(19)
(11) EP 0 798 189 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
01.10.1997  Patentblatt  1997/40

(21) Anmeldenummer: 96890185.0

(22) Anmeldetag:  05.12.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B61B 9/00, B61B 12/10, B61B 13/12, B61B 12/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 26.03.1996 AT 551/96

(71) Anmelder: KONRAD DOPPELMAYR & SOHN MASCHINENFABRIK GESELLSCHAFT M.B.H. & CO. KG.
6961 Wolfurt (AT)

(72) Erfinder:
  • Klimmer, Alexander
    6922 Wolfurt (AT)

(74) Vertreter: Atzwanger, Richard, Dipl.-Ing. Patentanwalt 
Mariahilfer Strasse 1c
1060 Wien
1060 Wien (AT)

   


(54) Anlage zum Transport von Personen und bzw. oder von Gütern


(57) Anlage zum Transport von Personen und bzw. oder von Gütern mit einer Mehrzahl von mit Laufrädern ausgebildeten Fahrzeugen (10), welche an ein sich ständig bewegendes Förderseil ankuppelbar sind, wodurch sie längs einer Fahrbahn verfahrbar sind, wobei in Bereichen von Haltestellen, in welchen die Fahrzeuge vom Förderseil abkuppelbar sind, Verzögerungsräder bzw. Beschleunigungsräder vorgesehen sind, welche an die Fahrzeuge (10) zur Anlage bringbar sind, wodurch deren Fahrgeschwindigkeit verkleinert oder vergrößert wird. Dabei sind die Verzögerungsräder (1, 2) in mehrere von Gruppen unterteilt, wobei die einzelnen Räder (1, 2) innerhalb einer Gruppe mit jeweils der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden und bei der Übergabe eines Fahrzeuges (10) von einer der Gruppen auf die folgende Gruppe die Räder (1, 2) der beiden Gruppen die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.




Beschreibung


[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Anlage zum Transport von Personen und bzw. oder von Gütern mit einer Mehrzahl von mit Laufrädern ausgebildeten Fahrzeugen, welche an ein sich ständig bewegendes Förderseil ankuppelbar sind, wodurch sie längs einer Fahrbahn, insbesondere längs Schienen, verfahrbar sind, wobei in Bereichen von Einstiegs- bzw. Ausstiegsstellen, in welchen die Fahrzeuge vom Förderseil abkuppelbar sind, Verzögerungsräder bzw. Beschleunigungsräder vorgesehen sind, welche an die Fahrzeuge zur Anlage bringbar sind, wodurch deren Fahrgeschwindigkeit verringert oder vergrößert wird.

[0002] Bei einer derartigen Anlage, welche aus der EU-A1 673 817 bekannt ist, werden die Fahrzeuge, nachdem sie in einer ersten Station von Passagieren bestiegen worden sind, mittels der Beschleunigungsräder auf die Geschwindigkeit des Förderseiles gebracht und hierauf an das Förderseil angekuppelt. Mittels des Förderseiles, welches z.B. mit einer Geschwindigkeit von 8m/sec. bewegt wird, werden sie zu einer zweiten Station gefördert. In der zweiten Station werden die Fahrzeuge, nachdem sie vom Förderseil abgekuppelt worden sind, mittels der Verzögerungsräder auf eine Geschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. verzögert, wodurch sie von den Passagieren verlassen bzw. von weiteren Passagieren bestiegen werden können.

[0003] Insoweit als diese Technologie aus der Seilbahntechnik bekannt ist, werden in den Strecken der Beschleunigung bzw. der Verzögerung die aufeinanderfolgenden Räder mit absinkender bzw. ansteigender Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben, wobei jeweils nur ein Beschleunigungsrad bzw. ein Verzögerungsrad am Fahrwerk der Seilbahnkabine od.dgl. zur Wirkung kommt. Eine Übertragung dieser Technologie auf Anlagen mit Fahrzeugen, welche eine Länge von mehreren Metern aufweisen, ist jedoch deshalb nicht möglich, da hierdurch extrem lange Verzögerungsstrecken bzw. Beschleunigungsstrecken bedingt werden würden.

