| (19) |
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(11) |
EP 0 796 665 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.07.2000 Patentblatt 2000/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.03.1997 |
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| (54) |
Verfahren und System zur Farbversorgung einer Beschichtungsanlage
Process and system for supplying paint to a coatinginstallation
Système et procédé d'alimentation en peinture d'une installation de revêtement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR GB IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
18.03.1996 DE 19610589
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.09.1997 Patentblatt 1997/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Dürr Systems GmbH |
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70435 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Vetter, Kurt, Dipl.-Ing
71686 Remseck (DE)
- Baumann, Michael, Dipl.-Ing.
74223 Flein (DE)
- Haas, Jürgen, Dipl.-Ing.
75438 Knittlingen (DE)
- Hezel, Thomas, Dipl.-Ing.
71679 Asperg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heusler, Wolfgang, Dipl.-Ing. et al |
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v. Bezold & Sozien
Patentanwälte
Akademiestrasse 7 80799 München 80799 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 792 695
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US-A- 5 549 755
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 271 (C-311), 29.Oktober 1985 & JP 60 122073
A (TOKICO KK), 29.Juni 1985,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Farbversorgung einer Beschichtungsanlage
für die Serienbeschichtung von Werkstücken, insbesondere Fahrzeugkarossen.
[0002] Bei einem aus der EP-PS 0 274 322 bekannten System dieser Art mit einem die Sprühvorrichtung
tragenden Lackierroboter werden auswechselbare Behälter an in der Sprühkabine im Bewegungsbereich
des Roboters befindlichen, an Farbversorgungsleitungen angeschlossenen Zapfstellen
befüllt, von wo sie sich der Lackierroboter je nach Bedarf selbst holt. Die auswechselbaren
Behälter können an unterschiedlichen Stellen an je eine der zahlreichen Leitungen
angekoppelt sein, während bei einer anderen Ausführungsform nur zwei Behälter vorgesehen
sind, von denen jeweils einer am Roboter montiert ist, während der andere an einem
an die Verbindungsleitungen angeschlossenen Farbwechsler befüllt wird. Ein solches
System vermeidet lange Schläuche zwischen der Sprühvorrichtung und den Versorgungsleitungen
und ermöglicht das elektrostatische Beschichten mit elektrisch leitendem Beschichtungsmaterial
ohne Probleme einer leitenden Verbindung zwischen der Sprühvorrichtung und den Versorgungsleitungen.
Das bekannte System erfordert aber relativ hohen Steueraufwand, wenn jeder Farbversorgungsleitung
ein eigener auswechselbarer Behälter zugeordnet wird, da der Roboter bei jedem Farbwechsel
eine andere Zapfstelle anfahren muß. Außerdem muß der Roboter beim Anfahren der Zapfstelle
auf das Befüllen des Behälters warten. Sind dagegen nur zwei abwechselnd zu füllende
und zu verwendende Behälter vorhanden, müssen diese bei jedem Farbwechsel gespült
werden, was zu Zeitverlusten des Beschichtungsbetriebes und zum Verlust des aus Reservegründen
jeweils im Behälter verbleibenden Materials führt. In jedem Fall muß der Roboter zum
Ankoppeln der Behälter an die Zapfstellen aufwendig gesteuerte Bewegungen durchführen.
[0003] An sich ist es für die Farbversorgung eines Lackierroboters für Kraftfahrzeugkarossen
mit auswechselbar am Roboterarm montierbaren Behältern auch schon bekannt, mit der
für je eine Karosse benötigten Menge befüllte Behälter nacheinander auf einem Förderband
zu einer Übergabestelle zu transportieren, von wo sie von einem Hilfsroboter entnommen
und dem Lackierroboter übergeben werden.
[0004] Ziel der Erfindung ist ein für die Serienbeschichtung insbesondere von Kraftfahrzeugkarossen
geeignetes Verfahren bzw. ein dafür geeignetes System mit größtmöglicher Flexibilität
hinsichtlich der zu verwendenden Farben, Sprühvorrichtungen und Beschichtungsmaschinen,
das beim Befüllen der auswechselbaren Behälter geringe Farbwechselverluste und einen
weitgehend verzögerungsfreien Beschichtungsbetrieb ermöglicht und hierbei vorzugsweise
auch mit geringem Steueraufwand insbesondere für die Steuerung notwendiger Bewegungen
auskommt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.
[0006] Bei dem hier beschriebenen System können die Behälter mit Material jeweils derselben
Farbe gefüllt werden und werden nur dann gespült, wenn durch ein vorzugsweise selbsttätig
arbeitendes Steuer- und Überwachungssystem festgestellt wird, daß der Behälter über
eine vorbestimmte Zeitspanne nicht zum Beschichten verwendet oder beim Beschichten
unvollständig entleert oder nach Entleerung nicht wieder gefüllt worden war, was aber
nur selten vorkommt, oder wenn ein Behälter mit einer anderen Farbe gefüllt werden
muß, weil ausnahmsweise für einen bevorstehenden Beschichtungsvorgang kein Behälter
mit passender Farbe verfügbar ist. Infolgedessen werden die durch regelmäßiges Spülen
verursachten Farbverluste vermieden.
[0007] Da nur selten Farbverluste durch Spülen auftreten, sind in dieser Hinsicht auch die
jeweiligen Füllmengen unkritisch. An sich kann es zweckmäßig sein, den Behälter nur
mit einer vorbestimmten Materialmenge zu befüllen, die für einen vorbestimmten Beschichtungsvorgang
benötigt wird, beispielsweise zum Beschichten einer Karosse, doch ist normalerweise
eine ausreichende Reservemenge erforderlich. Überschüssige Farbe kann aber im Behälter
bleiben und wird bei der nächstfolgenden Verwendung des Behälters versprüht.
[0008] Da alle Behälter während des normalen Beschichtungsbetriebes ohne dessen Unterbrechung
nachgefüllt und nötigenfalls gespült werden können, arbeitet das System ferner mit
geringstmöglichen Zeitverlusten, die bei zweckmäßiger Vorpositionierung der Behälter
auf der Transportvorrichtung allenfalls auf die zum Ankoppeln der Behälter an die
Sprühvorrichtung und zum Abkoppeln benötigte Zeit beschränkt werden können. Für die
Beschichtung lassen sich auch diese Zeitverluste vermeiden, wenn mindestens zwei einander
im Betrieb abwechselnde Beschichtungsvorrichtungen vorgesehen sind.
[0009] Ein wichtiger Vorteil besteht darin, daß das System für die Farbversorgung weitgehend
beliebiger Beschichtungssysteme geeignet ist, z.B. für elektrostatische Anlagen für
herkömmliche Lacke oder elektrisch leitende Wasserlacke, oder auch für Luftzerstäuber,
und zwar nicht nur für Roboter wie die oben erwähnten bekannten Systeme, sondern für
beliebige maschinelle oder auch manuelle Beschichtungsvorrichtungen. Bei Verwendung
elektrisch leitfähiger Beschichtungsmaterialien ergibt sich aufgrund des Behältertransports
die erforderliche Potentialtrennung zwischen den auf Hochspannungspotential liegenden
Zerstäubern und dem auf Erdpotential liegenden Vorrats- oder Versorgungssystemen.
Hierbei müssen nur einfache Bewegungen gesteuert werden, was wiederum bei Robotern
und anderen Beschichtungsvorrichtungen den Steueraufwand erheblich reduzieren kann.
Besonders zweckmäßig kann es im Hinblick auf einfach zu steuernde Bewegungen sein,
wenn die in die Transportvorrichtung eingesetzten Behälter an der Übergabestelle durch
eine Linearbewegungsvorrichtung entnommen werden, welche den Behälter längs einer
geradlinigen Bahn zwischen der Beschichtungsvorrichtung und der Transportvorrichtung
bewegt. Im Fall einer mehrachsigen Lackiermaschine kann der die Sprühvorrichtung tragende
Arm auf der der Transportvorrichtung zugewandten Seite der Maschine zur Übernahme
der Behälter von bzw. zurück zu der Transportvorrichtung in eine vertikale Stellung
geschwenkt werden, was ebenfalls einfach steuerbar ist. Derselbe Vorteil ergibt sich,
wenn die Beschichtungsmaschine zur Übernahme und Übergabe der Behälter parallel zur
Förderrichtung der zu beschichtenden Werkstücke zu der Übergabestelle gefahren wird.
