| (19) |
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(11) |
EP 0 795 974 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.05.2006 Patentblatt 2006/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.11.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Verfahren und Empfänger zur Wiedergabe von empfangenen gesprochenen Meldungen und
Verfahren zum Senden von gesprochenen Meldungen
Method and receiver for the reproduction of received spoken messages and method for
transmitting spoken messages
Méthode et récepteur pour la production de messages parlés et méthode pour la transmission
de messages parlés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
17.02.1996 DE 19606008 27.09.1996 DE 19639956
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.1997 Patentblatt 1997/38 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kersken, Ulrich
31199 Diekholzen (DE)
- Schmidt, Heinrich, Dr.
31199 Diekholzen (DE)
- Kell, Dietmar
31199 Diekholzen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 558 918
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DE-A- 4 034 521
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- D. KOPITZ: "Development of the Traffic Message Channel in RDS" EBU TECHNICAL REVIEW,
Nr. 245, Februar 1991 (1991-02), Seiten 29-32, XP000204754 Brussels, BE
- RALF DUCKECK, RUDOLPH VOLLMER: "TMC (Traffic Message Channel) - Das Verkehrsfunksystem
von Morgen" ITG-FACHBERICHTE , Bd. 106, 14. November 1988 (1988-11-14), Seiten 137-145,
XP000607384 Berlin, DE
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Empfänger zur Wiedergabe von empfangenen
gesprochenen Meldungen mit einem Empfänger, der ein Empfangsteil, einen Datensignal-Decoder
und eine Wiedergabeeinrichtung für Audiosignale enthält, und ein Verfahren zum Senden
von gesprochenen Meldungen.
[0002] Mit dem Radio-Daten-System (RDS) wird eine zusätzliche und unhörbare Übermittlung
von digitalen Daten parallel zu Rundfunkprogrammen in einem Datenkanal ermöglicht.
Spezifikationen des Radio-Daten-Systems für UKW-Hörfunk sind unter anderem in der
Druckschrift Tech. 3244 - E, März 1984 der europäischen Runfunk-Union (EBU) festgelegt.
Rundfunkempfänger mit geeigneten RDS-Decodern können übermittelte Daten zusätzlich
zum Audioempfang mit dem selben Empfangsteil aufnehmen und decodieren. Für die Datenübertragung
sind 32 Gruppen zu jeweils 104 Bit vorgesehen, wobei jeder der übertragenen Gruppen
jeweils ein bestimmter Dienst zugewiesen wird. Die Gruppe 8a ist zur Zeit für die
Übertragung von digital codierten Verkehrsmeldungen vorgesehen.
[0003] Der Aufbau und die Codierung dieser Verkehrsmeldungen sind in CEN ENV 12313-1 festgelegt,
der auf dem Normvorschlag ALERT C, November 1990, herausgegeben vom RDS ATT ALERT
Consortium, basiert. Die wesentlichen Elemente einer Verkehrsmeldung sind dabei der
Ort des Geschehens (Location) und das Ereignis (Event). Diese Angaben sind katalogisiert,
das heißt, daß jedem verkehrsrelevanten Ort und jedem verkehrsrelevanten Ereignis
ein eindeutiger Code zugewiesen ist. Die Verkettung der Orte in der Ortstabelle entlang
existierender Straßen gibt den Verlauf wieder. Außer den üblichen Einrichtungen eines
Empfangsgerätes mit einem RDS-Decoder sind zur Nutzung des Verkehrsmeldungskanals
TMC (Traffic Message Channel) Einrichtungen zur Decodierung, zur Speicherung, zur
Weiterverarbeitung und zur Ausgabe der Verkehrsmeldungen erforderlich.
[0004] Dadurch ist bei dem TMC-System die Art der Meldungen begrenzt, so daß Meldungen existieren
können, die nicht codiert bzw. im Rundfunkempfänger nicht decodiert werden können.
Zu diesen Meldungen gehören beispielsweise Reiserufe wie "Herr Mustermann, unterwegs
in Norddeutschland, möchte bitte seine Schwester anrufen" oder persönliche Gefahrenwarnungen
wie "der Fahrer des Wagens mit dem Kennzeichen YY-XX 00 möchte sofort eine Werkstatt
anfahren ...". Solche Meldungen sind in ihrem Inhalt zu unterschiedlich, um mit einer
Ereignisliste codiert zu werden. Auch Meldungen über Orte, die nicht in einer Ortsdatenbank
im Rundfunkempfänger enthalten sind, können nicht codiert bzw. decodiert werden. Solche
Meldungen werden auch in Zukunft in gesprochener Form im Rundfunk gesendet werden
müssen.
[0005] Außerdem ist es vorteilhaft, extrem dringende Meldungen, beispielsweise über Geisterfahrer,
trotz Übertragung im TMC-System als gesprochene Meldung zu übertragen, da die analoge
Sprachübertragung bei schlechten Empfangsbedingungen störunempfindlicher als der digitale
Kanal des Radio-Daten-Systems ist.