[0004] Aus diesem Grund ist es vorgeschlagen worden, sämtliche Räder der Verzögerungsstrecke bzw. der Beschleunigungsstrecke mit absinkenden bzw. mit ansteigenden, jeweils gleichen Umfangsgeschwindigkeiten anzutreiben, wobei die Umfangsgeschwindigkeit der Verzögerungsräder, nachdem von diesen vom Förderseil abgekuppelte Fahrzeuge übernommen wurden, von der Geschwindigkeit des Förderseiles auf diejenige Geschwindigkeit verringert wird, mit welcher die Fahrzeuge von den Passagieren verlassen bzw. von anderen Passagieren bestiegen werden können bzw. bei der Übernahme von Fahrzeugen aus dem Ausstiegs- bzw. Einstiegsbereich die Umfangsgeschwindigkeit der Beschleunigungsräder von derjenigen Geschwindigkeit, mit welcher die Fahrzeuge verlassen bzw. bestiegen wurden, auf die Geschwindigkeit des Förderseiles erhöht wird, wodurch die Fahrzeuge an das Förderseil angekuppelt werden können. Diese Technologie weist jedoch den Nachteil auf, daß sich in den Strecken der Verzögerung bzw. der Beschleunigung der Fahrzeuge jeweils nur ein Fahrzeug befinden kann, wodurch die Anzahl der Fahrzeuge, welche in einer solchen Anlage betrieben werden können, stark beschränkt ist.

[0005] Der gegenständlichen Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine derartige Anlage zu schaffen, in welcher gleichzeitig mehrere Fahrzeuge verzögert werden können, wodurch die Anzahl der Fahrzeuge in der Anlage maßgeblich vergrößert werden kann. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß die Verzögerungsräder in mehrere Gruppen unterteilt sind, wobei die einzelnen Räder innerhalb einer Gruppe mit jeweils der gleichen Umfangsgeschwindigkeit, welche abnimmt, angetrieben werden und bei der Übergabe eines Fahrzeuges von einer der Gruppen auf die folgende Gruppe die Räder der beiden Gruppen die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.

[0006] Durch die Unterteilung der in der Verzögerungsstrecke befindlichen Verzögerungsräder in mehrere Gruppen, welche innerhalb der Gruppen mit jeweils gleichen, abfallenden Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben werden, kann durch jede Gruppe der Räder jeweils ein Fahrzeug gefördert werden, wodurch die Anzahl der in der Anlage befindlichen Fahrzeuge wesentlich erhöht werden kann. Hierdurch steigt die Leistungsfähigkeit einer derartigen Anlage mit der Anzahl der Gruppen der Verzögerungsräder an. Vorzugsweise sind auch die Beschleunigungsräder in mehrere Gruppen unterteilt, wobei die einzelnen Räder innerhalb einer Gruppe mit jeweils der gleichen Umfangsgeschwindigkeit, welche ansteigt, angetrieben werden und bei der Übergabe eines Fahrzeuges von einer der Gruppen auf die folgende Gruppe die Räder der beiden Gruppen die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.

[0007] Vorzugsweise befinden sich die einzelnen Gruppen der Räder voneinander in Abständen, welche mindestens der halben Länge eines Fahrzeuges gleich ist.

[0008] Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die erste Gruppe der Verzögerungsräder eine Vielzahl von zumindest zehn Rädern, wobei diese Räder bei Übernahme eines Fahrzeuges mit einer der Geschwindigkeit des Förderseiles von z.B. 8 m/sec. gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, welche in der Folge auf eine Geschwindigkeit von 2 m/sec. bis 1 m/sec. vermindert wird. Weiters enthält bei einer bevorzugten Ausführungsform die letzte Gruppe der Beschleunigungsräder eine Vielzahl von zumindest zehn Rädern, wobei diese Räder bei der Übernahme eines Fahrzeuges von der vorhergehenden Gruppe mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 1 m/sec. bis 2 m/sec. angetrieben werden, welche in der Folge auf die Geschwindigkeit des Förderseiles von z.B 8 m/sec. erhöht wird.

[0009] Vorzugsweise wird die zweite Gruppe der Verzögerungsräder bei Übernahme eines Fahrzeuges von der ersten Gruppe der Verzögerungsräder mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 2m/sec. bis 1 m/sec. angetrieben, welche in der Folge auf eine Geschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. vermindert wird, mit welcher Geschwindigkeit die Fahrzeuge von Passagieren verlassen bzw. bestiegen werden können, und folgt hierauf eine Gruppe von Rädern, welche bei Übernahme eines Fahrzeuges mit einer Umfangsgeschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. angetrieben werden, worauf deren Umfangsgeschwindigkeit auf etwa 2 m/sec. erhöht wird. Weiters werden vorzugsweise die im Ausstiegs- bzw. Einstiegsbereich vorgesehenen Räder mit einer gleichbleibenden Umfangsgeschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. angetrieben. Für das Verlassen oder das Besteigen der Fahrzeuge können diese auch zum Stillstand gebracht werden.