Der Behälter wird vorzugsweise durch eine Öffnung des Armes in dessen Innenraum eingesetzt,
wo er sehr einfach einerseits an Steuerventile der Spülvorrichtung und andererseits
an einen elektromechanischen Antrieb zum dosierten Entleeren des Behälters angekuppelt
werden kann, wie in der DE-Patentanmeldung 196 10 588.9 vom 18.03.1996 beschrieben
ist.
[0010] Da die auswechselbaren Behälter wegen der Zwischenspeicherung auf der Transportvorrichtung
ohne Zeitprobleme für den Beschichtungsbetrieb, also relativ langsam gefüllt werden
können, ist kein hoher Druck in den Leitungen nötig, wodurch das in den Leitungen
fließende, in der Regel druckempfindliche Beschichtungsmaterial geschont wird. Aus
demselben Grund sind Druckschwankungen in den Leitungen weit weniger kritisch als
in Fällen, in denen es auf mögichst schnelle Befüllung ankommt.
[0011] Ferner ermöglicht die Erfindung problemlos die Beschichtung mit praktisch beliebigen
Farbtönen, da nicht nur die in den schon bisher üblichen Versorgungsleitungen gelieferten
Farben zur Verfügung stehen, sondern darüber hinaus alle möglichen Mischungen aus
diesen und/oder weiteren Farben. Die Mischung kann im Behälter durch Einfüllen unterschiedlicher
Farben oder schon vor dem Befüllen des betreffenden Behälters erfolgen, und zwar selbsttätig
durch Zusammenführung von mindestens zwei verschiedenen Farben z.B. aus den angeschlossenen
Versorgungsleitungen oder auch manuell. In der Regel erfolgt vollautomatisch eine
flexibel wählbare beliebige Bereitstellung von Farben, die von einem elektronischen
Steuersystem entsprechend den jeweiligen Anforderungen durchgeführt wird. In Sonderfällen
kann die Transportvorrichtung auch mit extern ohne Anschluß an die Versorgungsleitungen
der Befüllstelle des hier beschriebenen Systems befüllten Behältern bestückt werden.
[0012] An der Befüllstelle soll eine Vorrichtung vorgesehen sein, die den Behälter selbsttätig
an eine von mindestens einer Versorgungsleitung gespeiste Einrichtung ankoppelt. Die
Anordnung der Farben auf der Transportvorrichtung kann je nach Zweckmäßigkeit an beliebigen
Positionen erfolgen, da die an der Übergabestelle und an der Befüllstelle vorgesehenen
automatischen Vorrichtungen zum Zuführen und Entnehmen bzw. zum Befüllen der Behälter
freien Zugriff zu allen Positionen auf der Transportvorrichtung haben.
[0013] Wie im Fall der erwähnten bekannten Systeme könnte sich die Befüllstelle oder wenigstens
die Übergabestelle innerhalb der Sprühkabine befinden, in der die Beschichtung üblicherweise
erfolgt. Aus verschiedenen Gründen soll die Sprühkabine aber vor allem im eigentlichen
Sprühbereich so wenig Bestandteile des Gesamtsystems enthalten wie möglich, unter
anderem wegen der Verschmutzungsgefahr durch das abgesprühte Beschichtungsmaterial
und wegen Beeinträchtigungen der Bewegungsfreiheit der Beschichtungsmaschinen. Bei
dem hier beschriebenen System soll sich die Transportvorrichtung deshalb vorzugsweise
vollständig außerhalb der Sprühkabine befinden, z.B. im Wartungsbereich der Anlage,
und von der Sprühvorrichtung durch eine Wand getrennt sein, wobei die Behälter durch
eine Öffnung der Wand hindurch der Sprühvorrichtung zugeführt und zu der Transportvorrichtung
zurückgebracht werden. Da hierbei auch die Befüllstelle sich außerhalb der Kabine
befindet, ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß die üblicherweise als Versorgungsleitungen
dienenden Ringleitungen, in denen das Beschichtungsmaterial zirkuliert, nicht bis
in die Kabine geführt werden müssen und deshalb kürzer und wegen der entsprechend
geringeren Druckverluste auch dünner sein können als bisher.
[0014] In der EP 0 792 695 A wurde an sich schon ein Farbversorgungssystem für eine elektrostatische
Sprühvorrichtung vorgeschlagen, bei dem mit Beschichtungsmaterial gefüllte Behälter
auf einer drehbar in der Sprühvorrichtung gelagerten Transportvorrichtung angeordnet
sind und von dieser Transportvorrichtung von einer Befüllstelle zu einer von der Befüllstelle
entfernten Entnahmestelle und von dieser zurück zu der Befüllstelle transportierbar
sind. Während der Materialentnahme bei der Beschichtung sind die Behälter also von
der an die Befüllstelle angeschlossenen externen Versorgungseinrichtung getrennt,
während sie beim Befüllen von der Sprühvorrichtung abgekoppelt sind. Im Unterschied
zu der vorliegend beschriebenen Erfindung ist hier aber keine weitere Vorrichtung
für die Zuführung der Behälter von einer Übergabestelle zu der Sprühvorrichtung vorgesehen.
Außerdem verbleiben bei dem bekannten System die Behälter beim Farbwechsel in der
Beschichtungsmaschine.
[0015] An den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung des Farbversorgungssystems;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung, mit der ein Behälter zwischen der
Sprühvorrichtung und der Transportvorrichtung gemäß Fig. 1 bewegbar ist;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Befüllstation des Systems nach Fig. 1;
- Fig. 4
- ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines weiteren Farbversorgungssystems.
[0016] Die Transportvorrichtung des hier beschriebenen Systems kann an sich beliebiger Art
sein, beispielsweise ein Bandförderer oder ein Kettenförderer. Bei dem in Fig. 1 dargestellten
Beispiel dient aber als Transportvorrichtung ein in eine oder beide Richtungen drehbares
Magazin 1, das mit Einrichtungen zum Aufnehmen und Festhalten von kartuschenartigen
Behältern 2 an einer Vielzahl von gleichmäßig verteilten Positionen versehen sein
kann, wie es an sich bei Werkzeugmagazinen in Verbindung mit Werkzeugwechselvorrichtungen
bekannt und üblich ist. Zweckmäßig dient das Magazin zur gleichzeitigen Speicherung
einer Vielzahl von Behältern, die mindestens gleich der Anzahl oder vorzugsweise gleich
der doppelten Anzahl der wählbaren Farben ist.
[0017] Durch den Pfeil 4 wird eine Befüllstelle angedeutet, in der die in das Magazin 1
eingesetzten Behälter 2 automatisch mit den jeweils gewünschten unterschiedlichen
Farben befüllt werden. Sie können beim Befüllen in dem Magazin bleiben, wenn eine
entsprechend bewegbare Fülleinrichtung an den zu füllenden Behälter angekoppelt wird,
wie im dargestellten Fall angenommen sei. In anderen Fällen können die Behälter zum
Befüllen dem Magazin von einer geeigneten Vorrichtung entnommen und dann ebenfalls
selbsttätig an die Fülleinrichtung angekoppelt werden. Die hier als bewegbar angenommene
Fülleinrichtung enthält als wichtigsten Bestandteil einen Farbwechsler 6 oder wenigstens
eine mit einem Farbwechsler verbundene bewegbare Einrichtung, wobei der Farbwechsler
seinerseits an eine Vielzahl von allgemein mit 7 bezeichneten Ringleitungen angeschlossen
ist, in denen verfügbare Beschichtungsmaterialien unterschiedlicher Farbe zirkulieren.
