| (19) |
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(11) |
EP 0 796 967 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.09.1998 Patentblatt 1998/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.02.1997 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E05C 9/02 |
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Treibstangen-Schloss
Espagnolette lock
Crémone-serrure
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IE IT LI NL SE |
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Priorität: |
27.03.1996 DE 19611935 29.04.1996 DE 19617082
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.09.1997 Patentblatt 1997/39 |
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Patentinhaber: KARL FLIETHER GmbH & Co. |
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D-42551 Velbert (DE) |
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Erfinder: |
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- Grünendahl, Frank
42555 Velbert (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk, Dr. et al |
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Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 359 284 DE-A- 2 845 957
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EP-A- 0 521 262
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Treibstangen-Schloß gemäß Gattungsbegriff des Anspruches
1.
[0002] Ein derartiges Schloß ist aus der europäischen Patentschrifr 0 521 262 her bekannt.
Durch Betätigung der Drückernuß wird eine Treibstange verlagert und gleichzeitig ein
Riegel vor- bzw. zurückgeschlossen. Zur Koppelung des Riegel-Vor- und Rückschlusses
an die Treibstangenverlagerbarkeit ist eine Schlitzzapfensteuerung vorgesehen. Bei
dem bekannten Schloß verrastet die Treibstange in der Riegelvorschlußstellung derart,
daß eine Verlagerung des Riegels in die Riegelrückschlußstellung nur nach zuvoriger
Betätigung eines Schlüssels möglich ist. Hierzu wirkt ein Sperrglied mit einer Rastausnehmung
in der Treibstange zusammen.
[0003] Nachteilhaft ist das dort eine Zuhaltung vorgesehen ist bzw. daß das Sperrglied in
der zurückgezogenen Stellung an einer Stützkante der Treibstange anliegt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Schloß schließtechnisch
zu verbessern.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.
[0006] Zufolge der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann auf eine Zuhaltung völlig verzichtet
werden. Das Sperrglied ist in der rückgeschlossenen Stellung maximal weit entfernt
von der Ausnehmung. Erfindungsgemäß sitzt auf dem Riegelschwanz ein Schieber, der
von dem Riegel bei seiner Verlagerung von der rückgeschlossenen Stellung in die vorgeschlossene
Stellung mitverlagert wird. In der vorgeschlossenen Riegelstellung kann der Schieber
durch Schlüsselbetätigung auf dem Riegelschwanz zurückverlagert werden. Hierdurch
gerät das dem Schieber zugeordnete Sperrglied in eine maximale Entferntstellung zu
der Sperrausnehmung. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung verrastet der
Schieber in der Offenstellung mit dem Riegelschwanz. Hierzu sind im Schieber geeignete
Rastmittel vorgesehen, die Rastmittel können dabei vom Schließglied eines Schließzylinders
in der vorgeschlossenen Stellung ausgehoben werden. Das Rastglied kann dabei bevorzugt
quer zur Riegelauschlußverlagerung verlagert werden. Eine Variante der Erfindung sieht
vor, daß das Sperrglied, welches in der vorgeschlossenen Stellung mit einer Ausnehmung
des Treibstangenanschlußschiebers verrastet, als ein linear verschieblich im Schieber
angeordneter Sperrschieber ausgebildet ist. Der Sperrschieber ist gegenüber Federvorspannung
im Schieber verlagerbar. Eine andere Variante der Erfindung sieht vor, daß das Sperrglied
vom Endabschnitt einer Federzunge ausgebildet wird. Eine weitere Variante der Erfindung
sieht vor, daß vom Schließglied in der rückgeschlossenen Stellung ein Wechselhebel
betätigt werden kann, der die Falle zurückzieht. Bei dem erfindungsgemäßen Schloß
kann die Nuß einteilig oder zweiteilig ausgebildet sein. Betreffend die Beschreibung
der zweiteiligen Nußausbildung wird auf die deutsche Patentanmeldung 195 11 871 verwiesen,
wo eine derartige Nußausgestaltung im Detail beschrieben ist. Der Fallenschieber kann
bei einer derartigen Nuß ein Verstellglied aufweisen, so daß die Falle entweder von
der inneren oder von der äußeren Nuß zurückziehbar ist. Die Nuß wird bevorzugt durch
eine Federbeaufschlagung in einer abgefederten Mittelstellung gehalten. Durch Bewegung
des Drückers in die eine Richtung kann die Treibstange vorgeschlossen werden einhergehend
mit einem Riegelvorschloß. Bei Betätigung der Drückerhandhabe in die Gegenrichtung
kann die Treibstange zurückverlagert werden einhergehend mit einem Riegelrückschluß.
