[0001] Die Erfindung betrifft eine Montageschiene, insbesondere für Anwendungen im Bereich
Haustechnik, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Der Bereich Haustechnik umfasst Montageanwendungen im Elektro- und Sanitärbereich,
im Heizungsbereich sowie in der Lüftungs. und Klimatisierungstechnik. Um eine hohe
Flexibilität, beispielsweise bei der Verlegung von Kabeln, Rohren und dergleichen,
zu haben, werden diese vielfach nicht direkt an einer Wand, der Decke oder am Boden
verlegt, sondern es werden zunächst Montageschienen angebracht, an denen geeignete
Befestigungselemente für die Kabel, Rohre und dergleichen befestigt werden. Der Einsatz
von Montageschienen erlaubt es, bei Bedarf sehr schnell und einfach Befestigungspunkte
für Kabel, Rohre und dergleichen zu verschieben, ohne dass dazu neue Bohrlöcher erstellt
werden müssen, um die Befestigungselemente zu verankem. Die Befestigungselemente können
sehr einfach entlang der Montageschiene verschoben und am gewünschten Ort montiert
werden. Montageschienen werden auch für andere Einsatzbereiche eingesetzt, beispielsweise
um Zwischendecken abzuhängen, um Beleuchtungskörper örtlich flexibel montieren zu
können usw. Montageschienen kommen überall dort zum Einsatz, wo eine grosse Flexibilität
in der Anordnung von Befestigungspunkten erwünscht ist.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Montageschienen bekannt, die einen rechteckigen bzw.
quadratischen Querschnitt aufweisen und an allen vier Seiten schwalbenschwanzartig
profiliert sind. Auf diese Weise können an allen vier Aussenseiten Befestigungselemente
mit Anbindungsteilen montiert werden, welche korrespondierend zur schwalbenschwanzartigen
Seitenprofilierung ausgebildet sind. Es sind auch Montageschienen bekannt, welche
einen etwa C-förmigen Querschitt aufweisen. Diese einseitig offenen Montageschienen
werden mit ihrer geschlossenen Rückseite am Untergrund montiert bzw. vom Untergrund
abgehängt. Die Befestigungselemente werden seitlich oder stimseitig in den offenen
Schlitz eingeschoben und beispielsweise durch Verdrehen des Anbindungsteils in der
Schiene montiert. Einige dieser bekannten C-Schienen weisen am Rand des offenen Schlitzes
eine nach innen gerichtete Verzahnung auf, die mit einer korrespondierenden Verzahnung
am Anbindungsteil eines Befestigungselements zusammenwirkt und dieses gegen ein unbeabsichtigtes
Verrücken in der Montageschiene sichert.
[0004] Diese bekannten Montageschienen weisen für den jeweiligen Anwendungszweck Vorteile
auf. Für Abhängungen sind C-Schienen bevorzugt, da sie eine einfache Montage der Befestigungselemente
erlauben, deren Anbindungsteile relativ einfach gestaltet sein können. Die hängende
Anbindung der Befestigungselemente ist einfach zu bewerkstelligen; das Verschieben
der Befestigungselemente in Montageschienen mit Innenverzahnung ist ohne grossen Aufwand
für das Lösen und emeute Montieren der Befestigungselemente durchführbar. Schwalbenschwanzartig
profilierte Montageschienen mit Anbindungsmöglichkeiten an den Aussenflächen der Schiene
eignen sich sehr gut für Schienenkonstruktionen, bei denen mehrere Schienen miteinander
verbunden werden, beispeilsweise um einen Rahmen zu erstellen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es eine Montageschiene zu schaffen, welche universell einsetzbar
ist. Die Montageschiene soll mit verschiedenen Anbindungssystemen verträglich sein,
um unterschiedliche Arten von Befestigungen zu ermöglichen, die für den jeweiligen