[0010] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in den Endstationen der Anlage zwischen den Strecken der Verzögerungsräder und der Beschleunigungsräder ein Drehteller vorgesehen, durch welchen die Fahrzeuge von einer Strecke mit einer ersten Richtung in eine Strecke mit einer entgegengesetzten Richtung gewendet werden können.

[0011] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
die Verzögerungsstrecke einer erfindungsgemäßen Anlage, in schematischer Darstellung zugleich mit einem Geschwindigkeitsdiagramm,
Fig. 1a
die Beschleunigungsstrecke einer erfindungsgemäßen Anlage, in schematischer Darstellung zugleich mit einem Geschwindigkeitsdiagramm, und
die Fig. 2, 2a und 2b
die Verzögerungsstrecke sowie die Beschleunigungsstrecke dieser Anlage, in Draufsicht und in zwei Seitenansichten.


[0012] Eine erfindungsgemäße Anlage enthält eine Fahrstrecke, längs welcher mittels eines Förderseiles, welches mit einer ständig gleichbleibenden Geschwindigkeit von z.B. 8 m/sec. bewegt wird, mit Rädern ausgebildete Fahrzeuge, welche an das Förderseil ankuppelbar sind, bewegt werden. Um es den Passagieren zu ermöglichen, diese Fahrzeuge zu verlassen bzw. zu besteigen, werden diese Fahrzeuge in den Bereichen der Ausstiegs- bzw. Einstiegsstellen vom Förderseil abgekuppelt und wird deren Geschwindigkeit durch Verzögerungsräder auf weniger als 0,5 m/sec. vermindert, wobei sie auch zum Stillstand gebracht werden können.

[0013] Sobald die Fahrzeuge von den Passagieren verlassen bzw. bestiegen worden sind, wird deren Geschwindigkeit durch Beschleunigungsräder auf die Geschwindigkeit des Förderseiles erhöht, worauf sie an dieses angekuppelt und durch das Förderseil mit gleichbleibender Geschwindigkeit bis zur nächsten Ausstiegs- bzw. Einstiegsstelle bewegt werden.

[0014] In Fig. 1 ist die Verzögerungstrecke einer erfindungsgemäßen Anlage schematisch dargestellt. Aus dem in Fig. 1 gleichfalls enthaltenen Geschwindigkeitsdiagramm ist weiters die Umfangsgeschwindigkeit der Verzögerungsräder in den einzelnen Abschnitten der Verzögerungsstrecke ersichtlich.

[0015] Die Verzögerungsstrecke enthält zwei Gruppen von Verzögerungsrädern, auf welche drei Gruppen von Antriebsrädern folgen. Die einzelnen Räder in diesen Gruppen werden mit jeweils gleichen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben. Die Verzögerungsstrecke enthält eine erste Gruppe mit einer Vielzahl von Verzögerungsrädern 1, welche bei der Übernahme der Fahrzeuge 10 vom Förderseil mit einer Umfangsgeschwindigkeit von etwa 8 m/sec. angetrieben werden. Sobald ein Fahrzeug 10 vom Förderseil abgekuppelt wurde, wird es von den Verzögerungsrädern 1 übernommen, deren Umfangsgeschwindigkeit dann bis auf etwa 2 m/sec. vermindert wird.

[0016] Auf die erste Gruppe von Verzögerungsrädern 1 folgt eine zweite Gruppe von Verzögerungsrädern 2, welche bei der Übernahme eines Fahrzeuges 10 von den Verzögerungsrädern 1 gleichfalls mit einer Umfangsgeschwindigkeit von etwa 2 m/sec. angetrieben werden. In der Folge wird deren Umfangsgeschwindigkeit auf weniger als 0,5 m/sec. vermindert. Auf diese Gruppe von Verzögerungsrädern 2 folgt eine Gruppe von Rädern 3, welche immer mit einer gleichbleibenden Umfangsgeschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. angetrieben werden. Die Antriebsräder 3 befinden sich in demjenigen Bereich, in welchem die Fahrzeuge 10 von Passagieren verlassen werden. Es folgt eine vierte Gruppe von Antriebsrädern 4, durch welche die Fahrzeuge 10 auf einen Drehteller, auf welchem sie mittels Antriebsräder 5 bewegt werden, gefördert werden. Durch den Drehteller werden die Fahrzeuge 10 um 180° gewendet. In der Folge werden diese in einer Beschleunigungsstrecke bewegt.