[0006] Die gesprochenen Meldungen können jedoch wegen aktiviertem TMC-System und deshalb
abgeschaltetem Verkehrsfunk-Decoder nicht gehört oder überhört werden, wenn der Benutzer
beispielsweise Musik von einer Kassette hört oder den Rundfunkempfänger leise gestellt
hat.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine ausreichend lautstarke Wiedergabe solcher
gesprochenen Meldungen sicherzustellen.
[0008] Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Wiedergabe dadurch gelöst,
daß beim Empfang einer Gruppe des Datensignals mit vorgegebenem Inhalt die Wiedergabeeinrichtung
auf die Wiedergabe von gleichzeitig empfangenen Audiosignalen mit einer vorgegebenen
Lautstärke eingestellt wird und/oder die gleichzeitig empfangenen Audiosignale gespeichert
werden.
[0009] Für die vorliegende Erfindung sind nicht nur Radio-Daten-Signale nach der obengenannten
Druckschrift der EBU und codierte Verkehrsmeldungen nach dem obengenannten Normvorschlag
geeignet. Das erfindungsgemäße Verfahren und der erfindungsgemäße Empfänger können
auch mit anderen mit Hilfe von Radiowellen übertragenen Datensignalen und andersartig
codierten Meldungen realisiert werden. Sowohl bei den codierten als auch bei den gesprochenen
Meldungen kann es sich außer um Verkehrsmeldungen auch um andere nicht nur den Verkehr
oder nicht den Verkehr betreffende Meldungen handeln, beispielsweise Katastrophenwarnungen.
Mit Durchsage wird im folgenden die Sendung einer oder mehrerer gesprochener Meldungen
bezeichnet.
[0010] Anstelle einer codierten Verkehrsmeldung (TMC-Meldung) kann vorteilhaft auch eine
ODA-Applikation (ODA = Open Data Application) für die Umschaltung genutzt werden.
Diese Applikation bräuchte neben der 3A-Kennung keine weitere Datengruppe. Zur Umschaltung
würde eine 3A-Gruppe mit einer speziellen Appliaktion-ID im Block D gesendet werden.
Die applikationsspezifischen 16 Bit im Block C dieser 3A-Gruppe würden den Ortscode
aufnehmen, der die von der Meldung betroffene Stelle kennzeichnet und so eine Selektion
ermöglicht.
[0011] Die Speicherung der die gesprochenen Meldungen darstellenden Audiosignale kann zusätzlich
oder alternativ zur unmittelbaren Wiedergabe erfolgen und ermöglicht ein späteres
Abhören - beispielsweise nach einer Abwesenheit des Fahrers vom Fahrzeug.
[0012] Es ist zwar eine automatische Erhöhung der Lautstärke bzw. ein Umschalten auf Radio-Wiedergabe
in Abhängigkeit von empfangenen analogen Verkehrsfunksignalen bekannt (US 4,862,513).
Dieses setzt jedoch die Ausstrahlung solcher Verkehrsfunksignale zusätzlich zum Radio-Daten-System
einschließlich der zugehörigen Kennsignale voraus. Das erfindungsgemäße Verfahren
soll jedoch auch ohne ein solches Verkehrsfunksystem wirksam sein. Auch bei noch bestehendem
Verkehrsfunksystem hat das erfindungsgemäße Verfahren den Vorteil, daß der Benutzer
des TMC-Systems von dessen Vorteilen (beispielsweise der Selektion) Gebrauch machen
kann und trotzdem zusätzlich die gesprochenen Meldungen laut empfängt.
[0013] Eine Steuerung der Wiedergabe von gesprochenen Meldungen ist zwar durch das im Radio-Daten-Signal
vorgesehene TA-Bit möglich. Die durch das TA-Bit mögliche automatische Erhöhung der
Lautstärke oder Umschaltung von Kassetten- auf Radiobetrieb ist jedoch beim TMC-Empfänger
abgeschaltet, um Doppelmeldungen zu vermeiden. Das TA-Bit ist zudem nur in der Lage,
den Beginn und das Ende einer Durchsage (von in der Regel mehreren Meldungen) zu kennzeichnen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kennzeichnet hingegen den Beginn und das Ende des Verlesens
einzelner Meldungen innerhalb einer Durchsage.
[0014] Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die Wiedergabeeinrichtung
auf andere Audiosignale als dasjenige des Empfangsteils umschaltbar ist, besteht darin,
daß beim Empfang der Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt von einer gegebenenfalls anderen
eingestellten Audiosignalquelle auf das Empfangsteil umgeschaltet wird. Sowohl bei
Rundfunkempfängern mit anderen Audiosignalquellen als auch ohne solche ist bei einer
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, daß beim Empfang der Gruppe
mit dem vorgegebenen Inhalt die Lautstärke erhöht wird.
[0015] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Einstellung der Wiedergabeeinrichtung
ferner durch im Datensignal gesendete Verkehrsfunk-Kennungssignale beeinflußt wird.
Die Verkehrsfunk-Kennungssignale werden in dem RDS-Protokoll durch zwei Bits, nämlich
TP und TA übertragen. Nur während einer Verkehrsdurchsage sind beide Bits gesetzt.