[0018] Wie bei 8 angedeutet ist, können an der Befüllstelle einzelne Behälter beispielsweise
mit individuell gemischten Sonderfarben manuell eingesetzt werden.
[0019] An der durch den Pfeil 10 angedeuteten Übergabestelle wird von einer Linearbewegungsvorrichtung
12, die beispielsweise eine Kolben-Zylinder-Antriebseinheit haben und auf dem Magazin
1 montiert sein kann, ein gefüllter Behälter 2' ergriffen, dem Magazin entnommen und
längs der dargestellten geradlinigen Bahn 13 einer mit der Sprühvorrichtung (nicht
dargestellt) versehenen Beschichtungsmaschine zugeführt.
[0020] Bei dem dargestellten Beispiel ist die Beschichtungsmaschine ein Lackierroboter 14,
der parallel zu der Förderrichtung der ihm mit einem üblichen Förderer zugeführten
Werkstücke (nicht dargestellt) bewegbar ist, wie der Pfeil 15 zeigt. Längs dieser
Richtung wird der Roboter 14 zwischen einer Arbeitsstellung 14a und einer Behälterwechselposition
14b, in der ihm der volle Behälter 2' übergeben und ein leerer Behälter entnommen
werden kann, hin- und hergefahren. Der Behälter 2' soll vorzugsweise durch eine Öffnung
in den Innenraum des Armes 16 des Roboters 14 eingesetzt und dort an eine Steuerventilkonstruktion
der Sprühvorrichtung angekoppelt werden. Zu diesem Zweck wird der Roboterarm 16 in
die dargestellte vertikale Stellung geschwenkt, in der die erwähnte Öffnung des Armes
16 der Übergabevorrichtung 12 des Magazins 1 zugewandt ist, also in einer die horizontale
Bahn 13 etwa rechtwinklig schneidenden vertikalen Ebene liegt. Die dafür nötige Schwenkbewegung
des Roboterarms 16 wird durch die dargestellte einseitige Lagerung dieses Arms am
Roboter ermöglicht. Um in die Behälterwechselposition 14b zu gelangen und einen gefüllten
Behälter zu bekommen und einen leeren Behälter abzugeben, muß der Roboter also nur
wenige unkomplizierte Bewegungen ausführen.
[0021] Während der Roboter sich in seiner Behälterwechselposition 14b befindet, wird vor
dem Einsetzen eines vollen Behälters 2' zunächst der zuvor benutzte und nun leere,
in der Zeichnung gestrichelt dargestellte Behälter aus dem Roboterarm 16 entnommen.
Zu diesem Zweck kann die nur schematisch dargestellte Linearbewegungsvorrichtung 12
so ausgeführt sein, daß sie in der Lage ist, gleichzeitig mindestens zwei Behälter
zu halten und den vollen Behälter bereitzuhalten, während sie den leeren Behälter
entnimmt. In Fig. 2 ist schematisch dargestellt, daß die Vorrichtung 12 hierbei auch
eine zu der horizontalen Bahn 13 senkrechte Querbewegung ausführt, bei der es sich
auch um eine Rotationsbewegung handeln kann. Nach dem Einsetzen des neuen Behälters
2' fährt der Roboter wieder in seine Arbeitsstellung 14a zurück.
[0022] Bei dem beschriebenen Beispiel bringt dieselbe Vorrichtung 12, welche die Behälter
2 der Transportvorrichtung entnimmt und sie der Sprühvorrichtung zuführt, die Behälter
auch wieder zu der Transportvorrichtung zurück. Es besteht auch die Möglichkeit, daß
an der Übergabestelle zwei Vorrichtungen vorgesehen sind, von denen die eine die Behälter
der Sprühvorrichtung zuführt, während die andere Vorrichtung einen anderen Behälter
zu der Transportvorrichtung zurückbringt.
[0023] Der Roboter 14 arbeitet in üblicher Weise innerhalb einer Sprühkabine. Unter anderem
aufgrund der beschriebenen Linearbewegung der Behälter längs der Bahn 13 besteht die
sehr vorteilhafte Möglichkeit, die Transportvorrichtung, hier also das Magazin 1 vollständig
außerhalb der Kabine anzuordnen und von dem Roboter durch eine Wand (nicht dargestellt)
zu trennen. Die Behälter 2' können problemlos durch eine Öffnung dieser Wand hindurch
der Sprühvorrichtung zugeführt und zu dem Magazin 1 zurückgebracht werden.
[0024] In Anlagen zur Serienbeschichtung von Werkstücken wie Kraftfahrzeugkarossen können
sich selbstverständlich weitere Lackiermaschinen innerhalb der Kabine befinden, insbesondere
kann ein auf der entgegengesetzten Seite der zu beschichtenden Karossen ein zweiter
Lackierroboter arbeiten, der seine auswechselbaren Behälter von einem dort vorgesehenen
weiteren Versorgungssystem der hier beschriebenen Art erhält. Es können u.U. auch
mindestens zwei parallel arbeitende Magazine oder Transportvorrichtungen der beschriebenen
Art auf derselben Kabinenseite vorgesehen sein.
[0025] Ferner besteht die Möglichkeit, mit einem Versorgungssystem der hier beschriebenen
Art zwei Roboter oder sonstige Beschichtungsmaschinen zu versorgen, von denen jeweils
eine Maschine arbeitet, während bei der jeweils anderen der Farbbehälter gewechselt
wird, so daß der Beschichtungsbetrieb nicht durch den Behälterwechsel unterbrochen
werden muß.
[0026] Wichtig ist bei dem hier beschriebenen Farbversorgungssystem, wie die Behälter 2
an der Befüllstelle 4 gefüllt und die im Betrieb benötigten Farben in der Fördervorrichtung
bereitgestellt werden. Dazu könnte eine Vorrichtung ähnlich der beschriebenen Linearbewegungsvorrichtung
12 oder eine andere Handhabungsvorrichtung verwendet werden; vorzugsweise bleiben
die Behälter gemäß Fig. 1 beim Befüllen aber im Magazin 1, wie schon erwähnt wurde,
während ein mit dem Farbwechsler 6 verbundenes und bewegbares Steuerventil z.B. von
unten an in einer Stirnwand der Behälter 2 vorgesehene Ventilöffnungen angekuppelt
wird, wie genauer in Fig. 3 dargestellt ist.
[0027] Gemäß Fig. 3 sind die Kartuschen oder Behälter 2 als zylindrische Dosierbehälter
ausgebildet, der einen im Behälter verschiebbaren Kolben 20 enthält, dessen Stellung
im Behälter das zu füllende Volumen und damit die zu versprühende Lackmenge definiert.
Die Stellung des Kolbens 20 kann vor dem Befüllen von einem elektrischen Motor 22,
beispielsweise einem Schrittmotor, der seinerseits von dem elektrischen Steuersystem
der Befüllstation entsprechend der jeweils benötigten Lackmenge gesteuert wird, über
eine Kolbenstange 23 eingestellt werden.
[0028] Beim Beschichten wird der Behälter dadurch entleert, daß ein im Roboter 14 befindlicher
mechanischer Antriebsmechanismus den Kolben 20 gegen den Behälterboden bewegt.
[0029] Während der Kolben 20 von dem einen Ende des Behälters 2 aus betätigt wird, befinden
sich im entgegengesetzten Stirnende die zum Füllen und Entleeren vorgesehenen Behälterventile
25 und 26. Das Ventil 25 dient zum Füllen in der Befüllstation und zum Entnehmen des
Beschichtungsmaterials beim Beschichten, wird also im Roboter 14 an die Sprühvorrichtung
angekuppelt. Das Ventil 26 dient dagegen erforderlichenfalls zum Entleeren des Behälters
2 in der Befüllstation, in der die Behälter auch gespült werden können. An der Seitenwand
des Behälters 2 kann ein Griff 21 für die erwähnte Handhabungsvorrichtung zum Einsetzen
des Behälters in den Roboter und zum Zurückbringen in das Magazin 1 angebracht sein.
