(19)
(11) EP 0 797 509 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.03.1999  Patentblatt  1999/13

(21) Anmeldenummer: 95942111.6

(22) Anmeldetag:  12.12.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B41F 15/40
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9504/882
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9618/504 (20.06.1996 Gazette  1996/28)

(54)

HOHLKÖRPER-TRAGHOLM EINER AUFTRAGUNGS-/RAKELVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DES TRAGHOLMS

HOLLOW MOLDING SUPPORT BEAM OF AN APPLICATOR-DOCTOR BLADE DEVICE AND PROCESS FOR PRODUCING THE SUPPORT BEAM

TRAVERSE-SUPPORT D'UN DISPOSITIF D'APPLICATION/DE RACLE ET PROCEDE DE FABRICATION DE CETTE TRAVERSE-SUPPORT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES GB IT LI NL

(30) Priorität: 12.12.1994 AT 2306/94
18.05.1995 AT 842/95

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.10.1997  Patentblatt  1997/40

(73) Patentinhaber: Zimmer, Johannes
A-9020 Klagenfurt (AT)

(72) Erfinder:
  • Zimmer, Johannes
    A-9020 Klagenfurt (AT)

(74) Vertreter: Patentanwälte Wenzel & Kalkoff 
Postfach 73 04 66
22124 Hamburg
22124 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-94/17927
GB-A- 2 229 136
DE-A- 3 335 252
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Hohlkörper-Tragholm einer Auftragungs-/Rakelvorrichtung insbesondere für eine Siebzylinder-Rundschablonen-Auftragungsvorrichtung mit mindestens einem insbesondere ein Tragrohr bildendn Hohlprofil-Körper, dessen Längserstreckung die Auftragungsbreite der Auftragungsvorrichtung erheblich überragt und dessen beide Endbereiche in je einer Halte- und Einstelleinrichtung gehalten sind. Sie bezieht sich zudem auf ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Hohlkörper-Tragholms.

    [0002] Rakelvorrichtungen für Siebzylinder-Rundschablonenauftragungen sind in zahlreichen Konstruktionen und Ausführungen bekannt. Alle bekannten Rakelvorrichtungen der betroffenen Gattung bestehen im wesentlichen aus vier Teilen oder Baugruppen:

    (a) Rakelelement (Streich-/Roll-/Schlitz-/Spaltrakel);

    (b) Substanz-Zuführungs-Einrichtung oder -Einleitungs-, -Breitenverteilungs-, und -Heranbringungs-Einrichtung;

    (c) Rakelvorrichtungs-Tragholm, der in der Regel als Hohlprofilkörper ausgebildet und mit Teil (b) zu einer Konstruktions- und Arbeitseinheit verbunden ist;

    (d) Halte- und Einstelleinrichtung, durch die die Rakelvorrichtung (Rakelgerät) an beiden Enden einstellbar gehalten ist.



    [0003] Bekannte Bauformen von Auftragungs-/Rakelvorrichtungen bestehen darin, daß sie mittels Schweiß- und/oder Schraub-Verbindungstechnik hergestellt werden. Diese Herstellungstechniken sind mit mehreren Nachteilen behaftet. Insbesondere hat das Verschweißen langgestreckter Profilkörper unkontrollierbare, schwer zu beseitigende Verbiegungen zur Folge, durch Schraubverbindungen langgestreckter Hohlkörper entstehen Dichtheits- und Geradheitsprobleme, und Schraubverbindungen erhöhen das Gewicht einer Vorrichtung und erfordern relativ großen Arbeitszeitaufwand.

    [0004] Statt dessen sind auch Auftragungs-/Rakelvorrichtungen der Bauform bekannt, daß sie samt Hohlkörper-Tragholm aus einem einteiligen Hohlprofilkörper (z.B. Strangpreßprofil) gebildet werden. Es besteht insbesondere der Nachteil, daß zur Ausbildung des Auftragungselements an den Enden der Profilkörper Material herausgearbeitet werden muß. Auch sind einteilig hergestellte Hohlprofilkörper sehr biegeempfindlich.

    [0005] Um eine Substanz-Verteileinrichtung auszubilden, ist es bekannt (DE 33 35 252 A1), die freiliegende Kanäle aufweisende Oberfläche einer Platte zum Abdecken der Kanäle mit der ebenen Fläche einer weiteren Platte klebend zu verbinden. Ein solcher Plattenverbundkörper baut relativ voluminös und gewichtsmäßig schwer, biegt sich über die Auftragungsbreite in unerwünschtem Maße durch und erfordert besonders angepaßte Lagerteile und Lagerungen in den stirnseitigen Bereichen.

    [0006] Zur Ausbildung eines biegesteifen Tragholmes muß eine Reihe weiterer Erfordernisse berücksichtigt werden, die sich bei bekannten Vorrichtungen nicht sämtlich und nur in Abhängigkeit von der Bauform verwirklichen lassen. Insbesondere sind die Konstruktion des Tragholmes (c), die Anbringungsmöglichkeit des Rakelelementes (a), die Substanzzuführung (b) und insbesondere auch die weltweit standardisierten Dimensionen und Dimensionierungsbegrenzungen von Siebzylinder-Rundschablonen zu berücksichtigen. Dies wird anhand der eine bekannte Bauform darstellenden Fig. 1a und 1b verdeutlicht.

    [0007] Fig. 1a zeigt einen Längsschnitt durch den Endbereich einer Siebzylinder-Rundschablone und Fig. 1b in Stirnansicht den Endbereich einer Streichrakel-Vorrichtung in schwebender Orts- und Raumlage, in der die Rakelvorrichtung - ohne anzustoßen - durch den Endring der Siebzylinder-Rundschablone in diese eingeführt wird.

    [0008] Der kreisförmige Endring mit dem Außendurchmesser besteht z.B. aus Leichtmetall, und ist passend in die Rundschablone eingefügt. Der Durchmesser ER des Endringes ist gleich dem Durchmesser S der Siebzylinder-Rundschablone. Der Endring hat eine konzentrische Öffnung zum Einführen der Rakelvorrichtung, die aus den genannten Teilen (a), (b) und (c) besteht.

    [0009] Die Endringöffnung ist von einem ringförmigen Bund umgeben, der in eine in der Zeichnung angedeutete ringförmige Nut der Rundschablonen-Halteteile der Auftragungsmaschine paßt. Die Enden des Rohres (c) liegen beidseits der Auftragungsmaschine in (nicht gezeichneten) Halte- und Einstelleinrichtungen (d). Die Durchmesser S, ER und Ö der Schablone, des Endringes und der Endringöffnung sind durch die Praxis vorgegeben. Die Arbeitsbreite (Auftragungs-/Druckbreite) beträgt 1 bis 3 m und mehr. Die Länge der Siebzylinder-Rundschablone muß, wie Fig. 1a zeigt, die Arbeitsbreite überragen.

    [0010] Die Länge der Rakelvorrichtung, d.h. des Tragholmes (c) muß die Länge der Siebzylinder-Rundschablone beidseits so weit überragen, daß deren Enden auch die Halte- und Einstelleinrichtung (d) noch durchgreifen und überragen. So beträgt das Maß der Gesamtlänge des Teiles (c) praxisüblich etwa 2 m bis 5 m.

    [0011] Der Schablonendurchmesser S ergibt sich aus den sogenannten Rapportlängen (Rapportlänge = Schablonenumfang) und beträgt praxisüblich etwa 200 - 400 mm.

    [0012] Der Durchmesser Ö der Endringöffnung ist durch Konstruktionsmaße der Auftragungsmaschine vorgegeben, wobei zwei Grund-Typen I und II unterschieden werden. Für Maschinen des Grundtyps I ist der Endringöffnungs-Durchmesser Ö unabhängig von den Rapportlängen konstant und beträgt z.B. 130 mm, 140 mm oder 150 mm. Für Maschinen des Grundtyps II variiert dieses Maß in Abhängigkeit von der jeweiligen Rapportlänge, und zwar von etwa 140 bis etwa 220 mm.

    [0013] Diese praxisbedingten Maßvorgaben erfordern die Konstruktion geeigneter, d.h. passend dimensionierter Rakelvorrichtungen. Es leuchtet ein, daß die Dimensionierungsmöglichkeit einer Rakelvorrichtung für den Maschinentyp I enger begrenzt ist als für den Maschinentyp II. Die in der Praxis bevorzugte, Standard-Rapportlänge von Siebzylinder-Rundschablonen beträgt 640-642 mm, so daß die Endringöffnungen für beide Maschinentypen etwa gleich groß sind, und zwar z.B. 130, 140 oder 150 mm.

    [0014] Bei Siebzylinder-Rundschablonen-Druckmaschinen mit ringförmiger, d.h. 360 Grad umgreifender (geschlossener) Lagerung muß das Teil (c) den Endring und die ringförmige Lagerung durchgreifen.

    [0015] Dem Anwender entstehen mit Maschinen des Typs I erhebliche Handhabungs- und Zeitersparnisvorteile beim Umstellen (Umrüsten) der Druckmaschine von einer bestimmten Rapportlänge auf eine andere Rapportlänge, während demgegenüber bei dem Maschinentyp II für jede Rapportlänge dazu passende Lagerungseinheiten benötigt werden. Beim Maschinentyp I erfordern Rapportlängen-Änderungen keinen Austausch der Lagerungs- und Halteeinrichtungen für die Siebzylinder-Rundschablone. Bei Druckmaschinen des Typs I bestehen jedoch engere Maßbegrenzungen oder Dimensionierungsgrenzen für Rakelvorrichtungen als bei Maschinen des Typs II, und zwar insbesondere dann, wenn dieselbe Rakelvorrichtung für das Drucken unterschiedlich großer Rapportlängen geeignet sein soll.

