[0001] Die Erfindung betrifft eine Kupplung für Ankerstangen von (Injektions-)Bohrankern
mit einer Kupplungsmuffe, in welche die Enden von Ankerstangen, die ein Außengewinde
aufweisen, eingeschraubt sind, und mit ihren einander zugekehrten Endflächen vollflächig
aneinander aufliegen, wobei zur Begrenzung der Einschraubtiefe der Ankerstangen in
die Kupplungsmuffe in dieser zwei Gewindeabschnitte vorgesehen sind, die im Inneren
der Kupplungsmuffe um einen Bruchteil eines Gewindeganges zueinander versetzt angeordnet
sind.
[0002] Aus der DE-PS 37 00 758 ist es bekannt Gebirgsanker, Bohrstangen u. dgl. miteinander
durch Schraubverbindungen zu verbinden. Hiezu weisen bei der bekannten Kupplung die
beiden miteinander zu verbindenden Bohrstangen bzw. Gebirgsankerteile ein Außengewinde
auf und werden mit einer ein entsprechendes Innengewinde aufweisenden Kupplungs- oder
Verbindungsmuffe miteinander verbunden. Die Gewinde sind üblicherweise Rundgewinde
und werden durch spanlose Forgebungung eines rohrförmigen Grundkörpers hergestellt,
wobei das Innengewinde der Muffe durch eine der außenseitigen Verformung entsprechende
freie Verformung der Innenseite des Grundkörpers der Muffe hergestellt wird.
[0003] Bei solchen Verbindungen ist es auch bekannt, die Einschraubtiefe der Ankerstangen
dadurch zu begrenzen, daß etwa in der Mitte der Kupplungsmuffe eine Ringscheibe eingeschweißt
wird, an welcher die Ankerstangen mit ihren Stirnflächen von beiden Seiten her anliegen.
Diese Art der Verbindung ist insoferne nachteilig, als die Ankerstangen nicht unmittelbar
aufeinander, sondern über den Ring aneinanderliegen, so daß sich in Anbetracht der
hohen Belastungen beim Setzen, insbesondere beim Bohren und gleichzeitigem Schlagen
der Injektionsbohranker Übertragungsverluste ergeben.
[0004] Aus der EP-A-391 119 ist ein Verbindungselement für eine Schraubverbindung von selbstbohrenden
Injektionsankern bekannt, bei welchen das Innengewinde der Kupplungsmuffe zwei an
den Enden liegende zylindrische Teile und zwei etwa in der Mitte der Muffe liegende,
konisch zulaufende Grundflächen aufweist, auf welchen sich das Innengewinde fortsetzt.
Diese Ausführungsform ist nachteilig, da die Ankerstangen, wenn sie in die Kupplungsmuffe
eingeschraubt sind, nicht unmittelbar aneinander anliegen und daher die beim Bohren
auftretenden Kräfte nur schlecht übertragen können.
[0005] Aus der US-PS-3 567 254 ist es bekannt, die Einschraubtiefe von Ankerstangen in Kupplungsmuffen
durch einen durchmesserverringerten Abschnitt in Form eines Ringwulstes (Fig. 4 der
US-PS 3 567 254) vorzusehen.
[0006] Bei der aus der US-PS-3 567 254 bekannten Kupplung für Ankerstangen von (Injektions-)Bohrankern
ist eine Kupplungsmuffe vorgesehen, die ein Innengewinde aufweist, in das die Enden
von Ankerstangen, die ein Außengewinde aufweisen, eingeschraubt werden, wobei die
Ankerstangen mit ihren einander zugekehrten Endflächen vollflächig aneinander aufliegen.
[0007] Aus der DE-A 14 83 840 ist eine Kupplung für nicht hohl ausgebildete Bohrstangen
mit den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch 1 bekannt.
