[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hubverstelleinrichtung für Exzenterpressen
oder Stanzen, mit einer Exzenterwelle, welche in zumindest einem Lager drehbar gelagert
ist und zumindest einen Exzenterzapfen aufweist, auf dem eine Exzenterbuchse drehbar
und axial verschieblich gelagert ist und mit zumindestens einem Pleuel, das drehbar
auf der Exzenterbuchse und gegenüber dieser axial verschieblich gelagert ist und zumindest
mittelbar gegenüber der Exzenterwelle axial festgelegt ist, mit einer Kupplungseinrichtung,
die ein drehfest mit der Exzenterbuchse verbundenes und mit der Exzenterbuchse axial
bewegliches erstes Kupplungselement und ein drehfest mit der Exzenterwelle verbundenes
zweites Kupplungselement aufweist, und die Kupplungseinrichtung durch Verschieben
der Exzenterbuchse von einer eingekuppelten Stellung, in welcher das erste und das
zweite Kupplungselement durch formschlüssigen Eingriff drehfest miteinander verbunden
sind, in eine entkuppelte Stelle überführbar ist, in welcher das erste und das zweite
Kupplungselement sich außer Eingriff befinden und gegeneinander verdrehbar sind sowie
mit einer Arretiereinrichtung, die aus einem ersten Arretierelement besteht, das drehfest
mit der Exzenterbuchse verbunden und zusammen mit der Exzenterbuchse axial verschieblich
ist, und einem zweiten Arretierelement, das an dem Pleuel angebracht ist, und durch
axiales Verschieben der Exzenterbuchse die Arretiereinrichtung von einer Arretierstellung,
in welcher die beiden Arretierelemente formschlüssig ineinandergreifen, so daß das
Pleuel gegenüber der Exzenterbuchse drehfest ist, in eine Freigabestellung überführbar
ist, in welcher die beiden Arretierelemente sich außer Eingriff befinden, so daß die
Exzenterbuchse gegenüber dem Pleuel verdrehbar ist, wobei sich die Kupplungseinrichtung
in der eingekuppelten Stellung befindet, wenn die Arretiereinrichtung sich in der
Freigabestellung befindet und die Kupplungseinrichtung sich in der entkuppelten Stellung
befindet, wenn die Arretiervorrichtung sich in der Arretierstellung befindet.
[0002] Eine derartige Hubverstelleinrichtung ist z.B. aus der DE-A-4130811 bekannt. Während
des Betriebes ist die Exzenterbuchse drehfest mit der Exzenterwelle verbunden. Zum
Verstellen des Hubes werden die Exzenterbuchse und die Exzenterwelle voneinander entkoppelt,
so daß die Exzenterbuchse gegenüber der Exzenterwelle drehbar ist. Wenn die Exzenterbuchse
und die Exzenterwelle gegeneinander verdrehbar sind, ist die Exzenterbuchse gegenüber
dem Pleuel festgelegt. Durch Drehen der Exzenterwelle kann dann die Hubhöhe eingestellt
werden. Nach dem Einstellen der Hubhöhe werden die Exzenterbuchse und das Pleuel voneinander
getrennt und die Exzenterbuchse mit der Exzenterwelle drehfest verbunden. Die Exzenterpresse
oder Stanze kann dann wieder in Betrieb genommen werden.
[0003] Als nachteilig bei derartigen Hubverstelleinrichtungen erweist sich der große technologische
Aufwand, der erforderlich ist, um die Hubverstelleinrichtung zu realisieren. Darüber
hinaus benötigt die Hubverstellung gemäß der DE-A-4130811 einen erheblichen Platzbedarf.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Hubverstelleinrichtung der Eingangs
genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß sie sich mit geringem Aufwand realisieren
läßt und durch eine kompaktere Bauweise auszeichnet.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das erste Kupplungselement und
das erste Arretierelement gegenüber der Exzenterbuchse axial festgelegt sind und zwischen
Exzenterbuchse und Exzenterzapfen zumindest ein Ringraum vorgesehen ist, der begrenzt
wird durch eine Exzenterzapfenstufe an der Außenfläche des Exzenterzapfens und einer
Exzenterbuchsenstufe an der Innenseite der Exzenterbuchse, wobei der Ringraum durch
axiales Verschieben der Exzenterbuchse gegenüber der Exzenterwelle in seinem Volumen
veränderbar ist, und eine Zuleitung in den Ringraum mündet, durch welche ein Druckmedium
dem Ringraum zuführbar ist.