    [0016] Bei der Konstruktion einer Rakelvorrichtung wird zunächst ihre Querschnittsdimension zum Einführen in die Rundschablone festgelegt, und davon unabhängig erfolgt die Dimensionierung des Querschnittes des die Endringöffnungen durchgreifenden Hohlkörper-Tragholmes, und zwar unter Berücksichtigung nicht nur der Durchmesser von Endringöffnung und Rundschablone, sondern auch nach Maßgabe von unterschiedlichen Arbeitspositionen sowohl der Rundschablone als auch der Rakelvorrichtung. Dies wird durch die Betrachtung folgender Betriebssituationen deutlich. Bei kurzfristiger Unterbrechung des Auftragungsvorganges wird die Rundschablone von der Auftragungsebene abgehoben; die Rakelvorrichtung wird gleichzeitig abgehoben, und zwar um eine größere Wegstrecke als die Schablone, um so auch außer Kontakt mit der Schablone zu gelangen. Daher muß für den Hohlkörper-Tragholm zusätzlicher Bewegungsraum innerhalb der Endringöffnung vorgesehen sein.

    [0017] Bei Verwendung einer Rakelvorrichtung, deren Auftragungs-Mengenleistung durch Ortslageveränderung der Rakelvorrichtung variierbar ist, muß dieses Beweglichkeitsmaß zur Dimensionierung des Hohlkörper-Tragholmquerschnittes auch berücksichtigt werden.

    [0018] Es wird deutlich, daß für die Konstruktion von Rakelvorrichtungen, die für Maschinen des Grundtypes I bestimmt sind und die für den gesamten Bereich praxisüblicher Rapportlängen von 640 bis 1020 mm geeignet sein sollen, erheblich erschwerte Konstruktionsbedingungen gegeben sind als bei Rakelvorrichtungen für den Maschinentyp II.

    [0019] Diese Konstruktionserschwernisse werden durch die in den letzten Jahren fortgeschrittene, praxisbedingte Entwicklung der Auftragungs- und der Substanzzuführungstechnik erheblich vergrößert.

    [0020] Nach alledem bestehen bedeutende Ziele der Erfindung insbesondere darin, einen wesentlich verbesserten Hohlkörper-Tragholm einer Auftragungsvorrichtung sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung zu schaffen, wobei der Tragholm besonders einfach und mit bestmöglicher Geradheit für den Betrieb herstellbar, gewichtsmäßig relativ leicht und auch bei großen Arbeitsbreiten besonders biegesteif sein soll, und zwar mit einem relativ geringen Gesamtquerschnitt, der den Einsatz einer mit dem Tragholm ausgestatteten Rakelvorrichtung in unterschiedlichen Typen von Auftragungsmaschinen und insbesondere den Betrieb mit verschiedenen Rapportlängen in einem großen Rapportlängenbereich erlauben soll, und der es, trotz des relativ geringen Tragholm-Gesamtquerschnittes, auch erlauben soll innerhalb des Tragholms dauerhaft dichte Substanzführungskanäle einer integrierten Breitenverteilungseinrichtung mit relativ großen Substanz-Strömungsquerschnitten vorzusehen.

    [0021] Die Ziele werden erfindungsgemäß in Verbindung mit den Merkmalen des eingangs genannten Hohlkörper-Tragholms dadurch erreicht, daß die Mantelfläche des Hohlprofil-Körpers über mindestens einen Teil des Gesamtumfanges desselben und in Längserstreckung im wesentlichen gleich der Auftragungsbreite flächig als Klebefläche ausgebildet ist derart, daß der Hohlprofil-Körper mit wenigstens einem weiteren, zweiten Profilkörper, der mindestens eine komplementäre Klebefläche zur Klebefläche des Hohlprofil-Körpers trägt, flächenparallel und mindestens annähernd flächendeckend zur einteiligen Ausbildung des Hohlkörper-Tragholms mittels Klebung verbunden ist, und die Ziele werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung des Hohlkörper-Tragholms dadurch erreicht, daß der erste Kohlprofil-Körper des Tragholms mit wenigstens einem weiteren, zweiten Profilkörper mittels Klebung verbunden wird. Insbesondere ist erreicht, daß mit verringertem Hohlkörper-Tragholm- und Vorrichtungs-Gesamtquerschnitt eine erheblich größere Biegesteifigkeit als bei herkömmlichen Tragholmen, eine vollständige Anpassung an die praxisgegebenen Rundschablonen- und Endringdurchmesser und eine Verringerung des Gewichtes der Rakelvorrichtung sowie eine dadurch erleichterte Handhabung und einfachere Herstellbarkeit erzielt sind. Wesentlich ist u.a., daß die erfindungsgemäß vorgesehenen Hohlprofilkörper solche sind, die mit ihrer längsseitigen Mantelwand über den gesamten Umfang geschlossen sind, um einen möglichst biegesteifen Querschnitt zu erhalten. Mit dem erfindungsgemäßen Hohlkörper-Tragholm ist eine damit ausgestattete Rakelvorrichtung vorteilhaft so dimensioniert und an die Durchmesser von Rundschablone und Endringöffnung angepaßt, daß dieselbe Rakelvorrichtung in Druckmaschinen des Typs I alle Rapporte im Bereich von 640 bis 1020 mm drucken kann. Die Verringerung der Durchbiegung der Rakelvorrichtung ist bei allen, insbesondere großen Auftragungsbreiten (Vorrichtungslängen) erreicht.

    [0022] Die Klebeverbindung kann durch eine festkörperartig harte oder eine mehr oder weniger ggf. auch gummiartig elastische Haft-Verbindungsschicht gebildet sein. Je nach der gewünschten Gesamtstruktur des Hohlkörper-Tragholms wird vorteilhaft eine Kombination wenigstens einer harten und wenigstens einer demgegenüber relativ elastischen Schicht in vertikaler und/oder horizontaler Lage vorgesehen. Mit einer relativ harten, zweckmäßig z.B. aus Kunstharz bestehenden Verbindungsschicht läßt sich besonders hohe Biegestabilität erreichen, während eine elastische Schicht Stoß und Vibrationen dämpfende Eigenschaften aufweist.

    [0023] In vorteilhafter Erfindungsgestaltung werden mindestens zwei vorzugsweise aus Leichtwerkstoff bestehende Profilkörper, von denen vorteilhaft mindestens einer vorübergehend oder bleibend in Richtung quer zur Längsachse biegeverformbar ist, mit einer Mantelfläche, deren Längserstreckung gleich oder länger ist als die Auftragungsbreite, zu einem ein einteiliges Bauelement bildenden Formkörper-/Hohlkörper-Tragholm verbunden, und zwar zweckmäßig durch eine Klebstoffschicht, die vorzugsweise aus einem 2-Komponenten-Klebstoff oder -Kunststoff besteht, der aushärtet bzw. polymerisiert oder im gewünschten Maß elastisch bleibt. Zweckmäßig können an den Tragholm auf einfache Weise weitere Teile zur Ausbildung der Rakelvorrichtung angefügt werden.

    [0024] Der Leichtwerkstoff besteht bevorzugt aus CFK (Kohlenstoffaser-verstärkten Kunststoffen), aber auch aus Leichtmetall oder einem entsprechenden Material. Die Biegeverformung ist vorgesehen, um das vorzugsweise Leichtbauteile aufweisende Gefüge mit innerer Vorspannung zu versehen.

    [0025] Besonders vorteilhaft ist es, in den Hohlprofilkörpern Leitungen oder Kanäle zur Substanzzuführung mit Strömungsübergängen zwischen den miteinander verbundenen Profilkörpern auszubilden. Die Klebeverbindung kann außerordentlich vorteilhaft als Flächendichtung für Strömungsübergänge zwischen Kanälen in benachbarten Profilkörpern vorgesehen sein. Vorteilhaft ist mindestens einer der Profilkörper als Kanalkörper ausgebildet, der wenigstens eine Teilungsstufe einer Breitenverteilungseinrichtung aufweist. Mit dem erfindungsgemäßen Tragholm mit der in die Profilkörper integrierten Breitenverteilungseinrichtung sind die Strömungsquerschnitte von Leitungen oder Kanälen zum Zuführen von Substanz in eine zugehörige Rakelvorrichtung und damit auch die Mengen-, Breiten- und Viskositätsleistungs-Kapazität der Rakelvorrichtung vergrößert. Wesentlich ist dabei, daß trotz des relativ kleinen Hohlkörper-Tragholm- und Vorrichtungs-Gesamtquerschnittes erheblich größere Strömungsquerschnitte zur Einleitung großer Substanzmengen im Unterschied zu herkömmlichen Vorrichtungen erzielt werden. Durch die Klebe-Flächendichtung für die Strömungsübergänge zwischen Tragholm-Profilkörpern ist eine völlige Dichtheit der Rakelvorrichtung erzielt, und zwar auch bei hohem Substanzförderdruck oder hohem Strömungsdruck einer in das Kanalsystem eingeleiteten Reinigungsflüssigkeit. Dies führt auch zu einer wesentlichen Verbesserung der Reinigungseigenschaft der Rakelvorrichtung. Daraus resultieren die Wirtschaftlichkeit verbessernde Zeit- und Wassereinsparungen beim Reinigen.

    [0026] Sehr vorteilhaft steht die Klebeverbindung von wenigstens zwei Profilkörpern unter Vorspannung. Zur Ausbildung dieser Struktur wird erfindungsgemäß der Hohlprofil-Körper und/oder wenigstens ein zweiter Profilkörper in einer Dimension quer zur Längserstreckung gekrümmt und damit vorgespannt. Dabei kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren der Hohlprofil-Körper und/oder wenigstens ein zweiter Profilkörper bei Herstellung der Klebeverbindung besonders vorteilhaft entgegengesetzt zu der Richtung der Biegebeanspruchung des Auftragungsbetriebs gebogen werden. Dadurch wird in Arbeitsposition die Geradheit des Hohlkörper-Tragholms in besonders hohem Maße erzielt. Insbesondere wird das Tragholm-Profilrohr entgegen der Richtung der durch den Arbeitsbetrieb entstehenden Biegebeanspruchung gebogen. So wird insbesondere bei großen Auftragungsbreiten ein zumindest nahezu durchbiegungsfreier, d.h. im Betriebszustand gerader Laminat-Hohlprofil-Träger zustande gebracht.

    [0027] Erfindungsgemäße Hohlkörper-Tragholme zeichnen sich auch dadurch aus, daß die Außenflächen glatte, durch Verbindungsmittel nicht unterbrochene Oberflächen sind, die einfach zu reinigen sind.

