(19)
(11) EP 0 799 940 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.10.1997  Patentblatt  1997/41

(21) Anmeldenummer: 96105168.7

(22) Anmeldetag:  01.04.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E03B 7/12, F24H 9/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(71) Anmelder: EWT Elektrogeräte GmbH & Co. KG
90431 Nürnberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Petz, Günter
    D-90431 Nürnberg (DE)
  • Richter, Ewald
    D-90562 Heroldsberg (DE)

(74) Vertreter: Göbel, Matthias, Dipl.-Ing. 
Pruppacher Hauptstrasse 5-7
90602 Pyrbaum
90602 Pyrbaum (DE)

   


(54) Elektrischer Frostwächter


(57) Bei einem elektrischen Frostwächter mit einem Luftdurchsatzöffnungen aufweisenden Gehäuse für die Aufnahme eines Rohrheizkörpers und eines, insbesondere einstellbaren Raumthermostats sowie einer optischen Betriebskontrollanzeige, sind einfach sichere Maßnahmen gegen Überhitzung dadurch vorgesehen, daß am Frostwächtergehäuse (1) eine Kammer (9) ausgebildet ist, die einen Überhitzungsschutzschalter (10) aufnimmt, daß der Überhitzungsschutzschalter (10) über in den Wandflächen (9',9'') der Kammer (9) angeordneten Zu- (11) und Abluftöffnungen (12) zu Kühlzwecken permanent einer Raumluftkonvektion ausgesetzt ist, die Kammer (9) mit dem Innenraum des Frostwächtergehäuses (1) über eine Öffnung (13) in Verbindung steht und daß in Störfällen überhitzte Luft aus dem Heizraum des Frostwächtergehäuses (1) über die Öffnung (13) den Überhitzungsschutzschalter (10) anströmt und über den Abluftöffnungen (12) an den Raum abfließt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Frostwächter mit einem Luftdurchsatzöffnungen aufweisenden Gehäuse für die Aufnahme eines Rohrheizkörpers und eines, insbesondere einstellbaren Raumthermostaten sowie einer optischen Betriebskontrollanzeige.

[0002] Elektrische Frostwächter finden in der Regel in Räumen mit sanitären Einrichtungen, wie Bäder, Toiletten, zur Vermeidung von Gefrieren der dort üblichen Wasserleitungsrohre Verwendung. Die Frostwächter werden dabei durch integrierte Thermostate für die Raumluft bei gegen den Gefrierpunkt absinkenden Temperaturen zu Wärmeabgaben an das Netz angelegt und bei Überschreiten vorbestimmter Raumtemperaturen vom Netz getrennt. Die bekannten elektrischen Frostwächter bieten mit den durch Raumluft beeinflußbaren Thermostaten bei Störfällen, z.B. infolge Abdeckungen der Luftdurchsatzöffnungen durch Textilien, jedoch keinen Schutz gegen Überhitzung, wodurch Kurzschlüsse und Beschädigungen des Frostwächters sowie Brandgefahr besteht.

[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung bei elektrischen Frostwächtern einfach sichere Maßnahmen gegen Überhitzung zu schaffen.

[0004] Der Erfindung gemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß am Frostwächtergehäuse eine Kammer ausgebildet ist, die einen Überhitzungsschutzschalter aufnimmt, daß der Überhitzungsschutzschalter über in den Wandungen der Kammer angeordneten Zu- und Abluftöffnungen zu Kühlzwecken permanent einer Raumluftkonvektion ausgesetzt ist, die Kammer mit dem Innenraum des Frostwächtergehäuses über eine Öffnung in Verbindung steht und daß in Störfällen überhitzte Luft aus dem Heizraum des Frostwächtergehäuses über die Öffnung den Überhitzungsschutzschalter anströmt und über den Abluftöffnungen in den Raum abfließt. Der Überhitzungsschutzschalter ist auf diese Weise zwei die Kammer durchsetzenden Luftkonvektionsströmungen ausgesetzt, wobei eine für die Beibehaltung der Betriebsbereitschaft des Frostwächters sorgt und die andere für Überhitzungsschutzschaltungen Anlaß gibt, die den Rohrheizkörper vom Netz trennen.

