| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 791 689 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
18.12.2002 Patentblatt 2002/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.02.1997 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01C 5/00 |
|
| (54) |
Kunststein zur Befestigung von Verkehrsflächen im Freien
Artificial stone for reinforcing outdoor traffic areas
Pierre artificielle pour renforcer les aires de circulation à l'extérieur
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK FR GB LI LU NL |
| (30) |
Priorität: |
20.02.1996 DE 29602972 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.08.1997 Patentblatt 1997/35 |
| (73) |
Patentinhaber: UNI-International Bausysteme GmbH & Co. KG |
|
76473 Iffezheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Barth, Günter Dr.
77830 Bühlertal (DE)
- Schmitz, Michael Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.Ing.
77815 Weitenung (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Kaiser, Magnus, Dipl.-Phys. et al |
|
Lemcke, Brommer & Partner,
Patentanwälte,
Postfach 11 08 47 76058 Karlsruhe 76058 Karlsruhe (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 405 616 DE-U- 8 900 276
|
DE-A- 19 520 887
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kunststein insbesondere aus Beton zur Befestigung von
Verkehrsflächen im Freien nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, wie er durch die
DE 44 05 616 bekannt ist.
[0002] Solche Kunststeine, mit denen hier auch Platten insbesondere aus Beton eingeschlossen
sein sollen, können vollflächig gegebenenfalls mit strukturierter Oberfläche ausgebildet
sein. In Frage kommen jedoch auch Steine bzw. Platten mit Durchbrechungen, beispielsweise
sogenannte Rasengittersteine, bei denen auch die Durchbrechungen mit Erde gefüllt
und einer Graseinsaat versehen sein können, um der mit den Steinen belegten Fläche
ein naturnahes Aussehen zu geben.
[0003] Damit auch zwischen benachbart verlegten Steinen eine breite Fuge zur Befüllung mit
einem Mineralstoffgemisch oder Erde und für eine Graseinsaat entsteht, sind die Steine
in der eingangs genannten Art mit Abstandsnocken ausgestattet, die mit ihrer senkrecht
zur zugeordneten Seitenwand gerichteten Erstreckung die Breite der Fuge bestimmen.
[0004] Die Fugenausbildung und gegebenenfalls auch die Durchbrechungen der Steine dienen
im übrigen dazu, auftretendes Oberflächenwasser aufzunehmen, so daß bei mit Steinen
der in Rede stehenden Art belegten Flächen die Drainage entfallen kann oder zumindest
entlastet wird.
[0005] Indem alle Abstandsnocken gleich ausgebildet sind und gleichermaßen wirken, bedarf
es bei der Verlegearbeit keiner besonderen Aufmerksamkeit. Vielmehr können die Steine
so, wie sie der Bedienungsperson in die Hand kommen, an bereits verlegte Steine angesetzt
werden, womit jeglicher Zeit- und Arbeitsaufwand dafür entfällt, die sich bei den
bereits verlegten Steinen anbietenden Nocken hinsichtlich ihrer Art zu erfassen, um
dann den nächsten zu verlegenden Stein dazu passend durch Drehen richtig zu positionieren.
Insgesamt ist damit der für die Verlegearbeit erforderliche Zeitaufwand erheblich
herabgesetzt.
[0006] Mit der Bemessung des Steines wird daran angeknüpft, daß bei für ein Verlegemuster
bestimmten Steinen sich deren Größe normalerweise aus dem Ein- oder mehrfachen einer
kleinsten Grundgröße ergibt. Bei dieser kleinsten Grundgröße ist dann die wirksame
Seitenlänge die Länge der Seite des Steins an sich zuzüglich zweimal die Hälfte der
sich an die Seite in ihrer Längsrichtung anschließenden Fugenbreite, deren Größe sich
wiederum aus der gegenüber dem Nachbarstein wirksam werdenden Größe der vorgesehenen
Abstandsnocken ergibt. Weist aber ein Stein in einer Seitenlängsrichtung beispielsweise
das dreifache der Grundgröße auf, so entspricht in dieser Längsrichtung gesehen der
mittlere Längenabschnitt des Steins an sich der wirksamen Länge der Grundgröße, während
die sich daran beidseits anschließenden Längenabschnitte der Seite einem Längenabschnitt
des Steins an sich plus der Hälfte der sich in dieser Längsrichtung anschließenden
Fugenbreite entsprechen.
