[0001] Die Erfindung betrifft eine seitenverstellbare federnde Schienenbefestigung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Insbesondere Schienenbefestigungen zum Einsatz auf festen Untergründen, wie Beton,
Asphalt oder Brücken, erfordern die Notwendigkeit der Einstellbarkeit der Schienenlage
in Querrichtung. Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit der Einstellbarkeit der Schiene
in der Höhenlage.
[0003] Die DE AS 1 208 325 zeigt eine seitenverstellbare federnde Schienenbefestigung nach
dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 2. Diese Schienenbefestigung wird vorrangig zur
Befestigung von Kranschienen eingesetzt, die durch einen Längsträger unterstützt sind.
Für den Einsatz von Gleisen mit Querschwellen weist diese Schienenbefestigung eine
zu geringe Verspannung und Verdrehsteifigkeit auf.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbekannte Schienenbefestigung derartig
weiterzubilden, daß eine größere Verspannung und Verdrehsteifigkeit erzielt wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und des Anspruchs
2 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 9 beschrieben.
[0006] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Schienenbefestigung
auch für den Einsatz bei Querschwellengleisen geeignet ist. Sie bringt jedoch auch
beim Einsatz auf festen Stützpunkten den Vorteil, daß eine bessere Anlage an den Schienenfuß
erzielt wird. Weiterhin vorteilhaft können die üblichen epsilonförmigen Spannklemmen
eingesetzt werden, so daß die federnde Niederhaltung hinsichtlich Kraft und Weg insbesondere
bei der Auflage der Schienen auf Brücken und sonstigen festen Bauwerken den Gegebenheiten
des sich anschließenden Fahrweges entspricht.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig.1
- einen Querschnitt durch Schiene und Schienenbefestigung,
- Fig.2
- die Draufsicht auf eine Seite der Schienenbefestigung,
- Fig.3
- die Draufsicht auf eine Seite einer alternativ ausgebildeten Schienenbefestigung und
- Fig.4
- die Ansicht einer Schienenbefestigung nach Fig. 3.
[0008] Eine Schienenbefestigung dient zum lösbaren Verbinden einer Schiene mit dem Untergrund.
Dabei kann die Schiene gegenüber dem Untergrund auf einer festen Platte, festen Stützpunkten
oder Querschwellen bzw. Längsträgern liegen. Bei der Darstellung des Ausführungsbeispiels
werden diesbezüglich keine Ausführungen gemacht.
[0009] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Schiene 1, die in einer in Schienenlängsrichtung verlaufenden
Rinne 2 einer Grundplatte 3 liegt. Zwischen Schienenfuß 4 und Grundplatte 3 ist eine
Unterlegplatte 5 angeordnet. Diese Unterlegplatte 5 dient in erster Linie dazu, daß
die Schiene 1 federnd auf der Grundplatte 3 aufliegt. Durch Unterlegen unterschiedlich
dicker Unterlegplatten 5 kann die Höhenlage der Schiene 1 eingestellt werden.
[0010] In Fig. 2 sind Befestigungsbohrungen 6 dargestellt. Mittels nicht dargestellter,
durch diese Befestigungsbohrungen 6 sich erstreckender Befestigungsschrauben, wie
beispielsweise Schwellenschrauben, wird die Grundplatte 3 mit dem Untergrund, wie
beispielsweise einer unterliegenden Querschwelle, verbunden. Zum federnden Niederhalten
der Schiene 1 findet eine epsilonförmige Spannklemme 7 Verwendung. Ihr Mittelteil
8, der den Schienenfuß 4 mit Abstand übergreift und somit als Kippsicherung dient,
wird durch eine mit der Grundplatte 3 verbundene Schraube 9 durchdrungen. Über eine
Mutter 10 und eine Unterlegscheibe 11 wird die Spannklemme 7 gespannt, so daß die
freien Enden 12 der Spannklemme 7 federnd mit Vorspannung auf dem Schienenfuß 4 aufliegen.
Seitlich neben der Schiene 1 liegen Anstellplatten 13 auf der Grundplatte 3 auf und
stützen den Schienenfuß 4 mit Anlageflächen 14 seitlich ab. Im Ausführungsbeispiel
ragen diese Anlageflächen 14 nach unten in die Rinne 2 der Grundplatte 3. Die Rinne
2 ist so breit ausgebildet, daß eine Querverschiebung der Schiene 1 über die Anstellplatte
13 möglich ist. In Fig. 1 ist die äußerst rechte Lage der Schiene 1 in der Grundplatte
3 gezeigt. Die Seitenverschiebung und Fixierung der Seitenlage der Anstellplatte 13
und damit der Schiene 1 erfolgt über Exzenterscheiben 15, die im Bereich der nach
oben freien Öffnungen der seitlichen Schlaufen 16 angeordnet sind. Aufgrund dieser
Anordnung können die Exzenterscheiben 15 frei von oben eingestellt und verspannt werden.
