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(11) |
EP 0 796 393 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2001 Patentblatt 2001/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.06.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 51/06 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9601/136 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9713/977 (17.04.1997 Gazette 1997/17) |
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ELEKTROMAGNETISCH BETÄTIGBARES VENTIL, INSBESONDERE BRENNSTOFFEINSPRITZVENTIL
ELECTROMAGNETICALLY OPERABLE VALVE, ESPECIALLY FUEL INJECTION VALVE
ELECTROVANNE, EN PARTICULIER POUR SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
07.10.1995 DE 19537382
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.09.1997 Patentblatt 1997/39 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- REITER, Ferdinand
D-71706 Markgröningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 007 724
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US-A- 4 308 890
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 143 (M-087), 9.September 1981 & JP 56 075955
A (NIPPON DENSO), 23.Juni 1981,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere
Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs. Aus der EP-OS 0 007
724 ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, daß ein kugelförmiges Ventilglied
aufweist, welches sich im Ventil axial bewegen kann und als Ventilschließkörper ebenso
dient. Das kugelförmige Ventilglied wirkt mit einem festen, nichtmagnetischen Ventilsitz
zusammen, wobei die eine Endstellung des Ventilgliedes bei nicht erregter Magnetspule
durch die Anlage des Ventilgliedes am Ventilsitz festgelegt ist. Ein magnetischer
Innenpol liegt, bezogen auf das Ventilglied, dem Ventilsitz genau gegenüber. Erfolgt
eine Erregung des elektromagnetischen Kreises, so wird das kugelförmige Ventilglied
zum Innenpol hin angezogen, wobei es unmittelbar an einer Kontaktfläche des Innenpols
anschlägt. Das Ventil ist nun geöffnet. Das Ventilglied wird von einem magnetischen
Seitenpol umgeben, der eine Magnetscheibe mit einer zylindrischen Öffnung darstellt.
Die Magnetfeldlinien verlaufen vom Seitenpol zum Innenpol über das Ventilglied, wobei
ein großer Radialluftspalt zwischen dem Seitenpol und dem Ventilglied auftritt, der
sich aus der Geometrie der zylindrischen Öffnung ergibt. Ein weiterer Nachteil besteht
in der schwierigen Handhabung des Innenpols bei der Ausgestaltung der Anschlagfläche.
Bei der Ausformung und Oberflächenbehandlung (Beschichtung) dieser Anschlagfläche
muß stets der gesamte Innenpol gehandhabt werden.
[0002] Aus der US-PS 4,308,890 ist ein ähnliches elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil
bekannt, das ebenfalls ein kugelförmiges Ventilglied besitzt. Die beiden Endstellungen
der axialen Bewegung des Ventilgliedes sind wiederum durch eine Anschlagfläche an
einem magnetischen Innenpol und einen festen Ventilsitz festgelegt. Eine Führung des
Ventilgliedes während seiner Axialbewegung zwischen den beiden Endstellungen ist nicht
vorhanden. Von einem Magnetgehäuse aus ragt ein Ringbereich im Bereich der axialen
Erstreckung des Ventilgliedes bis in die Nähe des Ventilgliedes. Durch den Ringbereich
ist ein innerer zylindrischer Öffnungsbereich vorgegeben, durch den sich das Ventilglied
bewegt. Auch hier ist ein großer Radialluftspalt zwischen dem Ventilglied und dem
als Seitenpol dienenden Ringbereich vorhanden. Dieselben, bereits genannten Nachteile
ergeben sich auch bei dem aus der EP-PS 0 063 952 bekannten elektromagnetisch betätigbaren
Fluideinspritzventil.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße elektromagnetisch betätigbare Ventil, insbesondere Brennstoffeinspritzventil,
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß in einfacher
und kostengünstiger Weise eine hohe Effektivität des Magnetkreises erreicht wird,
da die Verluste des Magnetfeldes aufgrund einfacher konstruktiver Maßnahmen sehr gering
gehalten werden können.