[0007] Sind bei einer derartigen Steingestaltung die Abstandsnocken in der eingangsgenannten
Weise angeordnet, so passen benachbarte Steine immer entsprechend dem durch die Grundgröße
gegebenen Raster zusammen, wobei durch dieses Raster auch die Freinheit der Stufung
des gegenseitigen Versatzes benachbarter Steine bestimmbar ist. Um so feiner diese
Stufung gewünscht wird, um so kleiner ist folglich die Grundgröße des Rasters zu wählen,
um bei einem Stein gegebener Größe für den gegenseitigen Versatz benachbarter Steine
die genügende Zahl nebeneinander liegender Abstandsnocken zur Verfügung zu haben.
[0008] Bei den bekannten Steinen der vorstehend im einzelnen beschriebenen Art kommen nun
aber die Abstandsnocken benachbart verlegter Steine in Richtung der Verlegeebene und
der zugeordneten Seitenflächen nur über die aufeinander zugerichteten Flanken der
dann nebeneinander stehenden Zähne in formschlüssigen Eingriff, was jedoch zu einem
Verbund führt, der entsprechend nur in einer Richtung wirksam ist. Damit ergibt sich
ein Belag, der hinsichtlich seiner Festigkeit parallel zur Verlegeebene nicht allen
üblicherweise auftretenden Belastungen standhält, indem sich die einzelnen Steine
in der dem genannten Formschluß entgegengesetzten Richtung gegeneinander verschieben
können bzw. innerhalb des Verbundes die Möglichkeit zum Ausführen einer Drehbewegung
haben. Diese Bewegungsmöglichkeit führt an entsprechend besonders belastenden Stellen
des Belages dazu, daß die Steine sich unter allmählicher Verdrehung freistoßen mit
der daraus resultierenden Gefahr einer Beschädigung des Belages. Solche besonders
belasteten Stellen ergeben sich beispielsweise insbesondere dort, wo häufig die Lenkung
schwerer Fahrzeuge bei langsamer Fahrt oder gar bei Stillstand betätigt wird. In Kauf
genommen wurde dieser Nachteil der bekannten Steine offenbar mit Blick darauf, deren
ungehinderte Verlegbarkeit auch in die Ecken eines bereits in einem Winkel verlegten
Abschnitt eines Belages zu ermöglichen.
[0009] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen Kunststein der eingangs genannten
Art so weiter auszubilden, daß bezüglich benachbarter Steine deren gegenseitiger Verbund
in beiden zu den Steinseitenflächen parallelen Richtungen gewährleistet ist und trotzdem
die ungehinderte normale Verlegemöglichkeit der Steine durch im wesentlichen horizontale
Bewegung gegenüber bereits verlegten Steinen besteht.
[0010] Diese Aufgabe ist ausgehend von einem Kunststein der eingangsgenannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Anlageflächen als eine der Größe des Zahnes entsprechende
und diesen in Richtung parallel zur Verlegeebene und dazugeordneten Seitenfläche beidseitig
umiaßende Zahnlücke ausgebildet sind, daß die in die genannte Richtung weisenden Flanken
des Zahnes einerseits und der Zahnlücke andererseits einen Winkel von mindestens 90°
einschließen, und daß die Halbierende dieses Winkels zur Senkrechten auf die zugeordnete
Seitenfläche im wesentlichen parallel angeordnet ist.
[0011] Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen ist zunächst einmal sichergestellt, daß die
Zähne parallel zur Verlegeebene und der jeweils zugeordneten Seitenfläche beidseits
durch die korrespondierende Zahnlücke abgestützt sind, so daß der jeweilige Stein
bei horizontalen Kräften parallel zum Fugenverlauf keine Möglichkeit mehr hat, sich
aus dem Formschluß gegenüber benachbart verlegten Steinen durch Verschieben oder Drehen
um eine zur Verlegeebene senkrechte Achse zu lösen. Damit ist die Stabilität des mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Kunststeine hergestellten Belages nicht nur gegenüber
den Belastungen aus einem sich geradlinieg bewegenden Verkehr sichergestellt, sondern
auch gegenüber solchen extemen Belastungsfällen, die auf die Steine ein um eine zur
Verlegeebene senkrechte Achse gehendes Drehmoment ausüben.
