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(11) |
EP 0 795 638 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.1999 Patentblatt 1999/29 |
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Anmeldetag: 06.03.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D05C 11/08 |
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Verfahren zur Stichbildung bei einer Schifflistickmaschine und Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens
Method and apparatus for forming the stitch in a Schiffli embroidery machine
Procédé et dispositif pour former le point dans une machine à broder Schiffli
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE IT LI |
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Priorität: |
15.03.1996 CH 68796
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.1997 Patentblatt 1997/38 |
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Patentinhaber: Franz Lässer AG |
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CH-9444 Diepoldsau (CH) |
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Erfinder: |
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- Lässer, Franz
9444 Diepoldsau (CH)
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| (74) |
Vertreter: Riederer, Conrad A., Dr. |
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c/o Riederer Hasler & Partner
Patentanwälte AG
Bahnhofstrasse 10 7310 Bad Ragaz 7310 Bad Ragaz (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 666 351 DE-C- 267 020 DE-C- 692 218 GB-A- 177 317
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CH-A- 115 089 DE-C- 410 516 FR-A- 461 169
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 096, no. 012, 26.Dezember 1996 & JP 08 199470 A (NAKAI
KASHIO)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stichbildung bei einer Schifflistickmaschine,
bei welchem der Vorderfaden beim Abziehen von der Spule eine Fadenwalze antreibt.
[0002] Im Werk von Schöner, Spitzen, Enzyklopädie der Spitzentechniken, VEB Fachbuchverlag
Leipzig 1980, Seiten 320 bis 325 wird der Stichbildungsvorgang, wie er bei einer Schifflistickmaschine
zur Anwendung gelangt, beschrieben. In Figur 1, welche dem zitierten Werk entnommen
ist, wird der Stichbildungsvorgang in sechs Phasen a) bis f) dargestellt.
[0003] Der Vorderfaden 11, auch Nadelfaden genannt, führt von der Fadenspule 12 über die
Fadenwalze 13 zum kleinen Fadenleiter 14 und von dort über den grossen Fadenleiter
15 zur Nadel 16. Der Hinterfaden 21, der von der Bobine 22 im Schiffchen 23 geliefert
wird, wird bei der Stichbildung durch eine Schlaufe 24 des Vorderfadens 11 hindurchgeführt
(Phase c) und d)) und vom Vorderfaden 11 festgezogen (Phase e)).
[0004] In der Phase a) bewegt sich das Gatter (nicht dargestellt) mit dem Stickboden 18
und zieht den Faden entsprechend der Stichlänge von der Fadenspule 12 ab. Der kleine
Fadenleiter 14 beginnt seinen Ausschlag in Richtung zum Stickboden 18 hin und zieht
dabei weiter Faden von der Spule 12 ab (Phase b)). Da der Faden um die Fadenwalze
13 geschlungen ist, wird diese beim Abziehen des Fadens in Bewegung gesetzt.
[0005] In den letzten Jahren ist die Geschwindigkeit, mit welcher Schifflistickmaschinen
arbeiten, ständig gesteigert worden. Moderne Schifflistickmaschinen arbeiten nun mit
mehr als zweihundert Stichen pro Minute. Mit den erhöhten Stickgeschwindigkeiten ist
jedoch auch die Tendenz zu Fadenbrüchen gestiegen. Um dieser Gefahr zu begegnen, sind
schon früh verschiedene Massnahmen getroffen worden. So ist aus der GB-A-177 317 eine
angetriebene Fadenliefereinheit für einen positiven Fadenvorschub zu den Nadeln bekannt,
mit der die Spannung im Faden möglichst konstant gehalten und die grossen Schwankungen
in der Spannung, denen die Nadeln ausgesetzt sind, minimiert werden. Um zu vermeiden,
