[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ablängen von Holz, insbesondere von Baumstämmen,
mit einer in einem Gehäuse, das wenigstens eine Aufgabeöffnung und eine Abgabeöffnung
aufweist, angeordneten motorisch antreibbaren, wenistens eine Schneide aufweisenden
Schneideinrichtung, mittels welcher das zum Schneiden gegengelagerte Holz trennbar
ist.
[0002] Zum Herstellen von beispielsweise Brennholz od.dgl. werden längere Holzstücke beispielsweise
geschnittene Balken oder die Baumstämme selbst, mit einer Schneid- oder Sägevorrichtung
in handliche Stücke zerteilt, wobei als solche Schneid- oder Sägevorrichtungen alle
möglichen bekannten Formen wie beispielsweise rein manuelle Handsägen, oder auch kleine
elektrische Sägen bis hin zu feststehenden Kreis- oder Gattersägen verwendet werden,
jeweils abhängig davon, ob die Brennholzherstellung für den Hausgebrauch oder in industriellem
Maßstab erfolgt. Kommen größere, feststehende Maschinen, also beispielsweise Kreissägen
od.dgl., zum Einsatz, so ist es erforderlich, das zu schneidende Holz der Schneide
oder Säge zuzuführen, die ihrerseits lediglich eine feststehende Bewegung, also entweder
eine Kreis- oder eine Vertikalbewegung, durchführt. Das Holz muß dabei an der insoweit
feststehenden Schneide vorbeigeführt werden. Dies aber stellt ein großes Gefahrenpotential
dar, da insoweit der die Maschine Bedienende bis nahe an den eigentlichen Schnittbereich
zwecks Führung des Holzes langen muß. Zwar ist das Holz vor allem bei großen Anlagen
beispielsweise mittels Zufördereinrichtungen zu der feststehenden Schneide transportierbar,
jedoch führt dies dazu, daß die gesamte Anlage äußerst aufwendig gestaltet und damit
sehr teuer in der Herstellung und Anschaffung ist und damit für kleinere Betriebe
oder auch den Hausgebrauch insoweit gänzlich unrentabel ist. Weitere Probleme bei
bisher bekannten feststehenden Schneid- oder Sägevorrichtungen liegen darin, eine
definierte Schnittholzlänge zu erreichen, die insbesondere dann erforderlich ist,
wenn das Brennholz nach dem Schneiden sauber gestapelt werden soll, um für längere
Zeit eingelagert zu werden. Dies gilt sowohl im Hausgebrauch als auch für die Industriefertigung.
Bisher ist es in der Regel erforderlich, bei feststehenden Vorrichtungen mit manueller
Holzzuführung die abzuschneidende Länge entweder mit dem Augenmaß oder mittels einer
Meßskala ungefähr festzulegen, was aber nur ein äußerst ungenaues und darüber hinaus
umständliches Arbeiten zuläßt. Bei großen vollautomatischen Anlagen dagegen erfolgt
die Förderung des Holzes zu diesem Zweck intermittierend, was zum einen äußerst aufwendig
im Hinblick auf die Steuerung, zum anderen die gesamte Anlage in ihrem Aufbau und
der Dimensionierung aufwendig ist.
[0003] Der Erfindung liegt somit das Problem zugrunde, eine Vorrichtung zum Ablängen von
Holz zu schaffen, die in ihrem Aufbau einfach gestaltet und in ihrer Handhabung im
Hinblick auf sicherheitstechnische Aspekte verbessert ist bei gleichzeitiger Ermöglichung
einer definierten Abschneidlänge.