[0012] Andererseits ist aber trotzdem eine normale Verlegemöglichkeit der Steine gewährleistet,
denn die Gestaltung des erfindungsgemäßen Winkels erlaubt es auf jeden Fall, die Steine
durch eine im wesentlichen horizontale Bewegung auch in die Ecke eines von bereits
verlegten Nachbarsteinen gebildeten Winkels einzusetzen.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist es zweckmäßig, daß die Flanken des Zahnes und der Zahnlücke
einen Winkel von 90° einschließen, da auf diese Weise ein Höchstmaß des gegenseitigen
Verbundes benachbart verlegter Steine und damit ein Höchstmaß der Stabilität des mit
diesen Steinen hergestellten Belages erreicht wird. Die Flanken des Zahnes und der
Zahnlücke können einen geradliniegen Verlauf aufweisen, was sich als einfache Bauform
üblicherweise anbieten wird. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, daß die Flanken
des Zahnes und der Zahnlücke einen von einer ebenen Fläche abweichenden Verlauf aufweisen,
also beispielsweise bogenförmig ausgebildet sind. Wesentlich ist dabei dann nur, daß
die mittleren Neigungen der Flanken den Winkel von mindestens 90° einschließen. Dabei
können natürlich nur solche Flankengestaltungen Verwendung finden, die die Verlegbarkeit
der Steine nicht beeinträchtigen.
[0014] Was die Ausbildung der Endflächen der Abstandsnocken betrifft, so kann vorgesehen
sein, daß die Endfläche des Zahnes und entsprechend der Zahnlücke der Abstandsnocken
- parallel zur Verlegeebene - einen spitzwinkligen, kegelstumpfförmigen oder bogenförmigen
Verlauf aufweist.
[0015] Ferner ist es von Vorteil, wenn die Abstandsnocken gegenüber der von der Verlegeebene
abgewandten Oberkante des Steines in Richtung auf die Verlegeebene abgesenkt angeordnet
sind. Dadurch bleibt nach dem Verlegen der Steine auch oberhalb der Nocken genügend
Platz für Erdreich, so daß sich diesbezüglich ununterbrochen durchgehende Fugen zwischen
benachbarten Steinen ergeben.
[0016] Für die Steine selbst kann vorgesehen sein, daß diese parallel zur Verlegeebene einen
quadratischen, rechteckigen, sechseckigen, L-förmigen, Z-förmigen, T-förmigen oder
Doppel-T-förmigen Querschnitt aufweisen.
[0017] Insbesondere für großflächige Steine kann es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens
vorteilhaft sein, daß der Stein durch wenigstens eine breite Fuge geteilt ist und
daß die so gebildeten Steinteile durch fest angeformte gemeinsame Brücken miteinander
verbunden sind, wobei diese Brücken hinsichtlich ihrer Anordnung den Abstandsnocken
entsprechend ausgebildet sein können. Hier wird also für einen größeren Stein der
Eindruck einer aus kleineren Einzelsteinen ggf. unterschiedlicher Größe zusammengesetzten
Einheit simuliert zugunsten des gewünschten Verlegebildes jedoch ohne die Notwendigkeit,
eine entsprechende Zahl kleinerer Einzelsteine ebenso einzeln zu verlegen.
[0018] Schließlich kann vorgesehen sein, daß der Stein mit weiteren Steinen gleicher oder
unterschiedlicher Größe zu einer Verlegeeinheit zusammengefaßt ist, womit sich die
Möglichkeit eines Verlegens durch mechanische Hilfsmittel ergibt.