[0004] Ein erfindungsgemäßer, ein kugelförmiges Ventilglied umgebender weichmagnetischer
Führungskörper sorgt durch seine teilweise kalottenförmige Ausbildung im Bereich einer
inneren Führungsöffnung sowohl für eine gute Führung des Ventilgliedes als auch für
einen optimalen Übergang der Magnetfeldlinien auf das Ventilglied, da ein zwischen
beiden gebildeter Radialluftspalt minimal gehalten werden kann.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen elektromagnetisch betätigbaren
Ventils möglich.
[0006] Von Vorteil ist es außerdem, daß die Handhabung einiger Bauteile des Ventils bei
bestimmten Fertigungsprozessen, wie zum Beispiel Oberflächenbehandlungen, deutlich
vereinfacht ist. Ein zwischen einem als Innenpol dienenden Kern und dem kugelförmigen
Ventilglied angeordnetes Anschlagelement ist als separates Einlegeteil sehr gut formbar,
leicht einer Oberflächenbehandlung (z.B. Beschichten) zu unterziehen und außerdem
einfach montierbar. Von Vorteil ist es, das Anschlagelement scheibenförmig auszuführen
und mittels einer Druckfeder gegen den Kern drücken zu lassen, wobei die Führung des
Anschlagelements durch ein unmagnetisches Zwischenteil erfolgt.
[0007] Ein besonderer Vorteil besteht darin, das Anschlagelement als grobporigen Sinterkörper
auszuführen. Das Anschlagelement ist dann aus Kugeln gesintert, die Durchmesser im
Zehntel-Millimeter-Bereich aufweisen. Zwischen den zusammengesinterten Kugeln kann
ein Fluid noch gut durchströmen, so daß keine zusätzlichen Strömungskanäle erforderlich
sind. Neben der einfachen Geometrie und Herstellbarkeit ergibt sich durch die Grobporigkeit
der Vorteil, daß ein hydraulisches Kleben im Bereich der Anschlagfläche unterbunden
ist. Das Anschlagelement wirkt zugleich als Filter, der Grobschmutz vom Sitzbereich
fernhält.
[0008] Außerdem ist es von Vorteil, wenn zur Vermeidung des hydraulischen Klebens die kalottenförmige
Anschlagfläche des Anschlagelements nicht genau der Oberflächenkontur beziehungsweise
dem Radius des kugelförmigen Ventilglieds entspricht. Beim Anschlagen liegt dann weitgehend
nur noch eine ringförmige Linienberührung vor.
Zeichnung
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein teilweise
dargestelltes erfindungsgemäßes elektromagnetisch betätigbares Ventil, Figur 2 einen
Schnitt entlang der Linie II-II durch ein Anschlagelement, Figur 3 das Anschlagen
eines Ventilgliedes am Anschlagelement an einem Außenbereich, Figur 4 das Anschlagen
eines Ventilgliedes am Anschlagelement an einem Innenbereich und Figur 5 das Anschlagen
eines Ventilgliedes am Anschlagelement an einem mittleren Bereich.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] Das in der Figur 1 beispielsweise und nur teilweise dargestellte elektromagnetisch
betätigbare Ventil in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen
von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen elektromagnetischen
Kreis unter anderem mit einer Magnetspule 1, einem gestuften, rohrförmigen Magnetgehäuse
3 und einem als Innenpol und Brennstoffeinlaßstutzen dienenden Kern 5, der beispielsweise
über seine gesamte Länge einen konstanten Durchmesser aufweist. Ein zum Beispiel gestufter
Spulenkörper 6 nimmt eine Bewicklung der Magnetspule 1 auf und ermöglicht in Verbindung
mit der gestuften Bauweise des Magnetgehäuses 3 einen besonders kompakten Aufbau des
Einspritzventils im Bereich der Magnetspule 1.