[0005] Bevorzugt ist die den Überhitzungsschutzschalter aufnehmende Kammer an oder in einer Wandung des Frostwächtergehäuses außen angeordnet. Dabei ist die Kammer topfförmig gestaltet und übergreift mit der Offenseite die als Durchlaß für überhitzte Luft dienende Öffnung und ist insbesondere dicht an das Frostwächtergehäuse an- und festgelegt. Zur Festlegung der Kammer kann diese, z.B. vermittels angeformten, nach außen weisenden Randleisten gehäusefeste winkelförmige Anbiegungen hintergreifen. Zweckmäßig ist die Öffnung sowie die Kammer im wesentlichen im Mittelbereich des Frostwächtergehäuses angeordnet, wodurch überhitzte Luft weitgehend gleichmäßig über die Öffnung den Heizraum des Frostwächtergehäuses verlassen kann und sicher an den Überhitzungsschutzschalter leitbar ist.

[0006] Von besonderem Vorteil hat sich gezeigt, wenn der Öffnung auf der der Kammer abgewandten Seite im Frostwächtergehäuse ein mindestens über eine Teilfläche derselben sich erstreckende schräg nach unten und dem Innenraum ausstellbares Luftleitblech zugeordnet ist. Das Luftleitblech wirkt als Führungselement für die im Heizraum des Frostwächtergehäuses aufsteigende überhitzte Luft in Richtung auf den Überhitzungsschutzschalter, wodurch ein flinkes Ansprechen des Überhitzungsschutzschalters und frühzeitig sichere Schaltungen desselben in Störfällen erfolgt.

[0007] In Ausgestaltung des Frostwächters ist ferner vorgesehen, daß in der unteren Wandfläche der Kammer im Abstand parallel nebeneinander, insbesondere schlitzförmige Zuluftöffnungen für den Einlaß der Raumluftkonvektionsströmung angeordnet sind. Außerdem sind in der die Bodenfläche der Kammer bildenden Wandfläche Abluftöffnungen für die Raumluftkonvektionsströmung und der überhitzten Luftströmung angeordnet, wobei diese Abluftöffnungen bevorzugt nahe oberhalb des Überhitzungsschutzschalters in der Wandfläche ausgebildet sind. Hierdurch ist sichergestellt, daß der wesentliche Teil der Raumluftkonvektionsströmung oder der überhitzten Luftströmung auf den Überhitzungsschutzschalter zur Beibehaltung der Betriebsvorgänge oder zu Schutzschaltungen trifft.

[0008] Es versteht sich, daß das Frostwächtergehäuse mit ausreichendem Abstand, z.B. vor Raumwandungen aufstell- oder anhängbar ist, um sichere Abflüsse der Konvektionsluftströmungen über die Abluftöffnungen der Kammer zu gewährleisten. Hierzu kann das Frostwächtergehäuse mittels an der Gehäuserückseite desselben fest angeordneten Befestigungskörpern und einer Verbindungsleiste für diese, z.B. an Raumwänden od.dgl., anhängbar sein, wobei die Befestigungskörper und die Verbindungsleiste gemeinsam mit größerer Dicke als die Dicke der Kammer auszuführen sind, um so zwischen der Raumwand und der Kammer kanalförmige Durchlässe zu erzielen, über die die aus der Kammer abfließenden Konvektionsluftströmungen an den Raum übertreten.

[0009] Von Vorteil hat sich ferner gezeigt, wenn der Ausstellwinkel für das Luftleitblech etwa durch Abbiegung oder Abschwenkung gegenüber der Rückwand des Frostwächtergehäuses veränderbar ist. Darüberhinaus ist noch die Anordnung einer Trennwand im Frostwächtergehäuse vorgesehen, die einen Innenraumteil für die Aufnahme des Rohrheizkörpers und einen Innenraumteil für die Unterbringung des elektrischen Teils, wie Raumthermostat und Betriebsbereitschaftsanzeige, ergibt.

