[0001] Die Erfindung betrifft die Kontaktierung einer flächigen Antennenleiterstruktur nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der Druckschrift DE 36 04 437 ist bereits eine gattungsgemäße Kontaktierung eines
elektrischen Leiters einer Kraftfahrzeugscheibe an eine im Kraftfahrzeug verlaufende
Anschlußleitung bekannt. Die gattungsgemäße Kontaktierung umfaßt ein erstes Kontaktierungsmittel,
welches auf der Kraftfahrzeugscheibe angeordnet ist und mit einer Leitungsstruktur
verbunden ist. Zudem ist ein Kontaktfuß mit mindestens einem zweiten Kontaktierungsmittel
karosserieseitig vorgesehen, wobei die Kontaktierung des jeweiligen ersten Kontaktierungsmittel
mit dem korrespondierenden zweiten Kontaktierungsmittel bei einer beim Einbau erfolgenden
Relativbewegung zwischen dem Fahrzeugeinbauteil und dem Kontaktfuß erfolgt.
[0003] Auch die DE 35 23 228 C1 beschreibt eine Kontaktierung eines elektrischen Leiters
einer Kraftfahrzeugscheibe mit einer im Kraftfahrzeug verlaufenden Anschlußleitung,
bei welcher die Kontaktierung durch eine Relativbewegung beim Einbau erfolgt.
[0004] Als nachteilig wird bei den Gegenständen der beiden Dokumente angesehen, daß durch
die undefinierte Lage der elektrischen Anschlußleitungen das Toleranzfeld der Antennenimpedanz
vergrößert wird und es dadurch zu einer größeren Fehlanpassung kommt.
[0005] Aus der DE 42 32 746 C2 ist eine Kontaktierung einer flächigen Antennenleiterstruktur
bekannt, welche aus einem Kontaktelement und einer an der Antennenleiterstruktur angeordneten
Kontaktstelle besteht. Das Kontaktelement wird aus einem Metallstreifen mit Anschlußfahne
gebildet, welcher in einen flachen Träger aus elektrisch isolierendem Kunststoff eingebettet
ist. Dabei liegt die Anschlußfahne frei und der Metallstreifen ist innerhalb des Trägers
mit einer elektrischen Anschlußleitung verbunden, welche aus dem Träger herausgeführt
ist und am freien Ende zum Anschluß an eine Buchse oder einen Stecker eingerichtet
ist. Die Anschlußfahne ist mit der Kontaktstelle, insbesondere durch Löten oder Punktschweißen,
elektrisch leitend verbunden.
[0006] Als nachteilig könnte hierbei erachtet werden, daß zur Kontaktierung der Anschlußfahne
mit der Kontaktstelle ein zusätzlicher Arbeitsgang benötigt wird. Zudem wird durch
die undefinierte Lage der elektrischen Anschlußleitungen das Toleranzfeld der Antennenimpedanz
vergrößert und es kommt zu einer größeren Fehlanpassung.
[0007] Aus der DE 41 25 999 C1 ist ferner ein Kontaktelement zur federnden Kontaktierung
mit zwei Kontaktstellen, die an den Scheibeninnenseiten einer Doppelglasscheibe angebracht
sind, bekannt, wobei das Kontaktelement unterschiedliche geometrische Konfigurationen
aufweisen kann.
[0008] Diese Druckschrift offenbart aber keine Lösung für das Problem der Kontaktierung
einer flächigen Antennenleiterstruktur mit einer elektrischen Anschlußleitung und
der Leitungsführung, um ein Antennensignal von einer flächigen Antennenleiterstruktur
zu einer Signalverarbeitungsschaltung zu übertragen.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Kontaktierung einer flächigen Antennenleiterstruktur
derart weiterzubilden, daß ein vereinfachter Einbau möglich ist und die elektrische
Verbindung von einer Antennenleiterstruktur zu einer zugehörigen Signalverarbeitungsschaltung
in einer impedanzanpassenden Bauweise ausgeführt wird.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei
die Merkmale der Unteransprüche vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen kennzeichnen.