[0006] Diese Lösung ist einfach und hat den Vorteil, daß eine Betätigungseinrichtung zum
Verschieben der Exzenterbuchse integral mit der Exzenterbuchse und dem Exzenterzapfen
ausgebildet werden kann. Dadurch läßt sich die Anzahl der benötigten Teile erheblich
reduzieren. Zusätzlich läßt sich eine derartige Hubverstelleinrichtung äußerst kompakt
gestalten.
[0007] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Hubverstelleinrichtung
zwei axial voneinander beabstandete Ringräume aufweisen, wobei sich beim Verschieben
der Exzenterbuchse das Volumen des einen Ringraumes verkleinert, während sich das
Volumen des anderen Ringraumes vergrößert. Dadurch ist es möglich, ein Verschieben
der Exzenterbuchse in beide axiale Richtungen durch das Einbringen eines Druckmediums
in die jeweilige Druckkammer zu ermöglichen. Dadurch läßt sich die Zahl der benötigten
Bauteile nochmals erheblich reduzieren.
[0008] Zudem kann es von Vorteil sein, wenn die beiden Ringräume durch einen ringförmigen
Absatz auf der Oberfläche des Exzenterzapfens und eine ringförmige Ausnehmung an der
Innenseite der Exzenterbuchse gebildet werden, wobei der ringförmige Absatz innerhalb
der ringförmigen Ausnehmung angeordnet ist. Auf diese Weise lassen sich durch einen
ringförmigen Absatz und eine ringförmige Ausnehmung zwei axial voneinander beabstandete
Ringräume bilden, wobei das Volumen des einen Ringraumes abnimmt, wenn das Volumen
des anderen Ringraumes zunimmt.
[0009] Entsprechend der benötigten Kräfte, können die Ringräume in radialer Richtung unterschiedliche
Tiefen aufweisen. Dadurch lassen sich z.B. unterschiedliche Kräfte jeweils einer Bewegungsrichtung
der Exzenterbuchse erzeugen.
[0010] Zudem hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das erste Kupplungselement einstückig
mit der Exzenterbuchse ausgebildet ist. Auch dadurch läßt sich die Zahl der benötigten
Teile stark reduzieren. Zudem ist es dadurch möglich, die Hubverstellung noch kompakter
auszuführen.
[0011] Absolut von Vorteil kann es weiterhin sein, wenn das erste Kupplungselement als Innenverzahnung
und das zweite Kupplungselement als Außenverzahnung ausgebildet ist, wobei sich in
der eingekuppelten Stellung die Innenverzahnung formschlüssig mit der Außenverzahnung
in Eingriff befindet. Auf diese Weise erhält man eine stabile Verbindung zwischen
der Exzenterbuchse und der Exzenterwelle. Zudem läßt sich die Exzenterbuchse in unterschiedlichen
Drehstellungen gegenüber der Exzenterwelle anordnen.
[0012] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Außenverzahnung auf einem
Ringelement angebracht sein, das drehfest und axial festgelegt auf der Exzenterwelle
angebracht ist. Dadurch läßt sich die Außenverzahnung unabhängig von der Exzenterwelle
herstellen. Auf diese Weise lassen sich die Herstellungskosten deutlich senken.
[0013] Es kann sich auch als vorteilhaft erweisen, wenn das erste Arretierelement als ein
an der Exzenterbuchse angebrachter Vorsprung ausgebildet ist, der in der Arretierstellung
in das als eine Ausnehmung ausgebildete zweite Arretierelement formschlüssig eingreift.
Auf diese Weise erhält man eine einfache und wirkungsvolle Arretiereinrichtung.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann es sich als vorteilhaft erweisen,
wenn das Pleuel gegenüber einem Rahmen der Exzenterpresse axial festgelegt ist und
die Exzenterwelle axial gegenüber dem Rahmen festgelegt ist. Dadurch läßt sich auf
einfache Weise eine genaue axiale Führung des Pleuels erreichen.