[0010] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung verdeutlicht. Hierin bedeuten:
Fig. 1
einen Frostwächter im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 3,
Fig. 2
einen Teilschnitt eines Frostwächters, vergrößert,
Fig. 3
einen Frostwächter in Rückansicht teilweise offen und
Fig. 4
eine Draufsicht der unteren Wandfläche der Kammer, vergrößert.


[0011] In den Fig. ist mit 1 ein Frostwächtergehäuse bezeichnet, das beim Ausführungsbeispiel eine ebene Rückwand 1' und eine bogenförmig gekrümmte Vorderwand 1'' aufweist. Im Gehäuse 1 (Fig.3) ist ein an sich bekannter Rohrheizkörper 2 untergebracht, der zu Heizzwecken mit dem Netz verbindbar und durch einen Thermostaten 3 für Raumluft kontrollierbar ist. Mit 4 ist eine Betriebsbereitschaftsanzeige in Form einer Glüh- oder Glimmlampe bezeichnet, die hinter einem Vorderwanddurchlaß 5 des Frostwächtergehäuses 1 angeordnet ist. Der Thermostat 3 ist beim Ausführungsbeispiel vermittels eines Schiebers 6 über ein Hebelgetriebe 7 zur Vorwählung von Einschalttemperaturen einstellbar. Mit 8 sind an der Rückwand 1' des Frostwächtergehäuses 1 angeordnete Befestigungskörper bezeichnet, die gemeinsam mit einer Verbindungsleiste 19 das Anhängen des Frostwächters an Raumwänden (nicht gezeigt) ermöglichen. Weiterhin ist beim Ausführungsbeispiel auf der Rückwand 1' des Frostwächtergehäuses 1 eine topfförmige Kammer 9 angeordnet, die mit einem umlaufenden, quer abstehenden Randstreifen 9''' durch gehäusefeste Krallen 1''' od.dgl. gehalten ist und der Unterbringung eines Überhitzungsschutzschalters 10 dient. Die Kammer 9 weist im Bereich ihrer unteren Wandfläche 9' eine Anzahl schlitzförmige Zuluftöffnungen 11 (Fig.4) und in der Wandfläche 9'' Abluftöffnungen 12 auf. Über die Öffnungen 11 und 12 stellt sich in der Kammer 9 eine Konvektionsluftströmung der Raumluft ein, die eine Kühlung des Überhitzungsschutzschalters 10 bewirkt. Weiter übergreift die Kammer 9 mit ihrer Offenseite eine Öffnung 13 in der Rückwand 1', die z.B. bei einem eintretenden Störfall, etwa nach Abdeckung der Luftaustrittsöffnungen 14, die sich im Innenraum des Frostwächtergehäuses bildende überhitzte Luft in die Kammer 9 ableiten läßt. Die überhitzte Luft trifft dabei auf den Überhitzungsschutzschalter 10, der den Rohrheizkörper 2 selbsttätig vom Netz trennt. Die auf den Überhitzungsschutzschalter 10 auftreffende überhitzte Luft kann über die Abluftöffnungen 12 als Luftströmung in den Raum abfließen.

[0012] Von Vorteil hat sich erwiesen, auf der der Kammer 9 abgewandten Seite der Rückwand 1' im Frostwächtergehäuse 1 ein schräg ausgestelltes Luftleitblech 15 od.dgl. vorzusehen, das die aufsteigende überhitzte Luftströmung unmittelbar auf den Überhitzungsschutzschalter 10 richtet. Das Luftleitblech 15 erstreckt sich über eine Teilhöhe der Öffnung 13 sowie über eine Teillänge bzw. der gesamten Länge der Öffnung 13. Um das unbehinderte Abfließen der beiden Konvektionsluftströmungen über die Abluftöffnungen 12 der Kammer 9 zu ermöglichen. ist die Dicke der Befestigungskörper 8 gemeinsam mit der Verbindungsleiste 19 größer gewählt als die Dicke der Kammer 9, wodurch sich, z.B. bei an Raumwänden angehängtem Frostwächter ein Abflußkanal für Abluft hinter der Kammer 9 bildet. Eine im Frostwächtergehäuse 1 angeordnete Trennwand 16 bildet Innenraumteile 17,18, wobei der Innenraumteil 17 der Aufnahme des Rohrheizkörpers 2 und der Innenraumteil 18 der Aufnahme der elektrischen Einrichtungen und Anschlüsse sowie der Betriebsbereitschaftsanzeige 4 dient.