[0011] Die Magnetspule 1 ist mit ihrem Spulenkörper 6 in dem gestuften Magnetgehäuse 3 in
gewisser Weise eingebettet, d.h. sie ist von dem Magnetgehäuse 3 in Umfangsrichtung
vollständig und nach unten zumindest teilweise umgeben. Ein in das Magnetgehäuse 3
einsetzbares, nicht dargestelltes Deckelelement sorgt für eine Abdeckung der Magnetspule
1 nach oben und dient dem Schließen des magnetischen Kreises. Das Deckelelement verbindet
also den Kern 5 mit dem Magnetgehäuse 3 oberhalb der Magnetspule 1. Durch eine Stufe
7 im Magnetgehäuse 3 unmittelbar unterhalb des Spulenkörpers 6 ergibt sich in stromabwärtiger
Richtung gesehen eine Verringerung des Durchmessers des Magnetgehäuses 3, das mit
seinem stromabwärtigen Endbereich 9 unter anderem auch als Ventilsitzträger fungiert.
Der Spulenkörper 6 liegt zum Beispiel auf der Stufe 7 des Magnetgehäuses 3 auf.
[0012] Das rohrförmige Magnetgehäuse 3 erstreckt sich dabei konzentrisch zu einer Ventillängsachse
10. In dem Magnetgehäuse 3 verläuft eine Längsbohrung 12, die ebenso konzentrisch
zu der Ventillängsachse 10 ausgebildet ist. In der Längsbohrung 12 ist ein kugelförmiges
Ventilglied 13 angeordnet, das sowohl Anker als auch Ventilschließkörper des Einspritzventils
darstellt. Mit einem unteren Kernende 14 des Kerns 5 ist dicht ein rohrförmiges, metallenes,
nichtmagnetisches Zwischenteil 15 beispielsweise durch Löten verbunden und umgibt
dabei das Kernende 14 teilweise axial. Da durch eine dichte und feste Verbindung des
Zwischenteils 15 mit dem Magnetgehäuse 3 auch die Dichtheit zwischen Kern 5 und Magnetgehäuse
3 gewährleistet ist, liegt die Magnetspule 1 trocken vor. Der Spulenkörper 6 liegt
dabei z.B. an einer oberen Stirnfläche 16 des Zwischenteils 15 an.
[0013] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung des Ventilglieds 13 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer an dem Ventilglied 13 anliegenden Rückstellfeder 17 beziehungsweise Schließen
des Einspritzventils dient der elektromagnetische Kreis mit der Magnetspule 1, dem
Magnetgehäuse 3 und dem Kern 5. In dem stromabwärts liegenden, der Magnetspule 1 abgewandten
Endbereich 9 des Magnetgehäuses 3 ist in der Längsbohrung 12 ein zylinderförmiger
Ventilsitzkörper 20, der einen festen Ventilsitz 21 aufweist, zum Beispiel durch Schweißen
dicht montiert.
[0014] Zur Führung des Ventilglieds 13 während seiner Axialbewegung entlang der Ventillängsachse
10 dient ein scheibenförmiger Führungskörper 25. Das kugelförmige Ventilglied 13 wirkt
mit dem sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig verjüngenden Ventilsitz 21 des
Ventilsitzkörpers 20 zusammen. Der Umfang des Ventilsitzkörpers 20 weist: einen geringfügig
kleineren Durchmesser auf als die Längsbohrung 12 des Magnetgehäuses 3. An seiner
dem Ventilglied 13 abgewandten Stirnseite 26 ist der Ventilsitzkörper 20 mit einer
beispielsweise topfförmig ausgebildeten Spritzlochscheibe 27 konzentrisch und fest,
beispielsweise durch eine umlaufende, dichte und mittels eines Lasers ausgebildete
Schweißnaht verbunden.