[0004] Zur Lösung dieses Problems ist bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art vorgesehen,
daß die Schneide der Schneideinrichtung schnecken- oder spiralförmig verlaufend ausgebildet
ist, derart, daß bei angetriebener Schneideinrichtung das Holz unter gleichzeitiger
Zerteilung selbständig förderbar ist.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Schneideinrichtung mit ihrer schnecken-
oder spiralförmigen Schneide wird das Holz mit besonderem Vorteil selbständig

durch" die Ablängvorrichtung gefördert. Denn infolge der schnecken- oder spiralförmigen
Ausbildung beschreibt die Schneide bei Rotation der Schneidenrichtung eine quasi in
Durchschubrichtung laufende Bewegung, der das von der Schneide ergriffene Holz folgt
und so, einmal gegriffen, selbständig unter gleichzeitiger Zerteilung durchgefördert
wird. Dies hat den besonderen Vorteil, daß die Bedienperson das lange Holzstück lediglich
einmal in den Bereich der umlaufenden Schneide führen muß, wonach das Holz, das ja
gegengelagert ist, vollautomatisch eingezogen und durchgefördert wird, so daß keinerlei
manuelle Tätigkeiten im Schneidbereich nötig sind und damit das Verletzungspotential
minimiert ist. Da die Schneidenwindungen einen definierten Abstand aufweisen, ist
ferner mit besonderem Vorteil auch eine definierte Schnittlänge gewährleistet, so
daß Brennholzstücke mit definierter Länge erhalten werden können.
[0006] Die erfindungsgemäß Vorrichtung kann im Rahmen einer ersten Alternative derart ausgebildet
sein, daß die Schneideinrichtung eine im wesentlichen kreisförmige Scheibe umfaßt,
auf welcher die Schneide vorspringend angeordnet ist. Die Schneide, die in weiterer
Ausgestaltung im wesentlichen parallel zur Drehachse aus der Scheibenebene vorspringt,
wobei auch eine entsprechende Schrägstellung denkbar ist, ist vorteilhaft einfach
auf einer im wesentlichen kreisförmigen Scheibe, die dann mittels eines an sich bekannten
Antriebsmotors rotierend angetrieben wird, angeordnet, was aus fertigungstechnischer
Sicht besonders einfach ist. In weiterer Erfindungsausgestaltung kann vorgesehen sein,
daß die sich vorzugsweise vom äußeren Rand der Scheibe nach innen windende Schneide
in einem Bereich außerhalb der Scheibenmitte und damit der Drehachse endet, was dahingehend
von Vorteil ist, daß dadurch erreicht wird, daß das geschnittene Holz, wenn es bis
an das Schneidenende gefördert und abgeschnitten ist, automatisch aus dem Schneidenbereich
fällt, da die Scheibenmitte insoweit frei ist. Auf diese Weise ist einfachst für eine
sichere Ausgabe des geschnittenen Holzstückes aus dem Schneidenbereich gesorgt. Die
Schneide beschreibt bei dieser Ausführungsform vorteilhaft infolge ihres nach innen
gerichteten Verlaufes bei Rotation eine spiralförmige Wanderbewegung zur Scheibenmitte,
der das ergriffene Holz dann folgt.
[0007] Im Rahmen einer zweiten Ausführungsalternative kann die Schneideinrichtung erfindungsgemäß
als Schneckenwelle ausgebildet sein, wobei die Schneide an der schraubenförmigen Windung
der Schneckenwelle ausgebildet ist. Auch bei einer darartigen Ausbildung ist infolge
des schneckenförmigen Schneidenverlaufs eine Vorschubbewegung der Schneide bei Rotation
der Welle gegeben, die bei gegriffenem Holz eine Förderbewegung desselben unter gleichzeitiger
Zerteilung ermöglicht. Auch bei dieser Realisationsform sind die erfindungsgemäßen
Vorteile im Hinblick auf die Betriebssicherheit und die Ermöglichung einer definierten
Schnittlänge vorteilhaft erfüllt.