In Fig. 2 weisen die Exzenterscheiben 15 eine Stellung auf, die zur Mittellage der
Schiene 1 in der Grundplatte 3 führt. Die Exzenterscheiben 15 greifen mit einem exzentrisch
zur Mittelbohrung 17 angeordneten Scheibenmantel 18 in die entsprechenden Bohrungen
19 der Anstellplatte 13 ein. Ein Bund 20 übergreift die Anstellplatte 13. Die Exzenterscheiben
15 werden über Schraubenbolzen 21 mit der Grundplatte 3 verbunden. Im Ausführungsbeispiel
wird eine normale Kopfschraube verwandt. Von oben dienen Muttern 22 zum Halten und
Lagefixieren der Exzenterscheiben 15.
[0011] Die vom Schienenfuß 4 abgewandten Rücken 23 der Spannklemmen 7 stützen sich in einer
Rille 24 und gegen einen Wulst 25 der Anstellplatte 13 ab. In Fig. 1 ist zur Übersichtlichkeit
die Spannklemme 7 nur auf einer Seite der Schiene 1 dargestellt. Selbstverständlich
muß auch eine Spannklemme 7 auf der anderen Seite vorgesehen werden.
[0012] Zur Montage der Schiene 1 können die Spannklemmen 7 seitlich so weit zurückgeschoben
werden, so daß sich ein von oben freier Durchtritt der Schiene 1 in die Rinne 2 der
Grundplatte 3 ergibt.
[0013] In den Fig. 3 und 4 ist eine alternative Ausbildung der Schienenbefestigung entsprechend
Anspruch 2 gezeigt, die für den Einsatz bei geringem seitlichen Lageausgleich der
Schiene 1 vorgesehen wird. Die Schienenbefestigung ist wiederum auf einer Grundplatte
3 aufgebaut, die in der Mitte eine Schiene 1 trägt. Zwischen Schiene 1 und Grundplatte
3 ist eine Unterlegplatte 5 angeordnet.
[0014] Bei der Ausbildung entsprechend den Fig. 3 und 4 stützt sich die Spannklemme 7 jedoch
mit ihrem Rücken 23 gegen einen Wulst 25 der Grundplatte 3 ab. Von daher ragt das
Mittelteil 8 der Spannklemme 7 bei seitlichem Verschieben der Schiene 1 je nach Verstellage
unterschiedlich weit über den Schienenfuß 4. Die Spannklemme 7 wird wiederum an ihrem
Mittelteil 8 über eine Schraubverbindung bestehend aus Schraube 9, Unterlegscheibe
6 und Mutter 10 fixiert und verspannt. Die Schraube 9 ist bei dieser Ausbildung jedoch
mit der Grundplatte 3 verbunden. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Schraube
9 um eine Maschinenschraube mit einem Sechskantkopf. Der Kopf der Schraube wir in
einem Schlitz der Grundplatte 3 geführt. Dieses ist aus den Zeichnungen im Detail
nicht zu entnehmen.
[0015] Die Grundplatte 3 weist eine zentrale Erhebung 26 auf, die sich in Richtung auf die
Schiene 1 nicht bis an den Schienenfuß 4 erstreckt. Die Erhebung 26 ist seitlich mit
Anlageflächen 27 ausgebildet und wird von der Anstellplatte 13 umfaßt. Dabei ist die
Anstellplatte 13 zwischen Erhebung 26 und Schienenfuß 4 angeordnet und liegt mit ihrer
Anlagefläche 14 am Schienenfuß 4 an. Die Anstellplatte 13 ist dann mit Schenkeln 28
ausgebildet, die neben der Erhebung 26 auf der Grundplatte 3 aufliegen und die Erhebung
26 in Richtung der Schienenerstreckung umfassen. Im Ausführungsbeispiel ist der Abstand
zwischen den Anlageflächen 27 der Erhebung 26 und den Schenkeln 28 der Anstellplatte
13 relativ groß, worauf später eingegangen wird.
[0016] Durch einen sich nach unten erweiternden Schlitz 29 in der Grundplatte 3 ragen Schrauben
mit ihren Schraubenbolzen 21 nach oben. Die Erweiterung des Schlitzes 29 nach unten
dient zur Aufnahme des Schraubenkopfes 30 dieser Schrauben. Die Schraubenbolzen 21
sind von Exzenterscheiben 15 umgeben, die wie bereits zu den Fig. 1 und 2 beschrieben,
zur Verstellung der Anstellplatten 13 dienen. Zur Fixierung der Anstellplatten 13
mit der Grundplatte 3 dienen wiederum Muttern 22, die mit Scheiben 31 zusammenwirken.
[0017] Zum Ausgleich der Exzenterbewegung kann, wie im Ausführungsbeispiel, die Anstellplatte
13 in Schienenrichtung verschoben werden. Hierbei sind dann die Schraubenbolzen 21
an der Grundplatte 3 fixiert. Es ist jedoch auch möglich, die Anstellplatte 13 mit
ihren Schenkeln 28 eng an den Anlageflächen 27 der Erhebung 26 zu führen. Dann müssen
sich zum Ausgleich der Exzenterbewegung die Schraubenbolzen 21 in den Schlitzen 29
der Grundplatte 3 in Schienenrichtung bewegen.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1.