[0011] Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß eine elektrische Verbindung
zwischen einer flächigen Antennenleiterstruktur, welche in einem Fahrzeugeinbauteil,
insbesondere in einer Fahrzeugscheibe, integriert ist, und einer zugehörigen elektrischen
Signalverarbeitungsschaltung durch die Kontaktierung von mindestens einem ersten Kontaktierungsmittel,
welches auf dem Fahrzeugeinbauteil angeordnet und mit der Antennenleiterstruktur verbunden
ist, mit mindestens einem korrespondierenden zweiten Kontaktierungsmittel, welches
karosserieseitig auf einein Kontaktfuß angeordnet ist und mit einer elektrischen Anschlußleitung
verbunden ist, hergestellt wird. Durch die Anordnung des zweiten Kontaktierungsmittels
auf dem Kontaktfuß wird eine definierte Einbaulage erreicht. Dabei erfolgt die Kontaktierung
durch eine Relativbewegung zwischen dem Fahrzeugeinbauteil und dem Kontaktfuß beim
Einbau, wobei die Relativbewegung einerseits bei bereits eingebautem Kontaktfuß durch
das Fahrzeugeinbauteil, beispielsweise durch Aufsetzen, andererseits bei bereits eingebautem
Fahrzeugeinbauteil durch den Kontaktfuß, beispielsweise durch Aufstecken, ausgeführt
wird.
[0012] Im einfachsten Ausführungsfall ist die elektrische Signalverarbeitungsschaltung als
Anschlußbuchse ausgeführt.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das erste Kontaktierungsmittel
als Kontaktfläche ausgeführt und Teil der Antennenleiterstruktur und das zweite Kontaktierungsmittel
ist als Federelement ausgeführt und auf dem Kontaktfuß angeordnet. Eine elektrische
Verbindung zwischen dem zweiten Kontaktierungsmittel und der Signalverarbeitungsschaltung
wird dabei durch die elektrische Anschlußleitung, welche beispielsweise durch Löten
oder Punktschweißen mit dem zweiten Kontaktierungsmittel verbunden ist, hergestellt.
[0014] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird eine Beschädigung des ersten Kontaktierungsmittels
beim Transport des Fahrzeugeinbauteils nahezu ausgeschlossen.
[0015] Grundsätzlich sind aber auch andere Ausführungsformen möglich, so kann beispielsweise
das erste Kontaktierungsmittel als Federelement und das zweite Kontaktierungsmittel
als Kontaktfläche ausgebildet sein, oder beide Kontaktierungsmittel könnten als Federelement
ausgebildet sein, um Kontaktprobleme zu vermeiden und Fertigungstoleranzen auszugleichen.
[0016] Bei der Erfindung wird die elektrische Anschlußleitung auf einem Träger angeordnet.
Dadurch ergibt sich für die elektrische Anschlußleitung eine definierte räumliche
Lage und eine festgelegte Länge, wodurch sich das Toleranzfeld der Impedanz verkleinert
und ein größerer Abstand zwischen der Signalverarbeitungsschaltung und der flächigen
Antennenleiterstruktur verwirklicht werden kann. Der Träger, welcher mit dem Gehäuse
der Signalverarbeitungsschaltung verbunden ist, wird dabei aus dem Kontaktfuß und
einem Kontaktarm gebildet.
[0017] Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Ausführungsformen möglich. So kann die
Erfindung auch zur Kontaktierung von flächigen Antennenleiterstrukturen, welche in
andere Fahrzeugeinbauteile, wie z. B. Leuchten, Kunststoffteilen oder andere Baugruppen
integriert sind, verwendet werden.
[0018] Desweiteren kann der Träger fester Bestandteil des Gehäuses der Signalverarbeitungsschaltung
sein und gleichzeitig zur Befestigung des Gehäuses dienen. Dabei können bei Bedarf
mehrere Träger Anwendung finden. Zudem kann der Kontaktarm an den Kontaktfuß angeformt
sein, so daß der Träger als ein kompaktes Bauteil ausgeführt ist.
[0019] Zur Vermeidung von Kleberkontakt kann eine Schutzleiste, die gleichzeitig als Abstandspuffer
dienen kann, an den Kontaktfuß angeformt sein.
[0020] Die elektrische Anschlußleitung kann z. B. als Litze, Koaxialkabel, Blechstreifen,
in Folie eingebettete Leiterbahnen oder als flexibles Leitungsband ausgeführt sein.
[0021] Besonders vorteilhaft für die
Z-Anpassung und die
Z-Transformation ist die Ausführung der elektrischen Anschlußleitung als Streifenleitung;
dabei kann das Substrat der Streifenleitung durch den Träger gebildet werden, oder
der Träger kann nur zur Befestigung und Führung der elektrischen Anschlußleitung dienen.