Die Weiterbildung hat somit den Vorteil, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt
nur kurzzeitig zur Ankündigung der gesprochenen Meldung gesendet zu werden braucht.
Die Verknüpfung bewirkt ebenfalls, daß ein fälschliches Umschalten auf das Audioprogramm,
wie es z. B. bei dem Verkehrsfunk-System bei Störungen vorkommt, bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren angeschlossen werden kann. Eine Zurückschaltung erfolgt dann automatisch,
wenn entweder die spezielle Meldung gelöscht wird oder TA und TP nicht mehr gesetzt
sind. Im RDS-System werden die Bits TA und TP häufiger übertragen, was zu einer größeren
Sicherheit der automatischen Rückschaltung führt.
[0016] Um auch beim Empfang eines Senders, der selbst keine gesprochenen Meldungen überträgt,
gesprochene Meldungen eines anderen Senders wiederzugeben, ist gemäß einer anderen
Weiterbildung vorgesehen, daß während des Empfangs von Datensignalen eines ersten
Senders mit einem ersten Empfangsteil ein zweites Empfangsteil auf einen zweiten Sender
eingestellt und mit der Wiedergabeeinrichtung verbunden wird, wenn in den empfangenen
Datensignalen die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt enthalten ist und die ebenfalls
im empfangenen Datensignal enthaltenen Verkehrsfunk-Kennungssignale besagen, daß der
empfangene Sender keine gesprochenen Meldungen sendet, jedoch der zweite Sender.
[0017] Ein Verfahren zum Senden einer gesprochenen Meldung, die als Audiosignal über einen
Sender übertragen wird, zeichnet sich dadurch aus, daß während der gesprochenen Meldung
ein vorgegebener Inhalt einer Gruppe des Datensignals gesendet wird. Dabei kann vorgesehen
sein, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt mit Informationen, von welchem Sender
die gesprochene Meldung gesendet wird, von einem anderen Sender gesendet wird.
[0018] Die zum Verlesen vorgesehenen Meldungen sind üblicherweise computer-gestützt aufbereitet
und liegen in Form von gespeicherten Daten vor. Für das erfindungsgemäße Verfahren
wird davon ausgegangen, daß die Meldungen bereits gekennzeichnet sind, wenn sie nicht
decodierbar sind. Für das Verlesen der gesprochenen Meldungen sind verschiedene Arten
der Präsentation des Textes für den Sprecher bekannt. Bei der Verwendung eines Teleprompters
rollen die Meldungen mit konstanter Geschwindigkeit von unten nach oben über einen
Bildschirm, wobei der Sprecher die Meldungen zeilenweise liest. Zu Beginn startet
der Sprecher das Rollen mit einem Tastendruck und beendet es durch einen weiteren
Tastendruck nach dem Ende der Durchsage. Falls das Rollen zu schnell ablaufen sollte,
kann mit einem dritten Knopf noch eine Pause eingelegt werden. Bei dem sogenannten
Paging-Verfahren ist jeweils nur eine Meldung auf dem Bildschirm sichtbar, wobei der
Sprecher durch Knopfdruck von einer Meldung zur nächsten blättert.
[0019] Bei dem sogenannten Listen-Verfahren werden auf dem Bildschirm mehr als eine Meldung
angezeigt, gegebenenfalls alle Meldungen einer Durchsage. Der Sprecher startet und
beendet das Verlesen mit je einem Knopfdruck. Innerhalb einer Durchsage können grundsätzlich
sowohl Meldungen, die auch als codierbare Meldung gesendet werden, als auch gesprochene
Meldungen, die nicht codierbar sind, verlesen werden. Das erfindungsgemäße Verfahren
geht davon aus, daß die in einem Speicher vorliegenden zu verlesenden Meldungen als
codierbare bzw. als nicht codierbare Meldungen gekennzeichnet sind.
[0020] Bei dem Teleprompter-Verfahren und bei dem Paging-Verfahren erkennt das Verlesesystem
den Zeitpunkt, an dem eine nicht codierbare Meldung auf den Bildschirm kommt. Hierfür
ist bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Senden einer nicht
codierbaren gesprochenen Meldung vorgesehen, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt
automatisch gesendet wird, während die gesprochene Meldung auf dem Bildschirm eines
Verleseplatzes erscheint.
[0021] Bei dem Listen-Verfahren kann der genaue Verlesezeitpunkt nicht festgestellt werden,
da alle zu einer Durchsage gehörenden Meldungen gleichzeitig auf dem Bildschirm dargestellt
werden. Eine für das Listen-Verfahren geeignete Ausgestaltung der Erfindung sieht
daher vor, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt durch einen geeigneten Bedienvorgang
gesendet wird. Der Sprecher kann hierbei dadurch unterstützt werden, daß die nicht
codierbaren gesprochenen Meldungen auf dem Bildschirm hervorgehoben dargestellt werden.
[0022] Für den Fall, daß ein zusätzlicher Bedienvorgang, beispielsweise das Drücken einer
zusätzlichen Taste, dem Sprecher nicht zumutbar erscheint, ist gemäß einer anderen
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt
automatisch gesendet wird, während die gesamte Durchsage auf dem Bildschirm eines
Verleseplatzes erscheint, wenn darin mindestens eine nicht codierbare Meldung enthalten
ist.
