[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Führung von bogenförmigem
Material in einer Druckmaschine, insbesondere einer Bogenrotations-Offsetdruckmaschine,
gemäß des Oberbegriff von Anspruch 1 und 10.
[0002] Beim Transport von bogenförmigem Material durch eine Druckmaschine, insbesondere
Bogenrotations-Offsetdruckmaschine, ist es in der Regel erforderlich, die Bogen über
bestimmte Strecken flatterfrei und in möglichst gestrafftem Zustand ohne Verwerfungen
zu führen. Hierzu werden im allgemeinen Führungsflächen mit darin angeordneten Luftdüsen
verwendet, welche die Bogen auf ihrer Unterseite mit Blasluft beaufschlagen, so daß
eine Schwebeführung der Bogen über der Führungsfläche erfolgt.
[0003] Aus der DE-OS 44 06 844 ist eine Vorrichtung zum schwebenden Führen von Bogen in
einer Rotationsdruckmaschine bekannt, bei der auf einer Führungsfläche in drei in
Bogenführungsrichtung verlaufenden, quer über die Breite der Bogenführungsfläche angeordneten
Zonen Blasdüsen eingelassen sind, die sowohl im Schön- als auch im Schön- und Widerdruck
der Druckmaschine stets mit Blasluft beaufschlagt werden und ein zuverlässige Schwebeführung
des Bogens in den beiden Betriebsarten sicherstellen sollen. Um gleichzeitig neben
der Schwebeführung eine Straffung des Bogens zu erhalten, weisen die im Bereich des
Zentrums entlang der Längsachse der Bogenführungsfläche angeordneten Düsen eine Blasrichtung
auf, die im wesentlichen entgegen der Bewegung des Bogens zu dessen Hinterkante hin
gerichtet ist. Hierdurch soll eine Straffung des Bogens in Bogenlängsrichtung erfolgen.
Die in den anderen beiden, seitlichen Zonen angeordneten Düsen besitzen hingegen eine
Blasrichtung, die im wesentlichen zur Seite und zur Bogenhinterkante hin gerichtet
ist, so daß sowohl eine seitliche Straffung des Bogens, als auch eine Straffung des
Bogens in Bogenlängsrichtung in diesen seitlichen Führungszonen erfolgt. Die Schrift
gibt keinen Hinweis darauf, die Blasrichtung der Düsen in der mittleren Zone in Bogentransportrichtung
vorzusehen und die in der mittleren Zone angeordneten Düsen im Schön- und Widerdruckbetrieb
mit Blasluft zu beaufschlagen und diese im Schöndruckbetrieb abzuschalten.
[0004] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zu schaffen, mit denen während des Schön- und Widerdruckbetriebes eine zuverlässige
Schwebeführung der beidseitig bedruckten Bogen gewährleistet wird und mit welchen
sich im Schöndruckbetrieb bei hohen Druckgeschwindigkeiten sowohl äußerst kurze Einrichtungszeiten,
als auch eine zuverlässige und effektive Straffung der Bogen erzielen lassen. Weiterhin
ist es eine Aufgabe der Erfindung, den Energiebedarf sowie den Vorrichtungsaufwand
für die Bogenführung im Schöndruckbetrieb zu verringern.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 und 10 gelöst.
[0006] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0007] Die Erfindung weist insbesondere den Vorteil auf, daß mit ihr ein Umschalten der
Bogenführung zwischen dem Schöndruck und dem Schön- und Widerdruckbetrieb der Druckmaschine
ohne aufwendige Einstellarbeiten möglich ist. Weiterhin besitzt die erfindungsgemäße
Vorrichtung den Vorteil, daß sie sich insbesondere problemlos im Bereich von Trockenstrecken,
in denen eine hohe Hitzeentwicklung besteht und in denen der Einsatz von in ihrer
Drehrichtung umschaltbaren Axialventilatoren oder Axialgebläsen nicht möglich ist,
einsetzen läßt.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen
beschrieben.