[0017] Wie dies in Fig. 1a dargestellt ist, befinden sich auch in der Beschleunigungsstrecke mehrere Gruppen von Rädern 5a, 4a, 3a und 1a, welche mit jeweils gleicher Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden. Bei der Übergabe eines Fahrzeuges 10 von einer Gruppe zur nächsten Gruppe werden die Räder der aufeinanderfolgenden Gruppen mit gleichen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben.

[0018] Mittels der Räder 5a und 4a werden die Fahrzeuge 10 vom Drehteller in den Einstiegsbereich bewegt, in welchem sie mittels der Räder 3a mit einer Umfangsgeschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. bewegt werden, wodurch sie von den Passagieren bestiegen werden können. In der Folge werden die Fahrzeuge 10 von Beschleunigungsrädern 1a übernommen, welche bei der Übernahme der Fahrzeuge mit einer Umfangsgeschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. angetrieben werden. In der Folge wird deren Umfangsgeschwindigkeit auf etwa 8m/sec. erhöht, wodurch die Fahrzeuge 10 am Ende der Beschleunigungsstrecke an das mit dieser Geschwindigkeit bewegte Förderseil ankuppelbar sind.

[0019] Dadurch, daß die Verzögerungsstrecke eine Mehrzahl von Gruppen von Verzögerungsrädern enthält, ist der Bereich der Einfahrt in eine Ein- bzw. Ausstiegsstelle in mehrere Abschnitte unterteilt, wobei sich in jedem Abschnitt jeweils ein Fahrzeug 10 befinden kann. Hierdurch steigt die Leistungsfähigkeit einer derartigen Anlage mit der Anzahl der Abschnitte in der Verzögerungsstrecke an.

[0020] Nachstehend ist anhand der Fig. 2, 2a und 2b die konstruktive Ausbildung einer Endstation einer derartigen Anlage erläutert:

[0021] Wie daraus ersichtlich ist, enthält eine derartige Anlage die erste Gruppe von Verzögerungsrädern 1, welche von Motoren 11 und 12 über Keilriemen mit gleichen Umdrehungsgeschwindigkeiten angetrieben werden. Nach der Abkupplung eines Fahrzeuges 10 vom Förderseil, welches ständig mit einer Geschwindigkeit von etwa 8 m/sec. bewegt wird, wird die Umfangsgeschwindigkeit der Verzögerungsräder 1 auf etwa 2 m/sec. vermindert. Hierauf gelangt das Fahrzeug 10 zur zweiten Gruppe von Verzögerungsrädern 2, welche über Keilriemen von einem Motor 21 angetrieben werden. Durch die Verzögerungsräder 2 wird das Fahrzeug 10 auf eine Geschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. vermindert, mit welcher Geschwindigkeit es an die Räder 3, welche sich im Bereich der Ausstiegsstelle befinden, übergeben wird. Durch diesen Bereich wird das Fahrzeug 10 mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. hindurchbewegt. In der Folge wird das Fahrzeug 10 mittels der vierten Gruppe von Rädern 4, welche von einem Motor 41 über Keilriemen angetrieben werden, auf einen Drehteller 50 bewegt, auf welchem sich Räder 5 befinden, welche von einem Motor 51 bewegt werden.

[0022] Nach Verdrehung des Drehtellers 50 um 180° wird das Fahrzeug 10 mittels der Räder 5a, welche durch einen Motor 51a angetrieben werden, in die Beschleunigungsstrecke bewegt, in welcher es mittels der Räder 4a und 3a, welche durch die Motoren 41a und 31a angetrieben werden, in den Einstiegsbereich bewegt wird, durch welchen hindurch es mit einer Geschwindigkeit von weniger als 0,5 m/sec. bewegt wird. Hierauf wird das Fahrzeug mittels der Beschleunigungsräder 1a, welche von einem Motor 11a angetrieben werden, auf 8m/sec. beschleunigt, worauf es an das ständig mit einer Geschwindigkeit von 8m/sec. bewegte Förderseil ankuppelbar ist. Die Bewegung der Fahrzeuge 10 erfolgt längs jeweils zweier Schienen 20 und 30.