Anwendungsfall am besten geeignet sind. Es soll eine Montageschiene geschaffen werden,
die für die Anordnung an Decke, Wand und Boden geeignet ist und auch im Abstand vom
Untergrund montierbar ist. Die Montageschiene soll insbesondere Abhängungen erlauben
und soll auch die Erstellung von rahmenartigen Konstruktionen ermöglichen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgaben erfolgt durch eine Montageschiene, welche die im kennzeichnenden
Abschnitt des Patentanspruchs 1 aufgelisteten Merkmale aufweist. Die erfindungsgemässe
Montageschiene, insbesondere für Anwendungen im Bereich Haustechnik, besteht aus einem
länglichen Schienenkörper von etwa C-förmigem Querschitt; der eine mit Lochungen versehene
Rückwand und rechtwinklig davon abstehende Seitenwände aufweist. Die Seitenwände sind
an ihrem der Rückwand gegenüberliegenden freien Ende unter Bildung zweier im wesentlichen
parallel zur Rückwand verlaufender Stege umgeknickt und beranden einen in Längsrichtung
der Montageschiene verlaufenden Schlitz. In jeder Seitenwand sind Profilierungen vorgesehen,
die sich über die Länge der Montageschienen erstrecken. Die Profilierungen in den
gegenüberliegenden Seitenwänden sind symmetrisch zueinander angeordnet und weisen
eine Tiefe auf, welche die Breite der den Schlitz berandenden Stege nicht überschreitet.
[0007] Indem die C-Schiene mit profilierten Seitenwänden ausgestattet ist, ist die Montageschiene
universell einsetzbar und für Befestigungen an der Decke, an den Wänden und Boden
und für Montagen im Abstand vom Untergrund geeignet. Das einseitig offene C-Profil
erlaubt die Anbindung von Befestigungselementen, deren Anbindungsteile einfach in
den Schlitz einführbar sind. Auf diese Weise ist die erfindungsgemässe Montageschiene
in gewohnter Weise zusammen mit Abhängeelementen einsetzbar. Die in den Seitenwänden
symmetrisch zueinander angeordneten Profilierungen vergrössem die Einsatzmöglichkeiten
der Montageschiene, indem auch Anbindungsteile und Verbindungsteile für die Schienen,
die auf die längs der Schiene in den Seitenwänden verlaufenden Profilierungen abgestimmt
sind, an der Montageschiene befestigbar sind. Auf diese Weise können die Montageschienen
beispielsweise zu einem Rahmensystem zusammengesetzt werden. Die Montageschiene kann
auch in Verbindung mit Befestigungselementen eingesetzt werden, welche die Montageschiene
umgreifen oder durch den offenen Schlitz im Inneren der Schiene befestigt sind. Die
Anbindungsteile sind dabei hakenartig in die Profilierungen eingesetzt oder eingehängt.
Die Kombination von Längsschlitz und längs verlaufenden Profilierungen erlaubt auch
die Anbindung mehrerer, unterschiedlicher Befestigungselemente am selben Längenabschnitt
der Montageschiene. Dies kann von Vorteil sein, wenn beispielsweise eine Seitenwand
oder der Schlitz der Montageschiene aufgrund räumlicher Verhältnisse nur schwer oder
gar nicht zugängig ist. Anstatt, wie bisher, in derartigen Fällen den Befestigungspunkt
verschieben oder die Montageschiene umsetzen zu müssen, kann der Befestigungspunkt
durch die Wahl eines den gegebenen Raumverhältnissen angepassten Befestigungselementes
mit einem auf die zugängigen Profilierungen abgestimmten Anbindungsteil beibehalten
werden. Indem die Tiefe der Profilierungen die Breite der den Längsschlitz berandenden
Stege nicht überschreitet, bleibt die schlanke Linie der Montageschiene erhalten.
Die Profilierungen in den Seitenwänden der Montageschiene erhöhen die Biegesteifigkeit
und damit die zulässige Traglast. Dadurch kann die Montageschiene leichter gebaut
werden.
