators.
16. Apparatus according to Claim 11, characterized in that the two applicators are constructed as doctor-element applicators (2', 5'), forming
a pond of the liquid or pasty medium (8, 8') with a free surface, the passage direction
of the web (7) through the two applicators, as based on a horizontal plane, running
from top to bottom.
17. Apparatus according to Claim 14 and 16, characterized in that the doctor elements (9, 9') are constructed as profiled doctor rods, smooth doctor
rods or doctor blades.
18. Apparatus according to one of Claims 6 to 13, characterized in that the applicators are subdivided into a pre-metering device (25) for the direct application
of an excess quantity of liquid or pasty medium (8) to one side of the moving web
(7) and a subsequent, separate final metering device (26) for metering the quantity
of medium (8) applied to the web (7) to the desired final application quantity, or
are constructed in such a way that the desired final application quantity can be applied
with them.
19. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the pre-metering devices (25) are constructed as doctor-element pressure-chamber
applicators, doctor-element pond applicators or free-jet nozzle applicators.
20. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the final metering devices (26) are constructed as doctor-blade final metering devices.
21. Apparatus according to one of Claims 6 to 20, characterized in that the roll surfaces (1A, 4A) of the backing rolls (1, 4) are of resilient rubber-covered
construction.
22. Apparatus for applying a liquid or pasty medium, such as pigment-containing coating
colour, starch, impregnating liquid, to a moving paper or board web containing waste
paper, comprising
- a free-jet applicator (29) for the direct application of a liquid or pasty medium
(8) to one side of the moving web (7),
- a rotating press roll (3) for pressing liquid or pasty medium (8) applied to one
side of the web (7) into the moving web, and
- a press-roll backing roll (19), rotating in the opposite direction to the press
roll (3),
the free-jet applicator (29) being assigned to the upper side of a section of the
web (7) which runs substantially horizontally and is not supported, and the press
roll (3) being assigned to the side of the web (7) previously provided with the medium
(8) at a distance downstream of the free-jet applicator (29), as based on the passage
direction of the web, and, together with the press-roll backing roll (19), forming
a press nip through which the moving web (7) is led, the running direction of the
press roll (3) in the press nip corresponding to the passage direction of the web.
23. Apparatus according to Claim 22, characterized in that the free-jet applicator (29) is constructed as an applicator on the principle of
a waterfall, in which the liquid or pasty medium (8) flows down onto the moving web
(7) in free fall.
24. Apparatus according to one of Claims 6 to 23, characterized in that the press rolls (3, 6) are constructed from steel, at least at their roll surface
(3A, 6A).
25. Apparatus according to one of Claims 6 to 23, characterized in that the press rolls (3, 6) are constructed of rubber or polyurethane, at least at their
roll surface (3A, 6A).
26. Apparatus according to one of Claims 6 to 25, characterized in that the press rolls (3, 6) are provided with an anti-adhesion covering with a comparatively
small coefficient of friction, at least at their roll surface (3A, 6A).
27. Apparatus according to Claim 26, characterized in that the anti-adhesion covering consists of a material based on polytetrafluoroethylene
(PTFE).
28. Apparatus according to one of Claims 6 to 27, characterized in that the running speed of the press rolls (3, 6) corresponds to the passage speed of the
web (7) in the press nip.
29. Apparatus according to one of Claims 6 to 28, characterized in that the press rolls (3, 6) are provided with a heating device (24, 24'), at least for
heating the roll surface (3A, 6A).
30. Apparatus according to one of Claims 6 to 29, characterized in that in each case a cleaning device (21, 21') is assigned to the press rolls (3, 6) on
a circumferential section of their roll surface (3A, 6A).
31. Apparatus according to Claim 30, characterized in that the cleaning device (21, 21') comprises a scraper blade (23, 23').