[0022] Zudem ist es möglich, den Kontaktarm als UHF-Antenne oder höherfrequente Antenne
auszubilden, ohne daß eine Antennenleitungsstruktur auf einem Fahrzeugeinbauteil notwendig
ist.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die elektrische Anschlußleitung
und die elektrische Signalverarbeitungsschaltung in definierter Weise auf dem Träger
angeordnet. Dabei können auf einem Träger auch mehrere elektrische Anschlußleitungen
für mehrere Antennenleiterstrukturen angeordnet sein, wobei die elektrischen Signalverarbeitungsschaltungen
für die verschiedenen Antennenleiterstrukturen in einer elektrischen Signalverarbeitungsschaltung
zusammengefaßt werden können. Bei dieser Ausführungsform ist der Träger innerhalb
des Gehäuses der Signalverarbeitungsschaltung angeordnet. Im Gehäuse der Signalverarbeitungsschaltung
sind dann Durchgangsöffnungen vorgesehen, durch welche die zweiten Kontaktierungsmittel
mit den ersten Kontaktierungsmitteln auf dem Fahrzeugeinbauteil beim Einbau kontaktiert
werden können. Bei dieser Ausführungsform kann die elektrische Signalverarbeitungsschaltung
in unmittelbarer Nähe der Antennenleiterstruktur angeordnet werden. Die Federelemente,
durch welche die elektrische Verbindung zwischen den Antennenleiterstrukturen und
den entsprechenden elektrischen Anschlußleitungen hergestellt wird, können als elektrisch
leitende Elastomere ausgeführt werden. Durch die Verwendung von elektrisch leitenden
Elastomeren wird die Mikroreibung, welche durch Bewegungen zwischen dem Fahrzeugeinbauteil
und der Karosserie während des Fahrzeugbetriebs entsteht, zwischen den ersten und
den zweiten Kontaktierungsmitteln nahezu vermieden. Die Mikroreibung führt insbesondere
bei amplitudenmodulierten Signalen zu starken Signalstörungen. Die beschriebene Ausführungsform
eignet sich besonders zur Kontaktierung von mehreren verschiedenen in ein Fahrzeugeinbauteil
integrierte Antennenleiterstrukturen.
[0024] Im folgenden werden in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert; es zeigen:
- Fig. 1:
- schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung;
- Fig. 2a, 2c und 2f:
- schematische Darstellungen von verschiedenen Möglichkeiten der Leitungsführung;
- Fig. 2b, 2d, 2e und 2g:
- Schnittbilder zu den verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten nach Fig. 2a, 2c und 2f;
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung des Kontaktfußes mit Schutzleiste;
- Fig. 4a bis Fig. 4j:
- schematische Darstellungen von verschiedenen Ausführungsformen der Kontaktierungsmittel;
- Fig. 5:
- eine schematische Darstellung der Erfindung bei der Verwendung von mehreren Antennen
auf einem Fahrzeugeinbauteil;
- Fig. 6:
- eine schematische Darstellung der Erfindung für eine Antenne mit mehreren Kontaktierungsmöglichkeiten;
- Fig. 7a bis Fig. 7d:
- schematische Darstellung von verschiedenen Möglichkeiten der Leitungsführung auf dem
Kontaktfuß;
- Fig. 7e bis Fig. 7g:
- schematische Darstellung des zweiten Kontaktierungsmittels bei Verwendung eines Koaxialkabels
als elektrische Anschlußleitung;
- Fig. 8:
- schematische Darstellung einer Ausführung der Erfindung, bei der mehrere elektrische
Anschlußleitungen und die elektrische Signalverarbeitungsschaltung auf dem Träger
angeordnet sind;
- Fig. 9:
- schematische Darstellung einer besonderen Ausführungsform des Federelements zur Kontaktierung
von mehreren Antennenleiterstrukturen.
[0025] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, umfaßt die Kontaktierung einer flächigen Antennenleiterstruktur
ein erstes Kontaktierungsmittel 5, welches als Kontaktfläche ausgeführt und auf ein
Fahrzeugeinbauteil 7 aufgebracht ist, und ein zweites Kontaktierungsmittel 4, welches
als Federelement ausgeführt und auf einem Kontaktfuß 3.1 befestigt ist. An den Kontaktfuß
3.1 ist ein Kontaktarm 3.2 angeformt oder befestigt. Der Kontaktfuß 3.1 und der Kontaktarm
3.2 bilden einen elektrisch nicht leitenden Träger 3, welcher als Teil eines Gehäuses
2 für eine Signalverarbeitungsschaltung ausgebildet oder an diesem befestigt sein
kann. Der Träger 3 und das Gehäuse 2 sind mit der Karosserie 1 verbunden. Zwischen
dem Fahrzeugeinbauteil 7 und der Karosserie 1 ist eine Kleberraupe 6 zur Befestigung
des Fahrzeugeinbauteils 7 eingebracht.