[0008] Es erweist sich als zweckmässig, wenn die durch die symmetrischen Profilierungen
gebildeten, einander zugewandten Innenflächen der Seitenwände überragenden Wandabschnitte
einen Abstand voneinander aufweisen, der der Breite des Schlitzes entspricht. Auf
diese Weise behindem die in das Schieneninnere ragenden Wandabschnitte der Profilierungen
die in den Längsschlitz eingreifenden Anbindungsteile von Befestigungselementen nicht,
und.diese können in der gewohnten Weise entlang der Montageschiene längsverschoben
werden.
[0009] Indem die durch die symmetrischen Profilierungen gebildeten, die Aussenflächen der
Seitenwände Überragenden, korrespondierenden Wandabschnitte der Profilierungen einen
Abstand voneinander aufweisen, der der Breite der Rückwand entspricht, entspricht
die Gesamtbreite der Montageschiene gerade der Breite der Rückwand. Durch die in den
Seitenwänden angeordneten Längsprofilierungen werden die Aussenabmessungen der Montageschiene
nicht verändert.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung besitzen die Profilierungen
einen schwalbenschwanzartigen Querschnitt. Dabei umfassen sie in jeder Seitenwand
wenigstens eine nutenartige Vertiefung, die sich ausgehend von der einen Seitenwand
in Richtung der gegenüberliegenden zweiten Seitenwand erstreckt, wobei die nutenartige
Vertiefung hinterschnitten ausgebildet ist und an der Seitenwand eine geringere Schlitzbreite
aufweist als am Nutengrund. Durch die Längsnuten mit schwalbenschwanzartigem Querschnitt
in beiden Seitenwänden ergeben sich im Innern der Schiene hakenartige Vorsprünge,
die ein einfaches Einhaken von Befestigungselementen erlauben. Auch die Montageschiene
umgreifende Befestigungselemente können sehr einfach in die Längsnuten eingehakt werden.
Die schwalbenschwanzartigen Längsnuten sind insbesondere zur Aufnahme von korrespondierend
ausgebildeten Anbindungsteilen von Befestigungselementen ausgebildet, die an den Aussenflächen
der Seitenwände angesetzt werden. Dabei besitzt die Schwalbenschwanzform den Vorteil,
dass das montierte Befestigungsteil, insbesondere bei seitlicher Anbindung, in der
Längsnut abgestützt ist.
[0011] Die hinterschnittenen nutenartigen Vertiefungen sind mit Vorteil in sich symmetrisch
ausgebildet, wobei ihre Seitenflächen gegenüber der Vertikalen auf die Seitenwand
der Montageschiene um einen Winkel von etwa 10° bis etwa 25° geneigt sind. Die Neigungswinkel
der Seitenflächen der nutenartigen Vertiefungen ergeben hakenartige Anbindungsbereiche,
die ausreichend tief bemessen sind. Die symmetrische Ausbildung der nutenartigen Vertiefungen
gewährleistet in allen Lagen der Montageschiene vergleichbare Verhältnisse für die
Anbindung von Befestigungselementen. Insbesondere sind dadurch Vorzugslagen für Befestigungen
an den Seitenwänden vermieden.
[0012] Für die Biegesteifigkeit der Montageschiene erweist es sich von Vorteil, wenn die
parallel zum Schlitz verlaufenden Stege eine grössere Wandstärke aufweisen als die
Seitenwände. Die Wandstärkenvergrösserung wird dabei vorzugsweise durch Umbördeln
der Stege in Richtung der zugehörigen Seitenwand erzielt. Indem die Wandstärke der
Stege vergrössert ist, wird die zulässige Traglast der Montageschiene vergrössert.
[0013] Die Wandstärkenvergrösserung der Stege besitzt auch den Vorteil, dass die der Rückwand
zugewandte Seite der Stege mit einer Rändelung oder Verzahnung versehen werden kann.
Die Rändelung oder Verzahnung erlaubt in Verbindung mit geeignet ausgebildeten Anbindungsteilen
eine Vorfixierung der Befestigungselemente. Nach der Fixierung der Befestigungselemente
erhöht die Rändelungoder Verzahnung die zulässige Querlast.