    [0028] In Kombination mit der Klebe-Verbindungsstruktur sind erfindungsgemäß für den Tragholm Leichtbaukonstruktion und Querschnittsoptimierung erzielt. Besonders vorteilhaft wird durch die Klebe-Verbindungsstruktur die Ausbildung substanzdichter Strömungskanal-Übergänge zwischen den Profilkörpern erreicht. Auch wird es infolge der erfindungsgemäßen Klebeverbindungsstruktur in der Praxis überhaupt erst möglich, Strömungskanäle mit relativ großen Strömungsquerschnitten vorzusehen und insbesondere dennoch in flachen, ggf. plattenartigen Profilkörpern auszubilden.

    [0029] Weitere besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen oder -möglichkeiten der Erfindung gehen aus Unteransprüchen hervor und werden anhand der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen
    Fig. 2a u. 2b
    in Längs- bzw. Stirnansicht eine Siebzylinder-Rundschablonen-Auftragungseinheit mit erfindungsgemäßem Tragholm in einer Auftragungsmaschine,
    Fig. 3 bis 5
    im Profilquerschnitt bzw. in stirnseitiger Ansicht mit erfindungsgemäßen Hohlkörper-Tragholmen ausgestattete Rakelvorrichtungen,
    Fig. 6a bis 6d
    im Profilquerschnitt weitere erfindungsgemäße Hohlkörper-Tragholme,
    Fig. 7a u. 7b
    im Profilquerschnitt miteinander durch Klebung zu verbindende Profilkörper gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren,
    Fig. 8a u. 8b
    im Profilquerschnitt bzw. in Längsansicht einen durch das erfindungsgemäße Verfahren, veranschaulicht anhand der Fig. 7a und 7b, hergestellten Hohlkörper-Tragholm mit Teilen gemäß Fig. 7a und 7b,
    Fig. 9.u.10
    im Profilquerschnitt bzw. in stirnseitiger Ansicht erfindungsgemäße Tragholme, die aus Rechteck-Rohrkörpern zusammengefügt sind und
    Fig.11 u.12
    im Profilquerschnitt erfindungsgemäße Tragholme mit Kreisringquerschnitt aufweisenden Tragrohren.


    [0030] Die Fig. 2a und 2b zeigen eine Auftragungsvorrichtung(-Einheit) 1 bestehend aus einer Siebzylinder-Rundschablone 10, an deren Enden je ein Rundschablonen-Endring 11 mit je einem ringförmigen Bund 12 und einer Endringöffnung 13 mit einem Öffnungs-Durchmesser Ö eingesetzt ist.

    [0031] Ein erfindungsgemäßer Hohlkörper-Tragholm 2 ist in die Rundschablone 10 in Arbeitsstellung eingesetzt und im Bereich der Auftragungsbreite 14 mit einer Auftragungs-/Rakeleinrichtung 3, insbesondere mit einem Rollrakelelement 31 ausgestattet. Der Hohlkörper-Tragholm 2 ist an seinen beiden Endbereichen mittels eines die Endringöffnungen 13 durchgreifenden Tragrohres 21 in je einer Halte- und Einstelleinrichtung 15' einstellbar gehalten.

    [0032] Die Siebzylinder-Rundschablone 10 ist mit einem ringförmigen Bund 12 in ringförmigen Halteteilen 16 einer Auftragungs-/Druckmaschine gehalten. Sie liegt auf der Auftragungsebene 17 (Warenbahn, Transportband, Walze od.dgl.) auf, und während des Auftragungsvorganges oder ggf. eines Reinigungsvorganges werden die Schablone 10, die Bahn 17 und das Rakelelement 31 synchron bewegt.

    [0033] Der Hohlkörper-Tragholm 2 umfaßt das Hohlprofil-Tragrohr 21, das gemäß Fig. 2b mit fasenartigen Eckflächen 211 außen achteckig ist und im Innern einen Hohlraum 212 mit kreisförmigem Querschnitt aufweist. Durch diesen Hohlraum 212 erfolgt die Einleitung und Weiterführung einer Auftragungssubstanz 18. An dem Rohr 21 ist längsseitig ein plattenförmiger Kanal-Profilkörper 222 befestigt, der - in Bewegungsrichtung B gesehen - vor dem Rakelelement 31 angeordnet ist und bis in dessen Bereich ragt. Die Substanz 18 wird in seiner Längsmitte in den Profilkörper 222 geleitet und gelangt, aus diesem austretend, zur Auftragungsstelle vor das Rollrakelelement 31 und bildet dort einen breitenverteilten Substanzvorrat 182.

    [0034] Mit den beiden vertikalen Wandflächen 210 des HohlprofilTragrohres 21 sind Profilkörper 22, nämlich der Kanal-Profilkörper 222 und ein - in Bewegungsrichtung B gesehen - hinterer Platten-Profilkörper 221 durch Klebung verbunden. Die beiden Körper 221 und 222 weisen eine Länge gleich der Auftragungsbreite 14 auf. Mit den Körpern 221 und 222 bildet der Kohlkörper-Tragholm 2 einen einteiligen Körper, der als solcher ein eigenständiger Funktionsbestandteil der Auftragungs/Rakeleinrichtung ist.

    [0035] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hohlkörper-Tragholmes 2 mit einem ebene Außenflächen 213 und einen Hohlraum 213' aufweisenden Hohlprofil-Tragrohr 21, das im Querschnitt außen und innen sechseckig geformt ist. An den zur Warenbahn 17 senkrecht gestellten parallelen Tragrohr-Flächen 2101, 2102 sind den zuvor beschriebenen Profilkörpern 22 entsprechende Profilkörper 223 und 224 mittels Klebung befestigt.

    [0036] Durch die gegenüber Fig. 2b vergrößerte Darstellung ist in Fig. 3 die erfindungsgemäße Klebe-Verbindungsstruktur erkennbar: Zwischen der ebenen Teil-Längsfläche 2242 des Form-Profilkörpers 224 und der dazu komplementären Oberfläche 2102 des Tragrohres 21 ist eine Schicht 40 erkennbar, die durch ein aus Kleb-/Kunststoff bestehendes Material gebildet ist und relativ hart oder elastisch vorgesehen werden kann.

    [0037] Strichliert ist in Fig. 3 gezeigt, daß an der in Bahn-Bewegungsrichtung B hinteren, zur Warenbahn 17 senkrechten Tragrohr-Fläche 2101 ein weiterer plattenförmiger Profilkörper 223 mit oberer Teil-Längsfläche 2231 nur bei Bedarf angeklebt ist.

    [0038] Der hintere Profilkörper 223 ist an seiner Längsrückwand 2232 im unteren, der Warenbahn 17 zugewandten Bereich mit einer Auffangrinne 2233 ausgestattet, in der nach einem Reinigungsvorgang an der Fläche 2232 anhaftende Flüssigkeitströpfchen gesammelt und dadurch gehindert werden, auf die Auftragungsebene 17 abzutropfen.

    [0039] Der hintere Profilkörper 223 kann in dem der Auftragungsebene 17 nächstliegenden Bereich als Spaltrakel mit einer Rakelkante 2234 ausgebildet sein. In Fig. 3 ist gestrichelt dargestellt, daß statt dessen auch ein an dem Körper 223 anliegendes Rollrakelelement 31 eingesetzt werden kann, gleichermaßen wie in Fig. 2b.

    [0040] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 mit einem Tragrohr 214, das einen im Querschnitt rechteckigen Hohlraum 214' hat. An mindestens einer Stirnseite des Rohres 214 ist ein Substanzzuführungsrohr 2120 mit kreisförmigem Querschnitt 212 angesetzt, das sich in dem Hohlraum des Profilrohres 214 bis mindestens in die Mitte der Auftragungsbreite bzw. in die Längsmitte des Profilkörpers 222 erstreckt, wobei in diesem Bereich mindestens eine Öffnung oder ein Substanzdurchgang in den vorderen Profilkörper 222 ausgebildet ist. Die Länge des Profilkörpers 222 ist gleich der Auftragungsbreite 14.

    [0041] Der plattenförmige flache Profilkörper 222 schafft durch ein in ihn eingearbeitetes Strömungskanalsystem den besonderen erfindungsgemäßen Vorteil der gleichmäßigen Breitenverteilung der Auftragungssubstanz in Verbindung mit einer raumsparenden Querschnittsdimensionierung des Hohlkörper-Tragrohres 214, das die gestrichelt dargestellte Endringöffnung 13 der Schablone 10 durchgreift.

    [0042] Strichliert gezeichnet ist in Fig. 4 ein hinterer Winkel-Profilkörper 225, der mittels Klebeschicht 40 ebenso wie der Strömungskanal0-Profilkörper 222 an die komplementäre ebene Fläche des Tragrohres 214 angesetzt ist und die Biegesteifigkeit des Tragrohres 214 erhöht.

    [0043] Zugleich ist dieser Versteifungs-Profilkörper 225 auch als Gelenk-Haltevorrichtung 33 für ein daran angelenktes Streichrakelelement 32 ausgebildet. Durch Ortslageveränderung der Rakelvorrichtung 2 in Richtung des Doppelpfeils 20 wird der Anliegewinkel des Rakelelementes 32 und damit auch die Auftragungs-Mengenleistung verändert.

    [0044] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hohlkörper-Tragholmes mit rechteckigem Tragrohr 214 einer Rakelvorrichtung, die im wesentlichen den zuvor beschriebenen Beispielen entspricht. Die Vorrichtung gemäß Fig. 5 ist für besonders große Auftragungs-Mengenleistung, für optimierte Substanz-Breitenverteilung (dicht aneinandergereihte Substanz-Austrittsöffnungen 183) und besonders große Auftragungsbreiten geeignet.

    [0045] Die für besonders große Auftragungsbreiten erforderliche größere Biegesteifigkeit wird dadurch zustande gebracht, daß an das Profilrohr 214 insgesamt vier Profilkörper 221, 226, 227 und 228 mittels Klebeverbindung angesetzt sind. Der hintere Platten-Profilkörper 221 ist strichliert gezeichnet; er bildet ein zusätzliches Verstärkungselement. Der vordere Profilkörper 226 weist ein Winkelprofil auf, mit dem die vorderen oberen Eckwände des Rohres 214 abgedeckt sind. Die Wandflächen des Profilrohres 214 sind wiederum mittels Klebung mit den komplementären ebenen Flächen des vorderen Profilkörpers 226 verbunden. Der vordere Profilkörper 226 kann zweckmäßig aus einem härteren Werkstoff als das Profilrohr 214 bestehen, um das Rohr 214 vor mechanischer Beschädigung zu schützen.