[0019] Weitere erfindungswesentliche Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsformen, die auf der Zeichnung dargestellt sind. In der
Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- einen quadratischen Stein mit erfindungsgemäß ausgebildeten Nocken;
- Figur 2
- mehrere nebeneinander verlegte Steine gemäß Figur 1;
- Figur 3
- nach Art der Figur 2 verlegte Steine jedoch mit abgewandelter Ausbildung der Abstandsnocken;
- Figur 4
- mehrere im Fischgrätverband verlegte, länglich rechteckige Steine;
- Figur 5
- eine abgewandelte Steingestaltung in L-Form;
- Figur 6
- einen sechseckigen Stein mit erfindungsgemäßer Ausbildung und Anordnung der Abstandsnocken
und
- Figur 7
- einige nebeneinander verlegte Steine gemäß Figur 6.
[0020] Figur 1 zeigt einen quadratischen Stein 1, der sich entsprechend den dargestellten
Mittellinien aus dem vierfachen einer quadratischen Grundgröße 2 zusammensetzt. Die
Seitenflächen 3, 4 jeder Grundgröße 2 tragen eine Abstandsnocke 5, 6. Durch das Vorhandensein
dieser Abstandsnocken ergibt sich die wirksame Länge jeder Grundgröße 2 entsprechend
der in der Beschreibungseinleitung gegebenen Definition im vorliegenden Falle aus
der Seitenlänge 3 bzw. 4 zuzüglich der halben Breite der Fuge 7 zu einem Nachbarstein
8, also auf die mit der Ziffer 9 bezeichnete Größe.
[0021] Die Endflächen der Nocken 5, 6 weisen jeweils nebeneinander einen Zahn 10 und eine
dazu passende Zahnlücke 11 auf, wobei in einer Umlaufrichtung des Steines 1 gesehen
die Zähne 10 und die Zahnlücken 11 aller Abstandsnocken 5, 6 in der gleichen Reihenfolge
nebeneinander liegen. Dadurch passen die aufeinander zu gerichteten Endflächen der
Abstandsnocken benachbarter Steine 1, 8 formschlüssig ineinander so, daß die Steine
parallel zur Zeichenebene und der aufeinander zu gerichteten Seitenflächen nicht gegeneinander
verschoben werden können.
[0022] Auch die Positionierung der Abstandsnocken 5, 6 ist bezüglich aller wirksamer Längen
9 gleichermaßen und so vorgenommen, daß die Mittenachsen 12 aller Abstandsnocken auf
der Mitte der wirksamen Länge 9 positioniert sind.
[0023] Die Flanken sowohl der Zähne 10 als auch der Zahnlücken 11 schließen einen zueinander
passenden Winkel 40, 41 ein, dessen Größe mindestens 90°, vorzugsweise aber 90° beträgt
und dessen Winkelhalbierende 42, 43 zur Senkrechten auf die zugeordnete Steinseitenfläche,
die durch die Mittenachse 12 für die dortige Steinseitenfläche repräsentiert sein
mag, im wesentlichen parallel angeordnet ist. Dieses Gestaltungsmerkmal gilt auch
für die anhand der Figuren 2 bis 7 geschilderten Ausführungsformen entsprechend, ohne
dort jedesmal erneut erwähnt zu werden.
[0024] Figur 2 zeigt mehrere Steine 1 in nebeneinander verlegter Weise. Daraus ist ersichtlich,
daß die Steine nicht nur fluchtend sondern auch gegeneinander versetzt verlegt werden
können, wobei die Stufung des Versatzes durch die Distanz benachbarter Abstandsnocken
5 zw. 6 gegeben ist. Hieraus ist ersichtlich, daß diese Stufung sich um so feiner
gestaltet, je kleiner die Grundgröße 2 gemäß Figur 1 gewählt wird.
[0025] Bei den Ausführungsformen nach den Figuren 1 und 2 haben Zähne 10 und Zahnlücken
11 einen im wesentlichen trapezförmigen Querschnitt mit entsprechend geradlinigem
Kantenverlauf. Demgegenüber sind bei den Abstandsnocken 15 der Steine 16 gemäß Figur
3 die Flanken der Zähne 17 bzw. der Zahnlücken 18 zueinander passend bogenförmig ausgebildet.
