| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 799 403 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
01.03.2000 Patentblatt 2000/09 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.11.1996 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9604/928 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9719/309 (29.05.1997 Gazette 1997/23) |
|
| (54) |
HEISSBRANDDÜSE MIT WECHSELROHR
FURNACE WALL CLEANING NOZZLE WITH EXCHANGEABLE AIR-SUPPLY PIPE
BUSE DE NETTOYAGE DES PAROIS D'UN FOUR ET TUYAU INTERCHANGEABLE ASSOCIE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
17.11.1995 DE 29518283 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.10.1997 Patentblatt 1997/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Agrichema Materialflusstechnik GmbH |
|
55253 Budenheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- LEIBLING, Udo
55411 Bingen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Bockhorni, Josef, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
Herrmann-Trentepohl
Grosse - Bockhorni & Partner,
Forstenrieder Allee 59 81476 München 81476 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 070 799 WO-A-96/21132 DE-U- 9 201 690
|
EP-A- 0 566 940 WO-A-96/33380
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Heißbranddüsen nach Maßgabe des Oberbegriffes
des Patentanspruches 1.
[0002] Der Einsatz von Heißbranddüsen zum Ablösen von Anbackungen in verfahrenstechnischen
Öfen, wie z.B. Zementöfen und ähnlichem, hat sich seit Jahren bewährt. Hierbei sind
beispielsweise aus Gußwerkstoff bestehende Heißbranddüsen in Durchbrüche des Mauerwerkes
eines verfahrenstechnischen Ofens eingebettet und mit Feuerfestmasse hinterfüllt,
so daß ein sicherer Sitz im Mauerwerk gewährleistet ist. Das nach außerhalb des Ofens
ragende Ende der Heißbranddüse ist zur Befestigung und zur Rückschlagssicherung in
der Regel mit einem auf die Ofenaußenwand aufgesetzten Kasten verschweißt, durch den
die Heißbranddüse hindurch ragt und der mit der in der Regel aus einem Metallwerkstoff
bestehenden Außenverkleidung des Ofens oder der Kammern wiederum verschweißt ist.
Die Heißbranddüse als solche besteht dabei aus einem Mundstück, das in den Ofen ragt,
und einem Außenstück welches zum Anschluß mit einem Luftstoßgerät nach außen über
die Ofenwand hervorragt, wobei die beiden Einzelteile stoffschlüssig, d.h. durch eine
Schweißnaht, miteinander verbunden sind. Diese Schweißnaht liegt bei herkömmlichen
Ofenwandstärken und den bekannten Heißbranddüsen in der Regel im Mauerwerk. Aufgrund
chemischer Bestandteile des Mauerwerkes kann es hierbei zu negativen Einflüssen auf
die Schweißnaht kommen, was zu einer beschleunigten Korrosion und damit zu verminderten
Standzeiten der Heißbranddüsen führt. Der Wechsel einer korrodierten oder verschlissenen
Heißbranddüse dieser Art ist aufgrund des Einbauprinzipes direkt in das Mauerwerk
dabei sehr aufwendig, da das Ofenmauerwerk aufgebrochen werden muß, was mit einem
Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist.
[0003] Um diese Nachteile zu beheben ging man schließlich dazu über, die vorbeschriebene
Schweißkonstruktion durch Heißbranddüsen zu ersetzen, bei denen das nach außen über
die Ofenwand hinausragende Rohrstück an das in das Ofeninnere ragende Mundstück angegossen
wird. Obwohl man mit einer derartigen Konstruktion eine korrosionsanfällige Schweißnaht
innerhalb des Mauerwerkes vermeidet, bleibt doch die Problematik des extrem aufwendigen
Austausches von verschlissenen Heißbranddüsen bestehen. Nach wie vor muß das Mauerwerk
um die Heißbranddüse herum aufgebrochen werden und das nach außen ragende Rohrstück
der Heißbranddüse muß von dem auf der Ofenaußenwand aufsitzenden Befestigungskasten
losgebrannt werden. Darüberhinaus muß bei dieser wie auch der erstgenannten Heißbranddüse
jeweils die gesamte Einrichtung einschließlich Mundstück und nach außen ragendem Rohr
zur Verbindung mit einem Luftstoßgerät entfernt und ausgetauscht werden, obwohl der
maßgeblich Verschleiß bei Heißbranddüsen in der Regel am zum Ofeninneren gerichteten
Mundstück auftritt, so daß ein Austausch dieses Mundstückes in der Regel ausreichen
würde, um die Funktionsfähigkeit und Effizienz einer Heißbranddüse wieder herzustellen.