    [0046] Der Profilkörper 227 bildet einen Substanzführungs-Hohlkörper und ist somit im wesentlichen gleich den Profilkörpern 222 in Fig. 2b und Fig. 4, wobei er jedoch an der der Warenbahn 17 zugewandten Unterfläche des Profilrohres 214 sowie an den unter dem Rohr 214 hervorstehenden Wandabschnitt des Winkelprofils 226 über Klebeschichten 40 angesetzt ist. Die Substanzverteilung erfolgt im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 dadurch optimiert, daß auch in den Innenraum des Profilrohres 214 ein Substanz-Verteilungskörper 231 eingesetzt ist, wobei der außen angesetzte Körper 227 als zusätzlicher Substanz-Verteilungskörper vorgesehen ist. Als Leichtmaterial für den Einsatz-Verteilungskörper 231 eignet sich vorteilhaft leicht bearbeitbarer Kunststoff wie Polyethylen, Hart-PVC od.dgl..

    [0047] Ein an die Unterfläche des Tragrohres 214 sowie an ggf. den hinteren plattenförmigen Profilkörper 221 und an eine Seitenfläche des Körpers 227 mittels Klebschicht 40 angesetzter Profilkörper 228 ist gemäß Fig. 5 als Vierkant-Rohr ausgebildet, das zusätzlich zu der biegeversteifenden Funktion in Zweitfunktion Reinigungsflüssigkeit in den Bereich der Auftragungsstelle führt. Zudem kann an den Profilkörper 228 zweckmäßig auch ein Profilkörper 229 angesetzt sein, der eine Auftragungs-Hilfsvorrichtung 34 hält.

    [0048] Die Fig. 6a bis d zeigen vier weitere Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Hohlkörper-Tragholme 2 einer Rakeleinrichtung. Es wird deutlich, daß sich mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen sehr unterschiedliche Hohlkörper-Tragholme 2 ausbilden lassen.

    [0049] Fig. 6a zeigt einen Tragholm 2 mit U-förmigem Profilquerschnitt. Ein Tragrohr-Profilkörper 21 bildet den Stegabschnitt, während relativ flache, plattenartige Hohl-Profilkörper 22 zur Auftragungsebene ausrichtbare und von dem Rohr 21 abstehende Schenkelabschnitte des Gesamtprofils sind. Spalte 41 zwischen benachbarten ebenen, parallelen Mantelflächen der Körper 21, 22 bilden den Berührungs-/Verbindungsbereich für eine härtbare Klebstoff-/Kunststoffschicht.

    [0050] Gemäß Fig. 6b sind zwei oder mehr Profilkörper in ein einen Eckwinkel aufweisendes Winkelprofil 226 eingefügt. An den zu einer Auftragungsebene gerichteten Winkelschenkel ist ein die Winkelecke ausfüllender flacher Rechteck-Profilkörper 22 angesetzt. An diesen und an den anderen Schenkel des Winkelprofils 226 ist ein im Querschnitt ebenfalls rechteckiger Tragrohr-Profilkörper 21 angesetzt. In dem Eckbereich zwischen letzterem und dem Profilkörper 22 kann zweckmäßig ein weiterer Rechteck-Profilkörper 228 - ähnlich wie in Fig. 5 - angeordnet sein. Benachbarte komplementäre Flächen der Körper sind erfindungsgemäß mittels ausgehärteter, Klebefugen bildender Klebstoffschichten verbunden. Anhand der Fig. 6c wird deutlich, daß ein erfindungsgemäßer Tragholm 2 durch zwei in Richtung senkrecht zur Auftragungsebene nebeneinander gesetzte Rechteck-Profilhohlkörper 21, 228 gebildet sein kann. Z.B. kann auch dieser Körperverbund in ein Eck-Winkelprofil 226 eingefügt sein, und zweckmäßig kann diese Tragholmstruktur mit einem hinteren Plattenkörper 221 ausgestattet sein. Gemäß Fig. 6d ist ein vorderer flacher Hohlprofilkörper 22 über Eck mit einem Tragrohr-Profilkörper 21 verbunden.

    [0051] Eine weitere zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht z.B. darin, daß das Tragrohr als einstückiges Teil durch ein P- oder H-förmiges Doppel-Hohlprofil gebildet ist. Der in bezug auf eine Auftragungsebene oben liegende Hohlraum ist vorzugsweise mit geschlossener Ummantelungsfläche versehen, um den ersten Strömungskanal einer Substanzverteilungseinrichtung zu bilden. Es sind dann zweckmäßig in den Winkel- oder U-förmigen zweiten, zur Auftragungsebene offenen unteren Hohlraum ein oder mehrere, insbesondere Kanalkörper und/oder Versteifungselemente bildende Profilkörper mittels erfindungsgemäßer Klebeverbindung eingefügt. So ist in dem unteren offenen Hohlraum eine Struktur vorgesehen, die dem anhand Fig. 5 dargestellten unteren Bereich mit Profilkörpern 227, 228, 229 entspricht. Die mit den weiteren Profilkörpern verklebte Mantelfläche des Hohlprofil-Körpers ist durch die Umfangs-Innenfläche des winkelförmigen oder U-förmigen Teils gebildet. Besonders zweckmäßig kann es bei diesen Ausführungsbeispielen auch sein, daß das das Tragrohr bildende, am Längsumfang geschlossene Hohlprofil einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.

    [0052] Fig. 7a zeigt in einer Art Explosionsdarstellung, d.h. mit Spalträumen 41 beabstandet und achsparallel nebeneinander angeordnet, einen Hohl-Profilkörper 214 und plattenförmige Profilkörper 221 und 225. Längsachsen noch nicht aneinandergefügter Körper sind mit 191, 192 und 193 bezeichnet.

    [0053] Fig. 7b zeigt dieselben Teile in der in Fig. 7a mit Pfeil angegebenen Blickrichtung zur beispielhaften Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens

    [0054] Die bei Tragholmherstellung fixierte, d.h. in den Körperverbund "eingebaute" Vorspannungs-Krümmung erfolgt im Hinblick auf die in einer Auftragungsvorrichtung im Einbau-, Betriebs- und Belastungszustand auf den Tragholm ausgeübte Betriebskraft, um für den in Richtung der Auftragungsebene belasteten Tragholm eine optimale Geradheit zu erzielen. Dabei besteht eine besonders vorteilhafte Maßnahme darin, die Profilkörper nach Maßgabe der Betriebsbelastung und/oder in Abhängigkeit von und Anpassung an Profilkörper-Querschnittsdimension, -Materialfestigkeit und/oder Eigengewicht über die Arbeitsbreite, d.h. pro Längeneinheit zu krümmen und mittels der Klebstoffverbindung die Krümmung bzw. Vorspannung in dem Profilkörperverbund des Tragholmes zu fixieren.

    [0055] Gemäß der Darstellung in Fig.7b werden die Profilkörper 214, 221, 225 bei der Tragholmherstellung derart gekrümmt, daß ihre Flächen (Unterseiten), die im in eine Auftragungsvorrichtung eingebauten Zustand der Auftragungsebene zugewandt sind, über die Auftragungsbreite konkav gewölbt bzw. gekrümmt sind. Krümmungsmaße der Körper 214 und 221 zwischen stirnseitigem Ende und Krümmungsscheitel sind in Fig.7b mit Maßangaben 49,47 und 48 verdeutlicht. Im Ausführungsbeispiel ist das Maß 49 etwa gleich dem Differenzmaß "47"-"48". Mit in der Zeichnung nur sehr schematisch wiedergegebenen Lagerelementen 410-460 erfolgt die gewünschte Krümmungslagerung und -positionierung der Tragholmkörper. Dabei deuten die Pfeile der Lagerelemente 410,420 und 430, auf denen die Körper 214, 221 bzw. 225 aufliegen, Kräfte an, mit denen die Vorspannungs-Durchbiegungen herbeigeführt werden, wobei dabei z.B. der Körper 214 gegen das Lagerelement 440 gespannt wird. Die Positionen der Lagerlemente 410-460 in der Körperlänge richten sich nach dem durch die oben genannten Vorgaben bestimmten Krümmungsmaß. Um den Tragholm mit einer gewünschten Krümmungs-Vorspannung zu versehen, kann es durchaus ausreichen, daß nur der Hohlprofilkörper (Tragrohr) 214 gekrümmt wird. Im Krümmungszustand mindestens des Tragrohr-Körpers 214 werden sämtliche Körper mittels einer zwischen ihnen flächig ausgebildeten Klebstoffschicht aneinandergefügt, wobei ggf. während der Aushärtung der Klebeverbindung die Körper flächig aneinandergepreßt werden. Wie aus Fig. 8a ersichtlich, ist die Klebstoff-/Kunststoffschicht 40 zwischen den ungekrümmt bleibenden, benachbarten planparallelen Vertikalflächen der Körper 214, 221 und 225 ausgebildet.

    [0056] Der aus den Körpern gemäß Fig. 7a hergestellte Hohlkörper-Tragholm 2 ist in Fig. 8a und b im belasteten Betriebszustand dargestellt. Der den einteiligen Tragholm 2 bildende Verbundkörper weist eine eigenständige Tragholmachse 19 auf. Diese ist zumindest annähernd gerade, wenn der Tragrohr-Hohlkörper 214 im Auftragungs-Betriebszustand in einer Auftragungsvorrichtung auf den Halteteilen einer Halte- und Einstelleinrichtung 15 aufliegt. Diese ermöglicht dann die parallele Einstellung der Tragholm-Achse 19 zur Auftragungsebene 17.

    [0057] In Fig. 6a, 6c, 6d, 7a, 7b und 8b sind zur Verdeutlichung die in den Fig. 1a und b angegebenen Maße A und C eingetragen.

    [0058] Fig. 9 und 10 zeigen besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung mit in den Tragholm 2 integrierter Substanzzubringungseinrichtung (Substanzverteilungseinrichtung).