[0008] Die EP 187 628 A zeigt die Maßnahme, am freien Ende von Bohrstangen, die an ihrem
Endbereich einen Gewindeabschnitt tragen, eine Fase (Konusfläche) vorzusehen. Diese
Formflächen liegen beider EP 187 628 aber nicht an dem Ende eines der beiden Gewindeabschnitte
an, so daß sich ein undefinierter Zustand ergibt.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der DE-A 14 83 840 eine Kupplung
für Ankerstangen, insbesondere für Ankerstangen von Injektionsbohrankern vorzusehen,
die leicht herzustellen ist und die eine Festigkeit besitzt, so daß sie die beim Bohren
auftretenden Kräfte sicher übertragen kann, auch wenn die Injektionsbohranker, wie
oft der Fall, mehrere 10 m lang sind.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß an den Enden der Ankerstangen
Fasen vorgesehen sind, wobei jede Fasenfläche von der Außenseite der Ankerstangen
zu deren Endfläche hin reicht und daß lediglich eine der beiden in die Kupplungsmuffe
eingeschraubten Ankerstangen mit ihrer Fasenfläche an dem Ende eines der beiden Gewindeabschnitte
der Kupplungsmuffe anliegt.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Kupplung können die Ankerstangen mit ihren Endflächen
unmittelbar aufeinander anliegen, so daß sich eine günstige Übertragung der Kräfte
von einer Ankerstange zur nächsten ohne Übertragungsverluste ergibt. Trotzdem sind
aufwendige Maßnahmen, wie beispielsweise das Einschweißen von bekannten Anschlagringen
in das Innere der Muffen, nicht mehr erforderlich. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung
der Kupplung für Ankerstangen ist also ein konkreter Bauteil, der die Einschraubtiefe
begrenzt, wie beispielsweise der in der US-PS 3 567 254 vorgesehene Ringwulst, so
wie bei der DE-A 14 83 840, entbehrlich, da der Versatz der Gewindegänge der beiden
Gewindeabschnitte der erfindungsgemäßen Kupplungsmuffe die Einschraubtiefe der Ankerstangen
begrenzt.
[0012] Ein sicheres Anliegen der Endflächen und die Begrenzung der Einschraubtiefe ist gewährleistet,
weil gemäß der Erfindung vorgesehen ist, daß die Enden der Ankerstangen durch eine
Fase konisch ausgebildet sind, wobei die Konusfläche von der Außenseite der Ankerstangen
zu deren Endfläche hin reicht, lediglich eine der beiden in die Kupplungsmuffe eingeschraubten
Ankerstangen mit ihrer Konusfläche an dem Ende eines der beiden Gewindeabschnitte
anliegt. So wird ein definierter Zustand der erfindungsgemäß gekuppelten Bohranker
sichergestellt.
[0013] Bevorzugt ist im Rahmen der Erfindung, daß der Versatz der beiden Gewindeabschnitte
ein halber Gewindegang ist. In den meisten Fällen genügt dieser vergleichsweise geringe
Versatz der Gewindeabschnitte.
[0014] Für die Mehrzahl der Anwendungsfälle ist es vorteilhaft, wenn der Versatz der beiden
Gewindeabschnitte in der Mitte der Kupplungsmuffe angeordnet ist.
[0015] Das Herstellen der Kupplungsmuffe der erfindungsgemäßen Kupplung ist einfach, wenn
die Kupplungsmuffe ein Gußteil, insbesondere ein Stahlgußteil ist.
[0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der erfindungsgemäßen Kupplung ergeben sich aus
der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles der Erfindung.
Es zeigt:
Fig. 1 im Axialschnitt eine Ausführungsform einer Kupplung,
Fig. 2 die bei der Kupplung von Fig. 1 verwendete Muffe,
Fig. 3 eine Einzelheit A der Muffe von Fig. 2 und
Fig. 4 eine Einzelheit B der Muffe von Fig. 2.