[0004] Diese Erkenntnisse führten zur Entwicklung von Heißbranddüsen im Wechselkasten (EP
555 725 A1), bei denen das Mundstück der Heißbranddüse und gegebenenfalls ein Zwischenstück
zur Verbindung mit einem nach außen ragenden Anschlußrohr innerhalb eines Wechselkastens
aufgenommen sind, der fest im Ofenmauerwerk eingebettet ist. Der Wechselkasten ist
zur Ofenaußenseite mit einer verschraubten Platte verschlossen, die mit einem durch
sie hindurchragenden Rohr zur Verbindung der Heißbranddüse mit einem Luftstoßgerät
versehen ist und die das Mundstück sowie gegebenenfalls ein Zwischenstück der Heißbranddüse
im eingebauten Zustand im Wechselkasten fixiert. Der Vorteil der extrem einfachen
Auswechselbarkeit verschlissener Heißbranddüsenelemente wird bei diesem Konzept jedoch
durch ein sehr hohes Gewicht der Heißbranddüsen-Mundstücke, die in den Wechselkasten
einzusetzen sind, erkauft, das aufgrund der Tatsache zustande kommt, daß die in den
Wechselkasten einzusetzenden Heißbranddüsen-Mundstücke mit entsprechenden Anschlagflächen,
-Flanschen und -Rippen versehen werden müssen, die einen sicheren Sitz innerhalb des
Wechselkastens gewährleisten und die die während des Betriebes der Heißbranddüsen
auftretenden hohen Rückschlagkräfte auffangen. Den Vorteilen steht aber das hohe Gewicht
der Austauschteile gegenüber, welches die Handhabung dieser Teile beim Austausch erschwert,
abgesehen von der Tatsache, daß die Menge an zur Herstellung notwendigen Material
vergleichsweise kostenintensiv ist.
[0005] Es besteht daher das Bedürfnis nach Heißbranddüsen, die einerseits die Vorteile der
Heißbranddüsen im Wechselkasten, d.h. einfache Austauschbarkeit nur der verschlissenen
Teile der Heißbranddüse ermöglichen, die andererseits aber einfach aufgebaut sind
und einen reduzierten Platzbedarf und ein vermindertes Gewicht haben.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Heißbranddüse zum Einbau in verfahrenstechnische
Öfen vorzusehen, deren Verschleißteile sich einfach austauschen lassen, die einfach
aufgebaut ist und ein geringes Gewicht zeigt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst,
wobei zweckmäßige Ausführungsformen durch die Unteransprüche gekennezeichnet sind.
[0008] Nach Maßgabe der Erfindung ist eine Heißbrand- oder Expansionsleitdüse vorgesehen,
die einen geraden aber auch einen vorzugsweise um 90 °abgewinkelten Ausblaswinkel
haben kann. Die erfindungsgemäße Heißbranddüse besteht aus einem Wechselrohr, welches
in eine Ofenwand eingesetzt und durch einen Flacheisenring an der die Ofenwand umgebenden
Stahlblechwand gehalten wird, wobei der Flacheisenring sowohl mit dem Wechselrohr
als auch mit der Stahlblechwand verschweißt ist. Daß Wechselrohr steht im eingesetzten
Zustand daher ein gewisses Maß über die Stahlblechwand des Ofens nach außen vor, wobei
an diesem nach außen vorstehenden Ende des Wechselrohres ein angeschweißter oder angegossener
Anschlußflansch vorgesehen ist, in dem eine geeignete Anzahl von Durchgangsbohrungen
angeordnet sind. In die entgegengesetzte Richtung ragt das Wechselrohr im eingesetzten
Zustand in das Mauerwerk der Ofenwandung hinein, wobei sich das zum Ofeninnere ragende
Ende des Wechselrohres bevorzugt ungefähr bis zur Hälfte der Mauerwandstärke erstreckt
und in einem ofeninnenseitigen Mauerausbruch oder einer - ausnehmung endet.
[0009] Vorzugsweise ist der Durchmesser des Wechselrohres an seinem zum Ofeninneren weisenden
Ende eingeschnürt, wobei zwischen der Außenkante des eingeschnürten Durchmessers und
der Außenkante des Wechselrohres am Umfang verteilte, vorzugsweise U-Laschen, möglicherweise
mit einer Bohrung versehen, vorgesehen sind.
[0010] An seinem Innendurchmesser ist das Wechselrohr vorzugweise mit bevorzugt sechs Rippen
ausgestattet, die einerseits der Stabilisierung des Wechselrohres im Hinblick auf
den Abtrag der Mauerlasten dienen und die andererseits eine Führungsfunktion für in
das Wechselrohr von Seiten des Ofeninnenraumes eingeführte Rohre haben. Zwischen den
Rippen können in dem nach außen über die Ofenwand vorstehenden Bereich des Wechselrohres
Bohrungen, vorzugsweise sechs an der Zahl, vorgesehen sein, die einerseits zur passiven
Belüftung des Wechselrohrinnenraumes, andererseits aber auch einer aktiven Belüftung
des Wechselrohrinnenraumes und der im Wechselrohr angeordneten Heißbranddüsenteile
dienen können. Durch die damit erreeichte Belüftung lassen sich die Düsenmundstücktemperaturen
und damit die Verschleißanfälligkeit erheblich reduzieren.
[0011] Desweiteren ist nach Maßgabe der erfindungsgemäßen Heißbranddüse ein kurzes Düsenmundstück
vorgesehen, dessen Einbautiefe dem Abstand zwischen der Ofeninnenwand und dem nach
in die Ofenwand ragenden Ende des Wechselrohres entspricht. Das Düsenmundstück ist
bevorzugterweise aus Chrom-Nickel-Stahlguß hergestellt, da der Werkstoff ein vorteilhaftes
Hitze und Abnutzungsverhalten zeigt. An das kurze Düsenmundstück ist ein vorzugsweise
hitzebeständiges Rohr angeschweißt, welches vom Ofeninneren her in das in der Ofenwand
befestigte Wechselrohr eingeschoben wird und das der Länge nach so bemessen ist, daß
sein freies Ende über das Wechselrohr hinaus vorsteht. Das Düsenmundstück kann somit
sehr kurz gehalten werden und hat ein geringes Stückgewicht, so daß es trotz der besonderen
Materialwahl als Verschleißteil kostengünstig erstetzt werden kann. Das angeschweißte
Wechselrohr kann unmittelbar hinter der Schweißnaht abgetrennt und an ein neues Düsenmundstück
angeschweißt werden. Aufgrund der Gewindelänge am Rohr bzw. der Mutter kann das Rohr
mehrfach, insbesondere mindestens für drei Heißbranddüsen verwendet werden. Das nach
Außen über das Wechselrohr vorstehende Ende dieses Rohres trägt vorzugweise ein Außengewinde,
wobei es sich hierbei um 4-Zoll-Außengewinde aber auch um ein anderes geeignetes Gewinde
handeln kann. Die Schweißnaht zwischen Düsenmundstück und Rohr liegt nach Einbau innerhalb
des Wechselrohres, so daß es nicht zu einer chemischen Einwirkung des Mauerwerkes
auf die Schweißnaht kommen kann.