Was hier den anhand der Figur 1 besprochenen Winkel 40, 41 betrifft, so gelten diese
bei Figur 3 entsprechend für die Flankenneigung am Fuß der Zähne 17 bzw. an der Öffnung
der Zahnlücken 18.
[0026] Figur 4 zeigt im Fischgrätverband verlegte länglichrechteckige Steine 20, die sich
nunmehr aus dem sechsfachen der Grundgröße 2 zusammensetzen. Dementsprechend liegen
an einer Steinseite drei Abstandsnocken 6 nebeneinander, wobei sich hier dann ergibt,
daß die wirksame Seitenlänge der mittleren Grundgröße dem dortigen tatsächlichen Längenabschnitt
21 der Steinseite entspricht, weil sich an diesen Längenabschnitt in Richtung dieser
Steinseite keine Abstandsnocken 5 anschließen.
[0027] Figur 5 zeigt bezogen auf Steine der anhand der Figur 1 beschriebenen Art eine Möglichkeit,
eine größere Zahl solcher Steine als einheitliche, im vorliegenden Falle L-förmige
Verlegeeinheit auszubilden. Dazu sind drei solcher Steinteile 22, 23, 24 dort, wo
sie normalerweise über Abstandsnocken 5, 6 aneinander grenzen würden, durch Brücken
25 miteinander verbunden bzw. es ist die Einheit durch Fugen 26, 27 geteilt, so daß
nach dem durch nur eine Handhabung erfolgten Verlegen der Einheit der Eindruck dreier
nebeneinander verlegter Steine gemäß Figur 1 entsteht. Auf diese Weise ist bei den
Verlegearbeiten eine erheblich Zeiteinsparung möglich.
[0028] Figur 6 zeigt einen sechseckigen Stein 30 mit untereinander gleichlangen Seiten und
Nocken 31 der den Nocken 5 und 6 gemäß Figur 1 entsprechenden Art. Für die Größe der
wirksamen Länge 32 der kleinsten Seitenflächenlänge gelten hier die anhand der Figur
1 gemachten Ausführungen entsprechend, wobei die wirksame Länge 32 nur insoweit länger
ausfällt, wie dies durch den von 90° abweichenden Winkel zwischen einander anschließenden
Seiten des Steines 30 bedingt ist. Auch für die Ausbildung und Positionierung der
Abstandsnocken 31 gelten die anhand der Figuren
1 bis 3 gemachten Ausführungen entsprechend.
[0029] Schließlich zeigt Figur 7 noch einige der Steine 30 gemäß Figur 6 in nebeneinander
verlegter Form. Auch hier könnten wieder die zwischen den drei Steinen gezeigten Paarungen
von Abstandsnocken entsprechend der Ausführungsform gemäß Figur 5 durch Brücken ersetzt
werden.
1. Kunststein insbesondere aus Beton zur Befestigung von Verkehrsflächen im Freien, wobei
der Stein (1, 8, 16, 20, 22 bis 24, 30) zur Bildung breiter Fugen (7, 26, 27) zwischen
benachbart verlegten Steinen (1, 8, 16, 20, 22 bis 24, 30) an seinen senkrecht zur
Verlegeebene gerichteten und im wesentlichen zueinander parallelen Seitenflächen mit
einstückig angeformten, untereinander vollkommen gleich ausgebildeten Abstandsnocken
(5, 6, 15, 31) versehen ist, die aufeinanderliegenden freien Endflächen der Abstandsnocken
(5, 6, 15, 31) in Richtung der Verlegeebene und der zugeordneten Seitenflächen (3,
4) nebeneinander einen Zahn (10, 17) und eine zurückgesetzte Anlagefläche für den
Zahn (10, 17) des benachbart verlegten Steines (1, 8, 16, 20, 22 bis 24, 30) aufweisen,
in einer Umlaufrichtung des Steines (1, 8, 16, 20, 22 bis 24, 30) die Aufeinanderfolge
von Zahn (10, 17) und Anlagefläche für alle Abstandsnocken (5, 6, 15, 31) gleich geartet
ist, bei einem Stein (1, 8, 16, 20, 22 bis 24, 30) die zur Verlegeebene parallele
wirksame Länge der einzelnen Seitenflächen das einfache oder ganzzahlige Vielfache