- Schiene
- 2.
- Rinne
- 3.
- Grundplatte
- 4.
- Schienenfuß
- 5.
- Unterlegplatte
- 6.
- Befestigungsbohrung
- 7.
- Spannklemme
- 8.
- Mittelteil
- 9.
- Schraube
- 10.
- Mutter
- 11.
- Unterlegscheibe
- 12.
- freies Ende
- 13.
- Anstellplatte
- 14.
- Anlagefläche
- 15.
- Exzenterscheibe
- 16.
- Schlaufe
- 17.
- Mittelbohrung
- 18.
- Scheibenmantel
- 19.
- Bohrung
- 20.
- Bund
- 21.
- Schraubenbolzen
- 22.
- Mutter
- 23.
- Rücken
- 24.
- Rille
- 25.
- Wulst
- 26.
- Erhebung
- 27.
- Anlagefläche
- 28.
- Schenkel
- 29.
- Schlitz
- 30.
- Schraubenkopf
- 31.
- Scheibe
1. Seitenverstellbare federnde Schienenbefestigung mit einer, die Schiene (1) tragenden
Grundplatte (3) und beidseitig seitlich am Schienenfuß (4) anliegenden Anstellplatten
(13), die über mit der Grundplatte (3) verbundene Exzenter quer zur Schienenrichtung
verstellbar sind und mit den Schienenfuß (4) niederhaltenden, sich an den Anstellplatten
(13) abstützenden Spannklemmen (7), dadurch gekennzeichnet, daß die Spannklemmen (7) epsilonförmig ausgebildet sind, ihre Mittelteile (8) den
Schienenfuß (4) mit Abstand übergreifen und von einer Schraube (9) niedergehalten
werden, ihre vom Schienenfuß (4) abgewandten Rücken (23) sich in einer Rille (24)
und/oder gegen einen Wulst (25) der Anstellplatten (13) abstützen und ihre freien
Enden (12) auf dem Schienenfuß (4) aufliegen und daß im Bereich beider seitlicher
Schlaufen (16) der Spannklemmen (7) in der Grundplatte (3) geführte Exzenterscheiben
(15) in Bohrungen (19) der Anstellplatten (13) eingreifen.
2. Seitenverstellbare federnde Schienenbefestigung mit einer, die Schiene (1) tragenden
Grundplatte (3) und beidseitig seitlich am Schienenfuß (4) anliegenden Anstellplatten
(13), die über mit der Grundplatte (3) verbundene Exzenter quer zur Schienenrichtung
verstellbar sind und mit den Schienenfuß (4) niederhaltenden, sich an der Grundplatte
(3) abstützenden Spannklemmen (7), dadurch gekennzeichnet, daß die Spannklemmen (7) epsilonförmig ausgebildet sind, ihre Mittelteile (8) den
Schienenfuß (4) mit Abstand übergreifen und von einer Schraube (9) niedergehalten
werden, ihre vom Schienenfuß (4) abgewandten Rücken (23) sich in einer Rille (24)
und/oder gegen einen Wulst (25) der Grundplatte (3) abstützen und ihre freien Enden
(12) auf dem Schienenfuß (4) aufliegen, daß im Bereich beider seitlicher Schlaufen
(16) der Spannklemmen (7) in der Grundplatte (3) geführte Exzenterscheiben (15) in
Bohrungen (19) der Anstellplatten (13) eingreifen und daß die Anstellplatten (13)
durch die Grundplatte (3) in Richtung der Erstreckung der Schiene (1) gehalten und
quer dazu verschieblich geführt werden.
3. Schienenbefestigung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Grundplatte (3) verbundene Schraubenbolzen (21) die Exzenterscheiben
(15) durchdringen und die Exzenterscheiben (15) mittels Muttern (22), die mit einem
am oberen Ende der Schraubenbolzen (21) angeordneten Gewinde zusammenwirken, drehfest
verspannt werden.
4. Schienenbefestigung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterscheiben (15) mit einem Bund (20) auf den Anstellplatten (13) aufliegen.
5. Schienenbefestigung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Spannklemmen (7) niederhaltenden Schrauben (9) in den Anstellplatten
(13) befestigt sind.
6. Schienenbefestigung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Schienenfuß (4) und Grundplatte (3) eine oder mehrere Unterlegplatten
(5) angeordnet sind.
7. Schienenbefestigung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenbolzen (21) in Richtung der Erstreckung der Schiene (1) verschieblich
durch die Grundplatte (3) geführt werden.
8. Schienenbefestigung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (3) seitliche , mittige Erhebungen (26) aufweist, die von Schenkeln
(28) der Anstellplatten (13) umfaßt werden.
9. Schienenbefestigung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die Spannklemmen (7) niederhaltenden Schrauben (9) in der Grundplatte (3)
befestigt sind.