An dem Stirnende des Behälters befinden sich Zentriermittel zum Ausrichten der Ventile
25, 26 mit denen des Farbwechslers.
[0030] Der Farbwechsler 6 wird mit der mit ihm verbundenen Steuerventileinheit 28 an den
Behälter 2 angekuppelt. Hierbei wird an das Behälterventil 25 eine Leitung 30 angeschlossen,
die ihrerseits in an sich üblicher Weise im Farbwechsler 6 über entsprechende Ventile
F1 bis Fn Zugang zu einer Anzahl von Ringleitungen oder sonstigen Versorgungsleitungen
für unterschiedliche Farben hat. In ebenfalls üblicher Weise enthält der Farbwechsler
ferner Ventile V für ein Spül- oder Lösemittel und weitere Ventile PL für beim Entleeren
und Spülen des Behälters 2 verwendete Preßluft. Mit RF sind Rückführventile bezeichnet,
die mit einer einerseits an das Entleerungsventil 26 des Behälters 2 anschließbaren
und andererseits in einen Sammelbehälter 32 führenden Leitung 33 verbunden sind. Beim
bedarfsweisen Spülen gelangt die Spülflüssigkeit durch die Leitung 30 und das Ventil
25 in den Behälter 2. Die Steuerventileinheit 28 wird beim Abkoppeln des Behälters
automatisch gespült.
[0031] Die Behälter 2 können mit vorzugsweise maschinell lesbaren Kenndaten etwa über Farbton,
Farbmenge, Behälter-Nummer, Behälter-Größe, Kennzeichnung des durchzuführenden Beschichtungsvorgangs
usw. versehen sein, so daß stets eine optimale Überwachung und Steuerung des Betriebes
möglich ist. Insbesondere kann der Behälter von dem elektronischen Steuersystem einem
bestimmten zu beschichtenden Werkstück zugeordnet werden. Die Kenndaten auf dem Behälter
können fest oder überschreibbar sein.
[0032] In Fig. 4 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Als Transportvorrichtung
dient hier ein um horizontale Achsen umlaufender Band- oder Kettenförderer 40, in
dem die Behälter 42 horizontal liegend von einer Kette oder einem Band 41 gehalten
sind.
[0033] Wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 3 wird ein über Leitungen 47 an Ringleitungen
angeschlossener Farbwechsler 46 oder vorzugsweise eine von ihm gespeiste bewegbare
spülbare Befüllkupplung 51 von einer automatisch gesteuerten Verschiebevorrichtung
an die zu füllenden Behälter 42 angekoppelt. Zusätzlich sind gemäß einem besonderen
Merkmal der Erfindung an den Farbwechsler 46 weitere Versorgungsleitungen 48 angeschlossen,
von denen wenigstens einige zu Druckkesseln 49 oder anderen Vorratsbehältern für Sonderfarben
oder sonstige nicht den Leitungen 47 entnehmbare Beschichtungsmaterialien führen.
Beispielsweise in den Kesseln 49 könnten verschiedene Farben gemischt werden. Zu den
Leitungen 47, 48 gehören jeweils Steuerluftleitungen zur Ventilbetätigung.
[0034] Zum Entnehmen und Wiedereinsetzen der Behälter 42 ist wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 eine beispielsweise von einer Kolben-Zylinder-Einheit angetriebene Linearbewegungsvorrichtung
50 oder sonstige Positioniereinrichtung vorgesehen. Der Förderer 40 wird von einer
von dem elektronischen Steuersystem gesteuerten Antrieb 52 jeweils so positioniert,
daß an den Übergabe- und Füllstellen zum richtigen Zeitpunkt die jeweils benötigten
Behälter entnommen bzw. gefüllt werden können.
[0035] An der aus dem Farbwechsler 46 in die Behälter 42 führenden Leitung kann zweckmäßig
ein Durchflußmengenmesser 54 angeordnet sein. Damit kann ein dosiertes Befüllen überwacht
oder aber durch entsprechende Steuerung der vorhandenen Ventile auch die Füllmenge
gesteuert werden. Die beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 beschriebene Kolbensteuerung
beim Füllen ist also nicht unbedingt notwendig.
[0036] Bei Verwendung elektrostatischer Sprühvorrichtungen ist der räumliche Abstand der
Befüllstelle von der Übergabestelle oder von der Sprühvorrichtung mindestens so groß
wie der zur elektrischen Isolierung erforderliche Abstand. Unabhängig von der Art
der Sprühvorrichtungen soll sich aber aus den schon genannten Gründen die Befüllstelle
jedenfalls außerhalb der Sprühkabine befinden.
[0037] Fig. 5 zeigt schematisch ein Farbversorgungssystem gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Bei diesem Beispiel kann als Beschichtungsvorrichtung 50 darstellungsgemäß
eine in der Kraftfahrzeuglackiertechnik übliche Seitenmaschine mit Beschichtungsmaterial
unterschiedlicher Farbe versorgt werden. Die Beschichtungsvorrichtung 50 befindet
sich an der Übergabestelle 10, zu der die vollen Behälter 2 von der Befüllstelle 4
in nicht ortsfesten Magazinen 52 transportiert werden. Die Beförderung dieser als
bewegbare Transportvorrichtungen dienenden Magazine 52 von der Befüllstelle 4 zu der
Übergabestelle 10 kann je nach Zweckmäßigkeit mit verschiedenen Mitteln oder Förderern
54 erfolgen, beispielsweise mit einem schienengebundenen oder von einer Induktionsschleife
gelenkten Förderer oder einem Kettenförderer usw. oder in Sonderfällen auch manuell,
ggf. auf dem dargestellten Wagen.
[0038] Eine nicht dargestellte Alternativmöglichkeit besteht darin, die Behälter 2 oder
eventuell auch geeignete Magazine durch ein Rohrpostsystem an sich bekannter Art zu
fördern.
[0039] Bei der Versorgung einer Mehrzahl von Beschichtungsvorrichtungen können die Behälter
2 oder bei dem dargestellten Beispiel deren Magazine 52 entweder von der Befüllstelle
4 aus den einzelnen Beschichtungsvorrichtungen direkt zugeführt werden, oder stattdessen
können die Magazine die verschiedenen Beschichtungsvorrichtungen der Reihe nach anfahren,
wo jeweils ein voller Behälter entnommen und/oder ein leerer Behälter aus der Beschichtungsvorrichtung
in das Magazin zurückgebracht wird.
[0040] Zum Befüllen der Behälter 2 an der Befüllstelle 4 bestehen mehrere Möglichkeiten,
beispielsweise das Anschließen leerer Behälter an Ring- oder sonstige Leitungen oder
an große Vorratsgefäße. Es ist auch möglich, von außerhalb des betrachteten Systems
angelieferte gefüllte Behälter in der Befüllstation für den Transport zur Übergabestelle
10 bereitzustellen. Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung kann ferner an der
Befüllstelle eine Mischbank 55 vorgesehen sein, aus der verschiedene Beschichtungsstoffe
unterschiedlicher Farbe in die Behälter gelangen, die zuvor oder in den Behältern
zu einem gewünschten Farbton gemischt werden. Ferner können die Behälter an der Befüllstelle
gespült werden. Es besteht auch die Möglichkeit der Zurückgewinnung von Beschichtungsmaterial
aus nicht vollständig entleerten Behältern 2. Die Behälter können einer Mengenprüfung
und einer Druckprüfung unterzogen werden, sie können zur Bewegung ihres Inhalts gerüttelt
werden, und sie können automatisch bezüglich der Magazine 52 und bezüglich vorhandener
Fülleinrichtungen positioniert werden.