[0008] Die maximale Schnittiefe in das Holz wird bei beiden Ausführungsformen durch die
Höhe der im einen Fall auf die kreisförmige Scheibe aufgesetzten Schneide bzw. durch
die Höhe der Schneckenwindung bis zum Wellengrund vorgegeben, die erfindungsgemäß
dementsprechend gewählt sind, so daß für jeden Zweck die entsprechend dimensionierte
Vorrichtung zur Verfügung steht. Um zu ermöglichen, auch Holz zu schneiden, das etwas
stärker ist als die maximale Schneidtiefe kann in weiterer Erfindungsausgestaltung
vorgesehen sein, an der Schneideinrichtung Elemente anzuordnen, mittels denen derart
auf das bereits teilweise eingeschnittene Holz einwirkbar ist, daß der noch nicht
geschnittene Teil bricht. Mit diesen Elementen, die im Falle der ersten Ausführungsalternative
(Scheibenausführung) als sich zwischen der Scheibenoberfläche und der zur Scheibenmitte
weisenden Schneidenwand erstreckende Keile od.dgl., und die bei der zweiten Ausführungsalternative
(Schneckenwelle) als sich zwischen der Windung und dem Wellengrund erstreckende Keile
od.dgl. ausgebildet sind, die sich in Förderrichtung der Schneckenwelle erstrecken,
wird das teilgeschnittene Holz vorteilhaft spätestens dann ergriffen, wenn das Holz
nahe am oder bereits auf dem Scheiben- oder Wellengrund aufliegt. Wird die Scheibe
oder die Welle bei Anliegen der Elemente weitergedreht, so drücken diese auf das teilgeschnittene
Holz, so daß dieses vorteilhaft bricht und so ein Schneiden von Holz größerer Stärke
möglich ist.
[0009] Damit das Holz nach dem Zuführen in die Aufgabeöffnung möglichst schnell ergriffen
und der Einschneidevorgang sofort beginnt, kann in weiterer Erfindungsausgestaltung
vorgesehen sein, daß im Bereich der Aufgabeöffnung eine wandförmige, das Holz gegenlagernde
Platte od.dgl. angeordnet ist, die sich unter einem Winkel bis nahe an die Schneide
erstreckt. An dieser Platte liegt das Holz mit besonderem Vorteil an und rutscht während
des Förder- und Schneidvorgangs an der Platte entlang, wodurch auf einfache Weise
die Gegenlagerung zu jedem Zeitpunkt, also auch dann, wenn schon tief eingeschnitten
ist, realisiert ist. Zur Erleichterung der Bewegung längs der Platte kann diese auch
mit Rollen od.dgl. versehen sein, an denen das Holz abrollt, alternativ können aber
auch entsprechend dimensionierte und gelagerte Rollen oder Walzen anstelle der Platte
vorgesehen sein. Der Winkel, unter welchem die Platte zur Schneide eingestellt ist,
kann erfindungsgemäß in Abhängigkeit von der Anzahl der Windungen und/oder dem Abstand
der Windungen und/oder der Höhe der Schneide bzw. der Windungen voneinander gewählt
sein.
[0010] Da infolge des kontinuierlichen Schneidens während der gesamten Förderung quasi an
jedem Punkt der Schneideinrichtung geschnitten werden kann, ist somit die Schneidkapazität
der Vorrichtung nicht auf einen einzigen Schneidvorgang und damit nur auf eine einzige
Aufgabeöffnung begrenzt. Infolgedessen kann in weiterer Erfindungsausgestaltung vorgesehen
sein, daß wenigstens zwei in Drehrichtung der Schneideinrichtung hintereinander angeordnete
Aufgabeöffnungen vorgesehen sind, wobei insbesondere bei der Schneckenwellenausführung
bei entsprechender Länge der Schneckenwelle eine Vielzahl von Aufgabeöffnungen vorgesehen
sein können.
[0011] Bei der Scheibenalternative hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Scheibe
erfindungsgemäß im wesentlichen vertikal angeordnet ist und die Aufgabeöffnung(en)
derart vorgesehen sind, daß das Holz im wesentlichen horizontal zuführbar ist, wobei
selbstverständlich zur Erleichterung des Herausfallens des geschnittenen Stückes aus
dem Schneidbereich die Scheibe auch etwas gekippt sein kann. Die Schneckenwelle ist
zweckmäßig im wesentlichen horizontal angeordnet, wobei die Ausgabeöffnung(en) bevorzugt
derart vorgesehen sind, daß das Holz von oben auf die Schneckenwelle zuführbar ist.