[0012] Das zum Wechselrohr weisende Ende des kurzen Düsenmundstückes ist derart ausgebildet,
daß es zu einem Eingriff zwischen diesem Düsenende und dem zur Ofeninnenwand ragenden
Ende des Wechselrohres kommt. Hierzu ist das zum Wechselrohr weisende Ende des Düsenmundstückes
mit Zähnen bzw. einem Zahnkranz versehen, aber im eingebauten Zustand in die auf dem
eingeschnürten Ende des Wechselrohres vorgesehenen Laschen eingreift, so daß das Heißbranddüsen-Mundstück
im eingebauten Zustand verdrehsicher arretiert ist. Hierdurch sind verschiedene Druckpositionen
des Düsenmundstückes relativ zum Wechselrohr möglich. Darüberhinaus ist das zum Ofeninneren
weisende Ende des Heißbranddüsen-Mundstückes mit einer Ausnehmung, vorzugsweise einer
umlaufenden Nut, versehen, in die der eingeschnürte Umfang des zur Ofeninnenseite
weisenden Endes des Wechselrohres eingreift, wenn die Heißbranddüse eingebaut ist.
Vorteilhafterweise ist in diese Nut darüberhinaus eine vorzugsweise feuerfeste Runddichtung
eingelegt, so daß ein gasdichter Abschluß zwischen Wechselrohr und Heißbranddüsen-Mundstück
gewährleistet ist.
[0013] Im eingebauten Zustand der Heißbranddüse am Wechselrohr ist auf das nach außen über
das Wechselrohr ragende Ende des an das Düsenmundstück angeschweißten, hitzebeständigen
Rohres eine Einheit aufgeschraubt, die aus einer Gewindemuffe besteht, an der zur
verspannenden Verschraubung mit dem nach außen ragenden Flansch des Wechselrohres
ein glatter Flansch mit Durchgangsbohrungen vorgesehen ist und an deren anderem Ende
ein Vorschweißflansch befestigt ist, der der Verbindung mit einem Luftstoßgerät dient.
Denkbar ist hierbei eine Schweisskonstruktion aber auch eine Fertigung als komplette
Einheit, die zum Beispiel aus Aluminiumspritzguß oder ähnlichem hergestellt ist. Diese
Schraubmuffeneinheit wird auf das Außengewinde des an das Düsenmundstück angeschweißten
Rohres aufgeschraubt und soweit angezogen, daß es zu einer dichtenden, kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Düsenmundstück und dem Wechselrohr kommt. Die das Wechselrohr
und das Düsenmundstück verspannende Verschraubung wird sodann mit Hilfe von Schraubbolzen
in den Durchgangsbohrungen in den Flanschen an der Gewindemuffe wie auch an dem Wechselrohr
arretiert, so daß es im Betrieb der Heißbranddüsen nicht zu einer schleichenden Lösung
der Verbindung kommen kann.
[0014] Ist die Heißbranddüse innerhalb des Wechselrohres auf die vorbeschriebene Art und
Weise arretiert, verfüllt man die verbleibende Ausnehmung in der Ofeninnenwand um
das eingesetzte Düsenmundstück herum mit Feuerfestmasse, woraufhin die Heißbranddüse
einsatzbereit ist.
[0015] Während bei herkömmlichen, direkt in die Ofenwand eingebauten Heißbranddüsen zum
Austausch verschlissener Heißbranddüsen die gesamte Ofenwandstärke bis zum äußeren
Stahlblechwand ausgestemmt bzw. später neu eingebracht werden muß, ist dies bei der
Heißbranddüse nach Maßgabe der Erfindung nur noch im Mundstückbereich erforderlich,
da das Wechselrohr im eingesetzten Zustand verbleibt und lediglich das Düsenmundstück
mit dem daran angeschweißten, hitzebeständigen Rohr ausgetauscht wird. Dies führt
nicht nur zu einer vorteilhaften Erleichterung der Austauscharbeit von Heißbranddüsen,
sondern vermeidet auch Beschädigungen des die Heißbranddüsen umgebenden Mauerwerkes,
die bei einem vollständigen Aufstemmen der Ofenwände in Form von Spannungsrissen auftreten
können.
[0016] Im Gegensatz zur Heißbranddüse im Wechselkasten ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
bei ähnlich einfachem Austausch verschlissener Teile wesentlich einfacher aufgebaut
und besitzt leichtere Einzelteile.