[0015] Ferner kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn als Druckmedium Hydraulikflüssigkeit
vorgesehen ist.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Exzenterpresse;
- Fig. 2
- das Detail aus Fig. 1 in einer Schnittansicht, wobei sich die Kupplungseinrichtung
in der eingekuppelten Stellung befindet;
- Fig. 3
- die Darstellung aus Fig. 2, wobei sich die Kupplungseinrichtung in der ausgekuppelten
Stellung befindet.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Exzenterpresse 1 in einer schematischen Darstellung. Die Exzenterpresse
1 verfügt über einen Rahmen 2 mit einem Pressentisch 3 und Gleitführungen 4, in denen
ein Stößel 5 vertikal beweglich gleitend geführt ist. Am Rahmen 2 sind zusätzlich
Trägerelemente 6 für Führungen 7 vorgesehen. Im Rahmen 2 ist eine Exzenterwelle 8
drehbar gelagert. Der Antrieb der Exzenterwelle 8 erfolgt in üblicher Weise und ist
nicht näher dargestellt.
[0019] Die Exzenterwelle 8 verfügt über einen Exzenterzapfen 9, auf dem eine Exzenterbuchse
10 drehbar und axial verschieblich gelagert ist. Auf der Exzenterbuchse 10 ist drehbar
und axial verschieblich ein Pleuel 11 gelagert. Das Pleuel 11 ist mit dem Stößel 5
über ein Gelenk 12 verbunden.
[0020] Das Pleuel 11 wird zwischen den Gleitführungen 7 in axialer Richtung geführt, wobei
im Dauerbetrieb der Exzenterpresse 1 zwischen Pleuel 11 und den Führungen 7 ein Luftspalt
von ca. 1 mm vorhanden ist.
[0021] Wie insbesondere aus Fig. 2 erkennbar ist, verfügt der Exzenterzapfen über eine Außenfläche
13. Im Querschnitt ist der Exzenterzapfen 9 zylindrisch. Die Exzenterbuchse verfügt
über eine Innenfläche 14 und eine Außenfläche 15. Im Querschnitt gesehen sind die
Außenfläche 13 des Exzenterzapfens 9, die Innenfläche 14 der Exzenterbuchse 10 und
die Außenfläche 15 der Exzenterbuchse zylindrisch. Entsprechend verfügt das Pleuel
11 über eine Innenfläche 16, die im Querschnitt ebenfalls zylindrisch ist. Wie darüber
hinaus aus Fig. 2 ersichtlich ist, verfügt der Exzenterzapfen über zwei einander entgegengesetzt
angeordnete Exzenterzapfenstufen 17 und 18, die zusammen einen ringförmigen Absatz
19 bilden. An der Innenfläche 14 der Exzenterbuchse 10 sind zwei Exzenterbuchsenstufen
20 und 21 angeordnet, die zusammen eine ringförmige Ausnehmung 22 bilden. Durch den
ringeförmigen Absatz 19 und die ringeförmige Ausnehmung 22 werden zwei axial voneinander
beabstandete Ringräume 23 und 24 gebildet. Zwar laufen die seitlichen Begrenzungen
der Ringräume 23 und 24 im wesentlichen radial, jedoch sind auch andere Formen denkbar.
Wie Fig. 2 entnehmbar ist, ist das maximale Volumen des Ringraumes 23 geringer als
das maximale Volumen des Ringraumes 24. Dies wird dadurch erreicht, daß die Außenfläche
13 des Exzenterzapfens im Bereich des Ringraumes 23 einen größeren Durchmesser aufweist
als im Bereich des Ringraumes 24. Darüber hinaus ist aus Fig. 2 erkennbar, daß in
die Ringräume jeweils Zuführleitungen 25a-d mündet. Durch die Zuführleitungen 25a-d
kann das Druckmedium den Ringräumen 23 und 24 zugeführt oder aus ihnen abgeführt werden.
Zusätzlich ist noch eine Leitung 25e vorgesehen, über welche ein Druckmedium wie z.B.
Hydraulikflüssigkeit aus Ringraum 24 zwischen Exzenterbuchse und Pleuel 11 geleitet
wird, um eine Schmierung zwischen Pleuel 11 und Exzenterbuchse 10 zu erreichen. Wie
insbesondere aus Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 3 erkennbar ist, verkleinert sich der
Ringraum 24, wenn der Ringraum 23 sich vergrößert. Dies ist insbesondere dann der
Fall, wenn die Exzenterbuchse 10 gegenüber dem Exzenterzapfen 9 verschoben wird, bzw.
aufgrund des in dem jeweiligen Ringraum eingebrachten Druckmediums.