[0009] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische, abgebrochene Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Führung von bogenförmigem Material mit drei separat mit Blasluft beaufschlagbaren
Zonen,
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1, bei der
die seitlichen Zonen miteinander in Strömungsverbindung stehen und die mittlere Zone
sowie die beiden äußeren Zonen über Gebläse mit Blasluft beaufschlagbar sind,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung von Anspruch 1 während des Schön-
und Widerdruckbetriebes,
- Fig. 4
- eine schematische Querschnittsansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 im Schöttdruckbetrieb.
[0010] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 1 zum Führen von bogenförmigem Material 2
in einer Druckmaschine, beispielsweise einer Bogenrotations-Offsetdruckmaschine, besitzt
eine Führungsfläche 4, über die der Bogen 2 in die durch den Pfeil A gekennzeichnete
Bogenführungsrichtung hinweg bewegt wird. Die Führungsfläche 4 weist bei der bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung, wie in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt, insgesamt drei sich
in Längsrichtung der Führungsfläche 4 erstreckende Zonen 6, 8, 10 auf, von denen die
Zone 6 in der Mitte der Führungsfläche 4 und die Zonen 8 und 10 entsprechend an den
Seitenrändern der Führungsfläche 4 angeordnet sind. In den Zonen 6, 8, 10 sind Blasluftdüsen
12, 14, 16 angeordnet, welche in den Figuren nur schematisch dargestellt sind und
deren Blasrichtungen durch zugehörige Pfeile angedeutet sind. Die Blasrichtung der
in der mittleren oder ersten Zone 6 angeordneten Blasdüsen 12 weist bei der bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung im wesentlichen in die Transportrichtung A des Bogens
2, kann jedoch ebenfalls zusätzlich eine Komponente in Richtung der Seiten der Bogenführungsfläche
4 aufweisen. Die Blasrichtung der in der rechten oder zweiten Zone 8 von Fig. 1 und
2 auf der rechten Seite der Führungsfläche 4 angeordneten Blasdüsen 14 weist im wesentlichen
in Richtung des rechten Seitenrandes der Führungsfläche 4, und die Blasrichtung der
in der linken oder dritten Zone 10 angeordneten Blasdüsen 16 weist im wesentlichen
zum linken Rand der Führungsfläche 4. Die Blasrichtung der Düsen 14 und 16 verläuft
dabei vorzugsweise in einen Winkel von 90° zur Transportrichtung A, kann jedoch auch
in einem Bereich von 30 bis 120° liegen.
[0011] Die Düsen 12, 14, 16 können prinzipiell jede beliebige Düsenform aufweisen und werden
bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung durch im Stand der Technik bekannte,
beispielsweise in die aus einem ebenen Blech bestehende Führungsfläche 4 eingestanzte
Schlitzdüsen mit vorzugsweise divergierenden Blasluftstrahlen gebildet. Die Blasrichtung
in Bezug auf die Führungsfläche 4 ist zumindest bei den seitlichen Düsen 14, 16, wie
in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt, im wesentlichen tangential gerichtet, kann jedoch
auch eine Komponente in Richtung der Oberflächennormalen der Führungsfläche 4 besitzen.
Die Blasrichtung dieser seitlichen Düsen 14 und 16 ist beispielsweise in Fig. 3 dargestellt.
Die Blasrichtung der in der mittleren Zone 6 angeordneten Düsen 12 ist in Bezug auf
die Führungsfläche 4 vorzugsweise ebenfalls im wesentlichen tangential gerichtet,
kann jedoch in gleicher Weise wie bei den Düsen 14 und 16 auch eine vertikale Komponente
zur Führungsfläche 4 aufweisen. Weiterhin kann es vorgesehen sein, daß zur Erzeugung
eines verbesserten Schwebezustandes um die Düsen 12 der mittleren Zone 6 herum in
den Figuren nicht dargestellte, durch eine runde Öffnung in der mittleren Zone 6 gebildete
Blasdüsen vorgesehen sind, deren Blasrichtung lediglich eine Komponente in Richtung
der Oberflächennormalen der Führungsfläche 4 aufweist. Die Verteilung der Düsen 14
und 16 über die seitlichen Randzonen 8 und 10 ist bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung vorzugsweise derart gewählt, daß die Blasstrahlen der nahe der mittleren
Zone 6 angeordneten Düsen zwischen den weiter außen liegenden Düsen hindurch verlaufen
und nicht unmittelbar auf das Zentrum der weiter außen liegenden Düsen gerichtet sind.