[0041] Sowohl das Befüllen und ggf. Entleeren und Spülen der Behälter an der Befüllstelle
4 als auch das Beladen der durch einen Wagen symbolisierten Förderer 54 können manuell
oder automatisch erfolgen.
[0042] Wie schon erwähnt wurde, werden die Behälter 2 mit maschinell oder eventuell auch
visuell lesbaren Kenndaten zur Identifizierung ihres Inhalts einschließlich Lacktyp,
Abfülldatum usw. versehen. Wenn eine Mehrzahl von Magazinen 54 verwendet wird, werden
auch diese mit eigenen Kennzeichnungen oder Kenndaten zur Identifizierung in ihnen
enthaltener Behälter versehen.
[0043] Darstellungsgemäß können die Magazine 52 mit den zu füllenden Behältern 2 einem Magazinvorrat
in einem Speicher 56 entnommen und von dort z.B. mittels eines Handhabungsautomaten
58 oder einer sonstigen Beförderungsvorrichtung oder auch manuell in die je nach Bedarf
zum Befüllen, Entleeren oder Spülen erforderlichen Positionen gebracht werden. Der
Speicher 56 kann sich unmittelbar an der Befüllstelle 4 in einem Farbmischraum oder
an einer entfernten Stelle befinden. Der Speicher kann Magazine 52 und/oder einzelne
Behälter 2 enthalten. Diese können ganz oder teilweise voll, leer, gebraucht oder
gespült sein.
[0044] Es könnte auch ein Speicher für Magazine mit bereits gefüllten Behältern vorgesehen
werden. Ferner besteht die Möglichkeit, beispielsweise den Speicher so zu temperieren,
daß das Beschichtungsmaterial auf eine optimale Temperatur gebracht wird.
[0045] In diesem Fall kann es zweckmäßig sein, für eine Temperaturisolation der Behälter
beim Transport zu der Beschichtungsvorrichtung 50 zu sorgen.
[0046] Die der Beschichtungsvorrichtung an der Übergabestelle 10 nach Gebrauch wieder entnommenen
Behälter 2 können darstellungsgemäß zunächst in den Speicher 56 transportiert werden,
bevor sie an der Befüllstelle weiter verwendet werden. Die für den Transport in den
Speicher verwendeten Magazine 2 können auf ähnlichen Förderern 54' transportiert werden
wie auf dem Weg zur Beschichtungsvorrichtung 50.
[0047] Der gesamte Betriebsablauf wird zweckmäßig von einem bei 60 symbolisierten Rechen-
und Steuersystem überwacht und gesteuert. Dieses System sorgt insbesondere mit Hilfe
der erwähnten Kenndaten u.a. dafür, daß alle vorhandenen Beschichtungsvorrichtungen
schnellstmöglich und bei geringstmöglichen Materialverlusten mit dem jeweils benötigten
Beschichtungsmaterial versorgt werden.
[0048] Die erfindungsgemäß verwendeten Behälter haben an sich zahlreiche vorteilhafte Eigenschaften.
Sie eignen sich für eine Dosierung, können luftdicht und als Druckbehälter ausgebildet
sein, bieten Schutz vor Alterung des Beschichtungsmaterials, dienen als Transportbehälter,
Farbspeicher und zur Entkopplung der Beschichtungsvorrichtungen von Ringleitungen
oder sonstigen Farbversorgungssystemen, sind ortsunabhängig, spülbar und wiederverwendbar
und können auf einfache Weise gekennzeichnet werden. Ferner sind sie einfach greifbar
und beim Ankoppeln leicht zentrierbar und arretierbar.
1. Verfahren zur Farbversorgung einer Beschichtungsanlage für die Serienbeschichtung
von Werkstücken, insbesondere Fahrzeugkarossen,
wobei auswechselbar an einer Sprühvorrichtung montierbare oder mit ihr verbindbare
Behälter (2,42) mit Beschichtungsmaterial wählbarer Farbe an einer Befüllstelle (4)
bereitgestellt oder gefüllt werden, während sie von der Sprühvorrichtung abgekoppelt
und getrennt sind,
wobei die Behälter von der Befüllstelle zu einer davon entfernten Übergabestelle (10)
transportiert werden, von wo sie anschließend der Sprühvorrichtung zugeführt werden,
und wobei die Behälter nach Gebrauch zu der Übergabestelle zurückgebracht und von
dort zu der Befüllstelle zurücktransportiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Behälter (2,42) an der Befüllstelle mit mindestens zwei Beschichtungsmaterialien
unterschiedlicher Farbe gefüllt werden, die sich im Behälter vermischen oder vor dem
Befüllen gemischt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Behälter manuell gefüllt und/oder einer Transportvorrichtung
(1) zugeführt werden.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Behälter (2) wiederholt nur mit Beschichtungsmaterial
desselben Farbtons gefüllt werden, und daß der Behälter nur dann an der Befüllstelle
(4) entleert und gespült wird, wenn er über eine vorbestimmte Zeitspannne nicht zum
Beschichten verwendet oder beim Beschichten unvollständig entleert oder nach Entleerung
nicht wieder gefüllt worden war.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Behälter (2) nach Gebrauch an der Befüllstelle (4) gespült wird,
wenn festgestellt wird, daß sich auf der Transportvorrichtung (1) kein Behälter mit
Beschichtungsmaterial einer Farbe befindet, die für einen nachfolgenden Beschichtungsvorgang
benötigt wird, und daß der Behälter dann mit diesem Material gefüllt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Farbwahl und/oder Menge des selbsttätig in die Behälter (2,42)
gefüllten Beschichtungsmaterials und/oder die Transportvorrichtung (1,40) von einem
elektronischen Steuersystem gesteuert werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweils der Sprühvorrichtung zuzuführende Behälter (2,42) von einem elektronischen
Steuersystem ausgewählt wird, das die Transportvorrichtung (1,40) veranlaßt, diesen
Behälter zu der Übergabestelle (10) zu transportieren.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2,42) von dem elektronischen Steuersystem einem bestimmten zu
beschichtenden Werkstück zugeordnet wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (2,42) an der Befüllstelle aus Versorgungsleitungen (7,47,48) gefüllt
werden.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Behälter (2, 42) dosiert nur mit einer vorbestimmten Materialmenge befüllt werden,
die für einen vorbestimmten Beschichtungsvorgang benötigt wird.
11. Farbversorgungssystem für eine Beschichtungsanlage zum Beschichten von Werkstücken,
insbesondere für die Serienbeschichtung von Fahrzeugkarossen,
mit Versorgungseinrichtungen (7,47,48) für Beschichtungsmaterial unterschiedlicher
Farbe
und mit einer Vielzahl von mit dem Beschichtungsmaterial füllbaren Behältern (2,42),
die zur Versorgung einer Sprühvorrichtung ausgewählt und lösbar und auswechselbar
an der Sprühvorrichtung montiert oder mit ihr verbunden werden, während der Materialentnahme
bei der Beschichtung von den Versorgungseinrichtungen getrennt sind und beim Befüllen
(4) von der Sprühvorrichtung abgekoppelt und entfernt sind,
wobei eine Transportvorrichtung (1,40) vorgesehen ist, mit der die Behälter von einer
Befüllstelle (4) zu einer von der Befüllstelle entfernten Übergabestelle (10) transportierbar
sind, von wo der jeweils ausgewählte Behälter (2') der Sprühvorrichtung zugeführt
wird, und daß die Behälter nach Gebrauch zu der Befüllstelle (4) zurücktransportierbar
sind.
12. System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der von der Übergabestelle (10) entfernten Befüllstelle (4) eine Vorrichtung
vorgesehen ist, die den Behälter (2,42) selbsttätig an eine von mindestens einer Versorgungsleitung
(7,47,48) gespeiste Einrichtung (6,28,46) ankoppelt.
