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EP 0 795 418 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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08.08.2012 Patentblatt 2012/32 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.07.2000 Patentblatt 2000/28 |
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Anmeldetag: 13.03.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verwendung eines Trägers zum Bedrucken mittels Laserdruck
Use of a support for laser printing
Utilisation d'un support pour impression par laser
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FI FR GB IE IT LI LU NL PT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.1997 Patentblatt 1997/38 |
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Patentinhaber: 3A Technology & Management AG |
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8212 Neuhausen am Rheinfall (CH) |
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Erfinder: |
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- Pasbrig, Erwin
D-78247 Hilzingen (DE)
- Bubeck, Dietrich
D-78224 Singen (DE)
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Vertreter: Gernet, Samuel Andreas |
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Suisse Technology Partners Ltd.
Badische Bahnhofstrasse 16 8212 Neuhausen am Rheinfall 8212 Neuhausen am Rheinfall (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 586 846 EP-A- 0 633 143 EP-A- 0 672 539 EP-A1- 0 507 998
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EP-A- 0 631 880 EP-A- 0 671 280 EP-A1- 0 135 976
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- 'Sylobloc in Kunststoffen', Juni 1990, KATALOG DER FIRMA GRACE Seiten DECKBLÄT - 4,9
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[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Trägers zum Bedrucken mittels Laserdruck.
Im Rahmen der Erfindung liegt auch eine geeignete Lackzubereitung zur Grundierung
eines Trägers sowie die Verwendung eines bedruckten Trägers.
[0002] Aluminium- und Kunststoff-Deckfolien für Blisterverpackungen werden fast immer mit
dekorativen Drucken versehen. Für grosse Serien eigenen sich das Flexo- und Tiefdruckverfahren,
kleinere Serien bzw. Etiketten werden inline an der Anlage bedruckt. Stetig von Druckbild
zu Druckbild wechselnde kleinere Bildelemente, wie EAN- und Zahlencodes, können diesen
Druckbildern über Laser- bzw. Inkjetdruck hinzugefügt werden. Der weit überwiegende
Teil dieser Drucke wird aus Gründen der Gleitfähigkeit, des Substratschutzes und der
Haftungsvermittlung für die Druckfarbe auf einer dünnen Grundlackschicht aufgebracht.
Diese muss zusätzlich beständig gegen die beim Verschliessen von Blisterverpackungen
übliche Heissversiegelung mit Temperaturen bis zu 260°C sein und darf dabei nicht
an den blanken oder beschichteten metallischen, heissen Siegelwerkzeugen ankleben.
Es kommen deshalb hier nur Lacke mit möglichst geringer Thermoplastizität in Frage.
[0003] In jüngster Zeit wurde zusätzlich zu den vorgenannten Verfahren ein neues Druckverfahren
entwickelt, welches bei ähnlicher Druckbildgrösse wie bei Flexo- und Tiefdruck die
Möglichkeit bietet, mit praktisch vernachlässigbarer Zeitverzögerung das Druckmotiv
von Druck zu Druck vollständig zu ändern. Dies kann extern oder inline an den Abpackanlagen
erfolgen. Die Arbeitsweise ist ähnlich dem Laserdruck. Ein Toner wird über eine laseraktivierte
Clichéewalze übertragen und wird durch die Wärmeenergie eines Lichtblitzes z.B. einer
Xenonbogenlampe am Druckträger fixiert. Diese ist im Vergleich mit der Hitzeaktivierung
des Laserdruckes um ein Vielfaches geringer. Die bisher üblichen Druckvorlacke führten
unter diesen Bedingungen nur zu ungenügender Haftung des Toners. Durch Anpassung der
Lackformulierung an die Bindemittelbasis des Toners konnte die Haftung des Toners
auf dem Druckvorlack nur unwesentlich verbessert werden. Die
EP-A-0 672 539 offenbart Papiere für den Tintenstrahldruck mit einer feinkörnige Bestandteile enthaltenden
Grundlackschicht. Angesichts dieser Gegebenheiten haben sich die Erfinder die Aufgabe
gestellt, einen für den laserdruck geeigneten Träger Bzw. eine zu dessen Herstellung
geeignete Lackzubereitung zu schaffen, mit der die Haftung zwischen Grundlackierung
und Druckfarbe (Toner) auf einfache Weise verbessert werden kann. Der Träger soll
insbesondere die Anwendung von Laserdruck Verfahren auch bei niedriger Wärmeenergie
zur Aktivierung des Toners als Druckfarbe ermöglichen.