[0023] Eine örtliche Selektion kann auch bei nicht codierbaren Meldungen, die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren zum Senden erzeugt wurden, dadurch erfolgen, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen
Inhalt mit einer Ortsangabe versehen wird. Diese Ortsangabe kann vorzugsweise das
Sendegebiet der jeweiligen Rundfunkanstalt sein. Ferner kann der vorgegebene Inhalt
eine Sondermeldung mit höchster Priorität sein.
[0024] Eine vorteilhafte Möglichkeit zur Bildung der Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt
besteht bei dem erfindungsgemäßen Verfahren darin, daß sich der vorgegebene Inhalt
durch einen vorgegebenen Ereignis-Code und/oder einen vorgegebenen Ortscode auszeichnet.
[0025] Je nach Voraussetzungen im einzelnen kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen
sein, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt eine RDS/TMC-Meldung ist oder daß
die Gruppe mit vorgegebenem Inhalt eine 3A-Gruppe des Radio-Daten-Signals mit vorhandener
Identifizierung innerhalb des Blocks 4 ist. Bei der zweitgenannten Möglichkeit können
ferner in einer Gruppe des Blocks 3 16 Bit als Zusatzinformation, insbesondere als
Ortscode, zur Verfügung stehen.
[0026] Ein Empfänger zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch
aus, daß das Empfangsteil mit einer Wiedergabeeinrichtung und mit einem Radio-Daten-Signal-Decoder
verbunden ist, an den sich eine Auswerteeinrichtung für Radio-Daten-Signale anschließt,
und daß die Wiedergabeeinrichtung von einem Ausgangssignal der Auswerteeinrichtung
steuerbar ist.
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung anhand mehrerer Figuren
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines Empfängers zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 2
- ein Ablaufdiagramm zur weiteren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Wiedergabe
von empfangenen gesprochenen Meldungen,
- Fig. 3
- ein Ablaufdiagramm zur Erläuterung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Senden von gesprochenen Meldungen und
- Fig. 4
- ein Ablaufdiagramm zur Erläuterung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Senden von gesprochenen Meldungen.
[0028] Fig. 1 zeigt in Form eines Blockschaltbildes die zur Erläuterung des erfindungsgemäßen
Verfahrens erforderlichen Teile eines Rundfunkempfängers, vorzugsweise eines Autoradios.
Über eine Antenne 1 und ein Empfangsteil (Tuner) 2 wird ein UKW-Rundfunksender in
an sich bekannter Weise empfangen. Der Tuner 2 gibt ein Multiplex-Signal MPX ab, das
ein Audiosignal bzw. im Falle einer Stereoübertragung in codierter Form Audiosignale
für den linken und rechten Kanal enthält. Ferner umfaßt das Multiplexsignal auf einem
57-kHz-Träger moduliert ein Radio-Daten-Signal, das in einem Decoder 3 decodiert wird.
Beim Empfang eines Senders, der in herkömmlicher Weise gesprochene Verkehrsmeldungen
ausstrahlt, enthält das Multiplexsignal außerdem analoge Verkehrsfunkkennsignale,
nämlich eine Senderkennung, eine Durchsagekennung und eine Bereichskennung. Diese
werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nicht ausgewertet.
[0029] Der Audioanteil des Multiplexsignals MPX wird in einem Stereo-Decoder 4 decodiert.
Ein Audioverstärker 5 mit zwei Endstufen 6, 7 und zwei Lautsprechern 8, 9 dient zur
Wiedergabe der Audiosignale und weist einen Eingang 10 zur Einstellung der Lautstärke
auf. Audio-Eingänge des Audioverstärkers 5 sind über einen Umschalter 11 einerseits
mit dem Ausgang des Stereo-Decoders 4 und andererseits mit einem Hilfseingang 12 verbindbar,
an den ein Kassetten- oder ein CD-Wiedergabegerät angeschlossen werden kann.
[0030] Ein Mikrocomputer 13 übt eine Reihe von Funktionen im dargestellten Rundfunkempfänger
aus. Unter anderem werden über eine Tastatur 14 vorgenommene Eingaben ausgewertet
und verschiedene Informationen auf einer Anzeigevorrichtung (Display) 15 dargestellt.
Ferner führt der Decoder 3 dem Mikrocomputer 13 RDS-Signale zu, der diese auswertet
und in den RDS-Signalen enthaltene Informationen auf dem Display 15 sichtbar macht.
Ausgänge des Mikrocomputers 13 sind mit dem Steuereingang 10 des Audioverstärkers
5 sowie mit einem Steuereingang des Umschalters 11 verbunden. Über die Tastatur 14
kann somit eine der Audiosignalquellen ausgewählt und die Lautstärke eingestellt werden.