[0014] Die Anbindungsmöglichkeiten für unterschiedliche Befestigungselemente werden bei
der erfindungsgemässen Montageschiene dadurch noch weiter vergrössert, dass in den
Seitenwänden Lochungen vorgesehen sind, die im Raster bzw. in einem ganzzahligen Vielfachen
des Rasters der Rückwandlochungen angeordnet sind. Durch die Lochungen in den Seitenwänden
können beispielsweise Bolzen durchgesteckt werden, an denen weitere Elemente abgehängt
oder auf andere Art befestigt sind. Beispielsweise können Kabelbinder sehr einfach
durch die Lochungen in den Seitenwänden gesteckt werden, um auf diese Weise Kabelstränge
zusammenzubinden usw. Indem die Lochungen in den Seitenwänden im Raster bzw. in einem
ganzzahligen Vielfachen des Rasters der Rückwandlochungen angeordnet sind, kann vermieden
werden, dass beim Ablängen der Montageschiene angesägte Bohrungen oder Lochungen am
Rand der Schiene auftreten. Wird beim Ablängen der Montageschiene im Bereich zwischen
zwei Rückwandlochungen gesagt, ist sichergestellt, dass in den Seitenwänden keine
Lochungen durchgesägt werden.
[0015] Die Rückwandlochungen setzen sich mit Vorteil aus einer periodischen Abfolge von
Lochungen unterschiedlicher Durchmesser und Konturen zusammen. Dies erlaubt den Einsatz
verschiedener Arten von Befestigungselementen mit unterschiedlichen Durchmessem und
Konturen, die auf den speziellen Anwendungszweck und/oder auf den Untergrund hin optimiert
sind. Die Rückwandlochungen sind in periodisch wiederkehrender Abfolge angeordnet,
was die Vorbereitung, beispielsweise das Bohren, des Untergrunds für die Montage der
Schiene erleichtert. Vorzugsweise sind die Lochungen dabei in einem Zentimeterraster
angeordnet.
[0016] Ein besonders gutes Verhältnis von Eigengewicht und zulässiger Traglast der Montageschiene
ergibt sich bei Wandstärken von etwa 0,5 mm bis etwa 2,0 mm. Aus Korrosionsschutzgründen
besteht die Montageschiene aus Stahlblech, welches verzinkt, vorzugsweise vorverzinkt,
ist oder aus einer rostfreien Stahllegierung besteht.
[0017] Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Montageschiene in perspektivischer
Darstellung;
Fig. 2 eine Querschnittsdarstellung der Montageschiene aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Variante der Montageschiene in perspektivischer Darstellung;
Fig. 4 eine Querschnittsdarstellung der Montageschiene aus Fig. 3;
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Montageschiene in perspektivischer Darstellung;
und
Fig. 6 und Fig. 7 zwei weitere Querschnittsvarianten von erfindungsgemass ausgebildeten
Montageschienen.
[0018] Das in Fig. 1 und 2 dargestellte erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen
Montageschiene 1 besitzt einen länglichen Schienenkörper 2 mit etwa C-förmigem Querschnitt,
der vorzugsweise aus einem einzigen Band aus verzinktem oder rostfreien Stahlblech
geformt ist. Der Schienenkörper 2 weist eine Rückwand 3 und zu beiden Längsseiten
etwa senkrecht davon abragende Seitenwände 4a bzw. 4b auf. An ihren freien Vorderenden
sind die Seitenwände 4a, 4b etwa rechtwinklig umgeknickt und bilden parallel zur Rückwand
3 verlaufende Stege 5a bzw. 5b, die einen in Längsrichtung der Montageschiene verlaufenden
Schlitz 6 beranden. Die Stege 5a, 5b besitzen eine grössere Wandstärke als die Seitenwände
4a, 4b, was beispielsweise einfach durch Umbördein der freien Enden der Seitenwände
erzielt wird. Die Wandstärke t der Seitenwände 4a, 4b und der Rückwand 3 der Montageschiene
beträgt etwa 0,5 mm bis etwa 2,0 mm. Im Fall einer Umbördelung der freien Enden der
Seitenwände beträgt die Wandstärke der Stege 5a, 5b etwa das Doppelte der Wandstärke
t der Seitenwände. Die der Rückwand 3 zugewandte Seite der Stege 5a, 5b kann mit Rändelungen
oder einer Verzahnung versehen sein (nicht dargestellt). Die Rückwand 3 der Montageschiene
1 ist mit Rückwandlochungen 7a, 7b, 7c, 7d versehen, deren Anordnung sich periodisch
wiederholt.