[0015] Die topfförmige Spritzlochscheibe 27 besitzt neben einem Bodenteil 28, an dem der
Ventilsitzkörper 20 befestigt ist und in dem wenigstens eine, beispielsweise vier
durch Erodieren oder Stanzen ausgeformte Abspritzöffnungen 29 verlaufen, einen umlaufenden
stromabwärts gerichteten Halterand 30. Ein unmittelbares Durchströmen des Fluids,
insbesondere des Brennstoffs in eine Ansaugleitung der Brennkraftmaschine außerhalb
der Abspritzöffnungen 29 wird durch eine Schweißnaht 31 zwischen Spritzlochscheibe
27 und Magnetgehäuse 3 vermieden.
[0016] Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 20 mit der topfförmigen Spritzlochscheibe
27 beziehungsweise die Anordnung eines scheibenförmigen Anschlagelements 33 stromaufwärts
des Ventilglieds 13 bestimmen die Größe des Hubs des Ventilglieds 13. Dabei ist die
eine Endstellung des Ventilglieds 13 bei nicht erregter Magnetspule 1 durch die Anlage
des Ventilglieds 13 am Ventilsitz 21 des Ventilsitzkörpers 20 festgelegt, während
sich die andere Endstellung des Ventilglieds 13 bei erregter Magnetspule 1 durch dessen
Anlage am Anschlagelement 33 ergibt.
[0017] Eine in eine konzentrisch zur Ventillängsachse 10 verlaufende Strömungsbohrung 35
des Kerns 5 eingeschobene Einstellhülse 36, die beispielsweise aus gerolltem Federstahlblech
ausgeformt ist, dient zur Einstellung der Federvorspannung der in der Strömungsbohrung
35 verlaufenden und an der Einstellhülse 36 anliegenden Rückstellfeder 17, die sich
wiederum mit ihrer gegenüberliegenden Seite an der Oberfläche des kugelförmigen Ventilglieds
13 abstützt. Die Rückstellfeder 17 durchragt dabei auch das Anschlagelement 33 in
einer durchgehenden inneren Öffnung 38, die beispielsweise einen Durchmesser aufweist,
der dem Durchmesser der Strömungsbohrung 35 des Kerns 5 genau entspricht. Somit stellt
die Öffnung 38 eine Fortsetzung der Strömungsbohrung 35 dar.
[0018] Mit einer oberen Stirnfläche 40 liegt das Anschlagelement 33 am Kernende 14 des Kerns
5 an. Dabei ist die Stirnfläche 40 zum Beispiel so bearbeitet, daß das Anschlagelement
33 ausschließlich den Kern 5 berührt und nicht das Zwischenteil 15. Um dies zu erreichen,
ist beispielsweise am äußeren Umfang des Anschlagelements 33 eine umlaufende Abschrägung
41 vorgesehen. In Umfangsrichtung wird das Anschlagelement 33 ansonsten vom Zwischenteil
15 geführt. Während die obere Stirnfläche 40 des Anschlagelements 33 eben ausgeführt
ist, ist die ihr gegenüberliegende, dem Ventilglied 13 zugewandte untere Anschlagfläche
43 kalottenförmig ausgebildet, um den Magnetkreis durch kleine Luftspalte möglichst
effektiv zu machen. Verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung der Kalottengeometrie
am Anschlagelement 33 zeigen die Figuren 3 bis 5, die später näher erläutert werden.
Die kalottenförmige Anschlagfläche 43 ist unterbrochen durch wenigstens einen, beispielsweise
vier radial und zugleich auch stromabwärts verlaufende Fluiddurchlässe, insbesondere
Brennstoffdurchlässe 44. Der wenigstens eine Brennstoffdurchlaß 44 ist dabei nutförmig
im Anschlagelement 33 eingebracht.