Die Rückverlagerung der Treibstange aus der Sperrstellung ist nur nach zuvoriger Entriegelung
der Verrastung des Sperrgliedes möglich, wozu eine Schlüsselbetätigung notwendig ist.
Einer weiteren Variante des Schlosses, welcher eigenständige Bedeutung besitzt, wird
vom Schieber bei der Verlagerung des Riegels in die Geschlossenstellung ein Sperrglied
in seine Sperrstellung verlagert. Das Sperrglied kann ein Schieber sein. Das Sperrglied
kann das Ende einer Feder sein. In der Sperrstellung bewirkt das Sperrglied, daß eine
Treibstangenverlagerung bzw. ein Riegelrückschluß nicht möglich ist. Erst bei einer
Zurückverlagerung des Sperrgliedes aus der Sperrstellung ist die Treibstangenrückverlagerung
bzw. der Riegelrückschluß möglich. Das Sperrglied kann gemäß der weiteren Variante
der Erfindung die Drückernuß in der Sperrstellung drehsperren. Dabei kann vorgesehen
sein, daß die Drehsperrung der Drückernuß nur die Drehbewegung der Nuß in Öffnungsrichtung
sperrt. Das Sperrglied hat dabei die Wirkung eines Blockiergliedes. Das Blockierglied
kann als im Schloßkasten quer zur Treibstangenanschlußschieberverlagerung verschiebbarer
Schieber ausgebildet sein. Einseitig kann das Blockierglied einen Mitnehmerzapfen
aufweisen, welcher mit einem Bewegungsspiel in eine entsprechende Aussparung des Schiebers
einragt, so daß in der Endphase der Vorschlußbewegung des Riegels das Blockierglied
mit einem Sperrfortsatz unter eine Sperrstufe der Nuß tritt. Bei der Rückverlagerung
des Schiebers auf dem Fallenschwanz kann der Sperrfortsatz dann in der Endphase der
Rückverlagerung unter der Sperrstufe wegbewegt werden, so daß die Drehsperrung der
Nuß aufgehoben ist. Die Breite die Ausnehmung im Schieber ist deshalb vorzugsweise
um ein vielfaches größer als der Verlagerungsweg des Blockiergliedes.
[0007] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand beigefügter Zeichnungen nachfolgend
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung in der zurückgeschlossenen Riegelstellung,
- Fig. 2
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 in einer nachfolgenden Betriebsstellung bei verlagertem
Drükker,
- Fig. 3
- eine weitere Folgedarstellung gemäß Fig. 1 kurz vor der Verrastung des Sperrgliedes,
- Fig. 4
- eine weitere Folgedarstellung bei verrastetem Sperrglied,
- Fig. 4a
- ein Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 4,
- Fig. 5
- eine weitere Darstellung nach schlüsselbetätigter Rückverlagerung des Schiebers,
- Fig. 6
- ein Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 1,
- Fig. 7
- ein Schnitt gemäß der Linie VII-VII in Fig. 3,
- Fig. 8
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Darstellung gemäß Fig. 1,
- Fig. 9
- eine Darstellung des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 8 in einer Stellung gemäß Fig.
