[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Nähfaden gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE-A-1 265 109 ist ein Nähfaden aus gedrehten endlosen synthetischen Fäden
bekannt, auf den eine getrocknete Dispersion in einem aufwendigen Arbeitsprozeß aufgebracht
wird. Dabei ist der Zweck der Präparation aber nicht die Konzentration des Fadenumfangs,
sondern es soll eine hinreichende Faden-an-Faden-Haftung - in einem Grade wie das
bei bei Fäden aus Naturfasern der Fall ist erreicht werden, um eine Verschiebung des
Fadens und ein ungewolltes Abfallen der äußeren Fadenlagen auf dem Nähgarn-Körper
zu verhindern.
[0003] An einen Nähfaden werden vielfältige Anforderungen gestellt, insbesondere wenn er
maschinell - auch ouf Nähautomaten - verarbeitbar sein und spezielle Bedingungen in
bezug auf Qualität und Weichheit der Naht erfüllen soll.
[0004] Ein Problem der herkömmlichen Nähgarne ist, daß sie aufgrund der an sie gestellten
Anforderungen eine Konstruktion bedingen, die eine gewisse Härte nach dem Nähen und
in der Naht aufweisen.
[0005] Ein ganz wesentliches Qualitätsmerkmal einer Naht besteht darin, daß die beiden zu
verbindenden Flächengebilde über die Naht so verbunden werden, daß eine glatte Naht
gewährleistet ist, die gewünschte Weichheit erreicht wird und ein Nahtklaffen sowie
ein Ausfransen vermieden werden. Nur so kann den funktionellen und ästhetischen Anforderungen
einer Naht entsprochen werden.
[0006] Ein weiteres wesentiches Qualitätsmerkmal einer Naht ist, daß sie die Trageeigenschaften
nicht tangiert bzw. als sehr störend empfunden wird. Insbesondere bei Badebekleidung,
Unterwäsche, Miedern u.ä., ist die Tatsache von Nachteil, daß die Weichheit dieser
direkt auf dem Körper getragenen Kleidungsstücke bei Verwendung herkömmlicher Nähgarne
verloren geht.
[0007] Zur Vermeidung bzw. Minimierung dieser Nachteile beschreibt die DE-A-1 265 109 einen
Weg, wobei ein gedrehtes synthetisches Endlosgarn in einem aufwendigen Arbeitsprozeß
durch Wärmebehandlung stabilisiert und fixiert wird, durch ein Bad mit einer Dispersion
geleitet und anschließend getrocknet und aufgewickelt bzw. aufgewickelt und getrocknet
wird.
[0008] Der Nähfaden ist nach diesem Prozeß vollständig, sozusagen kontinuierlich und unterbrechungsfrei,
von einem dunnen Überzug umgeben.
[0009] Das Verfahren gemäß DE-A-1 265 109 ist bei einem gedrehten synthetischen Endlosfaden
anwendbar, aber nicht bei einem bauschigen Nähfaden.
[0010] Alle bekannten Verfahren, auch das gemäß DE-A-1 265 109. haben einen gedrehten sythetischen
Endlosfaden zum Gegenstand, nicht aber ein bauschiges Garn oder einen bauschigen Faden.
[0011] Die Ursache für ein nach dem Stand der Technik häufig auftretendes Nahtkräuseln liegt
darin, daß der Nähfaden beim Durchgang durch die Führungen und durch den Fadenhebel
der Nähmaschine zu stark gedehnt wird. Nach dem Nähvorgang verkürzt sich der Nähfaden
wieder auf seine Ausgangslänge (Memory-Effekt). Dadurch kommt es dann in der Naht
zum unerwünschten Nahtkräuseln, de der Faden sich nur durch das Zusammenziehen der
flexiblen Flächengebilde in der Naht wieder zurückbilden kann.