[0017] Um eine noch weitergehende Erleichterung des Austausches der Heißbranddüsen-Mundstückes
nach Maßgabe der Erfindung zu erreichen, ist es darüberhinaus möglich, die Heißbranddüsen
mit einer aus Feuerfeststeinen bestehenden Ummantelung zu versehen, die in entsprechende
angelegte Ausnehmungen um die Einbaulage der Heißbranddüse herum einsetzbar sind.
Die Feuerfeststeine zur Ummantelung der Heißbranddüse können mit entsprechenden Ankern
in den weiter oben beschriebenen Bohrungen der in den am Umfang des eingeschnürten
Durchmessers des Wechselrohres verteilten Laschen eingehängt, wobei diee Fugen mit
feuerfester Masse gefüllt werden. Bei einem Austausch des Heißbranddüsen-Mundstückes
mit dem angeschweißten hitzebeständigen Rohr müssen dann lediglich diejenigen Feuerfestensteine
herausgenommen werden, die zum Schütze der Heißbranddüsen vor Hitzeeinwirkungen über
dieselbe zur Ofeninnenseite hin vorstehen. Eine weitere Erleichterung des Austausches
von Heißbranddüsen-Mundstücken wäre dadurch möglich, daß diese letztgenannten Feuerfeststeine
direkt mit dem Heißbranddüsen-Mundstück verbunden werden und mit diesem ausgetauscht
werden. Die zum Austausch der Heißbranddüsen-Mundstücke notwendigen Arbeiten reduzieren
sich nach Maßgabe der vorliegenden Erfindung daher auf eine Lockerung der entsprechenden
die Heißbranddüse umgebenden Feuerfeststeine sowie ein Abschrauben der die Einheit
verspannenden Gewindemuffe, woraufhin die Heißbranddüse mit dem angeschweissten, hitzebeständigen
Rohr auf einfache und vorteilhafte Art und Weise aus ihrem Einbausitz herausgenommen
werden kann.
[0018] Bei abgewinkelten Düsenmundstücken ist es von Vorteil, auf der zum Ofeninneren weisenden
Stirnseite des Heißbranddüsen-Mundstückes eine Armierung zur Fixierung von Feuerfestmasse
zum Hitzeschutz des Düsenmundstückes vorzusehen. Diese Armierung besteht vorteilhafterweise
aus einem Wabengitter, das aus einzelnen entsprechend abgekanteten Metallstreifen
hergestellt ist, die auf formschlüssige Weise miteinander verbunden sind. Die Feuerfestmasse
kann dabei nach Einbau des Düsenmundstückes, aber auch von dem Einbau desselben aufgebracht
sein.
[0019] Im Folgenden werden im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen vorteilhafte
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Heißbranddüse beschrieben, darin zeigt:
- Fig. 1
- die Einbausituation einer Ausführungsform der Heißbranddüse im Querschnitt,
- Fig. 1a
- die Heißbranddüse nach Fig. 1 in einem Querschitt von oben gesehen,
- Fig. 2
- eine Variation der Heißbranddüse nach Fig. 1 bei der Formsteine am Wechselrohr verankert
sind,
- Fig. 2a
- die Heißbranddüse nach Fig. 2 in einer von oben gesehenen Schnittansicht,
- Fig. 3a - c
- das Mundstück der Heißbranddüse nach Fig. 1 mit angeschweisstem Rohr,
- Fig. 4a - b
- das Wechselrohr nach Fig. 1 in unterschiedlichen Perspektiven,
- Fig. 5a - b
- eine Gewindemuffe nach Fig. 1 in unterschiedlichen Perspektiven, und
- Fig. 6 und 6b
- eine weitere Ausführungsform einer Heißbranddüse in unterschiedlichen Schnittansichten.
[0020] In Fig. 1 ist das Ausführungsbeispiel einer Heißbranddüse in Einbausituation dargestellt.
Hierbei sitzt ein Wechselrohr 1 in einer Ofenwand 2 und ist über einen Flacheisenring
3 mit einer Stahlblechwand 4 verschweißt, die die Außenseite der Ofenwand 2 umgibt.
Dasjenige Ende des Wechselrohres, welches ungefähr in der Mitte der Ofenwand 2 liegt,
ist als eingezogener Bereich 7 ausgeführt. Zwischen der Außenkante des eingeschnürten
Durchmessers 7 und der Außenkante des Wechselrohres sind Laschen 8 vorgesehen, die
jeweils mit einer Bohrung 9 versehen sind. Vorzugsweise sind vier Laschen 8 mit einer
Bohrung 9 am Umfang des eingeschnürten Bereiches 7 verteilt vorgesehen. Am nach außen
vorstehenden Ende des Wechselrohres 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein
Flansch 10 angeordnet, der angeschweißt aber auch angegossen sein kann. In diesem
Flansch sind Durchgangsbohrungen 11 vorgesehen. Im Inneren des Wechselrohres 1 sind
um den Innenumfang verteilt Rippen 12 vorgesehen die einerseits der Versteifung des
Wechselrohres 1 dienen, die durch eine Abschrägung in Richtung der nach Außen weisenden
Öffnung des Wechselrohres aber auch eine Führungsfunktion für in das Wechselrohr eingeschobene
Rohre 6 haben. Zwischen den um den Innenumfang des Wechselrohres verteilten Rippen
12 sind jeweils Bohrungen 13 vorgesehen, die einerseits zur passiven Belüftung des
Wechsdrohrinnenraumes in Betrieb der Heißbranddüse dienen können, die andererseits
aber auch mit beispielsweise einem Druckluftgerät verbunden werden können, so daß
eine aktive Kühlung des Wechselrohrinnenraumes im Betrieb der Heißbranddüse erfolgt.