4,
- Fig. 10
- ein Schnitt gemäß der Linie X-X in Fig. 8,
- Fig. 1
- 1 ein Schnitt gemäß der Linie XI-XI in Fig. 9,
- Fig. 12
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Wechselvorrichtung und
- Fig. 13
- ein Schnitt gemäß der Linie XIII-XIII in Fig. 12.
[0008] Das in den Ausführungsbeispielen dargestellte Schloß besitzt einen quer zur Stuplerstreckung
vor- und rückschließbaren Riegel 1 und eine durch Drückerbetätigung zurückziehbare
Falle 2. Zum Riegelausschluß bzw. zum Fallenrückzug ist eine Nuß 3 vorgesehen, welche
durch einen gabelförmigen Schieber 5 in einer abgefederten Mittelstellung gehalten
wird. Der Schieber 5 wird von einer Feder 6 beaufschlagt.
[0009] Der Schieber 5 weist gabelförmige, die Drückereinstecköffnung umgebende Gabelzinken
7 auf, welche auf diametral gegenüberliegende Nocken 8 der Nuß 3 aufliegen. Bei einer
Nußbetätigung in eine der beiden möglichen Richtungen wird der Schieber 5 durch Beaufschlagung
der jeweiligen Nocke 8 auf die Gabelzinke 7 unter Kompression der Feder 6 verlagert.
Die Nuß weist eine Aussparung 11 aus, in welche eine Übertragungsnase 10 eines Übertragungshebels
9 ragt. Hierdurch wird bei einer Verlagerung der Nuß 3 der Übertragungshebel 9 schwenkverlagert.
Die Aussparung 11, in welche die Übertragungsnase 10 einragt, ist umfangsmäßig größer
als die Breitenerstreckung der Übertragungsnase 10. Hierdurch bleibt der verlagerte
Übertragungshebel 9 in seiner nach oben oder unten verschwenkten Verlagerungsstellung,
auch wenn die Nuß zufolge der Schieberbeaufschlagung in die Mittelstellung zurückfedert.
Der Übertragungshebel 9 wirkt auf einen Antriebszapfen 12, welcher auf einem Treibstangenanschlußschieber
13 sitzt. Der Treibstangenanschlußschieber 13 ist mit seinen Ende jeweils mit einer
Treibstange 14 verbunden.
[0010] Der Riegelschwanz 18 besitzt an seiner Rückseite einen Schrägschlitz, welcher sich
endseitig in einen parallel zur Treibstangenausschlußrichtung fortsetzenden Fortsatz
16, 17 fortsetzt. In diesen Schrägschlitz greift ein Mitnehmerzapfen des Treibstangenanschlußschiebers
13 ein. Dieser Mitnehmerzapfen tritt in den Fortsatz 16 in der vorgeschlossenen Riegelstellung
und in den Fortsatz 17 in der rückgeschlossen Riegelstellung.
[0011] Die stulpseitige Rückseite 13' des Treibstangenanschlußschiebers 13 weist eine Aussparung
27 auf. In der vollständig vorverlagerten Riegelstellung (Fig. 4) liegt ein Sperrglied
25, 25' in einer entgegen Federkraft rückverlagerten Stellung. Der Mitnehmerzapfen
liegt in dieser Stellung im Übergangsbereich zwischen Schrägschlitz 15 und Fortsatz
16. Bei weiterer Treibstangenverlagerung, während welcher der Mitnehmerzapfen vollständig
in den Fortsatz 16 eintritt, tritt das Sperrglied 25 in die Rastausnehmung 27.