[0031] Der Mikrocomputer 13 dient ferner als Auswerteeinrichtung für die RDS-Signale zu
Zwecken des erfindungsgemäßen Verfahrens. Erkennt der Mikrocomputer 13 die Gruppe
mit dem vorgegebenen Inhalt im Radio-Daten-Signal, wird der Umschalter 11 in die untere
Stellung und die Lautstärke auf einen höheren Wert gesetzt, falls diese Einstellungen
nicht bereits vorgelegen haben. Dieses Umschalten wird anhand des in Fig. 2 dargestellten
Ablaufdiagramms erläutert, das ein Teil eines im Mikrocomputer 13 ablaufenden Programms
ist. Nach dem Start des Programms bei 20 wird bei 21 geprüft, ob der Audioverstärker
5 auf den Eingang 12 geschaltet ist und ob das TMC-System aktiviert ist.
[0032] Es folgt dann bei 22 eine Abfrage, ob das empfangene Radio-Daten-Signal der Gruppe
mit dem vorgegebenen Inhalt S-TMC (S wie Sondermeldung) entspricht, ob also eine gesprochene
Meldung empfangen und wiedergegeben werden soll. Ist dieses der Fall, wird bei 23
der Umschalter 11 in die untere Stellung gesteuert und die Lautstärke über den Steuereingang
10 auf einen erhöhten Wert gesetzt. Die von den Programmteilen 22 und 23 gebildete
Schleife wird solange wiederholt, bis die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt nicht
mehr empfangen wird. Dann wird bei 24 der Umschalter wieder auf den zuvor eingestellten
Eingang gesteuert und die Lautstärke auf den zuvor eingestellten Wert herabgesetzt.
Bei 25 ist das Programm beendet.
[0033] Die über das TMC-System verbreiteten codierten Meldungen können je nach Umfang als
Ein-Sequenz- oder als Mehr-Sequenz-Meldungen codiert werden. Für die Übertragung der
Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt genügt eine Ein-Sequenz-Meldung, deren Codierung
gemäß ALERT-C-Protokoll im folgenden dargestellt ist:
| U |
G |
DP |
D |
Ausmaß |
Ereignis |
Ort |
| 0 |
1 Bit |
3 Bit |
1 Bit |
4 Bit |
11 Bit |
16 Bit |
Dabei bedeuten:
U = 0 = ALERT-C-Protokoll
G = Ein-Sequenz-Standardsmeldungsmerker,
DP = Dauer/Anstehdauer,
D = Umleitung.
[0034] Das Ausmaß kennzeichnet die Anzahl der betroffenen Orte entlang der Strecke. Der
Ereignis-Code bedeutet beispielsweise "zähfließender Verkehr" oder "Stau" und wird
mit Hilfe einer im Rundfunkempfänger gespeicherten Ereignis-Tabelle decodiert. Der
Ortscode stellt jeweils einen Ort einer Ortsliste dar, die ebenfalls im Empfänger
gespeichert ist. Diese Orte sind beispielsweise Straßenkreuzungen und -abzweigungen,
Autobahn-Auf- und -Abfahrten und Orte im Sinne von Städten und Dörfern.
[0035] Von den 2
11 möglichen Ereignis-Codes ist beispielsweise der Ereignis-Code 1929 für die Gruppe
mit dem vorgegebenen Inhalt ausgewählt. Einen Ausschnitt aus einer entsprechenden
Ereignis-Tabelle ist im folgenden dargestellt:
| Ereignis-Code |
Ereignis |
| 108 |
stockender Verkehr, |
| ... |
..., |
| 1929 |
wichtige Informationen werden im gesprochenen Programm verlesen (S-TMC), |
| ... |
..., |
| 2046 |
(frei). |
[0036] In der RDS-Norm (DIN EN 50 067, Februar 1993, Seite 27) sind im Radio-Daten-Signal
eine Verkehrsfunkkennung TP und eine Verkehrsdurchsagekennung TA vorgesehen, deren
Bedeutung in der folgenden Tabelle erläutert ist.
| TP |
TA |
Bedeutung |
| 0 |
0 |
dieses Programm überträgt keine Verkehrsdurchsagen, noch verweist es über EON auf
Programme, die Verkehrsdurchsagen übertragen, |
| 0 |
1 |
dieses Programm überträgt EON-Informationen über ein anderes Programm mit Verkehrsdurchsagen, |
| 1 |
0 |
dieses Programm überträgt Verkehrsdurchsagen, aber zur Zeit wird keine gesendet, |
| 1 |
1 |
dieses Programm sendet zur Zeit eine Verkehrsdurchsage. |
[0037] EON bedeutet dabei Enhanced Other Network. Informationen darüber sind in der sogenannten
EON-Gruppe des Radio-Daten-Signals vorhanden. Insbesondere bei einem Zwei-Tuner-Empfänger
kann dadurch der eine Tuner auf den Empfang eines gesprochene Meldungen sendenden
Senders eingestellt werden, während der andere Tuner weiterhin auf dem Sender verbleibt,
dessen Radio-Daten-Signale ausgewertet werden.
[0038] Die in den Figuren 3 und 4 dargestellten Verfahren zum Kennzeichnen von gesprochenen
Meldungen sind an einem Verlesearbeitsplatz für die gesprochenen Meldungen durchführbar.