[0012] Die Rückbildung erfolgt dabei sukzessive je nach der Stabilität des flexiblen Flächengebildes,
d.h. der zu vernähenden Materialien. Die Rückbildung des Fadens kann je nach der Struktur
und Zusammensetzung innerhalb einer Stunde, aber ggfs, auch erst nach einigen Tagen
erfolgen. In bestimmten Fällen erfolgt die Rückbildung sogar erst nach einem oder
mehreren Wasch- oder Reinigungsvorgängen. Dies hangt im jeweiligen Einzelfall davon
ab, innerhalb welcher Zeiten und durch welche Vorgange die im Gewebe enthaltenen Stabilisierungsmittel
durch die Wäsch oder Reinigung gelöst bzw. umgewandelt werden können.
[0013] Grundsätzlich kann gesagt werden, daß sich das Nahtkräuseln immer dann einstellt,
wenn die Rückbildungskraft des Nähfadens größer ist als die Stabilität des durch den
Nähfaden über die Naht verbundenen Materials.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Nähfaden zu schaffen, der so bescbaffen
ist, daß durch die Dehnung beim Nähen die gewünschte Nahtfestigkeit erreicht wird,
aber die Rückstellkräfte ("Memory-Effekt") nicht auftreten können, die sonst innerhalb
eines Zeitraumes wirken.
[0015] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0017] Durch die besonderen erfindungsgemäßen Maßnahmen wird erreicht, daß praktisch jeder
handelsübliche Nähfaden derart präpariert werden kann, daß die unerwünschten Eigenschaften
beim bzw. nach dem maschinellen Nähen vermieden werden.
[0018] Der Nähfaden, vorzugsweise aus Synthetik in einer weichen Struktur, aber auch mit
geringer Zwirndrehung und bauschiger, voluminöser Struktur wird derart durch eine
Dispersion geführt, daß er mit. der Dispersion präparierend beschichtet wird. In Abhängigkeit
von der Struktur des Nähfadens wird dieser mehr oder weniger mit der Dispersion derart
getränkt, daß feine Poren und Zwischenräume damit ausgefüllt bzw. die Filamente gegenseitig
miteinander verbunden werden. Anschließend wird die auf das Nähgarn auf- bzw. in dieses
eingebrachte Dispersion getrocknet, wodurch das Nähgarn seine Stabilisierung erhält.
[0019] Beim Nähen auf Automaten wird durch die stabilisierende Wirkung ggfs. auch ein Aufdrehen
der einzelnen Fäden eines Nähgarns aus Baumwolle verhindert.
[0020] Durch diese Behandlung wird ein unerwünschtes Öffnen des Nähfadens während des Nähens
vermieden. Damit wird gewährleistet, daß der Bauschfaden universell als Nadel- und
Greiferfaden verwendet werden kann.
[0021] Die durch die Präparierung erreichte Stabilität ergibt ein günstigeres Nahtbild.
Darüber hinaus wird ein unterbrechungsfreies Nähen gewährleistet, indem das Nähgarn
keinem Verschub in der Längsachse ("Drallstau") vor den Spannungseinheiten unterliegt.
[0022] Für die Dispersion, durch die das Garn im Rahmen seiner Behandlung geführt wird,
hat sich ein in Wasser dispergierbares Pulver auf der Basis eines Terpolymeren aus
Ethylen, Vinyllaurat und Vinylchlorid als besonders günstig erwiesen.
[0023] Dadurch verbessern sich die Haftfestigkeit, die Biegezugfestigkeit, die Verformungsfähigkeit,
Abriebfestigkeit und die Verarbeitbarkeit der damit behandelten Nähgarne.
[0024] Es kann ein in Wasser dispergierbares Pulver eines Vinylacetat-Ethylen-Copolymeren
mit guter Verseifungsresistenz Verwendung finden. Durch einen vergleichsweise hohen
Ethylengehalt ist dieses Harz weicher, elastischer ein wenig klebriger. Verformbarkeit
und Abriebfestigkeit werden verbessert.
[0025] Beide Dispersionspulver haben darüber hinaus eine farbstabilisierende Eigenschaft.
[0026] Die erwähnten Dispersionen können auch miteinander vermischt werden.