[0017] Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform einer Kupplung besteht aus einer Kupplungsmuffe
1, in die zwei Ankerstangen 2 für Injektionsbohranker eingeschraubt sind. Die Ankerstangen
2 für Injektionsbohranker sind ein selbstbohrendes Ankersystem, dessen Ankerstange
während des Bohrvorganges als Bohrstange dient. Durch die erfindungegemäßen Verbindungen
können Anker von nahezu beliebiger Länge hergestellt werden. Die Ankerstangen 2 der
Injektionsbohranker sind innen hohl, wobei durch den Hohlraum 3 während des Bohrvorganges
Spülmittel geleitet wird und der Hohlraum 3 beim Setzen des Injektionsbohrankers als
Injektionskanal für den Ankermörtel dient.
[0018] Die Ankerstangen 2 sind hochwertige Rohre mit durchgehendem, kaltgerolltem Bohretangengewinde
4. Die Kupplungsmuffe 1 besitzt ein entsprechendes Innengewinde 5, so daß die Enden
der Ankerstangen 2 in die Kupplungsmuffe 1 eingeschraubt werden können. Wie insbesondere
die Fig. 2 und 4 zeigen, ist das Innengewinde 5 der Kupplungsmuffe 1 etwa in der Mitte
derselben unterbrochen, d.h. es fehlt beispielsweise ein halber Gewindegang, so daß
zwei Gewindeabschnitte 5' und 5'' entstehen und die Einschraubtiefe der beispielsweise
in Fig. 1 oben gezeigten Ankerstange 2 begrenzt ist, weil die Ankerstange 2 nur bis
zur Unterbrechung 6 des Innengewindes 5 der Kupplungsmuffe 1 in diese eingeschraubt
werden kann. Im vollständig eingeschraubten Zustand liegt die Ankerstange 2 mit einer
an ihrem Ende vorgesehenen, konischen Fasenfläche 8 an der Unterbrechung 6 des Innengewindes
5 der Kupplungsmuffe 1 an. Die zweite in Fig. 1 unten gezeigte Ankerstange 2 wird
soweit in die Kupplungsmuffe 1 eingeschraubt, bis ihre Endfläche 9 an der Endfläche
9 der zuerst eingeschraubten Ankerstange 2 anliegt.
[0019] Die Kupplungsmuffe 1 ist entweder ein gerolltes Rohr oder im gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Muffe aus hochwertigem Präzisionsstahlguß, wobei die freien Enden der Kupplungsmuffe
1 wie in Fig. 3 gezeigt ausgebildet sein können.
[0020] Durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Begrenzen der Einschraubtiefe (versetzte
Gewindeabschnitte 5', 5'' in der Kupplungsmuffe 1) wird bei mit ihren Endflächen 9
vollflächig aneinander anliegenden Ankerstangen 2 verhindert, daß sich die Muffe 1
beim Bohren gegenüber den Ankerstangen 2 verdreht und sich somit die Schraubverbindung
zwischen den beiden Ankerstangen 2 lockert.
[0021] Zusammenfassend kann die Erfindung beispielsweise wie folgt dargestellt werden:
[0022] Zum Verbinden von Ankerstangen 2 von Injektionsbohrankern werden diese mit ihren
Außengewinden 4 in eine ein entsprechendes Innengewinde 5 aufweisende Kupplungsmuffe
1 eingeschraubt. Eine der beiden in die Kupplungsmuffe 1 eingeschraubten Ankerstangen
2 liegt mit einer durch eine Fase an ihrem Ende gebildeten Fasenfläche 8 an einer
in der Kupplungsmuffe 1 Unterbrechung 6 des Innengewindes 5 der Kupplungsmuffe 1 an.
Die zweite Ankerstange 2 wird so weit in die Kupplungsmuffe 1 eingeschraubt, daß sie
mit ihrer Stirnfläche 9 an der Stirnfläche 9 der anderen Ankerstange 2 vollflächig
anliegt. So ist eine günstige Übertragung von Kräften beim Bohren gewährleistet und
die Kupplungsmuffe 1 kann sich beim Bohren nicht verdrehen.