[0019] Gemäss der Erfindung sind die Seitenwände 4a, 4b der Montageschiene mit Profilierungen
8a, 8b versehen, die sich in Längsrichtung erstrecken und unmittelbar an die Rückwand
3 anschliessen. Im in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Montageschiene
1 besitzen die Profilierungen 8a, 8b einen schwalbenschwanzartigen Querschnitt. Insbesondere
sind sie als nutenartige Vertiefungen ausgebildet. Die Weite w der nutenartigen Vertiefungen
8a, 8b ist dabei an der Mündung in den Seitenwänden 4a, 4b kleiner als im Bereich
des Grunds 8c der Nuten. Die Nuten sind in sich symmetrisch ausgebildet. Die Seitenflächen
8d der Nuten sind gegenüber einer Senkrechten auf die Seitenwände 4a, 4b um einen
Winkel α, der von etwa 10° bis etwa 25° betragen kann, geneigt. Die Tiefe d der nutenartigen
Profilierungen 8a, 8b ist derart bemessen, dass sie die Breite b der zu beiden Seiten
des Schlitzes 5 verlaufenden Stege 5a, 5b nicht überschreitet. Die durch die nutenartige
Profilierung 8a, 8b zu beiden Seiten des Schlitzes 6 gebildeten Wandabschnitte 8e
springen gegenüber den Innenflächen 4c der Seitenwände 4a, 4b vor und weisen einen
Abstand i voneinander auf, welcher der Breite s des Schlitzes 6 entspricht.
[0020] Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Variante der erfindungsgemässen Montageschiene
ist gesamthaft mit dem Bezugszeichen 10 versehen. Zum Unterschied von der in Fig.
1 und 2 dargestellten Montageschiene 1 schliessen die nutenartigen Profilierungen
18a, 18b nicht unmittelbar an die Rückwand 3 der Schiene an. Bei dieser Variante der
Erfindung erstrecken sich zunächst Seitenwandabschnitte 14a, 14b bis zur Mündung der
nutenartigen Profilierungen 18a, 18b. Jenseits der Mündung der nutenartigen Profilierungen
18a, 18b erstrecken sich die Seitenwände weiter bis zu den Stegen 5a, 5b, die den
Schlitz 6 beranden, welcher der Rückwand 3 gegenüberliegt. Der Grund 18c der nutenartig
vertieften Profilierungen 18a, 18b ist breiter ausgebildet als im Fall des Ausführungsbeispiels
gemäss Fig. 1 und 2. Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Breite
des Nutengrunds 18c etwa die Hälfte der Breite der Seitenwände 4a, 4b. Diese grössere
Breite erlaubt es, den Nutengrund 18c mit Lochungen 9 zu versehen, die im Raster der
Rückwandlochungen 7a - 7d angeordnet sind. Die Seitenwände 4a, 4b und die Seitenwandabschnitte
14a, 14b weisen die gleiche Höhe auf. Dadurch können sie vom gleichen Befestigungselement
sowohl von der Rückwand 3 her als auch von der Schlitzseite her umgriffen werden.
