[0001] Die Erfindung betrifft eine ein Sichtzeichen mit einer es haltenden Fußplatte umfassende
Leiteinrichtung für den Straßenverkehr mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
[0002] Mit einer Fußschwelle gekuppelte Baken sind aus der DE 42 02 986 A1, insbesondere
Fig. 1 bis 4, bekannt. Die Baken bestehen dabei aus einem haubenartigen, unten offenen
Hohlkörper aus weichelastischem Material und sind an ihrem unteren Ende lösbar mit
der Fußschwelle verbunden. Die Kupplungsvorrichtung besteht darin, daß am unteren
Ende der Bake angeordnete, nach außen vorstehende Flansche in eine entsprechend geformte,
seitlich offene Ausnehmung in der Fußschwelle eingreifen. Oberhalb der Kupplungsvorrichtung
befindet sich in der Bake eine Soll-Knickstelle, die dadurch hergestellt ist, daß
an den Schmalseiten des Hohlkörpers seitliche Ausschnitte angebracht sind, d.h. in
diesem Bereich sind an der Breitseite des Hohlkörpers zumindest näherungsweise ebene
Verbindungsstege vorgesehen. Diese Verbindungsstege werden beim Anfahren eines Fahrzeugs
elastisch verformt und gehen nach Beendigung des Anfahrens oder Überfahrens wieder
in ihre ursprüngliche Position zurück, wodurch die Bake aufgerichtet wird. Die Ausbildung
der Bake ist materialaufwendig, weil die Bake nahezu über ihre gesamte Höhe doppelwandig
ausgebildet ist, und auch herstellungsmäßig aufwendig, weil ein Hohlkörper geformt
werden muß.
[0003] Aus dem DE-GM 29 503 161.1 ist bekannt, daß die Bake aus einem unteren, aus weichelastischem
Material bestehenden Teil und einem oberen Teil in Form einer aus steifem Werkstoff
bestehenden Platte ausgebildet ist. Die Kupplung zwischen dem unteren Teil und dem
Fuß erfolgt dabei in derselben Weise, wie dies in der DE 42 02 986 A1 beschrieben
worden ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Leiteinrichtung zu schaffen, deren
Funktion unter möglichst geringem Materialaufwand und bei einfacher Herstellung gewährleistet
und technisch nicht aufwendig ist sowie bei Überfahren seitens eines Last- oder Personenkraftfahrzeuges
nicht beschädigt wird.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0006] Die Herstellung des durchgehend aus dem gleichen Material bestehenden Sichtzeichens
ist einfach, denn es besteht im wesentlichen aus plattenförmigen Teilen, nämlich dem
oberen Teil und den Schenkeln. Die Schenkel, die nur an ihrer Wurzel miteinander verbunden
sind, lassen sich in unterschiedlicher Weise spreizen, so daß eine Anpassung an in
der Fußplatte vorhandene Ausnehmungen möglich ist. Insgesamt wird das Sichtzeichen
mit einem Minimum an Material hergestellt. Da die Fußplatte in ihrem zwischen den
Ausnehmungen vorgesehenen mittleren Abschnitt mit einer einwärts gewölbten Vertiefung
versehen ist, kann das Sichtzeichen beispielsweise durch einen PKW in die Horizontale
abgebogen werden, weil dabei der untere Bereich des einen Schenkels von der Vertiefung
aufgenommen wird.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der im Anspruch 1 beschriebenen Leiteinrichtung
sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 7.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Leiteinrichtung, umfassend eine Fußplatte und ein Sichtzeichen;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des in Fig. 1 dargestellten Sichtzeichens.
[0009] In Fig. 1 ist gezeigt, daß das Sichtzeichen B lösbar, nämlich durch seitliches Einschieben
in eine Ausnehmung 11 der Fußplatte F mit letzterer verbunden ist. Die Verbindung
Sichtzeichen / Fußplatte erfolgt dabei durch Formschluß.
[0010] Das Sichtzeichen B besteht im wesentlichen aus einem oberen Teil 1 in Form einer
Platte und an diesem oberen Teil 1 unten anschließenden Schenkeln 2, ebenfalls in
Plattenform. Das Sichtzeichen B ist aus weichelastischem Material, z.B. aus Gummi
oder einem gummiartig wirkenden Kunststoff gefertigt, so daß es beim Anfahren eines
Fahrzeugs leicht umknickt und auch überfahren werden kann, sich aber anschließend
infolge seiner Eigenelastizität wieder aufrichtet. Die Anordnung einer besonderen
Soll-Knickstelle ist hier nicht erforderlich, weil die plattenförmigen Schenkel 2
des Sichtzeichens B leicht verformbar sind.