[0039] Das in Fig. 3 dargestellte Verfahren zum Senden der Sondermeldung ist bei dem Verlesen
der Meldungen nach dem Listen-Verfahren vorgesehen. Nach einem Start bei 31 werden
die Meldungen bei 32 auf den Bildschirm geholt, wobei je nach Anzahl der innerhalb
einer Durchsage zu verlesenden Meldungen alle oder ein Teil der Meldungen auf einen
Bildschirm passen. Ist der Sprecher zum Verlesen der Meldungen bereit, wird durch
eine Tastenbetätigung das Bit TA auf 1 gesetzt (Programmteil 33). Danach wird bei
34 geprüft, ob alle Meldungen codierbar sind. Ist dieses nicht der Fall, das heißt,
wenn mindestens eine von den für eine Durchsage vorgesehenen Meldungen nicht decodierbar
ist, wird bei 35 das Senden der Sondermeldung eingeschaltet. Dieses unterbleibt jedoch,
wenn alle Meldungen codierbar sind. Auf einen Tastendruck nach dem Beenden des Verlesens
bei 36 erfolgt eine Verzweigung 37 in Abhängigkeit davon, ob die Sondermeldung aktiv
ist. Ist dieses der Fall, wird bei 38 die Sondermeldung abgeschaltet. Im Programmteil
39 wird dann das Bit TA wieder auf 0 gesetzt, worauf bei 40 das Programm beendet wird.
[0040] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 beschreibt das Senden der Sondermeldung während
des Verlesens nach dem Teleprompter- oder nach dem Paging-Verfahren. Nach einem Start
bei 41 wird bei 42 das Bit TA auf 1 gesetzt. Ein Zeiger n wird bei 43 auf die erste
Meldung gesetzt. Bei 44 wird die erste Meldung aus dem Speicher geholt und auf dem
Bildschirm sichtbar gemacht. Danach erfolgt eine Verzweigung 45 in Abhängigkeit davon,
ob die Meldung decodierbar ist. Ist dieses nicht der Fall, wird bei 46 das Senden
der Sondermeldung begonnen. Anderenfalls wird bei 47 abgefragt, ob bereits eine Sondermeldung
gesendet wird. Ist dieses der Fall, wird bei 48 die Sondermeldung aufgehoben.
[0041] Nach dem Verlesen ruft der Sprecher mit einem Tastendruck die nächste Meldung auf
(49). Ist die jeweils mit dem Zeiger n versehene Meldung die letzte, wird nach der
Verzweigung 50 das Programm abermals bei 51 in Abhängigkeit davon verzweigt, ob eine
Sondermeldung gesendet wird. Ist dieses der Fall, wird sie bei 52 beendet und daraufhin
bei 53 das TA-Bit auf 0 gesetzt und bei 54 das Programm beendet.
[0042] Ist bei der Verzweigung 50 die bisher angezeigte Meldung nicht die letzte, wird bei
54 der Zeiger n auf die nächste Meldung gesetzt, worauf sich die Programmschritte
44 bis 50 mit der nächsten wiederholen.
1. Verfahren zur Wiedergabe von empfangenen gesprochenen Meldungen mit einem Empfänger,
der ein Empfangsteil einen Datensignal-Decoder und eine Wiedergabeeinrichtung für
Audiosignale enthält,
wobei Datensignale empfangen werden, welche digital codierte Warnmeldungen enthalten,
wobei bei Empfang einer Gruppe des Datensignals mit vorgegebenem Inhalt, welche gesprochene
Meldungen anzeigt, die nicht digital codierbar sind oder gesprochene Meldungen anzeigt,
die durch digital codierte Warnmeldungen begleitet werden und einer besondere Dringlichkeit
aufweisen,
die Wiedergabeeinrichtung auf die Wiedergabe von gleichzeitig empfangenen Audiosignalen
mit einer vorgegebenen Lautstärke eingestellt wird und/oder die gleichzeitig empfangenen
Audiosignale gespeichert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Wiedergabeeinrichtung auf andere Audiosignale
als dasjenige des Empfangsteils umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß beim Empfang der Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt von einer gegebenenfalls anderen
eingestellten Audiosignalquelle auf das Empfangsteil umgeschaltet wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Empfang der Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt die Lautstärke erhöht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Wiedergabeeinrichtung ferner durch im Datensignal gesendete Verkehrsfunk-Kennungssignale
beeinflußt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß während des Empfangs von Datensignalen eines ersten Senders mit einem ersten Empfangsteil
ein zweites Empfangsteil auf einen zweiten Sender eingestellt und mit der Wiedergabeeinrichtung
verbunden wird, wenn in den empfangenen Datensignalen die Gruppe mit dem vorgegebenen
Inhalt enthalten ist und die ebenfalls im empfangenen Radio-Daten-Signal enthaltenen
verkehrsfunk-Kennungssignale besagen, daß der empfangene Sender keine gesprochenen
Meldungen sendet, jedoch der zweite Sender.