[0004] Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt die Verwendung eines Trägers nach
Anspruch 1 bzw. einer Lackzubereitung nach Anspruch 6. Die Grundlackschicht kann feinkörnige
Bestandteile wie hochdisperse Kieselsäure, Talkum, Kieselerde, natürliche oder oberflächenvorbehandelte
Glimmer und/oder organische Partikel enthalten. Die organischen Partikel können auch
organische Zusätze, Harze oder Polymere sein, welche sich in der Lackformulierung
nicht auflösen und damit die Oberfläche in gleicher Weise wie die organischen Füllstoffe
erhöhen.
[0005] Bevorzugte Träger umfassen eine Folie aus Metall, Kunststoff, Papier oder daraus
hergestellte Verbundmaterialien.
[0006] Der Gehalt an feinkörnigen Bestandteilen in der Grundlackschicht bzw. in der Lackzubereitung
liegt vorzugsweise zwischen 0,3 und 10 Gew.-%.
[0007] Es hat sich gezeigt, dass als Basis für eine zur Grundierung des Trägers geeignete
Lackzubereitung eine Vielzahl der heute üblichen Lackbindemittel verwendet werden
können. Eine gute Haftung zwischen Druckvorlack und Druckfarbe ergibt sich beispielsweise
mit einer Lackzubereitung auf der Basis Melamin bzw. mit Harnstoffharzen vernetzbarer
Polyester oder Polystyrolacrylate, nicht vernetzbarer Cellulosenitrate oder polyadditionsvernetzender
Systeme, insbesondere Systeme auf Isocyanat-, Isocyanurat-, gehärteter Lacke auf Polyester-
oder Polyacrylatbasis, ggf. in Abmischung mit nicht härtbaren Anteilen.
[0008] Ein bevorzugter Anwendungsbereich eines bedruckten erfindungsgemässen Trägers aus
Aluminium, Kunststoff oder einem Aluminium/Kunststoff-Verbundmaterial liegt in dessen
Einsatz als heissiegelbare Verpackungsfolie, insbesondere als Folie zum Verschliessen
von Blisterverpackungen durch Heissversiegelung oder für Beutel.
[0009] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele.
Beispiel 1
[0010] Eine Lackrezeptur der Zusammensetzung
| 35 Gew.-% |
vernetzbares Polyesterharz |
| 7 Gew.-% |
Melaminharz |
| 3 Gew.-% |
Epoxidharz |
| 4 Gew.-% |
Katalysatorlösung |
| 51 Gew.-% |
Lösungsmittel |
führte bei einer Schichtdicke der Grundlackschicht von 1 bis 2 µm zu einer sehr mangelhaften
Bedruckbarkeit mit einem Laserdrucksystem. Eine Zugabe von 0,1 bis 20 Gew.-% hochdisperser
Kieselsäure von geringer Korngrösse zu obiger Lackrezeptur führte zu einem einwandfreien
Druckergebnis.
Beispiel 2
[0011] Eine Lackrezeptur der Zusammensetzung
| 30 Gew.-% |
Cellulosenitrat |
| 2 Gew.-% |
Polymerweichmacher |
| 68 Gew.-% |
Lösungsmittel |
zeigte eine schlechte Bedruckbarkeit mit einem Laserdrucksystem. Durch Zugabe eines
pulverförmigen, im verwendeten Lösungsmittel nicht löslichen PU-Harzes wurde die Bedruckbarkeit
erheblich verbessert.
1. Verwendung eines Trägers mit einer 0,1 bis 20 gew.-% feinkörnige Bestandteile enthaltenden
Grundlackschicht als Haftgrund für Toner zum Bedrucken mittels Laserdruck.
2. Verwendung eines Trägers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundlackschicht hochdisperse Kieselsäure, Talkum, Kieselerde, natürliche oder
oberflächenvorbehandelten Glimmer und/oder organische Partikel als feinkörnige Bestandteile
enthält.
3. Verwendung eines Trägers nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile in der Grundlackschicht bzw. im Lösungsmittel des Grundlackes nicht
löslich sind.
4. Verwendung eines Trägers nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundlackschicht 0,3 bis 10 Gew.-% feinkörnige Bestandteile enthält.
5. Verwendung eines Trägers nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Folie aus Metall, Kunststoff, Papier oder daraus hergestellte Verbundmaterialien
umfasst.
6. Verwendung einer Lackzubereitung enthaltend 0,1 bis 20 gew.-% hochdisperse Kieselsäure,
Talkum, Kieselerde, natürliche oder oberflächenvorbehandelten Glimmer und/oder organische
Partikel als feinkörnige Bestandteile zur Grundierung eines Trägers als Haftgrund
für Toner zum Bedrucken mittels Laserdruck.