Hierdurch läßt sich eine gleichförmige im wesentlichen wirbelfreie Strömung der seitlichen
Düsen 14 und 16 erzielen, welche beim Transport eines Bogens 2 über die Führungsfläche
4 für eine seitliche Straffung des Bogens sowohl im Schön- als auch im Schön- und
widerdruckbetrieb sorgt. Die Belegungsdichte an Düsen in den Zonen 6, 8 und 10 kann
dabei in einer Zone sowohl homogen und gleichförmig, als auch inhomogen, z. B. von
der Mitte der Führungsfläche 4 zu den Seitenrändern hin abnehmend, sein
[0012] Wie in Fig. 1 gezeigt sind unterhalb der Zonen 6, 8, 10 diesen zugeordnete separate
Blaskästen 18, 20 und 22 angeordnet, die über nicht näher bezeichnete Leitungen mit
zugehörigen Gebläsen 24, 26 und 28 strömungsmäßig verbunden sind und die den Blaskästen
18, 20 und 22 während des Schön- und Widerdruckbetriebes der Druckmaschine Blasluft
zuführen. Bei diesen Ausführungsformen der Erfindung wird jeder Blaskasten über ein
eigenes Gebläse 24, 26, 28 versorgt. Die geforderte Luftmenge wird dabei vorzugsweise
durch eine entsprechend veränderliche Drehzahl der Gebläse 24, 26, 28 erreicht, weil
dadurch der Aufwand für entsprechende Drosselventile entfällt.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Gebläse 24, 26 und 28
auch über Drosselventile 30, 32 und 34 mit den Blaskästen 18, 20 und 22 verbunden
sein. Dabei wird die Luftmenge über die Drosselstellung der Ventile 30, 32 und 34
eingestellt.
[0014] Wie in Fig. 3 dargestellt, erzeugt die Blasluft im Schön- und Widerdruckbetrieb unter
dem Bogen 2 ein konstantes Luftpolster, auf welchem der Bogen 2 sicher und in einem
konstanten Abstand von der Führungsfläche 4 über die Führungsfläche 4 hinweggeführt
wird, wobei die in diesem Falle bedruckte Bogenunterseite nicht mit der Führungsfläche
4 in Kontakt tritt. Durch entsprechendes Verstellen der Gebläsedrehzahl bzw. der Ventile,
kann dabei der Schwebezustand zwischen dem Bogen 2 und der Führungsfläche 4 in den
Zonen 6, 8, 10 entsprechend eingeregelt werden, wodurch sich in Abhängigkeit von der
Fortdruckgeschwindigkeit der Druckmaschine im Schön- und Widerdruckbetrieb eine zuverlässige
und störungsfreie Bogenführung erzielen läßt.
[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, welche beispielsweise in Fig. 2
dargestellt ist, sind die äußeren seitlichen Blaskästen 120 und 122 strömungsmäßig
miteinander verbunden und werden über ein gemeinsames Gebläse 128 und eine zugehörige
Strömungsdrossel 132 mit Blasluft beaufschlagt. In diesem Falle sind für die Vorrichtung
lediglich zwei Gebläse 124, 128 ausreichend. Weiterhin können bei den in Fig. 1 und
2 dargestellten Ausführungsformen der Erfindung die Blaskästen 18, 118, 20, 120 und
22, 122 durch lediglich ein, in Fig. 2 in gestrichelten Linien dargestelltes Gebläse
200 sowie entsprechende Strömungsdrosseln 210 und 212 mit Blasluft versorgt werden.
Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist in der Blasluftleitung zur Versorgung
des mittleren Blaskastens 18, 118 ein Absperrventil 214 enthalten, mit welchem sich
die Blasluftzufuhr zum mittleren Blaskasten 18, 118 unterbrechen läßt, so daß die
Blasluftversorgung des mittleren Blaskastens 18, 118 abgeschaltet ist, während die
seitlichen Blaskästen 20, 120 und 22, 122 durch das Gebläse 200 weiterhin mit Blasluft
beaufschlagt werden. Selbstverständlich ist die Absperrfunktion auch durch Kombination
der Ventile 210 und 214 in einer gemeinsamen Einheit möglich.