6. Verfahren zum Senden einer nicht digital codierbaren gesprochenen Meldung oder einer
gesprochenen Warnmeldung, die durch digital codierte Warnmeldungen begleitet wird,
und eine besondere Dringlichkeit aufweist, bei dem während dieser gesprochenen Meldung
ein vorgegebener Inhalt einer Gruppe des Datensignals gesendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt mit Informationen, von welchem Sender die
gesprochene Meldung gesendet wird, von einem anderen Sender gesendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt automatisch gesendet wird, während die gesprochene
Meldung auf dem Bildschirm eines Verleseplatzes erscheint.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt durch einen geeigneten Bedienvorgang gesendet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht codierbaren gesprochenen Meldungen auf dem Bildschirm hervorgehoben dargestellt
werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Darstellung einer aus mehreren Meldungen bestehenden Durchsage auf dem Bildschirm
eines Verleseplatzes die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt automatisch gesendet wird,
während die Durchsage auf dem Bildschirm erscheint, wenn darin mindestens eine nicht
codierbare Meldung enthalten ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt mit einer Ortsangabe versehen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ortsangabe das Sendegebiet der jeweiligen Rundfunkanstalt ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgegebene Inhalt eine Sondermeldung mit höchster Priorität ist.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der vorgegebene Inhalt durch einen vorgegebenen Ereignis-Code und/oder einen
vorgegebenen Ortscode auszeichnet.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe mit dem vorgegebenen Inhalt eine RDS/TMC-Meldung ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe mit vorgegebenem Inhalt eine 3A-Gruppe des Radio-Daten-Signals mit vorhandener
Identifizierung innerhalb des Blocks 4 ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß ferner in einer Gruppe des Blocks 3 16 Bit als zusatzinformation, insbesondere als
Ortscode, zur Verfügung stehen.
19. Empfänger
mit einem Empfangsteil zum Empfang von Radiosignalen,
mit einem Datensignal-Decoder zur Auswertung von in einem empfangenen Radiosignal
enthaltenen digitalen Daten,
mit Mitteln zur Decodierung in den digitalen Daten enthaltener codierter Wammeldungen,
mit Mitteln zur Erkennung von Gruppen eines vorgegebenen Inhalts innerhalb der digitalen
Daten, welche anzeigen, dass eine gesprochene Warnmeldung übertragen wird, die nicht
digital codierbar ist, oder die durch digital codierte Warnmeldungen begleitet wird,
und eine besondere Dringlichkeit aufweist,
und mit Umschaltmitteln, welche in Reaktion auf eine Gruppe des vorgegebenen Inhalts
innerhalb der digitalen Daten eine Wiedergabe mit einer vorgegebenen Lautstärke und/oder
Speicherung der im Radiosignal übertragenen gesprochenen Warnmeldung bewirken.
1. Method for reproducing received spoken messages with a receiver which contains a reception
part, a data signal decoder and a reproduction device for audio signals,
where data signals are received which contain digitally encoded warning messages,
where, upon receipt of a group for the data signal with a prescribed content which
(group) indicates spoken messages which are not digitally encodable or indicates spoken
messages which are accompanied by digitally encoded warning messages and have a particular
urgency, the reproduction device is set to reproduce simultaneously received audio
signals at a prescribed volume and/or the simultaneously received audio signals are
stored.
2. Method according to Claim 1, where the reproduction device can be changed over to
audio signals other than that of the reception part, characterized in that receipt of the group with the prescribed content prompts changeover from a possibly
different set audio signal source to the reception part.
3. Method according to either of Claims 1 and 2, characterized in that receipt of the group with the prescribed content prompts an increase in the volume.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the setting of the reproduction device is also influenced by traffic radio identifier
signals sent in the data signal.
5. Method according to Claim 4, characterized in that during receipt of data signals from a first transmitter with a first reception part,
a second reception part is set to a second transmitter and is connected to the reproduction
device if the received data signals contain the group with the prescribed content
and the traffic radio identifier signals which are likewise contained in the received
radio data signal state that the transmitter being received is not sending any spoken
messages but the second transmitter is.
6. Method for sending a spoken message which is not digitally encodable or a spoken warning
message which is accompanied by digitally encoded warning messages and has a particular
urgency, where during this spoken message a prescribed content of a group for the
data signal is sent.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the group with the prescribed content is sent with information from another transmitter
regarding which transmitter is sending the spoken message.
8. Method according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the group with the prescribed content is sent automatically while the spoken message
appears on the screen of a sorting station.
9. Method according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the group with the prescribed content is sent by a suitable operator control operation.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the spoken messages which are not encodable are shown in highlight on the screen.
11. Method according to either of Claims 6 and 7, characterized in that when an announcement comprising a plurality of messages is shown on the screen of
a sorting station the group with the prescribed content is sent automatically while
the announcement appears on the screen if it contains at least one message which is
not encodable.
12. Method according to one of Claims 6 to 11, characterized in that the group with the prescribed content is provided with a location statement.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the location statement is the transmission area of the respective radio station.
14. Method according to one of Claims 6 to 13, characterized in that the prescribed content is a special message with the highest priority.
15. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the prescribed content is distinguished by a prescribed event code and/or a prescribed
location code.
16. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the group with the prescribed content is an RDS/TMC message.
17. Method according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the group with prescribed content is a 3A group for the radio data signal with identification
provided within block 4.