1. Kupplung für Ankerstangen (2) von (Injektions-)Bohrankern mit einer Kupplungsmuffe
(1), in welche die Enden von Ankerstangen (2), die ein Außengewinde aufweisen, eingeschraubt
sind, und mit ihren einander zugekehrten Endflächen (9) vollflächig aneinander aufliegen,
wobei zur Begrenzung der Einschraubtiefe der Ankerstangen (2) in die Kupplungsmuffe
(1) in dieser zwei Gewindeabschnitte (5', 5'') vorgesehen sind, die im Inneren der
Kupplungsmuffe (1) um einen Bruchteil eines Gewindeganges zueinander versetzt angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Ankerstangen (2) Fasen (8) vorgesehen
sind, wobei jede Fasenfläche (8) von der Außenseite der Ankerstangen (2) zu deren
Endfläche (9) hin reicht und daß lediglich eine der beiden in die Kupplungsmuffe (1)
eingeschraubten Ankerstangen (2) mit ihrer Fasenfläche (8) an dem Ende eines der beiden
Gewindeabschnitte (5', 5'') der Kupplungsmuffe (1) anliegt.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatz der beiden Gewindeabschnitte
(5', 5'') ein halber Gewindegang ist.
3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatz der beiden
Gewindeabschnitte (5', 5'') in der Mitte der Kupplungsmuffe (1) angeordnet ist.
4. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsmuffe
(1) ein Gußteil, insbesondere ein Stahlgußteil ist.
1. Coupling for anchor rods (2) of (injection-) drill anchors having a coupling sleeve
(1), into which there are screwed the ends of anchor rods (2), which have an external
thread, and which rods bear on each other over the whole surface of their end faces
(9) which face each other, there being provided in the coupling sleeve (1) two threaded
portions (5', 5'') for delimiting the thread depth of the anchor rods (2) in said
coupling sleeve (1), which threaded portions are disposed offset from one another
by a fraction of a thread in the interior of the coupling sleeve (1), characterised
in that chamfers (8) are provided at the ends of the anchor rods (2), each chamfer
face (8) extending from the outer side of the anchor rods (2) to their end face (9)
and in that only one of the two anchor rods (2), which are screwed into the coupling
sleeve (1), abuts against the end of one of the two threaded portions (5', 5'') of
the coupling sleeve (1) by its chamfer face (8).
2. Coupling according to claim 1, characterised in that the offset of the two threaded
portions (5', 5'') is a half-thread.
3. Coupling according to claim 1 or 2, characterised in that the offset of the two threaded
portions (5', 5'') is disposed in the middle of the coupling sleeve (1).
4. Coupling according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the coupling
sleeve (1) is a cast part, especially a steel cast part.
1. Accouplement pour tiges d'ancrage (2) d'ancrages à forage (scellés par injection),
comprenant un manchon d'accouplement (1) dans lequel les extrémités de tiges d'ancrage
(2) pourvues d'un filetage extérieur sont vissées et sont en contact plan réciproque
par leurs surfaces d'extrémité (9) en vis-à-vis, deux tronçons de filetage (5', 5'')
qui sont aménagés à l'intérieur du manchon d'accouplement (1) en étant mutuellement
décalés d'une fraction de pas étant prévus dans le manchon d'accouplement afin de
limiter la profondeur de vissage des tiges d'ancrage (2) dans celui-ci, caractérisé
en ce que des chanfreins (8) sont prévus aux extrémités des tiges d'ancrage (2), chaque
surface de chanfrein (8) s'étendant de la surface extérieure des tiges (2) jusqu'à
leur surface d'extrémité (9), et en ce que seul une des deux tiges d'ancrage (2) vissées
dans le manchon d'accouplement (1) est en appui par sa surface de chanfrein (8) sur
l'extrémité de l'un des deux tronçons de filetage (5', 5'') du manchon d'accouplement
(1).
2. Accouplement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décalage des deux
tronçons de filetage (5', 5'') est égal à un demi pas.
3. Accouplement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le décalage des
deux tronçons de filetage (5', 5'') est disposé au milieu du manchon d'accouplement
(1).
4. Accouplement selon la revendication 1 à 3, caractérisé en ce que le manchon d'accouplement
(1) est une pièce moulée, en particulier une pièce moulée en acier.