    [0059] In Fig. 9 sind vier durch Formrohre mit rechteckigem Profilquerschnitt gebildete Hohlprofilkörper 21-24 mit ausgehärteten Klebstoff-/Kunststoffschichten 40 aneinandergefügt. Erfindungsgemäß werden die Rohr-Hohlprofilkörper 21-24 in gegen die Auftragungs-Belastungsrichtung gebogenem Zustand großflächig miteinander verklebt, so daß der Tragholm 2 in Arbeitsstellung und unter Arbeitsbelastung weitgehend gerade ist. Die Rohrköper 21-24 bilden Kanäle relativ großen (Rechteck-) Querschnitts für zugehörige Teilungsstufen K1-K4 der Substanzverteilungseinrichtung. Die Klebeverbindung ist als Flächendichtung für Strömungsübergänge zwischen den Stufen K1/K2, K2/K3 und K3/K4 ausgebildet. Die aneinandergefügten Rohrkörper 21-24 bilden einen im Profilquerschnitt quadratischen Blockteil des Tragholmes 2. Der die Teilungsstufe K1 bildende Rohrkörper 21 ist ein flacher Körper, an dessen zur Auftragungsebene 17 hin liegender Flachseite (Unterseite) die Rohrkörper 22-24, deren Querschnittshöhe gleich ist, in Hochkant-Anordnung angesetzt sind. Der Rohrquerschnitt jeder in Strömungsrichtung S nachfolgenden Teilungsstufe ist kleiner als der der vorangegangenen Teilungsstufe. Besonders vorteilhaft ist es, daß nur der in dem Blockteil oben liegende Flach-Rohrkörper 21 als die Auftragungsbreite 14 beidseitig überragender Lagerholm vorgesehen ist, dessen Enden gleichermaßen wie in Fig. 2a in einer Halte- und Einstelleinrichtung aufgenommen werden. Anstelle der Rohrkörper können auch U-Profilkörper vorgesehen werden.

    [0060] Der Tragholm 2 gemäß Fig. 9 umfaßt auch Kanal-Profilkörper 25, 26 und ggf. 27 mit Rechteckquerschnitt, die zur Auftragungsebene hin aufeinanderfolgen und durch Klebstoffschichten 40 miteinander verbunden sind. Die Kanal-Profilkörper 25-27 bestehen aus an sich massiven Körpern, in die Hohläume bildende Kanäle oder Kanalabschnitte der Substanzverteilungseinrichtung von der Körperoberfläche her eingearbeitet sind. Der einen Fuß- oder Mittelteil des Tragholms 2 bildende Kanalkörper 25 ist über seine Querschnittsbreite mit den Rohrkörpern 23 und 24 verklebt. Seine Kanäle bilden die Stufen K5 und K6 der Verteilungseinrichtung. Der Kanalkörper 26 ist mit gleicher Querschnittsbreite deckungsgleich an den Kanalkörper 25 geklebt und weist Teilungsstufen K7-K9 auf. Die Zahl der an der Unterseite des Tragholmes 2 vorgesehenen Austrittsöffnungen 183 beträgt

    , wobei die Stufenzahl N im Beispiel gleich 9 ist. Wie aus Fig. 9 ersichtlich, kann es zweckmäßig sein, an den Kanalkörper 26 noch einen Flachköper 27 in Hochkant-Anordnung mittels Klebstoffschicht anzusetzen. In den an sich massiven Körper 27 sind mit den Öffnungen 183 fluchtende achsparallele Kanalröhrchen ausgebildet, deren Ausmündungen 183' in einen über die Auftragungsbreite sich erstreckenden Ausmündungsschschlitz 184 enden. Die Massiv-Strömungskörper 25 und 26 für die Teilungsstufen K5-K9 weisen zusammengenommen nur etwa ein Viertel der Querschnittsfläche des Block-Kopfteils mit den Strömungskanälen der Hohlkörper 21-24 auf.

    [0061] Ähnlich wie in Fig. 5 kann der Tragholm 2 mit einer vorderen Wand 226 in Form einer Platte versehen sein, die mit den vorderen Längsseitenflächen der Körper 21,24,25,26 und ggf. 27 verklebt ist. Zur Versteifung und als Schutzwand kann auch eine in Richtung B betrachtet hintere Längswand 221 in Form einer Platte mit den hinteren Längsseitenflächen der Körper 21 und 22 verklebt sein. Zur Verdeutlichung des Betriebs des Hohlkörper-Tragholms 2 sind Rakelelemente (Streichrakel, Rollrakel) einer Rakeleinrichtung 3 angedeutet. Es sei darauf hingewiesen, daß eine Rakeleinrichtung 3 nicht von dem Hohlkörper-Tragholm getragen oder gehalten sein muß, sondern für sich selbstständig angeordnet sein kann.

    [0062] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 umfaßt die Klebeverbindung zwischen Rechteck-Rohrkörpern 21 und 22, die Kanalstufen K1 und K2 bilden und in bezug auf die Auftragungsebene 17 hochkant angeordnet sind, eine Trag- und Versteifungswand 28 in Form einer durch eine Versteifungsplatte gebildeten Zwischenwand. An den oberen Abschnitt der zur Auftragungsebene 17 senkrecht oder steil gerichteten Platte 28 sind die Rohrkörper 21,22 mit ihren einander zugewandten Längsseitenflächen mittels Klebstoffschichten 40 geklebt. Wie bei den Rohrkörpern 22-24 gemäß Fig. 9 sind die Rohrkörper 21,22 in Fig. 10 mit einer gegenüber der Querschnittshöhe geringeren Querschnittsbreite angeordnet und vorgesehen. Zur Ausbildung der Hochkant-Anordnung, die das Widerstandsmoment bzw. die Biegefestigkeit des Tragholmes erhöht, ist die Kontruktion mit der Versteifungsplatte 28 sehr vorteilhaft.

    [0063] Mit ihren oberen Längsseitenflächen können die Rohrkörper 21,22 zweckmäßig an eine horizontal liegende Quer-Versteifungswand 29 geklebt sein. Damit wird in verstärktem Maß Festigkeit des Tragholmes 2 auch in zur Auftragungsebene 17 parallele Richtung erreicht. Schubkräfte, die insbesondere durch Rakelarbeit, Rakelreibung und in Bewegungsrichtung B wirkenden Substanzdruck entstehen, werden mit in der Querschnittsbreite des Tragholms 2 sich erstreckenden Flachkörpern und/oder den senkrecht zur Querschnittshöhe gerichteten Klebstoffschichten sehr wirksam aufgefangen.

    [0064] Der Tragholm 2 gemäß Fig. 10 kann gleichermaßen wie in Fig. 9 zweckmäßig mit einer vorderen und/oder hinteren Versteifungs- und Schutzplatte 226 bzw. 221 ausgestattet sein. Strömungskanalkörper 25-27, wie sie zu Fig. 9 beschrieben worden sind, sind vorteilhaft auch bei dem Tragholm 2 gemäß Fig. 10 vorgesehen. Diese Kanalkörper können zweckmäßig mit der Vorderfläche der Platte 28 verklebt werden. Die Versteifungswand 28 bildet dann auch eine Schutzabdeckung für die an den Rohrkörper 22 bzw. an die Platte 226 angesetzten Kanalkörper.

    [0065] Ein erfindungsgemäßer Tragholm mit integrierter Kanaleinrichtung (Substanzverteilungseinrichtung) wird nach Bedarf als Reinigungseinrichtung vorgesehen und betrieben.

    [0066] Für die erfindungsgemäße vorgespannte Klebeverbindung ist es wesentlich, daß die vorzugsweise aus Leichtwerkstoff bestehenden ersten Hohlprofil-Körper bzw. Tragrohre 21, 22, 23, 24 bzw. 214, die als solche an sich leicht durchbiegbar sind, also für sich keine ausreichende Biegesteifigkeit aufweisen, mit wenigstens einem weiteren Profilkörper 22, 221-227 durch Klebung verbunden sind, der in zur Richtung der Betriebs-Biegebeanspruchung entgegengesetzte Richtung außerordentlich biegesteif ist, und zwar in einem weit höheren Maß als der erste Hohlprofilkörper. Zu diesem Zweck sind die genannten weiteren Profilkörper als Platten- oder Flachkörper vorgesehen, wobei die - im Profilquerschnitt betrachtet - längere Körperseite sich vertikal erstreckt und der Körper wenigstens an einem Abschnitt der zugehörigen Körperlängsseitenfläche mit dem vorgekrümmten bzw. vorgespannten Hohlprofil-Körper 21, 214 verklebt ist. Steifigkeit und Festigkeit gegen Durchbiegung können nicht nur mit dem Flachprofil der plattenartigen Körper erzielt werden, sondern auch durch Verwendung von sehr harten, außerordentlich hohe Festigkeit aufweisenden Materialien wie z.B. Stahl.

    [0067] Eine andere sehr vorteilhafte erfindungsgemäße Ausgestaltung besteht aber auch darin, den Trag-Hohlprofilkörper 214 als Rohr vorzusehen, dessen Wand zumindest abschnittsweise aus verstärktem Kunststoff, vorzugsweise aus Karbonfaser-verstärktem Kunststoff (CFK) gebildet ist. Obwohl ein solches Rohr im Vergleich mit herkömmlichen Tragholmeinrichtungen vergleichbarer Dimensionierung Gewichtseinsparung von mehr als 50 % erlaubt, weist es dennoch mit verhältnismäßig geringem Querschnitt große Stabilität und mechanische Festigkeit auf. Dabei ist es ganz besonders vorteilhaft, daß in dem Rohr, wie anhand der Fig. 5 beschrieben, ein Substanz-Verteilungskörper 231 oder eine entsprechende Verteileinrichtung in sattem Sitz eingefügt ist, die zur Rohrversteifung wesentlich beiträgt, wobei der Einsatz-Verteilungskörper 231 zweckmäßig aus Kunststoff-Leichtmaterial besteht. Festigkeit und Steifigkeit des Rohrkörpers 214 lassen sich erfindungsgemäß in besonderem Ausmaß weiter dadurch verbessern, daß das Rohr aus faserverstärktem Kunststoff mit Kreisringquerschnitt vorgesehen wird. Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 11 und 12 weisen derartige Kreiszylinderrohre 2140 auf.