[0011] Am unteren Rand 3 der Schenkel 2 ist innen jeweils eine Rippe 5 angeformt, die einen
Querschnitt in der Form eines Teilkreises aufweist. Bei geringer Spreizung der Schenkel
2 liegen die Rippen 5 aneinander an und sorgen so dafür, daß die geringe Spreizung
aufrechterhalten wird.
[0012] Die Fußplatte F weist in Querrichtung eine in ihrer Form dem unteren Teil des Sichtzeichens
B entsprechenden Ausnehmung 11 auf. Die Ausnehmung 11 ist mindestens an einem Ende
offen, damit das Sichtzeichen B in die Fußplatte F eingeschoben werden kann.
[0013] Eine Spreizung der plattenförmigen Schenkel 2 ist wegen des weichelastischen Materials,
aus dem das ganze Sichtzeichen B besteht, leicht möglich. Zur Gewährleistung des Abstandes
der gespreizten Schenkel 2 ist eine Erhebung 13 auf dem Grund der Ausnehmung 11 vorgesehen.
An dieser Erhebung stützen sich die unteren Enden der Schenkel 2 über die Rippen 5
ab. Auf die Rippen 5 könnte in diesem Fall aber auch verzichtet werden. Erfindungswesentlich
ist die Ausbuchtung bzw. Vertiefung 13a in der mittigen Erhebung. Sie dient der Aufnahme
eines unteren Bereiches eines Schenkels bei Überfahren der Leiteinrichtung. Wenn beispielsweise
die Leiteinrichtung nach Fig. 1 von einem von rechts kommenden Fahrzeug überrollt
wird, legt sich das Sichtzeichen B nach links in die horizontale Ebene, und der untere
Bereich des links gezeigten und entsprechend gebogenen Schenkels kann einen Teil der
Vertiefung 13a ausfüllen. Damit ist gewährleistet, daß sich das Sichtzeichen beim
Überfahren vollständig in Straßenebene abbiegt, nicht beschädigt wird und auf Grund
des weichelastischen Materials abschließend allein wieder aufrichtet.
[0014] Fig. 2 zeigt das Sichtzeichen B ohne Fußplatte F in der Vorderansicht. Sein oberer
Teil 1 ist mit zwei übereinander angeordneten Öffnungen 8 versehen. Zwischen diesen
Öffnungen 8 ist ein beidseitig wirkender Reflektor 9 angeordnet.
[0015] Der obere Teil 1 und die Schenkel 2 sind mit einer umlaufenden Randrippe 10 versehen.
Mit Rippen 14 sind auch die Öffnungen 8 und der Reflektor 9 eingefaßt. Die Rippen
14 setzen sich nach unten in den Bereich der Schenkel 2 in weiteren Rippen 15 fort.
[0016] Die Oberseite der seitlich an die unteren Ränder 3 der Schenkel 2 angeformten Flansche
4 ist von den Schenkeln 2 weg leicht abfallend ausgebildet. Die Flansche 4 sind an
ihren Enden jeweils mit einer Auflauffläche 7 versehen. Beides dient dazu, das Einführen
des Sichtzeichens B in die in der Fußplatte F vorgesehene Ausnehmung 11 zu erleichtern.
1. Leiteinrichtung, bestehend aus einem Sichtzeichen und einer Fußplatte, für den Straßenverkehr,
wobei das Sichtzeichen aus weichelastischem Werkstoff besteht und dadurch mit der
Fußplatte lösbar gekuppelt ist, daß das untere Ende des Sichtzeichens mit seitlich
vorstehenden Flanschen versehen ist, die unter Formschluß in eine entsprechend geformte
Ausnehmung in der Fußplatte seitlich einschiebbar und festgehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obere Teil (1) des Sichtzeichens (B), der einen Reflektor (9) trägt, plattenförmig
ausgebildet ist und unten in zwei ebenfalls plattenförmige Schenkel (2) übergeht,
an deren unteren Rand (3) jeweils ein Flansch (4) angeordnet ist, und daß die Fußplatte
eine mittige Erhebung (13) aufweist, in welcher eine abwärts gewölbte Vertiefung (13a)
vorgesehen ist.
2. Leiteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil (1) und
die Schenkel (2) außen mit einer umlaufenden Randrippe (10) versehen sind.
3. Leiteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Rand
(3) der Schenkel (2) innen jeweils eine Rippe (5) vorgesehen ist.
4. Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberseite (6) der Flansche (4) von den Schenkeln (2) weg abfallend ausgebildet ist.
5. Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Flansche (4) an ihren Enden jeweils mit einer Auflauffläche (7) versehen sind.
6. Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere Teil (1) mindestens eine Öffnung (8) aufweist.
7. Leiteinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (9) zwischen
zwei übereinander angeordneten Öffnungen (8) angeordnet ist.