[0027] Diesen Mischungen kann ggfs. ein Antiblockingmittel zugesetzt werden, zum Beispiel
eine Copolymer-Dispersion aus Acrylsäureester mit einer Mindest-Filmbilde-Temperatur
von über 100 Grad Celsius und gefällte Kieselsäure oder pyrogene Kieselsäure.
[0028] Durch geeignete Auswahl können die jeweiligen Mischungen den physikalischen Beschaffenheiten
des Nähgarns angepaßt werden.
[0029] Ein in oben beschriebener Weise behandelter Nähfaden zeigt neben der mechanischen
Stabilisierung auch eine Farbstabilisierung. An sich nicht waschfeste Farben werden
durch die oben geschilderte Behandlung stabilisiert, so dass ein Auswaschen der Farben
praktisch ausgeschlossen wird.
[0030] Für alle synthetischen Fäden mit hoher Dehnung empfiehlt es sich, eine Kunststoff-Dispersion
zu wählen, die nach dem Trocknen eine hohe Reißdehnung besitzt, beispielsweise alle
Latices, und die sich beim Waschvorgang auswaschen lassen.
[0031] Ein besonderer Vorteil der oben erwähnten Dispersionspulver ist, daß sie bereits
bei niedrigen Waschtemperaturen wieder auswaschbar sind, so daß das Bauschgarn nach
dem Nähvorgang und einem sich anschließenden Waschvorgang wieder in seinem Ausgangszustand
vorliegt.
1. Nähfaden, der wenigstens an seiner Oberfläche mit einer getrockneten, auswaschbaren
Dispersion versehen ist, die beim Einnähen die Fadendehung erschwert, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich um einen bauschigen Nähfaden handelt, der zur Präparation mit einer Dispersion
aus einem emulgierbaren Kunststoff, nämlich einem Pulver auf der Basis eines Terpolymeren
aus Ethylen, Vinyllaurat und Vinylchlorid oder einem Pulver auf der Basis eines Copolymeren,
eines Vinyllaurats und Ethylen besteht.
2. Nähfaden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er auch in seinem Inneren mit
der auswaschbaren Dispersion versehen ist.
3. Nähfaden nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsprodukt
für die Beschichtungsmasse ein Polysacharit ist.
4. Nähfaden nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt
zusätzlich Silicon zur Verbesserung der Wasserabweisung enthält, das der Dispersion
zugesetzt ist.
1. A sewing thread provided at least at the surface thereof with a dried dispersion which
ca be washed out and impedes stretching thereof during sewing, characterized in that
it is a flossy thread which is prepared with a dispersion of an emulsifiable plastics,
namely a powder based on terpolymer based on ethylene, vinyl-laurate and vinyl-chloride
or a powder based on copolymer, vinyl-laurate and ethylene.
2. A sewing thread according to claim 1, characterized in that the dried dispersion is
additionally present internally of the thread.
3. A sewing thread according to one of the claimes 1 or 2, characterized in that the
starting product for coating is a polysaccharide.
4. A sewing thread according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the product
additionally includes silicon added to dispersion for improvement of refusing water.
1. Fil à coudre pourvu au moins en surface d'une dispersion séchée s'enlevant par lavage;
qui rend plus difficile d'extension du fil fers de is couture, caractérisé en ce que il s'agit d'un fil à coudre gonflant qui est traité avec une dispersion en matière
synthétique émulsifiable, à savoir une poudre à base de terpolymère d'éthylène, de
laurate vinylique et de chloride vinylique ou une poudre à base d'un copolymère d'acétate
vinylique et d'éthylène.
2. Fil à coudre selon la revendication 1 caractérisé en ce que son intérieur est également pourvu d'une dispersion s'enlevant par lavage.
3. Fil à coudre selon l'une des revendications 1 ou 2 caractérisé en ce que le produit de départ pour la masse de recouvrement est un polysaccharide.
4. Fil à coudre selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce que en vue d'améliorer son caractère hydrofuge, le produit contient en outre du silicone
ajouté à la dispersion.