13. System nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung ein drehbares Magazin (1) ist.
14. System nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung ein Band- oder Kettenförderer (40) ist.
15. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Transportvorrichtung (1,40) eingesetzten Behälter (2,42) an der Übergabestelle
(10) durch eine Linearbewegungsvorrichtung (12,50) entnommen werden, welche den Behälter
längs einer geradlinigen Bahn (13) zwischen der Beschichtungsvorrichtung und der Transportvorrichtung
bewegt, und/oder daß eine Linearbewegungsvorrichtung den Behälter an der Befüllstelle
längs einer geradlinigen Bahn mit einer von mindestens einer Versorgungsleitung gespeisten
Einrichtung (46) kuppelt.
16. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Befüllstelle (4) und/oder die an der Übergabestelle (10) vorgesehene
Vorrichtung (12,51) zum Handhaben oder Ankuppeln der Behälter (2,42) eine Kolben-Zylinder-Antriebseinrichtung
hat.
17. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung in einer Sprühkabine arbeitet, während sich die Transportvorrichtung
(1,40) außerhalb der Kabine befindet und von der Sprühvorrichtung durch eine Wand
getrennt ist.
18. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der der Transportvorrichtung an der Übergabestelle (10) entnommene Behälter
(2') durch eine Öffnung der Wand hindurch der Sprühvorrichtung zugeführt und zu der
Transportvorrichtung zurückgebracht wird.
19. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung an einem Arm (16) einer mehrachsigen Beschichtungsmaschine
(14) angeordnet und dieser Arm auf der der Transportvorrichtung (1) zugewandten Seite
der Maschine zur Übernahme und Übergabe der Behälter (2) von bzw. zurück zu der Transportvorrichtung
in eine vertikale Stellung schwenkbar ist.
20. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auswechselbaren Behälter (2) als Dosierzylinder mit einem in dem Behälter
verschiebbaren Kolben (20) ausgebildet sind, der mit einem Antriebsmechanismus zum
dosierten Entleeren des Behälters verbunden wird.
21. System nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmechanismus ein mechanisch mit dem Kolben (20) verbundener elektrischer
Motor ist.
22. System nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der gefüllte Behälter (2,42) nur diejenige vorbestimmte Beschichtungsmaterialmenge
enthält, die einschließlich einer Reservemenge für einen vorbestimmten Beschichtungsvorgang
benötigt wird.
23. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Behälter (2,42) mit maschinell lesbaren Kenndaten versehen ist.
24. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Transportvorrichtung mit maschinell lesbaren Kenndaten versehen ist.
25. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter an der Übergabestelle wahlweise mindestens zwei voneinander getrennten
Sprühvorrichtungen zuführbar sind.
26. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter an der Befüllstelle (4) an einen mit einer Vielzahl von Versorgungsleitungen
(7,47,48) verbundenen Farbwechsler (6,46) ankoppelbar sind.
27. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (12,50), welche die Behälter (2,42) der Transportvorrichtung
(1,40) entnimmt und sie der Sprühvorrichtung zuführt, und/oder eine Vorrichtung, welche
die Behälter an der Befüllstelle der von mindestens einer Versorgungsleitung gespeisten
Einrichtung zuführt, in der Lage ist, gleichzeitig mindestens zwei Behälter zu halten.
28. System nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme- oder Zuführvorrichtung (12,50) einen neuen Behälter bereithält,
während sie einen anderen Behälter entnimmt oder zuführt.
29. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe Vorrichtung (12,50), welche die Behälter (2,42) der Transportvorrichtung
(1,40) entnimmt und sie der Sprühvorrichtung zuführt, und/oder dieselbe Vorrichtung,
welche die Behälter an der Befüllstelle der von mindestens einer Versorgungsleitung
gespeisten Einrichtung zuführt, den Behälter wieder zu der Transportvorrichtung zurückbringt.
30. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Übergabestelle (10) und/oder an der Befüllstelle (4) jeweils zwei Vorrichtungen
vorgesehen sind, von denen die eine den Behälter der Sprühvorrichtung bzw. der von
der Versorgungsleitung gespeisten Einrichtung zuführt, während die andere Vorrichtung
einen anderen Behälter zu der Transportvorrichtung (1,40) zurückbringt.
31. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (1,40) zur gleichzeitigen Speicherung einer Vielzahl
von Behältern (2,42) ausgebildet ist.
32. System nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl von Behältern mindestens gleich der Anzahl oder der doppelten Anzahl
der wählbaren Farben ist.
33. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der räumliche Abstand der Befüllstelle (4) von der Übergabestelle (10) oder
von der Sprühvorrichtung mindestens so groß ist wie der zur elektrischen Isolierung
erforderliche Abstand.
34. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei parallel zueinander arbeitende Transportvorrichtungen vorgesehen
sind, von denen die Behälter derselben oder jeweils anderen Sprühvorrichtungen zuführbar
sind.
35. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung an einem Roboter (14) oder einer sonstigen mehrachsigen
Beschichtungsmaschine angeordnet ist, die zur Übernahme und Übergabe der Behälter
(2') von bzw. zurück zu der Transportvorrichtung (1) parallel zur Förderrichtung der
Werkstücke zu der Übergabestelle (10) gefahren wird.
36. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (2,42) nur an der Übergabestelle der Transportvorrichtung (1,40)
entnommen und wieder eingesetzt werden, während sie an der Befüllstelle in der Transportvorrichtung
gefüllt werden.
37. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Befüllstelle eine von mindestens einer Versorgungsleitung (7,47,48) gespeiste
Einrichtung (6,28,46) an die in der Transportvorrichtung (1,40) befindlichen Behälter
(2,42) ankoppelbar ist.
38. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrischen Behälter (2) in ihrer einen Stirnwand zwei Ventilöffnungen
(25,26) haben.
39. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere jeweils eine Mehrzahl von Behältern (2) aufnehmende Transportvorrichtungen
(52) ihrerseits von der Befüllstelle (4) zu der Übergabestelle (10) transportierbar
sind.
40. System nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß zum Befördern der Transportvorrichtungen (52) ein automatisch oder manuell gesteuerter
Förderer (54) vorgesehen ist.
41. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß transportierbare Magazine (52) für die Behälter (2) und ein Speicher (56) für
leere oder volle Magazine und/oder für leere oder volle Behälter (2) vorgesehen sind.
1. Method of supplying paint to a coating installation for the serial coating of work
pieces, particularly vehicle bodies, wherein containers 2, 42, which are removably
mountable on a spraying device or are connectable to it, are provided with coating
material of a selectable colour at a filling station 4 or are filled whilst they are
decoupled and remote from the spraying device, wherein the containers are transported
from the filling station to a transfer station 10 remote therefrom, from which they
are subsequently supplied to the spraying device, and wherein the containers are returned,
after use, to the transfer station and are transported from there back to the filling
station.
2. Method as claimed in claim 1, characterised in that one or more containers 2, 42 are
filled at the filling station with at least two coating materials of different colour
which mix in the container or are mixed before the filling process.
3. Method as claimed in claim 1 or 2, characterised in that one or more containers are
filled manually and/or supplied to a transport device 1.
4. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least some
of the containers 2 are repeatedly filled only with coating material of the same colour
tone and that the container is only emptied and washed at the filling station 4 when
it has not been used for coating for a pre-determined period of time or was incompletely
emptied during the coating process or, after being emptied, had not been refilled.
5. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least one
container 2 is washed after use, at the filling station 4 when a determination is
made that no container is present on the transport device 1 with coating material
of a colour which is required for a subsequent coating process and that the container
is then filled with this material.
6. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the colour
selection and/or amount of the coating material automatically filled into the containers
2, 42 and/or the transport device 1, 40 are controlled by an electronic control system.
7. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the container
2, 42 to be supplied to the spraying device is selected by an electronic control system
which causes the transport device 1, 40 to transport this container to the transfer
station 10.
8. Method as claimed in claim 6 or 7, characterised in that the container 2, 42is associated
by the electronic control system with a pre-determined work piece to be coated.
9. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the containers
2, 42 are filled at the filling station from supply lines 7, 47, 48.
10. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the containers
2, 42 are filled in a dosed manner only with a pre-determined amount of material which
is required for a pre-determined coating process.
11. Paint supply system for a coating installation for coating work pieces, particularly
for the serial coating of vehicle bodies, including supply devices 7, 47, 48 for coating
material of different colour and including a plurality of containers 2, 42), which
may be filled with the coating material and which, in order to supply a spraying device,
are mounted selectively, releasably and removably on the spray device or are connected
to it, are separated from the supply devices whilst material is removed during coating
and during filling are decoupled and removed from the spray device, wherein a transport
device 1, 40 is provided with which the containers may be transported from a filling
station 4 to a transfer station 10 remote from the filling station, from where the
selected container 2' is supplied to the spraying device and that the containers may
be transported back to the filling station 4, after being used.
12. System claimed in claim 11, characterised in that provided at the filling station
4 remote from the transfer station 10 there is a device which automatically couples
the container 2, 42 to a device 6, 28, 46 fed from at least one supply line 7, 47,
48.
13. System claimed in claim 11 or 12, characterised in that the transport device is a
rotatable magazine 1.
14. System claimed in claim 11 or 12, characterised in that the transport device is a
belt or chain conveyor 40.
15. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the containers
2, 42 inserted into the transport device 1, 40 are removed at the transfer station
10 by a linear movement device 12, 50 which moves the containers along a straight
line path 13 between the coating device and the transport device and/or that a linear
movement device couples the container at the filling station along a straight line
path with a device 46 fed by at least one supply line.
16. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the device
12, 51 provided at the filling station 4 and/or that provided at the transfer station
10 has a piston/cylinder drive device for manipulating or coupling the containers
2, 42.
17. System as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the spraying
device operates in a spraying booth whilst the transport device 1, 40 is located outside
the booth and is separated by the spraying device by a wall.
18. System as claimed in claim 17, characterised in that the container 2' removed from
the transport device at the transfer station 10 is supplied to the spray device through
an opening in the wall and is returned to the transport device.
19. System claimed in one of the preceding claims, characterised in that the spraying
device is disposed on an arm 16 of a multiple axis coating machine 14 and this arm
may be swung on the side of the machine directed towards the transport device 1 for
taking over and transferring the containers 2 from and back to, respectively, the
transport device in a vertical position.
20. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the replaceable
containers 2 are constructed as dosing cylinders with a piston 20 which is slidable
within the container and which is connected to a drive mechanism for the dosed emptying
of the container.
21. System as claimed in claim 20, characterised in the drive mechanism is an electric
motor mechanically coupled to the piston 20.
22. System as claimed in claim 20 or claim 21, characterised in that the filled container
2, 42 contains only that pre-determined amount of coating material which, including
a reserve amount, is necessary for a pre-determined coating process
23. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that each container
2, 42 is provided with machine readable characteristic data.
24. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that each transport
device is provided with machine readable characteristic data.
25. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the containers
may be supplied at the transfer station selectively to at least two spraying devices
separated from one another.
26. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the containers
may be coupled at the filling station 4 to a paint changer 6, 46 connected to a plurality
of supply lines 7, 47, 48.
27. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the device
12, 50, which removes the containers 2, 42 from the transport device 1, 40 and supplies
them to the spraying device, and/or a device, which supplies the containers at the
filling station to the device which is supplied by at least one supply line, is able
to hold at least two containers simultaneously.
28. System as claimed in claim 27, characterised in that the removal or supply device
12, 50 holds a new container ready whilst it removes or supplies another container.
29. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the same device
12, 50, which removes the containers 2, 42 from the transport device 1, 40 and supplies
them to the spray device, and/or the same device, which supplies the containers at
the filling station to the device which is supplied by at least one supply line, returns
the containers to the transport device.
30. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that provided at
the transfer station 10 and/or at the filling station 4 there are at least two devices,
of which one supplies the container to the spray device or the device supplied by
the supply line, whilst the other device returns another container to the transport
device 1, 40.
31. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the transport
device 1, 40 is constructed to simultaneously store a plurality of containers 2, 42.
32. System as claimed in claim 31, characterised in that the plurality of containers is
at least equal to the number or twice the number of the selectable paints.
33. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the spacing
of the filling station 4 from the transfer station 10 or from the spray device is
at least as large as the spacing necessary for electrical insulation.
34. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least two
transport devices operating parallel to one another are provided, from which the containers
may be supplied to the same or different spraying devices.
35. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the spray
device is arranged on a robot 14 or some other multiple axis coating machine which
is moved to take over and transfer containers 2' to and from, respectively, the transport
device 1 parallel to the conveying direction of the work pieces to the transfer station
10.
36. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the containers
2, 42 are only removed at the transfer station of the transport device 1, 40 whilst
they are filled at the filling station in the transport device.
37. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a device 6,
28, 46 fed at the filling station by at least one supply line 7, 47, 48 may be coupled
to the containers 2, 42 situated in the transport device 1, 40.
38. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the cylindrical
containers 2 have two valve openings 25, 26 in one of their end walls.
39. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that one or more
transport devices 52, each accommodating a plurality of containers 2, are transportable
from the filling station 4 to the transfer station 10.
40. System as claimed in claim 39, characterised in that an automatically or manually
controlled conveyor 54 is provided to move the transport devices 52.
41. System as claimed in one of the preceding claims, characterised in that transportable
magazines 52 for the containers 2 and a store 56 for empty or full magazines and/or
for empty or full containers 2 are provided.
1. Procédé d'alimentation en peinture d'une installation d'application d'un revêtement
pour le recouvrement en série de pièces, notamment de carrosseries de véhicule,
dans lequel des récipients (2, 42) qui peuvent être montés de façon amovible sur un
dispositif de pulvérisation ou qui peuvent être reliés à celui-ci, sont alternativement
préparés ou remplis d'une matière de revêtement d'une couleur à choisir en un poste
de remplissage, tandis qu'ils sont désaccouplés et séparés du dispositif de pulvérisation,
dans lequel les récipients sont transportés du poste de remplissage (4) à un poste
de transfert (10) éloigné du premier, d'où ils sont ensuite acheminés vers le dispositif
de pulvérisation
et dans lequel après utilisation les récipients sont renvoyés au poste de transfert
et de là sont transportés en retour au poste de remplissage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs récipients
(2, 42) sont remplis au poste de remplissage avec au moins deux matières de revêtement
de couleurs différentes qui se mélangent dans le récipient ou qui sont mélangées avant
le remplissage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs récipients
sont remplis manuellement ou acheminés vers un dispositif de transport (1).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins
quelques-uns des récipients (2) sont remplis une nouvelle fois uniquement avec une
matière de revêtement de la même teinte et en ce que le récipient n'est vidé et rincé
au poste de remplissage (4) que s'il n'a pas été utilisé pour appliquer un revêtement
pendant une période de temps prédéterminée ou s'il n'a pas été vidé totalement pendant
l'application du revêtement ou si après vidange il n'a pas été à nouveau rempli.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins
un récipient (2) est rincé au poste de remplissage (4), après utilisation s'il a été
constaté que sur le dispositif de transport (1) ne se trouve aucun récipient contenant
une matière de revêtement d'une couleur qui est nécessaire pour l'application suivante
d'un revêtement et en ce que le récipient est alors rempli avec cette matière.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le choix
de la couleur et/ou la quantité de la matière de revêtement introduite automatiquement
dans les récipients (2, 42), et/ou le dispositif de transport (1, 40) sont commandés
par un système de commande électronique.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le récipient
(2, 42) à acheminer vers le dispositif de pulvérisation est sélectionné par un système
de commande électronique qui incite le dispositif de transport (1, 40) à transporter
ce récipient vers le poste de transfert (10).