[0012] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 7 ist das Sperrglied 25 das Ende einer U-förmig
abgewinkelten Feder 26, welche einem auf dem Riegelschwanz 18 des Riegels 1 quer zur
Treibstangenverlagerungsrichtung geführten Schieber 19 sitzt.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 10 und 11 ist das Sperrglied 25' als in einer
Ausnehmung des Schiebers 19 geführtes Sperrstück ausgebildet, welches mittels einer
Feder 26' in einer vorgeschlossenen Stellung gehalten ist. Im Schieber ist ein Verlagerungsraum
28 vorgesehen, durch welchen ein das Sperrglied 25' ausbildender Arm des Sperrkörpers
hindurchragt. Der Arm des Sperrkörpers ragt bis in einen im Schloßboden vorgesehenen
Führungsschlitz für den Schieber 19.
[0014] In der in Fig. 4 dargestellten Funktionsstellung ist das Sperrglied 25, nämlich das
Ende der Feder 26 in die im Profil rechteckige Rückseitenaussparung 27 des Treibstangenanschlußschiebers
13 eingerastet, so daß die Treibstangenanschlußschieberverlagerung formschlüssig gesperrt
ist.
[0015] In der in Fig. 1 dargestellten Stellung befindet sich der Treibstangenanschlußschieber
in einer abgesenkten Stellung. In dieser Stellung liegt der dem Treibstangenanschlußschieber
13 zugeordnete Zapfen im Fortsatz 17 ein. Der Riegel 1 ist zurückgeschlossen. Durch
Betätigung eines Türdrückers 4 (in der gewählten Darstellung) im Gegenuhrzeigersinn
wird die Nuß 3 verschwenkt. Die Schwenkbewegung wird auf den Übertragungshebel 9 übertragen.
Dieser verlagert den Treibstangenanschlußschieber 13 nach oben. Der dem Treibstangenanschlußschieber
zugeordnete Zapfen durchwandert dabei den Schrägschlitz 15 einhergehend mit einem
Riegelvorschluß. In der in Fig. 2 dargestellten Funktionsstellung ist der dem Treibstangenanschlußschieber
zugeordnete Zapfen in den Endbereich des Schrägschlitzes 15 eingetreten. Das Sperrglied
25 befindet sich immer noch beabstandet zur Rückseite 13' des Treibstangenanschlußschiebers
13 und steht kurz vor der Beaufschlagung auf den schrägverlaufenden Abschnitt 13'
des Treibstangenanschlußschiebers. Eine Weiterverlagerung der Nuß 3 im Gegenuhrzeigersinn
führt zur Betriebsstellung gemäß Fig. 3. In dieser Betriebsstellung hat das Sperrglied
25 erst unmittelbar oberhalb der Rastausnehmung 27 den schrägverlaufenden Abschnitt
13' des Treibstangenanschlußschiebers 13 beaufschlagt. Das Sperrglied 25 ist einhergehend
mit der Spannung der zugehörigen Feder 26 zurückgetreten. In der in Fig. 4 dargestellten
Betriebsstellung gelangt das Schloß nach einer weiteren Verlagerung der Drückernuß.
Bei der Verlagerung von einer Betriebsstellung Fig. 3 in eine Betriebsstellung Fig.
4 bleibt der Riegel in seiner vollständig ausgeschlossenen Stellung. Der dem Riegel
zugeordnete Zapfen tritt dabei in den Fortsatz 16 ein. Es wird als vorteilhaft angesehen,
daß das Sperrglied 25 erst bei oder nahezu bei vollständig vorgeschlossenem Riegel
1 den Treibstangenanschlußschieber 13 beaufschlagt. Der Treibstangenanschlußschieber
13 wird linear verlagert, bis das Sperrglied 25 in die Rastausnehmnung 27 eintritt.
Hierdurch ist gewährleistet, daß die das Sperrglied spannende Feder 26 im wesentlichen
nur während der Linearverlagerung des Treibstangenanschlußschiebers gespannt ist.
Beim Eintritt des Sperrgliedes 25 in die Rastausnehmung 27 entspannt sich dann die
Feder 26 wieder.
