[0001] Die Erfindung betrifft eine selbsttragende Schutzwand, insbesondere eine Lärmschutzwand.
[0002] Grundsätzlich sind drei Arten von Lärmschutzwänden, die z.B. entlang von Autobahnen,
Fernstraßen und Eisenbahnlinien aufgestellt werden, bekannt.
[0003] Bei einer Art werden einfache Erdwälle errichtet, bei der zweiten Art Art werden
Plattenelemente aus Stahlbeton oder ähnlichen Materialien in Form einer Mauer aufgestellt.
[0004] In dem deutschen Gebrauchsmuster GBM-94-12236 wird eine dritte Art von Schutzwand
vorgeschlagen, die als aus Stäben zusammengesetzte und mit Abdeckplatten versehene
Rahmenkonstruktion ausgebildet ist. Dabei kann die Rahmenkonstruktion auf dem Untergrund
aufgestellt oder mit in ihrem Fußbereich vorhandenen Stäben in den Untergrund ganz
oder teilweise eingebettet sein. Die Abdeckplatten sind mit Hilfe von Verbindungsmitteln,
z.B. Schrauben-Mutter-Verbindungen, an den die Rahmenkonstruktion bildenden Stäben
befestigt. Dazu sind Löcher in den Abdeckplatten und in den Befestigungsstäben der
Rahmenkonstruktion vorgesehen. Die Abdeckplatten liegen an den Befestigungsstäben
derart an, daß Löcher in der Abdeckplatte und Löcher im Befestigungsstab einander
überlappen. In den auf diese Weise in Deckung befindlichen Löchern ist das Verbindungsmittel
angebracht. Diese bekannte Schutzwand wird zum Verbessern ihrer Standfestigkeit ganz
oder teilweise mit Füllmaterialien aufgefüllt. Es können auch Restmaterialien, z.B.
Bauschutt, als Füllmaterial Verwendung finden und auf diese Weise entsorgt werden.
[0005] Dieser Aufbau ist wesentlich kostengünstiger als die erstgenannten beiden Arten und
benötigt eine wesentlich geringere Sockelbreite als der reine Erdwall.
[0006] Bekannt ist auch, daß diese Schutzwand in Rahmenkonstruktionsbauweise seitliche Öffnungen
in den Abdeckplatten aufweist. Falls dabei als Füllmaterial Materialien verwendet
werden, die für eine Bepflanzung geeignet sind, kann die Schutzwand begrünt werden,
indem Pflanzen aus den Öffnungen herauswachsen können.
[0007] Ein Nachteil dieser bekannten Schutzwand in der Bauweise der Rahmenkonstruktion besteht
darin, daß sich die Schutzwand bei ihrem Aufstellen nicht ohne weiteres, d.h. nicht
ohne konstruktive Änderungen, variieren läßt.
[0008] Durch die Erfindung wird daher die Aufgabe gelöst, eine Schutzwand bereitzustellen,
die an die Gegebenheiten am Aufstellort angepasst aufgestellt werden kann.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß mit einer selbsttragenden Schutzwand aus einer gerüstartigen
Rahmenkonstruktion erreicht, die mit ihrem Fußbereich in den Boden eingebettet und/oder
auf diesem abgestützt ist, mit Abdeckplatten bekleidet ist und Befestigungsstäbe aufweist,
an denen die Abdeckplatten befestigt sind, wobei in jeder Abdeckplatte in Bereichen,
mit denen diese an wenigstens einigen der Befestigungsstäbe anliegt, sowie in diesen
Befestigungsstäben jeweils ein Lochfeld mit einer Mehrzahl von Löchern ausgebildet
ist, und die Abdeckplatten sich mit einer Teilmehrzahl von Löchern ihres Lochfeldes
mit einer Teilmehrzahl von Löchern des Lochfeldes des jeweiligen Befestigungsstabes
paarweise überlappend an diesem mit Hilfe von in den Lochpaaren angeordneten Verbindungsmitteln
befestigt sind.