einer kleinsten wirksamen Länge (9, 32) ist, die wirksame Länge durch die Länge der
Seite des Steins (1, 8, 16, 20, 22 bis 24, 30) an sich zuzüglich zweimal die Hälfte
der sich an der Seite in ihrer Längsrichtung anschließenden Fugenbreite definiert
ist, jeder die kleinste wirksame Länge (9, 21, 32) aufweisende Seitenflächenabschnitt
mit einer Abstandsnocke (5, 6, 15, 31) versehen ist und die zwischen Zahn (10, 17)
und Anlagefläche sowie parallel zur Verlegeebene und senkrecht zur zugeordneten Seitenfläche
(3, 4) gelegene Mittenachse (12) aller Abstandsnocken (5, 6, 15, 31) auf der Mitte
des zugehörigen die kleinste wirksame Länge (9, 32) aufweisenden Seitenflächenabschnittes
liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlageflächen als eine der Größe des Zahnes (10, 17) entsprechende und diesen
in Richtung parallel zur Verlegeebene beidseitig umfassende Zahnlücke (11, 18) ausgebildet
sind, daß die in die genannte Richtung weisenden Flanken des Zahnes (10, 17) einerseits
und der Zahnlücke (11, 18) andererseits einen Winkel (40, 41) von mindestens 90° einschließen,
und daß die Halbierende (42, 43) dieses Winkels (40, 41) zur Senkrechten auf die zugeordnete
Seitenfläche (3, 4) im wesentlichen parallel angeordnet ist.
2. Kunststein nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flanken des Zahnes (10, 17) und der Zahnlücke (11, 18) einen Winkel (40, 41)
von 90° einschließen.
3. Kunststein nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flanken des Zahnes (10) und der Zahnlücke (11) einen geradlinigen Verlauf aufweisen.
4. Kunststein nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flanken des Zahnes (17) und der Zahnlücke (18) einen von einer ebenen Fläche
abweichenden Verlauf aufweisen, und daß die mittleren Neigungen der Flanken den Winkel
von mindestens 90° einschließen.
5. Kunststein nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endfläche des Zahnes (10, 17) und entsprechend der Zahnlücke (11, 18) der Abstandsnocken
(5, 6, 15, 31) parallel zur Verlegeebene einen spitzwinkligen, kegelstumpfförmigen
oder bogenförmigen Verlauf aufweist.
6. Kunststein nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandsnocken (5, 6, 15, 31) gegenüber der von der Verlegeebene abgewandten
Oberkante des Steines (1, 13, 16, 20, 30) in Richtung auf die Verlegeebene abgesetzt
angeordnet sind.
7. Kunststein nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stein parallel zur Verlegeebene einen quadratischen (1, 13, 16), rechteckigen
(20), sechseckigen (30), L-förmigen (22 bis 24), Z-förmigen, T-förmigen oder Doppel-T-förmigen
Querschnitt aufweist.
8. Kunststein nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stein durch wenigstens eine breite Fuge (24, 25) geteilt ist und daß die so gebildeten
Steinteile (22 bis 24) durch fest angeformte gemeinsame Brücken (25) miteinander verbunden
sind.
9. Kunststein nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brücken (25) hinsichtlich ihrer Anordnung den Abstandsnocken (5, 6, 15, 31) entsprechend
ausgebildet sind.
10. Kunststein nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steinteile (22 bis 24) eine unterschiedliche Größe aufweisen.
11. Kunststein nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß er mit weiteren Steinen gleicher oder unterschiedlicher Größe zu einer Verlegeeinheit
zusammengefaßt ist.