[0026] Die Fig. 2a, 2c und 2f zeigen verschiedene Möglichkeiten der Leitungsführung mittels
eines Trägers 3, wobei die elektrische Anschlußleitung nur auf den entsprechenden
Schnittbildern, Fig. 2b, 2d, 2e und 2g, dargestellt ist.
[0027] Die Fig. 2a zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die elektrische Anschlußleitung
als flexibles Leiterband 10 ausgeführt ist. Die Fig. 2b zeigt ein Schnittbild entlang
der Schnittlinie IIb in Fig. 2a, wobei das flexible Leiterband 10 als Streifenleitung
ausgeführt ist. Die Streifenleitung umfaßt dabei einen Masseleiter 8.1, einen Antennenleiter
8 und ein trennendes Substrat 9.1 mit einer bestimmten relativen Dielektrizitätskonstanten
ε
r. Das trennende Substrat 9.1 übernimmt gemeinsam mit dem Kontaktfuß 3.1 die Funktion
des Trägers 3. Der Antennenleiter 8 verbindet das zweite Kontaktierungsmittel 4 mit
einer nicht dargestellten Signalverarbeitungsschaltung. Der Masseleiter 8.1 ist mit
einem Masseanschluß der nicht dargestellten Signalverarbeitungsschaltung verbunden
und endet offen am Kontaktfuß 3.1. Bei einer anderen nicht dargestellten Ausführungsform
endet der Masseleiter 8.1 nicht offen am Kontaktfuß 3.1, sondern er ist mit einem
zusätzlichen zweiten Kontaktierungsmittel verbunden, welches mit einem zusätzlichen
korrespondierenden ersten Kontaktierungsmittel beim Einbau einen elektrischen Kontakt
herstellt.
[0028] Die Fig. 2c zeigt eine Ausführungsform mit einem formstabilen Träger 3.
[0029] Die Fig. 2d zeigt ein erstes Schnittbild entlang der Schnittlinie IId in Fig. 2c,
bei welchem der Träger 3 nur zur Befestigung und Führung der elektrischen Anschlußleitung,
welche analog zur Fig. 2b als Streifenleitung ausgeführt ist, verwendet wird. Dabei
kann die elektrische Anschlußleitung als selbstklebendes flexibles Leitungsband 10
gemäß Fig. 2a ausgeführt sein.
[0030] Die Fig. 2e zeigt ein weiteres Schnittbild entlang der Schnittlinie IIe in Fig. 2c,
bei welchem das Substrat der Streifenleitung durch den formstabilen Träger 3 gebildet
wird, auf dessen Unterseite (der Karosserie zugewandt) der Masseleiter 8.1 und auf
dessen Oberseite der Antennenleiter 8 aufgebracht ist.
[0031] Die Fig. 2f zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Träger 3 an die Kontur der
Karosserie 1 angepaßt ist und selbstklebend ausgeführt sein kann.
[0032] Die Fig. 2g zeigt das Schnittbild entlang der Schnittlinie IIg in Fig. 2f. Dabei
wird die Streifenleitungstechnik dadurch verwirklicht, daß die Karosserie 1 als Masseleiter
und der Träger 3 als trennendes Substrat, auf dessen Oberseite der Antennenleiter
8 aufgebracht ist, verwendet wird.
[0033] Als weitere nicht dargestellte Ausführungsform kann das flexible Leiterband 10 selbstklebend
ausgeführt sein und gemäß Fig. 2f auf der Karosserie 1 angeordnet sein.