    [0068] In Verbindung mit dem Kreisquerschnitt des Rohres 2140 aus verstärktem Kunststoff ist es besonders vorteilhaft, daß der Einsatz-Verteilungskörper 232, 233 wenigstens teilweise im Profilquerschnitt radial gerichtete Stegwände 230, 230' aufweisen, die wenigstens abschnittsweise im Rohr 2140 axial sich erstreckende Wände von Teilungskanälen K1-K4 (Fig. 11) bzw. K1-K5 (Fig. 12) sind. Diese Stege durchqueren den Rohrinnenquerschnitt, wobei sie mit ihren radial äußeren Seiten satt gegen die konkav gewölbte Rohrinnenwand sitzen.

    [0069] Wie aus Fig. 11 ersichtlich, können die Stege 230 besonders vorteilhaft dünnwandig vorgesehen sein, wodurch große Kanalquerschnitte entstehen. In Fig. 11 ist der Einsatz-Verteilungskörper 232 im Querschnitt speichenartig nach Art eines Andreas-Kreuzes gestaltet. Benachbarte Stege 230 gehen mit konkav gewölbter Fläche 234 ineinander über, wobei selbst bei einem Winkel von ca. 90° zwischen den Wandstegen 230 besonders hohe Quersteifigkeit erzielt wird.

    [0070] Auch in Fig. 12 sind die Kanäle K1-K5 von der Umfangsfläche des Körpers 233' ausgehend in radialen Richtungen zur Rohrachse hin sich erstreckend eingearbeitet, so daß selbst dann, wenn der Umfangsabstand der Kanäle variiert, radiale Versteifungen bildende Stegwände 230' vorgesehen sind.

    [0071] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 ist das Tragrohr 2140 erfindungsgemäß mit einem sockelartigen Kanalprofilkörper 251 klebend verbunden. Der Kanalprofilkörper 251 erstreckt sich über die Auftragungsbreite. Er ist an der einer Auftragungsfläche 17 zugewandten Rohrunterseite angeordnet. Die Außenwand des Rohrmantels greift in einem Umfangsbereich von weniger als 180° in eine Kanalprofilkörper-Längausnehmung mit komplementärer Klebefläche ein, die im Profilquerschnitt also kreissegmentförmig in Übereinstimmung mit der Rohr-Außenmantelfläche ist. Es wurde gefunden, daß bereits die Einheit aus Rohr 2140 und Kanalprofilkörper 251 einen für viele Anwendungsfälle außerordentlich zufriedenstellenden Hohlkörper-Tragholm 2 bildet. Eine besonders hohe Biegesteifigkeit des Verbundkörpers 2140, 251 wird dadurch erzielt, daß sich das Rohr 2140 im Klebeverbund mit dem Profilkörper 251 in einem gegen elastische Rückstellkraft verformten Zustand befindet, wobei die Rückstellkraft bei Durchbiegebelastung des Tragholms 2 der Durchbiegung entgegenwirkt.

    [0072] In dem Kanalprofilkörper 251 sind Verteilungskanäle von Teilungskanalstufen K5 und K6 ausgebildet. Sehr vorteilhaft ist es, daß die K5- und K6-Kanäle von der konkaven Klebefläche des Körpers 251 her in letzteren eingearbeitet sind. Die K5-Kanäle stehen durch die Klebeschicht 40 mit den K4-Kanälen in Verbindung. Die K6-Kanäle münden in über die Auftragungsbreite verteilt angeordnete Öffnungen an der Unterseite des Körpers 251. Sehr zweckmäßig können in den Kanalprofilkörper 251 von seiner Oberfläche her auch Kanäle RK1, RK2 eingearbeitet sein, die ein Verteilsystem für Reinigungsflüssigkeit bilden. An der Körperunterseite kann dann Reinigungsflüssigkeit in Form mindestens eines Strahlfilms W abgestrahlt werden.

    [0073] Besonders vorteilhaft ist es, den Sockel-Kanalprofilkörper 251 mit ebenen planparallen Längsseitenflächen zu versehen, die sich im Profilquerschnitt senkrecht zur Auftragungsebene 17 - wie in Fig. 11 - oder in einem steilen Winkel zur Ebene 17 erstrecken. Die Längsseitenflächen bilden flächendeckend Klebeflächen für komplementäre Klebeflächen von Platten-Profilkörpern 221, 226, die gestrichelt dargestellt und so wie die entsprechenden Wände 221 und 226 der Ausführungsform gemäß Fig. 5 angeordnet sind. Wie gestrichelt dargestellt, ist gemäß Fig. 11 ähnlich wie nach Fig. 5 ein hoch und über die Auftragungsbreite sich erstreckender Kanalprofilkörper 227 vorgesehen, der mit Kanälen K7-K11 ausgestattet ist, wobei die von der Längsseitenoberfläche her eingearbeiteten Kanäle durch den Plattenkörper 226 in Klebeverbindung abgedeckt sind.

    [0074] In Entsprechung zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 ist auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 12 das Tragrohr 2140 mit einem sockelartigen Profilkörper 215 mittels Klebstoffschicht 40 verbunden. In diesem Fall ist der Profilkörper 215 als flacher Körper vorgesehen, der entsprechend wie der Körper 223 in Fig. 3 angeordnet und vertikal ausgerichtet ist. An dem unteren freien Ende des Profilkörpers 215 ist mittels Nut-/Federverbindung eine Halteleiste 35 zum Halten bzw. Führen einer nicht dargestellten Rakel angesetzt. Wie gestrichelt dargestellt, kann der Profilkörper 215 auch als Hohlkörper mit Hohlraum 2151 ausgebildet sein. Im Unterschied zu Fig. 11 ist das Tragholmrohr 2140 an dem seitlichen Umfangsabschnitt an den Körper 215 angefügt. Diese Verbindung ist gleichermaßen wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 11 hergestellt.

    [0075] Wieder ist es sehr vorteilhaft, den Profilkörper 215 mit einer ebenen längsseitigen Klebefläche zu versehen. Wie aus Fig. 12 ersichtlich, kann eine, in Richtung B betrachtet, rückwärtige längsseitige Platte 221 mit ebener Fläche angeklebt werden. Dieser Plattenkörper 221 erstreckt sich, im Profilquerschnitt gesehen, gleichermaßen wie der Körper 215 bis in den Bereich des oberen Scheitels des Rohres 2140 und deckt die Rückwand-Längsseitenfläche des Profilkörpers 215 vollflächig ab.

    [0076] Vorteilhaft besteht der Profilkörper 215 ebenfalls aus verstärktem Kunststoff Der Profilkörper 215 kann z.B. durch Herstellung im Strangpreßverfahren oder mittels herstellungstechnisch geeigneter Anformung einstückig als Teil 216 mit dem Kunststoffrohr 2140 ausgebildet sein. In einem solchen Fall entfällt die Klebeverbindung zwischen Körpern 2140 und 215. Statt dessen wird der Klebeverbund mit dem Plattenkörper 221 vorgesehen.


    Ansprüche

    1. Hohlkörper-Tragholm (2) einer Auftragungs-/Rakelvorrichtung insbesondere für eine Siebzylinder-Rundschablonen-Auftragungsvorrichtung (1) mit mindestens einem insbesondere ein Tragrohr bildenden Hohlprofil-Körper (21, 214-216), dessen Längserstreckung die Auftragungsbreite (14) der Auftragungsvorrichtung erheblich überragt und dessen beide Endbereiche in je einer Halte- und Einstelleinrichtung (15) gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen- und/oder Mantelfläche des Hohlprofil-Körpers (21, 214-216) über mindestens einen Teil des Gesamtumfanges desselben und in Längserstreckung im wesentlichen gleich der Auftragungsbreite (14) flächig als Klebefläche ausgebildet ist derart, daß der Hohlprofil-Körper mit wenigstens einem weiteren, zweiten Profilkörper (22, 221 usw.), der mindestens eine komplementäre Fläche (2231, 2242 usw.) zur Klebefläche (210 usw.) des Hohlprofil-Körpers trägt, flächenparallel und mindestens annähernd flächendeckend zur einteiligen Ausbildung des Hohlkörper-Tragholms (2) mittels Klebung verbunden ist.
     
    2. Hohlkörper-Tragholm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klebeflächen im Berührungsbereich durch eine diesen im wesentlichen abdeckende härtbare, ggf. Elastizität beibehaltende Kunststoff-/Klebstoffschicht (40) verbunden sind.
     
    3. Hohlkörper-Tragholm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Profilkörper unter Längskrümmung mittels der Klebung mit dem benachbarten Profilkörper verbunden ist.
     
    4. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlprofil-Körper (21, 214) und/oder weitere Profilkörper (22-24; 215, 251) aus Leichtwerkstoff, vorzugsweise aus verstärktem Kunststoff wie CFK (Kohlenstoffaser-verstärktem Kunststoff) od.dgl. Material bestehen.
     
    5. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Hohl-Profilkörper bzw. Tragrohr (21, 214) mittels unter Vorspannung stehender Klebeverbindung an dem weiteren Profilkörper befestigt ist.
     
    6. Hohlkörper-Tragholm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein gegen elastische Kraft quer zur Längserstreckung durchbiegbarer Profilkörper (214), vorzugsweise als Tragrohr (2140) mit Kreisringquerschnitt, ein solcher ist, der aus einem quer zur Längserstreckung vorgekrümmten Zustand gegen elastische Biegekraft in zumindest annähernd gerade Erstreckung biegbar ist.
     
    7. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeverbindung als Flächendichtung für Strömungsübergänge zwischen den miteinander verbundenen Profilkörpern ausgebildet ist.
     
    8. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine ebene, die Klebeverbindung bestimmende Fläche wenigstens nahezu senkrecht zur Auftragungsebene (17) und ggf. auch eine weitere ebene, die Klebeverbindung bestimmende Fläche wenigstens nahezu parallel zur Auftragungsebene (17) angeordnet ist.
     
    9. Hohlkörper-Tragholm nach einer der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebefläche des Hohlprofil-Körpers (21, 214) ebenflächig ist.
     