1. An artificial stone, in particular made of concrete, for the strengthening of traffic-bearing
surfaces in the open, in which the stone (1, 8, 16, 20, 22 to 24, 30), in order to
provide wide grooves (7, 26, 27) between adjacently laid stones (1, 8, 16, 20, 22
to 24, 30), is provided on its edge surfaces disposed perpendicular to the laying
plane and extending substantially parallel to one another, with integrally formed,
completely identical spacer elements (5, 6, 15, 31), the contacting free end surfaces
of the spacer elements (5, 6, 15, 31) having, in the direction of the laying plane
and of the mutually facing edge surfaces (3, 4), a tooth (10, 17) an a recessed contact
surface for the tooth (10, 17) of the adjacently laid stone (1, 8, 16, 20, 22 to 24,
30); the tooth-recess sequence, in one peripheral direction of the stone (1, 8, 16,
20, 22 to 24, 30), being the same for all spacer elements (5, 6, 15, 31); the effective
length of the individual edge surfaces of a stone (1, 8, 16, 20, 22 to 24, 30), parallel
to the laying plane, being the same as, or a whole-number multiple of, a smallest
effective length (9, 32);the effective length being defined by the length of the edge
of the stone (1, 8, 16, 20, 22 to 24, 30) itself plus twice a half of the width of
the grooves which are longitudinally adjacent to said edge; each edge surface segment
which has the smallest effective length (9, 21, 32) being provided with a spacer element
(5, 6, 15, 31); and the central axis (12) of all spacer elements (5, 6, 15, 31) lying
between the tooth (10, 17) and the contact surface, parallel to the laying plane and
perpendicular to the corresponding edge surface (3, 4), being positioned in the middle
of the corresponding edge surface segment having said smallest effective length (9,
32), characterized in that the contact surface is formed as a tooth recess (11, 18) corresponding to the size
of the tooth (10, 17) and enclosing the latter on both sides in the direction parallel
to the laying plane; in that the flanks of the tooth (10, 17) and of the tooth recess (11, 18) enclose an angle
(40, 41) of at least 90°; and in that the bisector (42, 43) of the said angle (40, 41) is essentially parallel to a perpendicular
drawn to the corresponding edge surface (3, 4).
2. An artificial stone according to claim 1, characterized in that the flanks of the tooth (10, 17) and of the tooth recess (11, 18) enclose an angle
(40, 41) of 90°.
3. An artificial stone according to claim 1 or claim 2, characterized in that the flanks of the stone (10) and of the tooth recess (11, 18) have a rectilinear
contour.
4. An artificial stone according to claim 1 or claim 2, characterized in that the flanks of the tooth (17) and of the tooth recess (18) have a contour different
from a flat surface, and in that the central slopes of the flanks enclose an angle of at least 90°.
5. An artificial stone according to one or several of claims 1 to 4, characterized in that the end surface of the tooth (10, 17) and the corresponding tooth recess (11, 18)
of the spacer elements (5, 6, 15, 31) exhibit, parallel to the laying plane, an acute-angled
contour which has the shape of a truncated cone or is smoothly curved.
6. An artificial stone according to one or several of claims 1 to 5, characterized in that the spacer elements (5, 6, 15, 31), with reference to the upper surface of the stone
(1, 13, 16, 20, 30) facing away from the laying plane, are downwardly offset toward
the laying plane.
7. An artificial stone according to one or several of claims 1 to 6, characterized in that the stone has, parallel to the laying plane, a square (1, 13, 16), rectangular (20),
hexagonal (30), L-shaped (22-24), Z-shaped, T-shaped or a double-T-shaped cross-section.
8. An artificial stone according to one or several of claims 1 to 7, characterized in that the stone is divided by at least one wide channel (24, 25), and in that the stone portions thus provided (22-24) are securely connected to one another through
common, solid bridges (25).
9. An artificial stone according to claim 8, characterized in that the bridges (25), as regards their distribution, are configured correspondingly to
the spacer elements (5, 6, 15, 31).
10. An artificial stone according to claim 8 or 9, characterized in that the stone components (22-24) are of different sizes.
11. An artificial stone according to one or several of claims 1 to 10, characterized in that it is connected together with other stones of the same or different size, to provide
a laying unit.