[0023] Soferne sich der Ausstiegsbereich am Ende einer derartigen Anlage befindet, wird das Fahrzeug 10 mittels des Drehtellers 50 um 180° gewendet, wodurch es in der Folge in der entgegengesetzten Richtung bewegt wird. Soferne sich jedoch der Einstiegs- bzw. Ausstiegsbereich im Verlauf der Strecke einer derartigen Anlage befindet, brauchen die Fahrzeuge 10 nicht gewendet zu werden, sondern werden sie nach der Abkupplung vom Förderseil so verzögert und allenfalls zum Stillstand gebracht, daß sie von den Passagieren verlassen bzw. bestiegen werden können und werden sie in der Folge in der gleichen Richtung so stark beschleunigt, daß sie an das Förderseil wieder ankuppelbar sind.

[0024] Maßgeblich ist, daß jedenfalls die Verzögerungsräder und allenfalls auch die Beschleunigungsräder in mehre Gruppen unterteilt sind, daß sämtliche Räder in den einzelnen Gruppen mit jeweils gleicher Geschwindigkeit angetrieben werden und daß die Antriebsräder von zwei aufeinanderfolgenden Gruppen bei der Übergabe eines Fahrzeuges von einer Gruppe auf die folgende Gruppe die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.


Ansprüche

1. Anlage zum Transport von Personen und bzw. oder von Gütern mit einer Mehrzahl von mit Laufrädern, ausgebildeten Fahrzeugen, welche an ein sich ständig bewegendes Förderseil ankuppelbar sind, wodurch sie längs einer Fahrbahn, insbesondere längs Schienen, verfahrbar sind, wobei in Bereichen von Haltestellen, in welchen die Fahrzeuge vom Förderseil abkuppelbar sind, Verzögerungsräder bzw. Beschleunigungsräder vorgesehen sind, welche an die Fahrzeuge zur Anlage bringbar sind, wodurch deren Fahrgeschwindigkeit verkleinert oder vergrößert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsräder (1, 2) in mehrere von Gruppen unterteilt sind, wobei die einzelnen Räder (1, 2) innerhalb einer Gruppe mit jeweils der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden und bei der Übergabe eines Fahrzeuges (10) von einer der Gruppen auf die folgende Gruppe die Räder der beiden Gruppen die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.
 
2. Anlage nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Beschleunigungsräder (1a) in mehrere Gruppen unterteilt sind, wobei die einzelnen Räder innerhalb einer Gruppe mit jeweils der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden und bei der Übergabe eines Fahrzeuges (10) von einer der Gruppen auf die folgende Gruppe die Räder der beiden Gruppen die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.
 
3. Anlage nach einem der Patentansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die einzelnen Gruppen der Räder (1, 2) voneinander in Abständen befinden, welche mindestens der halben Länge eines Fahrzeuges (10) gleich sind.
 
4. Anlage nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Gruppe der Verzögerungsräder eine Vielzahl von zumindest zehn Rädern (1) enthält, wobei diese Räder (1) bei Übernahme eines Fahrzeuges (10) mit einer der Geschwindigkeit des Förderseiles von z.B. 8 m/sec. gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, welche in der Folge auf eine Geschwindigkeit von 2 m/sec. bis 1 m/sec. vermindert wird.
 
5. Anlage nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte Gruppe der Beschleunigungsräder eine Vielzahl von zumindest zehn Rädern enthält, welche bei der Übernahme eines Fahrzeuges (10) von der vorhergehenden Gruppe mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 1 m/sec. bis 2 m/sec. angetrieben werden, welche in der Folge auf die Geschwindigkeit des Förderseiles von z.B. 8 m/sec. erhöht wird.
 
6. Anlage nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Gruppe der Verzögerungsräder (2) bei Übernahme eines Fahrzeuges (10) von der ersten Gruppe der Verzögerungsräder (1) mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 2 m/sec. bis 1 m/sec. angetrieben werden, wobei in der Folge die Geschwindigkeit der Fahrzeuge (10) auf weniger als 0,5 m/sec. vermindert wird, mit welcher Geschwindigkeit die Fahrzeuge (10) von Passagieren verlassen bzw. bestiegen werden können.
 
7. Anlage nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die im Ausstiegs- bzw. Einstiegsbereich vorgesehenen Räder (3) mit einer gleichbleibenden Umfangsgeschwindigkeit von weniger als 0.5 m/sec. angetrieben werden bzw. zum Stillstand gebracht werden.
 
8. Anlage nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Endstationen zwischen den Strecken der Verzögerungsräder (1,2) und der Beschleunigungsräder (1a) ein Drehteller (50) vorgesehen ist, durch welchen die Fahrzeuge (10) von einer Strecke mit einer ersten Richtung in eine Strecke mit einer zweiten Richtung gewendet werden.
 




Zeichnung













Recherchenbericht