[0019] Das Anschlagelement 33 besitzt eine gestufte Außenkontur, wobei ein oberer Bereich
einen größeren Außendurchmesser aufweist als ein die Brennstoffdurchlässe 44 beinhaltender
unterer Bereich. Damit ergibt sich ein Absatz 46 am Anschlagelement 33, gegen den
eine Druckfeder 47 drückt. Während die am Anschlagelement 33 anliegende Druckfeder
47 das Anschlagelement 33 gegen das Kernende 14 des Kerns 5 drückt, stützt sie sich
mit ihrer gegenüberliegenden Seite am Führungskörper 25 ab, der wiederum auf dem Ventilsitzkörper
20 aufliegt. Das Anschlagelement 33 besteht aus weichmagnetischem Material und ist
zumindest an der unteren kalottenförmigen Anschlagfläche 43 aus Gründen des Verschleißschutzes
oberflächenbehandelt, z.B. verchromt.
[0020] Das kugelförmige Ventilglied 13 besitzt einen Kugeläquator 48, der in einer Kugelebene
liegt, die die Kugel in zwei gleich große Kugelhälften aufteilt. Im Bereich dieses
Kugeläquators 48 erstreckt sich der scheibenförmige Führungskörper 25, der eine Führungsöffnung
49 aufweist, durch die sich das Ventilglied 13 bewegt. Der Führungskörper 25 ist aus
einem weichmagnetischen Werkstoff hergestellt und zumindest von der axialen Höhe des
Kugeläquators 48 bei am Ventilsitz 21 anliegenden Ventilglied 13 ausgehend in stromabwärtiger
Richtung entsprechend der Kontur des Ventilglieds 13 kalottenförmig ausgebildet. Der
Magnetfluß geht über das Magnetgehäuse 3, den Führungskörper 25, das Ventilglied 13
und das Anschlagelement 33 zum Kern 5. Durch die kalottenförmige Ausbildung der Führungsöffnung
49 am Führungskörper 25 kann der Magnetfluß mit minimalem Radialluftspalt auf das
Ventilglied 13 übertreten. Der obere Teil der Führungsöffnung 49 ist zum Beispiel
zylindrisch ausgeführt. Der Führungskörper 25 kann auch um 180° gedreht so eingebaut
sein, daß der kalottenförmig ausgebildete Abschnitt der Führungsöffnung 49 oberhalb
des Kugeläquators 48 liegt. Zur Fluidzuführung in Richtung des Ventilsitzes 21 können
axial verlaufende, nutähnliche Vertiefungen an der Führungsöffnung 49 des Führungskörpers
25 vorgesehen sein. Der Führungskörper 25 ist zum Beispiel durch Prägen, Sintern oder
MIM-Technik (Metal-Injection-Moulding) hergestellt.
[0021] Auch das Anschlagelement 33 kann durch Prägen, Sintern oder MIM-Technik hergestellt
sein. Alternativ kann das Anschlagelement 33 aus Kugeln gesintert sein, die Durchmesser
im Zehntel-Millimeter-Bereich aufweisen. Bei einem solchen grobporigen Sinterkörper
sind dann die Fluiddurchlässe, insbesondere Brennstoffdurchlässe 44 nicht mehr erforderlich,
da zwischen den zusammengesinterten Kugeln der Brennstoff durchströmen kann. Durch
die großporige Oberfläche des Anschlagelements 33 kann ein hydraulisches Kleben wirksam
unterbunden werden. Das Anschlagelement 33 wirkt auch als Filter, der Schmutz vom
Sitzbereich fernhält.
[0022] Auf den Endbereich 9 des Magnetgehäuses 3 ist zum Beispiel ein Haltering 52 aus Blech
montiert. Dieser umlaufende, im Profil hakenförmige Haltering 52 besitzt an drei oder
vier Stellen des Umfangs ausgestellte Laschen 53, die bei der Demontage des Einspritzventils
ein Abstreifen des Halterings 52 durch Selbsthemmung verhindern. Durch die Stufe 7
des Magnetgehäuses 3 und den Haltering 52 wird am äußeren Umfang des Magnetgehäuses
3 eine Ringnut gebildet, in der ein Dichtring 55 angeordnet ist.