1. Pierre artificielle, notamment en béton, pour renforcer des aires de circulation à
l'extérieur, la pierre (1, 8, 16, 20, 22 à 24, 30), afin de former des joints larges
(7, 26, 27) entre des pierres (1, 8, 16, 20, 22 à 24, 30) posées en voisinage mutuel,
étant dotée, sur ses faces latérales orientées perpendiculairement au plan de pose
et essentiellement parallèles entre elles, de saillies d'espacement (5, 6, 15, 31)
solidairement formées, ayant toutes une configuration entièrement identique ; les
faces terminales libres superposées des saillies d'espacement (5, 6, 15, 31) présentant,
en juxtaposition, une dent (10, 17) et une face d'application en retrait pour la dent
(10, 17) de la pierre (1, 8, 16, 20, 22 à 24, 30) posée en voisinage ; la succession
de la dent (10, 17) et de la face d'application étant du même type pour toutes les
saillies d'espacement (5, 6, 15, 31) dans une direction périphérique de la pierre
(1, 8, 16, 20, 22 à 24, 30) ; pour une pierre (1, 8, 16, 20, 22 à 24, 30), la longueur
active, parallèle au plan de pose, des faces latérales individuelles étant égale à
un multiple simple ou entier d'une longueur active minimale (9, 32), la longueur active
étant définie par la longueur du côté de la pierre (1, 8, 16, 20, 22 à 24, 30) proprement
dit plus deux fois la moitié de la largeur de joint se raccordant audit côté dans
sa direction longitudinale ; chaque tronçon de face latérale présentant la longueur
active minimale (9, 21, 32) étant pourvu d'une saillie d'espacement (5, 6, 15, 31);
et l'axe médian (12) de toutes les saillies d'espacement (5, 6, 15, 31), situé entre
la dent (10, 17) et la face d'application ainsi que parallèlement au plan de pose
et perpendiculairement à la face latérale associée (3, 4), se trouvant au milieu du
tronçon associé de face latérale présentant la longueur active minimale (9, 32) ;
caractérisée en ce que les faces d'application sont réalisées sous la forme d'un entredent (11, 18) correspondant
à la taille de la dent (10, 17) et entourant celle-ci de part et d'autre en direction
parallèle au plan de pose, en ce que les flancs, dirigés dans la direction précitée, de la dent (10, 17) d'une part et
de l'entredent (11, 18) d'autre part forment entre eux un angle (40, 41) d'au moins
90°, et en ce que la bissectrice (42, 53) de cet angle (40, 41) est disposée essentiellement parallèlement
à la perpendiculaire à la face latérale associée (3, 4).
2. Pierre artificielle selon la revendication 1, caractérisée en ce que les flancs de la dent (10, 17) et de l'entredent (11, 18) forment entre eux un angle
(40, 41) de 90°.
3. Pierre artificielle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les flancs de la dent (10) et de l'entredent (11) présentent une allure rectiligne.
4. Pierre artificielle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les flancs de la dent (17) et de l'entredent (18) présentent une allure s'écartant
d'une surface plane, et en ce que les pentes moyennes des flancs forment entre elles l'angle d'au moins 90°.
5. Pierre artificielle selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la face terminale de la dent (10, 17) et par conséquent de l'entredent (11, 18) des
saillies d'espacement (5, 6, 15, 31) présente, parallèlement au plan de pose, une
allure acutangulaire, tronconique ou arquée.
6. Pierre artificielle selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les saillies d'espacement (5, 6, 15, 31) sont disposées en étant décalées en direction
du plan de pose par rapport au bord supérieur de la pierre (1, 13, 16, 20, 30) qui
est opposé au plan de pose.
7. Pierre artificielle selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la pierre présente, parallèlement au plan de pose, une section carrée (1, 13, 16),
rectangulaire (20), hexagonale (30), en forme de L (22 à 24), en forme de Z, en forme
de T ou en forme de double T.
8. Pierre artificielle selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la pierre est divisée par au moins un joint large (26, 27), et en ce que les parties de pierre ainsi formées (22 à 24) sont mutuellement assemblées par des
ponts communs (25) formés fixement sur elles.
9. Pierre artificielle selon la revendication 8, caractérisée en ce que les ponts (25) sont réalisés dans une disposition correspondant à celle des saillies
d'espacement (5, 6, 15, 31).
10. Pierre artificielle selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les parties de pierre (22 à 24) présentent des tailles différentes.
11. Pierre artificielle selon une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'elle peut être réunie en une unité de pose avec d'autres pierres de même taille ou
de tailles différentes.