[0016] Ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten Sperrstellung kann durch Betätigung eines
in den Zeichnungen nicht dargestellten Schließzylinders der Schieber 19 in eine in
Fig. 5 dargestellte rückgeschlossene Stellung verlagert werden. Hierzu beaufschlagt
das nicht dargestellte Sperrglied des Schließzylinders eine Stirnfläche 24 eines im
Schieber quer zur Schieberverlagerungsrichtung angeordneten Rastgliedes 20. Das Rastglied
20 weist auf seiner Rückseite eine Rastnase 22 auf, welche mit einer Gegenraste 23
des Riegelschwanzes zusammenwirkt. Durch Querverlagerung des Rastgliedes 20 wird diese
Verrastung 23, 24 ausgehoben und durch Drehung des Schließzylinders im Uhrzeigersinn
wird der Schieber 19 zurückverlagert, so daß das Sperrglied 25 außer Eingriff tritt
zur Rastausnehmung 27.
[0017] Ein Nußbetätigungs-Blockierglied 36 ist durch Verlagerung des Schiebers 19 quer zur
Treibstangenanschlußschieberverlagerung verlagerbar. In der in Fig. 3 dargestellten
Verlagerungsstellung wird durch das Blockierglied 23 eine Drückerbetätigung zum Fallenrückzug
blokkiert. Durch die in Fig. 5 dargestellte schließbetätigte Schieberrückzugstellung
wird das Blockierglied 36 in eine Freigabestellung zurückverlagert. In der Blockierstellung
hat das Blockierglied 36 eine entsprechende Stufe der Nuß unterfahren, so daß bei
einer gewollten Nußbetätigung diese Stufe 39 gegen eine Kante 36' des Blockiergliedes
36 stößt. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Rastausnehmung 27 besitzt der Treibstangenanschlußschieber
eine optionale Auflaufschräge 37, auf welche das Sperrglied im Zuge der Treibstangenverlagerung
in Richtung des Riegelvorschlusses aufläuft (vergl. Fig. 3 und 6). Dieser rückwärtige
Bereich 13' des Treibstangenanschlußschiebers 13 kann aber auch parallel zur Stulpe
verlaufen.
[0018] Das Blockierglied 36 wird vom auf dem Riegelschwanz angeordneten Schieber 19 mitgeschleppt.
Hierzu besitzt der Schieber einen seiner der Nuß 3 zugewandten Breitseite eine Aussparung
40. Beim Riegelvorschluß beaufschlagt eine Innenkante 40' der Aussparung 40 einen
Fortsatz 36" des Blockiergliedes 36, so daß dieses im Bewegungsendabschnitt des Riegels
zur Stulpe hin mitgeschleppt wird. Die Breite der Aussparung 40, also die Distanz
zwischen den beiden gegenüberliegenden Innenkanteil 40', 40" ist größer als die Breite
des um diese Aussparung hineinragenden Fortsatz 36''. Die Breite der Aussparung 40
ist in Relation zur Breite des Fortsatzes 36'' so gewählt, daß das Blockierglied 36
nur in der Endphase der Riegelausschlußbewegung in die Sperrstellung mitgeschleppt
wird. Einhergehend mit diesem Mitschleppen unterläuft eine Kante 36' des Blockiergliedes
36 die Stufe 39 der Nuß, so daß diese drehblockiert ist. Bei der Rückverlagerung des
Schiebers in die in Fig. 5 dargestellte Betriebsstellung beaufschlagt die zur Kante
40' gegenüberliegende Kante 40'' der Aussparung 40 den Fortsatz 36'' im Endabschnitt
der Schieberverlagerung, so daß das Blockierglied 36 rückverlagert wird, so daß die
Kante 36' unter der Stufe 39 hinweg bewegt wird, so daß eine Nußverdrehung möglich
ist. Auch hier erfolgt das Mitschleppen des Blockiergliedes 36 in die Freigabestellung
in der Endphase der Schieberrückverlagerung.