[0034] Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des Kontaktfußes 3.1, bei welcher an den Kontaktfuß
3.1 eine Schutzleiste 11 angeformt ist. Die Schutzleiste 11 soll eine Berührung der
Kontaktierungsmittel 4, 5 mit der Kleberraupe 6 verhindern. Gleichzeitig kann die
Schutzleiste 11 als Abstandspuffer zwischen der Karosserie 1 und dem Fahrzeugeinbauteil
7 ausgeführt sein. Durch die Ausführung der Schutzleiste 11 als Abstandspuffer ergibt
sich ein definierter Abstand zwischen dem Kontaktfuß 3.1 und dem Fahrzeugeinbauteil
7 und damit eine definierte Kontaktkraft zwischen den beiden Kontaktierungsmitteln
4, 5. Dabei kann der Abstandspuffer mit oder ohne Ausgleich ausgeführt sein.
[0035] Die Fig. 4a bis Fig. 4j zeigen verschiedene Ausführungsformen der Kontaktierungsmittel.
[0036] Dabei zeigen die Fig. 4a bis Fig. 4g verschiedene Ausführungsformen des zweiten Kontaktierungsmittels
4 als Metallblechteil, welches bei den dargestellten Ausführungsformen auf den Kontaktfuß
3.1 aufgeclipst werden kann. Grundsätzlich können natürlich auch andere lösbare, aber
auch unlösbare Befestigungsarten gewählt werden. So könnte das zweite Kontaktierungsmittel
4 beispielsweise mit dem Kontaktfuß 3.1 verschraubt oder vernietet oder auf diesen
aufgeklebt werden. Der eigentliche elektrische Kontakt mit dem ersten Kontaktierungsmittel
5 wird dabei durch ein Federelement 4.1 hergestellt. Im Einzelnen zeigen die Fig.
4a bis Fig. 4g unterschiedliche Ausführungsformen des Federelements 4.1.
[0037] Ferner zeigt die Fig. 4h eine Ausführungsform des zweiten Kontaktierungsmittels 4
als Elastomer oder Thermoplast, welches wenigstens an der Oberfläche elektrisch leitend
ausgeführt und auf dem Kontaktfuß 3.1 angeordnet ist.
[0038] Die Fig. 4i zeigt eine Ausführungsform, bei welcher das erste Kontaktierungsmittel
5 als Federelement und das zweite Kontaktierungsmittel 4 als Kontaktfläche ausgeführt
ist.
[0039] Die Fig. 4j zeigt eine Ausführungsform, bei welcher beide Kontaktierungsmittel 4,
5 als Federelemente, welche als Elastomer oder Thermoplast mit wenigstens einer elektrisch
leitenden Oberfläche ausgeführt sind, ausgebildet sind.
[0040] Die Fig. 5 zeigt eine Ausführung der Erfindung bei welcher verschiedene Antennensysteme
für unterschiedliche Anwendungen z. B. Kombination von AM-/FM-Antennen, Diversity
(Signalempfang durch mehrere Antennen, dadurch Auswahlmöglichkeit abhängig von der
Signalqualität), Rundfunk, TV, GPS (Global Positioning System), DAB (Digital Audio
Broadcasting), Zusatzdienste (z. B. Garagenöffnung), GSM (Global System Mobile Communication)
und Telefon verwendet werden.
[0041] Ein Antennensystem besteht dabei jeweils aus einer Antenne 12, welche Teil der Antennenleiterstruktur
und in der Zeichnung nur angedeutet ist, und einem ersten Kontaktierungsmittel 5,
beide auf einem Fahrzeugeinbauteil 7 angeordnet, einem Träger 3 mit elektrischen Anschlußleitungen
und mit einem zweiten Kontaktierungsmittel 4 und einer in einem Gehäuse 2 untergebrachten
Signalverarbeitungsschaltung. Dabei soll das gestrichelt angedeutete Gehäuse 2.1 die
Möglichkeit aufzeigen, alle Signalverarbeitungsschaltungen in einem gemeinsamen Gehäuse
2.1 unterzubringen.
[0042] Die Fig. 6 zeigt die Anwendung von mehreren ersten Kontaktierungsmitteln 5.1 bis
5.3 für eine Antenne 12. Dadurch wird eine alternative Kontaktierung, abhängig von
der Positionierung des Gehäuses 2 einer Signalverarbeitungsschaltung mit dem zugehörigen
Träger 3, zur Frequenzanpassung möglich. Die gestrichelten Darstellungen zeigen dabei
die alternativen Positionierungsmöglichkeiten.