1. Procédé pour appliquer une substance liquide ou pâteuse telle qu'une peinture contenant
des pigments, des empois, des liquides d'imprégnation, sur une bande en mouvement
de papier ou de carton contenant du papier recyclé, comprenant les étapes suivantes
:
- application directe (2, 5 ; 2', 5') d'une substance liquide ou pâteuse (8, 8') sur
au moins un côté de la bande de matériau en mouvement (7) ;
- pressage séparé subséquent (3, 6) de la substance (8, 8') appliquée sur au moins
un côté de la bande de matériau (7) dans la bande de matériau en mouvement.
2. Procédé selon la revendication 1, pour l'application des deux côtés de la substance
liquide ou pâteuse sur la bande de matériau en mouvement,
caractérisé en ce que
- la substance liquide ou pâteuse (8, 8') est appliquée simultanément (2, 5 ; 2',
5') directement de chaque côté de la bande de matériau (7) en mouvement et
- le pressage séparé subséquent (3, 6) de la substance appliquée (8, 8') dans la bande
de matériau (7) en mouvement s'effectue simultanément des deux côtés de la bande de
matériau.
3. Procédé selon la revendication 1 pour l'application des deux côtés de la substance
liquide ou pâteuse sur la bande de matériau en mouvement, comprenant les étapes suivantes
:
- application directe de la substance liquide ou pâteuse (8) sur un côté de la bande
de matériau (7) en mouvement ;
- pressage séparé subséquent (3) de la substance (8) appliquée sur un côté de la bande
de matériau (7) dans la bande de matériau en mouvement ;
- application directe de la substance liquide ou pâteuse (8') sur l'autre côté de
la bande de matériau (7) en mouvement ;
- pressage séparé subséquent (6) de la substance (8') appliquée sur l'autre côté de
la bande de matériau (7) dans la bande de matériau en mouvement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'application directe (2, 5 ; 2', 5') de la substance liquide ou pâteuse (8, 8')
s'effectue avec une quantité d'enduction souhaitée finale.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'application directe de la substance liquide ou pâteuse d'un côté quelconque de
la bande de matériau en mouvement est divisée en les étapes partielles suivantes :
- dosage préalable (25) d'une quantité en excès de substance liquide ou pâteuse (8)
sur le côté concerné de la bande de matériau (7) ;
- dosage final subséquent de la quantité de substance (8) dosée préalablement appliquée
sur le côté concerné de la bande de matériau (7) à la quantité d'enduction souhaitée
finale.
6. Dispositif pour appliquer une substance liquide ou pâteuse telle qu'une peinture contenant
des pigments, des empois, des liquides d'imprégnation, sur une bande en mouvement
de papier ou de carton contenant du papier recyclé, avec
- un dispositif d'enduction (2) pour l'application directe d'une substance liquide
ou pâteuse (8) sur au moins un côté de la bande de matériau (7) en mouvement,
- une face conjuguée rotative (1) sur la surface (1A) de laquelle est guidée la bande
de matériau (7) en mouvement le long d'une portion d'appui, et
- un cylindre de pressage (3) tournant dans le sens inverse de la surface conjuguée
(1) pour le pressage de la substance liquide ou pâteuse appliquée d'un côté de la
bande de matériau (7) dans la bande de matériau (7) en mouvement;
dans lequel le dispositif d'enduction (2) est d'abord associé à la portion d'appui
de la bande de matériau (7) sur la surface (1A) de la surface conjuguée (1), par rapport
au sens d'avance de la bande de matériau, puis le cylindre de pressage (3) à une distance
après celui-ci,en formant une ligne de contact avec la surface conjuguée.