[0010] Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag, die Befestigungsstäbe und die an diesen anliegenden
Bereiche der Abdeckplatten jeweils mit einem Lochfeld mit einer Mehrzahl von Löchern
zu versehen, wird erreicht, daß die Abdeckplatten relativ zu den Befestigungsstäben
in unterschiedlicher Stellung an diesen befestigt werden können. Die Abdeckplatte
wird dazu an die Befestigungsstäbe in der gewünschten Relativstellung derart angelegt,
daß eine Teilmehrzahl von Löchern (d.h. mehrere Löcher) des Lochfelds der Abdeckplatte
mit einer Teilmehrzahl von Löchern des Lochfeldes der Befestigungsstäbe einander überlappen,
wonach die Abdeckplatte mit Hilfe von in den derart gebildeten Lochpaaren einander
überlappender Löcher angeordneten Befestigungsmitteln befestigt werden.
[0011] Auf diese Weise können die Abdeckplatten relativ zu den Befestigungsstäben nahezu
beliebig positioniert und daran befestigt werden, wenn in den Lochfeldern Löcher in
entsprechender Menge und in geeigneter Anordnung vorhanden sind.
[0012] Je mehr Löcher in dem Lochfeld vorhanden sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
daß auch mehr unterschiedliche Stellungen verwirklicht sein können. Dabei können die
Löcher in dem Lochfeld durchaus ungeordnet verteilt sein. Bevorzugt sind sie aber
regelmäßig angeordnet, weil auf diese Weise eine große Anzahl von Stellmöglichkeiten
erzielt werden kann, bei denen Löcher in dem Lochfeld der Abdeckplatte mit solchen
in dem Lochfeld der Befestigungsstäbe einander überlappen und dabei die Abdeckplatte
an den Befestigungsstäben befestigt werden kann.
[0013] Zwar können die Abdeckplatten an der Rahmenkonstruktion mittels Befestigung an nur
einem oder auch an mehreren Befestigungsstäben angebracht sein, die Stäbe der Rahmenkonstruktion
beliebig verlaufen und die Abdeckplatten beliebige Form aufweisen. In diesem Fall
muß jedoch jeweils bereits bei der Bemessung und der Herstellung der Abdeckplatten
und der Befestigungsstäbe der Rahmenkonstruktion sichergestellt werden, daß die Lochfelder
auch tatsächlich in den Bereichen angeordnet werden, in denen sie später an den Befestigungsstäben
bzw. den Abdeckplatten anliegen.
[0014] Bevorzugt sind daher die Abdeckplatten rechteckig ausgebildet und weisen jeweils
ein Lochfeld entlang derjenigen Ränder auf, die in an den Befestigungsstäben montierter
Lage der Abdeckplatte senkrecht zur Längsrichtung der Schutzwand verlaufen. Die Befestigungsstäbe
der Rahmenkonstruktion sind dann in ihrer aufgestellten Lage senkrecht zur Wandlängsrichtung
verlaufend in Abständen derart angeordnet, daß die beiden seitlichen Ränder der Abdeckplatten
mit den beiden darin ausgebildeten Lochfeldern an die zugeordneten Befestigungsstäbe
anlegbar sind.
[0015] Das hat den Vorteil, daß nur an den seitlichen Rändern der Abdeckplatten Befestigungsstäbe
vorhanden sein müssen und nur ein Typ von Stab als Befestigungsstab ausgebildet sein
muß, wodurch die Herstellkosten gesenkt werden.
[0016] Die Abdeckplatten können bei dieser Ausführungsform insbesondere in Fuß-First-Richtung
der Schutzwand in unterschiedlichen Lagen montiert sein.
[0017] In dieser beschriebenen Ausführungsform mit an den seitlichen Rändern angeordneten
Lochfeldern können zwar die Abdeckplatten eben ausgebildet sein. Sie können dann an
den Befestigungsstäben innerhalb der Längsseitenebene versetzt in unterschiedlichen
Lagen befestigt sein. Auf diese Weise kann die Bekleidung z.B. an Bodenunebenheiten
zwischen zwei Abstützstellen der Rahmenkonstruktion angepaßt sein.
[0018] Jedoch wird erfindungsgemäß bevorzugt, daß die seitlichen Ränder, an denen sich die
Lochfelder befinden, abgewinkelt sind, und zwar bevorzugt um 90°. Die Abdeckplatte
liegt dann mit den seitlichen Rändern seitlich an dem Befestigungsstab an, in dem
ein Lochfeld ausgebildet ist, bei dem die Löcher in Längsrichtung der Schutzwand orientiert
sind.