Ansprüche

1. Elektrischer Frostwächter mit einem Luftdurchsatzöffnungen aufweisenden Gehäuse für die Aufnahme eines Rohrheizkörpers und eines, insbesondere einstellbaren Raumthermostats sowie einer optischen Betriebskontrollanzeige, dadurch gekennzeichnet, daß am Frostwächtergehäuse (1) eine Kammer (9) ausgebildet ist, die einen Überhitzungsschutzschalter (10) aufnimmt, daß der Überhitzungsschutzschalter (10) über in den Wandflächen (9', 9'') der Kammer (9) angeordneten Zu- (11) und Abluftöffnungen (12) zu Kühlzwecken permanent einer Raumluftkonvektion ausgesetzt ist, die Kammer (9) mit dem Innenraum des Frostwächtergehäuses (1) über eine Öffnung (13) in Verbindung steht und daß in Störfällen überhitzte Luft aus dem Heizraum des Frostwächtergehäuses (1) über die Öffnung (13) den Überhitzungsschutzschalter (10) anströmt und über den Abluftöffnungen (12) an den Raum abfließt.
 
2. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (9) an oder in einer Wandung des Frostwächtergehäuses (1) angeordnet ist.
 
3. Frostwächter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (9) topfförmig gestaltet und mit der Offenseite die Öffnung (13) übergreift und dicht an das Frostwächtergehäuse (1) an- und festgelegt ist.
 
4. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (13) und die Kammer (9) im wesentlichen im Mittelbereich des Frostwächtergehäuses (1) angeordnet ist.
 
5. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseöffnung (13) auf der der Kammer (9) abgewandten Seite im Frostwächtergehäuse (1) ein mindestens über eine Teilfläche derselben sich erstreckendes, schräg nach unten und dem Innenraum ausgestelltes Luftleitblech (15) zugeordnet ist.
 
6. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausstellwinkel des Luftleitblechs (15) durch Abbiegung oder Abschwenkung gegenüber der Rückwand (1') des Frostwächtergehäuses (1) veränderbar ist.
 
7. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der unteren Wandfläche (9') der Kammer (9) im Abstand parallel nebeneinander schlitzförmige Zuluftöffnungen (11) für den Einlaß der Raumluftkonvektionsströmung angeordnet sind.
 
8. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der den Boden der Kammer (9) bildenden Wandfläche (9'') Abluftöffnungen (12) für den Durchtritt der Raumluftkonvektionsströmung und der überhitzten Luftströmung angeordnet sind und daß die Abluftöffnungen (12) nahe oberhalb des Überhitzungsschutzschalters (10) in der Wandfläche (9'') ausgebildet sind.
 
9. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Frostwächtergehäuse (1) mittels an der Gehäuserückwand (1') fest angeordneten Befestigungskörpern (8) und einer Verbindungsleiste (19) für diese an Raumwänden od.dgl. anhängbar ist, daß die Befestigungskörper (8) und die Verbindungsleiste mit größerer Dicke als die Dicke der Kammer (9) ausgeführt sind und daß zwischen Wandfläche (9'') der Kammer (9) und den Raumwänden Luftdurchlaßkanäle gebildet sind, über die die durch die Kammer (9) geleiteten Konvektionsluftströmungen an den Raum abfließen.
 
10. Frostwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Frostwächtergehäuse (1) eine Trennwand (16) aufweist, die einen Innenraumteil (17) für die Aufnahme des Rohrheizkörpers (2) und einen Innenraumteil (18) für die Aufnahme der elektrischen Einrichtungen und der Beriebsbereitschaftsanzeige 4 bildet.
 




Zeichnung










Recherchenbericht