Das Wechselrohr 1 endet im dargestellten Ausführungsbeispiel in Richtung der Ofeninnenseite
in einer Ausnehmung 14 an der Innenseite der Ofenwand 2. Auf das Wechselrohr wird
im dargestellten Ausführungsbeispiel ein hier um 90° abgewinkeltes Heißbranddüsen-Mundstück
5 aufgesetzt, wobei das Wechselrohr 1 soweit in die Ofenwandung 2 hineingesetzt ist,
daß die Düsenaustrittsöffnung 5a exakt mit der Ofeninnenseite abschließt. An das in
das Wechselrohr eingesteckte Ende des Heißbranddüsen-Mundstückes 5 ist ein hitzebeständiges
Durchsteckrohr 6 angeschweißt, dessen Länge so bemessen ist, das es sich über das
Wechselrohr hinaus nach außen erstreckt. Auf dem sich über das Wechselrohr 1 hinaus
erstreckenden Ende des an das Heißbranddüsen-Mundstück 5 angeschweissten hitzebeständigen
Rohres 6 ist ein nicht näher dargestelltes Außengewinde vorgesehen. Zur Fixierung
des Heißbranddüsen-Mundstückes mit dem angeschweissten hitzebeständigen Rohr 6 auf
bzw. in dem Wechselrohr 1 ist auf das Außengewinde des Rohres 6, bei dem es sich vorzugsweise
um ein 4-Zoll-Gewinde handelt, eine Gewindemuffe 15 aufgeschraubt, die in Richtung
des Wechselrohres mit einem Flansch 16 und in die dem Wechselrohr gegenüberliegende
Richtung mit einem Anschweißflansch 17 zur Verbindung mit einem Luftstoßgerät versehen
ist. Die Gewindemuffe 15 mit den Flanschen 16 und 17 kann einerseits als Schweißkonstruktion,
andererseits aber auch einstückig beispielsweise in Aluminiumguß hergestellt sein.
Nach Anziehen der Gewindemuffe 15 ist das Heißbranddüsen-Mundstück 5 mit dem daran
angeschweißten Rohr 6 im Wechselrohr 1 kraftschlüssig gehalten, wobei das eingeschnürte
Ende 7 des Wechselrohres 1 in eine am Wechselrohrseitigen Ende des Heißbranddüsen-Mundstückes
vorgesehene Nut 18 eingreift, wobei in die Nut 18 eine feuerfeste Runddichtung eingelegt
sein kann. Vorzugsweise ist auf dem wechselrohrseitigen Ende des Heißbranddüsen-Mundstückes
5 ein noch zu erläuterender Zahnkranz vorgesehen, der beim Einbau des Heißbranddüsen-Mundstückes
in das Wechselrohr 1 in die am eingeschnürten Umfang 7 des Wechselrohres 1 vorgesehenen
Laschen 8 eingreift, so daß sich das Heißbranddüsen-Mundstück 5 gegenüber dem Wechselrohr
1 nicht verdrehen kann. Ist die Gewindemuffe 15 auf das Außengewinde auf dem an das
Heißbranddüsen-Mundstück 5 angeschweißten Rohr 6 aufgeschraubt und festgezogen, wird
die Gewindemuffe durch Schraubbolzen 19 arretiert, die in die Durchgangsbohrungen
11 des Wechselrohrflansches 10 und durch Durchgangsbohrungen im Flansch 16 der Gewindemuffe
15 gesteckt sind. Durch diese Schraubbolzen 19 läßt sich das Heißbranddüsen-Mundstück
mit angeschweisstem, hitzebeständigen Rohr 6 aber auch dann im Wechselrohr 1 kraftschlüssig
festsetzen, wenn die Gewindemuffe 5 nicht bis zum Anschlag des Gewindemuffenflansches
16 und des Wechselrohrflansches 10 angezogen ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Heißbranddüsen-Mundstück 5 im eingebauten Zustand von Feuerfeststeinen 20
umgeben, deren Form an die Ausnehmung 14 in der Ofenwand 2, aber auch an die Konturen
der Abmessungen des Heißbranddüsen-Mundstückes 5 angepaßt sind. Die dargestellten
Zwischenräume zwischen Heißbranddüsen-Mundstück und Formsteinen sind im Betrieb mit
feuerfester Zugenmasse ausgefüllt. Zum Austausch des Heißbranddüsen-Mundstückes 5
mit dem angeschweißten, hitzebeständigen Rohr 6 muß im dargestellten Ausführungsbeispiel
lediglich der obere feuerfeste Stein 20 gelockert und herausgenommen werden, woraufhin
das Heißbranddüsen-Mundstück mit angeschweißtem Rohr 6, nach Lösung der Gewindemuffe
15, auf einfache Weise aus dem Wechselrohr 1 herausgenommen werden kann und durch
ein neues Heißbranddüsen-Mundstück ersetzt werden kann. Der Austausch von verschlissenen
Heißbranddüsen-Mundstücken 5 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel daher einfach
und schnell zu vollziehen ohne daß eine aufwendige Wechselkastenkonstruktion notwendig
ist. Zum Schütze der Ofenseitigen Wandung des Heißbranddüsen-Mundstückes 5 ist auf
diesem eine Armierung 21 vorgesehen, die im dargestellten Ausführungsbeispiel wabengitterartig,
insbesondere aus einzelnen abgekanteten Blechstreifen hergestellt ist, die an den
Verbindungsstellen form- oder stoffschlüssig miteinander verbunden sind. Auf diese
Armierung ist im eingebauten Zustand des Heißbranddüsen-Mundstückes Feuerfestmasse
aufgetragen, die durch die Armierung gehalten und vor Abblättern geschützt ist. Die
Feuerfestmasse ist zweckmäßigerweise auf einem im Bereich der Mundöffnung des Düsenmundstücks
5 ausgebildeten Steg angeordnet, der in das Ofeninnere gerichtet ist.