[0022] Darüber hinaus ist aus Fig. 2 erkennbar, daß eine Kupplungseinrichtung 26 zwischen
Exzenterbuchse 10 und Exzenterwelle 8 vorgesehen ist. Die Kupplungseinrichtung 26
besteht aus einem ersten Kupplungselement 27, welches eine Innenverzahnung 28 aufweist
und einem zweiten Kupplungselement 29, welches eine Außenverzahnung 30 aufweist. Das
erste Kupplungselement 27 mit der Innenverzahnung 28 ist einstückig mit der Exzenterbuchse
10 ausgebildet. Die Innenverzahnung 28 ist somit drehfest und axial gegenüber der
Exzenterbuchse 10 festgelegt. Die Außenverzahnung 30 ist auf einem Ringelement 31
aufgebracht, welches drehfest und axial auf der Exzenterwelle 8 festgelegt ist.
[0023] In Fig. 2 befindet sich die Kupplungseinrichtung 26 in einer eingekuppelten Stellung,
in welcher die Innenverzahnung 28 und die Außenverzahnung 30 ineinandergreifen. In
dieser eingekuppelten Stellung ist die Exzenterbuchse 10 gegenüber der Exzenterwelle
8 verdrehfest festgelegt. Durch Verschieben der Exzenterbuchse 10 gegenüber dem Exzenterzapfen
9 kann die Kupplungseinrichtung 26 in eine ausgekuppelte Stellung überführt werden,
die in Fig. 3 dargestellt ist. In dieser ausgekuppelten Stellung befinden sich die
Innenverzahnung 28 und die Außenverzahnung 30 außer Eingriff. Die Exzenterbuchse 10
ist somit gegenüber der Exzenterwelle 8 verdrehbar.
[0024] Darüber hinaus ist eine Arretiereinrichtung 32 vorgesehen, die ein erstes Arretierelement
33 und ein zweites Arretierelement 34 aufweist. Das erste Arretierelement 33 ist als
ein Vorsprung 35 ausgebildet, der an der Exzenterbuchse 10 fest angebracht ist. Das
zweite Arretierelement ist als eine Ausnehmung 36 in Pleuel 11 ausgebildet. Die Arretiereinrichtung
32 ist von einer Arretierstellung, in welcher der Vorsprung 35 in die Ausnehmung 36
eingreift, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, in eine Freigabestellung überführbar,
in welcher sich der Vorsprung 35 und die Ausnehmung 36 außer Eingriff befinden. In
der Arretierstellung ist die Exzenterbuchse 10 gegenüber dem Pleuel 11 verdrehfest
festgelegt. In der Freigabestellung können das Pleuel 11 und die Exzenterbuchse 10
gegeneinander verdreht werden.
[0025] Wie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar ist, befindet sich die Arretiereinrichtung 32
immer dann in ihrer Freigabestellung, wenn sich die Kupplungseinrichtung 26 in ihrer
eingekuppelten Stellung befindet. Ebenso befindet sich die Arretiereinrichtung 32
in ihrer Arretierstellung, wenn sich die Kupplungseinrichtung 26 in ihrer ausgekuppelten
Stellung befindet.
[0026] Die Arretiereinrichtung 32 und die Kupplungseinrichtung 26 sind dabei so angeordnet,
daß eine mechanische Überdeckung zwischen Arretiereinrichtung 32 und Kupplungseinrichtung
26 vorhanden ist. Dies bedeutet, daß bevor die Kupplungseinrichtung 32 sich vollständig
in ihrer ausgekuppelten Stellung befindet, die Arretiereinrichtung 32 sich bereits
teilweise in Eingriff befindet und umgekehrt, so daß, bevor die Kupplungseinrichtung
32 völlig außer ein Eingriff ist, die Kupplungseinrichtung 26 bereits teilweise wieder
in Eingriff ist. Dadurch wird ein ungewolltes Verdrehen der Exzenterbuchse beim Überführen
der Kupplungseinrichtung 26 bzw. der Arretiereinrichtung 32 in die verschiedenen Stellungen
verhindert.
[0027] Die Kupplungseinrichtung 26, zusammen mit der Arretiereinrichtung 32, der Exzenterbuchse
10 und den Ringräumen 23 und 24 bilden zusammen eine Hubverstelleinrichtung 37.