7. Dispositif selon la revendication 6 pour appliquer la substance liquide ou pâteuse
des deux côtés de la bande de matériau en mouvement contenant du papier recyclé, constituée
de papier ou de carton,
caractérisé en ce que
- la première surface conjuguée (1) est suivie à une certaine distance d'une deuxième
surface conjuguée (4) tournant en sens inverse, par rapport au sens d'avance de la
bande de matériau, sur la surface (4A) de laquelle est guidée la bande de matériau
(7) en mouvement le long d'une portion d'appui, de telle sorte que le côté de la bande
de matériau (7) déjà pourvu de la substance (8) repose sur la surface du cylindre
(4A),
- un deuxième dispositif d'enduction (5) pour l'application directe d'une substance
liquide ou pâteuse (8') est prévu d'un côté d'une bande de matériau (7) en mouvement,
et
- un deuxième cylindre de pressage (6) tournant en sens inverse par rapport à la deuxième
surface conjuguée (4) est prévu pour le pressage de la substance liquide ou pâteuse
(8') appliquée d'un côté de la bande de matériau (7) dans la bande de matériau (7)
en mouvement,
dans lequel le dispositif d'enduction (5) est d'abord associé à la portion d'appui
de la bande de matériau (7) sur la surface (4A) de la surface conjuguée (4), par rapport
au sens d'avance de la bande de matériau, puis le deuxième cylindre de pressage (6)
à une distance après celui-ci, en formant une ligne de contact avec la deuxième surface
conjuguée (4).
8. Dispositif pour appliquer une substance liquide ou pâteuse telle qu'une peinture contenant
des pigments, des empois, des liquides d'imprégnation, sur une bande en mouvement
de papier ou de carton contenant du papier recyclé, avec
- un dispositif d'enduction (2) pour l'application directe d'une substance liquide
ou pâteuse (8) sur au moins un côté de la bande de matériau (7) en mouvement,
- une face conjuguée rotative (1) sur la surface (1A) de laquelle est guidée la bande
de matériau en mouvement le long d'une portion d'appui, et
- un cylindre de pressage (3) tournant dans le sens inverse de la surface conjuguée
pour le pressage de la substance liquide ou pâteuse (8) appliquée d'un côté de la
bande de matériau (7) dans la bande de matériau en mouvement, et
- un cylindre conjugué au cylindre de pressage (19) tournant dans le sens inverse
du cylindre de pressage (3),
dans lequel le dispositif d'enduction (2) est associé à la portion d'appui de la
bande de matériau (7) sur la surface (1A) de la surface conjuguée (1) et le cylindre
de pressage (3), par rapport au sens d'avance de la bande de matériau, est associé
à une distance après la surface conjuguée (1) au côté de la bande de matériau (7)
préalablement pourvu de la substance (8), et forme conjointement avec le cylindre
conjugué au cylindre de pressage (19) une ligne de contact à travers laquelle est
guidée la bande de matériau (7) en mouvement.
9. Dispositif selon la revendication 8, pour appliquer la substance liquide ou pâteuse
des deux côtés de la bande de matériau en mouvement, constituée de papier ou de carton,
caractérisé en ce que
- le premier cylindre de pressage (3) est suivi à une certaine distance d'une deuxième
surface conjuguée (4) tournant en sens inverse, par rapport au sens d'avance de la
bande de matériau, sur la surface (4A) de laquelle est guidée la bande de matériau
(7) en mouvement le long d'une portion d'appui, de telle sorte que le côté de la bande
de matériau (7) déjà pourvu de la substance (8) repose sur la surface du cylindre
(4A),
- un deuxième dispositif d'enduction (5) pour l'application directe d'une substance
liquide ou pâteuse (8') est prévu d'un côté d'une bande de matériau (7) en mouvement,
et
- un deuxième cylindre de pressage (6) tournant en sens inverse par rapport à la deuxième
surface conjuguée (4) est prévu pour le pressage de la substance liquide ou pâteuse
(8') appliquée d'un côté de la bande de matériau (7) dans la bande de matériau (7)
en mouvement, et
- un deuxième cylindre conjugué au cylindre de pressage (20) tournant dans le sens
inverse du deuxième cylindre de pressage (6) est prévu,
dans lequel le deuxième dispositif d'enduction (5) est associé à la portion d'appui
de la bande de matériau sur la surface (4A) de la surface conjuguée (4), et le deuxième
cylindre de pressage (6), par rapport au sens d'avance de la bande de matériau, est
associé à une distance après la deuxième surface conjuguée (4) au côté de la bande
de matériau (7) pourvu avant le deuxième dispositif d'enduction (5) de la substance
(8'), et forme conjointement avec la deuxième surface conjuguée au cylindre de pressage
(20) une ligne de contact à travers laquelle est guidée la bande de matériau (7) en
mouvement.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 et 9, caractérisé en ce que la surface conjuguée rotative est réalisée sous la forme d'un cylindre conjugué rotatif
(1, 4) ou sous la forme d'une bande sans fin flexible en rotation.