[0023] Die Figur 2 ist eine Schnittdarstellung des Anschlagelements 33 entlang der Linie
II-II in Figur 1. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind vier nutförmige, jeweils im
Abstand von 90° zueinander angeordnete Brennstoffdurchlässe 44 vorgesehen, die von
der inneren Öffnung 38 aus radial nach außen verlaufen. Eine andere Anzahl von Brennstoffdurchlässen
44 ist ebenso denkbar. Auf die Brennstoffdurchlässe 44 kann ganz verzichtet werden,
wenn das Anschlagelement 33 als grobporiger Sinterkörper ausgebildet ist.
[0024] Um ein hydraulisches Kleben zu verhindern, sollte die Geometrie der kalottenförmigen
Anschlagfläche 43 des Anschlagelements 33 nicht genau der Oberflächenkontur beziehungsweise
dem Radius des kugelförmigen Ventilglieds 13 entsprechen. Die Figuren 3, 4 und 5 zeigen
mögliche Konturen zur Vermeidung des hydraulischen Klebens. So kann das Ventilglied
13 nur an einem Außenbereich (Figur 3), nur an einem Innenbereich (Figur 4) oder nur
an einem mittleren Bereich (Figur 5) der Anschlagfläche 43 des Anschlagelements 33
anschlagen, während sich die jeweiligen anderen Bereiche der Anschlagfläche 43 mit
sehr geringem Abstand vom Ventilglied 13 erstrecken. Es liegt also jeweils weitgehend
nur noch eine ringförmige Linienberührung vor.
1. Elektromagnetisch betätigbares Ventil, insbesondere Brennstoffeinspritzventil für
Brennstoffeinspritzanlagen für Brennkraftmaschinen, mit einer Ventillängsachse, mit
einem axial entlang der Ventillängsachse bewegbaren, kugelförmigen Ventilglied, das
mit einem Ventilsitz zusammenwirkt, an dem das Ventilglied in einer Endstellung der
axialen Bewegung anliegt, mit wenigstens einer Abspritzöffnung stromabwärts des Ventilsitzes,
mit einem einen Innenpol des elektromagnetischen Kreises darstellenden Kern, der dem
Ventilsitz, bezogen auf das Ventilglied, gegenüberliegt, wobei das Ventilglied einen
Kugeläquator hat, der senkrecht zur Ventillängsachse verläuft und in dessen Ebene
sich ein Führungskörper mit einer Führungsöffnung erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsöffnung (49) des Führungskörpers (25), in der das Ventilglied (13)
axial bewegbar ist, zumindest teilweise kalottenförmig ausgebildet ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsöffnung (49) des Führungskörpers
(25) über ihre axiale Erstreckung gesehen mit einem zylindrischen Abschnitt ausgebildet
ist, an den sich ein verengender Abschnitt mit einer kalottenförmigen Kontur anschließt.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Abschnitt mit der kalottenförmigen
Kontur dem Ventilsitz (21) zugewandt an den zylindrischen Abschnitt der Führungsöffnung
(49) anschließt.
4. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Abschnitt mit der kalottenförmigen
Kontur dem Kern (5) zugewandt an den zylindrischen Abschnitt der Führungsöffnung (49)
anschließt.
5. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine nutähnliche Vertiefung an der Führungsöffnung (49) vorgesehen ist.
6. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz (21) an einem Ventilsitzkörper
(20) ausgebildet ist, auf dem der Führungskörper (25) aufliegt.
7. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kern (5) und dem
Ventilglied (13) ein Anschlagelement (33) angeordnet ist, das eine dem Ventilglied
(13) zugewandte, kalottenförmige Anschlagfläche (43) aufweist, an der das Ventilglied
(13) in seiner anderen Endstellung der axialen Bewegung anliegt.
8. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement (33) scheibenförmig
ausgeführt ist und eine axial verlaufende innere Öffnung (38) besitzt.
9. Ventil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement (33)
an seiner Außenkontur einen Absatz (46) aufweist, durch den sich in stromabwärtiger
Richtung der Außendurchmesser verringert, und an dem Absatz (46) eine Druckfeder (47)
anliegt, die das Anschlagelement (33) gegen den Kern (5) drückt, wobei sich die Druckfeder
(47) mit ihrer gegenüberliegenden Seite an dem Führungskörper (25) abstützt.
10. Ventil nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement
(33) wenigstens einen Fluiddurchlaß (44) aufweist, der eine Fluidströmung von der
inneren Öffnung (38) ausgehend in Richtung des Ventilsitzes (21) gewährleistet.
11. Ventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Fluiddurchlaß
(44) radial verlaufend und nutförmig an der dem Ventilglied (13) zugewandten Anschlagfläche
(43) des Anschlagelements (33) ausgebildet ist.
12. Ventil nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement
(33) ein grobporiger Sinterkörper ist, durch dessen Materialgefüge das Fluid durchströmen
kann.
13. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (13) in seiner
einen Endstellung nur an einem sehr kleinen Bereich der Anschlagfläche (43) des Anschlagelements
(33) anliegt, so daß weitgehend nur eine ringförmige Linienberührung vorliegt.
1. Electromagnetically actuable valve, in particular fuel injection valve for fuel injection
systems for internal combustion engines, having a valve longitudinal axis, having
a spherical valve member which can be moved axially along the valve longitudinal axis
and interacts with a valve seat, against which the valve member bears in an end position
of the axial movement, having at least one spray opening downstream of the valve seat,
having a core which constitutes an internal pole of the electromagnetic circuit and,
with reference to the valve member, lies opposite the valve seat, the valve member
having a sphere equator which runs perpendicularly with respect to the valve's longitudinal
axis and in the plane of which a guide body having a guide opening extends, characterized
in that the guide opening (49) of the guide body (25), in which opening the valve
member (13) can be moved axially, is at least partially of dome-shaped design.
2. Valve according to Claim 1, characterized in that the guide opening (49) of the guide
body (25) is, as seen over its axial extent, designed with a cylindrical section adjoined
by a tapering section having a dome-shaped contour.
3. Valve according to Claim 2, characterized in that the section with the dome-shaped
contour facing the valve seat (21) adjoins the cylindrical section of the guide opening
(49).
4. Valve according to Claim 2, characterized in that the section with the dome-shaped
contour facing the core (5) adjoins the cylindrical section of the guide opening (49).
5. Valve according to one of the preceding claims, characterized in that at least one
groove-like depression is provided on the guide opening (49).
6. Valve according to Claim 1, characterized in that the valve seat (21) is formed on
a valve seat body (20), on which the guide body (25) rests.
7. Valve according to Claim 1, characterized in that a stop element (33) is arranged
between the core (5) and the valve member (13), which stop element has a dome-shaped
stop surface (43) which faces the valve member (13) and against which the valve member
(13) bears in its other end position of the axial movement.
8. Valve according to Claim 7, characterized in that the stop element (33) is of disc-shaped
design and has an inner opening (38) running axially.
9. Valve according to Claim 7 or 8, characterized in that the stop element (33) has,
on its outer contour, a shoulder (46) causing the outside diameter to be reduced in
the downstream direction, and bearing against the shoulder (46) is a compression spring
(47) which presses the stop element (33) against the core (5), the compression spring
(47) being supported by its opposite side against the guide body (25).
10. Valve according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the stop element (33)
has at least one fluid passage (44) which ensures fluid flow in the direction of the
valve seat (21) starting from the inner opening (38).
11. Valve according to Claim 10, characterized in that the at least one fluid passage
(44) is designed such that it runs radially and in the form of a groove on that stop
surface (43) of the stop element (33) which faces the valve member (13).