[0019] Hierdurch wird erreicht, daß durch geeignete Auswahl von Lochpaaren, bei denen Löcher
des Lochfeldes der Abdeckplatte mit denen des Lochfeldes des Befestigungsstabes einander
überlappen, die Abdeckplatte in einer Mehrzahl von gegenüber der Ebene der Längsseite
der Schutzwand um eine horizontale Achse verkippten Lagen an den Befestigungsstäben
befestigt sein kann. Die Befestigung kann z.B. so gestaltet sein, daß die Abdeckplatte
derart an den Befestigungsstäben befestigt ist, daß sie mit dem unteren Rand auf einem
sich in Längsrichtung der Schutzwand erstreckenden Längsstab aufliegt und in der Längswandebene
verläuft, während sie nach oben hin in einem Winkel von der Längswandebene abgekippt,
d.h. ausgestellt, ist. Die ausgestellte Befestigung führt dazu, daß in der Schutzwand
eine langgestreckte Öffnung gebildet ist. Wenn in diesem Falle die abgewinkelten seitlichen
Ränder über ihre gesamte Länge hin an dem Befestigungsstab anliegen, erstreckt sich
diese langgestreckte Öffnung ausschließlich zwischen dem oberen Längsrand der Abdeckplatte
und der Längswandebene.
[0020] Eine solche Öffnung bietet den Vorteil, daß die Schutzwand bepflanzt werden kann.
Sie eignet sich erheblich besser als Öffnungen mit nicht horizontal verlaufender Öffnungsfläche
für die Bepflanzung, weil an dieser Öffnung das Erdreich nicht herausfallen kann.
Je nach Kippwinkel, der aufgrund der Lochfelder bei der Montage einstellbar ist, kann
die Öffnung größer oder kleiner sein und damit mehr oder weniger für die Begrünung
zur Verfügung stehen. Auch in dieser Ausführungsform ist es aber möglich, die Abdeckplatten
ohne Verkippung gegenüber der Längsseite der Rahmenkonstruktion an den Befestigungsstäben
zu befestigen, so daß gar keine Öffnungen vorhanden sind.
[0021] Bei der beschriebenen Ausführungsform mit seitlichem Anbringen der Abdeckplatte an
den Befestigungsstäben kann es sinnvoll sein, eine bestimmte Profilform, z.B. ein
L-Profil, für die Befestigungsstäbe auszuwählen, so daß gleichzeitig für die seitliche
Befestigung geeignet orientierte Flächen vorhanden sind und eine hohe Standfestigkeit
der Schutzwand erreicht ist. Grundsätzlich kann die Erfindung aber mit jeder Profilform
verwirklicht sein.
[0022] Die erfindungsgemäß in den Abdeckplatten und in den Befestigungsstäben vorgesehenen
Lochfelder können zwar aus einer einzigen Reihe von Löchern bestehen. Für den Fall
solcher einreihiger Lochfelder sowohl in der Abdeckplatte als auch in dem Befestigungsstab
können Abdeckplatte und Befestigungsstab in nur translatorisch zueinander versetzten
unterschiedlichen Montagelagen aneinander befestigt sein, also nur innerhalb der Längswandebene
versetzt werden.
[0023] Erfindungsgemäß wird jedoch bevorzugt, daß zumindest entweder in den Befestigungsstäben
oder in den Abdeckplatten die Lochfelder zweidimensional ausgebildet sind, d.h. die
Lochmittelpunkte nicht nur eine Linie, sondern eine Fläche aufspannen. Auf diese Weise
können die Abdeckplatte und die Befestigungsstäbe in zueinander translatorisch und
rotatorisch versetzten unterschiedlichen Montagelagen befestigt sein. Je nach Orientierung
der Löcher bzw. der Flächen, in denen die Löcher ausgebildet sind, kann die rotatorische
Verstellbarkeit dann innerhalb der Längswandebene und/oder aus dieser Ebene heraus
ermöglicht sein. Im letzteren Fall kann die Abdeckplatte in der vorteilhaften ausgekippten
Lage befestigt sein.