[0043] Die Fig. 7a und das Schnittbild 7b entlang der Schnittlinie VIIb in Fig. 7a zeigen
die Ausführung des Massekontaktes 8.2 für die Masseleitung 8.1, wenn die Masseleitung
8.1 auf der Unterseite des Trägers 3 bzw. des Kontaktfußes 3.1 angeordnet ist. Wie
aus den Fig. 7a und 7b ersichtlich ist, wird die Masseleitung 8.1 auf der Unterseite
des Kontaktfußes 3.1 mittels einer Durchkontaktierung 8.4 mit dem Massekontakt 8.2
auf der Oberseite des Kontaktfußes 3.1 elektrisch leitend verbunden. Dabei wird der
Abschnitt des Antennenleiters 8, welcher auf dem Kontaktfuß 3.1 angeordnet ist als
Antennenleiterkontakt 8.3 bezeichnet.
[0044] Die Fig. 7c und das Schnittbild 7d entlang der Schnittlinie VIId in Fig. 7c zeigen
eine Ausführung der Erfindung, bei welcher ein Antennenleiter 8 und zwei Masseleiter
8.1 als Koplanarleitungen nebeneinander auf der Oberseite des Trägers 3 bzw. des Kontaktfußes
3.1 angeordnet sind. Dabei werden die Abschnitte der Masseleiter 8.1, welche auf dem
Kontaktfuß 3.1 angeordnet sind als Massekontakte 8.2 und der Abschnitt des Antennenleiters
8, welcher auf dem Kontaktfuß 3.1 angeordnet ist als Antennenleiterkontakt 8.3 bezeichnet.
[0045] Die Fig. 7e bis 7g zeigen eine Ausführung des Kontaktfußes 3.1 mit einem Federelement
4.1 mit den entsprechenden Kontakten für die Anwendung eines Koaxialkabels 10.1 als
elektrische Anschlußleitung. Dabei zeigt die Fig. 7e den Kontaktfuß 3.1 und das Federelement
4.1 mit einer Durchkontaktierung 8.4 für den Masseleiter und den Antennenleiter des
Koaxialkabels 10.1. Durch die Durchkontaktierung 8.4 wird einerseits der Massekontakt
8.2 auf der Oberseite des Federelements 4.1 mit dem Masseleiter des Koaxialkabels
10.1 und andererseits der Antennenleiterkontakt 8.3 mit dem Antennenleiter des Koaxialkabels
10.1 elektrisch leitend verbunden. Die Fig. 7f und 7g zeigen in der Draufsicht auf
das Federelement 4.1 jeweils eine Ausführungsform des Massekontaktes 8.2 und des Antennenleiterkontaktes
8.3 auf der Oberseite des Federelements 4.1.
[0046] Die in den Fig. 7a bis 7g genannten Massekontakte 8.2 und Antennenleiterkontakte
8.3 sind jeweils Teil des zweiten Kontaktierungsmittels und können als Kontaktflächen
oder als elastische Federelemente, beispielsweise als Elastomere, ausgebildet sein.
Eine spezielle Ausführung der zweiten Kontaktierungsmittel zur Kontaktierung von drei
Kontaktstellen zeigt die Fig. 9.
[0047] Die Fig. 8 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der
Träger 3 innerhalb eines nicht dargestellten Gehäuses für eine elektrische Signalverarbeitungsschaltung
2.2 angeordnet ist. Bei der Ausführungsform sind drei elektrische Anschlußleitungen
mit den entsprechenden Kontaktfüßen 3.1 zur elektrischen Verbindung von drei nicht
dargestellten Antennenleiterstrukturen mit den entsprechenden elektrischen Signalverarbeitungsschaltungen
dargestellt. Die elektrischen Anschlußleitungen sind als Streifenleitungen mit jeweils
einem Antennenleiter 8 auf der Oberseite des Trägers 3 und einer Masseleitung 8.1
auf der Unterseite des Trägers 3 gemäß Fig. 7a und Fig. 7b ausgeführt. Ferner werden
die Bereiche des Trägers 3 als Kontaktfüße 3.1 bezeichnet, auf denen die Massekontakte
8.2 und die Antennenleiterkontakte 8.3 der zugehörigen elektrischen Anschlußleitung
angeordnet sind. Zudem ist es vorstellbar, daß die gesamte Unterseite des Trägers
3 als Masseleiter 8.1 ausgebildet ist, welcher mittels Durchkontaktierungen im Bereich
der Kontaktfüße 3.1 mit den notwendigen Massekontakten 8.2 auf der Oberseite der Kontaktfüße
3.1 elektrisch verbunden wird. Grundsätzlich können die elektrischen Anschlußleitungen
aber auch als Koplanarleitungen gemäß Fig. 7c und Fig. 7d ausgeführt werden. Die für
die unterschiedlichen Antennenleiterstrukuren notwendigen Signalverarbeitungsschaltungen
sind zu einer Signalverarbeitungsschaltung 2.2 zusammengefaßt. Zusätzlich ist auch
die elektrische Signalverarbeitungsschaltung 2.2 auf dem Träger 3 angeordnet. Bei
dieser Ausführungsform sind im nicht dargestellten Gehäuse der elektrischen Signalverarbeitungsschaltung
mehrere Durchbruchsöffnungen vorgesehen. Durch die mehreren Durchbruchsöffnungen werden
die zweiten Kontaktierungsmittel auf den zugeordneten Kontaktfüßen 3.1 mittels den
zugehörigen Federelementen mit den entsprechenden ersten Kontaktierungsmitteln auf
dem Fahrzeugeinbauteil beim Einbau elektrisch leitend verbunden. Ein besonders für
diese Ausführungsform geeignetes Federelement zeigt die Fig. 9.