[0021] Fig. 5 zeigt eine weitere Variante einer erfindungsgemässen Montageschiene 20. Gemäss
der Darstellung umfasst die Profilierung der Seitenwände 4a, 4b in diesem Fall je
zwei nutenartige Vertiefungen 28 a, c bzw. 28 b, d. Die nutenartigen Vertiefungen
sind jeweils durch einen Seitenwandabschnitt 24a, 24 b voneinander getrennt, in dem
Lochungen 9 vorgesehen sind, die im Raster der periodisch wiederholten Anordnung von
Rückwandlochungen 27a, 27b, 27c vorgesehen sind. Die paarweise in einer Seitenwand
4a bzw. 4b angebrachten nutenartigen Vertiefungen sind in Bezug auf die Gesamtbreite
der Seitenwand symmetrisch angeordnet. Der Abstand der einen nutenartigen Profilierung
von der Rückwand 3 ist gleich gross wie der Abstand der zweiten nutenartigen Profilierung
von dem den Schlitz 6 berandenden Steg 5a bzw. 5b. Auf diese Weise kann ein die Schiene
umgreifendes Befestigungselement von der Schlitzseite her oder auch von der Rückwand
3 her über die Montageschiene geschoben und in die nutenartige Profilierung eingehängt
werden.
[0022] In Fig. 6 und 7 sind zwei weitere Varianten von erfindungsgemäss ausgebildeten Montageschienen
30 bzw. 40 im Querschnitt dargestellt. Beiden Varianten 30, 40 ist gemeinsam, dass
die nutenartigen Profilierungen 38a, 38b bzw. 48a, 48b bezüglich der Breite der Seitenwände
4a, 4b mittig angeordnet sind. Bei beiden Varianten 30, 40 sind die nutenartigen Profilierungen
38a, 38b bzw. 48a, 48b erhaben gegenüber den Aussenflächen 4d der Seitenwände 4a,
4b. Dabei entspricht der Abstand a der durch die Profilierung 38a, 38b bzw. 48a, 48b
gebildeten Wandabschnitte 38d bzw. 48d der Breite r der Rückwand 3. Die nutenartigen
Profilierungen 38a, 38b bzw. 48a, 48b besitzen einen im wesentlichen schwalbenschwanzartigen
Querschnitt. Die nutenartigen Profilierungen 38a, 38b bzw. 48a, 48b münden in der
Innenfläche der Seitenwände 4a, 4b und sind einander zugewandt. In beiden Varianten
30, 40 sind Rückenlochungen 7 angedeutet. Die in Fig. 7 dargestellte Variante der
Montageschiene 40 besitzt eine Profilierung der Seitenwände, die gegenüber der Profilierung
des in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiels der Montageschiene 10 invertiert
ist. Im Grund 48c der nutenartigen Profilierungen 48a, 48b sind Seitenwandlochungen
9 vorgesehen, die im Raster der Rückwandlochungen 7 angeordnet sind.
[0023] Die erfindungsgemässe Montageschiene ist am Beispiel von verschiedenen Ausführungsvarianten
erläutert worden. Die Montageschienen können einen quadratischen oder einen rechteckigen
Querschnitt aufweisen. Im Fall eines rechteckigen Querschnittes kann die Höhe der
Seitenwände 4a, 4b kleiner oder auch grösser sein als die Breite der Rückwand 3. Die
Breite der Rückwand kann von etwa 20 mm bis etwa 40 mm betragen. Die Seitenwandhöhe
kann von etwa 10 mm bis etwa 50 mm betragen. Zur Erleichterung des Ablängens der erfindungsgemässen
Montageschiene kann im Bereich des freien Endes wenigstens einer der Seitenwände 4a,
4b und/oder im Bereich der Rückenwand 3 eine Markierung vorgesehen sein, die vorzugsweise
eine Zentimeterteilung aufweist.