dass die Nadeln im Zusammenspiel mit den Fadenleitern den Faden von den Spulen ziehen
und dabei die Fadenwalze in Bewegung versetzen müssen, was zu hohen Spannungen im
Faden und in den Nadeln führt, wird der Nadelfaden um eine intermittierend rotierbare
Fadenwalze geführt. Der Nadelfaden ist weiter um Fadenleiter geführt, welche die Spannung
im Faden aufrechterhalten, indem sie in bekannter Weise oszillieren, wenn die Nadeln
für die Stichbildung vorwärts und wieder zurück bewegt werden. Wenn die Nadeln gegen
den Stickboden bewegt werden, wird die Fadenwalze durch einen Antrieb um ein vorbestimmbares
Mass gedreht, um Faden zu liefern. Durch einen Verstellhebel kann der Winkel, um welche
die Fadenwalze gedreht wird, eingestellt werden. Die beschriebene Ausbildung der Fadenliefereinheit
hat den Nachteil, dass sie nicht entsprechend der Länge des jeweiligen Stiches Faden
liefert. Dieser Nachteil kann dadurch vermieden werden, wenn gemäss der DE-A-410 516
die Drehung der Fadenwalze, auch Fadenbremswalze genannt, zur Abgabe des Fadens für
den folgenden Stich, z.B. durch ein Zahngetriebe, von der Bewegung des Gatters, der
bekanntlich von einer Steuereinheit gesteuert wird, abgeleitet wird. Dies kann so
erfolgen, dass die waagrechte und die senkrechte Verstellung des Gatters geometrisch
zueinander addiert werden und dass dann nach Massgabe der sich daraus ergebenden Gesamtverstellung
ein Schaltgetriebe eingestellt wird, durch das die Fadenliefereinheit gesteuert wird,
wie dies durch die DE-A-692 218 vorgeschlagen wird.
[0006] Statt die Fadenwalze von der Steuereinheit der Stickmaschine indirekt über die Verstellung
des Gatters zu steuern, schlägt die EP-A-0 014 897 vor, dass für den Antrieb der Fadenwalze
ein direkt von einer Steuereinheit gesteuerter Stellantrieb vorgesehen ist, der von
der Fadenspannung unabhängig ist. Bereits durch die Vorgabe z.B. von der Lochkartensteuerung
her kann ein entsprechender Fadenvorschub erfolgen.
[0007] Auch gemäss dem Verfahren nach der EP 0 666 351 sorgt in bekannter Weise eine Steuereinheit
für die Steuerung des Gatters, hier Stickgutrahmen genannt, und der Fadenliefereinheit,
um entsprechend der Vorgabe der Steuereinheit die auf das Stickgut aufzubringende
Fadenlängen zur Stichbildung zu liefern, wobei während der ganzen Stichbildung der
Nadelfaden praktisch spannungsfrei gehalten wird. Der Stichanzug erfolgt aber allein
durch die Abzugskraft des Schiffchenfadens. Darin sieht die EP-A-0 666 351 ein wesentliches
Merkmal, weil durch diese Art des Festziehens der Nadelfaden auch in dieser Phase
des Stickprozesses spannungsfrei bleibe.
[0008] Während bei den Stickmaschinen gemäss den drei letztgenannten Druckschriften die
von der Fadenliefereinheit gelieferte Fadenlänge durch die der Steuereinheit indirekt
über die Steuerung des Gatters bzw. direkt durch die Steuerung des Fadenwalzenantriebs
bestimmt wird, muss bei den Stickmaschinen gemäss der DE-A-267 020 und der CH-A-115
089 die benötigte Fadenlänge von den Stichbildungsorganen von der Fadenwalze abgezogen
werden.
[0009] In der DE-A-267 020 wird darauf hingewiesen, dass beim Sticken von grossen Mustern,
bei welchen nur wenige Nadeln in grossem Rapport voneinander entfernt arbeiten, beim
Stickanzug die Fäden zu stark angezogen werden, weil die Fadenbremswalze von wenigen
Fäden gedreht werden muss. Dadurch bricht der Stoff und die Stickerei erhält ein rauhes
und unschönes Aussehen. Um diesem Uebelstand abzuhelfen, wird in der genannten Druckschrift
vorgeschlagen, vor dem Stichanzug mit dem grossen Fadenleiter eine Feder zu spannen
und diese bei der Bewegung des Fadenleiters zum Stichanzug freizugeben. Dadurch wird
während des Stichanzuges die durch den Fadenzug bewirkte Drehung der Fadenbremswalze
durch die in der Feder gespeicherte Energie unterstützt.