[0012] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im
folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf die Schneideinrichtung der ersten Ausführungsalternative (kreisförmige
Scheibe),
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung der ersten Ausführungsalternaive,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus Fig. 2 mit Blick in die Aufgabeöffnung,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht durch die Schneideinrichtung der ersten Ausführungsalternative,
und
- Fig. 5
- eine Ansicht der Schneideinrichtung der zweiten Ausführungsalternative (Schneckenwelle).
[0013] Fig. 1 zeigt eine Schneideinrichtung 1 der ersten Ausführungsalternative. Diese Schneideinrichtung
1 besteht aus einer kreisförmigen Scheibe 2, auf welcher eine Schneide 3 angeordnet,
beispielsweise aufgeschweißt ist. Die Schneide 3 beschreibt eine schneckenförmige
Linie und windet sich vom Außenbereich der Scheibe 3 bis in den Bereich der Drehachse
D, endet jedoch außerhalb der Drehachse, um auf diese Weise das Herausfallen des geschnittenen
Holzes zu ermöglichen. Der Abstand d der einzelnen Windungen der Schneide 3 bleibt
dabei stets gleich, um zum einen für eine definierte Schnittbreite zu sorgen, und
um andererseits zu verhindern, daß infolge unterschiedlichen Schneidenabstands die
Schneide 3 beschädigt wird, wenn in das Holz teilweise eingeschntiten wird, da die
Schneide ja insoweit durch das Holz geführt wird und bei sich änderndem Windungsabstand
die Schneide im eingeschnittenen Holz verklemmt und beschädigt werden kann. Die Rotation
der Schneideinrichtung 1 erfolgt in Richtung des Pfeiles A, was zur Folge hat, daß
die Schneide selbst eine nach innen gerichtete Wanderbewegung durchführt.
[0014] Eine Ansicht einer Vorrichtung der ersten Ausführungsalternative ist in Fig. 2 gezeigt,
wobei lediglich der Bereich der Schneideinrichtung gezeigt ist, sämtliche Gehäuseteile,
der Motor u.dgl. der Übersichtlichkeit halber weggelassen sind. Wie Fig. 2 zu entnehmen
ist, springt die Schneide 3 von der Scheibenebene in im wesentlichen paralleler Ausrichtung
zur Drehachse D hervor. Die Schneideinrichtung 1 selber ist in einem mit 4 gekennzeichneten
Gestell drehbar gelagert und von einem nicht gezeigten Motor, der bevorzugt an der
Rückseite der Scheibe 2 angreift, rotierend antreibbar. Im Bereich der Schneideinrichtung
ist eine Aufgabeöffnung 5 zur Aufgabe des zu schneidenden Holzes 6 vorgesehen, deren
genaue Ausbildung bezüglich Fig. 3 näher beschriebne wird. Über diese Ausgabeöffnung
5 wird das Holz in den Schneidbereich geführt, dort von den Schneiden ergriffen und
nach innen gezogen. Nach Beendigung des Schneidens fällt das Holzstück im Bereich
der Scheibenmitte heraus.