[0021] Fig. la zeigt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 jedoch in einer geschnittenen Draufsicht.
Deutlich zu erkennen ist in dieser Darstellung die Anpassung der Feuerfeststeine (20)
an die Kontur des Heißbranddüsen-Mundstückes (5).
[0022] In Fig. 2 und 2a ist die Heißbranddüse nach Fig. 1 und la dargestellt. Im Unterschied
zu den in den in Fig. 1 und la dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Feuerfeststeine
(20), die das Heißbranddüsen-Mundstück (5) im eingebauten Zustand in der Ofenwand
(2) umgeben, mit Ankern (22) versehen, die die Befestigung der Feuerfeststeine (20)
in ihrer die Heißbranddüse (5) umgebenden Position erleichtert. Die Feuerfeststeine
(20) müssen mit Hilfe der Anker (22) im eingebauten Zustand lediglich in die Bohrungen
(9) in den Laschen (8) am Wechselrohr (1) eingehängt werden. Entsprechend einfach
lassen sich die Feuerfeststeine (20) bei einem notwendigen Wechsel des Heißbranddüsen-Mundstückes
(5) mit dem daran angeschweißten Rohr (6) wieder herausnehmen.
[0023] In den Fig. 3a, 3b und 3c ist ein Heißbranddüsen-Mundstück (5) mit einem daran angeschweißten
Rohr (6) im ausgebauten Zustand dargestellt. Deutlich zu erkennen ist hierbei die
am wechselrohrseitigen Ende des Heißbranddüsen-Mundstückes (5) vorgesehene umlaufende
Nut (18) zum Eingriff mit dem eingeschnürten Bereich (7) des Wechselrohres (1). Darüber
hinaus zeigen die Figuren 3a bis 3c aber auch sehr deutlich einen Zahnkranz (23),
der um die Nut (18) herum angelegt ist und dessen Zähne dem Eingriff in den Laschen
(8) des Wechselrohres (1) im eingebauten Zustand des Heißbranddüsen-Mundstückes (5)
dienen, so daß eine Verdrehsicherung relativ zum Wechselrohr gewährleistet ist.
[0024] In Fig. 4a und 4b ist das Wechselrohr nach Fig. 1 und 2 als Einzelteil dargestellt.
Deutlich wird in dieser Darstellung des Wechselrohres (1) vor allen Dingen die am
Innenumfang des Wechselrohres (1) verteilte Anordnung der Rippen (12) sowie die Ausbildung
der Führungsschrägen (12a) an den Rippen (12), die zur Führung des Rohres (6) beim
Einführen in das Wechselrohr (1) dienen.
[0025] Die Figuren 5a und 5b zeigen die Gewindemuffe (15) des Ausführungsbeispieles nach
Fig. 1, einschließlich des wechselrohrseitigen Flansches (16) und des auf der anderen
Seite der Gewindemuffe (15) angeordneten Anschweißflansches (17), der der Verbindung
mit einem Luftstoßgerät (nicht gezeigt) dient.
[0026] Die Figuren 6 und 6b zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Heißbranddüse
mit Wechselrohr (1). Der entscheidende Unterschied im Gegensatz zu dem in Fig. 1 und
2 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt in der Ausrichtung des Heißbranddüsen-Mundstückes
(24) und der Form der dieses umgebenden Feuerfeststeine (25). Die verbleibenden Elemente,
einschließlich des Wechselrohres (1) und des an das Heißbranddüsen-Mundstück angeschweißten
Rohres (6) entsprechen den Elementen aus den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 und
2. Es ist daher möglich mit ein und demselben Wechselrohr unterschiedliche Düsenmundstücke
einzusetzen. Die Feuerfeststeine (25) des in Fig. 6 und 6b dargestellten Ausführungsbeispieles
können analog den Feuerfeststeinen (20) der Fig. 2 mit Ankern versehen sein, die eine
Befestigung der Feuerfeststeine in den Bohrungen (9) der Laschen (8) am Wechselrohr
(1) ermöglichen. Auch in diesem Ausführungsbeispiel werden die Fugen zwischen Heißbranddüsen-Mundstück
(24) und Feuerfeststeinen (25) mit einer feuerfesten Fugenmasse im Betrieb der I-Ieißbranddüse
verfüllt. Anstelle der Formsteine (25) kann zum Verfüllen der Ausnehmung (14) in der
Ofenwand (2) auch einfache Feuerfestmassen verwendet werden, die bei einem Austausch
des Heißbranddüsen-Mundstückes (25) mit dem daran angeschweißten hitzebeständigen
Rohr (6) entfernt wird.
[0027] Über die dargestellten einzelnen Ausführungsbeispiele von Heißbranddüsen hinaus besteht
die Möglichkeit, die Einzelmerkmale der Ausführungsbeispiele auf geeignete und vorteilhafte
Weise zu kombinieren.