[0010] In grundsätzlich gleicher Weise arbeitet auch die Vorrichtung gemäss der CH-A-115
089. In dieser Schrift wird ausdrücklich die Aufgabe gestellt, den Drehwiderstand
der Fadenwalzen von Schiffchenstickmaschinen zu vermindern, wobei darauf hingewiesen
wird, dass dieser Widerstand folgende Ursachen hat:
1. Reibung der Fadenwalze in den Lagern,
2. Trägheitswiderstand der Massen,
3. Nachziehen des Fadens ab den Spulen,
4. Wirkung der regulierbaren Walzenbremse.
[0011] Die Vorrichtung zur Lösung der gestellten Aufgabe ist gemäss der CH-A-115 089 so
ausgebildet, dass der grosse Fadenleiter bei der Bewegung in der einen Richtung eine
Zugfeder spannt, welche, wenn der Fadenleiter in der entgegengesetzten Richtung bewegt
wird, ein Drehmoment auf die Fadenwalze ausübt. Die Zugfeder kann so eingestellt sein,
dass ihre Kraft allein nicht ausreicht, die Fadenwalze zu drehen, so dass eine Drehung
nur dann erfolgt, wenn Fadenzug wirksam ist. Dank der Federkraft erfolgt eine Verminderung
des zum Schalten der Walze notwendigen Fadenzugs. Diese Vorrichtung hat sich in der
Praxis nicht bewährt. Als nachteilig hat sich erwiesen, dass eine Aenderung des von
der Zugfeder verursachten Drehmoments nur durch Austausch der Zugfeder durch eine
andere bewirkt werden kann. Wird die Stärke der Zugfeder so gewählt, dass nur ein
geringer Fadenzug notwendig ist, kann es durch eine Vibration oder einen anderen Umstand
vorkommen, dass die Fadenwalze zu früh, also wenn noch kein Fadenzug vorhanden ist,
durch die Zugfeder bewegt wird. Wenn nämlich die Haftreibung der Fadenwalzenbremse
überwunden wird, wirkt nur noch die geringere Gleitreibung, so dass die Fadenwalze
allein durch die Federkraft bewegt wird. Wenn aber die Fadenwalze zu früh dreht, so
entstehen lockere Fäden, was zu Störungen führen kann. Die vorangehend zitierten Druckschriften
zeigen, dass die Fachwelt in den folgenden Jahren bis in die jüngste Gegenwart einen
zur Lehre der CH-A-115 089 entgegengesetzten Weg gegangen ist, bei welchem kein Fadenzug
notwendig ist und somit der Nadelfaden spannungsfrei gehalten wird, indem entsprechend
der Vorgabe einer Steuereinheit, die auf das Stickgut aufzubringende Fadenlänge durch
eine Fadenfördereinheit positiv geliefert wird.
[0012] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs erwähnten Gattung
weiterzubilden, um ein rasches Arbeiten von Schifflistickmaschinen zu ermöglichen,
ohne dass es dabei zu vermehrten Fadenbrüchen kommt.
[0013] Ein Verfahren zur Stichbildung bei einer Schifflistickmaschine, bei welchem der Vorderfaden
von der Spule durch Fadenzug mit Unterstützung eines auf die Fadenwalze wirkenden
Drehmoments die Fadenwalze abgezogen wird, ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet,
dass das unterstützende Drehmoment von einem Motor oder einem vom Hauptantrieb antreibbaren
Getriebe geliefert wird. Es hat sich gezeigt, dass durch eine solche Anfahrtshilfe
für die Fadenwalze die Tendenz zu Fadenbrüchen auch bei schnellaufender Maschine stark
gesenkt wird. Dies erlaubt es, auch Garne mit relativ geringer Reissfestigkeit mit
grosser Geschwindigkeit zu verarbeiten.
[0014] Eine zweckmässige Ausbildung des Verfahrens sieht vor, dass das auf die Fadenwalze
ausgeübte Drehmoment entsprechend den Bedürfnissen der Stichbildung eingestellt wird.
Bei Wegfall des unterstützenden Drehmoments erfolgt vorteilhaft die Weiterbewegung
der Fadenwalze durch den Fadenzug allein.