[0024] Ein zweidimensionales Lochfeld auf der Abdeckplatte kann auch dadurch gebildet sein,
daß die Abdeckplatte eine Lochplatte ist, d.h. ganzflächig mit regelmäßig oder unregelmäßig
ausgebildeten Löchern versehen ist.
[0025] Bevorzugt sind es die Befestigungsstäbe, mit denen die Rahmenkonstruktion auf den
Boden aufgestellt oder in diesen eingebettet sind. Dabei ist es zwar möglich, daß
die Befestigungsstäbe sich einstückig vom Wandfuß bis zur Wandspitze erstrecken.
[0026] Um jedoch die Schutzwand flexibler aufstellen zu können, werden diese Befestigungsstäbe
bevorzugt mehrstückig aus Stababschnitten ausgebildet. Die Unterteilung der Befestigungsstäbe
in einzelne Stababschnitte bietet die Möglichkeit, auch die Rahmenkonstruktion beim
Aufstellen der Schutzwand variabel zu gestalten. Dies wird dadurch erreicht, daß die
einzelnen Stababschnitte, die den Befestigungsstab bilden, einander in unterschiedlichem
Ausmaß überlappend angeordnet und mittels in den vorhandenen Lochfeldern in unterschiedlichen
Lochpaaren angebrachter Verbindungsmittel in den unterschiedlichen Relativstellungen
aneinander befestigt sein können. Die aus den Stababschnitten gebildeten Befestigungsstäbe
können auf diese Weise unterschiedliche Länge aufweisen.
[0027] Hierdurch wird erreicht, daß beim Aufstellen der Schutzwand Bodenunebenheiten ohne
weiteres unmittelbar vor Ort ausgeglichen werden können. Auf diese Weise kann eine
aufwendige Vorbereitung des Untergrundes, auf den die Schutzwand aufgestellt wird,
vermieden werden.
[0028] Schutzwände der beschriebenen Bauart können auch als Deiche, Befestigungswände zur
Verhinderung von Bodenerosion sowie Schutzwände zur Abwehr von Steinschlag und Lawinen
Verwendung finden. Bei der Verwendung als Deich sind die Abdeckplatten dann in nicht
ausgekippter Lage an der Rahmenkonstruktion befestigt.
[0029] Die Verbindungsmittel, die in den Löchern angebracht sind, so daß Abdeckplatten und
Befestigungsstäbe aneinander befestigt sind, können Schraubenverbindungen, Nietverbindungen,
Punktschweißverbindungen oder ähnliche geeignete Mittel sein.
[0030] Eine bevorzugte Auführungsform der Erfindung wird in Verbindung mit der Zeichnung
näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 eine Seitenansicht eines Längsabschnitts der Schutzwand gemäß dieser Ausführungsform;
Figur 2 schematisch die Schutzwand aus Figur 1 im Querschnitt;
Figur 3 einen Befestigungsbereich einer Abdeckplatte und eines zugeordneten Befestigungsstabs
in einer möglichen Zusammenbaulage von der Längsrichtung der Schutzwand her gesehen;
Figur 4 die Abdeckplatte und den Befestigungsstab aus Figur 3 in einer anderen möglichen
Zusammenbaulage.
[0031] Aus den Figuren 1 und 2 ist der Aufbau der Rahmenkonstruktion 12 ersichtlich, aus
der die Schutzwand aufgebaut ist. Die Rahmenkonstruktion 12 weist in Wandlängsrichtung
im Abstand voneinander angeordnete Befestigungsstäbe 1 auf, die sich vom Wandfuß bis
zur Wandspitze erstrecken. Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, sind die Befestigungsstäbe
1 an den beiden einander gegenüberliegenden Längsseiten der Schutzwand derart angeordnet,
daß diese zu der Wandspitze hin konvergieren. Die oberen Enden der Befestigungsstäbe
1 liegen im Abstand voneinander und sind mit Querstäben 2 miteinander verbunden.
[0032] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, weist die Rahmenkonstruktion 12 ferner vier Längsstäbe
7 auf, die sich jeweils zwischen zwei benachbarten Befestigungsstäben 1, die zu derselben
Längsseite der Schutzwand gehören, in Längsrichtung der Schutzwand erstrecken und
mit ihren Enden an jeweils einem Befestigungsstab 1 befestigt sind.