[0016] Durch Abschalten der Blasluft für die Blasdüsen 12 des mittleren Blaskastens 18,
118 der mittleren Zone 6 der Führungsfläche 4, welches entweder durch Ausschalten
des Gebläses 24 bzw. 124 oder aber bei den lediglich ein Gebläse 200 aufweisenden
Ausführungsformen der Erfindung durch Sperren des Absperrventils 214 erfolgen kann,
wird wie in Fig. 4 dargestellt, der Bogen 2 im Bereich der mittleren Zone 6 gegenüber
der Führungsfläche 4 abgesenkt und berührt mit seiner Unterkante die Oberseite der
Führungsfläche 4. Das Absenken des Bogens 2 in der mittleren Zone 6 beruht auf der
sogenannte Ejektorwirkung, welche dadurch hervorgerufen wird, daß die nach außen gerichtete
Luftströmung der seitlichen Düsen 14 und 16 die zwischen dem Bogen 2 und der Führungsfläche
4 in der mittleren Zone 6 befindliche Luft mitreißt und nach außen transportiert,
so daß dieser Bereich evakuiert wird und ein Unterdruck entsteht, wenn bei abgeschaltetem
Gebläse 24, 124 bzw. geschlossenem Absperrventil 214 keine oder nur wenig Luft durch
die Düsen 12 nachströmt. Der Bogen 2 wird daher mit seiner Unterseite im Bereich der
Zone 6 auf der Führungsfläche 4 angesaugt und gleitet auf dieser, wodurch insbesondere
beim Schöndruck eine Straffung des Bogens 2 in Bogenlängsrichtung erfolgt, welche
zusammen mit der durch die nach außen gerichtete Luftströmung in den seitlichen Zonen
8 und 10 erfolgenden seitlichen Straffung des Bogens 2 im Schöttdruckbetrieb der Druckmaschine
einen störungsfreien Bogenlauf gewährleistet.
[0017] Durch Ein- oder Ausschalten der Blasluft in der mittleren Zone 6 kann somit in einfacher
und bequemer Weise zwischen dem Schön- und Widerdruckbetrieb der Druckmaschine, bei
welchem die Blasluft eingeschaltet ist und eine in Fig. 3 gezeigte saubere Schwebeführung
des Bogens erfolgt, sowie dem in Fig. 4 gezeigten Schöndruckbetrieb, bei welchem die
unbedruckte Bogenunterkante im Bereich der mittleren Zone 6 auf der Führungsfläche
4 gleitet, umgeschaltet werden. Sofern also die Blasluft für einen sicheren Bogenlauf
im Schön- und Widerdruckbetrieb einmal eingestellt ist, kann der Drucker zwischen
den beiden Betriebsarten Schöndruck und Schön- und Widerdruck durch Ein- und Ausschalten
der Blasluft in der Zone 6 innerhalb kürzester Zeit umschalten, ohne weitere Anpassungen
der Luftmengen und Luftführung vornehmen zu müssen. Darüberhinaus ergibt sich der
Vorteil, daß für das Ansaugen des Bogens in der Zone 6 im Schöttdruckbetrieb keinerlei
Sauggebläse erforderlich ist und somit der Geräteaufwand und der Energiebedarf der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 in der Betriebsart Schöndruck in hohem Maße reduziert
werden kann.