[0015] Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Stichbildung bei einer Schifflistickmaschine,
bei welcher der Vorder faden über die Fadenwalze zur Nadel verläuft und der Antrieb
der Fadenwalze durch Fadenzug und unterstützendes Drehmoment einer Antriebsvorrichtung
erfolgt und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung ein Motor oder
ein vom Hauptantrieb antreibbares Getriebe ist. Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
sieht vor, dass der Motor oder das vom Hauptantrieb antreibbare Getriebe mit der Fadenwalze
über eine einstellbare Kupplung gekuppelt ist, mit welcher das auf die Fadenwalze
ausgeübte Drehmoment eingestellt werden kann. Die Kupplung besitzt vorteilhafterweise
die Form eines Differentialgetriebes mit einem ersten und einem zweiten Sonnenrad
und einem Planetenrad, wobei der Antriebsstrang von der Antriebsvorrichtung zur Fadenwalze
über das erste Sonnenrad, das Planetenrad zum zweiten Sonnenrad verläuft, dass das
Planetenrad drehbar auf einer um eine Achse drehbare Scheibe angeordnet ist und dass
eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher eine Bremskraft auf die drehbare
Scheibe ausgeübt werden kann. Dies erlaubt es, durch Betätigung der Bremsvorrichtung,
ein Drehmoment auf die Fadenwalze zu übertragen. Vorteilhaft weist die Bremsvorrichtung
Mittel zur Regelung der Bremskraft auf. Dies erlaubt es durch Einstellung der Bremskraft
das Drehmoment, welches auf die Fadenwalze übertragen wird, zu regulieren.
[0016] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigt:
- Fig.1
- den Stand der Technik bildenden Stichbildungsvorgang, auf welchen bereits in der Einleitung
hingewiesen wurde,
- Fig.2
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung, teilweise im Schnitt und
- Fig. 3
- in etwas kleinerem Massstab eine Draufsicht auf die Vorrichtung von Figur 2.
[0017] Die in den Figuren 2 und 3 dargestellte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus der
Antriebsvorrichtung 25 und der Kupplung 27. Mittels der Kupplung 27 kann die Welle
29 über eine Freilaufnabe 28 in einer Richtung angetrieben werden. Von der Welle 29
erfolgt die Kraftübertragung über die Kegelräder 30,31 auf die Antriebswelle 33 der
Fadenwalze 13. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Antriebsvorrichtung
25 einen Motor 35, z.B. einen Schrittschaltmotor, welcher über die kleine Riemenscheibe
37 und den Zahnriemen 39 die grosse Riemenscheibe 41 antreibt. Die grosse Riemenscheibe
41 ist mittels der Bolzen 43 mit dem Zahnrad 45 verbunden. Das Zahnrad 45 stellt das
erste Sonnenrad eines Differenzialgetriebes dar. Das Planetenrad 47 besteht aus zwei
Zahnrädern 48,49, die fest miteinander verbunden sind. Das Zahnrad 48 ist mit dem
ersten Sonnenrad 45 und das Zahnrad 49 mit dem zweiten Sonnenrad 51 im Eingriff, welches
über die Freilaufnabe 28 die Welle 29 antreiben kann.
[0018] Der Antriebsstrang von der Antriebsvorrichtung 25 verläuft also über die Riemenscheibe
37, den Zahnriemen 39, die Riemenscheibe 41, das erste Sonnenrad 45, das Planetenrad
47, das zweite Sonnenrad 51, die Freilaufnabe 28, die Welle 29, die Kegelräder 30,31
und die Antriebswelle 33 zur Fadenwalze 13.
[0019] Die Antriebsvorrichtung 25, die Kupplung 27 mit der Bremsvorrichtung 53 sind auf
einer Support-Platte 54 gelagert. Wie Figur 2 zeigt, befindet sich in der Support-Platte
54 eine Büchse 55. Die Welle 29 ist in dieser Büchse mittels der beiden Kugellager
56,57 drehbar gelagert. Die Riemenscheibe 41 ist auf der Büchse 55 mittels der Kugellager
59,60 drehbar gelagert. Auf der Nabe 61 der Riemenscheibe ist mittels der Kugellager
63,64 eine Scheibe 65 drehbar gelagert, welche die Bremsscheibe der Bremsvorrichtung
53 darstellt und zugleich das Planetenrad 47 trägt, welches sich um die Achse 67 drehen
kann, welche mit dem Schraubenbolzen 69 auf der Scheibe 65 befestigt ist. Auf die
Peripherie der Bremsscheibe 65 kann die Bremsbacke 52 der Bremse 53 einwirken. Mit
der Stellschraube 71 kann die Feder 73 mehr oder weniger stark vorgespannt und so
der Druck der Bremsbacke 52 auf die Bremsscheibe 65 verstellt werden.