[0028] Anstelle der Arretiereinrichtung 32, welche in der Arretierstellung das Pleuel 11
mit der Exzenterbuchse 10 verbindet, besteht auch die Möglichkeit, eine Arretiereinrichtung
vorzusehen, die die Exzenterbuchse 10 formschlüssig mit dem Rahmen 2 der Exzenterpresse
1 verdrehfest verbindet.
[0029] Im folgenden wird die Wirkungs- und Funktionsweise der Erfindung näher beschrieben.
[0030] Beim Betrieb der Exzenterpresse 1 wird über einen nicht dargestellten Antrieb die
Antriebskraft auf die Exzenterwelle 8 übertragen, welche eine Hubbewegung des Pleuels
11 und somit des damit verbundenen Stößels 5 bewirkt. Während des Betriebes der Exzenterpresse
befindet sich die Kupplungseinrichtung 26 in ihrer eingekuppelten Stellung und die
Arretiereinrichtung 32 in ihrer Freigabestellung.
[0031] Wird nun beabsichtigt, den Hub mit der Exzenterpresse 1 zu verändern, so wird die
Exzenterpresse 1 zunächst angehalten. Als nächstes wird die Druckkammer 23 mit einem
Druckmedium, wie z.B. einer Hydraulikflüssigkeit beaufschlagt. Dadurch wird bewirkt,
daß die Exzenterbuchse 10 in Fig. 2 nach links bewegt wird, wodurch die Kupplungseinrichtung
26 von ihrer eingekuppelten Stellung in ihre ausgekuppelte Stellung überführt wird,
wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Während der axialen Bewegung der Exzenterbuchse
10 wird das Druckmedium aus dem Ringraum 24 verdrängt. Zusätzlich wird die Arretiereinrichtung
33 von ihrer Freigabestellung in ihre Arretierstellung überführt, wobei der Vorsprung
35 in die Ausnehmung 36 greift und dadurch das Pleuel 11 gegenüber der Exzenterbuchse
10 festgelegt ist. Ein Verschieben des Pleuels 11 bei einer axialen Bewegung der Exzenterbuchse
10 wird durch die Führungen 7 verhindert, da beim Verschieben des Pleuels dieses mit
den Führungen 7 in Anlage gelangt. Diese Führungen 7 lassen zwar eine radiale Bewegung
zu, nicht jedoch eine axiale Bewegung. Wenn sich die Arretiereinrichtung 32 in der
Arretierstellung befindet, wird die Exzenterwelle 8 langsam weitergedreht, wodurch
sich die Exzentrizität des Exzenterzapfens gegenüber der Exzenterbuchse 10 ändert.
Entsprechend dem Verdrehwinkel der Welle 8 läßt sich dadurch die gewünschte Hubhöhe
einstellen. Ist die Hubeinstellung beendet, so wird die Exzenterwelle 8 angehalten.
Anschließend wird der Ringraum 24 mit dem Druckmedium beaufschlagt, wodurch das Druckmedium
aus dem Ringraum 23 verdrängt wird. Durch das Einbringen des Druckmediums in den Ringraum
24 wird eine Bewegung der Exzenterbuchse 10 nach rechts erzeugt. Dabei wird die Arretiereinrichtung
von ihrer Arretierstellung in die Freigabestellung überführt und die Kupplungseinrichtung
26 von ihrer ausgekuppelten in ihre eingekuppelte Stellung überführt. Sobald sich
die Kupplungseinrichtung 26 in der eingekuppelten Stellung befindet, kann die Exzenterpresse
1 wieder in Betrieb genommen werden.
[0032] Aufgrund der erfindungsgemäßen Gestaltung der Exzenterpresse läßt sich auf einfache
Weise eine Hubhöhenverstellung verwirklichen. Die erfindungsgemäße Hubhöhenverstellung
zeichnet sich durch eine besonders kompakte und kostengünstige Bauweise aus.