[0015] Gezeigt sind ferner keilförmige Elemente 7, die zwischen der Schneide 3 und dem Scheibengrund,
zur Scheibenmitte hin gerichtet, angeordnet sind, vgl. auch Fig. 1. Diese Elemente
dienen dazu, das Holz zu ergreifen, wenn es weit genug eingeschnitten ist. Wird das
Holz gegriffen, so wird es, sofern es noch nicht vollständig durchgeschnitten ist,
bei Weiterbewegung der Scheibe durch die Elemente 7 nach unten gedrückt und abgebrochen,
so daß auch Holzstücke, die stärker sind als die Höhe der Schneide 3, geschnitten
werden können. Die Schneide 3 selbst muß mindestens zwei sich überlappende Windungen
aufweisen, damit ein kontinuierlicher Transport gewährleistet ist. Über die zweite
Aufgabeöffnung 5a, die der ersten im wesentlichen gegenüberliegend angeordnet ist,
ist ein zweites Holzstück gleichzeitig zuführ- und bearbeitbar. Infolge der Spiralform
der Schneide 3 werden die beiden Hölzer stets unterschiedlich tief eingeschnitten,
so daß das letztendliche Abschneiden stets abwechselnd erfolgt, so daß die Holzstücke
ohne einander zu klemmen mittig nacheinander herausfallen können.
[0016] Fig. 3 zeigt im Detail den Bereich der Aufgabeöffnung 5 (wobei der der Aufgabeöffnung
5a entsprechend ausgebildet ist) Das Holzstück 6 ist hier bereits derart weit eingeschoben,
daß es sich im Bereich der Schneide 3 befindet und bei weiterer Drehung der Scheibe
2 von der Schneide gegriffen und mitgefördert wird. Das Holzstück 6 ist an einer Platte
8 gegengelagert. Die Platte 8 ist bezüglich der Schneidebene in einem Winkel angeordnet,
wie insbesondere der Fig. 4 zu entnehmen ist. Aufgrund dieser winkligen Anordnung
ist gewährleistet, daß stets eine Gegenlagerung gegeben ist, auch dann, wenn bereits
tief in das Holz 6 eingeschnitten ist. Die erforderliche unterseitige Gegenlagerung
ist durch die Platte 9 gegeben, auf welcher das Holz 6 aufliegt. Im gezeigten Beispiel
wird, da das Holz 6 schmal ist, dieses erst von dem weiter innen liegenden Schneidengang
gegriffen. Ist das Holz 6 aber stärker dimensioniert, so wird es bereits durch den
äußeren Schneidengang gegriffen, also wesentlich früher als im gezeigten Beispiel.
Die Schneide 3 ist in ihrem Anfangsbereich 10 zur Ermöglichung eines sofortigen Einschnitts
in diesem Fall mit einer vertikalen Schneide 11 und einem angeschrägten Schneidenstück
12 versehen.
[0017] Fig. 4 zeigt in einer schematischen Schnittansicht die Zerteilung eines Holzstücks.
Dieses ist bereits von der äußeren Schneidenwindung 3a gegriffen und bereits teilweise
eingeschnitten. Infolge der bereits erfolgten Rotation wurde das Holzstück nach innen
gezogen und infolge der Gegenlagerung durch die Platte 8 unter einem vorbestimmten
Winkel von der weiter innen liegenden Schneidenwindung 3b, die ja lediglich den kontinuierlich
außen beginnenden Schneidvorgang fortgesetzt hat, tief eingeschnitten und im gezeigten
Beispiel bereits weitestgehend durchgeschnitten. Da das Holzstück in dem in Fig. 4
gezeigten Beispiel stärker bemessen ist, liegt es im mittigen Scheibenbereich bereits
auf der Scheibe 2 auf. Um nun ein sofortiges Abreißen des Holzes zu gewährleisten,
sind die bereits eingangs beschriebenen Elemente 7 vorgesehen, von denen infolge der
Schnittansicht in Fig. 4 keines sichtbar ist. Jedoch greifen diese bei weiterer Rotation
in Richtung des Doppelpfeils B an dem Holzstück 6a an und reißen dieses gänzlich ab,
so daß es herausfallen kann. Gleiches geschieht natürlich bei weiterer Rotation mit
dem nachfolgenden eingeschnittenen Holzstück.
[0018] Eine zweite Ausführungsform ist in Fig. 5 dargestellt. Bei dieser besteht die Schneideinrichtung
13 aus einer Schneckenwelle 14, wobei die Schneiden 15 auf den Schneckenwindungen
oberseitig ausgebildet sind. Bei Rotation der Schneckenwelle 14 in Richtung des Pfeils
C beschreibt auch hier die Schneide 15 eine in Richtung des Pfeils E gerichtet Wanderbewegung.