    10. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß er wenigstens einen als Profilkörper vorgesehenen Kanal-Substanzverteilungskörper (231-233) umfaßt.
     
    11. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlprofil-Körper (214) ein Rund-Tragrohr (2140) vorzugsweise mit, im Profilquerschnitt, Kreisringwand ist, das mit einem sockelförmigen Profilkörperteil (215, 251) versehen ist, wobei die konvex gewölbte Rundwand bzw. die Kreisringwand wenigstens teilweise in flächiger Verbindung in den Sockelkörper (215, 251) einfaßt und vorzugsweise der Sockelkörper (215, 251) wenigstens eine ebene Längsseitenfläche aufweist, die die Klebefläche zur Klebeverbindung mit einem versteifenden Profilkörper wie vorzugsweise einer Platte (221) od.dgl. bildet.
     
    12. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hohlprofil-Körper (214) in sattem Sitz paßgenau und formschlüssig ein Substanz-Verteilungskörper (231-233) eingefügt ist, wobei vorzugsweise der Hohlprofilkörper als Rohr (2140) mit im Profilquerschnitt kreisringförmiger Mantelwand vorgesehen ist und weiter vorzugsweise im Rohr axial gerichtete Wände von Teilungskanälen (K1-K5) wenigstens teilweise durch im Profilquerschnitt radial gerichtete, zweckmäßig dünnwandige Stegwände gebildet sind.
     
    13. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlprofil-Körper (21, 22, 24, 214) unmittelbar oder unter Zwischenanordnung eines weiteren Profilkörpers (215, 251) mittelbar durch ebene Klebeflächen mit wenigstens einem platten- oder leistenartigen Profilkörper (221-224, 226, 28) verbunden ist, dessen der Tragholmdurchbiegung unter Belastung entgegenwirkendes Widerstandsmoment gegenüber dem Durchbiege-Widerstandsmoment des zur Herstellung des Klebeverbunds verwendeten Hohlprofil-Körpers/-Tragrohrs größer ist, wobei durch im Profilquerschnitt längere Seiten bestimmte Längsseitenflächen des Platten-/Leistenprofilkörpers senkrecht oder in steilem Winkel zur Auftragungsfläche (17) zu liegen kommen und eine oder beide der Längsseitenflächen wenigstens teilweise ebene Profilkörperklebeflächen bilden.
     
    14. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiterer Profilkörper als platten- oder leistenartiger Profilkörper (22, 25-27, 222, 227) vorgesehen ist mit wenigstens einem darin ausgebildeten Strömungskanal einer in den Tragholm (2) integrierten Substanzverteilungseinrichtung, wobei vorzugsweise der weitere Profilkörper (222, 227) oder im Verbund mehrere solcher Körper (25-27) von dem ersten Hohl-Profilkörper (21) derart abstehen, daß der Körper bzw. der Körperverbund im in einer Auftragungseinrichtung eingebauten Zustand bis in den Bereich eines Rakelelements (31,32) ragen, und wobei an der zur Auftragungsebene (17) positionierbaren, über die Auftragungsbreite (14) sich erstreckenden unteren Schmalseite des Körpers bzw. des Körperverbunds eine Reihe von Kanalausmündungen (183) zur breiten-gleichmäßigen Substanzausteilung ausgebildet sind.
     
    15. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Profilkörper (21, 22, 23, 24) als aneinandergeklebte dünnwandige Rohrkörper vorgesehen sind, wobei die Rohrkörper Teilungsstufen (K1 bis K4) einer in den Tragholm (2) integrierten Substanz-Zubringungseinrichtung bilden.
     
    16. Hohlkörper-Tragholm nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß Rohrkörper, von denen vorzugsweise nur einer als die Auftragungsbreite (14) beidseitig überragender Lagerholm (21) vorgesehen ist, einen Tragholm-Kopfteil bilden und daß mit dem Kopfteil wenigstens ein Kanal-Profilkörper (25-27) mittels Klebung verbunden ist, der als Tragholm-Mittel- oder Fußteil vorgesehen ist und durch einen Massivkörper mit von dessen Oberfläche her eingearbeiteten Kanälen gebildet ist (Fig. 9).
     
    17. Hohlkörper-Tragholm nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeverbindung zwischen wenigstens zwei der Profilkörper (21,22) ein zwischen den benachbarten Profilkörper-Verbindungsflächen angeordnetes und mit letzteren verklebtes plattenartiges Versteifungselement (28/29) mit einer gegenüber jedem Profilkörperquerschnitt dünnen Wand aufweist (Fig. 10).
     
    18. Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörper-Tragholms nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei der Hohlprofil-Körper (21, 214) mit wenigstens dem weiteren, zweiten Profilkörper (22) mittels Klebung verbunden wird.
     
    19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlprofil-Körper bzw. das Tragrohr (21, 214) und/oder wenigstens ein zweiter Profilkörper in einer Dimension (Raumrichtung) quer zur Längserstreckung gekrümmt werden und daß der derart gekrümmte Profilkörper zur dauerhaften Verleihung der Vorspannung mit dem anderen Profilkörper verklebt wird.
     
    20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kanalkörper (231-233) in den Hohlprofil-Körper (214) eingefügt wird, der aus diesem Verbund bestehende Körper vorgespannt und mit mindestens einem weiteren Profilkörper (226-228, 215, 251) verklebt wird.
     
    21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlprofil-Körper (21, 214) und/oder wenigstens ein zweiter Profilkörper (22-27; 221-225, 227) bei Herstellung der Klebeverbindung in zur Richtung der Betriebs-Biegebeanspruchung entgegengesetzte Richtung gebogen ist.
     


    Claims

    1. Hollow article support spar (2) of an application / knife-coating device, especially for a perforated cylinder rotary screen application device (1), having at least one hollow-profile body (21, 214-216), especially forming a support tube, the longitudinal extension of which projects considerably beyond the application width (14) of the application device and both end regions of which are each held in a holding and adjusting device (15), characterised in that the outer and/or envelope surface of the hollow-profile body (21, 214-216) is constructed in flat manner as a bonding surface over at least a part of the entire circumference of the latter and in longitudinal extension substantially the same as the application width (14) in such a way that the hollow-profile body is joined by means of bonding to at least one further, second profile body (22, 221, etc), which carries at least one surface (2231, 2242, etc) complementary to the bonding surface (210, etc) of the hollow-profile body, in plane parallel manner and at least approximately covering the surface of the one-piece construction of the hollow article support spar (2).
     
    2. Hollow article support spar according to Claim 1, characterised in that the two bonding surfaces are joined in the contact region by a curable, possibly elasticity-retaining plastic/adhesive layer (40) substantially covering the latter.
     
    3. Hollow article support spar according to Claim 1 or 2, characterised in that at least one of the profile bodies is joined with longitudinal curving by means of the bonding to the neighbouring profile body.
     
    4. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the hollow-profile bodies (21, 214) and/or further profile bodies (22-24; 215, 251) consist of lightweight material, preferably of reinforced plastic such as carbon-fibre reinforced plastic or similar material.
     
    5. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the hollow-profile body or support tube (21, 214) is fastened to the further profile body by means of a prestressed adhesive joint.
     
    6. Hollow article support spar according to Claim 5, characterised in that a profile body (214) capable of bending transversely with respect to the longitudinal extension against elastic force, preferably as a support tube (2140) with circular cross-section, is one which can be bent from a state of precurvature transverse to the longitudinal extension against elastic bending force into an at least approximately straight extension.
     
    7. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the adhesive joint is constructed as a surface seal for flow junctions between the profile bodies connected to one another.
     
    8. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 7, characterised in that a level surface determining the adhesive joint is arranged at least almost vertically with respect to the application plane (17) and possibly also a further level surface determining the adhesive joint is arranged at least almost parallel to the application plane (17).
     
    9. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the bonding surface of the hollow-profile body (21, 214) is a flat surface.
     
    10. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 9, characterised in that it comprises at least one channel body (231-233) for substance distribution provided as a profile body.
     
    11. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the hollow-profile body (214) is a circular support tube (2140), preferably with an annular wall in the profile cross-section, which is provided with a socket-like profile body part (215, 251), the convex curving round wall or the annular wall engaging at least partially in flat connection into the socket body (215, 251) and the socket body (215, 251) preferably having a level longitudinal side surface which forms the bonding surface for the adhesive joint to a stiffening profile body such as preferably a plate (221) or the like.
     
    12. Hollow article support spar according to one of Claim 1 to 11, characterised in that a substance distribution body (231-233) is inserted into the hollow-profile body (214) in exact, tightly fitting and form-locking manner, the hollow-profile body being preferably provided as a tube (2140) with a profile cross-section in the form of an annular jacket wall and axially directed walls of dividing channels (K1-K5) in the tube being further preferably formed at least in part by radially oriented, suitably thin-walled web walls in the profile cross-section.
     
    13. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 12, characterised in that the hollow-profile body (21, 22, 24, 214) is connected by means of level bonding surfaces directly or indirectly through the intermediate arrangement of a further profile body (215, 251) to at least one panel-like or batten-like profile body (221-224, 226, 28) the section modulus of which counteracting the bending of the support spar under load is greater by comparison with the moment of bending resistance of the hollow-profile body / support tube used for producing the adhesive joint, certain longitudinal side surfaces of the panel or batten profile body coming to lie vertically or at a steep angle with respect to the application surface (17) due to relatively long sides in the profile cross-section and one or both of the longitudinal side surfaces forming at least partially level profile body bonding surfaces.
     
    14. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 13, characterised in that at least one further profile body is provided as a panel-like or batten-like profile body (22, 25-27, 222, 227) with constructed therein at least one flow channel of a substance distribution device integrated into the support spar (2), the further profile body (222, 227) or, in combination, several such bodies (25-27) preferably projecting from the first hollow profile body (21) in such a way that the body or the combination of bodies in the installed state in an application device project into the region of a knife-coating member (31, 32), and a row of channel outlets (183) for the broad and uniform dispensing of substance being constructed on the lower narrow side of the body or combination of bodies positionable with respect to the application plane (17) and extending over the application width (14).
     