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le récipient (2, 42)
est affecté par le système de commande électronique à une pièce à recouvrir déterminée.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les récipients
(2, 42) sont remplis au poste de remplissage à partir de conduites d'alimentation
(7, 47, 48).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les récipients
(2, 42) ne sont remplis de manière dosée qu'avec une quantité de matière prédéterminée
qui est nécessaire pour une opération prédéterminée d'application d'un revêtement.
11. Système d'alimentation en peinture d'une installation d'application d'un revêtement
sur des pièces, notamment pour le revêtement en série de carrosseries de véhicule,
comportant des dispositifs d'alimentation (7, 47, 48) pour une matière de revêtement
de différentes couleurs
et comportant un grand nombre de récipients (2, 42) à remplir avec la matière de revêtement,
qui sont sélectionnés pour l'alimentation d'un dispositif de pulvérisation et qui
sont montés de manière non permanente et interchangeable sur le dispositif de pulvérisation
ou qui sont reliés à celui-ci, qui sont séparés des dispositifs d'alimentation pendant
le prélèvement de la matière, lors de l'application du revêtement et qui sont désaccouplés
et séparés du dispositif de pulvérisation lors du remplissage (4),
dans lequel est prévu un dispositif de transport (1, 40) au moyen duquel les récipients
peuvent être transportés d'un poste de remplissage (4) à un poste de transfert (10)
éloigné du premier, d'où le récipient (2') sélectionné est acheminé vers le dispositif
de pulvérisation, et dans lequel après utilisation, les récipients peuvent être transportés
en retour au poste de remplissage (4).
12. Système selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au poste de remplissage (4),
éloigné du poste de transfert (10), est prévu un dispositif qui accouple automatiquement
le récipient (2, 42) à un dispositif (6, 28, 46) alimenté par au moins une conduite
d'alimentation (7, 47, 48).
13. Système selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le dispositif de transport
est un magasin rotatif (1).
14. Système selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le dispositif de transport
est un convoyeur à bande ou à chaîne (40).
15. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les récipients
(2, 42) introduits dans le dispositif de transport (1, 40), sont prélevés au poste
de transfert (10) par un dispositif de déplacement linéaire (12, 50), qui déplace
le récipient le long d'une trajectoire rectiligne (13) entre la machine d'application
de revêtement et le dispositif de transport, et/ou en ce qu'un dispositif de déplacement
linéaire accouple le récipient au poste de chargement, le long d'une trajectoire rectiligne,
avec un dispositif (46) alimenté par au moins une conduite d'alimentation (7, 47,
48).
16. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
(12, 51) prévu au poste de chargement (4) et/ou au poste de transfert (10), comporte
un dispositif d'entraînement à cylindre et piston pour la manipulation ou l'accouplement
des récipients (2, 42).
17. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
de pulvérisation fonctionne dans une cabine de pulvérisation, tandis que le dispositif
de transport (1, 40) se trouve à l'extérieur de la cabine et est séparé du dispositif
de pulvérisation par une cloison.
18. Système selon la revendication 17, caractérisé en ce que le récipient (2') prélevé
du dispositif de transport au poste de transfert (10) est acheminé, à travers une
ouverture de la cloison, vers le dispositif de pulvérisation et est en renvoyé au
dispositif de transport.
19. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
de pulvérisation est disposé sur un bras (16) d'une machine d'application de revêtement
(14) à plusieurs axes et en ce que ce bras peut pivoter dans une position verticale
sur le côté de la machine, tourné vers le dispositif de transport (1) pour la reprise
et le transfert des récipients (2) respectivement du dispositif de transport et en
retour vers celui-ci.
20. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les récipients
(2) échangeables sont réalisés sous la forme de cylindres de dosage avec un piston
(20) pouvant coulisser dans le récipient et qui est relié à un mécanisme d'entraînement
pour la vidange dosée du récipient.
21. Système selon la revendication 20, caractérisé en ce que le mécanisme d'entraînement
est un moteur électrique relié mécaniquement au piston (20).
22. Système selon la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que le récipient (2, 42)
rempli ne contient que la quantité prédéterminée de matière de revêtement qui est
nécessaire avec une quantité de réserve pour une application prédéterminée d'un revêtement.
23. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque récipient
(2, 42) est pourvu de caractéristiques lisibles par la machine.
24. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque dispositif
de transport est pourvu de caractéristiques lisibles par la machine.
25. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au poste
de transfert les récipients peuvent être acheminés au choix vers au moins deux dispositifs
de pulvérisation séparés l'un de l'autre.
26. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au poste
de transfert (4), les récipients peuvent être accouplés avec un changeur de peinture
(6, 46) relié à un grand nombre de conduites d'alimentation (7, 47, 48).
27. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
(12, 50), qui prélève les récipients (2, 42) du dispositif de transport (1, 40) et
qui les achemine vers le dispositif de pulvérisation et/ou un dispositif qui achemine
les récipients au poste de chargement vers un dispositif, alimenté par au moins une
conduite d'alimentation, est en mesure de tenir simultanément au moins deux récipients.
28. Système selon la revendication 27, caractérisé en ce que le dispositif de prélèvement
ou d'amenée (12, 50) prépare un nouveau récipient, tandis qu'il prélève ou amène un
autre récipient.
29. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le même
dispositif (12, 50) qui prélève les récipients (2, 42) du dispositif de transport
(1, 40) et qui les achemine vers le dispositif de pulvérisation, et/ou le même dispositif
qui achemine les récipients au poste de chargement vers le dispositif alimenté par
au moins une conduite d'alimentation, ramène le récipient au dispositif de transport.
30. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au poste
de transfert (10) et/ou au poste de chargement (4) sont prévus respectivement deux
dispositifs dont un achemine le récipient vers le dispositif de pulvérisation ou vers
le dispositif alimenté par la conduite d'alimentation, tandis que l'autre dispositif
ramène un autre récipient vers le dispositif de transport (1, 40).
31. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
de transport (1, 40) est conçu pour le stockage simultané d'un grand nombre de récipients
(2, 42).
32. Système selon la revendication 31, caractérisé en ce que le grand nombre de récipients
est au moins égal au nombre ou au double du nombre des couleurs à sélectionner.
33. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance
dans l'espace du poste de chargement (4) au poste de transfert (10) ou au dispositif
de pulvérisation est au moins égale à la distance nécessaire pour l'isolation électrique.
34. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont prévus
au moins deux dispositifs de transport qui fonctionnent parallèlement entre eux desquels
les récipients peuvent être acheminés vers le même dispositif de pulvérisation ou
vers d'autres dispositifs de pulvérisation.
35. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
de pulvérisation est disposé sur un robot (14) ou sur une autre machine d'application
de revêtement à plusieurs axes qui est déplacée pour la reprise et le transfert des
récipients (2') du dispositif de transport (1) ou en retour vers celui-ci, parallèlement
à la direction de transport des pièces vers le poste de transfert (10).
36. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les récipients
(2, 42) ne sont prélevés du dispositif de transport (1, 40) et à nouveau insérés sur
celui-ci qu'au poste de transfert, tandis qu'ils sont remplis au poste de chargement
dans le dispositif de transport.
37. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au poste
de chargement un dispositif (6, 28, 46), alimenté par au moins une conduite d'alimentation
(7, 47, 48), peut être accouplé aux récipients (2, 42) qui se trouvent dans le dispositif
de transport (1, 40 ).
38. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les récipients
cylindriques (2) présentent deux ouvertures de soupapes (25, 26) dans l'une de leur
paroi frontale.
39. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs
dispositifs de transport (52) qui reçoivent chacun un grand nombre de récipients (2),
peuvent être transportés à leur tour du poste de chargement (4) au poste de transfert
(10).
40. Système selon la revendication 39, caractérisé en ce qu'un convoyeur (54), contrôlé
automatiquement ou manuellement, est prévu pour transporter les dispositifs de transport
(52).
41. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont prévus
des magasins transportables (52) pour les récipients (2) et un stockeur (56) pour
des magasins vides ou pleins et/ou pour des récipients (2) vides ou pleins.