1. Vorrichtung zur austauschbaren Anordnung von Heißbrand- oder Expansionsleitdüsen in
den Wänden verfahrenstechnischer Reaktionskammern und -öfen zur Entfernung von Materialanbackungen
und - aufstauungen an Ofeninnenwänden, gekennzeichnet durch ein in der Ofenwandung (2) angeordnetes Wechselrohr (1), das sich von der Ofenaußenseite
über einen Teil der Stärke der Ofenwand (2) in Richtung auf die Ofeninnenseite erstreckt
und an welches ofenseitig ein Düsenmundstück (5) angesetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Wechselrohr (1) bis zu einer Ausnehmung (14) der Ofenwand im Bereich der
Ofeninnenseite erstreckt, wobei das Düsenmundstück in der Ausnehmung (14) mit feuerfestem
Material hinterfüllt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Düsenmundstück (5) ein Rohr (6) zugeordnet ist, das am Düsenmundstück anschließt,
insbesondere mit diesem in Verbindung steht und das sich durch das Wechselrohr (1)
hindurch zur Ofenaußenseite zum Anschluß eines Luftstoßgerätes erstreckt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem sich über das Wechselrohr (1) hinaus erstreckenden Ende des Rohres (6) ein
Außengewinde vorgesehen ist, auf das eine Gewindemuffe (15) zur kraftschlüssigen Fixierung
des Düsenmundstückes (5) auf dem Wechselrohr (1) aufgeschraubt ist, die mit einem
Flansch (17) zur Verbindung mit einem Luftstoßgerät versehen ist oder alternativ eine
Steckverbindung von überstehendem Rohrende und einer Muffe (15) vorgesehen ist, die
mit einem Anschlußflansch für das Luftstoßgerät versehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das düsenmundstückseitige Ende des Wechselrohres (1) in das ofenaußenseitig zugewandte
Ende des Düsenmundstückes (5) eingreift und zwar vorzugsweise in einem umlaufenden
Kragen oder umlaufende Nut (18) und ggf. im Eingriffsbereich eine hitzebeständige
Dichtung vorgesehen sein kann.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Außenkante eines verringerten Umfanges (7) des Wechselrohres (1) und
dem normalen Umfang des Wechselrohres (1) um den verringerten Umfang (7) verteilt,
vorzugsweise vier Laschen (8) vorgesehen sind, und daß am Anschlußende des Düsenmundstückes
(5) Zähne und Ausnehmungen (23) dazu vorgesehen sind, in die die Laschen (8) am Wechselrohr
(1) eingreifen.
7. Vorrichtung nach einem der vorher gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß um den Innenumfang des Wechselrohres (1) verteilte Längsrippen (12) angeordnet sind,
die im Bereich des äußeren Endes des Wechselrohres (1) zur Öffnung des Wechselrohres
(1) weisende Führungsschrägen (12b) haben.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im außenliegenden Bereich des Wechselrohres (1) Bohrungen (13), zur Belüftung des
Wechselrohrinnenraumes vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (14) in der Innenseite der Ofenwand (2) im Betrieb der Heißbranddüse
mit entsprechend ausgeformeten Feuerfeststeinen (20, 25) ausgefüllt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Formsteine (20, 25) mit Ankern (22) in Bohrungen (9) in den Laschen (8) des Wechselrohres
(1) eingehängt sind, oder direkt an dem Heißbranddüsen-Mundstück (5) befestigt und
mit diesem gemeinsam montiert sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines um insbesondere 90° abgewinkelten Heißbranddüsen-Mundstückes
(5) auf der zur Ofen innenseite weisenden Wandung des Mundstückes (5) Feuerfestmasse
angeordnet ist, die ggf. durch eine Armierung (21) fixiert ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierung (21) gitter-, rost- oder wabenartig, insbesondere aus abgekanteten
Metallstreifen gebildet ist, die vorzugsweise miteinander verbunden sind.
1. Device for replaceably mounting air blast or expansion guide nozzles in the walls
of reaction chambers and furnaces for removing material caked and accumulated on internal
furnace walls, characterised by a replaceable tube (1), which is arranged in the furnace
wall (2) and extends from the outer surface of the furnace over a proportion of the
thickness of the furnace wall (2) in the direction towards the internal surface of
the furnace and attached to the furnace end of which there is a nozzle mouthpiece
(5).
2. Device as claimed in Claim 1, characterised in that the replaceable tube (1) extends
to a recess (14) in the furnace wall in the region of the internal surface of the
furnace, the nozzle mouthpiece being back-filled in the recess (14) with refractory
material.
3. Device as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that associated with the nozzle
mouthpiece (5) there is a tube (6), which adjoins the nozzle mouthpiece, in particular
is in communication with it, and which extends through the replaceable tube (1) to
the outer surface of the furnace for connection to an air blast device.
4. Device as claimed in Claim 3, characterised in that provided on the end of the tube
(6) extending beyond the replaceable tube (1) there is an external screwthread, screwed
onto which there is a threaded sleeve (15) for fixing the nozzle mouthpiece (5) in
a force-locking manner on the replaceable tube (1), which threaded sleeve is provided
with a flange (17) for connection to an air blast device or alternatively a plug connection
is provided of a projecting tube end and a sleeve (15) which is provided with a connecting
flange for the air blast device.
5. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the nozzle
mouthpiece end of the replaceable tube (1) engages in the end of the nozzle mouthpiece
(5) directed towards the outer surface of the furnace, preferably in a peripheral
collar or peripheral groove, and a heat-resistant seal can optionally be provided
in the engagement region.
6. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that provided between
the outer edge of a reduced periphery (7) of the replaceable tube (1) and the normal
periphery of the replaceable tube (1), distributed around the reduced periphery (7),
there are, preferably four, lugs (8) and that provided at the connection end of the
nozzle mouthpiece (5) there are teeth and recesses (23) into which the lugs (8) on
the replaceable tube (1) engage.
7. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that longitudinal
ribs (12) are provided which are distributed around the internal periphery of the
replacement tube (1) and, in the region of the outer end of the replaceable tube (1),
have guide bevels (12b) directed towards the opening of the replaceable tube (1).
8. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that provided in
the outer region of the replaceable tube (1) there are bores (13) for ventilating
the interior of the replaceable tube.
9. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the recess
(14) in the inner surface of the furnace wall (2) is filled, in operation of the air
blast nozzle, with appropriately shaped refractory bricks (20, 25).
10. Device as claimed in Claim 8, characterised in that the shaped bricks (20, 25) are
suspended with anchors (22) in bores (9) in the lugs (8) on the replacement tube (1)
or are secured directly to the air blast nozzle mouthpiece (5) and are installed together
with it.
11. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that when using
an air blast nozzle mouthpiece (5) angled, in particular, through 90°, refractory
composition is arranged on the wall of the mouthpiece (5) directed towards the internal
surface of the furnace, which is optionally fixed in position by sheathing (21).
12. Device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the sheathing
(21) is constituted particularly by bevelled metal strips, in a lattice, screen or
honeycomb construction, which are preferably connected together.
1. Dispositif pour l'agencement remplaçable de buses directrices de combustion vive ou
d'expansion, dans les parois de chambres et fours de réaction de procédés industriels,
en vue de l'élimination d'agglutinations et accumulations de matière sur des parois
intérieures de fours, caractérisé par un tube interchangeable (1) logé dans la paroi
(2) du four, qui s'étend depuis la face extérieure du four sur une partie de l'épaisseur
de ladite paroi (2), en direction de la face intérieure du four, et sur lequel un
embout (5) de buse est rapporté côté four.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le tube interchangeable
(1) s'étend jusqu'à un évidement (14) de la paroi du four, dans la région de la face
intérieure du four, l'embout de buse étant comblé postérieurement par un matériau
réfractaire dans ledit évidement (14).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'une tubulure
(6), affectée à l'embout (5) de buse, est adjacente audit embout avec lequel elle
est notamment en liaison, et parcourt de part en part le tube interchangeable (1)
vers la face extérieure du four, en vue du raccordement d'un appareil à impulsions
pneumatiques.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé par le fait qu'il est prévu, sur
l'extrémité de la tubulure (6) dépassant vers l'extérieur au-delà du tube interchangeable
(1), un filetage extérieur sur lequel un manchon fileté (15) est vissé en vue du blocage
mécanique de l'embout (5) de buse sur ledit tube interchangeable (1), et est pourvu
d'une bride (17) pour établir la liaison avec un appareil à impulsions pneumatiques
; ou bien il est prévu, en variante, une solidarisation emboîtable de l'extrémité
tubulaire saillante et d'un manchon (15), présentant une bride de raccordement destinée
à l'appareil à impulsions pneumatiques.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
l'extrémité du tube interchangeable (1), située du côté de l'embout de buse, pénètre
dans l'extrémité dudit embout (5) qui est tournée vers la face extérieure du four,
une garniture d'étanchement thermiquement résistante pouvant être prévue, de préférence,
dans une collerette périphérique ou une gorge périphérique (18) et, éventuellement,
dans la zone de pénétration.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
des pattes (8), préférentiellement au nombre de quatre, sont prévues entre le bord
externe d'un pourtour rétréci (7) du tube interchangeable (1) et le pourtour normal
dudit tube interchangeable (1), avec répartition autour dudit pourtour rétréci (7)
; et par le fait que des dents et des évidements (23), dans lesquels pénètrent lesdites
pattes (8) situées sur le tube interchangeable (1), sont prévus à cette fin sur l'extrémité
de raccordement de l'embout (5) de buse.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
des nervures longitudinales (12), placées avec répartition autour du pourtour intérieur
du tube interchangeable (1), comportent des rampes de guidage (12b) orientées vers
l'ouverture du tube interchangeable (1) dans la région de l'extrémité extérieure dudit
tube interchangeable (1).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
des trous (13) sont prévus, dans la région extérieure du tube interchangeable (1),
pour la ventilation de l'espace intérieur dudit tube interchangeable.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
l'évidement (14), pratiqué dans la face intérieure de la paroi (2) du four, est comblé
par des pierres réfractaires (20, 25) de configuration correspondante au cours du
fonctionnement de la buse de combustion vive.
10. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé par le fait que les pierres moulées
(20, 25) sont accrochées par des ancres (22) dans des perçages (9) ménagés dans les
pattes (8) du tube interchangeable (1), ou sont directement fixées à l'embout (5)
de la buse de combustion vive, et sont montées conjointement à ce dernier.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que,
lorsqu'on utilise un embout (5) de buse de combustion vive notamment coudé 90°, une
masse réfractaire, éventuellement consignée à demeure par une armature (21), est mise
en place sur la paroi dudit embout (5) qui est orientée vers la face intérieure du
four.
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
l'armature (21) est du type treillis, grillage ou alvéoles, et est notamment formée
par des bandes métalliques à bords rabattus qui sont, de préférence, reliées les unes
aux autres.