    15. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 14, characterised in that at least two of the profile bodies (21, 22, 23, 24) are provided as thin-walled tube bodies bonded to one another, the tube bodies forming partitioning stages (K1 to K4) of a substance feed device integrated into the support spar (2).
     
    16. Hollow article support spar according to Claim 15, characterised in that tube bodies, of which preferably only one is provided as a storage spar (21) projecting on both sides over the application width (14), form a support spar headpiece and that connected by means of bonding to the headpiece is at least one channel profile body (25-27) which is provided as a central or foot section of the support spar and is formed by a solid body having channels worked in from its surface (Fig 9).
     
    17. Hollow article support spar according to one of Claims 1 to 16, characterised in that the adhesive joint between at least two of the profile bodies (21, 22) possesses a panel-like stiffening member (28/29), having a thin wall by comparison with each profile body cross-section, arranged between the neighbouring profile body connecting surfaces and bonded to the latter.
     
    18. Method for the production of a hollow article support spar according to one of Claims 1 to 17, the hollow-profile body (21, 214) being connected by means of bonding to at least the further, second profile body (22).
     
    19. Method according to Claim 18, characterised in that the hollow-profile body or the support tube (21, 214) and/or at least one second profile body are curved in one dimension (spatial direction) transverse to the longitudinal extension and that the profile body curved in this way is bonded to the other profile body to confer permanent prestressing.
     
    20. Method according to Claim 18 or 19, characterised in that at least one channel body (231-233) is inserted into the hollow-profile body (214), the body consisting of this combination is prestressed and bonded to at least one further profile body (226-228, 215, 251).
     
    21. Method according to one of Claims 18 to 20, characterised in that the hollow-profile body (21, 214) and/or at least one second profile body (22-27; 221-225, 227) is bent in the production of the adhesive joint in the direction opposite to the direction of the bending stress in operation.
     


    Revendications

    1. Poutre porteuse constituée de corps profilés creux (2) d'une installation d'application/raclage, destinée en particulier à un dispositif applicateur (1) à pochoir circulaire et à cylindre perforé, comportant au moins un corps profilé creux (21, 214-216) formant en particulier un tube porteur, corps creux dont l'extension longitudinale dépasse considérablement de la largeur d'application (14) du dispositif applicateur, et dont les deux zones terminales sont maintenues chacune dans un dispositif (15) de blocage et de réglage, caractérisée en ce que la surface extérieure et/ou la surface latérale du corps profilé creux (21, 214-216) sont, sur au moins une partie de la totalité de sa circonférence, et sur une extension longitudinale pour l'essentiel égale à la largeur d'application (14), configurées comme une surface de collage bidimensionnelle, de telle sorte que le corps profilé creux soit, par collage, assemblé à au moins un deuxième corps profilé supplémentaire (22, 221, etc.), qui porte au moins une surface (2231, 2242, etc.) complémentaire de la surface de collage (210, etc.) du corps profilé creux, selon une configuration à surfaces parallèles, et avec un recouvrement au moins presque complet, pour assurer la réalisation en une seule pièce de la poutre porteuse constituée de corps profilés creux (2).
     
    2. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon la revendication 1, caractérisée en ce que les deux surfaces de collage sont, dans la zone de contact, assemblées par une couche de plastique/ d'adhésif (40), durcissable, qui la recouvre presque complètement, et qui éventuellement conserve son élasticité.
     
    3. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au moins l'un des corps profilés est, avec un voilement longitudinal et à l'aide du collage, assemblé au corps profilé voisin.
     
    4. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les corps profilés creux (21, 214) et/ou les corps profilés supplémentaires (22-24 ; 215, 251) sont constitués d'un matériau léger, de préférence un matériau renforcé tel que les plastiques renforcés par des fibres de carbone, ou un matériau analogue.
     
    5. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le corps profilé creux ou le tube porteur (21, 214) est fixé au corps profilé supplémentaire à l'aide d'un assemblage collé en précontrainte.
     
    6. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'un corps profilé (214), pouvant subir une flexion sous l'effet d'une force élastique transversalement à son extension longitudinale, de préférence sous forme d'un tube porteur (2140) ayant une section transversale circulaire, est un corps profilé qui, à partir d'un état voilé au préalable perpendiculairement à son extension longitudinale, peut être replié, sous l'effet d'une force de flexion élastique, sur une extension au moins approximativement rectiligne.
     
    7. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'assemblage collé est réalisé comme une étanchéité superficielle pour les points de transition d'écoulement entre les corps profilés assemblés les uns aux autres.
     
    8. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'une surface plane, définissant l'assemblage collé, est disposée au moins presque perpendiculairement au plan d'application (17), et éventuellement aussi une autre surface plane, définissant l'assemblage collé, est disposée d'une manière au moins approximativement parallèle au plan d'application (17).
     
    9. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la surface de collage du corps profilé creux (21, 214) est plane.
     
    10. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'il comporte au moins un élément répartiteur de matière (231-233) formant canal, prévu sous la forme d'un corps profité.
     
    11. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le corps profilé creux (214) est un tube porteur circulaire (2140), ayant de préférence une paroi annulaire en section transversale du profité, tube porteur qui est pourvu d'un élément de corps profité (215, 251) en forme de socle, où la paroi circulaire, ayant une courbure convexe, ou encore la paroi annulaire, s'enchâsse, au moins partiellement selon un assemblage plan, dans le corps (215, 251) formant socle, et de préférence le corps (215, 251) formant socle comporte au moins une surface longitudinale plane, qui forme la surface de collage destinée à assurer l'assemblage collé avec un corps profité à effet de rigidification, tel par exemple qu'une plaque (221) ou analogues.
     
    12. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'un corps répartiteur de matière (231-233) est inséré dans le corps profité creux (214), selon un ajustement parfait et précis, et par une liaison avec correspondance de forme, le corps profilé creux étant de préférence prévu sous forme d'un tube (2140) comportant une paroi latérale ayant en section transversale une forme annulaire, et de plus des parois des canaux répartiteurs (K1-K5), de préférence dirigées axialement dans le tube, étant au moins partiellement formées par des traverses, avantageusement à faible épaisseur de paroi, dirigées radialement dans la section transversale du profilé.
     
    13. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le corps profilé creux (21, 22, 24, 214) est, directement ou grâce à la mise en place intermédiaire d'un autre corps profilé (215, 251), assemblé directement par des surfaces de collage planes à au moins un corps profilé (221-224, 226, 28), formant plaque ou baguette, dont le moment résistant, qui agit en sens inverse de la flexion du longeron sous l'effet d'une contrainte, est supérieur au moment résistant de flexion du tube porteur/corps profilé creux utilisé pour réaliser l'assemblage collé ; des surfaces longitudinales, définies par les côtés les plus longs en coupe transversale du profilé, du corps profilé formant plaque/baguette venant s'appuyer contre la surface d'application (17), perpendiculairement ou selon un angle proche d'un angle droit, et l'une des surfaces longitudinales, ou les deux, formant des surfaces de collage de corps profilé au moins partiellement planes.
     
    14. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'on prévoit au moins un corps profilé supplémentaire, sous forme d'un corps profilé formant plaque ou baguette (22, 25-27, 222, 227), comportant au moins un canal d'écoulement, formé à l'intérieur de ce corps profilé, d'un dispositif répartiteur de matière intégré dans le longeron (2), auquel cas de préférence le corps profilé supplémentaire (222, 227), ou encore, en combinaison les uns aux autres, plusieurs corps (25-27) de ce type, se trouvent à distance du premier corps profilé creux (21), de telle sorte que le corps ou l'ensemble combiné de corps, quand il est dans un état encastré dans le dispositif applicateur, pénètre jusqu'à l'intérieur de la zone d'un élément racleur (31, 32), et une série d'embouchures de canal (183), pour permettre une distribution de matière qui soit uniforme sur toute la largeur, est réalisée sur le petit côté inférieur du corps ou de l'ensemble combiné de corps, qui s'étend sur la largeur d'application (14) et peut être positionné par rapport au plan d'application (17).
     
    15. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce qu'au moins deux des corps profilés (21, 22, 23, 24) sont prévus sous forme de corps tubulaires à faible épaisseur de paroi, collés les uns aux autres, les corps creux formant des pas de séparation (K1 à K4) d'un dispositif d'amenée de matière intégré au longeron (2).
     
    16. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon la revendication 15, caractérisée en ce que les corps tubulaires, dont de préférence seulement l'un est prévu pour servir de longeron support (21) dépassant des deux côtés par rapport à la largeur d'application (14), forment une partie de tête de longeron, et qu'à la partie de tête est assemblé par collage au moins un corps profilé formant canal (25-27), qui est prévu pour servir de partie centrale ou de partie de pied du longeron, et est formé par un corps massif, comportant des canaux qui s'y enfoncent à partir de sa surface (Figure 9).
     
    17. Poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que l'assemblage collé entre au moins deux des corps profilés (21, 22) comporte un élément de rigidification (28/29) en forme de plaque, disposé entre les surfaces d'assemblage de corps profilés voisines et collé à ces dernières, l'élément de rigidification comportant une paroi qui est mince par rapport à chaque section transversale de corps profilé (Figure 10).
     
    18. Procédé de fabrication d'une poutre porteuse constituée de corps profilés selon l'une des revendications 1 à 17, dans lequel le corps profilé creux (21, 214) est assemblé par collage à au moins le deuxième corps profilé supplémentaire (22).
     
    19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le corps profilé creux ou le tube support (21, 214), et/ou au moins un deuxième corps profilé, sont voilés dans une dimension (direction dans l'espace) perpendiculaire à l'extension longitudinale, et que le corps profilé ainsi voilé est, pour conférer une précontrainte permanente, collé à l'autre corps profilé.
     
    20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce qu'au moins un corps formant canal (231-233) est inséré dans le corps profilé creux (214), le corps constitué de cette combinaison est soumis à une précontrainte et est collé à au moins un autre corps profilé (226-228, 215, 251).
     
    21. Procédé selon l'une des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que le corps profilé creux (21, 214) et/ou au moins un deuxième corps profilé (22-27 ; 221-225, 227) sont, lors de la réalisation de l'assemblage collé, repliés dans la direction opposée à la direction de la contrainte de flexion en cours d'exploitation.
     




    Zeichnung