[0033] Aus Figur 2 ist ersichtlich, daß sich zwischen jeweils zwei benachbarten Befestigungsstäben
1 unterschiedlicher Wandlängsseiten drei weitere Querstäbe 3, 4, 5 erstrecken, die
mit ihren Enden an jeweils einem Befestigungsstab 1 befestigt sind. Die vier Querstäbe
2, 3, 4, 5 sind jeweils etwa in der gleichen Höhe der Befestigungsstäbe 1 angeordnet
wie die vier Längsstäbe 7.
[0034] Die Rahmenkonstruktion 12 weist ferner Versteifungsstäbe 6 auf, die sich im Innenraum
der Schutzwand erstrecken, wie aus Figur 2 ersichtlich ist. Diese Versteifungsstäbe
6 sind mit ihrem einem Ende an jeweils einem Befestigungsstab 1 in dem Fußbereich
der Schutzwand befestigt und mit ihrem anderem Ende an einem Befestigungsstab 1 der
gegenüberliegenden Wandlängsseite in dem Spitzenbereich der Schutzwand befestigt.
Mittels dieser Versteifungsstäbe 6 wird eine ausreichende Versteifung der Schutzwand
gegen Belastungen von der Wandseitenrichtung her, wie bei Wind-, Wasser- oder Festkörpereinwirkung,
erzielt. Zur zusätzlichen Stabilisierung sind die Versteifungsstäbe 6 an ihrer Kreuzungsstelle
aneinander befestigt.
[0035] Die Rahmenkonstruktion 12, die aus den Stäben 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 gebildet ist, ist
mit ihrem Fußbereich, d.h. mit dem unteren Ende der Befestigungsstäbe 1 auf dem (in
der Zeichnung nicht dargestellten) Untergrund aufgestellt oder in diesen Untergrund
ganz oder teilweise eingebettet.
[0036] An der Wandlängsseite, die durch die Befestigungsstäbe 1 und die Längsstäbe 7 der
Rahmenkonstruktion definiert ist, sind pro Wandabschnitt jeweils drei übereinanderliegende
viereckige Rahmen von den Befestigungsstäben 1 und den Längsstäben 7 gebildet. In
diese viereckigen Rahmen ist jeweils eine Abdeckplatte 8 eingesetzt. Jede Abdeckplatte
8 ist, wie aus Figur 1 ersichtlich ist, aus einem rechteckigen Lochblech gebildet.
Die beiden parallel zu den Befestigungsstäben 1 verlaufenden Ränder der Abdeckplatten
8 sind jeweils um etwa 90° abgewinkelt. Aus Figur 2 ist ersichtlich, daß die abgewinkelten
Bereiche der Abdeckplatten 8 eine rechteckige Fläche bilden. Die Abdeckplatten 8 liegen
mit ihrem unteren Längsrand auf den Längsstäben 7 auf und mit ihren abgewinkelten
Rändern von der Innenseite her seitlich an den Befestigungsstäben 1 an.
[0037] In den Figuren 3 und 4 ist jeweils eine Zusammenbaulage gezeigt, in der die abgewinkelten
Ränder der Abdeckplatten 8 an den Befestigungsstäben 1 befestigt sind. Die Abdeckplatte
8 weist in ihren abgewinkelten Rändern jeweils ein Lochfeld mit einer Mehrzahl von
Löchern 9 auf. Ebenso weist der Befestigungsstab 1 ein Lochfeld mit einer Mehrzahl
von Löchern 9 auf, wobei die Löcher 9 in Längsrichtung der Schutzwand verlaufen. Die
Abdeckplatte 8 und der Befestigungsstab 1 liegen relativ zueinander in einer Stellung
aneinander an, in der mehrere Löcher 9 des Lochfelds in dem Rand der Abdeckplatte
8 mit jeweils einem der Löcher 9 des Lochfelds im Befestigungsstab 1 in Deckung sind.
In den dadurch gebildeten Lochpaaren ist je ein Verbindungsmittel 10 (nicht gezeigt)
angeordnet, das die Abdeckplatte 8 und den Befestigungsstab 1 in dieser Stellung zusammenhält.