1. Montageschiene, insbesondere für Anwendungen im Bereich Haustechnik, bestehend aus
einem länglichen Schienenkörper (2) von etwa C-förmigem Querschitt, der eine mit Lochungen
(7a - 7d; 27a - 27c) versehene Rückwand (3) und rechtwinklig davon abstehende Seitenwände
(4a, 4b) aufweist, die an ihrem der Rückwand (3) gegenüberliegenden freien Ende unter
Bildung zweier im wesentlichen parallel zur Rückwand verlaufender Stege (5a, 5b) umgeknickt
sind und einen in Längsrichtung der Montageschiene verlaufenden Schlitz (6) beranden,
dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Seitenwand (4a, 4b) Profilierungen (8a, 8b; 18a, 18b; 28a - 28d; 38a,
38b; 48a, 48b) vorgesehen sind, die sich über die Länge der Montageschienen erstrecken,
wobei die Profilierungen (8a, 8b; 18a, 18b; 28a 28d; 38a, 38b; 48a, 48b) in den gegenüberliegenden
Seitenwänden (4a1 4b) symmetrisch zueinander angeordnet sind und ihre Tiefe (d) die
Breite (b) der den Schlitz (6) berandenden Stege (5a, 5b) nicht überschreitet.
2. Montageschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Profilierungen
(8a, 8b; 18a, 18b; 28a 28d) gebildeten, gegenüber den einander zugewandten Innenflächen
der Seitenwände (4a, 4b) vorspringenden, korrespondierenden Wandabschnitte (8e) einen
Abstand (i) voneinander aufweisen, welcher der Breite (s) des Schlitzes (6) entspricht.
3. Montageschiene nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die
Profilierungen (38a, 38b; 48a, 48b) gebildeten, gegenüber den Aussenflächen der Seitenwände
(4a, 4b) vorspringenden, korrespondierenden Wandabschnitte (38d, 48d) einen Abstand
(a) voneinander aufweisen, welcher der Breite (r) der Rückwand (3) entspricht.
4. Montageschiene nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Profilierungen (8a, 8b; 18a, 18b; 28a 28d; 38a, 38b; 48a, 48b) in jeder Seitenwand
(4a, 4b) wenigstens eine nutenartige Vertiefung mit im wesentlichen schwalbenschwanzartigem
Querschnitt umfassen, wobei die nutenartige Vertiefung hinterschnitten ausgebildet
ist und an der Seitenwand (4a, 4b) eine geringere Schlitzbreite (w) aufweist als am
Nutengrund (8c).
5. Montageschiene nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die hinterschnittenen
nutenartigen Profilierungen (8a, 8b; 18a, 18b; 28a 28d; 38a, 38b; 48a, 48b) in sich
symmetrisch ausgebildet sind, wobei ihre Seitenflächen (8d) gegenüber der Vertikalen
auf die Seitenwand (4a, 4b) der Montageschiene um einen Winkel (a) von etwa 10° bis
etwa 25° geneigt sind.
6. Montageschiene nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die parallel zum Schlitz (6) verlaufenden Stege (5a, 5b) eine grössere Wandstärke
aufweisen als die Seitenwände (4a, 4b), wobei die Wandstärkenvergrösserung vorzugsweise
durch Umbördeln der Stege (5a, 5b) in Richtung der zugehörigen Seitenwand (4a, 4b)
erzielt ist.
7. Montageschiene nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die der Rückwand (3)
zugewandte Seite der Stege (5a, 5b) eine Rändelung oder Verzahnung aufweist.
8. Montageschiene nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
in den Seitenwänden (4a, 4b) Lochungen (9) vorgesehen sind, die im Raster bzw. einem
ganzzahligen Vielfachen des Rasters der Rückwandlochungen (7a - 7d; 27a - 27c) angeordnet
sind.
9. Montageschiene nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwandlochungen
(7a - 7d; 27a - 27c) eine periodische Abfolge von Lochungen unterschiedlicher Durchmesser
und Konturen sind.
10. Montageschiene nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schienenkörper (2) aus einem Stahlblech besteht, welches verzinkt oder rostfrei
ist und eine Wandstärke (t) von etwa 0,5 mm bis etwa 2,0 mm aufweist.