[0019] Bei dem in den Fig. 12 und 13 dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Nuß eine
Ausgestaltung, wie sie in der Patentanmeldung 195 11 871 beschrieben ist. Diesbezüglich
wird auf den Offenbarungsgehalt dieser Patentanmeldung verwiesen. Beim Ausführungsbeispiel
ist ein auf dem Riegel aufliegender Wechselhebel 35 vorgesehen, welcher in der rückgeschlossenen
Riegelstellung von dem nicht dargestellten Schließgliedes des Schließzylinders bei
Drehung des Schließzylinders im Uhrzeigersinn beaufschlagt wird, so daß durch eine
Lenkerübertragung ein weiterer Hebel auf den Fallenschwanz 34 wirkt, so daß die Falle
2 zurückgezogen werden kann.
[0020] Die Falle 2 kann weiterhin auch durch Betätigung der Drückernuß 3 im Uhrzeigersinn
zurückgezogen werden. Hierzu hinterfährt ein Arm 33 des Drückers einen am Fallenschwanz
vorgesehenen Mitnehmer 32, welcher mittels einer Gewindespindel 31 in Richtung der
Drückerdornerstreckung verlagerbar ist, so daß je nach Stellung des Mitnehmers 32
die Falle entweder von der Nußhälfte 3 oder der Nußhälfte 3' zurückgezogen werden
kann. Jede der beiden übereinanderliegenden Nußhälften 3, 3' wirkt mit einer Hälfte
eines Drückerdornes 30, 30' zusammen.
1. Schloß mit durch Betätigung einer Drückernuß (3) aufund abverlagerbarer Treibstange
(14) und einem an die Treibstangenverlagerung gekoppelten Riegelvor- und rückschluß,
wobei die Treibstangenverlagerbarkeit in einer dem Riegelvorschluß entsprechenden
Geschlossenstellung mittels eines abgefederten Sperrgliedes (25,25') gesperrt ist,
welches Sperrglied zur Freigabe der Treibstangenverlagerung durch Schlüsselbetätigung
aus der Sperrstellung rückverlagerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied
(25, 25') an einem auf dem Riegelschwanz (18) angeordneten, vom Riegel (1) bei seiner
Vorschlußbewegung mitgeschleppten Schieber (19) sitzt, welcher durch Schlüsselbetätigung
in der Geschlossenstellung auf dem Riegelschwanz (18) zurückschiebbar ist.
2. Schloß nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (19) in der Offenstellung
mit dem Riegelschwanz (18) verrastet.
3. Schloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastverbindung (23, 24) zwischen
Schieber (19) und Riegelschwanz (18) in der Geschlossenstellung von dem Schließglied
eines Schließzylinders aushebbar ist.
4. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
ein quer zur Schieberverlagerungsbewegung verlagerbares Rastglied (20).
5. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrglied (25') als im Schieber (19) linear verschieblicher Sperrkörper ausgebildet
ist.
6. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrglied (25) der Endabschnitt einer Federzunge ist.
7. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen Wechselhebel (35), an welchem das Schließglied eines Schließzylinders in der
rückgeschlossenen Stellung zum Fallenrückzug angreift.
8. Schloß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die das Sperrglied (25) ausbildende
Feder (26) U-förmig ausgebildet ist und mit dem einen Ende im Klemmsitz im Schieber
steckt und mit anderen Ende einen Ausweichraum (28) des Schiebers durchgreift.
9. Schloß mit durch Betätigung einer Drückernuß (3) aufund abverlagerbarer Treibstange
(14) und einem an die Treibstangenverlagerung gekoppelten Riegelvor- und rückschluß,
wobei die Treibstangenverlagerbarkeit in einer dem Riegelvorschluß entsprechenden
Geschlossenstellung mittels eines Sperrgliedes (25,25') gesperrt ist, welches Sperrglied
zur Freigabe der Treibstangenverlagerung durch Schlüsselbetätigung aus der Sperrstellung
rückverlagerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (25, 25') von einem
auf den Riegelschwanz (18) angeordneten, vom Riegel (1) bei seiner Vorschlußbewegung
mitgeschleppten Schieber (19) in die Sperrstellung verlagert wird, welche Sperrstellung
durch schlüsselbetätigte Rückverlagerung des Schiebers (19) auf dem Riegelschwanz
(18) freigegeben wird.
10. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen vom Schieber (19) mitgeschleppten, in der Sperrstellung die Drehbewegung der
Nuß zumindest in Öffnungsrichtung sperrendes Blockierglied (36).
11. Schloß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Blockierglied (36) einen
Mitnehmerzapfen (36") aufweist, welcher mit Bewegungsspiel in einer Aussparung (40)
des Schiebers (19) ragt.
12. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Blockierglied (36) als quer zur Stulperstreckung verlagerbarer Schieber ausgebildet
ist.
13. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 10,11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Blockierglied (36) mit einem Sperrfortsatz (36') in der Sperrstellung
eine Sperrstufe (39) der Nuß (3) untergreift.
1. Lock with a driving rod (14) which can be displaced up and down by operation of a
latch nut (3) and with bolt advance and retraction means coupled to driving rod displacement,
wherein driving rod displacement is blocked in a closed position corresponding to
bolt advance by means of a sprung locking member (25, 25'), which locking member can
be withdrawn from the locking position by key operation to release driving rod displacement,
characterised in that the locking member (25, 25') is mounted on a slide (19) which
is arranged on the bolt tail (18) and entrained by the bolt (1) during advance movement
thereof and which can be retracted on the bolt tail (18) by key operation in the closed
position.
2. Lock according to claim 1, characterised in that the slide (19) in the open position
latches with the bolt tail (18).
3. Lock according to claim 2, characterised in that the latch connection (23, 24) between
slide (19) and bolt tail (18) in the closed position can be released by the locking
member of a lock cylinder.
4. Lock according to one or more of the preceding claims, characterised by a latch member
(20) displaceable transversely to the movement of slide displacement.
5. Lock according to one or more of the preceding claims, characterised in that the locking
member (25') is constructed as a locking body slidable linearly in the slide (19).
6. Lock according to one or more of the preceding claims, characterised in that the locking
member (25) is the end section of a spring tongue.
7. Lock according to one or more of the preceding claims, characterised by an alternating
lever (35) which is engaged by the locking member of a lock cylinder in the retracted
position for catch withdrawal.
8. Lock according to claim 6, characterised in that the spring (26) which forms the locking
member (25) is U-shaped and with one end is inserted in a press fit in the slide and
with the other end passes through an escape chamber (28) of the slide.
9. Lock with a driving rod (14) which can be displaced up and down by operation of a
latch nut (3) and with bolt advance and retraction means coupled to driving rod displacement,
wherein driving rod displacement is blocked in a closed position corresponding to
bolt advance by means of a locking member (25, 25'), which locking member can be withdrawn
from the locking position by key operation to release driving rod displacement, characterised
in that the locking member (25, 25') is displaced by a slide (19) which is arranged
on the bolt tail (18) and entrained by the bolt (1) during advance movement thereof
into the locking position, which locking position is released by key-operated return
of the slide (19) on the bolt tail (18).
10. Lock according to one or more of the preceding claims, characterised by a blocking
member (36) which is entrained by the slide (19) and in the locking position locks
the rotary movement of the nut at least in the direction of opening.
11. Lock according to claim 10, characterised in that the blocking member (36) comprises
a driver pin (36") which extends with play in a recess (40) of the slide (19).
12. Lock according to one or more of the preceding claims 10 and 11, characterised in
that the blocking member (36) is constructed as a slide displaceable transversely
to the weather plate extent.
13. Lock according to one or more of the preceding claims 10, 11 and 12, characterised
in that the blocking member (36) with a locking extension (36') in the locking position
engages under a locking step (39) of the nut (3).