7. Verwendung einer Lackzubereitung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,3 bis 10 Gew.-% feinkörnige Bestandteile enthält.
8. Verwendung einer Lackzubereitung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf der Basis Melamin bzw. mit Harnstoffharzen vernetzbarer Polyester oder Polystyrolacrylate,
nicht vernetzbarer Cellulosenitrate oder polyadditionsvernetzender Systeme, insbesondere
Systeme auf Isocyanat-, Isocyanurat-, oder gehärteter Lacke auf Polyester- oder Polyacrylatbasis,
ggf. in Abmischung mit nicht härtenden Anteilen, zusammengesetzt ist.
9. Verwendung eines mittels Laserdruck bedruckten Trägers nach Anspruch 5 aus Aluminium,
Kunststoff oder einem Aluminium/Kunststoff-Verbundmaterial als heissiegelbare Verpackungsfolie,
insbesondere als Folie zum Verschliessen von Blisterverpackungen durch Heissversiegelung
oder für Beutel.
1. Use of a support with a primer coat containing 0.1 to 20 % by weight fine particle
constituents as an adherent surface for toner for laser printing.
2. Use of a support according to claim 1, characterised in that the primer coat contains highly dispersed silicic acid, talc, silica, natural or
surface-treated mica and/or organic particles as the fine-particle constituents.
3. Use of a support according to claim 1 or claim 2, characterised in that the constituents are not soluble in the primer coat or in the solvent of the primer.
4. Use of a support according to one of claims 1 to 3, characterised in that the primer coat contains 0.3 to 10 % by weight fine-particle constituents.
5. Use of a support according to one of claims 1 to 4, characterised in that it includes a film made of metal, plastic, paper or composite materials produced
therefrom.
6. Use of a coating preparation containing 0.1 to 20 % by weight highly dispersed silicic
acid, talc, silica, natural or surface treated mica and/or organic particles as the
fine particle constituents for priming a support as an adherent surface for toner
for laser printing.
7. Use of a coating preparation according to claim 6, characterised in that it contains 0.3 to 10% by weight fine-particle constituents.
8. Use of a coating preparation according to claim 6 or claim 7, characterised in that it is based on melamine or polyesters or polystyrene acrylates which can be crosslinked
with urea resins, non-crosslinkable cellulose nitrates or polyaddition-crosslinking
systems, in particular systems based on isocyanate, isocyanurate or cured coatings
based on polyester or polyacrylate, possibly mixed with non-curing fractions.
9. Use of a laser-printed support according to claim 5 consisting of aluminium, plastic
or an aluminium/ plastic composite material as a heat-sealable packaging film, in
particular as a film for closing blister packs by heat-sealing or for bags.
1. Utilisation d'un support avec une couche de vernis de fond contenant 0,1 à 20 % en
poids de constituants finement granulaires, comme fond d'adhérence pour toner dans
l'impression par laser.
2. Utilisation d'un support selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de vernis de fond contient de l'acide silicique bien dispersé, du talc,
de la silice, du mica naturel ou traité en surface et/ou des particules organiques
comme constituants finement granulaires.
3. Utilisation d'un support selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les constituants ne sont pas solubles dans la couche de vernis de fond, respectivement
dans le solvant du vernis de fond.
4. Utilisation d'un support selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la couche de vernis de fond contient 0,3 à 10% en poids de constituants finement
granulaires.
5. Utilisation d'un support selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'il comprend une feuille en métal, plastique, papier ou matériaux composites préparés
à partir de ceux-ci.
6. Utilisation d'une composition de vernis contenant 0,1 à 20 % en poids d'acide silicique
bien dispersé, de talc, de silice, de mica naturel ou traité en surface et/ou de particules
organiques comme constituants finement granulaires comme couche de fond d'un support
comme fond d'adhérence pour toner dans l'impression par laser.
7. Utilisation d'une composition de vernis selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'elle contient 0,3 à 10% en poids de constituants finement granulaires.
8. Utilisation d'une composition de vernis selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce qu'elle est composée à base de mélamine respectivement de polyesters ou poly(acrylates
de styrène) réticulables par des résines d'urée, de nitrates de cellulose non réticulables
ou de systèmes réticulables par polyaddition, en particulier de systèmes à base d'isocyanate,
d'isocyanurate ou de vernis durcis à base de polyester ou de polyacrylate, facultativement
en mélange avec des parties non durcissables.
9. Utilisation d'un support imprimé par impression par laser selon la revendication 5
en aluminium, en plastique ou en un matériau composite aluminium/plastique comme feuille
d'emballage scellable à chaud, en particulier comme feuille d'obturation d'emballages
blisters par scellement à chaud ou pour des sachets.
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