Wird nun ein Holzstück in die Aufgabeöffnung 16 eingeführt, wird dieses unter Gegenlagerung
an der Platte 17 von einer Wellenwindung erfaßt und teilweise eingeschnitten. Infolge
der Wanderbewegung wird das Holzstück 18 in Richtung des Pfeils F weiter nach innen
gezogen und letztlich abgeschnitten. Auch hier sind Elemente 19 vorgesehen, die zum
Abreißen des Holzstücks dienen, wenn dieses infolge seiner Stärke nicht vollständig
durchgeschnitten werden kann.
1. Vorrichtung zum Ablängen von Holz, insbesondere von Baumstämmen, mit einer in einem
Gehäuse, das wenigstens eine Aufgabeöffnung und eine Abgabeöffnung aufweist, angeordneten
motorisch antreibbaren, wenigstens eine Schneide aufweisenden Schneideinrichtung,
mittels welcher das zum Schneiden gegengelagerte Holz trennbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneide (3, 15) der Schneideinrichtung (1, 13) schnecken- oder spiralförmig
verlaufend ausgebildet ist, derart, daß bei angetriebener Schneideinrichtung (1, 13)
das Holz (6, 18) unter gleichzeitiger Zerteilung selbständig förderbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (1)
eine im wesentlichen kreisförmige Scheibe (2) umfaßt, auf welcher die Schneide (3)
vorspringend angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide (3) im wesentlichen
parallel zur Drehachse (D) aus der Scheibenebene vorspringt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die sich vorzugsweise
vom äußeren Rand der Scheibe (2) nach innen windende Schneide (3) in einem Bereich
außerhalb der Scheibenmitte und damit der Drehachse (D) endet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (13)
eine Schneckenwelle (14) ist, wobei die Schneide (15) an der schraubenförmigen Windung
der Schneckenwelle (14) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeichnet durch an der Schneideinrichtung
(1, 13) vorgesehene Elemente (7, 19), mittels denen derart auf das bereits teilweise
eingeschnittene Holz einwirkbar ist, daß der noch nicht geschnittene Teil bricht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elemente (7) als sich zwischen der Scheibenoberfläche und der zur Scheibenmitte weisenden
Schneidenwand erstreckende Keile oder dergleichen ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (19) als
sich zwischen der Windung und dem Wellengrund erstreckende Keile oder dergleichen
ausgebildet sind, die sich in Förderrichtung der Schneckenwelle (13) erstrecken.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich der Aufgabeöffnung (5, 16) eine wandförmige, das Holz gegenlagernde Platte
(8, 17) oder dergleichen angeordnet ist, die sich unter einem Winkel bis nahe an die
Schneide (3, 15) erstreckt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel in Abhängigkeit
von der Anzahl der Windungen und/oder dem Abstand der Windungen voneinander und/oder
der Höhe der Schneide bzw. der Windung gewählt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe
der Windung der auf der Scheibe (2) angeordneten Schneide (3) oder gegebenenfalls
der Windung der Schneckenwelle (14) entsprechend der maximalen Stärke des zu schneidenden
Holzes gewählt ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens
zwei in Drehrichtung der Schneideinrichtung (1) hintereinander angeordnete Aufgabeöffnungen
(5, 5a).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, ausgenommen Anspruch 5 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheibe (2) im wesentlichen vertikal angeordnet ist, und die
Aufgabeöffnung(en) (5, 5a) derart angeordnet sind, daß das Holz (6) im wesentliche
horizontal zuführbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, ausgenommen Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneckenwelle (14) im wesentliche horizontal angeordnet ist, und die Aufgabeöffnung(en)
(16) derart angeordnet sind, daß das Holz (18) von oben auf die Schneckenwelle (14)
zuführbar ist.