18. Method according to Claim 17, characterized in that a group for block 3 also contains 16 bits available as supplementary information,
particularly as a location code.
19. Receiver
with a reception part for receiving radio signals,
with a data signal decoder for evaluating digital data contained in a received radio
signal,
with means for decoding encoded warning messages contained in the digital data,
with means for identifying groups of a prescribed content within the digital data
which indicate that a spoken warning message is being transmitted which is not digitally
encodable or which is accompanied by digitally encoded warning messages and has a
particular urgency,
and with changeover means which, in response to a group of the prescribed content
within the digital data, prompt reproduction at a prescribed volume and/or storage
of the spoken warning message transmitted in the radio signal.
1. Procédé pour la reproduction de messages parlés reçus avec un récepteur, qui comprend
une partie de réception, un décodeur de signaux de données et un dispositif de reproduction
pour des signaux audio, selon lequel on reçoit des signaux de données qui contiennent
des messages d'avertissement à codage numérique, et à la réception d'un groupe de
signaux de données ayant un contenu prédéterminé, qui affiche des messages parlés
qui ne peuvent pas être codés numériquement ou qui affiche des messages parlés qui
sont accompagnés de messages d'avertissement à codage numérique, et qui présentent
une urgence particulière, le dispositif de reproduction est réglé avec une intensité
sonore prédéterminée sur la reproduction de signaux audio reçus en même temps et/ou
les signaux audio reçus en même temps sont stockés.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le dispositif de reproduction peut être
commuté sur d'autres signaux audio que celui de la partie de réception,
caractérisé en ce qu'
à la réception du groupe ayant un contenu prédéterminé, on commute d'une autre source
de signaux audio éventuellement réglée vers la partie de réception.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on augmente l'intensité sonore à la réception du groupe ayant le contenu prédéterminé.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le réglage du dispositif de reproduction est en outre influencé par des signaux d'identification
de radioguidage envoyés dans le signal de données.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
pendant la réception de signaux de données d'un premier émetteur avec une première
partie de réception, une deuxième partie de réception est réglée sur un deuxième émetteur
et est reliée au dispositif de reproduction, lorsque le groupe ayant le contenu prédéterminé
est contenu dans les signaux de données reçus et que les signaux d'identification
de radioguidage également contenus dans le signal de données radio reçu indiquent
que l'émetteur reçu n'envoie pas de messages parlés, mais bien le deuxième émetteur.
6. Procédé pour envoyer un message parlé ne pouvant pas être codé numériquement ou un
message d'avertissement parlé, qui est accompagné de messages d'avertissement à codage
numérique, et qui présente une urgence particulière,
caractérisé en ce qu'
on émet pendant ce message parlé un contenu prédéterminé d'un groupe du signal de
données.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le groupe ayant le contenu prédéterminé est émis par un autre émetteur, avec des informations
indiquant par quel émetteur le message parlé est émis.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
le groupe ayant le contenu prédéterminé est émis automatiquement, tandis que le message
parlé apparaît sur l'écran d'un poste de lecture.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
le groupe ayant le contenu prédéterminé est émis par une opération de commande appropriée.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
les messages parlés ne pouvant pas être codés sont mis en évidence sur l'écran.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
lors de la représentation d'une annonce composée de plusieurs messages sur l'écran
d'un poste de lecture, le groupe ayant le contenu prédéterminé est émis automatiquement,
tandis que l'annonce apparaît sur l'écran, lorsqu'au moins un message ne pouvant pas
être codé est contenu dans celle-ci.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 11,
caractérisé en ce que
le groupe ayant le contenu prédéterminé est pourvu d'une indication de lieu.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
l'indication de lieu est la zone d'émission de l'émetteur radio respectif.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 13,
caractérisé en ce que
le contenu prédéterminé est un message spécial à très haute priorité.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le contenu prédéterminé se caractérise par un code d'événement prédéterminé et/ou par un code de lieu prédéterminé.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le groupe ayant le contenu prédéterminé est un message RDS/TMC.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que
le groupe ayant le contenu prédéterminé est un groupe 3A du signal de données radio
avec une identification présente à l'intérieur du bloc 4.
18. Procédé selon la revendication 17,
caractérisé en ce que
dans un groupe du bloc 3, on dispose de 16 bits comme information supplémentaire,
notamment comme code de lieu.
19. Récepteur avec une partie de réception pour la réception de signaux radio, avec un
décodeur de signaux de données pour évaluer des données numériques contenues dans
un signal radio reçu, et comprenant des moyens pour décoder des messages d'avertissement
codés contenus dans les données numériques, des moyens pour identifier des groupes
ayant un contenu prédéterminé à l'intérieur des données numériques, qui affichent
que l'on transmet un message parlé qui ne peut pas être codé numériquement ou qui
est accompagné par des messages d'avertissement à codage numérique, et qui présente
une urgence particulière, et des moyens de commutation qui provoquent une reproduction
avec une intensité sonore prédéterminée et/ou un stockage du message d'avertissement
parlé transmis dans le signal radio, en réaction à un groupe ayant le contenu prédéterminé
à l'intérieur des données numériques.