12. Valve according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the stop element (33)
is a macro-pored sintered body through whose material structure the fluid can flow.
13. Valve according to Claim 7, characterized in that the valve member (13) bears, in
its one end position, only against a very small region of the stop surface (43) of
the stop element (33), with the result that to a large extent there is only annular
linear contact.
1. Soupape à commande électromagnétique, notamment à injecteur de carburant pour des
installations d'injection de carburant de moteurs à combustion interne, comprenant
- un axe longitudinal avec un organe d'obturation en forme de billes mobiles axialement
le long de cet axe et coopérant avec un siège de soupape contre lequel vient s'appuyer
cet organe d'obturation en positions de fin de course axiale,
- au moins un orifice d'éjection en aval du siège de soupape,
- un noyau constituant le pôle intérieur du circuit électromagnétique qui est en regard
du siège de soupape rapporté à l'organe d'obturation,
- l'organe d'obturation ayant un équateur perpendiculaire à l'axe longitudinal de
la soupape et dans le plan duquel s'étend un organe de guidage avec son ouverture
de guidage,
caractérisée en ce que
l'ouverture de guidage (49) de l'organe de guidage (25) dans lequel l'organe d'obturation
(13) se déplace axialement est au moins en partie en forme de calotte.
2. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'orifice de guidage (49) de l'organe de guidage (25) comporte un segment cylindrique
dans son extension axiale et ce segment se poursuit par un segment rétréci ayant un
contour en forme de calotte.
3. Soupape selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
le segment avec le contour en forme de calotte tourné vers le siège de soupape (21),
fait suite au segment cylindrique de l'orifice de guidage (49).
4. Soupape selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
le segment à contour en forme de calotte fait suite au segment cylindrique de l'orifice
de guidage (49) tourné vers le noyau (5).
5. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par
au moins une cavité en forme de rainure dans l'orifice de guidage (49).
6. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le siège de soupape (21) est réalisé sur un organe formant siège (20) et sur lequel
repose l'organe de guidage (25).
7. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée par
un élément de butée (33) prévu entre le noyau (5) et l'organe d'obturation (13), cet
élément de butée ayant une surface d'appui (43) en forme de calotte tournée vers l'organe
d'obturation (13), surface contre laquelle l'organe d'obturation (13) vient dans son
autre position de fin de course de mouvement axial.
8. Soupape selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
l'élément de butée (33) est en forme de disque et possède une ouverture intérieure
dirigée axialement.
9. Soupape selon l'une des revendications 7 ou 8,
caractérisée en ce que
l'élément de butée (33) présente, au niveau de son contour extérieur, un épaulement
(46) contre lequel s'appuie un ressort de compression (47) poussant l'élément de butée
(33) contre le noyau (5), le ressort de compression (47) s'appuyant par son extrémité
opposée contre l'organe de guidage (25).
10. Soupape selon l'une quelconque des revendications 7 à 9,
caractérisée en ce que
l'élément de butée (33) comporte au moins un passage de fluide (44) qui assure le
passage du liquide de l'orifice intérieur (38) en direction du siège de soupape (21).
11. Soupape selon la revendication 10,
caractérisée en ce que
le passage de fluide (44) est dirigé radialement et présente une forme de rainure
dans la surface de butée (43) de l'élément de butée (33) tournée vers l'organe d'obturation
(13).
12. Soupape selon l'une quelconque des revendications 7 à 9,
caractérisée en ce que
l'élément de butée (33) est un corps fritté à pores grossiers dont le réseau de matière
peut être traversé par le fluide.
13. Soupape selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
l'organe d'obturation (13) ne s'appuie dans l'une de ses positions de fin de course
que sur une très petite zone de la surface d'appui (43) de l'élément de butée (33)
pour avoir, dans une très large mesure, uniquement un contact linéaire annulaire.