[0020] Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
[0021] Sobald beim Stickvorgang Faden von der Spule 12 abgezogen werden muss, treibt die
Antriebsvorrichtung 35 über den Zahnriemen 39, die Kupplung 27 und das Winkelgetriebe
30,31 die Antriebswelle 33 der Fadenwalze 13 an. Das auf die Fadenwalze ausgeübte
Drehmoment kann mit der Bremse 53 eingestellt werden. Zu diesem Zweck wird mit der
Stellschraube 71 die Feder 73 mehr oder weniger stark eingestellt. Die Freilaufnabe
28 ermöglicht auch eine Weiterbewegung der Fadenwalze 13 durch den Fadenzug, wenn
von der Antriebsvorrichtung 35 kein Drehmoment mehr auf die Fadenwalze übertragen
wird.
[0022] Es sind verschiedene Aenderungen möglich, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen.
So könnte beispielsweise der Antrieb statt durch einen Motor 35 auch durch die Hauptantriebswelle
erfolgen. Dazu kann ein Schrittschaltgetriebe, z.B. ein Maltesergetriebe dienen.
1. Verfahren zur Stichbildung bei einer Schifflistickmaschine, bei welcher der Vorderfaden
(11) von der Spule (12) durch Fadenzug mit Unterstützung eines auf die Fadenwalze
(13) wirkenden Drehmoments abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Drehmoment
von einem Motor (35) oder einem vom Hauptantrieb antreibbaren Getriebe geliefert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des Drehmoments
durch Einstellung einer Kupplung (27) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment entsprechend
den Bedürfnissen der Stichbildung einstellbar ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Wegfall
des Drehmoments die Weiterbewegung der Fadenwalze (13) durch den Fadenzug allein erfolgt.
5. Vorrichtung zur Stichbildung bei einer Schifflistickmaschine, bei welcher der Vorderfaden
(11) über eine Fadenwalze (13) zur Nadel (16) verläuft und der Antrieb der Fadenwalze
(13) durch Fadenzug und unterstützendes Drehmoment einer Antriebsvorrichtung (25)
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung ein Motor (35) oder
ein vom Hauptantrieb antreibbares Getriebe ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (25) oder das
vom Hauptantrieb antreibbare Getriebe mit der Fadenwalze (13) über eine einstellbare
Kupplung (27) gekuppelt ist, mit welcher das auf die Fadenwalze (13) ausgeübte Drehmoment
eingestellt werden kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung die Form eines
Differentialgetriebes mit einem ersten (45) und einem zweiten Sonnenrad (51) und einem
Planetenrad (47), wobei der Antriebsstrang von der Antriebsvorrichtung (25) zur Fadenwalze
(13) über das erste Sonnenrad (45), das Planetenrad (47) zum zweiten Sonnenrad (51)
verläuft, dass das Planetenrad (47) drehbar auf einer um eine Achse drehbare Scheibe
(65) angeordnet ist, und dass eine Bremsvorrichtung (53) vorgesehen ist, mit welcher
eine Bremskraft auf die drehbare Scheibe (65) ausgeübt werden kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (53)
Mittel zur Regelung der Bremskraft aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor
(35) ein Schrittschaltmotor ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe
ein Schrittschaltgetriebe, z.B. ein Maltesergetriebe, ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
der Kupplung (27) und Fadenwalze (13) eine Freilaufvorrichtung (28) angeordnet ist.
1. Method for forming the stitch in a Schiffli embroidering machine in which the needle
thread (11) is pulled from the bobbin by traction assisted by torque acting on the
thread roller (13), characterised in that this torque is provided by a motor (35)
or by a mechanism capable of being driven by the main drive.
2. Method according to claim 1, characterised in that the setting of the torque is accomplished
by adjusting a coupling.