[0038] Wie aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist, weisen die Lochfelder sowohl in Längsrichtung
als auch in Querrichtung mehrere Reihen von Löchern 9, also insgesamt eine große Anzahl
von Löchern 9 auf, so daß zweidimensionale Lochfelder gebildet sind. Auf diese Weise
ist es möglich, zahlreiche unterschiedliche Relativstellungen zwischen Abdeckplatte
8 und Befestigungsstab 1 zu verwirklichen, bei denen zumindest zwei Löcher 9 der Abdeckplatte
8 mit zwei Löchern des Befestigungsstabes 1 in Deckung zu liegen kommen, so daß sich
in den dadurch gebildeten zwei Lochpaaren jeweils ein Verbindungsmittel 10 anbringen
läßt, um die Abdeckplatte 8 am Befestigungsstab 1 zu befestigen.
[0039] Die Löcher 9 der Lochfelder sind in Längsrichtung der Schutzwand ausgerichtet. Auf
diese Weise ist es möglich, die Abdeckplatte 8 an den Befestigungsstäben 1 in Stellungen
zu befestigen, in denen die Abdeckplatte 8 relativ zu den Befestigungsstäben 1 translatorisch
oder rotatorisch auf eine Weise versetzt ist, daß die Abdeckplatte 8 in der Längswandebene
liegt oder aus dieser herausgekippt ist.
[0040] Die wenigstens zwei Lochpaare, in denen die Verbindungsmittel 10 angeordnet sind,
sind so gewählt, daß sie möglichst weit von einander entfernt sind, so daß eine maximale
Steifigkeit der Verbindung erzielt ist.
[0041] In der aus Figur 2 ersichtlichen ausgekippten Stellung der Abdeckplatten 8 ist zwischen
dem oberen Längsrand der Abdeckplatte 8 und der Längsseite der Rahmenkonstruktion
12 eine langgestreckte Öffnung 11 gebildet, aus der Pflanzen herauswachsen können.
Die Größe der Öffnungen 11 ist dabei von der Kippstellung der Abdeckplatte 8 bestimmt.
1. Selbsttragende Schutzwand aus einer gerüstartigen Rahmenkonstruktion (12), die mit
ihrem Fußbereich in den Boden eingebettet und/oder auf diesem abgestützt ist, mit
Abdeckplatten (8) bekleidet ist und Befestigungsstäbe (1) aufweist, an denen die Abdeckplatten
(8) befestigt sind, wobei in jeder Abdeckplatte (8) in Bereichen, mit denen diese
an wenigstens einigen der Befestigungsstäbe (1) anliegt, sowie in diesen Befestigungsstäben
(1) jeweils ein Lochfeld mit einer Mehrzahl von Löchern (9) ausgebildet ist, und die
Abdeckplatten (8) sich mit einer Teilmehrzahl von Löchern (9) ihres Lochfeldes mit
einer Teilmehrzahl von Löchern (9) des Lochfeldes des jeweiligen Befestigungsstabes
(1) paarweise überlappend an diesem mit Hilfe von in den Lochpaaren angeordneten Verbindungsmitteln
(10) befestigt sind.
2. Selbsttragende Schutzwand nach Anspruch 1, bei der die Bereiche der Abdeckplatten
(8), in denen die Lochfelder vorgesehen sind, an den beiden senkrecht zur Längsrichtung
der Schutzwand verlaufenden Rändern der Abdeckplatte (8) angeordnet sind.
3. Selbsttragende Schutzwand nach Anspruch 2, bei der die beiden senkrecht zur Längsrichtung
der Schutzwand verlaufenden Ränder der Abdeckplatten (8) abgewinkelt sind und seitlich
an dem jeweiligen Befestigungsstab (1) anliegen.
4. Selbsttragende Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Lochfelder
der Abdeckplatte (8) und/oder die Lochfelder der dieser zugeordneten Befestigungsstäbe
(1) als zweidimensionale Lochfelder ausgebildet sind.
5. Selbsttragende Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der wenigstens eine
Teilanzahl der Befestigungsstäbe (1) der Rahmenkonstruktion (12) jeweils mehrere Stababschnitte
aufweist, welche mit Hilfe von Verbindungsmitteln (10) miteinander verbunden sind,
die jeweils in zwei einander überlappenden Löchern (9) aufeinanderfolgender Stababschnitte
angeordnet sind.