1. Serrure à barre mobile (14), susceptible d'être relevée ou abaissée par actionnement
d'un fouillot (3) de poignée et munie d'une fermeture à avance et recul couplée au
déplacement de la barre mobile, dans lequel la capacité de déplacement de la barre
mobile est bloquée dans une position de fermeture correspondant à la préfermeture
du pêne, au moyen d'un organe de blocage (25, 25') à sollicitation élastique, cet
organe de blocage étant susceptible de quitter la position de blocage pour libérer
le déplacement de la barre mobile par l'actionnement de la clé, caractérisé en ce
que l'organe de blocage (25, 25') est en appui sur un coulisseau (19) disposé sur
la queue de pêne (18), et entraîné par le pêne (1) au cours de son déplacement de
préfermeture, ce coulisseau étant susceptible par coulissement sur la queue de pêne
(18) de revenir en position de fermeture par actionnement de la clé.
2. Serrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que le coulisseau (19) est verrouillé
sur la queue de pêne (18) en position d'ouverture.
3. Serrure selon la revendication 2, caractérisée en ce que la liaison de verrouillage
(23, 24) entre le coulisseau (19) et la queue de pêne (18) est susceptible d'être
supprimée en position de fermeture par l'organe de fermeture d'un cylindre de serrure.
4. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée par
un organe de verrouillage (20) susceptible d'être déplacé transversalement au mouvement
de déplacement du coulisseau.
5. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce
que l'organe de verrouillage (25') est réalisé sous la forme d'un corps de verrouillage
susceptible de coulisser linéairement dans le coulisseau (19).
6. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce
que l'organe de verrouillage (25) constitue le tronçon d'extrémité d'une languette
élastique.
7. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée par
un levier d'alternance (35) sur lequel agit l'organe de fermeture d'un cylindre de
serrure dans la position de retour en position fermée pour le rappel du pêne demi-tour.
8. Serrure selon la revendication 6, caractérisée en ce que le ressort (26) 2formant l'organe de verrouillage (25) est réalisé en forme de U est en enfiché par
l'une de ses extrémités dans un siège de pincement du coulisseau et traverse par son
autre extrémité un espace de dégagement (28) du coulisseau.
9. Serrure à barre mobile (14), susceptible d'être relevée ou abaissée par actionnement
d'un fouillot (3) de poignée et munie d'une fermeture à avance et recul couplée au
déplacement de la barre mobile, dans lequel la capacité de déplacement de la barre
mobile est bloquée dans une position de fermeture correspondant à la préfermeture
du pêne au moyen d'un organe de blocage (25, 25'), cet organe de blocage étant susceptible
de se déplacer en retour pour libérer le déplacement de la barre mobile par l'actionnement
de la clé, caractérisée en ce que l'organe de blocage (25, 25') est déplacé dans la
position de verrouillage par un coulisseau (19) disposé sur la queue de pêne (18)
et entraîné par le pêne (1) au cours de son déplacement de préfermeture, cette position
de verrouillage étant libérée par le déplacement de retour, actionné par la clé, du
coulisseau (19) sur la queue de pêne (18).
10. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée par
un organe de blocage (36) entraîné par le coulisseau (19), bloquant en position de
verrouillage le déplacement en rotation du fouillot, au moins dans la direction d'ouverture.
11. Serrure selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'organe de blocage (36)
comporte un téton d'entraînement (36'), qui vient faire saillie avec un jeu de déplacement
dans un évidement (40) du coulisseau (19).
12. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 10 et 11, caractérisée
en ce que l'organe de blocage (36") est réalisé sous la forme d'un coulisseau susceptible
de se déplacer transversalement à la direction d'extension de la têtière.
13. Serrure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 10, 11 et 12, caractérisée
en ce que l'organe de blocage (36) accroche par dessous un prolongement de blocage
(36') dans la position de blocage d'un gradin de blocage (39) du fouillot (3).