1. Vorrichtung zur Führung von bogenförmigem Material in einer Druckmaschine, insbesondere
einer Bogenrotations-Offsetdruckmaschine, mit einer unterhalb des bogenförmigen Materials
angeordneten Führungsfläche (4) sowie mit innerhalb der Führungsfläche (4) in Zonen
(6, 8, 10) angeordneten Düsen (12, 14, 16), wobei sich eine erste Zone (6) entlang
der Längsachse der Führungsfläche (4) erstreckt und eine zweite (8) sowie eine dritte
(10) Zone jeweils seitlich von der ersten Zone (6) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in der ersten Zone (6) angeordneten Düsen (12) durch Blasdüsen gebildet werden,
deren Blasrichtung im wesentlichen in Bogentransportrichtung (A) gerichtet ist und
daß die in der zweiten und dritten Zone (8, 10) angeordneten Düsen (14, 16) durch
Blasdüsen gebildet werden, deren Blasrichtung im wesentlichen von der Längsachse der
Führungsfläche (4) weg zu den Seitenrändern der Führungsfläche (4) hingerichtet ist,
wobei die Düsen (12) der ersten Zone (6) getrennt von den Düsen (14, 16) der zweiten
und dritten Zone (8, 10) mit Blasluft beaufschlagbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der ersten Zone (6) ein Blaskasten (18, 118) zugeordnet ist, durch welchen die
Düsen (12) der ersten Zone (6) mit Blasluft versorgt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein dem Blaskasten (18, 118) der ersten Zone zugeordnetes erstes Gebläse (24,
124, 200) vorgesehen ist, welches den ersten Blaskasten (18, 118) mit Blasluft beaufschlagt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Gebläse (24, 124, 200) während des Schöndruckbetriebs der Druckmaschine
abschaltbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweiten und dritten Zone (8, 10) ein Blaskasten (20, 22; 120, 122) zugeordnet
ist, durch welchen die in der zweiten und dritten Zone (8, 10) angeordneten Düsen
(14, 16) mit Blasluft versorgt werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blaskästen (20, 22; 120, 122) der zweiten und dritten Zone (8, 10) durch ein
gemeinsames Gebläse (128) und/oder durch getrennte Gebläse (26, 28) mit Blasluft beaufschlagt
werden.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (14, 16) der zweiten und dritten Zone (8, 10) während des Schöndruck-
sowie während des Schön- und Widerdruckbetriebs der Druckmaschine durch die zugehörigen
Gebläse (26, 28, 200) mit Blasluft beaufschlagt werden.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (12) der ersten Zone (6) während des Schön- und Widerdruckbetriebs der
Druckmaschine durch das zugehörige Gebläse (24, 124, 200) mit Blasluft beaufschlagt
werden und während des Schöndruckbetriebs der Druckmaschine keine Blasluftbeaufschlagung
der Düsen (12) der ersten Zone (6) durch die entsprechenden Gebläse (24, 124, 200)
erfolgt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasrichtung der in der zweiten und dritten Zone (8, 10) angeordneten Blasdüsen
(14, 16) in einem Winkel von vorzugsweise 30 bis mindestens 120° zur Transportrichtung
(A) verläuft.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (12, 14, 16) der Zonen (6, 8, 10) als innerhalb der Führungsfläche (4)
liegende Schlitzdüsen ausgebildet sind.
11. Verfahren zur Führung von Bogen in einer im Schön- als auch im Schön- und Widerdruckbetrieb
betreibbaren Bogenrotations-Offsetdruckmaschine, in welcher die Bogen zumindest abschnittsweise
über eine Führungsfläche mit innerhalb der Führungsfläche in Zonen angeordneten Blasdüsen
bewegt werden, wobei sich eine erste Zone entlang der Längsachse der Führungsfläche
erstreckt und die Blasrichtung der in dieser ersten Zone angeordneten Düsen im wesentlichen
in Bogentransportrichtung gerichtet ist und eine zweite sowie eine dritte Zone zu
beiden Seiten der ersten Zone angeordnet sind, deren Blasrichtung im wesentlichen
jeweils von der Längsachse der Führungsfläche wegweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen der zweiten und dritten Zone während des Schön- als auch während des
Schön- und Widerdruckbetriebes der Druckmaschine mit Blasluft beaufschlagt werden
und daß die Düsen der ersten Zone im Schön- und Widerdruckbetrieb der Druckmaschine
mit Blasluft beaufschlagt werden, und die Blasluftversorgung der Düsen der ersten
Zone während des Schöndruckbetriebes der Druckmaschine unterbrochen ist.