3. Method according to claim 2, characterised in that the torque is adjustable according
to the requirements of forming the stitch.
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterised in that on cessation of
torque the further motion of the thread roller (13) is effected only by traction on
the thread.
5. Device for forming the stitch in a Schiffli embroidery machine in which the needle
thread (11) extends over a thread roller (13) to the needle (16) and the driving of
the thread roller (13) takes place by traction on the thread and assisting torque
of drive means (25), characterised in that the drive means is a motor (35) or a mechanism
capable of being driven by the main drive.
6. Device according to claim 5, characterised in that the motor (25) or the mechanism
capable of being driven by the main drive (13) is coupled to the thread roller (13)
by an adjustable coupling (27) with which the torque exerted on the thread roller
(13) can be adjusted.
7. Device according to claim 6, characterised in that the coupling has the form of a
differential gear comprising a first (45) and a second sun gear (51) and a planet
gear (47), with the drive chain extending from the drive means (25) to the thread
roller (13) and over the first sun gear (45), the planetary gear (47) to the second
sun gear (51), that the planetary gear (47) is rotatably supported on a disk (65)
rotatable around an axis, and that brake means (53) are provided, with which a brake
force can be applied to the rotatable disk (65).
8. Device according to claim 7, characterised in that the brake means comprise means
for adjusting the brake force.
9. Device according to one of the claims 5 to 8, characterised in that the motor (35)
is a stepping motor.
10. Device according to one of the claims 5 to 8, characterised in that the mechanism
is a stepping mechanism, e.g. a Maltese-cross transmission.
11. Device according to one of the claims 6 to 11, characterised in that between the coupling
(27) and the thread roller (13) a free wheel device (28) is located.
1. Procédé pour former le point dans une machine à broder Schiffli, dans laquelle le
fil avant (11) est déroulé de la bobine (12) sous l'effet de la traction du fil, avec
l'assistance d'un couple agissant sur le cylindre (13) d'enroulement du fil, caractérisé
en ce que ce couple est produit par un moteur (35) ou par un mécanisme pouvant être
entraîné par un dispositif d'entraînement principal.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réglage du couple est réalisé
par réglage d'un accouplement (27).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le couple est réglable en
fonction des exigences de la formation du point.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'en cas
d'absence du couple, la poursuite du déplacement du cylindre (13) d'enroulement du
fil s'effectue au moyen de la seule traction du fil.
5. Dispositif pour la formation du point dans une machine à broder Schiffli, dans lequel
le fil avant (11) circule sur un cylindre (13) d'enroulement du fil jusqu'à l'aiguille
(16) et l'entraînement du cylindre (13) d'enroulement du fil s'effectue sous l'effet
de la traction du fil et du couple d'assistance produit par un dispositif d'entraînement
(25), caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement est un moteur (35) ou un
mécanisme pouvant être entraîné par un dispositif d'entraînement principal.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le moteur (25) ou le mécanisme
pouvant être entraîné par le dispositif d'entraînement principal est accouplé au cylindre
(13) d'enroulement du fil par l'intermédiaire d'un accouplement réglable (27), au
moyen duquel le couple appliqué au cylindre (13) d'enroulement du fil peut être réglé.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'accouplement possède
la forme d'un mécanisme différentiel comportant un première roue planétaire (45) et
une deuxième roue planétaire (51) et un pignon satellite (47), dans lequel la voie
d'entraînement depuis le dispositif d'entraînement (25) jusqu'au cylindre (13) d'enroulement
du fil passe par la première roue planétaire (45) et le pignon satellite (47) pour
aboutir à la seconde roue planétaire (51), en ce que le pignon satellite (47) est
disposé de manière à pouvoir tourner sur un disque (65) pouvant tourner autour d'un
axe et en ce qu'il est prévu un dispositif de freinage (53), à l'aide duquel une force
de freinage peut être appliquée au disque rotatif (65).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de freinage
(53) comporte des moyens pour régler la force de freinage.
9. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le moteur (35)
est un moteur pas-à-pas.
10. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le mécanisme
est un mécanisme pas-à-pas, par exemple un mécanisme à croix de Malte.
11. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'un dispositif
de roue libre (28) est disposé entre l'accouplement (27) et le cylindre (13) d'enroulement
du film.