1. Hubverstelleinrichtung, für Exzenterpressen oder Stanzen, mit einer Exzenterwelle
(8), welche in zumindest einem Lager drehbar gelagert ist und zumindest einen Exzenterzapfen
(9) aufweist, auf dem eine Exzenterbuchse (10) drehbar und axial verschieblich gelagert
ist und zumindest einem Pleuel (11), das drehbar auf der Exzenterbuchse (10) und gegenüber
dieser axial verschieblich gelagert ist und zumindest mittelbar gegenüber der Exzenterwelle
axial festgelegt ist, mit einer Kupplungseinrichtung (26), die ein drehfest mit der
Exzenterbuchse verbundenes und mit der Exzenterbuchse axial bewegliches erstes Kupplungselement
(27) und ein drehfest mit der Exzenterwelle verbundenes zweites Kupplungselement (29)
aufweist, und die Kupplungseinrichtung durch Verschieben der Exzenterbuchse von einer
eingekuppelten Stellung, in welcher das erste und das zweite Kupplungselement durch
formschlüssigen Eingriff drehfest miteinander verbunden sind, in eine entkuppelte
Stellung überführbar ist, in welcher das erste und das zweite Kupplungselement sich
außer Eingriff befinden und gegeneinander verdrehbar sind, sowie mit einer Arretiereinrichtung
(32), die aus einem ersten Arretierelement (33) besteht, das drehfest mit der Exzenterbuchse
verbunden und zusammen mit der Exzenterbuchse axial verschieblich ist, und einem zweiten
Arretierelement (34), das an dem Pleuel (11) angebracht ist, und durch axiales Verschieben
der Exzenterbuchse die Arretiereinrichtung von einer Arretierstellung, in welcher
die beiden Arretierelemente formschlüssig ineinander greifen, so daß das Pleuel gegenüber
der Exzenterbuchse drehfest ist, in eine Freigabestellung überführbar ist, in welcher
die beiden Arretierelemente sich außer Eingriff befinden, so daß die Exzenterbuchse
gegenüber dem Pleuel verdrehbar ist, wobei sich die Kupplungseinrichtung in der eingekuppelten
Stellung befindet, wenn die Arretiereinrichtung sich in der Freigabestellung befindet,
und die Kupplungseinrichtung sich in der entkuppelten Stellung befindet, wenn die
Arretiervorrichtung sich in der Arretierstellung befindet, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kupplungselement und das erste Arretierelement gegenüber der Exzenterbuchse
axial festgelegt sind und zwischen Exzenterbuchse und Exzenterzapfen zumindest ein
Ringraum (23,24) vorgesehen ist, der begrenzt wird durch eine Exzenterzapfenstufe
(17,18) und eine Exzenterbuchsenstufe (20,21) an der Innenseite der Exzenterbuchse,
wobei der Ringraum durch axiales Verschieben der Exzenterbuchse gegenüber der Exzenterwelle
in seinem Volumen veränderbar ist und eine Zuleitung (25a-d) in den Ringraum mündet,
durch welche ein Druckmedium dem Ringraum zuführbar ist.
2. Hubverstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei axial voneinander beabstandete Ringräume (23,24) vorgesehen sind, wobei
sich beim Verschieben der Exzenterbuchse das Volumen des einen Ringraumes verkleinert,
während sich das Volumen des anderen Ringraumes vergrößert.
3. Hubverstelleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ringräume durch einen ringförmigen Absatz (19) auf der Oberfläche
des Exzenterzapfens (9) und eine ringförmige Ausnehmung (22) an der Innenseite der
Exzenterbuchse gebildet werden, wobei der ringförmige Absatz innerhalb der ringförmigen
Ausnehmung angeordnet ist.
4. Hubverstelleinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringräume in radialer Richtung unterschiedliche Tiefen aufweisen.
5. Hubverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kupplungselement einstückig mit der Exzenterbuchse ausgebildet ist.
6. Hubverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kupplungselement als Innenverzahnung (28) und das zweite Kupplungselement
als Außenverzahnung (29) ausgebildet ist, wobei sich in der eingekuppelten Stellung
die Innenverzahnung formschlüssig mit der Außenverzahnung in Eingriff befindet.
7. Hubverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenverzahnung auf einem Ringelement (31) angebracht ist, das drehfest
und axial festgelegt auf der Exzenterwelle angebracht ist.
8. Hubverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Arretierelement als ein an der Exzenterbuchse angebrachter Vorsprung
(35) ausgebildet ist, der in der Arretierstellung in das als eine Ausnehmung (36)
ausgebildete zweite Arretierelement formschlüssig eingreift.
9. Hubverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Pleuel gegenüber einem Rahmen (2) der Exzenterpresse (1) axial festgelegt
ist und die Exzenterwelle axial gegenüber dem Rahmen festgelegt ist.
10. Hubverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckmedium Hydraulikflüssigkeit vorgesehen ist.