[0048] Die Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung zur gleichzeitigen Kontaktierung
von mehreren zweiten Kontaktierungsmitteln mit den entsprechenden ersten Kontaktierungsmitteln
5. Ein zweites Kontaktierungsmittel besteht dabei aus einem Federelement 4.1 und einer
Kontaktfläche. Die Kontaktfläche kann dabei als Massekontakt 8.2 oder als Antennenleiterkontakt
8.3 ausgeführt sein. Die Federelemente 4.1 für die einzelnen Kontaktierungen sind
dabei auf einem nicht leitenden Grundträger 14, welcher lösbar mittels entsprechender
Befestigungsmittel 14.1 mit dem Kontaktfuß 3.1 verbunden ist, angeordnet. Der Grundträger
14 kann zusammen mit den Federelementen 4.1 die Funktion eines Abstandspuffers für
das gestrichelt dargestellte Fahrzeugeinbauteil 7 übernehmen. Um eine größere Federwirkung
zu erreichen, kann der Grundkörper 14 zusätzlich hohl ausgeführt werden. Die Federelemente
4.1 sind dabei als zumindest an der Oberfläche elektrisch leitende Elastomere ausgebildet.
Die ersten Kontaktierungsmittel 5 sind als Kontaktflächen ausgebildet. Die elektrische
Anschlußleitung kann dabei als Streifenleitung - d. h. Der Nasseleiter ist auf der
Unterseite und der Antennenleiter ist auf der Oberseite des Trägers 3 bzw. des Kontaktfußes
3.1 angeordnet - oder als Koplanarleitung - d. h. Die Masseleiter 8.1 und der Antennenleiter
8 sind wie dargestellt auf der Oberseite des Trägers 3 bzw. Kontaktfußes 3.1 angeordnet
- ausgeführt sein. Die gezeigte Ausführung eignet sich besonders für die in Fig. 8
dargestellte Ausführungsform der Erfindung, bei welcher mehrere nicht dargestellte
Antennenleiterstrukturen gleichzeitig kontaktiert werden müssen, wobei die Fig. 9
nur die Kontaktierung von einer Antennenleiterstruktur mit drei ersten Kontaktierungsmitteln
auf dem gestrichelt gezeichneten Fahrzeugeinbauteil 7 darstellt. Durch Verlängerung
des Grundträgers 14 und Aufbringen von weiteren Federelementen 4.1 können weitere
Antennenleiterstrukturen gleichzeitig kontaktiert werden. Um beispielsweise die Ausführungsform
nach Fig. 8 zu realisieren müßten neun Federelemente 4.1 in entsprechendem Abstand
auf dem verlängerten Grundträger 14 aufgereiht werden.