11. Dispositif pour appliquer une substance liquide ou pâteuse telle qu'une peinture contenant
des pigments, des empois, des liquides d'imprégnation, des deux côtés d'une bande
en mouvement de papier ou de carton contenant du papier recyclé, avec
- deux dispositifs d'enduction (2, 5 ; 2', 5') pour l'application directe d'une substance
liquide ou pâteuse (8, 8') sur chacun des deux côtés de la bande de matériau (7) en
mouvement, et
- deux cylindres de pressage (3, 6) tournant en sens inverse l'un par rapport à l'autre,
pour le pressage de la substance liquide ou pâteuse (8, 8') appliquée des deux côtés
de la bande de matériau (7) dans la bande de matériau,
dans lequel les deux dispositifs d'enduction (2, 5 ; 2', 5') sont en regard l'un
de l'autre et sont associés chacun à un côté de la bande de matériau (7) en mouvement
de telle sorte que la bande de matériau soit guidée entre les deux dispositifs d'enduction,
et dans lequel les deux cylindres de pressage (3, 6), par rapport au sens d'avance
de la bande de matériau, sont disposés à une certaine distance après les deux dispositifs
d'enduction (2, 5 ; 2', 5') de telle sorte que les deux cylindres de pressage (3,
6) forment entre eux une ligne de contact à travers laquelle est guidée la bande de
matériau (7) en mouvement, les sens d'avance des deux cylindres de pressage dans la
ligne de contact coïncidant avec le sens d'avance de la bande de matériau.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le sens d'avance de la bande de matériau (7), par rapport à un plan horizontal, est
de bas en haut.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la bande de matériau (7) est guidée dans un plan d'avance commun (22) à travers les
deux dispositifs d'enduction (2, 5 ; 2', 5') ainsi que les deux cylindres de pressage
(3, 6).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 13, caractérisé en ce que les dispositifs d'enduction sont réalisés en tant que dispositifs d'enduction à élément
de raclage et chambre de pression (2, 5).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 13, caractérisé en ce que les dispositifs d'enduction sont réalisés en tant que dispositifs d'enduction à buse
à jet libre.
16. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que les deux dispositifs d'enduction sont réalisés en tant que dispositifs d'enduction
à élément de raclage et chambre de pression (2', 5') en formant un puisard pour la
substance liquide ou pâteuse (8, 8') avec une surface libre, le sens d'avance de la
bande de matériau à travers les deux dispositifs d'enduction étant de haut en bas
par rapport à un plan horizontal.
17. Dispositif selon la revendication 14 et 16, caractérisé en ce que les éléments de raclage (9, 9') sont réalisés sous la forme de barres de raclage
profilées, de barres de raclage lisses ou de lames de raclage.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 13, caractérisé en ce que les dispositifs d'enduction sont divisés en un dispositif de dosage préalable (25)
pour l'application directe d'une quantité en excès de substance liquide ou pâteuse
(8) d'un côté de la bande de matériau (7) en mouvement et un dispositif de dosage
final séparé subséquent (26) pour le dosage de la quantité de substance (8) appliquée
sur la bande de matériau (7) à la quantité d'enduction souhaitée finale, ou sont réalisés
de telle sorte que l'on puisse avec eux appliquer la quantité d'enduction souhaitée
finale.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que les dispositifs de dosage préalable (25) sont réalisés sous la forme de dispositifs
d'enduction à élément de raclage et chambre de pression, de dispositifs d'enduction
à élément de raclage et puisard, ou de dispositifs d'enduction à buse à jet libre.
20. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que les dispositifs de dosage final (26) sont réalisés en tant que dispositifs de dosage
final à lame de raclage.
21. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 20, caractérisé en ce que les surfaces des cylindres (1A, 4A) des cylindres conjugués (1, 4) sont réalisées
avec un revêtement caoutchouté élastique.
22. Dispositif pour appliquer une substance liquide ou pâteuse telle qu'une peinture contenant
des pigments, des empois, des liquides d'imprégnation, sur une bande en mouvement
de papier ou de carton contenant du papier recyclé, avec
- un dispositif d'enduction à jet libre (29) pour l'application directe d'une substance
liquide ou pâteuse (8) sur un côté de la bande de matériau (7) en mouvement,
- un cylindre de pressage rotatif (3) pour le pressage de la substance liquide ou
pâteuse (8) appliquée d'un côté de la bande de matériau (7) dans la bande de matériau
(7) en mouvement, et
- un cylindre conjugué au cylindre de pressage (19) tournant dans le sens inverse
du cylindre de pressage (3),
dans lequel le dispositif d'enduction à jet libre (29) est associé au côté supérieur
d'une portion de la bande de matériau (7) non supportée et s'étendant essentiellement
horizontalement, et le cylindre de pressage (3), par rapport au sens d'avance de la
bande de matériau, est associé à une certaine distance après le dispositif d'enduction
à jet libre (29), au côté de la bande de matériau (7) préalablement pourvu de la substance
(8), et forme conjointement avec le cylindre conjugué au cylindre de pressage (19)
une ligne de contact à travers laquelle est guidée la bande de matériau (7) en mouvement,
le sens d'avance du cylindre de pressage (3) dans la ligne de contact correspondant
au sens d'avance de la bande de matériau.
23. Dispositif selon la revendication 22, caractérisé en ce que le dispositif d'enduction à jet libre (29) est réalisé sous la forme d'un dispositif
d'enduction fonctionnant selon le principe d'une cascade, dans lequel la substance
liquide ou pâteuse (8) s'écoule en chute libre sur la bande de matériau (7) en mouvement.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 23, caractérisé en ce que les cylindres de pressage (3, 6) sont réalisés en acier au moins sur leur surface
de cylindre (3A, 6A).
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 23, caractérisé en ce que les cylindres de pressage (3, 6) sont réalisés en caoutchouc ou en polyuréthanne,
au moins sur leur surface de cylindre (3A, 6A).
26. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 25, caractérisé en ce que les cylindres de pressage (3, 6) sont pourvus d'un revêtement antiadhésif avec un
indice de frottement comparativement faible, au moins sur leur surface de cylindre
(3A, 6A).
27. Dispositif selon la revendication 26, caractérisé en ce que le revêtement antiadhésif se compose. d'un matériau à base de polytétrafluoroéthylène
(PTFE).
28. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 27, caractérisé en ce que la vitesse d'avance des cylindres de pressage (3, 6) correspond à la vitesse d'avance
de la bande de matériau (7) dans la ligne de contact.
29. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 28, caractérisé en ce que les cylindres de pressage (3, 6) sont pourvus d'un dispositif de chauffage (24, 24')
au moins pour le chauffage de la surface des cylindres (3A, 6A).
30. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 29, caractérisé en ce qu'un dispositif de nettoyage (21, 21') respectif est associé aux cylindres de pressage
(3, 6) sur une portion périphérique de leur surface de cylindre (3A, 6A) .
31. Dispositif selon la revendication 30, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage (21, 21') comprend une lame de raclage (23, 23').