1. Kontaktierung einer flächigen Antennenleiterstruktur, welche in ein Fahrzeugeinbauteil
(7), insbesondere eine Fahrzeugscheibe, integriert ist, mit mindestens einem ersten
Kontaktierungsmittel (5), welches auf dem Fahrzeugeinbauteil (7) angeordnet und mit
der Antennenleiterstruktur verbunden ist, und mindestens einem Kontaktfuß (3.1) mit
mindestens einem zweiten Kontaktierungsmittel (4), welcher karosserieseitig vorgesehen
ist, wobei die Kontaktierung des jeweiligen ersten Kontaktierungsmitteis (5) mit dem
korrespondierenden zweiten Kontaktierungsmittel (4) bei einer beim Einbau erfolgenden
Relativbewegung zwischen Fahrzeugeinbauteil (7) und Kontaktfuß (3.1) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine elektrische Anschlußleitung, mindestens eine Signalverarbeitungsschaltung
und mindestens ein Träger (3) vorgesehen ist, wobei wenigstens der Kontaktfuß (3.1)
integraler Bestandteil des Trägers (3) ist, wobei die mindestens eine elektrische
Anschlußleitung das jeweilige zweite Kontaktierungsmittel (4) mit der entsprechenden
Signalverarbeitungsschaltung verbindet, und wobei zur definierten impedanzanpassenden
Leitungsführung die mindestens eine elektrische Anschlußleitung auf ihrer gesamten
Länge auf dem entsprechenden Träger (3) in definierter Weise angeordnet ist.
2. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mindestens eine elektrische Anschlußleitung mit einer festgelegten Länge ausgeführt
ist.
3. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Kontaktierungsmittel (5) unlösbar oder lösbar auf dem Fahrzeugeinbauteil
(7) befestigt ist.
4. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Kontaktierungsmittel (5) und/oder das zweite Kontaktierungsmittel (4)
als Metallblechteil mit Federelement ausgebildet ist.
5. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Kontaktierungsmittel (5) und/oder das zweite Kontaktierungsmittel (4)
als Kontaktfläche ausgebildet ist.
6. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Kontaktierungsmittel (5) und/oder das zweite Kontaktierungsmittel (4)
als Elastomer oder Thermoplast, welches wenigstens an der Oberfläche elektrisch leitend
ist, ausgebildet ist.
7. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Kontaktierungsmittel (4) lösbar oder unlösbar auf dem Kontaktfuß (3.1)
befestigbar ist.
8. Kontaktierung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Anschlußleitung als Koaxialkabel ausgeführt ist.
9. Kontaktierung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Anschlußleitung als Streifenleitung ausgeführt ist.
10. Kontaktierung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Substrat der Streifenleitung durch den Träger (3) gebildet wird.
11. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (3) der Karosseriekontur angepaßt ist.
12. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kontaktfuß (3.1) eine Schutzleiste (11) angeformt ist, wobei die Schutzleiste
(11) als Abstandspuffer mit oder ohne Ausgleich ausgebildet sein kann.
13. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antennenleiterstruktur aus einer oder mehreren Antennen für unterschiedliche
Frequenzbereiche aufgebaut ist,
wobei jeder Antenne (12) mindestens ein erstes Kontaktierungsmittel (5) und mindestens
ein zweites Kontaktierungsmittel (4) mit der entsprechenden Signalverarbeitungsschaltung
zugeordnet wird.
14. Kontaktierung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß für jede der Signalverarbeitungsschaltungen ein eigenes Gehäuse (2) vorgesehen
ist,
15. Kontaktierung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Signalverarbeitungsschaltungen in einem Gehäuse (2.1) untergebracht sind.
16. Kontaktierung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß für mindestens eine der Antennen (12) mehrere erste Kontaktierungsmittel (5.1
bis 5.3) zur alternativen Kontaktierung mit einem zweiten Kontaktierungsmittel (4)
vorgesehen sind.
17. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere elektrische Anschlußleitungen zur definierten impedanzanpassenden Leitungsführung
auf dem Träger (3) angeordnet sind.
18. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger formstabil ausgeführt ist.
19. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (3) innerhalb des Gehäuses für eine elektrische Signalverarbeitungsschaltung
(2.2) angeordnet ist.
20. Kontaktierung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Signalverarbeitungsschaltung (2.2) auf dem Träger (3) angeordnet
ist.
21. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (3) als hochfrequente Antenne, insbesondere als UHF-Antenne, ausgebildet
ist.
22. Kontaktierung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Grundträger 14 mit entsprechenden Befestigungsmitteln 14.1 auf dem Kontaktfuß
3.1 angeordnet ist, wobei auf dem Grundträger mehrere Federelemente 4.1 angeordnet
sind, wobei die Federelemente 4.1 als zumindest an der Oberfläche elektrisch leitende
Elastomere ausgebildet sind und wobei die Federelemente 4.1 gemeinsam mit dem Grundträger
14 als Abstandspuffer für das Fahrzeugeinbauteil 7 ausgebildet sind.